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Rose
Die Rosen sind die namensgebende Pflanzengattung der Familie der Rosengewächse. Die Gattung umfasst je nach Auffassung zwischen 100 und 250 Arten, die mit ihren typischen Merkmalen Stacheln, Hagebutten und unpaarig gefiederten Blättern eine sehr gut abgegrenzte Gattung bilden. Es sind Sträucher mit meist auffälligen, fünfzähligen Blüten. Die meisten Arten sind nur in der Holarktis verbreitet und wachsen bevorzugt auf kalkhaltigen Böden. Die Wissenschaft von den Rosen wird als Rhodologie bezeichnet.
Die Rose ist die unangefochtene Blume der Liebe. Sie wächst in nahezu jedem Garten und spielt in jedem Blumengeschäft eine Hauptrolle. Im Orient werden Süßspeisen mit den duftenden Blättern der Rose aromatisiert und auch in der Kosmetik wird sie gerne verwendet. Dass die Rose auch eine Heilpflanze ist, ist jedoch kaum bekannt. Sie kann gegen Heuschnupfen helfen und auch gegen leichte Herzbeschwerden kann man sie verwenden. Außerdem lindert sie Frauenbeschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel.
Gärtnerisch ist zwischen Wildrosen und Kulturrosen zu unterscheiden. Die Rose wird seit der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnet. Rosen werden seit mehr als 2000 Jahren als Zierpflanzen gezüchtet. Das aus den Kronblättern gewonnene Rosenöl ist ein wichtiger Grundstoff der Parfumindustrie.
 
Steckbrief
Heilwirkung: adstringierend, blutreinigend, blutstillend, nervenstärkend, Heuschnupfen, Lungenschwäche, Mundentzündungen, Verstopfung, Durchfall, Leberschwäche, Gelbsucht, Herzbeschwerden (leichte), Ohnmacht, Schwindel, Kopfschmerzen, Melancholie, Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Augenschmerzen, Gebärmutterschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, Leichte Verbrennungen, Schwer heilende Wunden, Gesichtsrose
wissenschaftlicher Name: Rosa centifolia, Rosa gallica
Pflanzenfamilie: Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name: Rose
volkstümliche Namen: Centifolie, Bischofsrose, Fleischrose, Gartenrose, hundertblättrige Rose, Jungfern-rose, Kaiserrose, Knopfrose, Moosrose, Pomponrose, Trianonrose, Vielblättrige Rose
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Gerbstoff, Gerbsäure, Geraniol, Saponine
Sammelzeit: Juni bis August
 
Anwendung
Die wichtigste Nutzung der Rosen ist die Verwendung als Zierpflanze, sowohl als Gartenpflanze als auch als Schnittblume. Das Rosenöl wird in der Parfumindustrie verwendet. Das bei der Gewinnung von Rosenöl anfallende Rosenwasser wird bei der Herstellung von Marzipan und Lebkuchen verwendet. In der Heilkunde werden ganze Hagebutten, Hagebuttenschalen und die Hagebuttenkerne genutzt. Verwendet werden verschiedene Arten, vorwiegend Rosa canina und Rosa pendulina. Die Hagebutten enthalten getrocknet zwischen 0,2 und 2% Ascorbinsäure, reichlich Pektine (rund 15%), Zucker, Fruchtsäuren, Gerbstoffe und geringe Mengen ätherisches Öl. Verwendet werden Hagebutten gegen Erkältungskrankheiten, Darmerkrankungen, Gallenleiden, als Diuretikum, bei Gicht und Rheuma. Die Wirksamkeit ist in allen Fällen nicht bzw. nicht ausreichend belegt. Für die diuretische Wirkung könnten der Pektin- und Fruchtsäuregehalt verantwortlich sein. Verwendet werden die Hagebutten besonders in Frühstücktees. Frische Hagebutten werden zu Marmeladen verarbeitet. Zum Kochen mit Heilwirkungen hat man bspw. in einem Kochbuch von 1547 gesprochen: Rosenhonig sterket und reinigt den magen/von böser feuchtigkeit/reiniget und heilet gschwer/Feul und Schaden des Munds/Zahnfleisch/Hals und Gurgeln. Auch in der Aromatherapie wird der Rosenduft aufgrund seiner entspannenden Wirkung zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. In Asien werden in der Volksmedizin auch getrocknete Blüten, Blätter und Wurzeln verwendet. Das Holz wird in der Kunsttischlerei für Drechsel- und Einlegearbeiten verwendet.
Rosentee
Die Rosenblüten kann man für Rosentee benutzen. Dazu bereitet man einen Aufguss mit einem TL getrock-neten Rosenblüten pro Tasse Wasser. Diesen Tee lässt man fünf bis zehn Minuten ziehen. Er wird dann rosa und schmeckt leicht adstringierend. Man kann den Rosentee mit Honig süßen. Rosentee hilft bei der Blutreinigung und zur Stärkung von Herz und Nerven. Auch gegen Kopfschmerzen und Schwindel kann man Rosentee trinken. Bei zu starker Periodenblutung kann der Rosentee lindernd wirken.
Rosentee äußerlich
Rosentee kann man in Form von Umschlägen, Waschungen oder für Teilbäder gegen hartnäckige Wunden und leichte Verbrennungen verwenden. Als Mundspülung hilft Rosentee gegen Mundentzündung und Zahnfleischentzündung. Auch in Salben und Cremes wirkt die Rose sehr hautfreundlich.
Rosenwein
Mit Weißwein und Rosenblütenblättern kann man eine Abkochung zubereiten. Dieser Rosenwein hilft gegen Erschöpfung und Gebärmutterschmerzen. Wenn man den Mund mit Rosenwein ausspült lindert er Zahn-schmerzen und Mundschleimhautentzündungen. (Bei Karies muss man natürlich zum Zahnarzt gehen). Man kann den Rosenwein auch als Umschlag auf Stirn und Kopf legen, um Kopfschmerzen zu behandeln.
Frische Blütenblätter
Die frischen Blütenblätter kann man zur Linderung von Gesichtsrose (Erysipel) aufs Gesicht legen.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl der Rose ist sehr kostbar, weil man extrem viele Blüten braucht, um es herzustellen. Als Bestandteil von Salben und Cremes ist es nicht nur ein Wohlgeruch, sondern hat auch pflegende und lindernde Wirkung. Rosenöl wirkt entspannend und fördert die Sinnlichkeit.
 
Geschichtliches
Ihren für uns wichtigsten Ursprung hat die Rose in Persien, wo eine Vielzahl von Rosenarten wächst. Allerdings wachsen auch in vielen anderen Ländern der Nordhalbkugel wilde heimische Rosen, nicht jedoch auf der Südhalbkugel, wo alle Rosen eingeführt wurden. In den Rocky Mountains hat man sogar Rosenblätter-Fossilien gefunden, die etwa 35 Millionen Jahre alt sind. Aus China wurde von Konfuzius schon etwa 500 Jahre v. Chr. von Rosenkulturen berichtet, die in königlichen Gärten angepflanzt wurden. Über Kleinasien wurde die Rose von Persien aus nach und nach erst in den Mittelmeerraum und später von den Römern auch nach Mitteleuropa gebracht. Im antiken Griechenland und in Rom war die Rose sowohl wegen ihres Duftes als auch wegen ihrer Heilwirkung sehr beliebt. Karl der Grosse verpflichtete 794 jedes Landgut zum Anbau von Rosen, neben vielen anderen Heil- und Nutzpflanzen. Dadurch wurde die Rose in Mitteleuropa zum festen Bestandteil der Gärten. Die Rose ist voller Symbolik. So steht sie beispielsweise für die Verschwiegenheit, aber auch für die Liebe, für die Frau, die Weisheit und für die Arbeiterbewegung.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Rose kommt ursprünglich vor allem aus Persien, wo es auch heute noch die meisten Rosenarten gibt. In Gärten ist die Rose inzwischen fast auf der ganzen Welt verbreitet und manche Rosenarten wachsen sogar wild. Es gibt hunderte von Rosenarten, in verschiedensten Formen und Farben. Traditionelle Rosenarten sind die Centifolien-Rosen und die Essigrosen. Die Centifolien-Rosen haben ihren Namen von den hunderten von Blütenblättern, die ihre Blüten füllen. Hundert Blütenblätter sind natürlich übertrieben, aber die Blüten dieser Rosenart, und der meisten anderen gefüllten Zierrosen, haben in der Tat sehr viele Blütenblätter, denn ein Großteil der Staubblätter sind zu Blütenblättern verwandelt worden. Rosen können kniehoch sein, oder kleine Büsche oder sogar viele Meter hohe Kletterpflanzen. Der Wuchsform der Rosen sind kaum Grenzen gesetzt. Die meisten Rosen haben Stacheln, die auch sehr unterschiedlich beschaffen sein können. Die Blätter der Rosen sind meistens glänzend und mit stacheligem Rand. Die duftenden Blüten sind der heilkräftige Teil der Rosen. Man kann fast alle Rosenblüten für Heilzwecke einsetzen, Hauptsache sie duften. Außerdem ist es wichtig, dass sie leicht zusammenziehend schmecken, das ist vor allem bei roten Rosen der Fall. Aus einmalblühenden Rosenblüten entwickeln sich bis zum Herbst rote Hagebutten, die sehr vitaminreich sind.
Die Rosen-Arten sind sommergrüne, selten immergrüne Sträucher. Ihre selbständig aufrechten oder kletternden Sprossachsensind bis zu 4 Meter hoch. Am Boden aufliegende Sprossachsen werden länger, manche sind niederliegend oder kriechend. Viele Arten entwickeln verholzte Bodenausläufer und bilden dann Kolonien. Die Sprossachsen können mit Drüsen oder Haaren besetzt sein, beides kann auch fehlen. Das Vorhandensein von Drüsen ist mit mehr oder weniger starkem Duft gekoppelt. Die Behaarung (Indument) kann alle oberirdischen Organe (mit Ausnahme der Hagebutten und Staubblätter) betreffen, die Form, Zahl und Verteilung der Haare ist charakteristisch für bestimmte Sippen, wobei die Behaarung ein ontogenetisch kon-stantes Merkmal ist (Verkahlen im Alter ist sehr selten).
Stamm, Äste und Zweige sind mit Stacheln besetzt, die im Volksmund häufig als Dornen bezeichnet werden. Die Stacheln dienen zum einen als Schutz gegen Tierfraß, zum anderen bei Spreizklimmern zum Festhalten an den Stützen. Die Stacheln können bei einer Pflanze gleichartig oder verschiedenartig sein. Dabei ist häufig die Form an Kurztrieben anders als an Langtrieben. Die bodennahen Bereiche sind oft besonders reich an Stacheln. Die Grundtypen werden als hakig, sichelig, leicht gekrümmt, gerade, Nadelstachel und Stachelbor-ste bezeichnet; es kommen Zwischenformen vor.
Die wechselständig und in 2/5-Stellung stehenden Laubblätter sind mehr oder weniger lang gestielt. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besteht aus meist fünf bis neun Fiederblättchen, es können drei bis 19 sein. Lediglich bei Rosa persica sind die Laubblätter einfach und die Nebenblätter fehlen. Auch bei den Blättern können Drüsen und Haare vorkommen oder auch fehlen. An der Blattspindel sitzen manchmal kleine Stacheln oder Stachelborsten. Die Fiederblättchen sind sehr unterschiedlich gestaltet, meist sind sie elliptisch bis eiförmig, verkehrt-eiförmig oder rundlich. Der Blättchenrand ist – regelmäßig oder unregelmäßig – einfach oder mehrfach gesägt, seltener gekerbt oder annähernd ganzrandig. Nebenblätter sind vorhanden.
Die Blüten stehen end- oder seitenständig in traubigen, rispigen, manchmal doldig verkürzten Blütenständen. Der Blütenstand kann auch auf eine einzelne Blüte reduziert sein. Hochblätter werden gebildet, selten sind sie hinfällig oder fehlen. Ein Außenkelchwird nicht gebildet. Die gestielten bis sitzenden Blüten sind meist ansehnlich und häufig duftend. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es gibt fünf Kelchblätter, nur bei Rosa sericea vier. Sie sind meist lanzettlich, laubblattartig, ungeteilt oder es sind die beiden äußeren auf beiden Seiten und das mittlere auf einer Seite geteilt: fiederteilig, -schnittig oder -spaltig. Auch der Kelch kann behaart oder mit Drüsen besetzt sein. Er ist nach der Blüte zurückgeschlagen, abstehend oder aufgerichtet; zur Fruchtreife ist er bereits abgefallen, abfallend (fällt etwa zur Fruchtreife ab) oder krönt die Frucht. Der Durchmesser der Blütenkrone beträgt meist 3 bis 7 Zentimeter, kann aber auch zwischen 1 und 10 Zentimeter liegen. Die fünf (bei einer Art vier) Kronblätter sind hinfällig, ihre Farbe ist meist rosa bis rot, oder weiß, seltener gelb, etwa bei nicht-mitteleuropäischen Arten und Kulturrosen. Bei vielen Kulturformen ist die Blüte durch Umwandlung von Staubblättern in Kronblätter gefüllt. Der je nach Art unterschiedlich geformte Blütenbecher ist mehr oder weniger urnenförmig, drüsig oder drüsenlos, manchmal stachelborstig. Der obere Bereich des Blütenbechers ist verengt und als Dis-kus ausgebildet: er ist dem nektarbildenden Drüsenring anderer Gattungen homolog, bildet jedoch nur bei wenigen Rosenarten Nektar. In der Mitte des Diskus öffnet sich der Griffelkanal: durch ihn treten die Griffelbündel ins freie, die Narbenköpfe stehen hier halbkugelig bis straußförmig. Sie können dem Diskus aufliegen oder deutlich über ihn hinausragen. Die Anzahl der Staubblätter ist bei den Rosen wie bei vielen Rosengewächsen durch sekundäre Polyandrie erhöht, es sind meist 50 bis 200, selten 20 bis 265 vorhanden. Sie stehen vor den Kronblättern und setzen am Rande des Blütenbechers an. Die Staubbeutel sind nach innen gerichtet, von gelber bis oranger oder brauner Farbe. Die Staubfäden haben meist eine davon abweichende Färbung und sind meist weiß oder strohgelb. Der Pollen ähnelt im Aufbau stark dem Pollen von Rubus: das Pollenkorn hat drei Furchen, seine Oberfläche ist rugulatstriat (hat kürzere bis längere, mehr oder weniger parallel laufende Rippen), im Gegensatz zu Rubus jedoch ein Operculum. Der Rosenpollen ist bei vielen Arten größer als 25 Mikrometer. Nur ein Teil des Pollen ist fertil, besonders in der Sektion Caninae sind verformte, geschrumpfte Pollenkörner häufig. Es gibt zahlreiche, nicht verwachsene Fruchtblätter. Ihre Zahl liegt meist zwischen 10 und 50, kann aber auch 4 bis 140 betragen. Sie sitzen am Grund oder an der Wand des Blütenbechers, oder sind kurz gestielt. Jedes Fruchtblatt trägt ein bis zwei Samenanlagen. Der Griffel setzt seitlich oder selten endständig an. Die Griffel sind frei, bei wenigen Arten sind sie miteinander verwachsen. Die Narbe ist kopfig, behaart oder kahl.
Die Frucht der Rosen ist die Hagebutte: sie ist eine Sammelnussfrucht. Die Einzelfrüchte sind einsamige Nüsschen von gelber bis brauner Farbe. Sie sind vom mehr oder weniger fleischigen, vergrößerten Blütenbecher umgeben, der innen oft behaart ist. In reifem Zustand ist die Hagebutte fleischig bis ledrig, weich bis hart. Sie kann sich lange an der Pflanze halten oder früh abfallen. Zur Fruchtreife ist sie häufig rot bis orange, in seltenen Fällen braun bis schwarz. Die Einzelfrucht – das Nüsschen, oft als Kern bezeichnet – ist meist drei bis sechs, selten zwischen 2,5 und acht Millimeter lang, 2,5 bis 3,5 (selten zwei bis sechs) Millimeter breit, stark behaart bis annähernd kahl. Die Anzahl der Nüsschen liegt bei mitteleuropäischen Arten meist zwischen 10 und 30 pro Hagebutte, selten zwischen 1 und 45. Bei Rosa rugosa sind es über 100, bei Rosa clinophylla bis 150. Die Anzahl hängt auch von der Art der Samenbildung ab: die Zahl sinkt von echter Fremdbefruchtung, Nachbarbefruchtung über Selbstbefruchtung bis zur Apomixis, bei der die wenigsten Samen gebildet werden. Die Nüsschen werden durch Zerfall der Hagebutte im Winter bis Sommer des Folgejahres frei oder durch die Zerstörung der Hagebutte durch Tiere verbreitet.
 
Sammeltipps
Die Blütenblätter der Rose werden gesammelt, wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind. Dann werden sie im Schatten zügig getrocknet. Man kann auch die Knospen der Rosenblüten ernten und trocknen.

Perubalsam
Perubalsam ist ein Balsam der aus dem Balsambaum gewonnen wird. Entgegen seinem Namen stammt er aus Mittelamerika und Südostasien, Sri Lanka. Der Name Peru-Balsam ist entstanden weil Mittelamerika, zur Zeit der Eroberung Mittel- und Südamerikas durch die Spanier, zum Vizekönigreich Peru gehörte.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Frostbeulen, Hämorrhoiden, Krätze, antiseptisch, chronische Bronchitis, eitrige Wunden
wissenschaftlicher Name: Myroxylon Balsamum
Verwendete Pflanzenteile: Balsam (Harz)
 
Verwendung
Er findet Verwendung in der Medizin als Wundheilmittel (5–20 %) in Salben, Hämorrhoidenzäpfchen, sowie in der Parfümerie als fixierende Komponente, um warme Süße zu vermitteln. Manchmal wird er als Räucherwerk verwendet. In der römisch-katholischen Kirche wurde Perubalsam durch einen Erlass von Papst Pius V. zum offiziellen Ersatzstoff für echten Weihrauch zur Verwendung in der Liturgie gemacht, da Weihrauch früher schwer erhältlich und zu teuer war. Der beimVerbrennen entstehende Duft erinnert entfernt an Schokolade. Allerdings reizt der Rauch des Balsams stark die Atemwege und löst schnell heftiges Husten aus. Die Kosmetikrichtlinie der EU verbietet seit Juli 2005 den Einsatz von Perubalsam als Duftinhaltsstoff wegen häufig auftretender Kontaktallergien. Die Parfümhersteller verwenden an seiner Stelle das als unbedenklich geltende Perubalsamöl, das durch Destillation aus dem Balsam gewonnen wird

 
Bachblüten
Ich fühle mich unausgeschlafen (White Chestnut)
Diese Menschen fühlen sich sehr häufig unausgeschlafen
Mit der Blüte können sie diese unausgeschlafene überwinden
Bachblüten
Ich bin ziellos (Wild Oat)
Diese Menschen sind ziellos und wissen nicht wo es lang geht
Mit der Bachblüte können sie ihr Ziel wieder fixieren
Praxistipps für Vorschulkinder
-     Auf „Junkfood“ wie Chips, Limonaden, Bonbons und Süßigkeiten so gut wie möglich verzichten
-     Vorrat an gesunden Zwischenmahlzeiten
-     Das Kind zu viel Bewegung ermutigen
-     Wenigstens eine Mahlzeit zusammen mit allen Familienmitglieder einnehmen
-     Vorbild sein
-     Kein Druck ausüben
-     Dem Kind nicht jedes Mal etwas anderes zubereiten, wenn es das essen verschmäht
Hildegard von Bingen
Grundsätzlich unterscheidet Hildegard bei den Pflanzen zwischen warmen und kalten. Dies ist stets der erste Punkt ihrer Betrachtung. Als zweites Merkmal verwendet sie die Unterscheidung zwischen feucht und trocken. Zum Schluß des jeweiligen Kapitels ihrer „Naturkunde“ (Physica) wird zu einer Pflanze ihre Bedeutung für die Heilkunde dargestellt und es werden Gebrauchsanweisungen gemacht. Dabei ergeben sich die Verwendungen aus der Erklärung der pflanzlichen Eigenschaften, dem Mehr oder Weniger an Warm und Kalt, Feucht und Trocken. Manchmal werden auch regelrechte Rezepte gegeben.
Hildegards Schriften zur Heilkunde, gesammelt in Causae et curae, entstanden zwischen 1150 und 1160 und beginnen mit der Schöpfung, die auch die Verbundenheit von Körper und Seele erklärt. Es folgen der Bau des Kosmos und die Weltelemente. In Kapitel vier und fünf schließlich finden sich Abhandlungen über den gesunden und kranken Menschen sowie heilkundliche Methoden aus der traditionellen Klostermedizin. Auch Frauenbeschwerden und -erkrankungen werden in einer für das Mittelalter erstaunlichen Ausführlichkeit und Offenheit behandelt. Michaela Diers, Historikerin und Autorin eines Hildegard-Porträts, schreibt: Auffallend sind die bisweilen exakten Beobachtungen natürlicher Phänomene sowie die sich von der Prüderie späterer Jahrhunderte wohltuend abhebende Unbefangenheit, mit der Fragen der Geschlechtlichkeit behandelt werden. Einen offenkundig hildegardischen Geist atmen all jene Stellen, die sich um ihren Zentralgedanken, das innere Ordnungsgefüge der Schöpfung, drehen, dass alles Geschaffene und folglich auch das Verhältnis zwischen Körper und Seele bestimmt.

Sebastian Kneipp
Nach dem frühzeitigen Tod seiner Mutter verliert Sebastian Kneipp auch noch seine gesamten hart verdienten Ersparnisse, als das Elternhaus bei einem Brand zu Schaden kommt. Mit dem aussichtslos erscheinenden Wunsch, Pfarrer zu werden, beschließt er 1842, von zu Hause wegzugehen.
In Kaplan Matthias Merkle von Grönenbach findet er seinen Gönner, der ihm zu einer Stelle als Knecht verhilft und ihn auf den Besuch des Gymnasiums vorbereitet. Bereits als 23jähriger muss Kneipp die Folgen seiner anstrengenden und kargen Kindheit büßen:
War ich früher an viel schwere körperliche Arbeit gewöhnt, hatte ich auch die beste, einfachste, starke Landkost, Winter und Sommer viel Bewegung und feie Luft, so fühlte ich jetzt eine zunehmende Schlaffheit in meinem ganzen Körper. Gerade so merkte ich auch, dass die Geisteskräfte überladen wurden und so fühlte ich mich von Woche zu Woche müder und abgeschlagener, es schwanken Appetit und Schlaf und ich kann soweit, dass ich in der dritten Gymnasialklasse die Hälfte der Zeit im Bett zubringen musste.
Obwohl bereits beide Lungenflügel schwer angegriffen sind, besteht er dennoch 1848 in Dillingen erfolgreich das Abitur
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