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Gamander-Ehrenpreis
Der Gamander-Ehrenpreis, auch Männertreu, Frauenbiss, Katzenäuglein oder Wildes Vergissmeinnicht genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Wegerichgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Abszesse, Altersjucken, Ekzeme, Gicht, Hautprobleme, Husten, Juckreiz, Leberprobleme, Magenprobleme, Nierenprobleme, Rheuma, Wunden, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend
wissenschaftlicher Name: Veronica chamaedrys
Pflanzenfamilie: Braunwurzgewächse = Scropholariaceae
Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut
Sammelzeit: Mai und Juni
 
Beschreibung
Der Gamander-Ehrenpreis wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Sein „Wurzelwerk“ besteht im Wesentlichen aus sproßbürtigen Wurzeln. Am niederliegenden oder aufsteigenden, runden Stängel. laufen an jedem Internodium zwei einander gegenüberliegende weiße zottige Haarleisten (Trichome) herab. Sie entspringen an den Knoten zwischen der Basis beider Laubblätter. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 3 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 3 Zentimetern herz-eiförmig, eiförmig oder breit-elliptisch. Die Blattoberseite ist meist fast kahl und die Blattunterseite vorwiegend auf den Nerven und am Rand behaart. Der Blattrand ist mehr oder weniger tief, oft unregelmäßig gekerbt bis gesägt; die Zähne sind stumpf bis abgerundet.
Die Blütezeit liegt zwischen April bis Juli. Jeweils etwa 10 bis 20 Blüten stehen in seitenständigen, traubigen Blütenständen zusammen. Die Deckblätter sind länglich-lanzettlich. Der drüsig kurz behaarte Blütenstiel ist mehr oder weniger aufrecht und 4 bis 6 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Von den vier fein behaarten, länglich-lanzettlichen Kelchblätter sind die vorderen etwas größer als die hinteren. Die vier himmelblauen und dunkler geaderten Kronblätter sind etwas ungleich, daher ist die 10 bis 14 Millimeter breite Blütenkrone zygomorph. Der Schlund und die Kronröhre sind weiß. Bei den zwei Staubblättern sind Staubfäden sowie Staubbeutel blau. Die zweiklappige Kapselfrucht ist dreieckig-herzförmig. Die Griffel sind blau, so lang wie die Frucht und verdicken sich spitzenärts etwas. Die Narbe ist weißlich. Die Samen sind schüsselförmig und etwa 1 Millimeter lang.

Frauenmantel
Frauenmantel ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Arten sind in der Alten Welt in Europa, Asien und Afrikaverbreitet und gedeihen vorwiegend in den Gebirgen. Stark behaarte Formen werden auch als Silbermantel bezeichnet. Sie sind krautige bis strauchförmige Pflanzen, ihre Blüten sind klein, unscheinbar und kronblattlos. Die Fortpflanzung erfolgt überwiegend, bei den europäischen Arten fast ausschließlich, agamosperm (über ungeschlechtliche Samenbildung). Von den etwa 1000 Arten sind rund 300 in Europa heimisch. In Europa wurden die Arten als Volksarzneipflanzen verwendet. Einige Arten liefern ein gutes Viehfutter, sehr wenige werden als Zierpflanzen kultiviert.
Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens Tautropfen sammeln. Seine Blüten sind zartgelbe doldige Rispen. Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel, wie der Name schon andeutet, hauptsächlich in der Frauenheilkunde bewährt, aber auch in anderen Bereichen kann er hilfreiche Dienste leisten. Es gibt kaum einen Bereich des Körpers, auf den der Frauenmantel nicht wohltuend einwirken kann. Zumindest glaubt das die Volksheilkunde.
Der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist eine in der Naturheilkunde sehr bekannt Pflanze, die bereits seit dem Mittelalter eine große Rolle spielt. Als Heilpflanze wird die auch Liebfrauenmantel bezeichnete Art vor allem bei Frauenbeschwerden und leichteren Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts verwendet. In der freien Natur kann der Frauenmantel mit seinen gesägten und nierenförmigen Blättern an feuchten Wiesen und Bachläufen gefunden werden. Eine schöne Besonderheit sind die Tautropfen, die an der Oberfläche der Frauenmantelblätter zu beobachten sind.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Frauenkrankheiten
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Schnupfen, Erkältung, Fieber, Asthma, Halsentzündung, Mund- u. Rachenentzündung, Zahnfleischentzündung, Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenschwäche, Durchfall, Diabetes (unterstützend), Nierenschwäche, Herzschwäche, Arteriosklerose, Ödeme, Nachtschweiß, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Wechseljahresbeschwerden,  PMS, Prämenstruelles Syndrom, Östrogen-Dominanz, Menstruationsbeschwerden, Periodenschmerzen, Weißfluß, Muttermilch fördernd, Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, Wunden, Geschwüre, Ekzeme, Eiterungen,  Eitrige Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name: Alchemilla vulgaris
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Ladys mantle
volkstümliche Namen: Dächlichrut, Frauenhäubel, Frauenhilf, Frauenmäntli, Frauenrock, Hasenmänteli, Haubn, Herbstmantel, Herrgottsmäntelchen, Kroanfüss, Liebfrauenmantel, Löwenfusskraut, Mäntli, Marienkraut, Milchkraut, Muttergottesmantel, Neunlappenkraut, Ohmkraut, Perlkraut, Regendachl, Regentropfen, Röckli, Sinau, Sinnau, Sintau, Taubecherl, Taufänger, Taukraut, Taumantel, Tauschüsserl, Trauermantel, Weiberkittel, Wiesen-Frauenmantel
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterin, Glykoside, Saponine, Tannine
Sammelzeit: blühend von Mai-September
 
Anwendung
Die ganzblättrigen Alchemillaarten bilden ein gutes Mähfutter. Sie werden auch frisch gerne vom Vieh gefressen, weniger gern vom Geflügel. Die alpinen Zwergsträucher hingegen gelten als Weideunkraut, da sie häufig Massenbestände bilden und nur von Schafen und Ziegen gefressen werden, nicht von anderem Vieh. In der Volksmedizin werden die Arten zur Behandlung von Wunden, Blutungen, Frauenkrankheiten, Geschwüren, Bauchschmerzen, Nierensteinen, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden verwendet. Dabei werden alle mitteleuropäischen Arten als Volksarzneipflanzen und als Kult- bzw. Zauberpflanzen verwendet. Volkstümlich wird bei den Frauenmänteln dabei nur zwischen dem (behaarten) Silbermantel oder Alpen-Sinau und dem eher kahlblättrigen Frauenmantel unterschieden.
Die Schulmedizin hat bei ihren Untersuchungen nicht viel Heilkräfte beim Frauenmantel entdeckt, nur eine gewisse Heilwirkung gegen Magen- und Darmbeschwerden traut sie ihm zu. Dafür schätzt die Volksheilkunde den Frauenmantel umso mehr. In der Antike war der Frauenmantel nicht bekannt. Erst ab dem Mittelalter taucht er in Kräuterbüchern auf und auch Hildegard von Bingen empfahl ihn.
Frauenkraut
Traditionell ist der Haupteinsatzbereich des Frauenmantels die Frauenheilkunde. Das liegt wohl unter anderem an seinen Pflanzenhormonen, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Dadurch kann der Frauenmantel Mangelzustände ausgleichen, die zu prämenstruellen Störungen und zu Wechseljahresbeschwerden führen. Zudem wirkt das Frauenmantelkraut entkrampfend, was auch sehr günstig für die Gebärmutter ist. Als Tee getrunken lindert er nahezu alle Arten von Frauenbeschwerden, seien es Periodenkrämpfe, Prämenstruelles Syndrom oder Beschwerden der Wechseljahre. Auch während und nach der Geburt kann der Frauenmantel hilfreich sein. Wenn das Baby dann geboren ist, fördert Frauenmanteltee die Milchbildung. Als Sitzbad kann Frauenmanteltee bei Weißfluss helfen.
Allround-Kraut
Nicht nur bei Frauenbeschwerden kann der Frauenmantel helfen, sondern auch bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen bietet er sich an. Frauenmanteltee lindert Beschwerden der Atmungsorgane, wie Husten, Erkältung und Schnupfen. Auch die Verdauung wird vom Frauenmantel gefördert und sanft ausgeglichen. Ein schwaches Herz wird gestärkt und die Blutgefäße elastischer. Die Wirkung auf das Nervensystem kann Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit lindern.
Äußerliche Anwendung
Äußerlich angewandt hilft Frauenmanteltee als Bad, Umschlag oder Waschung gegen vielerlei Hautbeschwerden. Bei Geschwüre kann man Bäder anwenden, bei Ekzeme Waschungen und zum Schmelzen eitriger Furunkel Umschläge.
Nebenwirkungen und Hinweis
Frauen, die sich in der Schwangerschaft befinden, sollten auf Frauenmantelkraut gänzlich verzichten. Da das Kraut krampflösend wirkt, könnte es zu Komplikationen mit der Gebärmutter (Frauenmantel stimuliert die Gebärmutter!) kommen.
Frauenmantel wird meist bevorzugt als Heilkraut eingesetzt und findet nur selten in der Küche als Würzkraut Anwendung.
Frauenmantel als Küchenkraut
Frauenmantel hat einen leicht bitteren, säuerlichen aber dennoch angenehmen Geschmack. In der Küche wird das Kraut dennoch nur sehr selten verwendet. Ab und an werden Frauenmantelblätter in Wildkräutersalaten oder Wildkräutersuppen verwendet. Für Suppen und Salaten sollten stets nur die frischen Blätter verwendet werden. Trockene Blätter haben ein sehr strenges Aroma und schmecken leicht anders. Am besten eignen sich für den Verzehr die jungen Blätter in den Frühjahrsmonaten.
Das Kraut wird außerdem manchmal für Erfrischungsgetränke genutzt. Obstfrüchte wie Äpfel, Birnen oder Kirschen können mit kaltem Frauenmantelwasser vermischt werden. Dabei wird Frauenmantelkraut zunächst gekocht und anschließend gekühlt.
Der Verzehr größerer Mengen an Frauenmantel kann aufgrund der hohen Anteile an Gerbstoffen unter Umständen zu Übelkeit führen. Dies trifft vor allem bei Menschen zu, die einen empfindlichen Magen haben.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Frauenmantel kommt nahezu weltweit vor. Er wächst bevorzugt auf Wiesen, in lichten Wäldern und Gebüschen. Wenn ein Standort dem Frauenmantel gut gefällt, dann bildet er oft ganze Teppiche, andernorts kommt er auch einzeln vor. Die ausdauernde Wurzel treibt im Frühjahr mehrere Stängel aus an denen gefaltete Blätter mit sieben bis elf Lappen wachsen. Die Ränder der Blätter sind gezähnt. In der Mitte der Blätter sammeln sich häufig Tautropfen, was ein besonders typisches Kennzeichen des Frauenmantels ist. Aus der Mitte mancher Blätter entspringen Stängel, an deren Ende ab Mai die kleinen, gelben Blüten in Trugdolden wachsen.
Die Frauenmantelarten sind sommergrüne Zwerg- oder Halbsträucher oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die Sprossachsen sind oberirdisch, manchmal teilweise verholzt. Ihre Verzweigung erfolgt monopodial. Die Hauptachse ist liegend, bildet Adventivwurzeln und ist mit Blattstiel- und Nebenblattresten besetzt. An der Spitze der Hauptachse befindet sich eine Grundblattrosette. Die oberirdischen vegetativen Pflanzenteile sind häufig behaart. Die Haare sind stets unverzweigt und meist gerade; Drüsenhaare sind sehr selten.
Die Hauptwurzeln werden relativ bald nach der Keimung durch sprossbürtige Adventivwurzeln abgelöst. Die Stärke der Bewurzelung hängt vom Feuchtigkeitsgrad des Untergrunds ab, ist aber auch je nach Sektion unterschiedlich. Bei der Sektion Alpinae, die aus Felsspaltenbewohnern besteht, bildet die Sprossachse nur in größeren Abständen Wurzeln aus, während die Sektionen Erectae und Ultravulgares stark wurzeln. Bei der Sektion Pentaphylleae sind die Wurzeln dicht büschelig angeordnet.
Bei den aufrecht wachsenden, tropischen Sträuchern sind die Achsen (mit Ausnahme des Blütenstands) meist alle gleich ausgebildet. Die bei den europäischen Arten, aber auch vielen tropischen, auftretende Verdickung des Markzylinders in der liegenden Grundachse sowie die Differenzierung in Lang- und Kurztriebe gilt als abgeleitetes Merkmal. Der aufrechte Wuchs gilt als die ursprüngliche Wuchsform, die Keimpflanzen auch der kriechenden Arten wachsen im ersten Jahr meist aufrecht. Auch erwachsene Pflanzen bilden einzelne, kurze aufrechte Seitensprosse. Diese sind durch die geringe Bewurzelung schlecht ernährt und sterben bei Frosttrocknis ab.
Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind gelappt bis gefingert und am Rand gezähnt. In der Knospe sind die Blätter mehrfach gefaltet, jeder Blattlappen einzeln, sodass ein Fächer entsteht. Der gefältelte Fächer ist auch an entfalteten Blättern häufig zu erkennen. Die Nebenblätter können mit dem Blattstiel sowie auf der gegenüberliegenden Seite der Sprossachse miteinander verwachsen sein, bei den mitteleuropäischen Arten ist dies stets der Fall. Die Nebenblätter bilden so eine Tute. Die Verwachsung der Nebenblätter miteinander ist nie vollständig, der offene Teil zwischen den Zipfeln wird als Tuteneinschnitt bezeichnet. Als dritte Form der Verwachsung können die beiden Nebenblätter über dem Blattstiel miteinander verwachsen sein, dies wird als Öhrchen sind verwachsen bzw. frei bezeichnet. Folgende Blattmerkmale werden innerhalb der Gattung als ursprünglich angesehen: ein kurzer, rinniger Blattstiel mit kollateralen Leitbündeln, eine geringe Anzahl der Blattlappen und Blattzähne, eine geringe Teilungstiefe und kurze Zähne. Die Nebenblätter übernehmen beim Frauenmantel die Funktion von Knospenschuppen: Sie schützen den Vegetationskegel und junge Achsen. Dabei gibt es zwei taxonomisch relevante Knospentypen: beim ersten Typ ist die junge Blattspreite von ihrer eigenen Tute umgeben; beim zweiten Typ ist das entstehende Blatt nur von der Tute des nächstälteren Blattes umgeben, seine Blattspreite ist immer außerhalb der eigenen Tute. Neben den oben beschriebenen Verwachsungen gibt es eine weitere Schutzvariante: die Nebenblätter vertrocknen bei einigen Sektionen rasch und bilden eine mehrschichtige, mehrjährige Isolierschicht um die jungen Achsen. Die Blätter besitzen am Ende der Blattzipfel Wasserspalten. Aus diesen wird in der Nacht flüssiges Wasser abgeschieden.
Die Blütenstandsachsen werden seitenständig gebildet. Als ursprüngliche Form des Blütenstands werden armblütige Pleiochasien angesehen. Von diesen führten Entwicklungslinien einerseits zu größeren Blütenständen, andererseits zu verarmten, teilweise nur ein- oder zweiblütigen Blütenständen. Der ganze Blütenstand ist eine geschlossene Thyrse, die jedoch je nach Anordnung unterschiedlich wirken kann: rispenähnlich, trauben-, doppeltrauben ähn lich usw. Er setzt sich aus unterschiedlich vielen Gliedern zusammen (zwei bis zehn), abhängig von der Sektion. Bei den tropischen Sträuchern sind die unteren Teilblütenstände stärker betont (basiton), ebenso bei der Sektion Alpinae und Pentaphylleae. Blütenstände der Sektion Erectae sind breit, relativ kurz und spirrenförmig, die der Sektion Ultravulgares eher traubig und schmal.
Die Blüten sind klein und von grüner oder gelblicher Farbe. Vergleichsweise große Blüten gelten als ursprünglich. Innerhalb einer Pflanze stehen die größeren Blüten an den unteren, armblütigen Blütenständen, die kleineren an den reichblütigen Stängeln. Obergrenze für den Blütendurchmesser ist meist bei fünf bis sechs Millimetern, bei Sektion Erectae bei sieben Millimetern. Die Blüten sind vierzählig, bei den Sektionen Ultravulgares und Pentaphylleae kommen regelmäßig fünfzählige Endblüten vor. An den Endzweigen von Blütenständen können auch drei- oder zweizählige Blüten vorkommen. Der Blütenbecher ist eine Verwachsung der Kelchblätter und wird häufig als Kelchbecher bezeichnet. Er ist zylindrisch, glocken- oder krugförmig. Die frei bleibenden Kelchzipfel werden in der Literatur meist als „Kelchblätter“ bezeichnet. Dabei geht eine geringe Verwachsung der Kelchblätter immer mit langen freien Kelchzipfeln einher. Dies gilt als ursprüngliches Merkmal. Der (selten fehlende) Außenkelch wird bei Frauenmantel nicht als Nebenblattbildung, sondern als Ausstülpung der Kelchblätter interpretiert. Kronblätter fehlen. Nach innen folgt ein Diskus, der aus etlichen Saftspalten Nektar absondert, der in länglichen Portionen austritt. Die vier Staubblätter stehen innerhalb des Diskus auf Lücke zu den Kelchblättern. Sie werden als umgebildete Kronblätter gedeutet, was durch verschiedene atavistische Formen gestützt wird. Die ursprünglichen Staubblattkreise sind demnach verschwunden. Der Pollen ist tricolporat (drei Keimfurchen /poren), der Umriss ist in Polansicht dreieckig. Bei wenigen Sippen der Gattung gibt es mehrere freie Fruchtblätter (bis zu zehn). Bei mehreren afrikanischen Sektionen sind zwei Fruchtblätter vorhanden. Die eurasischen Arten haben nur ein Fruchtblatt, selten haben einzelne Blüten zwei. Der Griffel steht aufrecht, die Narbe kann einseitig hakig oder löffelförmig sein.
Die Früchte sind einsamige Nüsschen (bei Blüten mit nur einem Fruchtblatt wäre der Ausdruck Achäne korrekter, wird aber bei Frauenmantel praktisch nicht verwendet). Bei etlichen Arten besitzt es einen Schnabel. Das Nüsschen ist dabei ganz oder teilweise vom in reifem Zustand dünnen und trockenen Blütenbecher eingeschlossen.
In den Gebirgen findet man unter anderem den Silbermantel, eine Pflanzenart, die dem Frauenmantel ähnelt. Er wird auch Alpen-Frauenmantel genannt.
Die Heilwirkung ist ähnlich wie die des normalen Frauenmantels.
 
Aussaat und Pflege
Der Frauenmantel gilt aufgrund seiner untypischen Blattform auch als beliebte Zierpflanze. Zudem wird das Kraut auch mitunter als Heilpflanze im eigenen Garten angebaut. Der Anbau von Frauenmantel ist verhältnismäßig einfach, wenn die wesentlichen Grundlagen zur Pflege und Nährstoffversorgung eingehalten werden.
Standort
Das Kraut benötigt sonnige bis halbschattige Standorte und eher feuchte und nährstoffreiche Böden. Die Böden sollten zudem durchlässig sein. Bei sehr lehmhaltigen Böden wird empfohlen, die Erde mit etwas Quarzsand oder Lavagranulat zu lockern.
Aussaat
Beim Aussäen von Frauenmantel ist darauf zu achten, dass die Samen Frostkeimer sind und entsprechend Kälte zur Keimung benötigen. Im Freiland kann mit der Aussaat bereits zwischen Oktober und Januar begonnen werden. Die Keimtemperatur beträgt ca. 14 °C. Empfohlen wird, die Samen in einer Schale an einem geschützten Platz einzuarbeiten. Die Schale darf nicht austrocknen. Auf eine regelmäßige Feuchtigkeit muss bei der Anzucht strikt geachtet werden. Im Frühjahr können die kleinen Pflänzchen dann an den gewünschten Ort pikiert werden. Pro laufender Meter sollten nicht mehr als fünf Pflanzen eingebracht werden. Ein Anbau auf dem Balkon ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollten für Kübelkulturen eher weite Töpfe bzw. Pflanzgefäße gewählt werden, da die Pflanze über die Zeit einen kriechenden Wurzelstock entwickelt.
Vermehrung
Der Frauenmantel lässt sich sowohl gut per Samen anziehen, als auch per Teilung vermehren. Wer wilden Frauenmantel in seiner Umgebung hat, kann auch einige wenige Pflanzen direkt entnehmen und in den Garten einpflanzen. Die Pflanzen säen sich ziemlich schnell selbst aus und neigen bei nicht sachgerechter Pflege sogar zum Überwuchern. Die Pflanzen können auch durch Teilung vermehrt werden. Die Teilung sollte allerdings bevorzugt in den Monaten Dezember und Januar vorgenommen werden. Die Sommermonate sollten vermieden werden, da die Pflanze sonst unkontrolliert wachsen kann, insofern die Pflanze Samen trägt oder nicht ordentlich entsorgt wird.
Düngen
Beim Umsetzen der kleinen Kräuter sollte ein bereits leicht vorgedüngter Standort gewählt werden. Um den Frauenmantel optimal mit Nährstoffen zu versorgen, eignen sich Kompost oder pelletierter Rindermist. Nach der Erntezeit sowie im Spätherbst sollte der Boden ebenfalls noch mal gedüngt werden, da Alchemilla zu den eher nährstoffzehrenden Kräutern gehört.
Schädlinge und Krankheiten
Frauenmantel gilt als sehr widerstandsfähige Pflanze, die nur selten von Schädlingen heimgesucht wird. Bei übermäßiger Wasserversorgung, die zur Staunässe tendiert, kann Wurzelfäule auftreten. Zu üppiges Gießen sowie zu geringe Pflanzabstände können unter Umständen auch Falschen und Echten Mehltau begünstigen.
Ernte
Für den Hausgebrauch können zur Blütezeit sowohl die Blätter als auch Blüten geerntet werden. Als Wintervorrat können die Blätter getrocknet werden.
Pflege
Frauenmantelkraut ist in der Regel recht pflegeleicht. Die Pflanze sollte jedoch nach der Blüte, meist gegen August, kräftig zurückgeschnitten werden.

Bachblüten
Man ist unzufrieden, unglücklich, frustriert, aber weiß nicht immer warum (Holly)
Sie sind total unzufrieden, unglücklich, und frustriert, aber sie wissen jedoch nicht warum
Mit der Bachblüte können sie dieses unzufrieden und unglücklich sein entgegensteuern
Bachblüten
Durch innere Hochspannung trotz schneller Reaktionsfähigkeit unfallgefährdet (Impatiens)
Diese Menschen sind durch ihre innere Hochspannung und trotz ihrer schnellen Reaktionsfähigkeit eine gewisse Unfallgefährdung
Mit der Bachblüte können sie die innere Hochspannung abbauen und zwar noch die schnelle Reaktionsfähigkeit und haben noch kaum die Unfallgefährdung
Phytotherapie
Ist die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen und Pflanzenteile wie Blatt, Blüte, Wurzel, Frucht oder Samen.
Die Pflanzenheilkunde (oder Phytotherapie, auch Kräutermedizin genannt) ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Phytotherapeutika genannte Arzneimittel. Mit der Erforschung und Herstellung von Phytotherapeutika befasst sich die Phytopharmazie.
Grundlagen
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Grundlage der Pflazenheilkunde ist die Heilpflanzenk-unde (Phytopharmakognosie), die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält. Die Pflanzenheilkunde enthält aber auch Teile der Pharmakologie, der Pharmazeutik sowie der Toxikologie. Die Pflanzenheilkunde kann folglich dem Überbegriff der pharmazeutischen Biologie zugeordnet werden. Ziel der Pflanzenheilkunde ist es, Heilpflanzen und ihre Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung zu erforschen. Grundlegend sollte hierbei auch die Identifikation alter Pflanzennamen sein, um nicht durch Verwechslungen und Irrtümer in der Überlieferung altes Erfahrungswissen zu übersehen.
In der Pflanzenheilkunde kommen grundsätzlich nur ganze Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Samen, Rinden, Wurzeln), jedoch keine isolierten Einzelstoffe zur Anwendung. Diese in der Pharmazie Drogen genannten Ausgangsstoffe werden frisch oder als Aufguss bzw. Auskochung (Tee), Saft, Tinktur, Extrakt, Pulver, Ätherisches Öl etc. therapeutisch angewendet. Da immer Stoffgemische wirken, können Heilpflanzen verschieden ausgeprägte Wirkungen haben oder bei verschiedenen Krankheitsbildern zur Anwendung kommen. Die wirksamen Inhaltsstoffe der Heilpflanzen unterliegen natürlichen Schwankungen, bedingt durch Klima, Standort und Erntezeitpunkt der Pflanze. Zubereitungen aus Heilpflanzen können weiterhin durch Lagerung und Herstellungsprozess in ihrem Gehalt an Inhaltsstoffen beeinflusst werden. Daher ist die Standardisierung der Ausgangsstoffe und Methoden für die Arzneimittelherstellung sehr wichtig. Phytopharmaka enthalten definierte Mengen der Wirkstoffe und weisen gleichbleibende Qualität und Wirksamkeit auf.
Die Pflanzenheilkunde basiert teilweise auf traditioneller Medizin. Erfahrungswerte, überliefertes Wissen und Traditionen spielen eine wichtige Rolle. Nicht immer lassen sich die Wirungen von Heilpflanzen wissenschaftlich nachweisen. Die moderne Pflanzenheilkunde folgt den Grundsät-zen der naturwissenschaftlich begründeten Medizin, indem sie von einer Dosis-Wirkungs-Beziehung ausgeht und ähnliche Krankheitsbilder definiert.
Nicht zur Pflanzenheilkunde zählt die Anwendung isolierter Einzelstoffe (biogener Arzneistoffe). Die Anwendung von Einzelstoffen, die durch Isolierung oder synthetisch gewonnen werden, und ihrer Abkömmlinge erfolgt mit dem Ziel, die Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu vermindern.

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