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Guarana
Guaraná ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse. Sie ist im Amazonasbecken beheimatet. Der Name Guaraná bezieht sich auf das südamerikanische indigene Volk der Guaraní. Sie besitzt eine lange ethnobotanische Tradition und ihre coffeinhaltigen Samen werden häufig als Nahrungsergänzungsmittel und Zusatz in Getränken verwendet.  Die südamerikanische Liane Guarana trägt koffeinreiche Früchte, die noch stärker als Kaffee, aber etwas milder wirken. Vor allem in Alternativ- und Fitnesskreisen ist Guarana sehr beliebt, um munter zu werden und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Da Guarana auch das Hungergefühl verringert, wird es auch gerne als Unterstützung zum Abnehmen verwendet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Müdigkeit, Kopfschmerzen
Heilwirkung: anregend, fiebersenkend, harntreibend, vitalisierend
Anwendungsbereiche: Darmbeschwerden, Depressionen, Durchfall, Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche, Magenbeschwerden, Migräne, Übergewicht
wissenschaftlicher Name: Paulinia cupana
Pflanzenfamilie: Seifenbaumgewächse = Sapindaceae
Verwendete Pflanzenteile: Pulver aus Samen
Inhaltsstoffe: Coffein, Guanin, Gerbstoffe, Tanine, Proanthocyanidine, Theophyllin, Theobromin, Roter Farbstoff, Catechin, Catechu, Cholin, Saponine, Schleimstoffe, Xanthin, Mineralstoffe
 
Anwendung
Guaraná ist den Indios im Amazonasgebiet schon seit Jahrhunderten bekannt. Ähnlich Kakao/Schokolade wurde die Guaraná-Paste verwendet. Sie wurde vielfältig in der Volksmedizin verwendet. Heute wird Guaraná als Kletterpflanze in Plantagen in Brasilien, Venezuela und Paraguay angebaut. Die Nachzucht aus Samen ist schwierig. Die geschälten und getrockneten Samen werden zu einem hellbraunen Pulver zermahlen, in Wasser aufgeschwemmt und mit Honig gesüßt getrunken. Das Getränk wirkt ähnlich wie Kaffee anregend und dämpft Hungergefühle. Heute wird aus Guaranáextrakten von vielen brasilianischen Getränkeherstellern (unter anderem Antarctica, Brahma, Kicos, Kuat) ein für Brasilien typisches limonadeähnliches Erfrischungsgetränk hergestellt, welches homonym als Guaraná bezeichnet wird. Verbreitung finden auch Schokolade, Kräuter- und Früchtetees, Kaugummi, Energy-Drinks sowie Gleitgels mit Guaranáanteil. Die Substanz ist aber auch separat als Nahrungsergänzungsittel erhältlich. Der Anteil der Gerbstoffe liegt bei etwa 25 Prozent, was die Wirkung des enthaltenen Coffeins verzögert und verlängert. Die Produkte werden als Wachmacher und Energiespender beworben. Außerdem gelten Guaraná-Produkte in Fitnesskreisen und bei Bodybuildern als leistungsfördernd.
Guaraná hat einen äußerst herben bis sehr bitteren Geschmack, weshalb es in der Regel nicht pur konsumiert, sondern verschiedenen Lebensmitteln, wie den zuvor genannten, zugesetzt wird. Die Samen von Paullinia cupana var. sorbilis werden pulverisiert und mit Cassava-Mehl gemischt. Daraus stellt man die sogenannte pasta guarana her, die nach Belieben in heißem oder kaltem Wasser gelöst wird. Der Coffein-Gehalt der „pasta guarana“ beträgt 3 bis 6 %, der Tannin-Gehalt 2 bis 3%. Das Getränk ist adstringierend.
Das bitter schmeckende Guarana-Pulver, das aus den Guarana-Samen gewonnen wird, kann man als Getränk, in Jogurt eingerührt oder als Nahrungsergänzungsmittel aus dem Handel einnehmen. Im Handel erhält man Guarana-Kapseln, GuaranaTabletten, aber auch Kaugummi, Süßigkeiten und Fitnessdrinks. Im Allgemeinen ist Guarana besser verträglich als Kaffee, weil die darin enthaltenen Gerbsrtoffe die Aufnahme des Koffeins verlangsamen und somit abmildern. Durch Guarana wird man nicht nur wacher, sondern im Allgemeinen auch konzentrierter und leistungsfähiger, sowohl körperlich als auch geistig. Daher wird Guarana gerne von Menschen im Lernstress oder in Prüfungssituationen verwendet, aber auch bei starker sportlicher Beanspruchung. Man sollte jedoch darauf achten, dass man sich unter Guarana-Wirkung nicht überfordert und anschließend erschöpft zusammenbricht. Das gilt für alle stark anregenden Substanzen. Durch Guarana-Anwendung werden auch Hunger- und Durstgefühle gedämpft. Der verminderte Hunger kann in manchen Fällen dabei helfen, leichter abzunehmen. Der verminderte Durst ist jedoch potentiell gefährlich, weil man dadurch zur Austrocknung neigt, was vor allem bei starken sportlichen Leistungen oder in der Sommerhitze zur bedrohlichen Dehydrierung führen kann. Man sollte bei Guarana-Nutzung also unbedingt darauf achten, ausreichend zu trinken. Wegen der starken Wirkung von Guarana, sollte man täglich nicht mehr als drei bis fünf Gramm des Guarana-Pulvers zu sich nehmen. Die normale Tagesdosis liegt zwischen ein und zwei Gramm.
Nebenwirkungen
Als natürliche Folge der Wirkung des Guaranas kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu Schlafstörungen, Reizbarkeit, Herzrasen oder Kopfschmerzen. Diese Nebenwirkungen treten vor allem dann auf, wenn man sehr viel Guarana zu sich nimmt. Bei längerem, regelmäßigen Gebrauch kann es zu Entzugserscheinungen kommen, wenn man das Guarana absetzt. Dieses Phänomen entspricht den Problemen, die ein starker Kaffeetrinker haben kann, wenn er aufhört, Kaffee zu trinken.
Gegenanzeigen
Für Menschen mit Bluthochdruck ist Guarana nicht geeignet. Ebenso für Menschen mit chronischen Kopfschmerzen. Auch Schwangere und stillende Mütter sollten auf Guarana verzichten.
 
Geschichte
Im Amazonasbecken, der Heimat des Guaranas, werden die zermahlenen Samen seit Jahrhunderten verwendet. Dort wird das Guarana-Pulver meistens als Paste zubereitet oder als gesüßtes Getränk getrunken. In Brasilien gibt es mehrere handelsübliche Erfrischungsgetränke mit dem Namen Guaraná. Eine Guarana-Paste wird in der Herkunftsländern häufig mit Cassava-Mehl vermischt. Diese Paste wird dann in Wasser aufgelöst und getrunken. In Europa ist Guarana seit einigen Jahren wegen seiner belebenden Wirkung sehr beliebt. Man findet es in Energy-Drinks, in Süßigkeiten und Nahrungsergänzungsmitteln.
 
Pflanzenbeschreibung
Die immergrüne Guarana-Pflanze ist in Südamerika heimisch, vor allem im Amazonasgebiet. Angebaut wird sie inzwischen aber auch in anderen Ländern Südamerikas. Sie ist eine mehrjährige Rankpflanze, deren Stängel verholzen. Man kann sie auch als Liane bezeichnen. In ihrer Heimat wird Guarana bis zu 12 Meter hoch. Die Rinde der Guaranapflanze ist bräunlich und trägt in ihrer Jugend eine weiche Behaarung. Später wird sie jedoch kahl. Bei manchen Unterarten bilden sich Ranken, die aus den Blattachseln wachsen. Die meisten Guaranasorten kommen jedoch ohne Ranken aus. Die unpaarig gefiederten Blätter sind wechselständig und werden bis zu 35 Zentimeter lang. Ihre Form ist länglich oder eiförmig. Die weißlichen Blüten hängen in Trauben. Sie haben jeweils fünf Blütenblätter. Aus den Blüten entwickeln sich rote Kapselfrüchte, die 2 bis 3 cm groß sind. In der roten Kapsel befinden sich bis zu drei schwarz-grüne Samen, die am Ansatz weiß sind. Wenn die Frucht reif ist, öffnet sie sich und aus der roten Hülle schauen die dunklen Samen hervor. Diese Früchte mit dunklen Samen in der Mitte erinnern an Augen. Es gibt viele Legenden der Amazonasvölker, die davon handeln.
Guaraná ist eine verholzende Pflanze; sie wächst als rankender Strauch oder Liane, die an den tropischen Naturstandorten Wuchshöhen von bis zu 12 Meter erreichen kann. Die Rinde ist anfangs bräunlich weich behaart und verkahlt bald. Nur bei Paullinia cupana var. sorbilis sind Ranken vorhanden, sie stehen in den Blattachseln.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 20 bis 35 Zentimeter lang und in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert. Blattstiel und Blattrhachis sind oben rinnenförmig, konvex und dazwischen etwas gestreift. Die ledrige, kahle, unpaarig gefiederte Blattspreite enthält fünf 10 bis 20 cm lange sowie 4,5 bis 9cm breite Blattabschnitte. Die oberen Blattabschnitte sind länglich und die unteren eiförmig. Die Endfieder besitzt eine spitze oder fast keilförmige Basis und bei den Seitenfiedern ist sie gerundet bis mehr oder weniger stielförmig. Der Blattrand ist mehr oder weniger deutlich bis kaum erkennbar gezähnt. Die Nebenblätter sind 2 bis 3 Millimeter lang.
Guaraná ist einhäusig getrenntgeschlechtig. Jeweils wenige Blüten stehen in seiten-, endständigen oder an den Ranken initiierten, traubigen Blütenständen zusammen. Es kann ein Blütenstandsschaft vorhanden sein. Die Blütenstandsachse besitzt einen Durchmesser von etwa 2mm. Die Tragblätter sind bei einer Länge von 1 bis 1,5mm pfriemförmig. Die 4 bis 5 mm langen Blütenstiele sind unterhalb ihrer Mitte gegliedert. Die relativ kleinen, eingeschlechtigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien Kelchblätter sind fast häutig und etwa 3mm lang. Die fünf weißen Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 5mm länglich. Die acht Staubblätter bestehen aus einem weich behaarten Staubfaden und kahlen Staubbeuteln. Es ist eine Art Nektardiskus an der Basis des Fruchtknotens vorhanden. Der kahle Fruchtknoten ist dreikammerig.
Die bei Fruchtreife 6 bis 8 mm lang gestielte, septizide, 2 bis 3,5 cm lange, tief eingeschnittene, dreifächerige Kapselfrucht färbt sich bei Reife orangerot, öffnet sich teilweise und enthält nur ein bis drei Samen. Die etwa 12 mm langen, kahlen, schwarzen bis grünlichen Samen besitzen an ihrer Basis einen weißen Arillus. Die aufgesprungene Frucht mit ihrem Samen darin wirkt wie ein Auge, daran knüpfen sich Legenden der indigenen Völker.

Besenginster
Der Besenginster, genauer Gewöhnlicher Besenginster genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Obwohl der Besenginster den Wortbestandteil -ginster im Trivialnamen. trägt, gehört er nicht zur Gattung Ginster, sondern zur Gattung Geißklee.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Herzrhythmusstörungen, Förderung der Wasserausscheidung, Wehen fördernd
wissenschaftlicher Name: Sarothamnus scoparius
Sammelzeit: September, Oktober
 
Anwendung
Sonstige Verwendung
Der Name deutet auf die einstige Verwendung als Besenreisig hin. Der Besenginster dient als Winterfutter für Hasen und Rehe. Er wird auch als Bodenverbesserer (Knöllchenbakterien) und als raschwüchsiger Bodenfestiger eingesetzt. Kulturformen mit abweichender Blütenfarbe werden als Ziersträucher genutzt. Emil Gött versuchte die Fasern der Pflanze wirtschaftlich zu verwenden, sie erwiesen sich jedoch als zu schwach.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Besenginster ist ein winterkahler, auch sommerkahler Strauch (Rutenstrauch), der Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern erreicht, selten auch ein kleiner, bis zu 3 Meter hoher Baumstrauch. Er besitzt lange, besenförmig dichtstehende, fünfkantige grüne Zweige. Die wechselständigen, dreiteiligen Laubblätter haben verkehrt-eiförmige Teilblättchen und sind seidig-behaart.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Blüten stehen gehäuft einzeln an Stielen in den oberen Zweigteilen. Die zwittrigen Blüten sind bei einer Länge von bis zu 2,5 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind gold-gelb. Alle zehn Staubblätter sind zu einer Röhre verwachsen. Es werden Hülsenfrüchte gebildet.
 
Bachblüten
Ich fühle mich kraftlos (Hornbeam)
Diese Menschen fühlen sich, wieso auch immer kraftlos
Mit der Blüte können sie diese Kraftlosigkeit entgegenwirken
Bachblüten
Ich bin undiplomatisch, weil ich zu ungeduldig bin (Impatiens)
Sie sind sehr undiplomatisch, da sie zu ungeduldig sind
Hier kann die Bachblüte gut entgegenwirken, diese werden diplomatischer, da sie wieder geduldiger werden
Allgemeine Ernährungsregeln bei Fettstoffwechselstörungen
-     Haferkleie ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit einem sehr hohen Faserstoffanteil und cholesterinsenkenden Eigenschaften
-     Vollkornprodukten den Vorzug
-     Vegetarische Ernährung – günstig für die Blutfetten
-     Öfter mal Fisch
-     Zuckerverzehr reduzieren
-     Alkoholkonsum einschränken
Die wichtigsten Tipps
Umstellen auf mediterrane Küche: mit reichlich Gemüse und guten Ölen.
Das Bauchfett muss weg: Übergewicht reduzieren! Das senkt das Herz-KreislaufRisiko.
Kohlenhydrate (Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot) stark reduzieren: Sie steigern die Triglyzeride. Wenn, dann ballaststoffreiche Kohlenhydrate essen: Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis – sie sättigen lange und sind gut für den Darm.
Hafer (z. B. Haferkleie) enthält das wertvolle Beta-Glucan, das zur Regulierung der Cholesterinwerte beiträgt.
Eiweiß richtig dosieren: 2-3 Mal täglich fettarme Milchprodukte, Nüsse oder Hülsenfrüchte, gelegentlich Eier, Fisch oder Fleisch (besser vegetarisch oder pescetarisch essen). Eiweißreiche Lebensmittel sorgen für einen langen Sättigungseffekt.
Vorsicht mit versteckten Fetten und Zuckerstoffen in Fertiggerichten und Fast Food!
Die richtigen Fette verwenden: Sie helfen, die Cholesterinwerte zu senken. Olivenöl enthält zudem noch sekundäre Pflanzenstoffe, die Herzinfarktvorbeugend sind.
Nüsse und Mandeln wirken wie ein Medikament: 1 kleine Handvoll täglich kann das Cholesterin um 10 bis 20 % senken.
Zuckerfrei trinken - etwa 2 Liter pro Tag. Wenig Alkohol, den Kaffee möglichst schwarz.

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