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Kürbis
Die Kürbisse bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse. Fünf Arten werden kultiviert: Cucurbita argyrosperma, Feigenblatt-Kürbis, Riesen-Kürbis, Moschus-Kürbis und Garten-Kürbis.
Der Kürbis dient nicht nur als Grimassen-Laterne bei Halloweenfesten oder als Zierde in manchen Haushalten. In den letzten Jahren wird er auch als Gemüse immer beliebter. Und seine gerösteten Kerne sind eine begehrte Leckerei. Als Heilpflanze wird der Kürbis immer bekannter, weil er eine der wenigen Pflanzen ist, die gegen Prostatabeschwerden hilft. Er hilft jedoch auch bei Problemen des Harnapparates und des Verdauungssystems.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Kerne: harntreibend, Blasenschwäche, Prostatabeschwerden, Würmer, Fruchtfleisch: Magen schonend, Fettsucht, Gicht, Rheuma, Herzbeschwerden, Nierenschwäche, Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Cucurbita pepo
Pflanzenfamilie: Kürbisgewächse = Cucurbitaceae
englischer Name: Pumpkin
volkstümliche Namen: Kürwes, Kerwes, Kerbs, Plumpers, Plutzer
Verwendete Pflanzenteile: Samen, Fruchtfleisch
Inhaltsstoffe: Proteine, Globulin, Lecithin, Rohrzucker, Fettes Öl, Linolsäure, Phytosterin, Edestin, Phytin, Harz, Enzyme, Diastase, Urease, Emulsin, Salizylsäure, Spurenelemente, Kalium, Magnesium, Kieselsäure, Natron, Vitamine
Sammelzeit: September bis Dezember
 
Anwendung
Fünf Arten der Gattung Cucurbita werden vom Menschen kultiviert. Garten-, Riesen- und Moschus-Kürbis sind dabei die wichtigeren; Cucurbita argyrosperma und der Feigenblatt-Kürbis haben nur regionale Bedeutung. Die fünf Arten lassen sich durch Frucht- und Blattmerkmale unterscheiden, die in den jeweiligen Artikeln angegeben sind. Vertreter anderer Gattungen der Familie Cucurbitaceae werden häufig ebenfalls als Kürbisse bezeichnet und im Familien-Artikel unter Nutzung behandelt.  War das Verbreitungsgebiet der Kürbisse in präkolumbischer Zeit auf Amerika beschränkt, werden sie bereits seit dem 16. Jahrhundert weltweit in den warmen Gebieten angebaut.
Präparate aus Kürbiskernen erhält man inzwischen überall im Handel oder in Apotheken. Sie werden gegen Blasenschwäche und vor allem bei Prostatabeschwerden eingenommen. Man kann aber auch das Innere der Kürbiskerne knabbern. Geröstet sind sie sogar eine Leckerei. Gegen Bandwürmer isst man etwa 300g geschälte Kürbiskerne und eine Stunde später einen Esslöffel Rizinusöl, um die Würmer auszutreiben. Als Gemüse oder Suppe gegessen ist das Kürbis-Fruchtfleisch sehr magenschonend und fördert Verdauung und Stoffwechsel.
Medizinische Bedeutung
Als Heildroge dienen die Samen verschiedener Kulturvarietäten, heute vor allem von der gut untersuchten und wirkstoffreichen var. styriaca, dem Weichschaligen Steirischen Ölkürbis.
Wirkstoffe sind: Phytosterole, darunter delta-7-Sterole, Tocopherole wie Vitamin E, seltene Aminosäuren wie das wurmwirksame Cucurbitin, Spurenelemente wie Selen, Mangan, Kupfer, Zink und auch fettes Öl.
Anwendung: Heute werden die Kürbissamen vor allem bei Reizblase und Beschwerden, wie sie beim Wasserlassen bei gutartiger Prostatavergrößerung auftreten, eingesetzt. Die Sterole sollen hierbei Bindung und Speicherung von Dihydrotestosteron beeinflussen, das für die Vergrößerung der Prostata verantwortlich gemacht wird. Auch Tocopherole und Selen mit entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften werden als weitere Wirkstoffe diskutiert.
Kürbissuppe
Schneide das Fruchtfleisch eines Kürbisses in handliche Stücke. Bei großen Kürbissen reicht auch ein Teil der Frucht. Bedecke die Kürbisstücke in einem Topf mit Wasser. Bringe Wasser und Kürbis zum Kochen und lass es dann mindestens 30 Minuten köcheln. Füge nach Geschmack Gemüsebrühpulver und geriebene Muskatnuss ein. Püriere die weichgekochte Kürbissuppe mit einem Pürierstab. Verfeinert die Suppe mit einem Schuss Sahne. Streue kleingehackte Petersilie auf die in Teller oder Schalen gefüllte Suppe.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Kürbisse sind einjährige, selten auch ausdauernde, krautige Pflanzen. Die meisten Arten, darunter alle kultivierten, sind eher mesophytisch und besitzen ein fädiges Wurzelsystem, nur wenige Arten sind xerophytisch und haben ein vergrößertes Wurzelsystem. Die Stängel sind meist niederliegend oder auch kletternd. Die Ranken sind drei- bis siebenfach verzweigt. Sie sind einhäusig (monözisch). Die Blüten stehen an langen Stielen einzeln in den Blattachseln. Der Kelch ist glockenförmig und hat fünf Zipfel. Die Krone ist mit 6 bis 10 cm Länge groß, bei beiden Geschlechtern fast gleich groß, glockig, fünfzipfelig, dabei maximal bis zur Hälfte geteilt. Die Blütenfarbe ist goldgelb, Cucurbita okeechobeensis hat cremefarbene Blüten. Die männlichen Blüten haben scheinbar drei Staubblätter, jedoch sind 2 + 2 + 1 verwachsen. Die Staubfäden sind frei, die Staubbeutel sind zu einer Säule verwachsen. Die weiblichen Blüten haben kleine Staminodien und einen drei- bis fünffächrigen unterständigen Fruchtknoten. Der eine Griffel ist kurz und trägt drei bis fünf zweilappige Narben. In einem Diskus und an der Basis des Hypanthiums wird Nektar produziert. Die Früchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große und vielsamige Panzerbeeren. Form, Größe und Farbe variiert je nach kultivierter Sorte sehr stark. Bei den Wildformen ist die Fruchtwand hart und verholzt und bleibt lange intakt. Nach langer Lagerung bleiben im Wesentlichen trockene Fruchtwand, Stiel und Samen übrig. Trockene Früchte sind auch schwimmfähig. Die Samen sind flach, im Umriss oval und haben einen verdickten Rand.
In Mitteleuropa wächst der Kürbis kaum je wild, aber er wird in Gärten und auf Gemüsefeldern immer mehr angebaut. Da die Kürbispflanze wärmeliebend ist, wird sie meistens an warmer Stelle vorgezogen und ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt, wenn sich die ersten großen Blätter zeigen. Schnell wächst die Kürbispflanze zu beachtlicher Größe heran. Die rauhen Blätter sind oft über 50 cm breit und die gesamte Pflanze wuchert im Beet über mehrere Quadratmeter. Einzelne Triebe können bis zu zehn Meter lang werden. Nach wenigen Wochen bilden sich große, leuchtend gelbe Blüten. Zuerst entstehen männliche Blüten und später auch weibliche. Nur wenn beide Sorten gleichzeitig blühen, können sie befruchtet werden und bei den weiblichen Blüten entwickelt sich aus dem bereits vorhandenen Knubbel ein richtiger Kürbis. Kürbisse können bis über 500 kg schwer werden, aber dies ist nur bei erfahrenen Hobbyzüchtern der Fall. Im Normalfall werden sie je nach Sorte ein bis mehrere Kilogramm schwer. Innen sind sie hohl und haben eine breite Schicht mit Fruchtfleisch. Im hohlen Innern befindet sich schwammartige lockere Kürbismasse mit fingernagelgroßen weißlichen Kernen.

Engelsüß
Der Gewöhnliche Tüpfelfarn ist eine auch als Engelsüß bekannte Art der Gattung Tüpfelfarne.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Gallentreibend, Gicht, Heiserkeit, Husten, Melancholie, Verstopfung, wundreinigend, Asthma, Bronchitis, Fieber, Rheuma, blutreinigend, galletreibend, schleimlösend
wissenschaftlicher Name: Polypodium vulgare
Verwendete Pflanzenteile: Strunk
Sammelzeit: September und Oktober
 
Anwendung
Die mit langen Spreuschuppen besetzten und manchmal dickknolligen Rhizome dieser Art haben durch hohe Anteile an Glycyrrhizin und verschiedenen Zuckern einen süßen Geschmack, worauf auch der alte deutsche Name Engelsüß hindeutet. Vor allem Osladin (von tschech. osladič Tüpfelfarn, zu osladit süßen), ein Steroidsaponin, trägt zum süßlichen Geschmack bei. Medizinisch verwendet wurden die auch Schleimstoffe enthaltenden Rhizome früher unter anderem gegen Husten und Heiserkeit. Ferner wurde die Pflanze in der Volksmedizin gegen Gicht und Leberkrankheiten verwendet. Ein enthaltener Bitterstoff ist für Darmwürmer giftig.
Heilkräftiger Pflanzenteil
Ist der Strunk, der ab September gesammelt wird. Er muss entweder sofort frisch verwendet oder kleingeschnitten und in einem dunklen Raum getrocknet werden. Auch muss die Droge in dunklen Gläsern, sehr trocken, aufbewahrt werden. Blechdosen eignen sich absolut nicht zum Aufbewahren, sondern nur dunkle und sehr gut verschließbare Glasgefäße.
Heil- und Wirkstoffe
Der Strunk enthält Gerbstoff, Glyzyrrhin, reichlich Schleim, Zucker, Fett, Harz und etwas ätherisches Öl. Die Pflanze würde es verdienen, noch näher untersucht zu werden.
Heilwirkung
Früher war der Strunk des Engelsüß offiziniell. Er gilt als ein Mittel zur Förderung der Gallenabsonderung und Stuhlgangförderung. Engelsüß ist heute fast nur noch in der Volksheilkunde üblich. In den Alpengebieten genießt diese Heilpflanzen hohes Ansehen.
Anwendung in der Volksheilkunde
Engelsüß wird bei Heiserkeit, Erkrankung der der Luftwege und Husten gerne als Brusttee eingenommen, da er schleimlösend wirkt. Auch wird der Engelsüß als ein sehr wirksames Mittel gegen die Gicht, Gelbsucht und Podagra angewendet.
Der Wurzelextrakt gilt als eines der besten Mittel gegen das Wechselfieber und auch Würmer werden damit bekämpft. – Als Abführmittel trinkt man den Tee. Von diesem Tee nehme man 3 Teelöffel voll, setze ihn mit 1 Tasse kaltem Wasser durch etwa 8 Stunden an und seihe dann ab. Der abgeseihte Teerückstand wird hierauf mit heißem Wasser abgebrüht. Man lässt 1 Stunde ziehen, seiht ab und mischt beide Tees zusammen. Diese Teemischung trinkt man schluckweise unter Tags.
Es ist leider ein weitverbreiteter Irrtum, dass der Tee gekocht werden müsse. Auch in der Volksheilkunde besteht diese irrige Ansicht. Durch das Kochen des Tees wird das Glyzyrrhin vollständig zerstört und ist der Tee wertlos.
Gegen Heiserkeit, Husten, Keuchhusten und Nasenpolypen wird ein Teeaufguss bereitet, von dem man 2 bis 3 Tassen am Tage schluckweise trinken soll. Bei Nasenpolypen wird außerdem der warme Teeaufguss wiederholt am Tage in die Nase aufgesogen.
Äußerlich wird der Teeaufguss für die Wundenreinigung verwendet.
Nasse Umschläge werden von der Volksheilkunde bei Verrenkung und Hautschrunden empfohlen.
In der Volksheilkunde gilt der auf Eichenstämmen wachsende Strunk als der heilkräftigste.
Bei beginnender Geisteskrankheit verwendet man einen Ansatz von Engelsüßwurzeln in Kornbranntwein. Dieser Ansatz muss an der Sonne etwa 8 bis 10 Tage destillieren. Man gibt von diesem Ansatz dem Kranken täglich 20 bis 30 Tropfen 3mal in Abständen ein.
Gegen Melancholie wird die Wurzel in Wein angesetzt und gibt man hievon dem Kranken 2 bis 3mal am Tage ein Stamperl voll.
Anwendung in der Tiermedizin
In den Alpenländern steht das als wurmtreibendes Mittel beim Vieh verwendbare
Engelsüß noch heute bei der Landbevölkerung in hohem Ansehen. Bei Schweineseuchen wird die zerkleinerte Wurzel dem Futter beigemengt. Die purgierende Wirkung treibt die Krankheitserreger aus dem Tierkörper und die Tiere gesunden rasch. Man soll Engelsüß bei tierseuchen auch den gesunden Tieren verfüttern, um dieselben gegen die Anfälligkeit widerstandsfähiger zu machen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die wintergrüne und ausdauernde Art verbreitet sich als Rhizom-Geophyt oder kriechender Chamaephyt und bildet häufig dichte Bestände. Die Blätter sind zweizeilig wechselständig gefiedert, ganzrandig und bleiben ganzjährig grün. Zur Sporenreife von Juli bis Oktober sind an den Unterseiten der ledrigen, zumeist dunkelgrünen, bis zu 50cm langen Blätter die namensgebenden, kreisrunden tüpfelartigen Sori besonders auffällig. Die Sporenreife ist von Juli bis Oktober.
Botanik
Die sogenannte ist der dahinkriechende knotige Strunk. Er liegt über dem Boden hin- und hergebogen, hat braun-gelbe Schuppen und man bemerkt zwei Zeilen von Blattnarben. Die lederigen Blätter überwintern, haben einfache, abwechselnde Fiederteile, runde Buchten, gegen die Spitze fein gezähnt. Die Pflanze ist blütenlos. Die Fruchthäufchen auf der Unterseite der Blätter sind deutlich erkennbar und in zwei Reihen angeordnet.
Geruch und Geschmack
Der Stunk riecht ranzig  und schmeckt zuerst süß, dann bitter und fast widerlich.
Sporenreife
Die Sporen reifen von Juni bis gegen Ende August.
Standort
Das Engelsüß kommt fast in allen Wäldern Europas vor, bevorzugt gute Walderde und Kalkböden und gedeiht gerne auf halbvermoderten Baumstümpfen.

Bachblüten
Ich kann mich schlecht für eine Sache entscheiden (Cerato)
Sie können sich schlecht für eine Sache entscheiden
Mit Cerato lernen sie sich leichter für eine Sache zu entscheiden
Bachblüten
Ich bin die meiste Zeit angespannt (Cherry Plum)
Diese sind die meiste Zeit angespannt
Mit der Bachblüte können sie diese Anspannung lösen
Übersicht Wurstwaren
Brühwürste: die Wurstmasse (Brät)-Fleisch, Speck, Nitrat, Salz, Gewürz und Wasser – wird bei 70-80°C gebrüht und teilweise geräuchert. Zum alsbaldigen Verzehr bestimmt.
Pariser, Extra, Frankfurter, Leberkäse, Dürre, Münchner Weißwurst, Mortadella, Bratwürste
Zur Herstellung von Brühwurst werden Fleisch, Fettgewebe, Salz, Gewürze und gegebenenfalls Zusatzstoffe zusammen mit Trinkwasser in Form von Eis gekuttert, also fein zerkleinert. Durch die Zerkleinerung wird das Muskeleiweiß aufgeschlossen. Das durch die Zerkleinerung entstandene Gemenge, das "Brät", wird in Hüllen oder Formen abgefüllt und einer Hitzebehandlung unterzogen (Brühen, Backen, Braten). Durch die Hitzebehandlung gerinnt das Muskeleiweiß und es entsteht eine schnittfeste Masse. Brühwurstsorten, die unter Verwendung von Nitritpökelsalz hergestellt werden, sind beispielsweise Lyoner, Fleischwurst, Wiener, Jagdwurst und Leberkäse.
Zur sogenannten "weißen Ware", die mit Kochsalz, aber ohne Zusatz von Nitrit, hergestellt wird, zählen Gelbwurst und die Münchner Weißwurst. Brühwürste sind auch bei Kühlung nur kurz haltbar. Bei einigen Brühwürsten werden Einlagen in das Brät eingearbeitet, beispielsweise bis walnussgroße Schinkenstücke bei Bierschinken oder frische Paprikawürfel bei Paprikalyoner. Brühwürste bleiben bei erneutem Erhitzen schnittfest.

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