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Rossminze
Die Rossminze ist eine alte wild wachsende Minz-Sorte, die über 1 Meter groß wird. Man findet sie in Europa an nassen Standorten (Feuchtwiesen, Gräben, Ufern). Ihr Geruch wird von einigen Leuten bei der frischen Rossminze als unangenehm und modrig empfunden. Die Rossminze wird in der Volksheilkunde bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Kopfschmerzen eingesetzt.
Die Rossminze genannt auch Waldminze, eine Art aus der Gattung der Minzen gehört zur Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung: kühlend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche: Insektenstiche, Neuralgien, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
wissenschaftlicher Name: Mentha incana, Mentha longifolia, Mentha sylvestris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Horse Mint, Long-leaved Mint
volkstümlicher Name: Langblättrige Minze, Rossminze, Ross-Minze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Carvon, Flavonoide, Limonen, Linalool, Mycren, Piperitonoxid, Sabinen
Sammelzeit: Juni - September
 
Anwendung
Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2 Teelöffel getrockneter Rossminzen-Blätter mit 250ml kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hier hilft der Tee bei Magen-Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den ande-ren oben aufgelisteten Problemen.
Frischblatt-Umschlag
Der kühlende und lokal betäubende Brei aus frischen zerquetschten saftigen Rossminze-Blättern hilft gegen Insektenstiche.
Öl-Einreibung
Einreibungen mit dem Öl helfen gegen Neuralgien.
 
Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen.  Die Rossminze wird in der asiatischen vor allem in der indischen und asiatischen Küche genutzt. Das Rossminzenöl wird in der Süßwaren-Industrie gerne als Ersatz für das Pfefferminzöl genommen.

Pflanzenbeschreibung
Es ist eine schnellwachsende, ausdauernde krautige Pflanze mit kräftigem Geschmack. Die Pflanzen errei-chen normalerweise Wuchshöhen von etwa 50 Zentimetern, können aber unter günstigen Umständen deutlich größer werden, bis weit über 1 Meter. Am besten kann man die Rossminze an ihren länglich ovalen und kurz aber zottig behaarten Blättern erkennen. Die Blätter werden zwischen 4 und 9 Zentimeter lang und zwischen 1 und 2 Zentimeter breit. Genau wie der Stängel sind sie kurz und weich, weiß-, grau- oder grünzottig. Am Rande sind die Blätter mit nach vorne gerichteten Zähnen gezähnt. Die Blätter sitzen oder haben nur einen sehr kurzen Blattstiel. Die Blüten sind rosarot, in manchen Fällen auch weißlich oder malvenfarbig. In der Höhe des Blütenstandes verzweigt sich der Stängel rispig. An den Rispenästen sitzen dann die vielblütigen Scheinquirlen und bilden dichte Scheinähren. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die Rossminze ist ungiftig und essbar, ihr Geschmack gilt jedoch als unangenehm.
Die Rossminze ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf nassen Böden. Die winterharte und mehrjährige Rossminze wird 40 bis 130 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. Die graugrünen Blätter sind spitz und gezähnt. Die rosa bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Aus den Rossminze-Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Vom Aussehen her kann man die Rossminze leicht mit der Grünen Minze (Spearmint - Mentha spicata) verwechseln. Die Spear-mint riecht jedoch angenehm minzig, wie das gleichnamige Kaugummi, was bei der eher unangenehm riechenden Rossminze nicht der Fall ist.
 
Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Rossminze mag feuchte und stickstoffreiche Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Frische Blätter können ständig geerntet werden. Die Stängel mit den Blättern werden kurz vor der Blüte geerntet. Am besten an einem sonnigen Tag am späten Vormittag sammeln. Zum Trocknen: Die Rossminze-Stängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die RossminzeBlätter in geschlossenen Behältern lagern.

Portulak
Portulak ist ein wucherndes Garten-Unkraut, das man als Salat essen kann. Daher wird der Portulak auch manchmal gezielt angebaut. Der Portulak hat außerdem Heilwirkungen. Er kann Kopfschmerzen lindern und hilft bei anderen Nervenproblemen. Durch seinen Vitamin-C-Gehalt wirkt er auch gegen Skorbut und vitaminmangelbedingte Zahnfleischentzündungen.
Der Portulak, auch Gemüse-Portulak oder Sommerportulak genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Portulak. Sie ist in den gemäßigten Zonen weltweit verbreitet und wird gelegentlich als Gemüse oder Gewürz verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, tonisierend, Husten, Fieber, Zahnfleischentzündung, Sodbrennen, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, Verstopfung, Würmer, Hämorrhoiden, Skorbut, Frühjahrsmüdigkeit, Nierenschwäche, Arteriosklerose, Kopfschmerzen, Nervenleiden
wissenschaftlicher Name: Portulaca oleracea
englischer Name: Purslane
volkstümliche Namen: Postelein
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Vitamine, Schleim, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Alkaloid, Flavonoide, Glutaminsäure, Cumarine, Oxalsäure, Saponine, Beta-Sitosterol, Zink
Sammelzeit: Sommer
 
Anwendung
Die Ernte kann schon 4 Wochen nach der Aussaat erfolgen. Der Portulak wird seit mehreren tausend Jahren zur Ernährung genutzt, ist aber, wie viele Wildgemüse, in Deutschland in Vergessenheit geraten. Als Heilpflanze taucht der Portulak bereits in einer alten babylonischen Schrift aus dem achten vorchristlichen Jahrhundert auf, die die Pflanzen des Heilkräutergartens des Königs Marduk-Apla-Iddina II., aufzählt. Tabernaemontanus empfiehlt 1588 in seinem New Kreuterbuch Portulak gegen den Sod im Magen und hält auch fest, dass der Saft im Mund gehalten machet die wackelhafftige Zähne wiederum fest stehen. In einigen alten Kräuterbüchern steht geschrieben: eine angenehme Salatpflanze und so gesundheitsfördernd, daß man nur bedauern kann, daß sie nicht häufiger verwendet wird. Junge Blätter schmecken leicht säuerlich, salzig und nussartig, ältere Blätter werden dagegen bitter. Die Blütenknospen können ähnlich wie Kapern genutzt werden.
Den Portulak verwendet man am besten frisch als Salat oder Gemüse. Man kann auch einen Saft aus dem frischen Portulak pressen und sofort anwenden. Zum Trocknen eignet sich der Portulak weniger, daher auch nicht so sehr als Teekraut.
Vitaminspender
Der wichtigste Einsatzzweck des Portulaks ist seine Wirkung gegen Vitaminmangelzustände, beispielsweise gegen Frühjahrsmüdigkeit oder gar Skorbut. Außer Vitamin-C enthält der Portulak auch andere Vitamine (A und B) und reichlich Mineralstoffe, z.B. Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium.
Kreislaufsystem
Der Portulak enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Daher kann er Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen.
Verdauungssystem
Auch das Verdauungssystem wird vom Portulak gestärkt. Er kann Sodbrennen lindern und gegen Entzündungen von Magen und Darm helfen. Als frischer Presssaft kann man ihn auch gegen Würmer verwenden.
Andere Wirkungen
Portulak soll auch gegen Kopfschmerzen und Nervosität helfen. Auch eine hustenstillende und fiebersenkende Wirkung wird ihm nachgesagt.
In der Küche
Aus den Blättern des Portulaks kann man Salate zubereiten. Er schmeckt leicht sauer und wirkt daher erfrischend. Auch als Suppeneinlage kann man den Portulak verwenden. Für den Wintervorrat kann man ihn auch einsalzen und in Essig einlegen. Diese Art der Bevorratung war früher in Russland üblich. Die Samen enthalten Proteine und Fett und können gemahlen als Zusatz im Mehl verwendet werden.
 
Geschichtliches
Der Portulak wurde schon um 800 v.Chr. in babylonischen Schriften als Heilpflanze erwähnt. Er war Bestandteil des Heilkräutergartens des babylonischen Königs. Im alten Griechenland wurde der Portulak viel als Gemüse benutzt. Er galt als Heilpflanze gegen Verstopfung und Entzündungen der Harnorgane. Tabernaemontanus empfiehlt den Portulak im 16. Jahrhundert gegen Sodbrennen und sogar gegen lockere Zähne. Die Wirkung gegen Zahnausfall hängt wohl mit der Wirkung gegen Skorbut zusammen, denn Skorbut führt zu Zahnausfall.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Portulak ist eine einjährige, krautige, sukkulente Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern, bei kultivierten Formen auch bis 40 Zentimetern erreicht. Sie verzweigt von der Basis und darüber mit niederliegenden und aufstrebenden Stängeln. Die Stängel haben einen Durchmesser von etwa 5 mm, sie sind grün und können, wie die Laubblätter, bei sonnigem Stand purpurfarben überhaucht sein. Die sonst frischgrünen, sukkulenten Laubblätter sind 1 bis 3 Zentimeter lang, bis 1,5 Zentimeter breit und stumpf spatelförmig. Sie stehen wechselständig bis fast gegenständig an den Zweigen. Die Nebenblätter sind als winzige Haare in den Blattachseln kaum erkennbar. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die kopfig gestauchten Blütenstände, die über einer Gruppe von meist vier Blättern erscheinen, tragen ein bis fünf (selten bis 30) Blüten. Die grünen, kelchblattartigen Hochblätter sind breit eiförmig, haben einen Durch-messer von 8mm und sind stark gekielt. Die meist fünf (selten vier) gelben Kronblätter sind verkehrt-eiförmig. Um den kugeligen Fruchtknoten mit vier bis fünf Narben stehen sieben bis zehn (manchmal bis 15) Staubblätter. Die etwa 3 × 4 mm große Frucht ist eiförmig. Die schwarzen, rundlichen und häufig winzig gewarzten Samen sind 0,5 bis 1 mm groß.
Der Portulak ist ursprünglich im Mittelmeerraum und Kleinasien heimisch. In Mitteleuropa ist er aber schon sehr lange Zeit eingebürgert. Früher wurde er als Gemüse und Salatpflanze angebaut, heutzutage kommt er manchmal auch verwildert vor. Der Portulak liebt sandigen und stickstoffreichen Boden. Außerdem mag er viel Sonne und Wärme. Daher findet man ihn in Gärten, an Feldrändern, Wegen, Bahndämmen und auf Schutthalden. Die einjährige Pflanze treibt im Frühsommer rote, runde Stängel aus, an denen verkehrt eiförmige, dickfleischige Blätter wachsen. Die Blätter werden bis zu zwei Zentimeter lang. Dicht an den Boden geschmiegt breitet sich der Portulak sternförmig aus. Seine roten Stängel liegen wie Seesterne auf dem Erdreich. Die Blätter klappen sich nachts und bei kalter Witterung zusammen, im Sonnenschein breiten sie sich aus. Ab Juli blüht der Portulak mit kleinen gelben Blüten. Die Blüten befruchten sich selbst. Ameisen verbreiten die schwarzen Samen.
 
Anbautipps
Man kann den Portulak im Freiland oder in Töpfen anbauen. Man sät ihn am besten im Mai. Schon vier bis sechs Wochen nach der Aussaat kann man das erste Mal ernten. Der Portulak sollte viel Sonne bekommen. Wenn er regelmäßig gegossen wird, wird er üppiger und seine Blätter werden dicker als wenn er trocken steht. Staunässe mag er aber gar nicht.
 
Sammeltipps
Am besten verwendet man den Portulak frisch. Um aus einer einzelnen Pflanze möglichst viel Grünmasse zu gewinnen, schneidet man die Triebspitzen ab, die man natürlich als Wildsalat verwenden kann. Das Wachstum erfolgt dann bei den dahinter liegenden zwei Seitentrieben, die man nach einer Weile wieder an den Spitzen kappt. Dadurch wird die Portulak-Pflanze immer buschiger. Diese Erntetechnik eignet sich vor allem beim Anbau im Topf.

Bachblüten
Man schiebt Krankheit vor, um eine Sache nicht in Angriff nehmen zu müssen (Larch)
Diese schieben immer wieder eine Krankheit vor, nur um eine Sache nicht in Angriff nehmen zu müssen
Mit der Blüte lernen sie, dass das aufschieben keinen Sinn bringt
Bachblüten
Wenn man seinen Willen nicht bekommt, wird man sehr ärgerlich und spielt eventuell den Märtyrer (Chicory)
Wenn diese Menschen nicht ihren Willen bekommen, werden sie leicht ärgerlich und spielen vielleicht sogar den Märtyrer
Mit der Bachblüte können sie dies hinter sich lassen
Käse
Käse ist ein gute Eiweiß- und Calciumlieferant. Käse biete viele der Milchinhaltsstoffe und je nach Herstellung aber in anderer Zusammensetzung. Käse enthält viele Mineralstoffe und essentielle Aminosäuren. Käse wird aus dickgelegter Milch, durch Abschneiden der Molke und durch mehr oder weniger weitgehender Reifung, mit Hilfe spezieller Mikroorganismen hergestellt.
Käse ist ein festes Milcherzeugnis, das – bis auf wenige Ausnahmen – durch Gerinnen aus einem Eiweißanteil der Milch, dem Kasein, gewonnen wird. Es ist das älteste Verfahren zur Haltbarmachung von Milch und deren Erzeugnissen. Das neuhochdeutsche Wort „Käse“ geht über mhd. kæse, „Käse, Quark“, ahd. kāsi auf lat. cāseus, eigentlich: „Gegorenes, sauer Gewordenes“, zurück, das u. a. auch dem engl. cheese und dem span. queso zu Grunde liegt.
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