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RAUSCHBEERE
Die Rauschbeere, auch Trunkelbeere, Moorbeere oder Nebelbeere, ist ein Strauch aus der Gattung der Heidelbeeren.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Blasenschwäche, Durchfall. Nur in geringen Dosen verwenden – möglicherweise leicht giftig!
wissenschaftlicher Name: Vaccinium ulginosum
Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Blätter
Sammelzeit: Blätter: Mai bis Juli, Früchte: Herbst
 
Nutzung
Die Beere wird weniger gepflückt als die Heidelbeere, ist aber von ähnlichem Geschmack und kann zu den gleichen Zwecken verarbeitet werden, das heißt, es lassen sich Marmelade, Mus, Likör oder Obstwein aus ihnen herstellen. Die Rauschbeere wurde in der Volksheilkunde bei Durchfällen und Blasenleiden angewendet. Im östlichen Sibirien dient der Strauch zum Gerben, während aus den Beeren ein starker Branntwein hergestellt wird.
Heilwirkung
Über den Wert der Rauschbeere sind die Meinungen geteilt. Obwohl sie in den Alpenländern reichlich gesammelt und gegessen werden, wird andererseits behauptet, dass sie Magenbeschwerden, Schwindel und Übelkeiten auslösen. Daher der Volksnamen Rauschbeere, Schwindelbeere u.a.
Dies dürfte jedoch mit dem jeweiligen Standort zusammenhängen. Die Rauschbeeren aus sumpfigen Gebieten zu enthalten, die bei trockenen Standorten fehlen. Die Bergbäuerinnen verarbeiten die Rauschbeeren zu Marmeladen und sind diese auch dann nicht mehr schädlich. Frisch genossen werden sie als sehr erfrischend (Vitamin C?) und als stuhlgangfördernd gelobt.
 
Beschreibung
Botanik
Die Rauschbeere ist praktisch von der Heidelbeere dadurch leicht zu unterscheiden, dass das Fruchtfleisch der frisch geernteten Rauschbeere nicht blau sondern blassgrün ist. Beim Zerdrücken der Rauschbeeren die Finger nicht blau gefärbt, wie dies beim Zerdrücken der Heidel-beeren der Fall ist.
Standort
Die Rauschbeere bildet oft in Höhenlagen (im Kanton Wallis bis zu 3.000m hoch vorkommend) Massenbestände, besiedelt aber auch alle Moore der Alpen, der deutschen Mittelgebirge und ist im hohen Norden ebenso üppig gedeihen, anzutreffen.
Die Rauschbeere wächst als kleiner Strauch. Die Laubblätter sind oberseits blau-grün, unterseits graugrün und oval.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die relativ kleinen Blüten sind weißlich bis rosafarben. Die Beeren ähneln denen der Heidel- bzw. Blaubeere, sind jedoch bereift, deutlich größer als diese und etwa eiförmig. Sie reifen im Spätsommer, sind außen blau, haben aber innen helles „Fruchtfleisch“ und hellen Saft im Gegensatz zur Heidelbeere, die blaues „Fruchtfleisch“ hat und auch blauen Saft führt.

SAATWUCHERBLUME t
Die Saatwucherblume ist eine gelb blühende Pflanze, die einer Margerite ähnelt. Sie war einmal eine weit verbreitete Pflanze, die überall auf den Äckern und in den Getreidefeldern zu finden war. Weil die Saatwucherblume überall im Mitbewerb zu den Nutzpflanzen stand, wurde im Laufe der Jahrhunderte die Pflanze bekämpft. Erst mit der modernen Landwirtschaft wurde die Pflanze selten und findet sich heute öfters in Ziergärten. Der Einsatz als Heilpflanze war und ist kaum gebräuchlich, da es wirksamere Pflanzen gibt. Die Saat-Wucherblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Antiseptikum, Wurmmittel
Heilwirkung: antiseptisch, gerinnungshemmend, harntreibend, magenstärkend, wurmabtreibend
Anwendungsbereiche: Infektionen, Magen, Gelbsucht, Würmer
wissenschaftlicher Name: Chrysanthemum segetum, Glebionis segetum
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Corn Marigold, Corn Daisy
volkstümlicher Name: Goldblume, Saat-Margerite, Saatwucherblume, Twölfgrotenblume, Wucherblume
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, frische Triebe, Samen
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cumarine
Sammelzeit: Mai bis Oktober
 
Anwendung
Die Saat-Wucherblume wird zerstreut als Zierpflanze für Sommerblumenbeete sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1588 in Kultur. Es gibt fast keine Aufzeichnungen zur genauen Anwendung. Samen und getrocknete Blätter wurden in Tees genutzt. Zeitweise die frischen Triebe als einigendes Gemüse (gegen Würmer?). Wegen des möglichen Cumarin-Gehalts ist die Pflanze leicht giftig, daher sollte die Pflanze nicht als Gemüse gegessen werden.
 
Geschichtliches
Vermutlich hat die Saatwucherblume ihren Ursprung im Mittelmeerraum, durch den Getreideanbau und die Dreifelderwirtschaft verbreitete sie sich mit dem Ackerbau in ganz Europa und später in Nordamerika. Problematisch ist, dass die Saatwucherblume das Getreide und andere Nutzpflanzen überwuchert und erstickt. Im Mittelalter verbreitete sich die Saatwucherblume so stark, dass lokale Gesetze gegen das gefürchtete Unkraut erlassen wurden um die Ausbreitung zu verhindern. Der Name Twölfgrotenblume entstand aus der Strafe von zwölf Groten, wenn man auf dem Acker die Saatwucherblume gefunden wurde. Zeitweise wurde die Saatwucherblume auch als Gewürz und Färbemittel genutzt. Durch modernen Ackerbau und Unkrautvernichtungsmittel findet man die Saatwucherblume im normalen Acker nicht mehr. Sie ist mittlerweile eine der seltenen Pflanzen geworden. Ab und zu werden kleiner Bestände durch Begrünungsansaaten eingeschleppt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Saat-Wucherblume ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind unzerteilt, vorn verbreitert und grob gezähnt bis dreispaltig eingeschnitten. Die oberen sind stängelumfassend. Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Die Zungenblüten/Strahlblüten sind gelb bis dunkelgelb. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.
Die Saatwucherblume ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf kalkarmen Boden. Die einjährige Pflanze wird bis 20 bis 80 cm hoch. Die Blätter sind etwas dickfleischig. Die Saatwucherblume blüht von Mai bis August. Die gelben Blüten haben einen Durchmesser von 30-55 mm.
 
Anbautipps
Die Saatwucherblume stellt keine besonderen Ansprüche. Die Aussaat erfolgt im Frühling (April bis Ende Mai). Der Boden und Gießwasser müssen kalkarm sein, ein feinkrümeliges Saatbett ist von Vorteil und die Bedeckung darf maximal ein halber Zentimeter stark sein. Man sollte aber darauf achten, dass die Pflanze im Garten sich nicht zu stark ausbreitet und ihrem Namen alle Ehre macht. Das Saatgut bekommt man im Online-Samenhandel oder ist in einigen Sommerblumen- und Bauerngartenmischungen enthalten.
 
Sammeltipps
Im Frühjahr die frischen Triebe für Gemüse. Im Frühsommer die Blüten als Färbemittel. Im Herbst die Samen.

BACHBLÜTE CHICORY
Ich muss ständig in Gesellschaft sein                   
Diese Menschen müssen ständig in Gesellschaft sein
Mit der Bachblüte könne sie auch wieder mal alleine sein

BACHBLÜTE CLEMATIS
Wanderer zwischen den Welten, man fühlt sich in der Realität oft nicht zu Hause
Es sind die Wanderer zwischen den Welten, diese Menschen fühlen sich in der Realität einfach nicht zu Hause
Mit der Bachblüte können sie das Wandern zwischen den Welten unterbinden

Hildegard – eine Ganzheitsmedizinern
Gesunder Schlaf gibt Kraft
Niemand sollte zornig zu Bett gehen, sondern seinem Ärger „Luft machen“, sich durch Bewegung, Atemübungen oder Meditation befreien. Für guten Schlaf empfiehlt Hildegard die Pflanzen Fenchel, Schafgarbe, Salbei und ganz besonders Betonica. (Die Betonica wird auch Betonie genannt und ist bei uns besser unter dem Namen Ziest oder Heilziest bekannt.) wer unter schlechten Träumen leidet, soll einen Jaspis-Stein bei sich tragen. Und am besten, sagt Hildegard, schläft man auf einem Dachsfell. In ihm steckt „große Kraft“.
„Wenn ein Mensch zum Zorn oder zur Traurigkeit gereizt wird, der soll sogleich über dem Feuer einen Wein heiß machen und mit etwas kaltem Wasser mischen und trinken.“
Dieser „gelöschte Wein“ gilt wahres Einschlaf-Wundermittel der Hildegardmedizin. Man erhitzt dafür ein halbes Glas Weiß- oder Rotwein so lange bis der Wein Bläschen bildet. Nun gießt man sofort etwas kaltes Wasser dazu und trinkt ihn schluckweise.
Man kann den Wein abends trinken, aber auch morgens. Er vertreib zudem die „die Melancholie“ und er stärkt Menschen mit niedrigem Blutdruck.
„Wer von falschen Träumen geplagt zu werden pflegt, der sorge dafür, daß er beim Schlafengehen und auch wenn er schläft Betonicakraut bei sich trägt.“
Diesen Rat der Hildegard hat der Arzt Dr. Hertzka für eine „Schlummerrolle“ genutzt. Er empfiehlt, das trockene Kraut in ein selbst gemachtes Kissen aus ganz dünnem Gewebe zu geben und darauf zu schlafen.

Krankheiten der Bewegungsorgane
Rheumatismus
Was kommt heutzutage häufiger vor als Rheumatismus? Vor 40 bis 50 Jahren kamen selten solche Zustände vor, heute jedoch tausendfach in allen Ständen, selbst die Landleute, die früher davor durch ihre schwere Arbeit, ihren Schweiß geschützt waren, sind jetzt zahllos damit geplagt und oft zu ihrem Beruf ganz unfähig gemacht. Sicher haben diese Übel ihre Hauptursache in der großen Verweichlichung, der man zum Opfer gefallen ist. Davor schützen nur eine vernünftige Abhärtung und eine vernünftige Kleidung, damit der Körper nicht durch die Kleidung zu einer Treibhauspflanze werden.
So schrieb Kneipp bereits vor mehr als 100 Jahren!
Kneipp sieht primär die Kälte als Ursache für rheumatische Schmerzen, sei es durch einen raschen Wechsel vom Warmen ins Kalte oder durch Kälte, die längere Zeit auf den Körper einwirkt. Doch auch Zugluft, feuchte Wohnungen oder ein feuchtes Klima können Rheumatismus hervorrufen. Eine wichtige Rolle bei dieser Krankheit spielt teilweise auch der Beruf, da man in manchen Sparten vielfach genötigt ist, sich einem ständigen Temperaturwechsel auszusetzen.
Durch die Kälte, die durch die Poren in den Körper eindringt, wird die Naturwärme verdrängt, die Poren ziehen sich zusammen und die Zirkulation des Blutes wird gestört. Es treten Anstauungen, teils auch Entzündungen ein, die sich durch Steifheit und Schmerzen bemerkbar machen.

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