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Golddistel
Die Golddistel ist die kleine Schwester der Silberdistel. Die Golddistel ist auf Kalkmagerwiesen in den Bergen schon von weitem an ihren golden leuchtenden Blüten zu erkennen. Die goldenen Blüten schließen sich bei feuchtem Wetter, daher auch der Name kleine Wetterdistel. Auch wenn die goldene Farbe der Hüllblätter einen höheren Wert gegenüber der Silberdistel verspricht, so besitzt die Golddistel deutlich weniger Heilkraft als die silberne Schwester.
Die Golddistel, auch Gemeine Eberwurz oder Kleine Eberwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eberwurzen in der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Abführmittel
Heilwirkung: abführend, brecherregend, harntreibend, schweißtreibend, wurmtreibend
Anwendungsbereiche: Abführmittel, Brechmitteln, Diuretikum, Wurmmittel
wissenschaftlicher Name: Carlina vulgaris L.
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Carline Thistle
volkstümlicher Name: Gemeine Eberwurz, Gemeine Wetterdistel, Golddistel, Kleine Eberwurz, Kleine Wetterdistel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Carlinaoxid, Carlinen, Enzyme, Flavono-ide, Gerbstoffe, Harze, Inulin
Sammelzeit: Spätherbst
 
Anwendung
Tee
1 Teelöffel getrockneter Wurzeln mit 250 ml Wasser ansetzen, zum Sieden bringen, einige Minuten kochen lassen, abkühlen lassen, abseihen. Leicht warm mit oder ohne Honig schluckweise trinken. Hilft gegen Würmer, ist abführend, schweiß- und harntreibend. Erwachsene maximal 2 Tassen täglich.
Umschläge
Ein starker Tee (2 Teelöffel) oder in Essig gekocht als Umschläge hilft bei Hauterkrankungen.
 
Geschichtliches
Die frischen jungen Blätter wurde seit der Steinzeit zu einem Gemüse gekocht, die Blütenböden wie Artischockenböden zubereitet oder roh verzehrt, allerdings ist die Nahrungsausbeute gering. Die Wurzeln wurden als gekochtes Wintergemüse gegessen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Golddistel ist auf der Nordhalbkugel heimisch. Sie wächst bevorzugt auf sonnigen Magerwiesen und Halbtrockenrasen. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 bis 50 Zentimeter hoch. Die schmalen wechselständigen Blätter sind behaart und dornig. Im ersten Jahr und nur in diesem wächst eine Blattrosette. Der Stängel ist mehrköpfig. Die distelartigen Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Die 2-3 cm großen Blüten haben goldene Hüllblätter und Röhrenblüten. Wird das Wetter feuchter und damit schlecht, so schließt sich die Blüte (Wetterdistel). Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen mit federartigem Pappus.
Die Golddistel ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern. Die Laubblätter sind fiederlappig bis fiederschnittig und stachelig gezähnt.
Die Blütezeit liegt im Hochsommer. Ein Stängel kann mehrere (ein bis drei) körbchenförmige Blütenstände ausbilden. Im Gegensatz zur Silberdistel sind ihre Blütenstände wesentlich kleiner (etwa 1,5 bis 2,5 cm). Die häutigen Hüllblättchen sind bei ihr goldgelb glänzend (daher auch der Trivialname Golddistel). In jedem Blütenkorb befinden sich viele Röhrenblüten. Bereits zur Blütezeit sind die trockenhäutigen Hüllblätter abgestorben und verbleiben dauerhaft an der Pflanze. Die Golddistel ist eine der wenigen Pflanzen, die aufgrund ihres steifen, skleromorphen (austrocknungstoleranten) Stängels bis weit in das Frühjahr hinein aufrecht stehen bleiben. Die inneren Hüllblätter reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Wetter krümmen sie sich nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein breiten sie sich wieder aus.
 
Anbautipps
Anspruchslos, wenn der Standort passt. Samen direkt an den gewünschten Standort aussäen oder im Topf vorziehen. Ideal für den Steingarten auf kalkigem Boden in voller Sonne.
 
Sammeltipps
Die Wurzel im Herbst ausgraben, reinigen, von Seitenwurzeln befreien, in Stücke schneiden und zügig aber schonend trocknen (Sonne oder Backofen).

Ginkgo
Der Ginkgo oder Ginko ist eine in China heimische, heute weltweit angepflanzte Baumart. Er ist der einzige lebende Vertreter der Ginkgoales, einer ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen. Natürliche Populationen sind nur aus der Stadt Chongqing und der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas bekannt. In Ostasien wird der Baum wegen seiner essbaren Samen oder als Tempelbaum kultiviert. Er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit etwa 1730 als Zierbaum gepflanzt. Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche Kuratorium Baum des Jahres Ginkgo biloba zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends. Der Ginkgo ist ein lebendes Fossi.
Der Gingko-Baum entstammt der Urzeit und hat sich bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten. Er ist also eine Art lebendes Fossil. Ursprünglich kommt der Ginkgo aus China, aber inzwischen findet man ihn fast weltweit, weil er gerne angepflanzt wird. Wie kein Anderer helfen seine ledrigen Blätter, unser Gefäßsystem besser zu durchbluten und wirken dadurch gegen vielerlei Zivilisationskrankheiten. Insbesondere seine stärkende Wirkung auf das Gedächtnis ist sehr beliebt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Gedächtnisschwäche, Durchblutungsstörungen, Arterios-klerose
Heilwirkung: durchblutungsfördernd
Anwendungsbereiche: Alzheimer, Asthma, Bronchitis, Claudicatio intermittens, Diabetes, Dekubitus, Demenz, Durchblutungsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Hautgeschwüre aufgrund von mangelnder Durchblutung, Hörsturz, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Magenprobleme, Offenes Bein, Ohrensausen, Schaufensterkrankheit, Schlecht heilende Wunden, Schwerhörigkeit, Schwindel, Sehstörungen, Tinnitus, Ulcus cruris, Unterschenkelgeschwür, Vergesslichkeit, Wunden (äußerlich als Umschläge), Wund-liegen, Wurmerkrankungen
wissenschaftlicher Name: Ginkgo biloba
Pflanzenfamilie: Ginkgogewächse - Ginkgoaceae
englischer Name: maidenhair tree, ginkgo, gingko
andere Namen: Ginko, Entenfußbaum, Fächerblattbaum, Fächertanne, Hügelaprkose, Japanischer Nuss-baum, Silberaprikose, Silberbaum, Tempelbaum
falsche Schreibweisen: Gingo, Gingko
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Alkohole, Pinit, Zucker, Essigsäure, Capronsäure, Gink-golsäure, Ginkgolid, Shikmisäure, Sitosterin, Wachs, Stärke, Harz, ätherisches Öl, fettes Öl
Sammelzeit: Oktober
 
Anwendung
Ginkgo kann man wahlweise als Tee, als Tinktur oder als Fertig-Präparat anwenden. Die häufigste Art, Ginkgo anzuwenden ist heutzutage zweifellos die Tablette, denn Ginkgo wird inzwischen sogar in Supermärkten als Tablette angeboten. Man kann den Ginkgo jedoch ganz traditionell als Tee trinken, wenn auch eher unüblich, oder sich selbst eine Tinktur ansetzen und als Ginkgo-Tropfen anwenden.
Tee
Für einen Ginkgo-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Ginkgo mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Ginkgotee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.
Tinktur
Um eine Ginkgo-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Ginkgo in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Arzneimittel
Ginkgo-Präparate findet man in Apotheken, Drogerien und Supermärkten. Für die ernsthafte Behandlung von Krankheiten, z.B. Demenz, sollte man Tabletten aus der Apotheke verwenden, denn diese enthalten einen hoch konzentrierten Ginkgo-Extrakt. Die Ginkgo-Tabletten aus Supermärkten und Drogerien dürfen gar nicht so hoch konzentriert sein, daher eignen sie sich besser, wenn man nur seine geistige Leistungsfähigkeit und die allgemeine Durchblutung stärken will.
Umschlag
Für die äußerliche Behandlung von schlecht heilenden Wunden und Geschwüren kann man einen Umschlag mit Ginkgo auflegen. Dazu tränkt man ein sauberes Tuch entweder mit Ginkgo-Tee oder mit verdünnter Ginkgo-Tinktur. Das Tuch wird ausgewrungen, damit es nicht tropft. Dann legt man das feuchte Tuch auf die zu behandelnde Hautstelle. Mit einem Wolltuch oder einer Plastikfolie kann man das Tuch bedecken, damit die Feuchtigkeit nicht an die Kleider der Bettwäsche kommt. Mit einer Mullbinde kann man das Tuch fixieren.
Der Umschlag sollte mindestens zwei Stunden, am besten über Nacht einwirken.
Homöopathie
In der Homöopathie wird der Ginkgo in niedrigen Potenzen (D1 bis D3) sehr ähnlich eingesetzt wie in der Heilpflanzenkunde. In diesen niedrigen Potenzen entspricht die homöopathische Anwendung weitgehend der Phytotherapie.
Medizinische Nutzung
Verwendung finden Spezialextrakte aus den Ginkgoblättern. Diese sind an den erwünschten Wirkstoffen angereichert, an den unerwünschten Stoffen (besonders Ginkgolsäure) abgereichert. Die Kommission Erkennzeichnet den Trockenextrakt aus Ginkgoblättern mit einem Droge-Extrakt-Verhältnis von 35:1 bis 67:1; einem Gehalt von 22 bis 27% Flavonglykosiden und 5 bis 7% Terpenlactonen; und unter 5ppm Ginkgolsäure. Die Definition von Ginkgotrockenextrakt nach dem Europäischen Arzneibuch ist sehr ähnlich. Für die Behandlung von Demenz sind in Deutschland nur derartige Extrakte verkehrsfähig. Die meisten pharmakologischen Untersuchungen wurden mit den Extrakten EGb 761 und LI 1370 durchgeführt. Bei Ginkgobasierten Nahrungsergänzungsmitteln, etwa aus Supermärkten oder aus Drogerien, ist die gewünschte Wirksamkeit unklar, da deren Qualität oft fragwürdig ist und wissenschaftliche Studien fehlen.
Anwendungsgebiete der Samen
Die Samen werden bei Husten, Blaseninfektionen, Asthma, Tuberkulose, Alkohol-vergiftungen, Blähungen, Gonorrhöe sowie bei häufigem und schmerzhaftem Was-serlassen angewendet.
Eingenommen wird hierbei eine Abkochung der von Sarkotesta und Sklerotesta befreiten Ginkgosamen, die nach dem Kochen ohne Samen eingenommen wird. Gegen starke asthmoide Atemnot, Schleimbildung und Husten können die Samen in gerösteter oder gekochter Form auch pur angewendet werden, wobei bei regelmäßiger Einnahme aufgrund von geringen Anteilen des Vitamin-B6-Antagonisten 4-Methoxypyridoxin 6–10 g/Tag nicht überschritten werden sollten.
Anwendungsgebiete der Wurzeln
Die Wurzeln werden bei nächtlichen Samenergüssen und Menstruationsstörungen angewendet. Sie helfen bei Blähungen und stärken den Magen, wirken anregend und zusammenziehend.
Eingenommen wird hierbei eine Abkochung, die nach dem Kochen ohne Wurzeln vor dem Essen eingenommen wird. Eine Überdosierung der Wurzel wie bei den Samen ist nicht möglich.
Nutzung als Nahrungsmittel
In Asien wurden mehrere Zuchtreihen des Ginkgobaumes mit verschiedenen Qualitäten als Nahrungspflanze gezüchtet. Genutzt wird der Kern des Samens, dieser muss jedoch gegart werden. In Japan dienen die geschälten Ginkgosamen (in kleinen Mengen) als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Sie werden teilweise im Reis mitgekocht, als Einlage in einem Eierstich-Gericht verwendet oder geröstet und gesalzen als Knabberei verzehrt. Dazu werden die Samen von ihrer harten Schale befreit, nur der gelbe Innenkern wird verwendet. In Europa sind Ginkgosamen meist nur als Konserven erhältlich. Geröstete und gehackte Kerne dienen als Gewürz in der asiatischen Küche. Die Samen enthalten 37,8% Kohlenhydrate, 4,3% Proteine und 1,7% Fett. Ein Übermaß an Ginkgosamen kann zu Vergiftungserscheinungen führen, da diese den Vitamin-B6-Antagonisten 4-Methoxypyridoxin enthalten. Im 11. Jahrhundert n. Chr. sollen diese Nüsse so geschätzt worden sein, dass der Kaiser von China die Samen als Tributzahlung von den südöstlichen Provinzen forderte.
 
Anwendungsgebiete
Ginkgospezialextrakte werden nach der ATC-Klassifikation der WHO zu den Antidementiva gezählt. Frühere Monografien der Kommission E (1994) und der European Scientific Cooperative on Phytotherapy (2003) beurteilten die Anwendung von Ginkgospezialextrakten bei folgenden Indikationen als positiv: zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen. Wichtigste Symptome sind Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen. Zielgruppe sind be-sonders Personen mit primärer degenerativer Demenz, mit vaskulärer Demenz oder Mischformen aus beiden; zur symptomatischen Behandlung von arteriellen Durchblutungsstörungen; bei Schwindel (Vertigo) und Ohrgeräuschen (Tinnitus). Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur veröffentlichte 2015 eine Monografie mit folgenden anerkannten Indikationen: Verbesserung altersbedingter kognitiver Einschränkungen, Verbesserung der Lebensqualität (wellestablished use), bei schweren Beinen, kalten Händen und Füßen im Zusammenhang mit leichten Durchblutungsstörungen (traditional use). Der Schwerpunkt liegt heute bei der Behandlung der Demenz. Ginkgo-Arzneimittel können ähnlich wie Acetylcholinesterase-Hemmer beziehungsweise Cholinesterasehemmer, die eine Zunahme der Konzentration von Acetylcholin bewirken, für einen gewissen Zeitraum kognitive Parameter verbessern, also die geistige Leistungsfähigkeit steigern und das Zurechtkommen im Alltag erleichtern, wodurch auch die Belastung der Angehörigen reduziert wird. CHE-Hemmer sind von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft als Mittel erster Wahl definiert. In der aktuellsten internationalen Leitlinie der World Federation of Societas of Biological Diseases werden Ginkgo-Arzneimittel als gleichwertig effektiv zu CHE-Hemmern und Memantin und verträglicher beurteilt.
In deutschsprachigen Leitlinien finden sich Empfehlungen zur Anwendung von Spe-zialextrakten bei: Demen-zen (deutsche S3-Leitlinie 2016), vaskulären Demenzen (deutsche S1-Leitlinie 2016), leichten bis mittleren Alzheimer-Demenzen (österrei-chisches Konsensus-Statement 2014), behavioralen und psychologischen Sympto-men der Demenz (BPSD) (Schweiz 2014)
Laut einer 2014 publizierten französischen Studie scheinen auch Patienten, welche an der Alzheimer-Krankheit leiden, von der parallelen Einnahme von Ginkgo-Arzneimitteln neben den klassischen Cholinesterase-Hemmern zu profitieren. Insgesamt gilt die medikamentöse Therapie von Demenz-Kranken heute noch als sehr bescheiden. Eine weitere Indikation sind leichte kognitive Beeinträchtigungen (MCI, mild cognitive impairment), die überwiegend auf normalen Alterungsprozessen beruhen und bei einem Teil der Patienten (10 bis 20 Prozent) zu einer Demenz voranschreiten. Insgesamt gibt es über 40 klinische Studien zu Ginkgopräparaten (u. a. die verschreibungspflichtigen Rezirkane, Symfona, Tebokan und das apothekenpflichtige Tebonin), wobei nur wenige die strengen Richtlinien für hochwertige klinische Prüfungen erfüllen. Einige dieser Studien fanden signifikante Vorteile der Ginkgo-Therapie, andere keinen. Eine Metaanalyse von 2010 etwa ergab, dass ein Ginkgo-Arzneimittel zwar wirksamer sei als ein Schein-Medikament, der Effekt jedoch wie bei allen anderen Demenz-Präparaten moderat ausfalle und die klinische Bedeutung dieses Effektes wie generell bei Antidementiva schwer zu bestimmen sei. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen untersuchte 2008 im Rahmen einer Arzneimittelbewertung Studien und Unterlagen zum Präparat EGb 761. Auf Grundlage der sieben bewerteten Studien kam es zu dem Schluss, dass es bei der Behandlung der Alzheimer-Krankheit einen Beleg für einen Nutzen beim Therapieziel Aktivitäten des täglichen Lebens gebe, sofern 240 mg Extrakt täglich eingenommen werden. Für die Therapieziele kognitive Fähigkeiten und allgemeine psychopathologische Symptome sowie für das angehörigenrelevante Therapieziel Lebensqualität der (betreuenden) Angehörigen (gemessen am emotionalen Stress der Angehörigen) gebe es bei derselben Dosierung dagegen nur einen Hinweis auf einen Nutzen. Die Neutralität der untersuchten Studien ist jedoch umstritten. Die S3-Leitlinie Chronischer Tinnitus der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften von 2015 kommt zu dem Schluss, dass es keine Evidenz für die Wirksamkeit von Ginkgo-Präparaten bei Tinnitus gibt, und spricht deswegen keine Empfehlung aus.
 
Wirkung
Der Ginkgo wirkt in erster Linie durchblutungsfördernd und zwar vor allem auf das Gehirn, aber auch auf andere Gewebe des Körpers. Das Gedächtnis und das Lernvermögen werden dadurch verbessert. Außerdem werden die Nerven geschützt. Altersbedingte Schäden an den Nerven werden verringert. Ginkgo wirkt zudem als Antioxydant. Es macht freie Radikale unschädlich und wirkt dadurch allgemein verjüngend.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Manche Menschen reagieren allergisch auf Hautkontakt mit den Ginkgo-Früchten. Es kommt dann zu Hautirritationen. Wenn man extrem hohe Dosen vom Ginkgo einnimmt, kann es zu Übelkeit und Kopfschmerzen kommen.
Gegenanzeigen
Man sollte nicht gleichzeitig gerinnungshemmende Medikamente und Ginkgo-Präparate einnehmen. Das Ginkgo-Mittel kann die Wirkung des Gerinnungshemmers verstärken, wodurch es zu Blutungen kommen kann. Kurz vor einer Operation (ca. 2 Tage) sollte man mit der Ginkgo-Einnahme pausieren, damit es nicht zu uner-wünschten Blutungen kommt.
 
Anwendungsgebiete
Innerlich
Ginkgo kann man innerlich, als Tabletten, Tee oder Tinktur gegen Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und Durchblutungsstörungen im Gehirn einsetzen. Bei leichter Demenz kann man Ginkgo ergänzend zu anderen Behandlungsmaßnahmen einsetzen. Auch die Kommission E empfiehlt den Ginkgo zur Behandlung von Demenz. Selbst bei Alzheimer-Patienten kann der Ginkgo gute Dienste leisten. Er wird wohl keine Wunder vollbringen, denn Alzheimer ist bislang nicht heilbar, aber der Ginkgo kann dazu beitragen, dass der geistige Verfall verlangsamt wird. Dazu muss der Ginkgo aber dauerhaft über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Man kann den Ginkgo aber auch bei guter geistiger Leistungsfähigkeit einsetzen, wenn man anstrengende geistige Arbeit leisten muss. Dann hilft der Ginkgo beim Konzentrieren und dass man die Geistesarbeit besser verkraftet, z.B. ohne Kopfschmerzen usw. Außerdem hilft Ginkgo gegen alle anderen Arten von Durchblutungsstörung, sei es das Herz, die Beine oder die Haut. Wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung ist Ginkgo ein wunderbares Mittel, um das Altern zu verlangsamen, sowohl geistig als auch körperlich. Man kann den Ginkgo auch regelmäßig einnehmen, um Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Ginkgo-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man schlecht heilende Wunden lindern, insbesondere, wenn diese wegen schlechter Durchblutung nur schlecht abheilen.
Traditionelle Chinesiche Medizin (TCM)
In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Ginkgo seit Jahrtausenden ange-wendet. Weil er zwischen Yin und Yang vermitteln können soll, wird er zum Ausgleichen eingesetzt. Anstelle der Blätter werden in Chi-na vor allem die Samen genutzt. Man benutzt den Ginkgo gegen Asthma, Husten, Bronchitis, Tuberkulose, Magenerkrankungen und Hautentzündungen. Aus gepulverten Blättern wird eine Wundauflage zubereitet, die sehr gute Wirkung haben soll.
 
Magische Anwendung
In Japan werden die Ginkgosamen bei Hochzeiten als Symbol für das Glück verspeist. In vielen asiatischen Geschichten gilt der Ginkgobaum als Behausung von Geistern.

Geschichtliches
Der Ginkgobaum wächst schon seit der Urzeit in seiner heutigen Form. Er ist daher ein sogenanntes lebendes Fossil. Man vermutet, dass es schon vor 200-400 Millionen Jahren Ginkgo-Bäume gab. In Asien wird der Ginkgo seit Jahrhunderten als Tempelbaum gepflanzt und verehrt. Dieser Brauch hat wohl dazu beigetragen, dass die Art so lange durchgehalten hat. Schon vor etwa 2800 Jahren wurde der Ginkgo in Asien me-dizinisch genutzt. Wegen seiner Blattform ist der Ginkgo ein Symbol für Yin und Yang. Daher dient er dem Ausgleich von Gegensätzlichkeiten. Inzwischen wird der Ginkgo auch in Europa immer mehr angepflanzt, er ist jedoch noch ein eher seltener Anblick. 1945 brannte ein Ginkgo-Tempelbaum infolge der Atombombe von Hiroshima. Noch im gleichen Jahr trieb der Baum wieder aus und bekam neue Blätter. Das machte ihn in Japan und darüber hinaus als Symbol der Hoffnung berühmt.

Pflanzenbeschreibung
Ginkgo ist ursprünglich in China heimisch. Heutzutage findet man ihn jedoch welt-weit angebaut.
Der Ginkgo-Baum wird bis zu 30-40 m hoch. Er ist zweihäusig, d.h. es gibt einen weiblichen und einen männlichen Baum. Die weiblichen Bäume bilden Samenfrüchte, die außen fleischig und innen hart sind. Diese Früchte riechen im Herbst ranzig, weshalb die männlichen Bäume bevorzugt werden. Die männlichen Bäume tragen 2-3cm lange Kätzchen. Die Blätter des Ginkgos sind fächerförmig und in ihrer Form unverwechselbar. Der Gingko ist der einzige Baum seiner Familie, der aus der Urzeit vor 250 Millionen Jahren übrig geblieben ist. Dass er über die Zeiten ausgehalten hat, ist wahrscheinlich chinesischen Mönchen zu verdanken, die ihn in ihrem Klöstern aus medizinischen und religiösen Gründen gehegt und gepflegt haben.
Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum, das heißt, er wirft im Herbst seine Blätter ab. Er kann 1000 Jahre und älter werden und Wuchshöhen von bis zu 40 Metern und einen Brusthöhendurchmesser von 1 bis 4 Meter erreichen. Ein Exemplar aus Koreabesitzt eine Höhe von 64 Meter und einen BHD von 4,45 Metern. Der junge Baum wächst meistens schlank und auffallend gerade in die Höhe. Sein Umriss ist pyramidenförmig und er ist nur spärlich belastet. Dies ändert sich zunehmend beim älteren Baum ab 25 Jahren, dessen Äste sich immer mehr in die Waagerechte bewegen und so eine ausladende, mächtige Baumkrone bilden können. Meistens besitzt der Ginkgo zwei Haupttriebe, von denen einer schwächer ausgebildet ist. Bäume, die unter Stress stehen, können in Bodennähe oder darunter Sekundärstämme bilden, die aus wurzelartig wachsenden Trieben entstehen.
Das harzfreie, weiche und leichte Holz des Ginkgos weist eine feine Textur auf und ähnelt dem der entwick-lungsgeschichtlich jüngeren Koniferen. Das hellbraune Kernholz lässt sich nur schwer vom hellgelben Splintholz unterscheiden. An Stammkrümmungen oder Ästen entsteht häufig Druckholz, das unabhängig von der Kontrolle des Hauptsprosses wächst. Der Zellulose-Gehalt liegt zwischen 40 und 42 Prozent und der Lignin-Gehalt bei 30 bis 34 Prozent. Die Rohdichte liegt mit 12 bis 15 Prozent Holzfeuchtigkeit bei ca. 430 kg/m³. Im Gegensatz zu Nadelhölzern sind bei dieser Art Tracheiden in verschiedenen Größen vorzufinden. Bei den Radialwänden der Tracheiden können ein bis zwei, manchmal auch drei Reihen von Hoftüpfeln festgestellt werden. Darüber hinaus lagern sich in den Tracheiden viele Calciumoxalat-Kristalle an. Das Holz eignet sich gut für Schnitzerarbeiten und findet als Paneel Verwendung. Es werden kaum Bestände zur reinen Holzgewinnung angebaut.
Die Borke von ausgewachsenen Bäumen ist dunkelgrau, rau, tief gefurcht und schwer entflammbar; dies macht die Bäume mäßig feuerresistent. Bei jüngeren Stämmen ist sie graubraun und weist hellbraune Risse auf. Die Rinde einjähriger Zweige ist hellgrau und geht bei zweijährigen Zweigen ins Hellbraune über.
Während bei Altbäumen die Seitenwurzeln dominieren, bilden Jungbäume eine bis zu einen Meter lange Pfahlwurzel aus. Anders als in vielen Literaturberichten dargestellt, bildet der Ginkgo keine Wurzelbrut aus. Der Baum hat relativ dicke Feinwurzeln von über 0,5 Millimeter, die von sehr vielen Wurzelhaaren bedeckt sind. Ginkgo besitzt die Fähigkeit, bei schlechten Umweltbedingungen über dem Boden aereal chichi und unter dem Boden basal chichi zu bilden. Aereal chichi sind einem Tropfstein ähnelnde (stalaktitenartige) verholzte, über einen Meter lange Anschwellungen, die bei sehr alten Ginkgobäumen an den Ästen oder am Stamm in Asthöhe aus überwallten Sprossknospen entstehen. Berühren diese verholzten Anschwellungen den Boden, entstehen unter günstigen Bedingungen zahlreiche vegetative Sprosse, die sich zu einer eigenständigen Pflanze entwickeln können. Basal chichi sind verholzte, rhizomähnliche Anschwellungen, aus denen meist Sekundärstämme und Adventivwurzeln hervorgehen. Die Entwicklung der basal chichi ist meistens auf wurzelartige, zur Schwerkraft (positiv geotrop) wachsende Triebe (auch Lignotuber genannt) zurückzuführen. Stimuliert durch traumatische Reize treibt eine dieser Knospen in den Achseln der beiden Kotyledonen aus, und die entsprechenden Triebe wachsen vom Spross in Richtung Schwerkraft. Auch hier kann eine eigenständige Pflanze entstehen, die aber meist mit der Mutterpflanze verbunden bleibt.
Sehr auffällig sind die Terminalknospen. Sie sind lohfarbig (hellbraun), haben einen Durchmesser von 2 bis 5 mm und sind von kleinen Blättern ohne Achselknospen umgeben, wobei sich die Tegmente schuppenartig anordnen. Eine Besonderheit in der Pflanzenwelt stellen die sehr charakteristischen fächerförmigen, breiten Laubblätter dar. Sie sind in der Mitte mehr oder weniger stark eingekerbt und die Blattform variiert je nach der Stellung am Trieb und der Wuchskraft des Baumes, weshalb kaum ein Ginkgo-Blatt dem anderen gleicht. Blätter von jungen Bäumen sind deutlich anders geformt als die von alten Bäumen (Altersdimorphismus). An Kurztrieben und an der Basis von Langtrieben erreichen die Blätter eine Breite von vier bis acht Zentimeter und sind entweder ungeteilt oder durch Einschnitt zweilappig. Die Blätter an den Spitzen von Langtrieben besitzen deutlich tiefere Ausbuchtungen, welche die Blätter in zwei oder mehr Lappen teilen. An den Langtrieben werden die Blätter zwischen sechs und zehn Zentimeter breit. Der Blattstiel wird zwischen vier und zehn Zentimeter lang. Alle Blätter sind gabelnervig, evolutionär betrachtet ein sehr ursprüngliches Merkmal. Sie sind zu Beginn ihres Wachstums im Frühjahr hellgrün und dunkeln über den Sommer nach, im Herbst färben sie sich auffallend hellgelb bis goldgelb und fallen schließlich etwa Anfang November ab. Nach einer weit verbreiteten Meinung haben die Fächerblätter ihre charakteristische Gestalt aus zusammengewachsenen Nadeln während ihrer Entwicklungsgeschichte geerbt. Das ist aber unwissenschaftlich und weder anatomisch noch entwicklungsbiologisch oder evolutionär belegbar. Die Äste bilden Langtriebe und Kurztriebe aus. Die Langtriebe können je nach Bedingungen zwischen 20 und 100 Zentimeter im Jahr wachsen. Aus den Langtrieben wachsen versetzte (wechselständige) Blätter, aus deren Blattstielansätzen wiederum achselständige Knospen wachsen. Kurztriebe sind sehr langlebig – sie werden bis 60 Jahre alt und wachsen häufig nur ein paar Millimeter im Jahr, weshalb sie kaum eine Länge von 20 Zentimeter erreichen. Kurztriebe können sich ganz unerwartet zu Langtrieben entwickeln.
Die Blätter, die als einzige Teile der Pflanze pharmazeutisch genutzt werden, enthalten rund 0,5 bis 1,8 Prozent Flavonoide: es sind dies Flavon- und Flavonolglykoside, acylierte Flavonolglykoside, Biflavonoide, Flavan-3-ole und Proanthocyanidine. Bei den beiden erstgenannten Gruppen treten als Aglykone vor allem Kaempferol, Quercetin und Isorhamnetin auf, in geringerem Ausmaß Apigenin und Lutelin. Terpene sind zu 0,03 bis 0,25 Prozent vorhanden, vor allem als Terpenlactone. An Diterpenen sind die Ginkgolide A, B, C, J und M zu nennen. Das Sesquiterpen Bilobalidist ein Abbauprodukt der Ginkgolide. Weitere Terpene sind Polyprenole und Steroide. Des Weiteren kommen langkettige Kohlenwasserstoffe und deren Derivate vor: Alkohole, Aldehyde, Ketone und Säuren. Weitere Inhaltsstoffe sind alicyclische Säuren (Shikimisäure, Chinasäure, Ascorbinsäure, Ginkgolsäure und Hydroxyginkgolsäure), Cyclite = cyclische Polyole (Pinit, Sequoyit), sowie Saccharose.
Der Ginkgo ist ein Windbestäuber und blüht im März, er ist zweihäusig getrenntgeschlechtig, es existieren also männliche und weibliche Pflanzen. Gelegentlich treten einhäusig getrenntgeschlechtige Bäume auf. Die Bäume unterschiedlichen Geschlechts sind bis zur Geschlechtsreife, die erst im Alter zwischen 20 und 35 Jahren erfolgt, äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden. Weibliche und männliche Blüten wachsen an den Achseln von Laub- und Niederblättern aus mehrjährigen Kurztrieben heran. Männliche Blüten haben das Aussehen von 2 bis 3 cm langen Kätzchen. Sie bestehen aus vielen an einer gestreckten Achse schraubig angeordneten Staubblättern (Mikrosporophyllen). Die Mikrosporophylle bestehen aus einem dünnen Stiel (Staubfaden) mit zwei (manchmal bis zu vier) an der Spitze (einer kurzen runden Apikalerweiterung) hängenden Mikrosporangien (Pollensäcken), in denen die Pollen gebildet werden. Die Blüten treiben vor den eigentlichen Blättern aus und fallen nach dem Bestäuben je nach Temperatur von Anfang April bis Ende Mai wieder ab. Der kahnförmige Pollen hat eine Größe von 30 µm × 10 μm.
Die 2 bis 3 mm großen Samenanlagen (weibliche Blüten) stehen zu zweit an einem sich apikal gabelnden 1 bis 1,5 cm langen Stiel. Gelegentlich ist nur eine, in manchen Fällen sind mehr als zwei zusätzliche Samenanlagen pro Stiel vorzufinden, von denen meist nur eine ausreift. Sie bestehen aus einem äußeren Integument mit einer als Mikropyle bezeichneten Öffnung im oberen Bereich. Im Inneren der Samenanlagen befindet sich das vom Integument umhüllte Megasporangium, in dessen Innerem sich wiederum die funktionsfähige Megaspore befindet. Der nach der Befruchtung aus der Samenanlage entstandene Ginkgosamen ähnelt äußerlich den Mirabellen und hat eine Größe von 20 bis 30 mm × 16 bis 24 mm. Er besteht aus einem inneren Embryo, eingebettet in das Nährgewebe des weiblichen Gametophyten, das von drei Schichten umgeben ist: der dünnhäutigen Innenschicht, einer harten verholzten Mittelschicht und einer dicken Samenschale, die früher einmal das Integument der Samenanlage war. Die sich entwickelnde Samenschale ist bis zur Reife im Herbst grün, bei Kälteeinbruch wird sie gelb, bis der Samen schließlich abfällt. Die Samenschale entwickelt im ausgereiften Zustand einen unangenehmen Geruch nach ranziger Butter. Verantwortlich dafür sind die in der Samenschale enthaltenen Fettsäuren Buttersäure und Capronsäure. Die ebenfalls enthaltenen Phenole können durch Austreten des Saftes zu Hautreizungen und Allergien führen. Der Ginkgosamen ohne Samenschale (der Kern) hat eine Größe von 19 bis 30 mm × 11 bis 14 mm und ein Tausendkorn-gewicht von 1500 Gramm.
 
Anbautipps
Den Ginkgo kann man in mittleren Breiten im eigenen Garten anbauen. Er ist mit jedem Boden zufrieden. Ansonsten hat er gerne Halbschatten bis Sonne. In den ersten beiden Jahren sind die kleinen Ginkgo-Bäume noch nicht winterhart. Deshalb kultiviert man sie am besten für mindestens zwei Jahre im Kübel, bevor man sie ins Freiland setzt. Man kann den Ginkgo aus den Samen ziehen, die man im Herbst in feuchten Sand legt. Bis zur Keimung sollten sie kühl stehen. Einfacher ist es jedoch, wenn man fertige Ginkgo-Pflanzen ver-wendet.
 
Sammeltipps
Die Blätter des Ginkgos werden im Oktober gesammelt, bevor sie braun werden und abfallen. Dann werden sie zügig im Halbschatten getrocknet.

Bachblüten
Ich kann mich nur schwer entscheiden, wenn damit eine emotionale Trennung verbunden ist (Walnut)
Diese Menschen können sich nur schlecht oder schwer entscheiden, auch wenn damit eine emotionale Trennung verbunden
Hier hilft Walnut um sich zu entscheiden
Bachblüten
Ich habe Kontaktschwierigkeiten (Water Violet)
Diese Menschen haben große Kontaktschwierigkeiten
Mit der Blüte können sie wieder leichter Kontakte knüpfen
Weniger Fett und fettreicher Lebensmittel, auf die Fettqualität kommt es an! (Regel 5)
Wie sie wissen, haben Nahrungsfette nicht nur die Funktion als Energielieferanten, sondern auch als Bausubstrate für den Aufbau vorrangig aller biologischen Membranen – den Fett-säuren. Ein zu viel an Fett kann das Übergewicht fördern und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und weiteren Erkrankungen mit beeinflusen.
Pflanzliche Öle liefern, wie alle Fette, viele Kalorien. Sie liefern aber auch lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E.
Fette und Öle, die beispielsweise zum Kochen, Braten, Backen oder als Streichfett benutzt werden, sind von unterschiedlicher ernährungsphysiologischer Qualität. Eine gezielte Auswahl der Fettquellen ist wichtig, damit wir gut mit lebensnotwendigen ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E versorgt sind.
Positiv wirkt es sich aus, weniger gesättigte Fettsäuren (meist aus tierischen Lebensmitteln) und dafür mehr ungesättigte Fettsäuren aufzunehmen. Letztere stecken in pflanzlichen Ölen, Margarine, Nüssen und fetten Fischen. Damit kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden.
Bei Ölen und Fetten ist die Auswahl groß:
Rapsöl ist das Öl der Wahl und ein guter Allrounder in der Küche. Rapsöl hat den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren, einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und enthält viel von der lebensnotwendigen ungesättigten Omega-3-Fettsäure „alpha-Linolensäure“ sowie Vitamin E. Hervorzuheben ist das günstige Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren in Rapsöl.
Weitere empfehlenswerte Öle mit einem nennenswerten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sind Walnuss-, Lein- und Sojaöl. Olivenöl mit seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren ist ebenfalls eine gute Wahl. Olivenöl, speziell natives Olivenöl, enthält darüber hinaus sekundäre Pflanzenstoffe.
Margarine hat im Vergleich zu Butter einen höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und damit eine bessere Fettsäurezusammensetzung.
Kokosfett, Palmöl und Palmkernöl enthalten wie auch tierische Schmalze große Mengen an gesättigten Fettsäuren. Diese haben ungünstige Wirkungen insbesondere auf die Blutfette.

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