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Nachtkerze
Die Nachtkerzen sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse. Die 120 bis 200 Arten sind ursprünglich in gemäßigten bis tropischen Gebieten in der Neuen Weltverbreitet. Bereits im 17. Jahrhundert wurden einige Arten als Zierpflanzen nach Europa eingeführt. Sie verwilderten und sind seitdem als Neophyten oder neu entstandene Arten und Formen Bestandteil der mitteleuropäischen Flora. Diese entstehen überwiegend durch eine gattungsspezifische Hybridisierung spezieller Ringchromosomen.
Die Gemeine Nachtkerze, auch als Gewöhnliche Nachtkerze bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtkerzen innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse. Sie zählt in Mitteleuropa zu den eingebürgerten Neophyten, da sie um 1620 als Zierpflanze von Nordamerika nach Europa eingeführt wurde. Mittlerweile ist sie in Europa so weiträumig verbreitet, dass sie von den meisten Menschen als einheimische Art wahrgenommen wird.
An steinigen Stellen, Wegrändern und im Ödland wächst die Nachtkerze, dort wo man kaum das Wachsen einer so schönen Pflanze erwartet. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen blüht die Nachtkerze auch in der Dunkelheit, was besonders auffällt, wenn man einen warmen Sommerabend im Freien verbringt. Daher ist mir die Nachtkerze schon aus meiner Kindheit in sehr angenehmer Erinnerung. Erst in letzter Zeit wurde die Nachtkerze als vielseitiges Heilmittel entdeckt, denn bis vor wenigen Jahren war nicht bekannt, dass die Samen ausgesprochen viel Gamma-Linolensäure enthalten, die gut für Blutgefäße und Haut ist.
Die Nachtkerze gilt heute als eines der besten Heilkräuter bei Hautbeschwerden. Die Samen, die das begehrte Nachtkerzenöl enthalten, sind reich an Gamma-Linolensäuren. Diese Säure kann die Produktion bestimmter Hormone anregen und Entzündungen hemmen. Die Pflanze mit den ansehlichen gelben Blüten, die auch als Schinkenwurzel, Abendblume oder stolzer Heinricht bezeichnet wird, macht jedoch auch in der Küche eine gute Figur.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blätter: adstringierend, beruhigend, Durchfall, Husten, Asthma, Bluthochdruck, Gicht, Ekzem, Quetschung, Magenbeschwerden, Darmbeschwerden, Prämenstruelles Syndrom, Wechseljahresbeschwerden, Samen: Arteriosklerose, Hautprobleme, Ekzeme, Wurzeln: stärkend, Rekonvaleszenz
wissenschaftlicher Name: Oenothera biennis
Pflanzenfamilie: Nachtkerzengewächse = Onagraceae
englischer Name: Common evening-primrose
volkstümlicher Name: Abendblume, Nachtstern, Rapontika, Sommerstern, Süß-wurzel
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel, Öl
Inhaltsstoffe: Samen: Gamma-Linolensäure (10%), Blätter: Gerbstoffe, Wurzeln: Stärke, Eiweiß, Mineralstoffe
Sammelzeit: Blätter: Juni bis Oktober, Wurzel: Herbst, Samen (für die Ölgewinnung): Spätsommer und Herbst
 
Anwendung
Die Blätter kann man als Tee innerlich oder äußerlich als Kompresse anwenden. Die Wurzel soll, als Gemüse gegessen, besondere Stärke verleihen und Kranken neue Kraft geben und zu ihrer Genesung beitragen. Besondere Aufmerksamkeit hat jedoch das Nachtkerzenöl aus den Samen gewonnen, weil es mehr Gamma-Linolensäure enthält, als jede andere bekannte Pflanze. Gamma-Linolensäure ist eine besondere ungesättigte Fettsäure, die in vielen Organen hilft, die Prostaglandine zu bilden.
Verwendung als Heilpflanze
Bereits die nordamerikanischen Ureinwohner verwendeten die zu Brei zerstampften Samen der Gemeinen Nachtkerze als Heilmittel.
In der Naturheilkunde hat heute vor allem das Nachtkerzenöl eine Bedeutung. Dieses aus den Samen gewonnene Öl wird zur Behandlung und zur symptomatischen Erleichterung bei Neurodermitis innerlich eingesetzt. Es wird in der Naturheilkunde außerdem bei Asthma, Heuschnupfen, Bluthochdruck, Migräne und Rheuma angewendet. Das Nachtkerzenöl kann auch bei Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden genutzt werden um die Symptome zu lindern. Ein weiteres Einsatzgebiet stellt die Haustierpflege dar. Hautreizungen und Haarausfall können bei Fellproblemen ebenfalls mit dem Öl behandelt werden.
Das Öl enthält große Mengen an Linolsäure, die im menschlichen Körper in Gamma-Linolensäure umgewandelt wird. Aus ihr bildet der Körper über weitere Zwischenschritte Prostaglandin E1. Aufgrund einer mangelhaften Enzymaktivität der Delta-6-Desaturase soll bei Neurodermitikern ein Mangel an Gamma-Linolensäure bestehen. Die im Nachtkerzenöl in einer Konzentration zwischen 8 und 14 % enthaltene Gamma-Linolensäure ermöglicht die vermehrte Produktion des antiinflammatorisch wirksamen Prostaglandins E1 ohne Delta-6-Desaturasevermittelte Umwandlung der cis-Linolsäure in die Gamma-Linolensäure. Da Nachtkerzenöl sehr teuer ist, wird als Ersatz zunehmend Hanföl verwendet.
Nach einer Metaanalyse von über 27 Studien zur Wirksamkeit von Nachtkerzenöl kommt die Cochrane Collaboration 2013 jedoch zur abschließenden Bewertung, dass sowohl Nachtkerzenöl als auch das ebenfalls Gamma-Linolensäurereiche Borretschöl bei oraler Einnahme keinerlei über einen Placeboeffekt hinausreichende Wirkung auf Ekzeme hat.
Verwendung in der Kosmetik
Das Nachtkerzenöl findet aufgrund seiner Wirkungen auch Verwendung als Wirkstoff und Additiv in Kosmetikartikeln, speziell in Hautcremes. Die Inhaltsstoffe wirken hier vor allem bei reizempfindlicher Haut beruhigend und können dementsprechend vor allem bei trockener, schuppiger und juckender Haut pharmazeutisch verwendet werden.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen sind derzeit bei sachgemäßer Einnahme kaum zu erwarten. Menschen mit schizophrenen Beschwerden sowie Epileptiker sollten jedoch auf die Nachtkerze verzichten oder ihren Arzt konsultieren. Schwangere und Stillende sollten die orale Einnahme von Nachtkerzenprodukten mit einem Arzt oder Apotheker besprechen, da der Studienlage hier nicht ausreichend erörtert werden kann. Die Überdosierung von Nachtkerze kann unter Umständen Übelkeit auslösen.
Nachtkerze als Küchenkraut
In der Vergangenheit wurde die Nachtkerze auch als Schinkenwurzel bezeichnet. Die Bezeichnung rührt einerseits daher, dass die Wurzeln sich beim Kochen rötlich verfärben. Andererseits, weil die Wurzeln wohl viel Nährstoffe enthalten. Ein altes Sprichwort aus der frühen Neuzeit sagt zum Beispiel: Ein Pfund der Nachtkerzenwurzel gibt mehr Kraft, als ein Zentner Ochsenfleisch. Dieses Sprichtwort und weitere ältere Überlieferungen lassen darauf schließen, dass die Nachtkerze keine unbekannte Pflanzen in den Küchen war.
Nachtkerze zählt zu den essbaren und gesunden Wildkräutern. Verwerten lassen sich:
Blätter (vor der Blüte)
Wurzeln (nach der Blüte)
Stängel (essbar, aber kein geschmackliches Highlight)
Blüten
Samen (sehr eiweiß und ölreich)
Viele Wildkräuterliebhaber schätzen die zahlreichen Geschmacksvarianten, die die Nachtkerze zu bieten hat. Nachtkerzenwurzeln sollen geschmacklich der Schwarzwurzel sehr ähnlich sein. Die Zubereitungsart ist hier identisch. Die Nachtkerzenblätter hingegen haben einen leicht würzigen und herben Geschmack, der an einer Mischung aus Mangold und Spinat erinnert. Die Blätter können sowohl als Gemüse gekocht oder auch roh zubereitet werden.
Ein interessantes Gericht sind Nachtkerzenblätter in Verbindung mit Bratkartoffeln und Wildfleisch. Außerdem können einfache Gerichte wie Kartoffeln, gekochte Nachtkerzenblätter und Rührei lecker sein. Bei der Verwendung der Blätter sollte jedoch grundsätzlich darauf geachtet werden, dass die Ernte vor der Blüte stattfindet, da die Blätter sonst bitterer werden. Die Stängelblätter sind grundsätzlich geschmackvoller als die Grundblätter.
Verwendet werden können auch die Nachtkerzenblüten. Die Blüten duften angenehm und entfalten einen leicht süßlichen Geschmack. Sie können u.a. zum Garnieren von Salaten oder von Süßspeisen genutzt werden. Auch die Blütenknospen können genutzt und beispielsweise mit einem geschmacksneutralen Öl frittiert werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Nachtkerze ist zweijährig und wächst an sonst unfruchtbaren, steinigen Stellen. Sie wird bis zu über einen Meter hoch. Manchmal ist ihr Stängel teilweise rötlich. Im unteren Bereich sind die Blätter eiförmig mit der Spitze am Stängel, weiter oben werden die Blätter kleiner. Die leuchtend gelben Blüten sitzen in den Blattachseln, meistens mehrere auf einer Ebene gemeinsam, sodass sie den Blütenstand oft wie ein Kranz umgeben. Schon von weitem kann man die kräftig gefärbten Blüten sehen. Sie erinnern ein wenig an die Königskerze, aber sie recken sich nicht kerzenartig in die Höhe, sondern umkränzen eher die Pflanze.
Die Gemeine Nachtkerze ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,8 bis 1,8, bei idealem Standort bis zu 2 Meter erreicht. Sie bildet im ersten Jahr eine auf dem Boden aufliegende Blattrosette mit fleischiger Pfahlwurzel. Im zweiten Jahr erhebt sich daraus ein grüner oder im unteren Bereich rötlich überlaufener, ungetupfter Stängel, dieser ist einfach oder spärlich verzweigt und dicht bis spärlich behaart.
Die grundständigen und wechselständig am Stängel verteilt stehenden Laubblätter sind sitzend oder kurz gestielt und hell- bis mittelgrün. Die Blattspreiten der Grundblätter sind 10 bis 30 Zentimeter lang und meist 2 bis 5 Zentimeter breit. Die Blattspreiten der Stängelblätter sind bei einer Länge von 5 bis 22 Zentimeter und einer Breite von meist 1,5 bis 5 (1 bis 6) Zentimeter schmal verkehrt-lanzettlich bis elliptisch mit spitzer bis zugespitzter Spreitenbasis und spitzem oberen Ende. Der Rand der Stängelblätter ist gezähnt bis fast glatt, oft gelappt in der Nähe der Spreitenbasis. Es sind ein roter Mittelnerv und undeutliche Seitennerven vorhanden.
In einem meist unverzweigten, dichten, ährigen Blütenstand an einer geraden, drüsig behaarten Blütenstandsachse stehen viele Blüten zusammen. In der Achsel eines Tragblattes sitzt je eine Blüte. Die Blütenknospen sind grün.
Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist selten 2, meist 2,5 bis 4 Zentimeter lang. Auf ihm stehen die Kelch- und Kronblätter. Die vier grünen bis mehr oder weniger gelben, selten mehr oder weniger roten Kelchblätter sind meist 1,2 bis 2,2, selten bis zu 2,8 Zentimeter lang verwachsen und die nach unten gekrümmten Kelchzipfel sind 1,5 bis 3 Millimeter lang. Die vier Kronblätter sind meist 1,2 bis 2,5, selten bis zu 3 Zentimeter lang und 2,4 bis 3,5 Zentimeter breit. Die Kronblätter sind intensiv gelb und verfärben sich beim Verwelken orangefarben. Es sind zwei Kreise mit je vier Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel sind meist 3 bis 6, selten bis zu 9 Millimeter lang. Tief unten im engen Blütenbecher befindet sich der vierfächerige, unterständige, behaarte Fruchtknoten. Der mehrere Zentimeter lange (ähnlich lang wie die Staubblätter) Griffel endet in vier Narben.
Die junge Frucht ist mit Drüsenhaaren und spitzen Haaren bedeckt. Die sitzende, lokulizide Kapselfrucht ist bei einer Länge von 2 bis 4 Zentimeter und einem Durchmesser von 4 bis 6 Millimeter zylindrisch und mehr oder weniger gerade. Die Samen stehen in zwei Reihen je Fruchtfach. Die 1,1 bis 2 Millimeter großen, kanntigen Samen besitzen eine braune bis fast schwarze und unregelmäßig genarbte Oberfläche.
Nachtkerzenarten sind ein-, zweijährige und ausdauernde krautige Pflanzen. Einige Arten bilden Rhizome als Überdauerungsorgane sowie Ausläufer und  Kriechtriebe zur Nahverbreitung. Viele Arten bilden Pfahlwurzeln. Die langen, ungeteilten Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette oder wechsel-ständig und spiralig am Stängel verteilt. Der Blattrand ist glatt bis gelappt. Nebenblätter fehlen.
Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder in unterschiedlich aufgebauten Blütenständen zusammen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier grünen bis gelblichen Kelchblätter besitzen oft eine rote oder purpurfarbene Zeichnung und sind röhrig verwachsen. Die vier freien Kronblätter sind weiß, gelb oder rosa- bis purpurfarben. Es sind zwei Kreise mit je vier Staubblättern vorhanden. Die vier Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, vierfächerigen Fruchtknoten verwachsen, der viele Samenanlagen enthält. Die Narbe ist vierlappig. Es wer-den gestielte oder ungestielte Kapselfrüchte mit vielen Samen gebildet
 
Anbau, Aussaat und Pflege
Aufgrund ihrer schönen Blüten sowie ihrer Heilwirkung ist die Nachtkerze bei einigen Gärtnern beliebt. Das bekannte Heilkraut passt sich sehr gut in Kräutergärten ein, die nur geringe Ansprüche an den Standort haben. Die Kultivierung der Pflanze ist relativ einfach, zumal sie relativ wenige Ansprüche an Standort und Boden hat.
Standortbedingunen
Die gemeine Nachtkerze wächst sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten. Sonnige Lagen werden jedoch bevorzugt und sorgen für eine bessere Pflanzenentwicklung. Sandige und kalkhaltige Bodentypen mit geringem Nährstoffangebot mag die Nachtkerze besonders. Stehen nur lehmhaltige Böden zur Verfügung, so sollten diese mit etwa 50 Prozent Sand durchmischt werden. Möglich ist auch eine Kübelkultur mit einer guten Kräutererde, die jedoch ebenfalls mit Sand (etwa 30 Prozent) vermischt werden sollte.
Aussaat
Die besten Zeiten um die Nachtkerzensamen in das Gartenbeet einzubringen sind die Monate April/Mai oder Juli/August. Die Samen dürfen keinem Frost mehr ausgesetzt sein, da die Keimlinge sonst großen Schaden nehmen. Werden die Samen Ende April bis Anfang Mai ausgesät, kann die Pflanze unter Umständen nur einjährig werden. Nachtkerzen sind Lichtkeimer. Das Saatgut sollte daher nicht mehr als einen Zentimeter in die Erde gedrückt werden und nur leicht bedeckt werden. Nach etwa 12 bis 16 Tagen erscheinen die Keimlinge in der Regel.
Beim Anbau mehrerer Pflanze sollte ein Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 cm pro Pflanze eingehalten werden. Geringere Abstände fördern die Ausbildung von Krankheiten bzw. Schädlingsbefall. Soll die Nachtkerze in Pflanztöpfen wachsen, so empfehlen sich tiefe und großvolumige Pflanzgefäße, da die Kräuterpflanze tiefere Wurzeln ausbildet. Topfkulturen werden häufig deutlich kleiner als Freilandgewächse.
Düngung
Nachtkerzen sind angepasste Spezialisten, die vor allem karge Standorte besiedeln. In den meisten Fällen ist eine zusätzliche Düngung nicht notwendig. Wächst die Nachtkerze in Topf- oder Kübelkultur, so sollten zwei bis vier Wochen vor der Blüte leichte Gaben mit einem handelsüblichen Kräuterdünger verabreicht werden. Der Flüssigdünger wird dann einfach dem Gießwasser zugefügt.
Gießen
Als Wildkraut verträgt die Nachtkerze im Ödland auch längere Zeit Trockenphasen. Wächst die Nachtkerze im Freiland, so genügen meistens die normalen Regenzyklen. Bei länger andauernden heißen Phasen, sollte am Abend kräftig gegossen werden. Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln der Nachtkerze sonst Schaden nehmen. Bei Topfkulturen sollte öfter gegossen, da die meist sandige Erde nur wenig Wasser speichern kann.
Schädlinge und Krankheiten
Auch wenn die gemeine Nachtkerze recht anspruchslos ist, so wird die doch gelegentlich von Schädlingen heimgesucht. Häufige Schädlinge sind der falsche Mehltau, die Nachtkerzenlaus oder der Befall von Septoriapilzen. Letztere machen sich durch einen gräulich-roten Belag bemerkbar. Für Pilzbefall sind häufig geringe Pflanzeabstände oder zu häufiges Gießen verantwortlich. Befallene Pflanzen können mit Kräuterbrühen von Ackerschachtelhalm oder Brennnesseln behandelt werden. Bei Septoriabefall sollten die befallenen Pflanzen entfernt werden, da sich die Pilze meist recht schnell verbreiten.
Überwinterung
Die meisten Nachtkerzenpflanze sind zweijährig. Nach dem ersten Jahr sind keine besonderen Überwinterungsmaßnahmen nötig, da die Nachtkerze sehr frosttolerant ist. Die Blätter treiben im Folgejahr wieder aus dem Wurzelstock aus und entwickeln sich normal weiter. Bei sehr kalten Wintern sollte die Pflanze unter Umständen mit Blättern oder Reisig bedeckt werden.

Myrte
Die Myrte (Myrtus communis), auch Brautmyrte und Gemeine Myrte genannt, ist ein immergrüner Strauch und der einzige im Mittelmeergebiet einheimische Vertreter der Familie der Myrtengewächse.
 
Nutzung
Durch das ätherische Öl der Blätter, das stark sekretionsfördernd wirkt, hat die Pflanze Bedeutung bei der Behandlung der Atemwege und dient zur Appetitanregung. In der Küche dient sie hauptsächlich als Gewürz für Fleischgerichte. Volkstümlich werden sowohl Blätter und Beeren als auch Blüten verwendet. Darüber hinaus findet die Myrte Verwendung bei der Likörherstellung. In Sardinien ist sie die Grundlage des Mirto Rosso (roter Mirto), eines süßen Likörs, der aus den Beeren hergestellt wird. Der Mirto Bianco (weißer Mirto) ist ein trockener Likör, in dem Blätter und Blüten der Myrte Verwendung finden. Die korsische Variante des Mirto heißt Myrtei. Der Name der Wurst Mortadella leitet sich von der ursprünglichen Rezeptur mit Myrte ab, bevor Pfeffer in Europa populär wurde.
 
Kulturgeschichte
Die Myrte spielte in der griechischen Mythologie eine große Rolle. Es ist ein Ritual überliefert, bei dem Myrtenzweige auf einen zu beschreitenden Weg gestreut werden, während Weihrauch verbrannt wird.
Im alten Griechenland war die Myrte der Göttin Aphrodite geweiht, der Göttin der Liebe und Schönheit. Myrtenzweige gelten als Symbol für Jungfräulichkeit, Lebenskraft und viele gesunde Kinder, aber auch der über den Tod hinausgehenden Liebe.
Bereits Griechen und Römer schmückten die jungfräuliche Braut mit einem Myrtenkranz. Im 16. Jahrhundert wurde dieser Hochzeitsbrauch auch in Deutschland Sitte. Der Bräutigam und die Trauzeugen erhielten Zweige zum Anstecken. Teilweise wurden auch die Brautjungfern mit einem Myrtenkranz geschmückt. Es entwickelte sich der Brauch, dass die junge Ehefrau einen aus dem Brautkranz stammenden Zweig in die Erde setzte und bewurzeln ließ. Die grünende Pflanze wurde als Indikator für das beständige Eheglück angesehen und besonders gehegt. So fand die Myrte Einzug in die Wohnstuben und gilt als eine der ältesten Zimmerpflanzen.
Auch heute noch werden gelegentlich Myrtenkränze bzw. -sträuße zur Hochzeit getragen.
Im Mittelalter und später wurde die Myrte auch als „Welsche Heidelbeere“ bezeichnet.
 
Beschreibung
Die Myrte ist ein immergrüner, reich verzweigter Strauch, der Wuchshöhen bis 5 Metern erreichen kann. Ältere Zweige sind kahl, nur die jungen Zweige sind drüsenhaarig. Die derben, ganzrandigen Blätter sind kurz gestielt und zugespitzt eilanzettlich. Die Blattstellung ist gegenständig, bisweilen stehen auch drei Blätter an einem Knoten. Die Blätter sind durchscheinend drüsig punktiert und werden zwischen 1 und 5 cm lang. Die Oberseite der Blätter ist dunkler grün und glänzend, die Unterseite ist heller.
Zwischen Mai und August entwickeln sich zahlreiche kleine, weiße duftende Blüten. Sie stehen einzeln in den Blattachseln an bis zu 3 cm langen Blütenstielen und werden bis zu 3 cm breit. Die Kelchblätter sind dreieckig, die Kronblätter verkehrt-eiförmig bis fast kreisförmig. Die zahlreichen Staubblätter haben gelbe Staubbeutel. Aus dem unterständigen Fruchtknoten entwickelt sich eine kugelige, etwa 1 cm große, blauschwarze Beerenfrucht.
 
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet umfasst den Mittelmeerraum, die Kanaren und reicht östlich bis Pakistan. Als Standort werden Macchien und Wälder auf etwas feuchteren, steinigen, kalkfreien Böden bevorzugt. Die Myrte wird seit dem Altertum kultiviert und ist entsprechend häufig verwildert. Als ältestes und größtes Exemplar in Deutschland gilt die Myrte im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim an der Bergstraße.

Bachblüten
Falsche Bescheidenheit aus Mangel an Selbstvertrauen (Larch)
Diese Menschen haben eine falsche Bescheidenheit durch den Mangel ihres Selbstvertrauen
Larch hilft das Selbstvertrauen aufzubauen und die falsche Bescheidenheit abzulegen
Bachblüten
Man bricht in Tränen aus über die Undankbarkeit der anderen (Chicory)
Dies brechen sehr leicht in Tränen aus, nur aus Undankbarkeit ihrer Mitmenschen
Mit der Blüte können sie diese Undankbarkeit hinwegsehen
Unerwünschte Inhaltsstoffe
Durch Futter, Wasser und Luft können unerwünschte Substanz in tierische Lebensmittel (Milch, Fleisch) gelangen. Tierische Nahrungsmittel gehören ganz allgemein zu den am stärksten belasteten Nahrung, da sich die Schadstoffe innerhalb der Nahrungskette anreichern.
Unerwünschte Stoffe
Als Kontaminanten werden Stoffe bezeichnet, die unbeabsichtigt in ein Lebensmittel gelangen. Es gibt verschiedene Arten von Kontaminanten:
Umweltkontaminanten werden aus der Umwelt (Luft, Wasser, Boden) in das Lebensmittel eingetragen (z. B. Dioxine, Schwermetalle).
Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) und Pflanzentoxine (z. B. Pyrrolizidinalkaloide) sind natürliche Giftstoffe, die Lebensmittel kontaminieren können.
Sogenannte Prozesskontaminanten (z.B. Acrylamid, 3-MCPD-Fettsäureester) werden erst durch Bearbeitung und Verarbeitung in einem Lebensmittel gebildet.
Schließlich können Kontaminanten auch durch den Herstellungsprozess in das Lebensmittel eingetragen werden (z. B. Chlorat durch chloriertes Wasser).
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