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Zitrone
Die Zitrone ist die saure Frucht schlechthin. Sie wird immer dann genutzt, wenn ein Getränk oder eine Speise saure Frische braucht. Diese Säure belebt, regt den Appetit an und bringt die Verdauung in Schwung. Durch ihren Vitamin C Gehalt hilft die Zitrone auch gegen Frühjahrsmüdigkeit und Abwehrschwäche. Das erklärt auch die kräftige Wirkung einer heißen Zitrone, wenn man eine Erkältung verhindern oder lindern will. Doch nicht nur der Zitronensaft kommt im Alltag und in der Heilkunde zum Einsatz. Die würzige Schale der Zitrone ergibt einen schmackhaften Tee und das ätherische Öl wird überall dort eingesetzt, wo es auf ein frisches Aroma ankommt.
Die Zitrone oder Limone ist die etwa faustgroße Frucht des Zitronenbaums aus der Gattung der Zitruspflanzen. Es handelt sich um eine Gruppe von Sorten, die aus einer Kreuzung zwischen Bitterorange und Zitronatzitrone entstanden ist, wahrscheinlich im Norden Indiens. Um das Jahr 1000 sind erste sichere Nachweise sowohl in China als auch im Mittelmeerraum zu finden. Die immergrünen Bäume bringen länglichovale Früchte (die Zitronen) mit gelber oder grüngelber Schale hervor. Das saftige, saure Fruchtfleisch enthält rund 3,5–8% Zitronensäure und viel Vitamin C. Aus Zitronen werden Saft, Zitronensäure, ätherisches Öl und Pektin gewonnen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Vitamin C Mangel
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, belebend, beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutzuckersenkend, cholesterinsenkend, entzündungshemmend, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schleimlösend, schweißtreibend, stärkend
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Akne, Angina, Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Blähungen, Blasenschwäche, Blutarmut, Bluthochdruck, Cellulite, Depressionen, Diabetes, Durchfall, Erbrechen, Erhöhte Blutfettwerte, Erhöhte Harnsäurewerte, Erkältung, Fieber, Frostbeulen, Frühjahrskur, Frühjahrsmüdigkeit, Gallensteine, Gelenkentzündung, Gicht, Grippe, Grüner Star, Haarausfall, Halsentzündung, Herzschwäche, Husten, Kopfschuppen, Krampfadern, Mandelentzündung, Migräne, Mundschleimhautentzündung, Nervenschmerzen, Nervöse Herzbeschwerden, Neuralgien, Nierensteine, Nierenbeckenentzündung, Reisekrankheit, Rachenentzündung, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schluckauf, Sodbrennen, Übelkeit, Venenschwäche, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wunden
wissenschaftlicher Name: Citrus limon
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name: Lemon
Verwendete Pflanzenteile: Fruchtschale, Frucht
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Zitronensäure, Ätherische Öle, Limonen, Citral, Flavonoi-de, Rutin, Pektion, Phosphor, Beta-Sitosterol, Stigmasterol
Sammelzeit: Frühjahr
 
Anwendung
Zitronen werden vor allem als Nahrung, aber auch als Zierpflanze verwendet. Vereinzelt und vermutlich erfolglos wurde Zitronensaft als Verhütungsmittel verwendet. Neben dem Saft wird die abgeriebene Schale der Zitrone gerne als aromatisierende Zutat in der Küche und beim Backen verwendet, siehe Zitronengelb. Zum Verzehr geeignet ist nur die Schale einer unbehandelten Zitrone; Zitrusfrüchte werden vor dem Transport meist mit einer wachsartigen Schutzschicht überzogen und mit Konservierungsmitteln wie 2-Phenylphenol oder Thiabendazol besprüht. Früher kam auch Biphenyl zum Einsatz. Der Verzehr solcher Schalen gilt als ungesund. Unbehandelte Zitronenschalen werden zu Zitronenöl weiterverarbeitet. Die manchmal als Zitronenblätter bezeichneten Blätter der Kaffernlimette werden vor allem in der thailändischen Küche gebraucht.
Die Zitrone wird vor allem als Frucht und als Zitronensaft angewendet. Man kann jedoch auch die würzige Schale und das ätherische Öl verwendet. Sehr köstlich ist auch Zitronenblütenhonig, der das zarte, blumige Aroma der Zitronenblüten als Brotaufstrich verfügbar macht.
Zitrone als Frucht
Als Frucht hat die Zitrone eine ausgeprägte Heilwirkung. Diese Wirkung hat die Zitrone in erster Linie aufgrund ihres hohen Vitamin C Gehaltes. Durch das Vitamin C kann die Zitrone das Immunsystem stärken und Infektionskrankheiten verhindern oder lindern. Die Zitronensäure im Zitronensaft wirkt nicht nur belebend, sondern hat erstaunlicherweise eine lindernde Wirkung auf Sodbrennen. Das liegt an der puffernden Wirkung der anderen Bestandteile im Zitronensaft. Doch nicht nur der reine Saft hat eine günstige Wirkung auf die Gesundheit. Die ganze (geschälte) Frucht enthält noch einige andere Wirk-stoffe, die die Heilkraft noch stärker und vielseitiger machen als die Wirkung des reinen Saftes. Wie viele Früchte ist im Fruchtfleisch reichlich Pektin enthalten und in den Zwischenhäuten befinden sich Flavonoide. Das Pektin stärkt die Bauchspeicheldrüse. Die Flavonoide haben zahlreiche Wirkungen, u.a. beugen sie Krebs und Herzinfarkt vor. Der Zustand der Arterien wird verbessert und die Blutfettwerte werden gesenkt. Auch die Venen profitieren von den Wirkstoffen der Zitrone, sie werden gestärkt und abgedichtet, sodass Krampfadern verringert werden. Sogar der Augeninnendruck bei grünem Star soll etwas gemildert werden. Ferner sollen Zitronen auch gegen Rheuma, Gicht und andere Gelenkbeschwerden helfen. Eine besonders wirksame Maßnahme zur Verbesserung der Gesundheit ist es also, wenn man täglich eine Zitrone isst. Das schmeckt zwar sauer, aber man kann sich an den Geschmack durchaus gewöhnen und profitiert dann vom gesteigerten Wohlbefinden.
Heiße Zitrone
Ein Klassiker zur Behandlung von Erkältungen ist die heiße Zitrone. Man kann sie trinken, wenn man von der Erkältung geplagt wird. Viel besser wirkt sie jedoch, wenn man sie schon im Vorfeld trinkt, sobald man die Erkältung herannahen spürt oder wenn man sich verkühlt hat. Dann gelingt es der heißen Zitrone oftmals, den vollen Ausbruch der Erkältung zu verhindern. So bereitet man eine heiße Zitrone zu: Heißes Wasser in eine Tasse gießen. Dabei sollte noch Platz für den Zitronensaft bleiben. Eine halbe bis ganze Zitrone auspressen und zu dem heißen Wasser geben. Wer kräftige Hände hat, kann die Zitrone auch direkt über der Tasse ausdrücken. Auf Wunsch kann man die heiße Zitrone mit etwas Honig süßen. In kleinen Schlucken trinken.
Zitronenwasser trinken
Die desinfizierende und puffernde Wirkung der Zitrone kann man sich auch als Kaltgetränk zunutze machen. Dazu gibt man einige Spritzer Zitronensaft in kaltes Wasser. Schon etwa 2% Zitronensaft reichen aus, um bakterienhaltiges Wasser zu reinigen. Das ist vor allem in tropischen Ländern von Interesse, wenn man keine Gelegenheit hat, sauberes oder abgekochtes Wasser zu erhalten oder als Ergänzung zum Abkochen. Mit Zitronenwasser als Getränk kann man zudem die Verdauung anregen und die Abwehrkräfte stärken.
Zitronenschalentee
Getrocknete Stücke der unbehandelten Zitronenschale kann man als Zitronenschalentee verwenden. Er wirkt leicht verdauungsfördernd. Daher kann man ihn beispielsweise bei Appetitlosigkeit und Verstopfung einsetzen. Meistens werden Zitronenschalenstücke jedoch vor allem wegen ihres angenehmen Geschmackes in Teemischungen verwendet. Als Bestandteil der Mischtees kann man das frischwürzige Aroma mit der Heilwirkung verbinden.
Zitronenschale als Gewürz
In Kuchen und Gebäck, aber auch in der exotischen Küche, wird die äußere, gelbe Schicht der Zitronenschale gerne als Gewürz verwendet. Diese gelbe Schalenschicht ist besonders aromatisch, denn sie enthält die meisten ätherischen Öle. Meistens wird die unbehandelte Zitronenschale fein abgerieben, um das Aroma voll nutzen zu können. Hierbei ist es sehr wichtig, dass es sich um ungespritzte Zitronen handelt, denn gespritzte Zitronenschale ist schädlich für die Gesundheit. Auch sollte die Zitrone nicht mit irgendwelchen Wachsen be-handelt worden sein, um sie länger frisch zu halten. Am besten verwendet man zur Nutzung der Zitronenschale BioZitronen. Geriebene Zitrone schmeckt nicht nur aromatisch, sondern sie regt auch die Verdauungsorgane an.
Äußerliche Anwendung
Die Zitrone bietet zahlreiche Möglichkeiten der äußerlichen Anwendung.
Ätherisches Zitronenöl
Das ätherische Zitronenöl ist relativ preiswert, weil es im Vergleich zu anderen ätherischen Ölen einfach zu gewinnen ist. Weil Zitronenöl angenehm frisch wirkt, wird es in vielen Produkten des Alltags reichlich eingesetzt, beispielsweise in Duschgels und Putzmitteln. Der Einsatz in Putzmitteln hat sogar einen sinnvollen Hintergrund, denn Zitronenaroma stärkt die Freude am Putzen. Wenn man ätherisches Zitronenöl riecht, entsteht ein Drang, um sich herum alles sauber zu machen. Außerdem wirkt ätherisches Zitronenöl mild desinfizierend, was auch ein sinnvoller Effekt beim Putzen ist. Auch in Duschgels und Deos macht man sich die antibakterielle und erfrischende Wirkung des Zitronenöls zunutze.
Massageöl
In Massageölen wirkt ätherisches Zitronenöl belebend und durchblutungsfördernd. Daher kann eine solche Massage gegen Muskelkater und Verspannungen helfen. Für ein Massageöl gibt man etwa 5-20 Tropfen ätherisches Zitronenöl auf 100ml gutes, fettes Öl, z.B. Mandelöl oder Jojobaöl. Die Menge des Zitronenöls hängt vom persönlichen Geschmack ab und wie man das Massa-geöl verwenden will.
Einreibungen mit Zitronensaft
Zitronensaft hat eine günstige Wirkung auf die Haut und das darunterliegende Gewebe. Diese Wirkung kann man einerseits durch die antibakerielle und entzündungshemmende Wirkung des Zitronensaftes erklären. Außerdem hilft die Zitronensäure beim Erhalt des Säureschutzmantels der Haut. Die Haut wird durch verdünnten Zitronensaft gereinigt und geschmeidig. Daher eignet sich Zitronensaft sowohl zur Behandlung von jugendlicher Aknehaut als auch zur Straffung alternder Faltenhaut. Man kann verdünnten Zitronensaft anstelle eines Gesichtswassers einsetzen. Auch zur Handpflege ist die Zitrone gut geeignet. Dazu kann man ein Stück Zitrone ans Waschbecken legen und sich nach dem Händewaschen die Hände damit einreiben. Die Haut der Hände wird durch den Zitronensaft erstaunlich sanft und glatt. Da Zitronensaft ansonsten jedoch leicht hautreizend wirkt, sollte man ihn zu anderen Zwecken besser verdünnt anwenden. So verdünnt kann Zitronensaft unter anderem auch Sonnenbrand lindern.
Zitronensaft-Bäder
Als Bad angewendet kann Zitronensaft bei Krampfadern, Cellulite und Besenreiser helfen. Auf ein Vollbad gibt man etwa fünf ausgepresste Zitronen. Alternativ zum Vollbad kann man die Beine auch mit Zitronenwasser einreiben oder eine Zitronenwasserkompresse auf die betroffenen Stellen legen.
Duftlampe
In der Duftlampe verströmt das ätherische Zitronenöl sein klärendes Aroma. Daher eignet es sich gut, um neue Frische in Räume zu bringen. Auf den Menschen wirkt der Duft der Zitrone einerseits belebend, andererseits aber auch beruhigend aufgrund der entkrampfenden Wirkung. So kann Zitronenaroma sowohl beim Munterwerden als auch beim Entspannen und Einschlafen helfen, auch wenn das paradox klingt.
 
Geschichte
Wo die Zitrone zuerst entstand, ist nicht vollständig geklärt. Man vermutet jedoch, dass sie vor über tausend Jahren in Nordindien entstand. Die Zitrone ist eine Kreuzung aus mehreren anderen Zitrusfrüchten, vermutlich aus der dickschaligen Zitronatzitrone und der Bitterorange. Gegen 1000 n.Chr. wird die Zitrone erstmals eindeutig erwähnt. Man kannte sie damals im Mittelmeerraum als auch in China. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Zitrone in Spanien und Süditalien angebaut. Der saure Zitronensaft spielte schon in der Küche des Mittelalters eine gewisse Rolle. Im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Zitruspflanzen aller Art auch in Deutschland sehr beliebt. In vielen Städten entstanden sogenannte Orangerien, das sind Gärten, in denen Zitruspflanzen kultiviert wurden. Im Winter wurden die empfindlichen Pflanzen in extra dafür ge-baute Häuser gebracht. Heutzutage stellen die Orangerien häufig Räumlich-keiten für kulturelle Ereignisse dar. Inzwischen wird die Zitrone in vielen war-men Gegenden der Welt angebaut und stellt aufgrund ihrer fruchtigen Säure eine wichtige Frucht im Welthandel dar.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Zitrone wächst als kleiner bis mittelgroßer, immergrüner Baum. Im Vergleich zu anderen Zitruspflanzen sind sie raschwüchsig und groß. Vor allem junge Triebe sind mit kleinen, dünnen Dornen besetzt. Der Austrieb ist rötlich, auch die Knospen sind rosa, die ansonsten weißen Blütenblätter auf der Unterseite rosa bis violett. Die Laubblätter sind länglich-oval bis breit lanzettlich, zugespitzt, am Rand leicht gesägt oder gekerbt. Der Blattstiel ist etwas verbreitert, die Blattspreite ist deutlich vom Blattstiel abgesetzt (unifoliates Blatt). Die bisweilen faulig duftenden Blüten erscheinen verteilt über das ganze Jahr in wenigblütigen Blütenständen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 20 bis 30 Millimetern und bestehen aus fünf verwachsenen Kelchblättern sowie fünf freien Blütenblättern. Der Fruchtknoten ist dick zylinderförmig und geht in den Griffel über. Die 20 bis 40 Staubblätter sind mit den Staubfäden zu mehreren Gruppen verwachsen. Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch Insekten, aber auch Windbestäubung und Selbstbefruchtung durch direkten Kontakt der Staubblätter mit der Narbe sind bei Citrus häufig anzutreffen. Durch Parthenokarpie, also Frucht ohne Befruchtung, kommt es zu samenlosen Früchten, aber auch, weil Citrus zum Teil pollensteril ist oder die Narbe nicht fruchtbar ist. Häufig treten Blüten auf, bei denen das Gynoeceumverkümmert ist, die also funktional männlich sind. Die Frucht besteht aus acht bis zehn Segmenten, die mit hellgelben Saftschläuchen gefüllt sind. Jedes Segment ist von einem dünnen Häutchen umgeben, die ganze Frucht von einer zweigeteilten Schale. Die innere Schicht der Schale ist weiß, die äußere bei der Reife grün, in subtropischen Gebieten im Winter auch gelb. Zitronen, die in Europa auf den Markt kommen wurden meist behandelt, so dass die Schalen immer gelb sind. In der Schale sitzen zahlreiche Öldrüsen, sie verströmt einen aromatischen Duft. Auch den Blättern ist der typische Zitronengeruch eigen. An der Spitze der Frucht befindet sich meist eine kleine Ausstülpung. Die Samen sind relativ klein, glatt und zugespitzt. Im Innern sind sie weiß. Etwa 10 bis 15% der Samen sind polyembryonisch. Die Zitrone ist vermutlich ursprünglich in Nordindien heimisch, man findet sie heutzutage jedoch in vielen warmen Gegenden der Welt. Der kleine Baum wird bis zu 5 Meter hoch, in seltenen Fällen sogar bis zu zehn Meter. An seinen Zweigen trägt der Zitronenbaum einige Stacheln. Die immergrünen Blätter sind ledrig und glänzen. Sie sind eiförmig und haben Spitzen. Das ganze Jahr über entstehen die anmutigen, weißen Blüten, die zart duften. Aus den Blüten entwickeln sich innerhalb eines Jahres die bekannten gelben Früchte. Bevor die Früchte reif und gelb sind, sind sie zunächst über einen längeren Zeitraum hinweg grünfarbig. Die ovalen Früchte haben eine relativ dicke Schale, die innen weißlich ist. Die Schalen riechen stark aromatisch. Im Innern bestehen die Zitronen aus den für Zitrusfrüchten typischen Fruchtspalten, bei denen das Fruchtfleisch von einer weiteren Haut umgeben ist.
 
Anbau
Die Zitrone mag zwar keinen Frost, hält aber kurzzeitige Frostperioden bis -5°C aus. Daher findet man die Zitrone inzwischen auch häufig als Kübelpflanze in mitteleuropäischen Gärten, wo sie im Wintergarten oder Treppenhaus überwintert. Man kann Zitronenbäumchen aus Zitronenkernen anziehen, dann dauert es aber einige Jahre, bis das Bäumchen erstmals Früchte trägt, wenn überhaupt. Deutlich schneller geht es, wenn man aus einem vorhandenen Zitronenbaum Stecklinge schneidet und Wurzeln bilden lässt. Die sauber abgeschnittenen Zitronen-Stecklinge bilden bei warmer Zimmertemperatur innerhalb von vier bis sechs Wochen reichlich Wurzeln aus. Als Standort sollte man einen sonnigen, warmen Platz wählen, an dem jedoch auch ab und zu ein Lüftchen weht. Man kann die Zitronenbäume wahlweise als Kübelpflanze im Garten oder Balkon kultivieren oder sogar als reine Zimmerpflanze. Zitronen mögen einen neutralen Boden. Kalk mögen Zitronenbäume gar nicht, weder im Boden noch im Gie0wasser. Sie brauchen ausreichend Wasser, vor allem im Sommer, dürfen aber keinesfalls zu nass stehen, denn Staunässe vertragen die Bäumchen nicht. Damit die Zitronenbäume reichlich tragen, sollte man sie etwa einmal in der Woche ein wenig düngen. Die Zweige des Zitronenbaumes sollten hin und wieder zurückgeschnitten werden. Starkes Zurückschneiden bewirkt ein besonders starkes Wachstum der Pflanze, geringes Wachstum fördert eher die Bildung von Blüten und anschließenden Früchten.
 
Sammeltipps
Zitronen sind reif, wenn sie warm sonnengelb sind. Bei selbst angebauten Zitronen wartet man, bis sich die Früchte leicht vom Stiel ablösen oder gar von selbst herunterfallen. Bei eingekauften Zitronen sollte man auf eine satte Farbe achten und dass die Früchte prall wirken, also nicht etwa verschrumpelt. Wenn man die Schale nutzen will, sollte man unbedingt Biozitronen kaufen.

Wirbeldost
Der Wirbeldost ist ein rosa blühender Lippenblütler mit schwachem aromatischem Duft. Die Blätter eignen sich für Tees und Salate, die eine schwache Verdauung und empfindlichen Magen stärken. Auch bei Bienen und Schmetterlingen ist der Wirbeldost beliebt, daher ist diese anspruchslose sonneliebende Pflanze gut für den Naturgarten geeignet.
Der Gemeine Wirbeldost, auch Gewöhnlicher Wirbeldost genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Wirbeldost in der Familie der Lippenblütler.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: adstringierend, appetitfördernd, herzwirksam, magenstärkend, schleimlösend, schweißtreibend, windtreibend
Anwendungsbereiche: Blähungen, Herz, Magen, Verdauung
wissenschaftlicher Name: Clinopodium vulgare, Satureja vulgaris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Common Savory, Wild Basil
volkstümlicher Name: Borsten-Bergminze, Borstige Bergminze, Gemeine Kölme, Wirbeldost
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Betulin, Caryophyllene, Germacren
Sammelzeit: April-Juli
 
Anwendung
Gewürz
Die frischen oder getrockneten Blätter können als Gewürz Speisen zugegeben werden, hilft bei der Verdauung. Die frischen Blätter können Salaten beigegeben werden.
Tee
1 Teelöffel mit 250ml kochendem Wasser übergießen, abdecken und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Stärkt die Verdauung.
Medizinische Verwendung
Der Wirbeldost wird in der Volksmedizin als stopfendes, herzstärkendes, wind- und schweißtreibendes, schleimlösendes Mittel eingesetzt. In der bulgarischen Volksmedizin wurde der Wirbeldost zur Wundheilung verwendet. Opalchenova und Opreshkova untersuchten seine antibakteriellen Wirkungen. Ein anderes bulgarisches Team, Dzhambazov, Daskalova, Monteva und Popov untersuchte die Wir-kungen eines Clinopodium vulgare-Extraktes zur Hemmung des Tumorwachtums. Junge Triebe vom Wirbeldost enthalten Betulin. Betulin ist antientzündlich, antibakteriell, antiviral, hepatoprotektiv und antitumoral. Damit wird der Wirbeldost zu einer interessanten Heilpflanze.
Weitere Verwendungen
Die frischen oder getrockneten Blätter können als Gewürz Speisen zugegeben werden, sie helfen bei der Verdauung. Die frischen Blätter können Salaten beigefügt werden. Außerdem kann das Kraut als Teerersatz und zur Gewinnung von gelben und braunen Farbstoffen verwendet werden.
 
Geschichtliches
Wurde vor allem als Gewürz und zum Aromatisieren von Tees oder als Tee-Ersatz genutzt. Die Blätter dienten als gelb-brauner Farbstoff. Wird heute in Natur- und Wildgärten als Nektarquelle für Schmetterlinge und Bienen angebaut.
Eine Pflanze Clinopodium wird bereits im 1. Jahrhundert nach Christus vom römischen Arzt und berühmtesten Pharmakologen des Altertums Pedanios Dioscurides im 99. (109.) Kapitel Περὶ κλινοπόδιου (Über Clinopodium) des III. Buches beschrieben. Dioscurides schreibt: Das Klinopodium ... hat Blätter ähnlich denen des Quendels und Blüten, die Bettfüßen in gewisser Weise gleichen. ... Das Kraut und die Abkochung davon wird gegen die Bisse giftiger Tiere, gegen Krämpfe, innere Rupturen und Harnzwang genommen. Einige Tage hindurch genommen, befördert es die Monatsblutung, treibt den Embryo hinaus und vertreibt auch gestielte Warzen. Der Name Clinopodium leitet sich daher von griechisch κλίνη = das Lager, Bett, πούς-ποδός = Fuß ab: die Form der Blüten des Wirbeldostes ähnelt den Knäufen antiker Bettfüße.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Wirbeldost ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen Stellen, Wegrändern, Gebüschsäumen und Waldlichtungen. Die mehrjährige behaarte Pflanze wird zwischen 40 und 80 Zentimeter hoch. Die gegenständigen Blätter sind oval bis länglich und bis 5 cm lang. Die rosaroten bis dunkelrosa-roten Lippenblüten erscheinen zwischen Juli und September. Die Blüten sind etwa 2cm groß und befinden sich an dichten Scheinquirlen. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen in Nüßchen.
Der Gewöhnliche Wirbeldost wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis, meist 30 bis 60 Zentimetern. Vom holzigen Wurzelstock gehen Ausläufer aus. Der Wirbeldost ist schwach aromatisch. Der aufsteigende Stängel ist mehr oder minder ästig und abstehend behaart. Die Blätter sind kreuzgegenständig, kurz gestielt, eiförmig und schwach gekerbt bis ganzrandig. Die ein bis vier Scheinquirle werden von einer Hülle umgeben, die aus lang-bewimperten borstigen Blättern besteht und von den tragenden Laubblättern überragt wird.
Die Blütezeit reich von Juli bis Oktober. 10 bis 20 Blüten stehen zu in dichten Scheinquirlen zusammen. Meist blühen nur wenige Blüten eines Quirls gleichzeitig. Neben zwittrigen Blüten kommen auch kleinere weibliche Blüten oder auch rein weibliche Pflanzenexemplare vor. Die Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die purpurfarbenen, oder gelegentlich weißen Kronblätter sind 10 bis 15 Millimeter lang, außen flaumig behaart, mit leicht gekrümmter Kronröhre. Die Klauenfrüchte zerfallen in Klausen. Die kastanienbraunen Klausen sind kugelig und etwa 1 Millimeter lang.
Verwechslungsmöglichkeit
Nichtblühende Pflanzen ähneln dem Oregano. Im Unterschied zum Oregano sind beim Wirbeldost die Laubblätter auf der Unterseite nicht punktiert.
 
Anbautipps
Im Frühling aussäen und nur ganz leicht mit Erde bedecken. Der Standort sollte sonnig sein und keine Staunässe haben. Der Wirbeldost verbreitet sich über den ausläuferartigen Wurzelstock von selbst weiter.
 
Sammeltipps
Die frischen Blätter für Salate. Kraut mit den Blätter für Tees an einem luftigen Ort im Bündel trocknen. Die getrockneten Blätter vom Kraut abstreifen.

Bachblüten
Gleichgewichtsstörungen aller Art, Reisekrankheiten: Luft, Schiff, Auto, Wechsel zwischen extremen Heißhunger und Appetitlosigkeit, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, Schwangerschaftserbrechen und vieles mehr (Scleranthus)
Sie haben Gleichgewichtsstörungen jeglicher Art, Reisekrankheiten egal ob zu Luft, Schiff oder Auto, ein Wechsel zwischen extremen Heißhunger und Appetitlosigkeit und einen Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung und vieles mehr
Hier hilft die Bachblüte die Gleichgewichtsstörungen, Reiskrankheiten etc. in den Griff zu bekommen
Bachblüten
Man zwingt sich mit einem enormen Energieaufwand dazu, weiterzumachen, auch wenn die physischen Kräfte erschöpft sind (Vervain)
Diese Menschen zwingen sich mit enormen Energieaufwand dazu, weiter zu machen, auch wenn ihre physischen Kräfte auch erschöpft sind
Mit der Bachblüte zwingen sie sich zu nicht mehr weiter zu machen, und schonen ihre physischen Kräfte
Genetische Einflüsse
Da Übergewicht und Adipositas familiär gehäuft auftreten kann, lag schon immer die Ver-mutung nahe, dass genetische Ursachen an deren Entstehung beteiligt sind.
Genetische Ursachen der Adipositas
Die Fähigkeit des menschlichen Organismus, Nahrungsenergie unabhängig von der Aufnahmeform (Kohlenhydrate, Proteine, Fett) in den Triglyceriden des Fettgewebes zu speichern, war für die Entwicklung der Spezies von elementarer Bedeutung. Nur dadurch konnten vor- und frühgeschichtliche Hominiden saisonale Schwankungen in Menge und Qualität des Nahrungsangebotes ausgleichen. Für den rezenten Menschen der nördlichen Hemisphäre ebenso wie zunehmend in Schwellenländern mit konstantem Überangebot an Nahrungsenergie und gleichzeitig abnehmendem Energieverbrauch wird die effiziente Energiekonservierung jedoch zum „genetischen Bumerang“, da sie zur übermäßigen Anlage von Depotfett mit den bekannten pathophysiologischen Konsequenzen führt.
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