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EIBE ttt
Die Eiben bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse. Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet; in Europa ist die Europäische Eibe als einzige Art heimisch. Eiben sind im-mergrüne Nadelbäume, die sehr langsam wachsen und über 2000 Jahre alt werden können. Da Eiben Schatten bevorzugen, sah man in ihnen eine Verbindung zum Jenseits und der Unterwelt. Im Herbst leuchten die roten Früchte von weitem, der süße Fruchtfleischsamenmantel ist der einzige Teil der Pflanze, der ungiftig ist. Wegen der starken Giftwirkung wird die Eibe heu-te in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt, in der Behandlung von Krebs werden die Wirkstoffe mit Erfolg in der Schulmedizin eingesetzt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Krebs
Heilwirkung: Volksheilkunde: abführend, herzstärkend, menstruationsfördernd, wurmtreibend, Pflanzenheilkunde: krebshemmend, zellteilungshemmend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Abführmittel, Blasenleiden, Husten, Insektenbekämpfungsmittel, Katarrh, Krätze, Skorbut, Würmer, Pflanzenheilkunde: Krebs, Mammakarzinom, Ovarialkarzinom, Homöopathie: Gicht, Hautausschläge, Herzkrankheiten, Leberkrankheiten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Taxus baccata L.
Pflanzenfamilie: Eibengewächse = Taxaceae
englischer Name: Common Yew, Yew
volkstümlicher Name: Bogenbaum, Eibe, Eibenbaum, Eife, Europäische Eibe, Ibenbaum, Ifenbaum, Iwenbaum, Kandelbaum, Roteibe, Taxe, Taxbaum, Taxen, Ybe, Ypenbaum
Verwendete Pflanzenteile: Alle Teile der Pflanze
Inhaltsstoffe: Baccatin III, Betulosid, Biflavonoide, Diterpene, Ginkgetin, Paclitaxel, Phenole, Taxacine, Taxin A, Taxin B, Taxication, Vitamin C
Sammelzeit: Früchte: ab September, Nadeln: Winter
 
Anwendung
Es gibt zahlreiche Kreuzungen. Die bekannteste Kreuzung ist die Hybrid-Eibe, eine 1900 in Massachusetts entstandene Kreuzung aus Taxus baccata und Taxus cuspidata. Ihre breit säulenförmig wachsende Zuchtform Hicksii wird relativ häufig in Parks und Gärten gepflanzt.
Bis auf den roten fleischigen Samenmantel sind alle Teile der Eibe sehr giftig. Kochen oder Trocknen zerstören nicht die Giftstoffe. Der Giftgehalt ist im Winter am größten.
Tinktur
Eine Tinktur aus den Nadeln hilft äußerlich gegen Hautparasiten.
Früchte
Der rote Samenmantel der reifen Früchte ist ungiftig, süß und roh essbar, auf keinen Fall darf man die sehr giftigen Samen verschlucken oder zerkauen. Hilft bei Skorbut. Kinder sollten die Früchte nicht essen, da oft die giftigen Samen verschluckt werden.
Innerlich
Die Eiben eignen sich nicht für die Selbstbehandlung (außer Homöopathie). Die Fertigmittel werden unter ärztlicher Aufsicht zur Tumorbehandlung eingesetzt.
Räuchermittel (Mittelalter)
Einatmen des Rauches von brennenden Eibenholz soll Schnupfen, Husten und Lungenerkrankungen lindern. Vorsicht, der Holzstaub kann zu Atemproblemen und Hautreizungen führen.
Homöopathie
Das Mittel wird aus frischen Eibenzweigen hergestellt und vor allem bei Hautkrankheiten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
 
Magie und Mythologie
In vielen Kulturen ist die Eibe ein heiliger Baum. In der Magie werden Zauberstäbe aus Eibenholz hergestellt. Die Eibe wird in Zaubern zum Erwecken von TotenGeistern eingesetzt. Die Eibe vertreibt aber auch böse Geister.
 
Geschichtliches
Seit der Antike wird die Eibe für Morde eingesetzt. Das Holz ist wegen seiner Eigenschaften sehr beliebt und wurde für Bögen, Armbrüste, Pfeile und Lanzen genutzt. Ganze Landstriche wurden aus diesen Gründen eibenfrei. In der französichen Gartenkunst war die Eibe sehr beliebt, da sie sehr gut in Form geschnitten werden kann. Wegen der ungiftigen Alternativen wird die Eibe in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt. Die Inhaltsstoffe und die abgewandelten synthetischen Stoffe werden aber erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. In Deutschland wegen des starken Rückganges mittlerweile geschützt. Die Eibe war 1994 der Baum des Jahres.
 
Pflanzenbeschreibung
Die zweihäusige Eibe ist in den frostärmeren Teilen von Europa, Nordafrika und Westasien heimisch. Sie wächst bevorzugt auf feuchten, nährstoff- und kalkreichen Böden. Junge Pflanzen wachsen vorzugsweise im Schatten. Der langsamwüchsige mehrjährige Strauch/Baum wird zwischen 2 und 20 Meter hoch. Der dicke Stamm hat eine rotbraune Rinde. Die Blätter sind immergrüne Nadeln. Die Blüten erscheinen zwischen April und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich ab August ein bis zwei grün-braune Samen in einem roten Fruchtkörper mit einer fleischigen Hülle. Der Samen wird durch Vögel verbreitet. Alle Teile der Pflanze sind giftig, nur der fleischige Mantel der Frucht ist ungiftig.
Eibenarten sind immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume. Junge Zweige besitzen anfangs eine grüne bis gelblich-grüne Rinde; an ihrem unteren Bereich kann man einige Knospenschuppen beobachten. Später wird die Rinde rötlichbraun, an älteren Ästen entwickelt sich eine schuppige, rötlich-braune Borke. Die Nadeln sind spiralig am Zweig angeordnet, sind aber gescheitelt, so dass sie zweireihig angeordnet zu sein scheinen. Die linealischen, biegsamen Nadeln können gerade oder gebogen sein, vorne enden sie mit einer kleinen aufgesetzten, aber nicht stechenden Spitze. Auf der Oberseite der Nadeln tritt die Mittelader hervor, auf der Unterseite befinden sich zwei helle Streifen mit den Stomata.
Eibenarten sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig: Männliche und weibliche Blüten stehen auf separaten Pflanzenexemplaren, gelegentlich sind sie einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen sind kugelig, gelblich mit vier bis 16 Sporophyllen, die jeweils zwei bis neun Sporangien besitzen. Die Samen reifen im Jahr der Befruchtung. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst rote Früchte, die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. Das den Samen umgebende rote, fleischige Gewebe, der Samenmantel entwickelt sich nicht aus der Samenschale, sondern aus dem Stielbereich der Samenanlage. Der becherförmige Arillus weist je nach Art unterschiedliche Rottöne auf. Man spricht in diesem Fall nicht von einer Frucht (im botanischen Sinne), sondern von einem Samenmantel, da es Früchte per definitionem nur bei Bedecktsamigen Pflanzen geben kann.
 
Anbautipps
Den Samen in Töpfen aussäen, leicht mit Erde bedecken, die Erde feucht halten. Die Eibe verträgt keinen starken Frost, erfrorene Teile werden durch neue Triebe ersetzt. Der Boden sollte Wasser speichern können, nährstoffreich und kalkhaltig sein. Nicht für Kinder oder Weidetiere zugänglich anpflanzen. Junge Eiben brauchen Schatten, mit zunehmenden Alter verträgt die Eibe mehr Sonne. Eiben haben empfindliche Wurzeln und vertragen ein Umpflanzen nur schlecht.
 
Sammeltipps
Die Eibe ist geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden.

IMMERGRÜN t
Der botanische Gattungsname ist abgeleitet von lateinisch vinca pervinca, von pervincire für umwinden, Kränze binden; in Bezug auf die langen biegsamen Stenge (Zu früheren Zeiten haben sich Mädchen zum Tanz Kränze aus Immergrün gewunden). Im Frühling leuchten die hübschen, violetten Blüten des Immergrüns wie kleine Windmühlen aus den schattigen Plätzen, wo das Immergrün am liebsten wächst. Das ganze Jahr über bedecken die ledrigen, glänzenden Blätter den Boden und bringen selbst im Winter grüne Farbe in Gärten oder Wälder. Als Heilpflanze wird das Immergrün nur selten eingesetzt, weil es in großen Mengen etwas giftig ist. Die Schulmedizin hat aus den Wirkstoffen des Immergrüns jedoch ein Krebsmittel hergestellt. Früher wurde das Immergrün von der Volksheilkunde für verschiedene Krankheiten verwendet. Immergrün ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! leicht giftig! adstringierend, antibakteriell, beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Husten, Keuchhusten, Mandelentzündung, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Magenschwäche, Durchfall, Rheuma, Kreislaufprobleme, Herzschwäche, Bluthochdruck, Leukämie, Menstruationsfördernd, Zahnschmerzen, Nasenbluten, Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name: Vinca minor
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name: Periwinkle
volkstümlicher Name: Bärwinkel, Jungfernkraut, Singrün, Totengrün, Totenveilchen, Totentanz, Wintergrün
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Bitterstoffe, Beta-Sitosterol, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Vincamin, Vincin
Sammelzeit: Ganzjährig, vor allem im Frühling
Blütezeit: April bis Mai
 
Anwendung
Zwei Arten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten genutzt und verwildern leicht. Bekannt ist vor allem das Kleine Immergrün, welches eine alte VolksarzneiPflanze ist und noch heute in der Homöopathie verwendet wird. Vincaalkaloide aus Catharanthus roseus werden als Zytostatika verwendet.
Achtung! Leicht giftig. Immergrün nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Krebsmittel Immergrün
Da das Immergrün leicht giftig ist, wird es von der Schulmedizin nicht als Heilpflanze für normale Beschwerden eingesetzt. Die Wirkung des Alkaloids Vincamins bremst jedoch das Wachstum weißer Blutkörperchen und eignet sich daher zur Behandlung von Leukämie. Die Pharamindustrie hat deshalb aus den Alkaloiden des Immer-grüns das Medikament Vincristin entwickelt, das im Rahmen einer Chemotherapie gegen Leukämie eingesetzt wird. Dieses Anwendung hat jedoch nichts mit Pflanzenheilkunde zu tun und hat zudem schwere Nebenwirkungen.
Volksheilkundliche Anwendung
Früher wurde das Immergrün gerne in der Volksheilkunde eingesetzt. Es sollte bei Husten, Halsentzündungen und Verdauungsprobleme helfen. Auch bei Herzschwäche und hohen Blutdruck wurde das Immergrün verwendet.
Äußerliche Anwendung
Äußerlich angewandt wurde das Immergrün früher zur Behandlung von Wunden und Abszessen benutzt.
 
Giftwirkung
Die Alkaloide des Immergrüns, vor allem das Vincamin, senken die Anzahl der weißen Blutkörperchen und unterdrücken andere Bestandteile des Immunsystems. Daher wird das Immunsystem unterdrückt, was fast immer unerwünscht ist und zu verstärkter Infektanfälligkeit führen kann. Da der natürliche Vincamingehalt im Immergrün gering ist, ist die immunsupressive Wirkung normalerweise nur sehr gering.
 
Geschichtliches
Früher wurde das Immergrün gerne für das Winden von Kränzen verwendet, was sich ganz von selber anbietet, weil die elastischen Stängel des Immer-grüns lang genug für Kränze sind und die Blätter weich und angenehm. Diese Kränze schmückten häufig junge Frauen beim Tanz. Auch als Brautschmuck wurden Immergrünkränze eingesetzt. Früher war das Immergrün auch als Liebespflanze und für magische Zwecke beliebt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Vincaarten sind mehrjährige krautige Pflanzen bis Halbsträucher. Entgegen dem Gattungsnamen sind nicht alle Vinca-Arten immergrün: das Krautige Immergrün verliert im Winter seine Laubblätter und ist daher sommergrün. Sie besitzen Stolonen und einen wässerigen, klaren Milchsaft. Die gegenständig angeordneten, kurzgestielten Laubblätter sind einfach und ganzrandig. Die Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln, oder selten zu zweit in zymösen Blütenständen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind fünfzählig. Der Kelch ist klein. Die fünf blauen, violetten oder weißen Kronblätter sind röhrig verwachsen. Die Innenfläche der Kronröhre ist behaart oder es sind Schüppchen vorhanden. Die Kronlappen sind kürzer als die Kronröhre und überlappen sich. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden; sie sind mit der Kronröhre verwachsen, aber untereinander frei. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Griffel sind fadenförmig. Aus jeder befruchteten Blüte entwickeln sich zwei Balgfrüchte; sie sind 35 bis 40 mm lang und enthalten vier bis acht Samen. Die Samen sind glänzend.
Das kleine und große Immergrün ist in Mitteleuropa heimisch. Aus seiner Familie, die der Hundsgiftgewächse, die sonst in den Tropen vorkommt, ist es die einzige mitteleuropäische Gattung. Das Immergrün wächst in lichten Wäldern und Gebüschen. In vielen Gärten wird es als Bodendecker für schattige und halbschattige Ecken angebaut. Die Stängel des Immergrüns werden bis zu 60cm lang. Sobald sie etwas länger sind, stehen sie nicht mehr aufrecht, sondern wachsen am Boden entlang. Die immergrünen, ovalen Blätter wachsen gegenständig direkt an den Stängeln. Sie sind lederartig, was es ihnen erleichtert, den Winter zu überstehen. Im April und Mai erscheinen die violetten Blüten des Immergrüns, deren fünf Blütenblätter wie Windmühlenflügel angeordnet sind.
 
Anbautipps
Das Immergrün kann man in Garten- und Baumärkten häufig als kleine Pflanzen kaufen. Man pflanzt sie an einem schattigen oder halbschattigen Platz im Garten. Im Laufe der Zeit breitet sich das Immergrün immer weiter aus, wenn es sich wohlfühlt.
 
Sammeltipps
Man kann die Blätter des Immergrüns ganzjährig ernten, aber im Frühjahr, wenn das Immergrün blüht, sind sie am heilkräftigsten. Die Blätter werden geerntet und an einem trockenen, luftigen Platz getrocknet.
BACHBLÜTE RED CHESTNUT
Man ist überbesorgt um die Sicherheit von anderen (Kinder, Partner), hat dabei keine Angst um sich selbst
Sie haben große Sorge um die Sicherheit ihrer Mitmenschen, wie Kinder oder Partner, jedoch haben sie keine Angst um sich selbst
Red Chestnut hilft diese Sorge um die Sicherheit ihrer Lieben zu reduzieren und erhöhen es um das eigene
BACHBLÜTE ROCK ROSE
Terror, Horror, blankes Entsetzen, das Nervensystem spielt verrückt
Der Terror, Horror, das blankes Entsetzen, ihr Nervensystem spielt komplett verrückt
Mit der Bachblüte können sie ihr Nervensystem wieder beruhigen
Gesunde Ernährung nach Hildegard
Essen und Trinken im Mittelalter
Eine große Bedeutung für die Ernährungsgewohnheiten hatten die zahlenreichen Fastentage der damalige Zeit. Während wir heutzutage in Wesentlichen nur das 40tägige Fasten vor Ostern und den fleischlosen Freitag kennen, waren die Fastengebote im Mittelalter sehr viel umfassender.
Insgesamt schrieben die Fastenvorschriften damals etwa 150 fleischlose Tage pro Jahr vor. Die Fastengebote waren rigoros und ihre Nacheinhaltung konnte drastische Strafen nach sich ziehen, die nicht nur von der kirchlichen, sondern auch der weltlichen Herrschaft verhängt wurden. In einigen Regionen war während der Fastentage auch der Verzehr von Eiern, Milch und Milchprodukten untersagt. Als Fastenspeise der gehobenen Art galten daher Mandeln und Mandelmilch.
Neben Wasser war Bier das Volksgetränk Nr. 1. Gebraut wurde das Dünnbier aus unterschiedlichen Getreidesorten und mit Gewürzen angereichert. Mit Einführung des Hopfens als Würze wurde sowohl die Qualität als auch die Haltbarkeit des Bieres verbessert, eine Entwicklung, an der vor allem Klöster in Bayern maßgeblich beteiligt waren. Obstwein und Met waren ebenfalls beim Volk beliebte Alkoholika. Bier galt bis weit hinein ins 15. Jahrhundert als unhöfisches Getränk und wurde daher vom Adel weitgehend verschmäht. Stattdessen trank man Wein, entweder pur oder gewürzt und gesüßt, da einheimische Weine häufig ausgesprochen sauer werden.

Das warme Vollbad
Das warme Vollbad dient wie das kalte für Gesunde und Kranke.
Das warme Vollbad für Gesunde
Auch hier wie bei allen Warmbädern benutze ich nie oder höchst selten bei Gesunden Warmwasser allein, ich mische stets Absude von verschiedenen Heilkräuter bei. Ganz gesunden und kräftigen Naturen, deren frisches, gerötetes Aussehen gleichsam selbst Wärme und Lebensfeuer sprüht, gebe ich warme Bäder selten, fast nie. Sie verlangen auch nicht danach, sie streben wie der Fisch ins kalte Wasser.
Jüngeren, schwächlichen, nervösen Personen rate ich es als gut, besonders jenen, welche Anlage zeigen zu Krämpfen, Rheumatismen und ähnlichen Gebrechen. Jeden Monat ein solches Bad mit 28°C und folgender kalter Abwaschungen, 25-30 Minuten dauernd, würde genügen.
Bejahrten, schwächlichen Personen empfehle ich der Reinlichkeit der Haut, der Auffrischung und Stärkung wegen wenigstens allmonatlich ein warmes Vollbad. Sie werden jedesmal infolge der erhöhten Transpiration (Hauttätigkeit) und der lebendigeren Zirkulation des Blutes wie neu aufleben.

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