Direkt zum Seiteninhalt
HAHNENFUSS t
Der Hahnenfuß ist eine verbreitete Pflanze auf Wiesen und Weiden. Auch als Gar-tenunkraut kommt er häufig vor. Seine leuchtend gelben Blüten glänzen wie lackiert und erfreuen jedes Kind, das im Hahnenfuß eine wunderschöne Blume erkennt. Doch leider enthält der Hahnenfuß Scharfstoffe, die ihn giftig machen. In der Pflanzenheilkunde kann man ihn daher kaum verwenden. Nur in homöopathischer Dosis findet er eine sichere Anwendung.
 
Anwendung
Achtung! Leicht giftig. Hahnenfuß nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
 
Pflanzenbeschreibung
Hahnenfußarten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanze. Die meisten Arten gedeihen terrestrisch, einige Arten als Sumpfpflanzen und wenige Arten als flutende Wasserpflanzen. Es können je nach Art knollige Speicherwurzeln, Rhizome, Stolonen oder eine knollige Stängelbasis ausgebildet werden. Der aufrechte, aufsteigende bis niederliegende, selten flutende Stängel ist meist beblättert. Die meist wechselständig, sowohl grundständig als auch am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter können gestielt sein. Selten ist das oberste Blattpaar gegenständig. Der Blattstiel besitzt an seiner Basis eine Blattscheide. Die Blattspreite kann ungeteilt sein, meist ist sie mehr oder weniger tief geteilt. Der Blattrand ist glatt, gekerbt, gezähnt oder gesägt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Leicht giftig. Nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Homöopathisch ab D3! Muskelschmerzen, Hautausschläge, Konjunktivitis
wissenschaftlicher Name: Ranunculus acris
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
andere Namen: Scharfer Hahnenfuß
Verwendete Pflanzenteile: Kraut

JIAGOULAN
Das Kraut der Unsterblichkeit, wie der Jiaogulan auch genannt wird, stammt ursprünglich aus Südchina. Dort wird das Kraut wegen seiner zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften sehr geschätzt. Auch bei uns findet Jiaogulan als universelles Heilkraut immer mehr Anhänger, da es als Anti-Aging-Mittel leicht anzuwenden ist und eine nachhaltige Wirkung haben soll. Vor allem Jiaogulantees und Smoothies sind dabei sehr beliebt.
Als Pflanze der Unsterblichkeit ist die chinesische Heilpflanze Jiaogulan in den letzten Jahren in Europa sehr beliebt geworden. In China wird Jiaogulan mindestens seit dem 15. Jahrhundert als Heilpflanze verwendet. Auch in Japan und Thailand kennt man sie. Ihre Wirkung gilt als ähnlich wie die des Ginseng. Obwohl sie nicht miteinander verwandt sind, enthalten sie jedoch teilweise ähnliche Wirkstoffe. Weil Jiaogulan nicht nur bei Herzkreislauf-Krankheiten vorbeugen, sondern auch gegen Krebs helfen soll, wird sie von vielen verzweifelten Menschen mit großer Hoffnung angewendet.
 
Anwendung
In Thailand und China werden frische Blätter als Salat oder spinatähnlich verwendet. Sowohl aus den getrockneten als auch den frischen Blättern kann zudem Tee zubereitet werden. G. pentaphyllum wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, um Hitze auszuleiten, Geist zu ergänzen, Gift aufzulösen, den Blutzuckerspiegel zu senken, und die Leberfunktion zu schützen. Eine häufige moderne Indikation ist in China die Hyperlipidämie. Die wissenschaftlichen Belege beschränken sich allerdings bisher auf Tierversuche und Kleinstserien. So könnte Gynostemma pentaphyllum etwa gegen nichtalkoholische Fettlebererkrankung wirken. Im Tierversuch an Ratten gab es keine toxische Wirkung. In Europa hat die Pflanze keine medizinische Zulassung. Sie wurde früher als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet; seit die Europäische Union für Novel Foods eine Zulassung fordert, als sogenanntes Duftkraut.
Jiaogulan kann man als Tee oder Blattgemüse anwenden. Die häufigste Art, Jiaogulan anzuwenden ist der Tee. Man verwendet dazu die Blätter bzw. das Kraut der Jiaogulapflanze.
Tee
Jiaogulanblätter werden häufig zu Kugeln gepresst angeboten. Eine solche Kräuterkugel reicht für 500 ml Tee (zwei Tassen). Man kann aber auch frische oder normal getrocknete Jiaogulanblätter für einen Tee verwenden. Für einen Jiaogulantee übergießt man ein bis zwei Teelöffel oder eine Kugel Jiaogulankraut mit einer bis zwei Tassen kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und den Jiaogulantee in kleinen Schlucken trinken. Der Tee schmeckt leicht grasig, etwas ähnlich wie Grüntee und ein wenig süß. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Jiaogulantee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Jiaogulanwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
 
Anwendungsgebiete
Die Wirkung der Jiaogulanblätter wird als ähnlich wie die Ginsengwirkung beschrieben. Das ist insofern nicht erstaunlich, weil die Glykoside im Jiaogulankraut den Ginsengglykosiden entsprechen. Jiaogulan soll jedoch bis zu 4mal so viel Glykosid enthalten wie der Ginseng und zudem deutlich preiswerter sein. Außerdem enthält die Jiaogulanpflanze zahlreiche Saponine, die eine zusätzliche Wirkung ausmachen. Die Wirkung von Jiaogulan wird in erster Linie als adaptogen beschrieben. Das heißt, sie wirkt regulierend. Wo zu wenig Energie ist, verstärkt sie und wo zu viel Energie ist, schwächt sie ab. So kann sie beispielsweise zu hohen Blutdruck senken und zu niedrigen steigern. Sie entspannt und regt an, macht müde und wach, ganz wie man es gerade braucht. Besonders populär ist die Anwendung der Jiaogulanpflanze bei Krebs. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eine krebshemmende Wirkung der Jiaogulanpflanze belegen. Man kann sie jedoch begleitend zu Chemotherapie oder Strahlentherapie einsetzen, um die belastenden Behandlungen besser zu verkraften. Auch zu Vorbeugung bei Krebs kann man Jiaogulantee trinken. Ebenso eignet sich Jiaogulan zur Vorbeugung gegen Schlaganfall und Herzinfarkt. Die Durchblutung wird durch Jiaogulankraut verbessert und erkrankte Blutgefäße regenerieren sich. Durch die verbesserte Durchblutung wird auch die Gehirnleistung verbessert. Jiaogulanblätter senken erhöhte Blutfettwerte, sowohl die Triglyceride als auch das schädliche LDL-Cholesterin. Das gesunde HDL-Cholesterin wird hingegen erhöht. Das Nervensystem profitiert von der Jiaogulan, indem es einerseits angeregt und andererseits beruhigt wird. Man kann also sowohl bei Schlaflosigkeit als auch bei ständiger Müdigkeit Hilfe von der Jiaogulapflanze erhoffen. Insgesamt kann man sagen, dass Jiaogulan auf den gesamten Körper günstig wirken soll.
 
Pflanzenbeschreibung
Gynostemma pentaphyllum ist eine schlanke, kletternde, einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchslängen von vier bis acht Metern. Sie bildet Wurzelknollen als Überdauerungsorgan aus. Sie ist fein behaart bis verkahlend. Die Ranken sind gegabelt, selten einfach. Die häutigen bis papierartigen, annähernd symmetrischen, unpaarig gefiederten Laubblätter sind einfach bis fußförmig aus fünf bis neun Blättchen zusammengesetzt und von eiförmiger über umgekehrt-eiförmiger bis lanzettlicher Form. Das endständige Blättchen ist 4 bis 14 cm lang und 2 bis 5 cm breit, alle weiteren kleiner. Die Blättchen sind spitz bis stumpf an der Spitze, am Ansatz stumpf bis keilförmig zugespitzt und am Rand unregelmäßig gesägt, wenn behaart, dann vor allem entlang der Nervatur. Gynostemma pentaphyllum ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände sind bis zu 30 cm lang und herabhängend. Die Blüten sind mit kleinen Tragblättern versehen, die dreieckigen Kelchabschnitte 5 bis 20 mm lang, die gelblich-grünen Kronlappen dreieckig-lanzettlich und 2 bis 3 mm lang. Die Früchte sind runde und glatte Beeren mit einem Durchmesser von 5 bis 8 mm, die dunkelgrün bis fast schwarz werden, wenn sie reif sind.
Die Jiaogulanpflanze ist in China, Thailand, Japan, Korea und Indien heimisch. Die rankende Pflanze wächst bevorzugt in Dickichten und fühlt sich sogar noch in Höhen von über 3.000 Metern wohl. Im Winter hält sie bis zu -18°C aus, man kann sie also als winterhart bezeichnen. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 8 Meter lang bzw. hoch. Normalerweise ist die Jiaogulanpflanze nur einjährig, aber wenn sie sich wohl fühlt, kann sie auch mehrere Jahre überdauern. Dazu bildet sie Wurzelknollen aus. Aus den Wurzeln wachsen Ranken, die sich normalerweise verzweigen. An den Ranken wachsen Blätter, die meistens aus fünf Einzelblättern bestehen. Daher hat die Pflanze auch den Beinamen Fünf-Blatt-Ginseng bekommen. Die kleinen, gelbgrünen Blüten sind zweihäusig (getrennte Geschlechter). Aus den Blüten entwickeln sich schwarz-grüne Beeren, die bis zu 8 mm groß werden, in der Heilkunde aber keine Rolle spielen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Erhöhte Blutfettwerte, Krebs, Schwäche
Heilwirkung: adaptogen, ausgleichend, blutbildend, blutfettsenkend, blutreinigend, blutzuckersenkend, durchblutungsfördernd, entgiftend, immunstimulierend, stärkend
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Altersbeschwerden, Arteriosklerose, Asthma, Augenringe, Bluthochdruck, Bronchitis, Diabetes, Erhöhter Cholesterinspiegel, Gedächtnisschwäche, Hepatitis, Herzschwäche, Leberschwäche, Magen-Darm-Entzündung, Müdigkeit, Nervosität, Rekonvaleszenz, Schlaflosigkeit, Schwäche, Stoffwechselschwäche, Stress, Vergesslichkeit
wissenschaftlicher Name: Gynostemma pentaphyllum
Pflanzenfamilie: Kürbisgewächse = Cucurbitaceae
englischer Name: Jiaogulan, Five Leaves Ginseng
andere Namen: Kraut der Unsterblichkeit, Xiancao (chinesisch), Amachazuru (japanisch), Rankende Indigopflanze, 5-Blatt-Ginseng
falsche Schreibweisen: Jiagulan
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: Saponine: Gypenoside, Gynosaponine; Ginsenosid, Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Polysaccharide
Sammelzeit: Sommer bis früher Herbst

BACHBLÜTE AGRIMONY
Störungen aus der Umgebung, z.B. Kinderlärm, Musik, leise Geräusche
Diese Störungen aus ihrer Umgebung, wie Kinderlärm, Musik und sogar leise Geräusche stören sie
Im Positiven können sie diese Störungen aus ihrer Umgebung tolerieren und nehmen sie kaum mehr wahr
 

BACHBLÜTE ASPEN
Grundloses Gefühl von Angst und Gefahr
Diese Menschen haben ein grundloses Gefühl von Angst und vor Gefahren
Sie kann dieses Gefühl von Angst und Gefahr minimieren

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
GICHT
Von der Gicht sind vor allem Menschen betroffen, die anlagebedingt zu Übergewicht neigen. Hildegard: „Wer weiches üppiges Fleisch an seinem Körper hat und häufig allerlei Leckerbissen isst, wird leicht von Gicht befallen … Es ereignet sich oft bei Leuten, die allerlei durcheinander essen, dass sie danach leicht krank werden. Wenn also Leute mit weichen, üppigem Fleisch am Leib im Übermaß allerlei leckere Speisen zu sich nehmen, so nehmen die schlechten Säfte bei ihnen sehr überhand, fließen in ihnen über und vermehren sich, sodass es unmöglich wird, sie davor zurückzuhalten, dass sie nicht ordnungslos in solchen Menschen hierhin und dahin fließen und so endlich in die unteren Körperteile herabsteigen und in den Schenkeln und Füßen zu toben beginnen. Und weil sie hier keinen Ausweg haben und zu oberen Körperteilen, woher sie gekommen sind, nicht wieder aufsteigen können, so verbleiben sie in den unteren Gliedern, werden in Schleim umgewandelt und verhärten. Dann empfindet solch ein Mensch in seinen Beinen und Füßen die Gichtschmerzen, sodass er kaum gehen kann.“

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
Aloe (Aloe vera)
Die Aloe vera ist eine vielseitige Heilpflanze, die in Wüstengegenden heimisch ist. Durch ihre dicken, fleischigen Blätter erinnert die Aloe ein wenig an Kakteen, aber sie ist eine Lilienart, eng verwandt mit dem Affodil. In ihrer arabischen Heimat ist die Aloe schon seit über 6.000 Jahren als Heilpflanze bekannt. In Mitteleuropa wird sie schon seit etwa 1930 für Heilzwecke eingesetzt. Zunächst war sie den meisten Menschen hierzulande relativ unbekannt, doch seit Anfang des neuen Jahrtausends boomt die Verwendung der Aloe vera, und man findet sie in zahlreichen Kosmetika, Lebensmitteln und Alltagsprodukten. Bei der Aloe und ihren Produkten muss man unterscheiden, ob das sanfte Gel oder das drastisch wirkende, gelbliche Harz verwendet wurde. Gel und Harz sind in ihrer Wirkung so unterschiedlich, als würde es sich um zwei verschiedene Heilpflanzen handeln. Das Gel, das in den Blättern gespeichert wird, hat mannigfaltige Heilwirkungen, vor allem auf die Haut.

Zurück zum Seiteninhalt