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Koloquinten ttt
Die Koloquinte, auch Pomaquinte, Alhandal, Koloquintenkürbis, Bitterkürbis, Purgiergurke oder Teufelsapfel, ist eine giftige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Früher zur Desinfektion der Harnwege und Bronchien
wissenschaftlicher Name: Citrullus colocynthis
Verwendete Pflanzenteile: Balsam
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Koloquinten nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Die Koloquinte wurde und wird als Medizinialpflanze angebaut, vor allem im Mittelmeergebiet, in Afrika und Indien. Verwendet wird das getrocknete Fruchtfleisch von unreifen, aber ausgewachsenen Früchten. Zu den Anwendungsgebieten in der Volksmedizin zählen Geschwüre, Asthma, Bronchitis, Gelbsucht, Dyspepsie, Verstopfung, Anämie, aber auch Tumoren, Wassersucht, Probleme mit dem Harnablassen, Rheumatismus und Schlangenbisse. Die seit der assyrischen Zeit kultivierte Pflanze wurde ebenfalls im alten Rom zur Bekämpfung von Nagetieren verwendet. Die medizinische Nutzung ist bereits im Papyrus Ebers (1600 v. Chr.) beschrieben. Insbesondere bei Erkrankungen des Bauches ist die Anwendung beschrieben. Salomo ließ gegossene Abbilder der (höchstwahrscheinlich) Koloquinte als Dekoration am Rand um sein Wasserbecken herum anbringen. Darüber hinaus werden die nichtbitteren Samen gegessen und in Afrika das aus ihnen gewonnene Öl zum Kochen verwendet. Auch zur Behandlung des Aussatzes galt das Koloquintenmark als geeignet. Die unerwünschten Wirkungen der Koloquinte waren bereits früh bekannt und wurden im 16. Jahrhundert von dem Wormser Stadtarzt Philipp Begardi deutlich beschrieben: „Coloquint ist eyn boeß gifftige artznei, letziget den magen und die leber, betrübet die andern inwendigen glider auch, zerreißt die adern, schabt die daerm, bringt das krimmen, den bluotfluß, und laem in glidern“.

Pflanzenbeschreibung
Die Koloquinte ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit Knollen. Sie wächst niederliegend oder kletternd, wird bis zu zehn Zentimeter hoch und kann einen Durchmesser von zwei Meter überwachsen. Die Blätter sind gestielt und drei bis neun Zentimeter lang und ebenso breit. Sie sind handförmig drei- bis fünffach gelappt, haben einen herzförmigen Blattgrund. Die Spreite ist beidseitig behaart. Die Ranken sind einfach oder verzweigt. Die Blüten stehen einzeln meist in Blattachseln. Sie sind meist gelb. Der Fruchtknoten enthält 20 bis 50 Samenanlagen. Der einfache Griffel trägt eine dreilappige Narbe. Blütezeit ist im Mittelmeergebiet Mai bis September. Die Frucht ist eine fleischige, grüne, weiße oder gelbe Panzerbeere von 25 bis 70 (selten 120) Millimeter Länge und 25 bis 80 (selten 120) Millimeter Breite. Im Jahr 2012 wurde die Koloquinte in Deutschland zur Heilpflanze des Jahres gekürt.

Pomeranzen
Die Bitterorange oder Pomeranze, auch Sevilla-Orange und Saure Orange genannt, ist eine Zitruspflanze. Ihre Frucht ist orangenähnlich, aber bitter und kleiner. Entstanden ist die Bitterorange vermutlich als Hybride zwischen Pampelmuse und Mandarine, wahrscheinlich im Süden Chinas.
Die Heimat der Pomeranzen ist heute nicht mehr feststellbar, Wahrscheinlich wuchsen die ersten Bäume mit der orangefarbenen Frucht in den südlichen, tropischen Gebieten des Himalaya oder in den Gebirgsregionen Chinas. Fest steht, dass der Baum seit mehr als 4000 Jahren vor allem wegen seiner aromatischen Frucht kultiviert wird.
Die aus den gleichen Elternarten entstandene süße Orange wird wegen ihrer gänzlich unterschiedlichen Verwendung von den Bitterorangen unterschieden. Während die Bitterorange spätestens im 11. Jahrhundert nach Italien gekommen ist, wurde die süße Variante erst im 15. Jahrhundert nach Europa eingeführt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Appetitlosigkeit, Magensaft fördernd, beruhigend, kräftigend
wissenschaftlicher Name: Citrus aurantium
Verwendete Pflanzenteile: Unreife Früchte, Pomeranzenschale, ätherisches Öl
 
Verwendung
Aus der äußeren Fruchtschale wird Orangeat und aus der gesamten Frucht Orangenmarmelade hergestellt, wobei die äußere Fruchtschale abgeschält und zerkleinert (cut) dem Gelee beigegeben wird. Außerdem werden Schalen und Saft der Pomeranze für die Herstellung des Likörs Curaçao und der italienischen Bitterorangenlimonade Aranciata Amara benötigt. Die Chinottofrucht, vermutlich eine Varietät der Bitterorange, ist Basis für die Chinottolimonade; diese italienische Cola gab ihrerseits das Vorbild für das maltesische Kinnie ab. Beide Produkt- bzw. Markennamen verweisen auf China als mutmaßliche Heimat der Ursprungspflanze.
Die Pomeranze liefert auch der Parfümerie gleich drei sehr wichtige Duftbausteine, die sich geruchlich deutlich voneinander unterscheiden:
Neroliöl aus den Blüten. Als Nebenprodukt der Wasserdampfdestillation fällt als Kondenswasser das sogenannte Orangenblütenwasser an.
Bitterorangenöl aus den Fruchtschalen. Wichtiger Duftbaustein in Eau de Cologne und vielen frischen zitronigen Duftwässern.
Petitgrainöl Bigarade aus Blättern, Zweigen und den unreifen grünen Früchten. Als Nebenprodukt fällt das Eau des Brouts an.
In mittelalterlichen Duftrezepturen verwendete man auch ein wässriges Destillat aus den Blüten, das Aqua Naphae genannt wurde.
Synephrin ist ein in der Bitterorange vorkommender Stoff, der als Fatburner vermarktet wird. Es werden ähnliche Effekte wie bei dem pharmakologisch verwandten Ephedrinversprochen, die tatsächliche Wirksamkeit ist allerdings sehr umstritten.
Hesperidin wird aus der getrockneten Frucht mittels Auskochen mit Wasser und anschließender Extraktion mit Natronlauge gewonnen. Dieser Naturstoff dient als Ausgangsprodukt der Synthese von Diosmin, einem Wirkstoff für Arzneimittel des kardiovaskulären Systems.
Furanocumarine sind blutverdünnende Substanzen, welche die Haut lichtempfindlicher (Photosensibilisierung) machen. Daher kann es bei gleichzeitiger intensiver Einwirkung von UV-Licht (Sonnenstudio bzw. intensives Sonnenlicht) zu Hautreizungen führen. Zusätzlich sind auch in geringen Mengen Cumarine enthalten.
Die getrocknete Blütendroge wird als Geschmacks- und Geruchskorrigens[] in pharmazeutischen Zubereitungen, vor allem Tees eingesetzt.
 
Beschreibung
Die Bitterorange wächst als immergrüner, bis zehn Meter großer Baum mit einer runden Krone. Die Zweige sind in den Blattachseln mit Dornen besetzt, die meist dünn und kurz sind, an jungen, stark wachsenden Trieben aber auch fünf bis acht Zentimeter Länge erreichen können.
Die ovalen Blätter enden in einer etwas ausgezogenen, aber stumpfen Blattspitze und sind am Blattgrund abgerundet bis keilförmig zulaufend. Der Blattstiel ist zwei bis drei Zentimeter lang und deutlich herzförmig verbreitert (geflügelt): Die Breite beträgt nahe der Blattspreite ein bis zwei Zentimeter, zum Spross hin läuft die Verbreiterung keilförmig aus. Die Blätter enthalten Öldrüsen, der Geruch des Öls (Petitgrain) wird als angenehm empfunden.
Die weißen Blüten duften ebenfalls stark. Fünf bis zwölf Prozent der Blüten enthalten nur Staubgefäße, kein Gynoeceum.
Die Früchte sind rundlich, etwas abgeplattet, die im reifen Zustand leuchtend orange Schale ist dicker und unebener als die der Orange. Die äußere, farbige Schale lässt sich relativ leicht abschälen. Im Innern ist die Frucht in zehn bis zwölf Segmente eingeteilt, viele Sorten enthalten zahlreiche Samen. Das Fruchtfleisch ist sauer, die weiße Schicht unter der Schale (Mesokarp, Albedo) und die Häutchen um die einzelnen Segmente (Endokarp) schmecken bitter. Die zentrale Achse der Frucht ist zur Reifezeit meist hohl. Erntezeit im Mittelmeerraum ist Januar bis Februar.

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Mit der Blüte können sie das egoistische abstreifen
Ernährungsempfehlungen und Lebensmittelauswahl bei erhöhten Blutfetten
Die Ernährung hat bei Fettstoffwechselstörungen einen hohen Stellenwert und stellt die Grundlage der Behandlung dar.
Häufig ist falsche Ernährung ausschlaggebend für das Auftreten von Fettstoffwech-selstörungen. Dann ist die Ernährungsumstellung die vorrangige und häufig alleine therapeutische Maßnahmen.
Erhöhte Blutfette: Ernährungstipps
Besonders empfehlenswert ist eine obst- und gemüsereiche sowie fettarme Mischkost, die im Wesentlichen der Österreichischen Ernährungspyramide entspricht. Die Erfolge durch eine Ernährungsumstellung können allerdings je nach erblicher Fettstoffwechseldisposition unterschiedlich stark ausfallen. Generell sollte beim Konsum von Fetten auf gute Qualität Wert gelegt werden.
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