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FRAUENMANTEL
Der Frauenmantel ist eine in der Naturheilkunde sehr bekannt Pflanze, die bereits seit dem Mittelalter eine große Rolle spielt. Als Heilpflanze wird die auch Liebfrauenmantel bezeichnete Art vor allem bei Frauenbeschwerden und leichteren Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts verwendet. In der freien Natur kann der Frauenmantel mit seinen gesägten und nierenförmigen Blättern an feuchten Wiesen und Bachläufen gefunden werden. Eine schöne Besonderheit sind die Tautropfen, die an der Oberfläche der Frauenmantelblätter zu beobachten sind.
Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens Tautropfen sammeln. Seine Blüten sind zartgelbe doldige Rispen. Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel, wie der Name schon andeutet, hauptsächlich in der Frauenheilkunde bewährt, aber auch in anderen Bereichen kann er hilfreiche Dienste leisten. Es gibt kaum einen Bereich des Körpers, auf den der Frauuenmantel nicht wohltuend einwirken kann. Zumindest glaubt das die Volksheilkunde.
 
Anwendung
Die ganzblättrigen Alchemillaarten bilden ein gutes Mähfutter. Sie werden auch frisch gerne vom Vieh gefressen, weniger gern vom Geflügel. Die alpinen Zwergsträucher hingegen gelten als Weideunkraut, da sie häufig Massenbestände bilden und nur von Schafen und Ziegen gefressen werden, nicht von anderem Vieh. In der Volksmedizin werden die Arten zur Behandlung von Wunden, Blutungen, Frauenkrankheiten, Geschwüren, Bauchschmerzen, Nierensteinen, Kopfschmerzen und anderen Beschwerden verwendet. Dabei werden alle mitteleuropäischen Arten als Volksarzneipflanzen und als Kult- bzw. Zauberpflanzen verwendet. Volkstümlich wird bei den Frauenmänteln dabei nur zwischen dem (behaarten) Silbermantel oder Alpen-Sinau und dem eher kahlblättrigen Frauenmantel unterschieden.
Die Schulmedizin hat bei ihren Untersuchungen nicht viel Heilkräfte beim Frauenmantel entdeckt, nur eine gewisse Heilwirkung gegen Magen- und Darmbeschwerden traut sie ihm zu. Dafür schätzt die Volksheilkunde den Frauenmantel umso mehr. In der Antike war der Frauenmantel nicht bekannt. Erst ab dem Mittelalter taucht er in Kräuterbüchern auf und auch Hildegard von Bingen empfahl ihn.
Frauenkraut
Traditionell ist der Haupteinsatzbereich des Frauenmantels die Frauenheilkunde. Das liegt wohl unter anderem an seinen Pflanzenhormonen, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Dadurch kann der Frauenmantel Mangelzustände ausgleichen, die zu prämenstruellen Störungen und zu Wechseljahresbeschwerden führen. Zudem wirkt das Frauenmantelkraut entkrampfend, was auch sehr günstig für die Gebärmutter ist. Als Tee getrunken lindert er nahezu alle Arten von Frauenbeschwerden, seien es Periodenkrämpfe, Prämenstruelles Syndrom oder Beschwerden der Wechseljahre. Auch während und nach der Geburt kann der Frauenmantel hilfreich sein. Wenn das Baby dann geboren ist, fördert Frauenmanteltee die Milchbildung. Als Sitzbad kann Frauenmanteltee bei Weißfluss helfen.
Allround-Kraut
Nicht nur bei Frauenbeschwerden kann der Frauenmantel helfen, sondern auch bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen bietet er sich an. Frauenmanteltee lindert Beschwerden der Atmungsorgane, wie Husten, Erkältung und Schnupfen. Auch die Verdauung wird vom Frauenmantel gefördert und sanft ausgeglichen. Ein schwaches Herz wird gestärkt und die Blutgefäße elastischer. Die Wirkung auf das Nervensystem kann Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit lindern.
Äußerliche Anwendung
Äußerlich angewandt hilft Frauenmanteltee als Bad, Umschlag oder Waschung gegen vielerlei Hautbeschwerden. Bei Geschwüre kann man Bäder anwenden, bei Ekzeme Waschungen und zum Schmelzen eitriger Furunkel Umschläge.
   
Pflanzenbeschreibung
Der Frauenmantel kommt nahezu weltweit vor. Er wächst bevorzugt auf Wiesen, in lichten Wäldern und Gebüschen. Wenn ein Standort dem Frauenmantel gut gefällt, dann bildet er oft ganze Teppiche, andernorts kommt er auch einzeln vor. Die aus-dauernde Wurzel treibt im Frühjahr mehrere Stängel aus an denen gefaltete Blätter mit sieben bis elf Lappen wachsen. Die Ränder der Blätter sind gezähnt. In der Mitte der Blätter sammeln sich häufig Tautropfen, was ein besonders typisches Kennzeichen des Frauenmantels ist. Aus der Mitte mancher Blätter entspringen Stängel, an deren Ende ab Mai die kleinen, gelben Blüten in Trugdolden wachsen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Frauenkrankheiten
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampflösend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Schnupfen, Erkältung, Fieber, Asthma, Halsentzündung, Mund- u. Rachenentzündung, Zahnfleischentzündung, Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenschwäche, Durchfall, Diabetes (unterstützend), Nierenschwäche, Herzschwäche, Arteriosklerose, Ödeme, Nachtschweiß, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Wechseljahresbeschwerden,  PMS, Prämenstruelles Syndrom, Östrogen-Dominanz Menstruationsbeschwerden,  Periodenschmerzen, Weißfluss, Muttermilch fördernd, Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, Wunden, Geschwüre, Ekzeme, Eiterungen,  Eitrige Wunden, Furunkel
wissenschaftlicher Name: Alchemilla vulgaris
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Ladys mantle
volkstümliche Namen: Dächlichrut, Frauenhäubel, Frauenhilf, Frauenmäntli, Frauenrock, Hasenmänteli, Haubn, Herbstmantel, Herrgottsmäntelchen, Kroanfüss, Liebfrauenmantel, Löwenfusskraut, Mäntli, Marienkraut, Milchkraut, Muttergottesmantel, Neunlappenkraut, Ohmkraut, Perlkraut, Regendachl, Regentropfen, Röckli, Sinau, Sinnau, Sintau, Taubecherl, Taufänger, Taukraut, Taumantel, Tauschüsserl, Trauermantel, Weiberkittel, Wiesen-Frauenmantel
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterin, Glykoside, Saponine, Tannine
Sammelzeit: blühend von Mai-September

GEMEINES SONNENRÖSCHEN
Das Gemeine Sonnenröschen ist ein kleine buschige Pflanze, die auf sonnigen Kalk-magerrasen zu finden ist. Die Blüten sind leuchtend gelb und sehen zerknittert aus, ein typisches Zeichen für Zistrosengewächse. An den vielen Zweigen blühen meist nur wenige Blüten gleichzeitig. In der normalen Pflanzenheilkunde wird das Gemeine Sonnenröschen kaum genutzt, in der Bachblüten-Therapie ist es jedoch eine sehr wichtige Pflanze.
 
Anwendung
Das Gelbe Sonnenröschen wird als Steingartenpflanze verwendet und in der Bachblütentherapie eingesetzt. In der normalen Pflanzenheilkunde kaum genutzt, in der Bachblütentherapie sehr wichtig.
Äußerlich
Wird in Cremes zur Hautpflege und kleineren Verletzungen in Kombination mit anderen Pflanze (z.B. Arnika) eingesetzt.
Bachblüte
Als Bachblüte 26 (Rock Rose) gegen Angst- und Panikzustände.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Gemeine Sonnenröschen ist in Mittel- und Südeuropa heimisch. Es wächst bevorzugt auf sonnigen Kalkmagerrasen und felsigen Böden. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 30 Zentimeter hoch. Der Stängel der älteren Pflanzen ist holzig. Die eiförmigen bis länglichen Blätter sind lederig und etwa 1-2 cm lang. Die Blüten erscheinen zwischen Mai und September. Die Blüten sind leuchtend gelb, sehen zerknittert aus und haben einen Durchmesser von 15 - 25 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die vielsamigen Kapseln.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bachblüte, Hautpflege
Heilwirkung: adstringierend
Anwendungsbereiche: Bachblüte: Angst, Panik
wissenschaftlicher Name: Helianthemum nummularium Mill.
Pflanzenfamilie: Zistrosengewächse = Cistaceae
englischer Name: Common Rockrose, Rock Rose
volkstümlicher Name: Gelbes Sonnenröschen, Gemeines Sonnenröschen, Sonnenwendröschen
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe
Sammelzeit: Juni-September

BACHBLÜTE WILD ROSE
Man findet sich fatalistisch mit allem ab      
Diese Menschen finden sich mit allem ab
Mit der dementsprechenden Bachblüte finden sie sich kaum mit etwas mehr ab
 

BACHBLÜTE WILLOW
Ich fühle mich übergangen                
Diese Menschen fühlen sich übergangen
Mit Willow können sie das Gefühl des übergangen sein lösen

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
GICHT
Bei der Gicht handelt es sich um eine Krankheit, bei der sich in den Gelenken Harnsäurekristalle ablagern. Die Beschwerden treten als Gichtanfall auf, häufig an der großen Zehe oder den Knien: die Gelenke schwellen an und schmerzen unerträglich.
Die Anlage, diese Stoffwechselkrankheit zu entwickeln, ist erblich. Die Nieren scheiden die im Körper gebildete Harnsäure nicht in ausreichender Menge aus, sodass ihre Konzentration im Blut steigt. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmender Harnsäurekonzentration im Blut. Diese wird beeinflusst durch
+ üppige fett- und fleischreiche Ernährung
+ Alkohol
+ Medikamente wie Furosemid und Etacrynsäure – beide zur Entwässerung

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
AGAVE t
Bei Kneipp steht geschrieben: Wenn man ein solches Blatt nimmt, es in Wasser siedet und trinkt so reinigt eine solche Tasse Magen wie Gedärme. Auch auf kranke Leber und Gelbsucht wirkt diese Pflanze, wenn sie zu Pulver gemacht und täglich zweimal eine Messerspitze voll davon eingenommen wird.
Wenn man von derselben so ein Blatt mit einem Kaffeelöffel soll Honig in einem Schoppen Wasser siedet und in kleinen Portionen einnimmt, dann nimmt dieser Absud die innere Hitze aus den Augen, wenn dieselben damit gut ausgewaschen werden. Wermut, mit Aloe gesotten, treibt die wässerigen, schlechten Stoffe aus denen leicht Wassersucht entstehen kann, aus und macht einen recht guten Magen.
Dieses wenige Angeführte veranlasst mich, jedem Blumenfreunde den Rat zu geben, diese Pflanze auch in einem Topfe unter seinen Blumenstöcke zu pflegen.

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