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Leimkraut
Das Leinkraut steht am Wegrand und blüht als wäre es eine kleine Orchidee. Als Heilpflanze ist es weitgehend unbekannt, doch in manchen, besonders gut ausgestatteten Apotheken ist es dennoch offizinell, weil man daraus eine hervorragende Salbe gegen juckende Hämorrhoiden herstellen kann.
Das Echte Leinkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Leinkräuter. Andere deutschsprachige Trivialnamen sind Gemeines Leinkraut, Gewöhnliches Leinkraut, Kleines Löwenmaul sowie Frauenflachs.
 
Steckbrief
Heilwirkung: entgiftend, Gelbsucht, Wassersucht, Ödeme, Hämorrhoiden, Juckreiz, Wunden, Verstopfung, Fisteln, Geschwüre
wissenschaftlicher Name: Linaria vulgaris
Pflanzenfamilie: Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name: Toadflax
volkstümliche Namen: Abnehmkraut, Flachskraut, wilder Flachs, Frauenflachs, Froschmaul, Harnkraut, Hasenmäuler, Kathrinenblume, Kathrinenkraut, gelbes Löwenmaul, Marienflachs, Maulaffen
Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Glykosid Linarin, Gummi, organische Säuren, Ameisensäure, Gerbsäure, Apfelsäure, Zitronensäure
Sammelzeit: Juli bis September
 
Anwendung
Leinkrauttee hilft gegen Harnverhaltung und Ödeme. Äußerlich angewandt hilft der Tee in Form von Waschungen oder als Umschlag gegen Geschwüre, Fisteln und schlecht heilende Wunden. Mit dem frisch gepressten Saft kann man Wunden und Hautschäden reinigen. Er hilft auch gegen Flecken und Unreinheiten der Haut. Man kann eine Salbe mit dem Leinkraut machen, die gegen juckende Hämorrhoiden hilft. Diese Salbe hilft auch bei schwer heilenden Wunden und Geschwüren.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Leinkraut wächst an Wegrändern, Rainen, auf Kiesbänken, an Bahndämmen und liebt sandige Standorte. Es wird bis zu 50cm hoch. Die linealförmigen, schmalen Blätter sitzen wechselständig. Am oberen Ende des Stängels entfaltet sich der Blütenstand in Form einer endständigen Traube. Die rachenförmigen Blüten leuchten gelb und haben in der Mitte einen orangefarbenen Grund.
Das Echte Leinkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 40, selten bis zu 80 Zentimetern. Die im Querschnitt runden, aufrechten, unverzweigt oder am Grunde oder im Blütenstandsbereich etwas verzweigten Stängel sind kahl oder oben schwach drüsig behaart. Die ungestielten, kahlen, dünnen Laubblätter sind bei einer Länge von 2 bis 5 Zentimetern sowie einer Breite von 10 bis 15 Millimetern linealisch-lanzettlich und ein- bis dreinervig.
5 bis 30 Blüten stehen in einem zuweilen einseitswendigen, traubigen Blütenstand zusammen. Der Blüten-stiel ist mit einer Länge von 2 bis 8 Millimetern etwa so lang wie der Blütenkelch und oft drüsig behaart. Die zwittrigen Blüten sind bei einer Län-ge von 19 bis 33 Millimetern zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 3 bis 6 Millimeter lang. Die Blütenkrone besitzt einen 10 bis 30 Millimeter langen, geraden bis schwach gebogenen Sporn. Die Blütenkrone ist gelb, hell-schwefel-gelb, mit kräftig gelbem Unterlippenwulst und einem orangegelben Fleck auf der Unterlippe. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Die Kapselfrüchte sind bei einer Länge von 5 bis 11 Millimetern sowie einem Durchmesser von 5 bis 7 Millimetern eiförmig-kugelig. Die Fruchtreife erfolgt zwischen Juli und September. Die 2 bis 3 Millimeter langen Samen sind breit geflügelt.

Kümmel
Echter Kümmel, meist einfach Kümmel, regional auch Wiesen-Kümmel oder Gemeiner Kümmel genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Doldenblütler. Kümmel ist eines der ältesten Gewürze.
Den Kümmel kennt man vor allem als Gewürz in der Küche. Er ist jedoch auch eine wertvolle Heilpflanze, die eine starke Wirkung auf die Verdauungsvorgänge hat. Auch bei Husten und Frauenbeschwerden kann der Kümmel helfen. Der Kümmel ist eine klassische Pflanze der Mittelmeerländer und der Klostergärten. Aber er wächst auch wild auf heimischen Wiesen und an Wegrändern.
Kümmel – ein seit Jahrhunderten wertvolles Gewürz. Soll es im Mittelalter angeblich vor Hexen geschützt haben, gilt es heute als beruhigend für den Magen. Im Gegensatz zu anderen Kräutern, verwendet man bei Kümmel lediglich die Samen. Kümmel ist nicht nur beim Brotbacken ein beliebtes Gewürz. Kümmel ist auch besonders be-liebt in der Hausmannskost. Mit Kümmel würzt man Sauerkraut, Kürbisgerichte und vieles mehr.
Tipp: Um richtig würziges Brot backen zu können, gibt man Kümmel am besten in geriebener und in ganzer Form dazu. Einfach den Kümmel mit den anderen Brotgewürzen zerreiben. Dann entfaltet Kümmel so richtig sein Temperament.
Der Echte Kümmel ist ein wahrer Alleskönner unter den Kräutern. Der Doldenblütler der häufig auch als Wiesen-Kümmel bezeichnet wird, ist ein wichtiges Gewürz und Heilkraut zugleich. In der Küche verwendet man Kümmelfrüchte seit mehr als 3000 Jahren zum Brotbacken oder für viele Kohlgerichte. Kümmeltee und Kümmelöl werden in der Naturheilkunde vor allem bei Verdauungsbeschwerden sowie bei leichteren Magen- und Darmerkrankungen empfohlen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Blähungen
Heilwirkung: anregend, antibakteriell, appetitanregend, auswurffördernd, blä-hungswidrig, durchblutungsfördernd, entspannend, erfrischend, fungizid, galletrebend, keimhemmend, krampflösend, menstruationsfördernd, milchbildungsfördernd, verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Darmkrämpfe, Dreimonatskoliken, Fettverdauungs-Probleme, Gallebeschwerden, Geburt, Husten, Koliken, Leberschwäche, Magenkrämpfe, Mundgeruch, Nervöse Herzbeschwerden, Periodenkrämpfe, Reizmagen, Rheuma, Roemheld Syndrom, Völlegefühl, Zahnschmerzen, Verdauungsschwäche
wissenschaftlicher Name: Carum carvi, Carum officinale, Carum aromaticum, Apium carvi, Foeniculum carvi
Pflanzenfamilie: Doldenblütler - Apiaceae
englischer Name: Caraway
andere Namen: Brotkümmel, Chümi, Echter Kümmel, Feldkümmel, Garbe, Kämen, Karbei, Karbensamen, Karve, Kimm, Köm, Kömmel, Komm, Kramkümmel, Kümm, Kümmich, Kümmrich, Kumach, Mattenkümmel, Polnischer Hafer, Wiesenkümmel
Verwendete Pflanzenteile: Früchte (Samen), Blätter, Wurzel
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle: Carvon, Carveol, Limonen, Myrcen, Pinen; Fettsäuren, Gerbstoffe, Flavonoide, Kaffeesäure, Cumarine, Harze
Sammelzeit: Juli bis August
 
Anwendung
Kümmel kann man wahlweise als Tee, Tinktur, Kräuterwein oder Pulver zum Einnehmen anwenden. Man kann die Samen auch einfach kauen. Und natürlich kann man den Kümmel in der Küche als verdauungsförderndes Gewürz anwenden. Die häufigste Art, Kümmel als Heilpflanze anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Kümmel-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel leicht zerstoßene Kümmel-Samen mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Alternativ kann man auch eine sanfte Abkochung mit dem Kümmel machen. Anschließend abseihen und den Kümmeltee in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Kümmel-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Kümmel-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Teemischung gegen Verdauungsschwäche und Blähungen
Der Kümmel gehört zusammen mit seinen engen Verwandten zu den carminativen Heilpflanzen. Das heißt sie fördern die Verdauung und lindern Blähungen. Besonders gut wirken die carminativen Doldenblütler zusammen in einer Teemischung. Man kann die Teemischung folgendermaßen zusammenstellen: 40g Kümmel-Samen, 20g Koriander-Samen (Früchte), 20g Fenchel-Samen, 20g Anis-Samen
Von dieser Mischung nimmt man ein bis zwei Teelöffel für eine große Tasse Tee. Dann macht man damit eine sanfte Abkochung. In dieser Mischung ist der Kümmel die Heilpflanze mit der stärksten Wirkung. Fenchel und Anis fördern den Wohlgeschmack der Teemischung.
Tinktur
Um eine Kümmel-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Kümmel in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 10 bis 15 Tage ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man bei Bedarf 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Kümmel-Wein
Beliebt ist auch der Kümmelwein. So stellt man ihn her: Vermischen Sie 100g Kümmelsamen und 1 Liter Weißwein. Kochen Sie die Mischung auf. Filtern Sie den Küm-melwein ab und füllen ihn in eine Flasche. Trinken Sie bei Bedarf ein kleines Glas davon.
Pulver
Von gepulvertem Kümmel kann man eine Messerspitze einnehmen.
Kauen
Wer will, kann die Kümmelsamen einfach kauen. Diese Form der Anwendung eignet sich besonders, um Mundgeruch zu bekämpfen.
Vollbad
Ein Vollbad, in das man einen Liter starken Kümmeltee gibt, wirkt erfrischend und belebend. Es eignet sich, um die Müdigkeit nach einem anstrengenden Tag zu vertreiben, wenn man anschließend noch munter sein will.
Kümmel als Heilpflanze
Kümmel ist als Heilpflanze bereits seit der Antike bekannt. Mitunter wird es sogar als das älteste bekannte Heilkraut in Europa ist. Bekannt ist u.a. dass bereits die Römer die Samen zum Würzen fettiger Speisen und als Heilpflanze verwendet haben.
Auch in vielen alten Kräuterbüchern finden sich Rezepte und Behandlungsempfehlungen für den echten Kümmel. Interessanterweise wurde der echte Kümmel früher als Wiesenkümmel und der Kreuzkümmel als Kümmel bezeichnet. Neben den Kümmelsamen hatten auch die Wurzeln eine recht große Bedeutung. So wurden die als gelben Rüben bezeichneten Kümmelwurzeln verwendet um den Magen zu erwärmen und um den Harnfluss anzuregen. Äußerlich kam das Heilkraut zudem bei der Behandlung von Zehenschmerzen zum Einsatz.
Doch nicht nur damals war der Kümmel eine begehrte Heilpflanze. Auch heute wird die Heilpflanze bei verschiedenen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden verwendet. Die Hauptanwendungsgebiete sind heute vor allem Magen und Darmerkrankungen sowie Verdauungsbeschwerden. Die Heilwirkung des Kümmels liegt in dem enthaltenden Wirkstoffspektrum begründet, die in konzentrierter Form besonders in den Kümmelfrüchten enthalten sind.
Hinweis
Kümmelöl sollte nicht während der Schwangerschaft verwendet werden.
Kümmel als Gewürzpflanze
Viele Rezepte traditioneller Gerichte setzen auf Kümmel als Zutat. Für die Zubereitung von Sauerkraut kommt Kümmel ebenso zum Einsatz wie bei fettigen Fleischgerichten (z.B. Eisbein), Bratkartoffeln und einigen Käsesorten. Vor allem in kräftig schmeckendem Käse wie dem in Hessen und in der Pfalz beliebten Handkäs/Handkäse und dem aus Norwegen stammenden Sauermilchkäse Pultost wird Kümmel verarbeitet. Der Grund: das ätherische Öl des Kümmels macht deftige, fettige Speisen und schwer verdaulichen Kohl verträglicher. Gleiches gilt für Hülsenfrüchte, etwa in indischen oder orientalischen Gerichten, die ohne Kümmel nicht auskommen.
Daneben ist Kümmel würzende Zutat einiger Brotsorten und Brötchen, die diesen Backwaren einen sehr charakteristischen Geschmack geben. Eine besondere Vorliebe für Kümmel scheinen die Engländer zu haben. Sowohl im Kümmelsamen-kuchen (englisch: caraway seed cake) als auch im Kümmelpudding wird Kümmel verarbeitet.
Nicht zu verwechseln ist Kümmel mit dem Gewürz Kreuzkümmel; botanisch Cuminum cymnium. In Supermärkten findet man Kreuzkümmel im Kräuterregal auch unter der Bezeichnung Cumin oder Kumin. Aufgrund der ähnlich aussehenden Form der Samen beider Pflanzen liegt die Verwechslung mit dem echten Kümmel nahe. Spätestens beim Kosten wird der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel deutlich. Der Geschmack von Cumin ist wesentlich kräftiger und bitterer. Ein Unterschied besteht ebenfalls botanisch: Wiesenkümmel gehört zur Gattung Kümmel, während Cumin zur gleichnamigen Gattung Cumin zählt.
Neben den Samen, die im zweiten Jahr des Wachstums der Kümmelpflanze entstehen, sind auch die Wurzeln essbar. Geerntet werden diese im Herbst. Geschmacklich erinnert die Kümmelwurzel an eine Mischung aus Möhren und Petersilienwurzel. Die gelbliche Pfahlwurzel wird jedoch meist nur im gekochten Zustand als Gemüse gegessen. Ebenso essbar sind die frischen, zarten Blätter, deren Geschmack eine gewisse Ähnlichkeit zum Dill aufweist.
Aber auch in einigen alkoholischen Getränken spielt Kümmel eine tragende Rolle. Vor allem kümmelhaltige Spirituosen, die einst aus Skandinavien stammten, setzen auf die die Verdauung unterstützende und blähungserleichternde Wirkung des Kümmels. Kümmelhaltige Alkoholika sind zum Beispiel unter den Namen Aquavit, Malteserkreuz Aquavit, Bommerlunder, Köm oder Kaiser-Kümmel bekannt. Teilweise werden die Mixturen zusätzlich noch mit anderen wohltuenden Kräutern versetzt. Diese Spirituosen werden meist als Verdauungsschnaps bzw. als Digestif getrunken.
Hinweis zur Aufbewahrung und Lagerung
Ganzer Kümmel kann bis zu fünf Jahren im Haushalt gelagert werden. Achten Sie darauf, dass der Kümmel an einem lichtgeschützten, dunklen und kühlen Ort aufbewahrt wird. Gemahlener Kümmel hingegen sollte spätestens nach 6 bis 8 Monaten aufgebraucht werden, da es nach und nach sein Aroma verliert.
 
Wirkung
Der Kümmel ist das stärkste Karminativum, das wir in der mitteleuropäischen Pflanzenheilkunde kennen. "Karminativum" bedeutet, dass es gegen Blähungen hilft. Es löst Krämpfe in den Verdauungsorganen und hiflt dabei, überflüssige Luftansammlungen auszuscheiden. Für die carminative Wirkung des Kümmels ist vor allem das ätherische Öl Carvon verantwortlich. Die anderen ätherischen Öle und Substanzen im Kümmel unterstützen diese Wirkung. Außer der karminativen hat der Kümmel auch noch andere Wirkungen. Er regt den Appetit an und den Auswurf von Hustenschleim. Die Durchblutung, die Menstruation und die Verdauung werden gefördert. Sowohl Bakterien als auch Pilze werden bekämpft. Kümmel lockert das Gewebe, sodass die Geburt leichter erfolgen kann. Zudem wirkt er krampflösend, sodass die Wehen leichter ertragen werden.
Die Kommission E empfiehlt Kümmel gegen Blähungen, Völlegefühl und dyspeptischen Beschwerden.
Nebenwirkungen
Das ätherische Öl kann die Haut reizen. Manche Menschen reagieren allergisch auf Kümmel.

Anwendungsgebiete
Verdauungsprobleme
Verdauungsprobleme aller Art sind die Haupteinsatzgebiete des Kümmels. In erster Linie verwendet man den Kümmel gegen Blähungen, Darmkrämpfe und Magenkrämpfe. Man kann ihn aber auch beispielsweise bei Appetitmangel, Problemen mit der Fettverdauung, Gallenschwäche und dergleichen nutzen. Er hilft auch beim Roemheldsyndrom, das sind Herzprobleme, die entstehen, wenn durch Blähungen der übervolle Bauch von unten gegen das Herz drückt. Die Symptome des Roemheld-Syndroms können der Angina Pectoris ähneln, haben aber mit echten Herzproblemen nichts zu tun.
Mundgeruch
Gegen Mundgeruch kann man Kümmelsamen kauen. Auch gegen Zahnschmerzen kann das Kauen von Kümmelsamen ein wenig helfen.
Alkoholismus
Starker Kümmeltee soll Alkoholikern dabei helfen, auf das Trinken zu verzichten, besagt zumindest die russische Volksheilkunde.
Frauenbeschwerden
Für Frauen kann der Kümmel in mehrerer Hinsicht heilsam sein. Er hilft gegen schmerzhafte Periode, vor allem bei jungen Mädchen. Er fördert die Geburt, indem er die Weichteile auflockert. Durch die entkrampfen-de Wirkung erleichtert er die Wehen. Wenn das Baby geboren ist, unterstützt der Kümmel, durch die Mutter eingenommen, die Milchbildung. Außerdem hilft er gegen Blähungen des Babys, wenn er über die Muttermilch von ihm aufgenommen wird.
Koliken bei Säuglingen
Wenn ein Baby stark unter Blähungen leidet, kann Kümmel ihm helfen, besser noch als Fenchel. Fenchel und Anis schmecken jedoch angenehmer, sodass sie häufiger gegen Babyblähungen verwendet werden. Man kann dem Fencheltee jedoch etwas Kümmel beifügen. Mit einem guten Pflanzenöl und ein bis zwei Tropfen ätherischem Kümmelöl kann man ein Duftöl zum Einreiben machen. Mit diesem Öl reibt man den angeschwollenen Babybauch ein, wenn es unter Blähungen leidet. Man reibt den Bauch mit warmen Händen sanft im Uhrzeigersinn ein. Auf Wunsch kann man auch eine Mischung aus ätherischem Kümmelöl und Lavendelöl mit dem Pflanzenöl mischen. Insgesamt darf man aber nur sehr wenig ätherisches Öl verwenden, damit die zarte Babyhaut nicht gereizt wird.
 
Magische Anwendung
Kümmel gilt als Mittel, um Kinder vor bösen Geistern zu schützen. Beispielsweise stellt man einen Topf mit gekochtem Kümmel unters Babybett, wenn die Kleinen unruhig schlafen. Diese Anwendung ist nur bedingt magisch, denn die ätherischen Öle des Kümmels wirken entkrampfend und können Blähungen kleiner Kinder lindern. Heutzutage würde man für die gleiche Aufgabe wohl eher eine Duftlampe mit Kümmelöl aufstellen oder ein Duftsäckchen ins Bett oder Zimmer legen. Der Kümmel dient auch als Liebesmittel, entweder, um einen neuen Partner kennenzulernen oder um die Treue des vorhandenen Partners zu stärken. Dazu füllt man einen kleinen Beutel mit Kümmelsamen und trägt ihn als Talisman. Als Gewürz in Speisen soll der Kümmel aphrodisierend wirken.
 
Geschichtliches
Schon vor 5.000 Jahren wurde der Kümmel offenbar als Gewürz und vielleicht auch als Heilpflanze verwendet. Er wurde nämlich bei Ausgrabungen von Pfahlbauten entdeckt. Im Grab von Tutenchamon (ca. 1330 v.Chr.) fand man Kümmel-Samen. Dioskurides schrieb im 1. Jahrhundert über den Kümmel (deutsche Übersetzung von 1610): "Kümmel wärmet und treibt den Harn, ist dem Magen gut, macht einen süßen und lieblichen Atem, hilft der Däwung (Verdauung?), wirkt unter den Arzneyen, die wider das Gicht einzunehmen sind, vermischt, auch ist er gut mit dem, das in Essig eingemacht und behalten wirdt."
Auch Plinius der Ältere erwähnte den Kümmel schon im Altertum. Im Mittelalter spielte der Kümmel eine wichtige Rolle. Das sieht man auch daran, dass Karl der Große (747 bis 814) den Kümmel in der Liste der Heilpflanzen in der Schrift Capitulare de villis vel curtis imperii aufgeführt. Diese Pflanzenliste war Teil einer Verordnung, die vorschrieb, wie die königlichen Landgüter bestellt werden sollten. Er ist also Teil der sogenannten Karlsgärten. Die Heilpflanzenliste mit 73 Pflanzen zeigen deutlich, welche Heilkräuter damals als besonders wichtig betrachtet wurden. Heutzutage wird der Kümmel in vielen Ländern als Gewürz angebaut. Hauptanbaugebiete sind Ägypten und Osteuropa. Aber auch in den Niederlanden und Deutschland wird Kümmel angebaut.
Kümmelfrüchte wurden in Ausgrabungen von Pfahlbauten gefunden, die sich auf 3000 v. Chr. zurückdatieren lassen. Seine Verwendung in der Küche lässt sich bereits in dem Apicius zugeschriebenen Kochbuch De re coquinaria nachweisen, das wahrscheinlich im 3. Jahrhundert n. Chr. entstand. Von Plinius dem Älteren und Pedanios Dioscurides wird der Kümmelanbau erwähnt. Dioskurides nennt den Samen einer Pflanze namens Karos (griechisch káron und káreon bedeuten Küm-mel) verdauungsfördernd (wie Anis), bei Plinius Careum. Gerhard Madaus hält aber erst das careum im Capitulare Karls des Großen für identisch mit dem nordischen Wiesenkümmel. In der mittelalterlichen Medizin wurde Kümmel unter anderem in der Arzneiform der Kümmellatwerge diaciminum verwendet. Nach von Haller hilft Kümmel der Verdauung, bei Unterleibsschmerz und Harnsteinen, Hecker verwendete ihn bei Hypochondrie, Hysterie, mangelnder Milchsekretion und Brustleiden, Leclerc bei Luftschlucken, Dinand bei Amenorrhoe. Bohn nennt ihn bei mangelnder Milchsekretion, Magen- und Uteruskrämpfen, Zörnig auch als Expektorans. Kümmel ist laut Madaus ein beliebtes Stomachikum und Karminativum bei Blähungen, Magenkrämpfen, Magenschwäche, Dyspepsie und Enteritis besonders für Kinder, seltener bei Milch- oder Wehenschwäche, Amenorrhoe und als Diuretikum. Die Volksmedizin kenne ihn als Karminativum und Galaktogogum. Äußerlich werde Kümmel als warme Auflage bei Ohren-, Kopf- und Zahnweh benutzt, Kümmelöl bei Erkrankung der Atmungsorgane, Rachitis und Hautparasiten. Zumeist gelten nur die reifen Samen als wirksam, Erntezeit Anfang Juli, wenn sie sich zu bräunen beginnen.

Pflanzenbeschreibung
Kümmel ist im Mittelmeerraum und Vorderasien heimisch. Er wächst aber auch in Mitteleuropa wild. Sein Verbreitungsgebiet reicht bis nach Sibirien. Der Kümmel wächst bevorzugt auf Wiesen und an Wegrändern. Man findet ihn vor allem im Hügelland und Gebirge. Die zweijährige Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch.
Der sparrig verzweigte Stängel ist kahl. Die Blätter sind besonders fein gefiedert und die einzelnen Fieder-blättchen sind sehr dünn. Sie sind höchstens einen Milli-meter dick. Zwischen Mai und Juli erscheinen die weißlich-rosa Blüten. Sie ähneln stark vielen anderen Doldenblütlern. Die winzigen Blüten stehen in Doppeldolden, also mehrere kleine Dolden bilden zusammen eine größere Dolde. Ab Juni entwickeln sich die Samen bzw. Früchte. Es handelt sich um sogenannte Spaltfrüchte. Die braunen Früchte zerfallen meistens in zwei Einzelfrüchte. Ganz typisch ist der Geruch der Kümmelfrüchte.
Kümmel ist eine sommergrüne, zweijährige krautige Pflanze und erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimeter, unter günstigen Bedingungen auch bis zu 120 Zentimeter. Die Pflanze entwickelt eine rübenartige Wurzel. Der kahle Stängel ist sparrig verzweigt. Die Laubblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriss länglich. Die Teilblätter letzter Ordnung sind fiederteilig mit fein zugespitzten Zähnen und Spitzen. Ihre Blattabschnitten sind bei einer Breite von höchstens einem Millimeter linealisch. Die untersten Fiederpaare zweiter Ordnung sind deut-lich abgerückt und kreuzweise gestellt. Die oberen Stängelblätter besitzen eine Scheide mit nebenblattartigen Fiederpaaren.
Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Doppeldolden besitzen 8 bis 16 Strahlen. Hüllen fehlen meist. Es sind manchmal bis zu zwei Hüllchen vorhan-den. Die Blüte ist weiß bis rosafarben oder rötlich.  Die Samenreife beginnt im Juni bis August. Die kahle Spaltfrucht, Doppelachäne genannt, ist bei einer Länge von 3 bis 7 Millimeter und einer Breite von 0,7 bis 1,2 Millimeter oval und zerfällt in zwei Einzelfrüchte. Die leicht sichelförmig gebogenen und an beiden Enden spitz deutlich gerippten Einzelfrüchte sind an der Außenseite dunkelbraun und an der Innenseite hellbraun gefärbt. Die volkstümlich „Kümmelsamen“ genannten Einzelfrüchte besitzen einen charakteristischen Duft, wenn sie zerrieben werden.
 
Anbautipps
Den Kümmel kann man im eigenen Garten anbauen. Dazu kann man fertige Pflanzen einpflanzen oder den Kümmel aus Samen anziehen. Der Kümmel ist mit magerem Boden zufrieden, aber er braucht viel Sonne. Die Anzucht aus Samen ist relativ schwierig, weil die Samen oft nicht keimen. Man muss auch zwei Jahre für den Anbau einplanen, denn erst im zweiten Jahr entstehen die Blüten und Samen. Im März wird der Kümmel gesät, mit einem Reihenabstand von etwa 30 Zentimeter. Nach ein bis drei Wochen erscheinen die ersten kleinen Pflänzchen.
Anbau, Pflege und Ernte
Der Kümmel ist wie viele Doldenblütler eine recht anspruchslose Pflanze, die nur wenig Pflege benötigt. Kümmel wächst sowohl als Kulturpflanze in Gärten genau wie vielerorts auf wilder Flur. Besonders häufig trifft man ihn auf Wiesen an, was dem Kümmel den Alternativnamen Wiesenkümmel eingebracht. Die beliebte Gewürz- und Heilpflanze lässt sich sowohl im eigenen Kräutergarten oder in Kräuterspiralen einfach kultivieren.
Standort
Kümmel liebt sonnige Standorte, verträgt jedoch auch Halbschatten ganz gut. Im Halbschatten wird er jedoch meist nicht besonders groß. Optimal ist der Anbau auf nährstoffreichen, schweren bzw. eher lehmigen Böden. Leichte, sandige Böden sollten vor dem Anbau mit Bodenhilfsstoffen wie Bentonit oder hochwertigem Kompost vermischt werden. Bei relativ sauren Böden sollte außerdem etwas Kalk in den Boden eingebracht werden.
Aussaat und Anbau
Die Vermehrung bzw. der Anbau von Kümmel findet über Samen statt. Das Saatgut kann ab Ende April direkt im Freiland in die Erde gebracht werden oder man lässt die Samen ab März in einem Pflanzgefäß auf der Fensterbank keimen. Damit das Saatgut aufgeht, sind Umgebungstemperaturen von 5 bis 15 °C optimal. Zusätzlich sollten die Samen nur leicht mit Erde bedeckt werden, da Kümmel ein Lichtkeimer ist. Im Vergleich zu anderen Kräutersamen sollten Sie bei der Keimzeit der Kümmelpflanze etwas Geduld aufbringen. Nicht selten zeigen sich erst nach drei Wochen die ersten Keimblätter.
Gießen
Kümmel ist als mediterrane Pflanze an gewissen Trockenzyklen angepasst und muss nicht ständig gegossen werden. Kurze Trockenphasen übersteht sie meist problemlos. Es genügt im Freiland vollkommen, zwei bis dreimal normal zu gießen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Dünger
Auf ein intensives Düngen der Gewürz- und Heilpflanze kann bei Freilandkultivierung meist verzichtet werden. Es genügt in der Regel im Frühjahr in den Boden etwas Kompost oder einen einfachen organischen Dünger einzuarbeiten und gut mit dem Boden zu vermischen. Bei Topfkulturen muss jedoch öfter ein einfacher N-P-K Dünger verabreicht werden, da mit dem Gießwasser und aufgrund der begrenzten Topfkapazität viele Nährstoffe ausgewaschen werden. Einfache Kräuterdünger sollten vermieden werden, da diese häufig nicht genügend Phosphor enthalten, der jedoch wichtig für die Blütenbildung ist.
Ernte
Die besten Erntezeiten für die Kümmelfrüchte sind zwischen Mitte Juni und Mitte Juli, je nach Wetter- und Standortbedingungen. Sobald die Früchte des Kümmels eine braune Färbung aufweisen und bereits leicht hart geworden sind, können sie geerntet werden. Das Blattgrün kann bis zur Blütezeit regelmäßig geerntet werden, allerdings sollten nie mehr als 10 Prozent vom Blattvolumen abgetrennt werden.
Krankheiten und Schädlinge
In verregneten Sommern kann es vorkommen, dass sich auf den Blätter des Küm-mels ein weißer Belag niederschlägt. Zumeist handelt es sich um einen Pilz in der Form von Mehltau. Mit einiger Sachkenntnis lässt sich jedoch der Mehltau bekämpfen. Ein anderer Schädling, der gelegentlich auf Kümmelpflanzen zu finden ist, sind die Raupen der Kümmelmotte. Dieser Schädling kann in größerer Zahl sehr lästig werden, da sie frische Blütenstände mit Fäden zu einem Kokon verspinnt und den Samenertrag deutlich reduzieren kann. Einige wenige Raupen können per Hand abgesammelt werden und stellen keine Gefahr dar. Finden sich viele Raupen vor Ort, sollte der Standort gewechselt oder der Anbau für wenigstens 1 Jahr pausiert werden.
Überwinterung
Beim Kümmel handelt es sich um eine frosttolerante Pflanze, die nahezu unempfindlich gegen Winterfröste ist. Hier genügen die üblichen Vorbereitungen, um das Kraut winterfest zu machen.
 
Sammeltipps
In der freien Natur ist das Sammeln des Kümmels schwierig, denn man muss ihn ganz sorgfältig von anderen Doldenblütlern unterscheiden. Die meisten Dolden-blütler sehen sich relativ ähnlich, z.B. weiße doldenförmige Blüten.
Einige davon sind sehr giftig, z.B. der gefleckte Schierling.
Typisch für den Kümmel (und auch für den Fenchel) sind die extrem dünnen, fadenartigen Blätter. Außerdem riechen die Samen ganz deutlich nach Kümmel. Die Früchte (Samen) werden zwischen Juli und September geerntet. Sie sind reif, wenn sie braun werden. Zur Ernte schneidet man das ganz oberirdische Kraut ab. Dann bündelt man es und hängt es zum Trocknen auf. Darunter legt man ein Stück Stoff oder etwas anderes, was vorab fallende Samen auffängt. Wenn die Pflanzen trocken sind, hängt man sie ab und rebelt die Samen von den Blütenständen. Danach trocknet man die Samen noch eine Weile nach und wenn sie trocken sind, hebt man sie in Dosen oder Beuteln auf.

Bachblüten
Man verurteilt andere ohne jedes Mitgefühl (Beech)
Sie verurteilen andere ohne irgendwelches Mitgefühl
Mit der Blüte können sie wieder urteilen mit dem Mitgefühl
Bachblüten
Man kann nicht `nein` sagen (Centaury)
Sie können einfach zu niemanden nein sagen
Centaury hilft ihnen wieder sich zurückzuziehen und nein zu sagen
Küchengifte
Unter „Küchengifte“ reihte Hildegard Lebensmittel, die schlechte Einflüsse auf den Organismus haben und auf die, der Gesundheit zu liebe, verzichtet werden sollte.
Liste umfasst: Aal, Ente, Ganz, Gartenkresse, Gurke, Heidelbeere, Ingwer, Lauch, Pfirsich, Rhabarber, Schweinefleisch und Zwetschge. Erdbeeren können Allergien und Ekzeme auslösen.
Bei Hildegard gibt es einige wenige Nahrungsmittel, die sehr schlechten Einfluss auf den Menschen haben. Wir bezeichnen sie als Küchengifte. Und wenn man um diese weiß, kann man ihnen leicht aus dem Weg gehen, ohne dabei großen Verzicht üben zu müssen.
Porree-Lauch
Roh gegessen ist er so schlecht und verderblich für den Menschen wie ein giftiges und unnützes Kraut, weil er das Blut und die Fäulnis und die Säfte des Menschen ins Gegenteil verkehrt, so dass das Blut im Menschen durch den Lauch nicht zunimmt und so dass die Fäulnis in ihm nicht vermindert wird und so dass die üblen Säfte in ihm nicht gereinigt werden. Wer den Lauch roh essen will, der beize ihn zuerst in Wein oder in Essig unter der Beigabe von Salz, so dass er im Wein oder im Salz solange liegt, bis er in ihnen so gemäßigt wird, dass er seine schlimmen Kräfte in ihnen verliert. So liege er vom Morgen bis zum Mittag. Und so gemäßigt ist er gut zu essen für die Gesunden.“
Pflaume (Zwetschke)
„Diese Frucht ist sowohl für den gesunden wie auch den kranken Menschen schädlich und gefährlich zu essen, weil sie die Melancholie im Menschen erregt und die bitteren Säfte in ihm vermehrt, und alle Krankheiten die in ihm sind, hervorsprudeln lässt, und daher ist sie für den Menschen so gefährlich zu essen wie Unkraut. Wer sie daher essen will, esse sie mäßig. Denn der Gesunde kann das Gegessene verkraften, den Kranken aber schädigt es.“
Pfirsich
„Diese Frucht ist weder dem Gesunden noch dem Kranken bekömmlich, weil sie verursacht, dass die guten Säfte im Menschen preisgegeben werden und Schleim im Magen entsteht. Wer diese Frucht essen will, werfe die äußere Haut weg und auch den Kern, und was übrig bleibt lege er in Wein, füge Salz und ein wenig Pfeffer hinzu, und die so zubereitete Frucht wird ihm nicht sehr schaden, hat jedoch so keinen guten Geschmack.“
Erdbeere
„Die Erdbeeren verursachen gleichsam einen Schleim im Menschen, der sie isst, und sie taugen weder dem gesunden noch dem kranken Menschen zum Essen, weil sie nahe an der Erde wachsen und weil sie sogar in fauliger Luft wachsen.“
Heidelbeere
„Diese Frucht schadet dem der sie isst, so dass sie die Gicht in ihm hervorruft.“
Schweinefleisch
„Sein Fleisch ist weder für gesunde noch für kranke Menschen gut zu essen, weil es im Menschen weder den Schleim noch andere Schwächen mindert, sondern vermehrt, weil seine Wärme sich zur Wärme des Menschen hinzufügt, und dies erregt im Menschen stürme in seinen Sitten und Taten, was schlecht ist.“

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