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BITTERMANDEL tt
Als Bittermandeln wurden sowohl die in geringen Mengen vorkommenden bitteren Süßmandeln als auch die Mandeln der Unterart Prunus dulcis var. amara bezeichnet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden. Homöopathisch ab D3! Asthma, Diphterie
wissenschaftlicher Name: Prunus dulcis
Verwendete Pflanzenteile: Samen
 
Anwendung
Achtung! Giftig. Bittermandel nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Zur Herstellung von Christstollen werden Bittermandeln für   den speziellen Geschmack verwendet.
        
CHRISTROSE ttt
Die Schneerose, genannt meist Christrose oder Schwarze Nieswurz, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nieswurz in der Familie der Hahnenfußgewächse. Diese Art und ihre Sorten mit den auffallend großen, weißen Blüten ist vor allem durch frühe Blütezeit und auch durch die Verwendung als Gartenzierpflanze bekannt. Die Christrose ist eine weißblühende Pflanze, die mitten im Winter blüht. Wegen der zeitlichen Nähe der Blütezeit zum Christenfest Weihnachten hat die Christrose ihren Namen bekommen. Die Christrose gehört zur Gattung der Nieswurze. Alle Nieswurze sind giftig. Die Christrose wächst in mittleren Berghöhen, vor allem in den westlichen Alpen. Früher wurden Wurzeln der Christrose gegen Epilepsie, Geisteskrankheit und Herzschwäche eingesetzt, doch die Giftigkeit verhindert heutzutage ihre Verwendung. Nur in homöopathischer Zubereitung wird die Christrose in unserer Zeit noch angewendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D3!, harntreibend, Bronchitis, Fieber, Niesreiz auslösend, Nahrungsmittelvergiftungen, Durchfall, Verstopfung, Herzschwäche, Ödeme, Geschwollene Füße, Wassersucht, Bluthochdruck, Krebs, Menstruationsfördernd, Geburt beschleunigend, Depressionen, Angstzustände, Migräne, Neuralgien, Ischias, Wadenkrämpfe, Juckreiz
wissenschaftlicher Name: Helleborus niger, Helleborus viridis
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Black hellebore
volkstümliche Namen: Alröschen, Christblume, Christwurz, Eisblume, Güllwurz, Hainwurz, Krätzenbleaml, Krätzenblum, Märzenkaibl, Schelmrosen, Schneebleamal, Schneeblume, Schneekaderln, Schneerose, Schwarze Christrose, Schwarze Nieswurz, Teufelskraut, Weihnachtsrose, Winterrose, Wolfszahn, Wrangblume, Wrangenkraut
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Digitalis-Glykoside, Hellebrin, Helleborein, Helleborin, Saponine, Cyclopamin
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Christrose nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Aufgrund der Giftigkeit eignet sich die Christrose nicht für die Selbstbehandlung mit der frischen Pflanze. Früher wurde die gepulverte Wurzel der Christrose gegen Herzschwäche und Wahnsinn eingesetzt. Von die-ser Anwendung ist man heutzutage weitgehend abgekommen, weil die potentiellen Folgen enorm sind. Die Christrose enthält zwar mehrere wirksame Herzglykoside, aber diese und andere Inhaltstoffe der Pflanze haben eine zu starke Giftwirkung, um sie sinnvoll nutzen zu können. Die Herzwirkung der Christrose ist auch bei weitem nicht so gut wie bei anderen herzwirksamen Pflanzen, z.B. dem Fingerhut. Wenn man an der pulverisierten Wurzel riecht, muss man übrigens niesen. Diese Eigenschaft hat der ganzen Gattung den Namen gegeben. Ein Wirkstoff der Christrose, nämlich das Alkaloid Cyclopamin kann möglicherweise bei der schulmedizinischen Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Diese Art der Anwendung ist jedoch noch nicht genügend erforscht. In homöopathischer Verdünnung kann man die Nieswurz zur Stärkung des Her-zens, gegen hohen Blutdruck und Probleme des Nervensystems verwenden. Auch in der Frauenheilkunde kann man die verdünnte Christrose anwenden.
Heilkunde
Die in der Antike beschriebene, aus heutiger Sicht nicht sicher identifizierbare, Pflanze Schwarze Nieswurz wurde beispielsweise als Purgiermittel bei Krampfleiden und Wutanfällen sowie Melancholie, als menstruationsförderndes Mittel, aber auch als Abtreibungsmittel (die mögliche embryotötende Wirkung war bereits Dioskurides bekannt) und gegen Zahnschmerzen, verabreicht. Die Wurzel der Schwarzen Nieswurz war seit dem 15. Jahrhundert als Radix hellebori nigri offizinell, wobei erst im 18. Jahrhundert speziell die Schneerose als Lieferant festgelegt wurde. Sie wurde als Herzmittel und harntreibendes Medikament genutzt. Aller-dings wiesen bereits im 16. und 17. Jahrhundert Kräuterbücher auf die Giftigkeit sowie auf die Gefahr einer Überdosierung dieser Pflanze hin: Drei Tropfen machen rot, 10 Tropfen machen tot. Im hochmittelalterlichen Compendium Salernitanum (1160–1170) finden sich Hinweise zu Helleborus und auch Pietro d'Abano (1257–1315) zählt in seinem Conciliator die Nieswurz auf. In der frühen Neuzeit erwähnt Paracelsus (1493/94–1541) Helleborus niger im Herbarius als Diuretikum, Purgans und Geriatrikum. Um 1900 untersuchte erstmals R. Wybauw die Herzwirkung von Helleborus nigra. Es gelang allerdings nicht, ein medizinisches Präparat erfolgreich in den Handel zu bringen. Die Schwarze Nieswurz wird heute nicht mehr als Phytotherapeutikum, sondern nur noch in der Homöopathie benutzt. Durch die Kombination des Hellebrins mit Protoanemonin und Saponinen ist die Pflanze medizinisch nicht nutzbar. Nur isoliertes Hellebrin lässt sich verwenden. Von der Antike bis in die frühe Neuzeit wurde das gelegentlich mit dem aus dem Arabischen stammenden Begriff condisum bezeichnete Mark der Nieswurz nicht nur als harntreibendes, sondern auch menstruationsförderndes sowie überschüssige oder verdorbene Säfte purgierendes Arzneimittel benutzt. Laut Culpepers Herbal untersteht die Schwarze Hellebore dem Saturn und ist so finster, dass es sicherer sei, sie in der Zubereitung eines Alchemisten zu sich zu nehmen als in reiner Form. Auch seien, wegen des ausgeglicheneren Klimas, heimische Wurzeln besser als solche aus dem Ausland. Die Wurzel sei – wie bereits Dioskurides in der Antike beschrieben hatte – gut gegen alle Arten der Melancholie, besonders diejenigen, die lange andauern. Ferner helfe sie gegen Wechselfieber, Wahnsinn, Epilepsie, Lepra, Gelbsucht, Gicht, Ischias und Zuckungen. Als Pessar genutzt führe die Wurzel zu sehr heftigen Monatsblutungen. Als Pulver auf Geschwüre gestreut verzehre sie das tote Fleisch und führe zu augenblicklicher Heilung. Culpeper gibt auch ein Rezept für Christrosen-Wein an. Dafür werden zwei Schneerosen kleingeschnitten (zwei Unzen) und mit zwei Pfund spanischen Weins gemischt, den man in einer Phiole oder verschlossenen Flasche während der Hundstage in die Sonne stellte. Gegen eine Vergiftung mit Hellebore helfe Ziegenmilch. Helleborus war im Altertum berühmt als Abführmittel und Heilpflanze, Melampus soll damit die Töchter des Königs Proitos vom Wahnsinn geheilt haben. Schon Hippokrates beschreibt seine Anwendung, Dioskurides empfiehlt es als Abführmittel, Emmenagogum, bei Epilepsie, Melancholie, Wutanfällen, Gicht, Lähmung, Schwerhörigkeit, Krätze und als Mundspülung. Kräuterbücher des Mittelalters kennen es. Es gab auch Anwendungen als Altersmittel zur Lebensverlängerung. In Matthiolus New-Kreuterbuch von 1626 ist es abführend, galle- und schleimtreibend. Nach von Haller (1755) hilft es wider alle hartnäckigen Verstopfungen der Pfortader und der Milz und führt die dicken melancholischen Säfte aus. Auch bei Osiander und bei Hufeland kommt es vor. Die Neuzeit kennt auch Heilungsberichte bei Depression und Psychotrauma mit versiegtem Milch- und Regelfluss. Madaus zitiert noch Arbeiten zur russischen und tschechischen Volksmedizin. Er hält Helleborus niger für ein gutes Mittel bei Stauungen von Nieren, Uterus und Hirn, bei Meningitis, Eklampsie, Epilepsie, Hydrocephalus, stuporösen Psychosen, Kollaps, Schwindel mit Übelkeit beim Bücken. Es passe bei Scharlachnephritis, nach anderen auch bei Gicht, Gesichtsschmerz oder Hodenentzündung. Samuel Hahnemanns Habilitation De helleborismo veterum (1812) enthält einen Abschnitt zu Helleborus niger, mit historischen Indikationen wie Melancholie, Epilepsie, Lähmung, Gelenkkrankheiten, Leberentzündung und Hautkrankheiten. Im Übrigen kommt Hahnemann zu dem Schluss, die alten Griechen hätten bis nach Hippokrates ausschließlich Veratrum album als Helleborus (έλλεβόρου) gekannt. Die Homöopathie nutzt Helleborus bei ängstlicher Depression oder Denkstörung nach Hirnblutung. Die Anthroposophische Medizin sieht die Christrose seit Rudolf Steiner als mögliches Krebsmittel für Männer. Für Johannes Wilkens ist sie überhaupt eines der größten Heilmittel. In der Volksmedizin findet die Schneerose noch heute als Brech- und Abführmittel sowie gegen Wassersucht und Harnverhalt Verwendung. In der Tierheilkunde wurde die Pflanze in England des 17. Jahrhunderts als Mittel gegen Husten und Vergiftung eingesetzt. Dazu stach man dem betreffenden Tier ein Loch ins Ohr, durch das einen Tag und eine Nacht lang ein Stück Christrosenwurzel gesteckt wurde. Schweinen wurden gegen die Schweinepest Blüten ins Ohr gesteckt.
 
Giftwirkung
Bei Vergiftung mit der Christrose kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Ohrensausen und Herzklopfen mit verlangsamten Puls. In schweren Fällen kann es zum Delirium bis hin zum Tod kommen. Im Vergiftungsfall sollte man sofort den Notarzt zu Hilfe rufen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte man Erbrechen hervorrufen und Aktivkohle geben. Nach dem Erbrechen kann ein starker Wermut-Tee zusätzlich helfen.
Die Pflanze ist vor allem durch Inhaltsstoffe wie Saponine und Protoanemonin stark giftig. In der Gattung Helleborus kommen starke Herzgifte hinzu, Helleborin, und insbesondere das stark herzwirksame Steroidsaponin Hellebrin, das ähnlich wie die Herzglykoside der Gattung Fingerhüte verwendet werden kann. Alle Pflanzenteile sind giftig. Die stärkste Helleborin-Konzentration findet sich im Wurzelstock, so dass Vergiftungen durch Schneerosen eher selten beobachtet werden. So heißt es Heute gehen zuerst die Rinder daran zugrunde.
Vergiftungssymptome sind Schwindel, Durchfall und Kollaps. Sie ähneln denen einer Herzglykosid-Vergiftung.
 
Geschichte
Schon im Altertum wurde die Nieswurz in der Medizin eingesetzt. Plinius der Ältere verwendete sie gegen Wahnsinn und Epilepsie. Dabei unterschied er zwischen einer weißen und einer schwarzen Nieswurz. Bei der weißen Nieswurz handelt es sich eigentlich um den weißen Germer, der nicht mit den anderen Nieswurz-Arten verwandt ist. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie einen Niesreiz hervorrufen. Dem Niesreiz wird auch die vermeintliche Wirkung der beiden Pflanzen zugeschrieben, denn damals glaubte man, dass kräftiges Niesen gegen Epilepsie und Wahnsinn helfen könnte. Auch Dioskurides beschrieb die Nieswurz als Heilpflanze. In seiner Zeit wurde die Nieswurz meistens in Wein eingelegt, um einen Kräuter-Wein als Medizin zu erhalten. Die schwarze Nieswurz der Antike war wahrscheinlich nicht die Christrose, die heutzuge als schwarze Nieswurz bezeichnet wird, sondern eine verwandte Art. Die Christrose ist in der südlichen Mittelmeerregion nämlich nicht heimisch. Im Mittelalter waren die verschiedenen Nieswurz-Arten relativ beliebt als Heilpflanze. Sie wurden beispielsweise von Hildegard von Bingen und zahlreichen anderen erwähnt. Viele Autoren warnten schon damals vor einem zu großzügigen Einsatz der Nieswurz. Leonhart Fuchs (16. Jahrhundert) beschreibt sie ausführlich unter dem Namen Christwurz. Er beschreibt sie als sehr starkes Abführmittel und als Mittel gegen Fallsucht (Epilepsie). Weitere Anwendungsgebiete laut Fuchs sind: Wassersucht (Ödeme), Wahnsinn, Schmerzen, Auslösung der Menstruation. Fuchs unterscheidet zwischen der nützlichen Gartenpflanze Christwurz und dem wilden, stinkenden Läuskraut (stinkende Nieswurz), das medizinisch nicht so nützlich sein soll. In der Volksheilkunde verwendete man die Christrose früher als Brech- und Abführmittel. Die Substanz Helleborin wirkt nämlich schleimhautreizend und dadurch stark abführend. Diese Wirkung ist eine Art Vergiftung. Daher ist stark von dieser Nutzung der Christrose abzuraten.
Seit Plautus ist die Bezeichnung elleborum, elleborus (mittellateinisch helle-) gebräuchlich und bezeichnet zwei als Nieswurz gebräuchliche Giftpflanzen: Einerseits den weissen Germer wie auch die Nieswurz, die jeweils als elleborus albus/candidus bzw. als elleborus niger bekannt waren. Die Unterscheidung durch das Farbadjektiv wird durch Plinius den Älteren erwähnt. Die Pflanzen wurden vor allem als Mittel gegen Wahnsinn und Epilepsie geschätzt, da nach der antiken Humoralpathologie psychische Erkrankungen durch einen Überschuss an schwarzer Galle erklärt wurden und Niesen als beste Abhilfe galt.
So sagt bei Plautus (in den Menaechmi 950) der Arzt: elleborum potabis faxo aliquos viginti dies (du wirst Nieswurz trinken und das 20 Tage). Der Patient antwortet: neque ego insanio (aber ich bin doch nicht verrückt).
Erwähnungen im Umfeld des antiken Griechenlands beziehen sich mit großer Sicherheit auf die Rundblättrige Nieswurz, evtl. auch auf die Orientalische Nieswurz, da die Schneerose dort nicht verbreitet ist. Ihr Areal endet auf der mittleren Balkanhalbinsel.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Christrose gehört zur Gattung der Nieswurze. Diese wiederum gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse, sie ist also mit dem gelben Hahnenfuß, der Sumpfdotterblume, dem Adonisröschen, der Kuhschelle, aber auch mit dem extrem giftigen Eisenhut verwandt. Wie die meisten Hahnenfußgewächse ist die Christrose giftig. Sie gehört sogar zu den stark giftigen Vertretern dieser Familie. Die Christrose ist in den mittleren Höhen einiger Gebirge heimisch. Am häufigsten kommt sie in den Alpen vor. Man findet sie aber auch im Balkan. In Mitteleuropa findet man sie fast ausschließlich in Gärten als Zierpflanze. Sie ist als Gartenpflanze beliebt, weil sie, anders als die meisten anderen Blütenpflanzen, im Winter und zeitigen Frühjahr blüht. In Deutschland ist die Christrose als Wildpflanze so selten, dass sie unter Naturschutz steht. Die Christrose ist winterhart und mehrjährig. Sie kann über zwanzig Jahre alt werden. Sie wird bis zu 30 Zentimeter groß. Der Wurzelstock ist schwarz, was der Christrose ihren wissenschaftlichen Namen eingebracht hat. Wenn man am frisch ausgegrabenen Wurzelstock riecht, muss man niesen, ein weiterer namensgebender Aspekt. Die Blätter der Christrose sind groß und geteilt. Die Christrose blüht im Winter mit weißen Blüten. In milden Jahren beginnt die Blütezeit manchmal schon im November, in strengen Winter kann es aber auch bis Februar dauern, bis die Blütezeit beginnt. In Gärten wird die Pflanze oft an einem geschützten Standort vor kalten Wintereinflüssen bewahrt, damit sie zu Weihnachten blüht. Die weißen Christrose-Blüten ähneln hängenden Anemonen-Blüten. Sie sind jedoch deutlich größer. Die Größe und Schönheit der Christrose und ihre winterliche Blütezeit haben zu ihrer Beliebtheit als Gartenpflanze beigetragen. Alle Teile der Christrose sind stark giftig.
Die Schwarze Nieswurz ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Sie besitzt ein schwarzes Rhizom und schwarze Wurzeln. Individuen können an geeigneten Plätzen bis zu 25 Jahre alt werden. Die am Grund lang gestielten Laubblätter sind fußförmig in sieben bis neun Abschnitte gegliedert. Die einzelnen Abschnitte sind lanzettlich mit ganzrandigem oder gezähntem Blattrand. Die ledrigen Grundblätter sind tiefgrün. Am Stängel befinden sich ein bis zwei (selten drei) blasse, ovale Hochblätter. Die frostempfindlichen Blätter sind an ihrem natürlichen Standort durch Schnee geschützt.
Hauptblütezeit ist von Februar bis April, kann jedoch je nach Schnee- und Höhenlage auch schon im November beginnen bzw. im Mai enden. Die Blüten sind endständig und stehen einzeln (selten zu zweit oder dritt) am meist unverzweigten Stängel. Die Blüte erreicht einen Durchmesser zwischen 5 und 10 Zentimetern. Die weiße oder rötliche Blütenhülle (Perigon), setzt sich aus fünf eiförmigen Kelchblättern, die zu einem kronblattartigen Schauapparat umgestaltet wurden, zusammen. Die Blütenhüllblätter sind während des Abblühens grünlich oder durch Anthocyane rötlich überlaufen und bleiben lange erhalten. Die eigentlichen Kronblätter sind zu gelben bis gelbgrünen, tütenförmigen (österreichisch: stanitzelförmigen) Nektarblättern umgebildet. Diese sondern reichlich Nektar ab und duften anders sowie intensiver als die Blütenhülle. Die zahlreichen, gelben Staubblätter sind an der verlängerten Blütenachse spiralig angeordnet. Aus den drei bis acht nur an der Basis verwachsenen Fruchtblättern entwickeln sich Balgfrüchte mit zahlreichen Samen. Die Reifezeit der Samen, die einen Ölkörper besitzen, fällt in den Frühsommer.

BACHBLÜTE ELM
Man hat das Gefühl, nicht genug Kraft zu haben, um alles zu schaffen, was man schaffen muss und will
Diese Menschen haben dieses Gefühl, nicht genug Kraft zu haben, um alles zu schaffen, was man schaffen will und muss
Mit Elm können dieses Gefühl, nicht genug Kraft zu haben abwenden
BACHBLÜTE GENTIAN
Ich nehme alles sehr schwer                                 
Diese Menschen nehmen alles viel zu schwer
Hier hilft die Blüte Gentian um es wieder lockerer zu sehen
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Gartengemüse
EDELKASTANIEN
Die Edelkastanie ist einer der größten und mächtigsten Bäume Mitteleuropas. Zu Hildegards Zeiten war die uns heute so vertraute Rosskastanie noch nicht bekannt, sie fand erst im 16. Jahrhundert Verbreitung. Die Früchte der Rosskastanie sind in Gegensatz zu den der Edelkastanie nicht essbar.
Im späten Mittelalter und in der Neuzeit zählen Edelkastanien (Maronen) vor allem in milden Klimazonen und in Süddeutschland zu den Grundnahrungsmitteln der einfachen Leute. Der systematischer Anbau der arbeitsintensiven Edelkastanien ging erst im 17. Jahrhundert durch das Aufkommen neuer Nahrungspflanzen und durch die Einfuhr von preiswerterem Getreide zurück.
Obwohl es sich bei den Esskastanien um Früchte handelt, werden sie hier in der Rubrik Gemüse aufgeführt. Und dies aus gutem Grund, denn die Hildegard von Bingen werden die Maronen entweder pur oder als Beilage, Creme oder Suppe mindestens genauso hochgeschätzt wie Gemüse. „Die Kastanie ist ihrer Natur nach sehr warm, hat eine große Kraft in sich, die der Wärme beigemischt ist und bezeichnet die Weisheit. Was in ihr ist und auch ihre Frucht ist sehr nützlich gegen jede Schwäche des Menschen.“ Der Verzehr von Kastanien lindert Krankheiten und Beschwerden wie Gicht, Kopfschmerzen, Herz-, Milz- und Magenbeschwerden und unterstützt bei der Wiedererlangung des seelischen Gleichgewichts.
Edelkastanien enthalten die Vitamine A, C, E sowie Vitamin B1, B2, B3, B5 und B6. Ebenso beinhalten sie wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Magnesium, Kalzium, Kalium und wenig Natrium. Maronen werden heutzutage nicht nur geröstet auf den Weihnachtsmärkten angeboten, sondern auch tiefgefroren, im Glas eingekocht, vakumiert, getrocknet oder als Kastanienmehl.

Der Blitzguß
Beim Blitzguß wird der Körper bzw. werden Körperteile mit einem druckstarken, feinen Wasserstrahl begossen, was zugleich auch massiert.
Der Blitzguß hämmert und klopft am ganzen Körper und was nicht fest ist, wird aufgelöst und ausgeleitet.
Achtung: Alle Blitzgüsse dürfen nur auf Verordnung des Arztes genommen und von fachkundigen Personen ausgeführt werden!
Dies geschieht am besten im Rahmen eines Kurprogrammes, denn die Anwendung eignet sich nicht für den häuslichen Gebraucht.
Diese Güsse können kalt, heiß oder als Wechselguß (einmaliger Wechselguß, zuerst heiß, dann kalt) verabreicht werden. In der Regel wird nur für den Rückenblitz heißes Wasser verwendet, Knie-, Schenkel- und Vollblitz werden meist kalt oder wechselwarm angewendet. Auch hier gelten wieder die bekannten Regeln: Kein kalter Guß bei Frieren oder Frösteln, nicht in kalten oder zugigen Räumen behandeln, nicht nach einer Mahlzeit!
TECHNIK
Für alle Blitzgüsse benötigt man einen Gummischlauch mit einer Spezialdüse, die eine Öffnung von ½ cm Durchmesser hat. Der Behandelnde steht etwa 3-4 Meter vom Patienten entfernt. Der Verlauf des Wasserstrahl sollte über die Distanz waagrecht sein. Der Schlauch wird so gehalten, daß man mit dem Zeigefinger an der Öffnung den Druck des Strahl regulieren kann, um bestimmte Körperpartien sanfter begießen zu können.
Zuerst schlägt der scharfe Blitzstrahl kräftig ein, dann wird auch abwechselnd mit dem Finger auf die Öffnung gedrückt, so dass sich der Strahl zerteilt und ein Blitzregen auf die Haut niederfällt, wie wenn der Regen bei einem Gewitter ans Fenster schlägt. Der Strahl soll auch nicht zu stark sein, die Natur soll nämlich so schonend als möglich behandelt werden.
Dem Zustande des jeweiligen Individuums entsprechend wird der Blitzguß entweder jeden Tag oder jeden zweiten Tag und wenn die ganze Natur in gesundem Zustande ist zeitweilig an einem Tage auch zweimal angewendet. Die Behandlungsdauer beträgt beim Vollblitz nicht mehr als vier Minuten, alle kleinere Blitzanwendungen sind kürzer.

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