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Wermut
Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und dem herbwürzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer. In Mitteleuropa wird Wermut in Gärten kultiviert, wie es die Mönche im Mittelalter vorgemacht haben. Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden. Aber der Genuss des Wermuts ist auch ein zweischneidiges Schwert, denn seine ätherischen Öle wirken bei Langzeitgebrauch in hoher Dosierung sinnverwirrend, wie viele Künstler in der Blütezeit des Absinth-Getränks leidvoll erfahren mussten.
(Gemeiner) Wermut, Echt-Wermut oder Wermutkraut, auch Bitterer Beifuß oder Alsem, ist eine Pflanzenart in der Gattung Artemisia aus der Familie der Korbblütler.
Der Gemeine Wermut oder Wermutkraut ist Vielen vor allem durch dessen bitteren Geschmack sowie als Zutat der weltbekannten Spirituose Absinth ein Begriff. Das zu den Artemisien gehörende Wermutkraut hilft als Heilpflanze gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden. In der Küche wird Wermut gelegentlich als Gewürz bei fettreichen Wildgerichten und deftigen Suppen zum Einsatz.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsschwäche
Heilwirkung: blutbildend, blutreinigend
Anwendungsbereiche: Allgemeine Schwäche, Blähungen, Magenschwäche, Mundgeruch, Würmer, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, Nierenschwäche, Kreislauf stärkend, Menstruationsfördernd, Wehen fördernd, Ohrenschmerzen, Offene Wunden, Verstauchungen, Quetschungen
wissenschaftlicher Name: Artemisia absinthium
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Vermouth
andere Namen: Absinth, Aetsch, Bermet, Bitterals, Else, Eisenkraut, Gottvergesse, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Ölde, Wärmede, Wermat, Wörmken, Würmut, Wiegenkraut, Wolfszausert
falsche Schreibweisen: Wermuth, Wehrmut
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Blätter
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Absinthol, Glykosid Absinthin, Bitterstoffe, Artemisin, Absinthiin, Anabsinthiin, Bernsteinsäure
Sammelzeit: Juni bis August
  
Anwendung
Wermut wird seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Ihm wurden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, darunter die Förderung von Appetit, Verdauung und Menstruation sowie Hilfe bei Kopfschmerzen, Gelbsucht und Entzündungen. Im alten Griechenland war die Pflanze der jungfräulichen Jagdgöttin Artemis geweiht, in Ägypten, wo sie auch als Liebeszauber eingesetzt wurde, der Fruchtbarkeitsgöttin Bastet. Im Mittelalter wurde der Einsatz als Heilpflanze unter anderem von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben, die vor allem die äußerlichen Anwendungen betonte. Daneben wurde Wermut zur Abwehr von Mäusefraß an Büchern in Schreibtinte verwendet und gegen Motten in Kleiderschränke gehängt. Er galt außerdem als wirksames Abwehrmittel gegen Hexerei und dämonische Einflüsse und wurde bei verschiedenen Ritualen sowie in Kräutermützen gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Auch heute wird eine Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs vermutet. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückgeführt. In der Homöopathie wird Wermut auch gegen Erregungszustände und Krampfleiden eingesetzt. Verwendet werden Bruchstücke der Zweigspitzen blühender Pflanzen. Diese werden in verschiedenen kommerziell erhältlichen Phytopharmaka als wässrige oder wässrig-alkoholische Auszüge verarbeitet oder können als Tee zubereitet werden. Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alkoholischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems umfassen. Wässrige Auszüge enthalten im Gegensatz zu alkoholischen relativ geringe Mengen an Thujon. Das reine ätherische Öl wird aufgrund des Thujongehalts von bis zu 40% nicht medizinisch verwendet. Neben der Verwendung als medizinische Droge kann Wermut auch als verdauungsförderndes Gewürz zu fetten Speisen verwendet werden. Wermut ist Bestandteil des Absinth, eines alkoholischen Getränks mit Auszügen von Wermut, Fenchel, Anis und Melisse, das besonders im 19. Jahrhundert zur Modedroge wurde und aufgrund des Thujongehalts und der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung zeitweise in verschiedenen europäischen Ländern verboten war. Wermutkrautextrakte werden auch verwendet zur Herstellung des Getränks Wermut, eines mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespritzten Weins. Wermutkraut kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden. Die häufigste Art, Wermut anzuwenden ist der Tee.
Tee
Für einen Wermuttee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Wermutkraut oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Man sollte den Wermut-Tee nicht süßen, denn eine Abmilderung der Bitterkeit durch Süße würde die erwünschte Wirkung des Wermuts abschwächen. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Wermuttee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wermutwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Tinktur
Um eine Wermuttinktur selbst herzustellen, übergießt man Wermut in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Innerlich
Wermut kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Verdauungsschwäche einsetzen. Außerdem hilft Wermut gegen eine Schwäche der Gallenblase. Selbst wenn die Gallenblase operativ entfernt wurde, kann man die Verdauung mithilfe von Wermut-Tee deutlich fördern. Bei Frauen wird die Menstruation durch Wermut deutlich angeregt. Wermut wirkt auch wehenfördernd, jedoch sollte die Benutzung von Wermuttee zur Unterstützung der Geburt mit dem Arzt abgesprochen werden.
Achtung!   Wermut sollte nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Auch in der Schwangerschaft sollte man auf Wermut verzichten.
Missbrauch des Wermuts
Das ätherische Öl des Wermuts ist leicht giftig. Daher sollte man Wermut nicht in großen Mengen und auch nicht über einen sehr langen Zeitraum anwenden. Vor allem vor dem regelmäßigen Gebrauch des Wermuts als Genußmittel ist zu warnen. Als Absinth war Wermut-Schnaps einige Zeit sehr beliebt. Der häufige Genuss von Absinth führte jedoch zu Wahnvorstellungen, Schwindelanfällen und Delirien. Daher wurde Absinth auch verboten, aber dieses Verbot ist inzwischen teilweise wieder aufgehoben. Man sollte sich dennoch beim Absinthgenuss stark zurückhalten.
Äußerlich
Äußerlich kann man Wermuttee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit Wermutumschlägen auf dem Bauch versucht die Volksmedizin Magenkrämpfe zu lindern. Sogar Kopfschmerzen sollen durch solche Umschläge gelindert werden. Wermut hilft äußerlich eingesetzt auch gegen stumpfe Verletzungen des Bewegungsapparates und dient der Wundheilung.
Wermut als Heilkraut
Wermut wird bereits seit der Antike gegen viele Krankheiten und Beschwerden eingesetzt. Genau wie heute auch wird Wermut aufgrund der antiseptischen, antibakteriellen, krampflösenden und durchblutungsfördernden Wirkung bei Kopfschmerzen, Entzündungen und Menstruationsschmerzen verwendet. Und nicht zuletzt gilt Wermut als das Hausmittel bei Magenverstimmungen, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit sowie Blähungen.
Hildegard von Bingen ging ihrerseits einen Schritt weiter und mystifizierte Wermut. Die heilkundige Nonne aus Rheinland-Pfalz empfahl Räucherungen mit Wermutkraut gegen unheilbringende Hexen und Dämonen. Aber auch schon Leber- und Nierenbeschwerden waren ihr bekannt, so dass Wermutkraut als Wein als Linderungsmittel eingesetzt empfohlen wurde.
In Kräuterbüchern der frühen Neuzeit (15./16. Jahrhundert) wurde Wermut bereits als Arznei gegen Magenverstimmungen, Verstopfung und Gallenbeschwerden eingesetzt. Wermut wurde u.a. mit Kümmel als Wein verabreicht, um Blähungen zu behandeln. Im Kräuterbuch von P. A. Matthioli (1585) wurde Wermut u.a. empfohlen, um größere Mengen Alkohol besser zu vertragen. Auch sind Behandlungen gegen kaltes Fieber (vermutlich Malaria) bekannt. Äußere Anwendungen waren Halsgeschwüre oder Schmerzen der Augen. Das Wermutkraut war zu jener Zeit ein so bekanntes und beliebtes Heilkraut, dass Matthioli diesem mehr als acht Seiten gewidmet hat.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Stillende Mütter und Schwangere sollten von Konsum von Wermut absehen - oder zumindest mit ihrem behandelndem Arzt besprechen. Wermut kann frühzeitige Wehen auslösen. Zu hohe Dosen von Wermut können zudem Vergiftungserscheinungen hervorrufen, die sich u.a. durch Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen äußert. Ursache ist der Inhaltsstoffe Thujon, ein Bestandteil des ätherischen Öls, der in mittleren bis hohen Dosen als Nervengift wirkt. Wermut sollte daher immer mit Bedacht und am besten durch Rücksprache mit einem Arzt eingesetzt werden. Bei bekannten Magengeschwüren darf Wermut auf keinen Fall verwendet werden.
Achtung! Die innere Einnahme des ätherischen Öls bzw. von Wermutöl kann gesundheitsschädigend sein. Laut Risikoabschätzung des Bundesamts für Risikobewertung können Desorierentierung, krankhafte Unruhe und Schwindel auftreten. Diese Symptome sind akute Vergiftungserscheinungen und sollten unbedingt durch einen Arzt abgeklärt werden.
Verwendung von Wermut
Wermut gehört neben Enzian zu den Kräutern in Europa, die die stärkste Bitterkraft unter allen vorkommenden Kräutern aufweisen. Die Bitterstoffe im Wermut sind es auch, die die gesundheitsfördernde Wirkung ausmachen. Der Bitterwert des Wermuts beträgt rund 20.000 (zum Vergleich: Enzian 30.000; Andorn etwa 4.000).
Die höchste Würz- und Heilkraft entfaltet Wermut zur Erntezeit von Juni bis September.
Wermut wird seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt. Ihm wurden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, darunter die Förderung von Appetit, Verdauung und Menstruation sowie Hilfe bei Kopfschmerzen, Gelbsucht und Entzündungen. Auch als Abtreibungsmittel (Abortivum) ist Wermut bekannt. Im alten Griechenland war die Pflanze der jungfräulichen Jagdgöttin Artemis geweiht, in Ägypten, wo sie auch als Liebeszauber eingesetzt wurde, der Fruchtbarkeitsgöttin Bastet. Im Mittelalter wurde der Einsatz als Heilpflanze unter anderem von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben, die vor allem die äußerlichen Anwendungen betonte. Daneben wurde Wermut zur Abwehr von Mäusefraß an Büchern in Schreibtinte verwendet und gegen Motten in Kleiderschränke gehängt. Er galt außerdem als wirksames Abwehrmittel gegen Hexerei und dämonische Einflüsse und wurde bei verschiedenen Ritualen sowie in Kräutermützen gegen Schlaflosigkeit eingesetzt.
Auch heute wird eine Wirksamkeit zur Appetitanregung, bei Beschwerden des Verdauungstraktes, wie Gastritis oder Blähung, zur Anregung der Leberfunktion sowie bei krampfartigen Störungen des Darm- und Gallenwegbereichs vermutet. Die verdauungsfördernde Wirkung wird dabei auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückgeführt. Verwendet werden Bruchstücke der Zweigspitzen blühender Pflanzen (Absinthii herba bzw. Herba Absinthii). Diese werden in verschiedenen kommerziell erhältlichen Phytopharmaka als wässrige oder wässrig-alkoholische Auszüge verarbeitet oder können als Tee zubereitet werden.
Nebenwirkungen können bei starker Überdosierung oder der Verwendung alkoholischer Extrakte auftreten und gehen auf die toxische Wirkung des Thujons zurück. Sie können Benommenheit, Erbrechen, Bauchschmerzen und in schweren Fällen Nierenschäden und Störungen des Zentralnervensystems umfassen. Wässrige Auszüge enthalten im Gegensatz zu alkoholischen relativ geringe Mengen an Thujon. Das reine ätherische Öl wird aufgrund des Thujongehalts von bis zu 40% nicht medizinisch verwendet.
Neben der Verwendung als medizinische Droge kann Wermut auch als verdauungsförderndes Gewürz zu fetten Speisen verwendet werden.
Wermut ist Bestandteil des Absinth, eines alkoholischen Getränks mit Auszügen von Wermut, Fenchel, Anis und Melisse, das besonders im 19. Jahrhundert zur Modedroge wurde und aufgrund des Thujongehalts und der vermuteten gesundheitsschädlichen Wirkung zeitweise in verschiedenen europäischen Ländern verboten war. Wermutkrautextrakte werden auch verwendet zur Herstellung des Getränks Wermut, eines mit Gewürzen und Kräutern aromatisierten und aufgespriteten Weins.
In der Homöopathie wird Wermut auch gegen Erregungszustände und Krampfleiden eingesetzt. Bei dieser Anwendung handelt es sich allerdings um homöopathische Potenzierungen, in denen Wermut nur während der Herstellung eine Rolle spielt, im fertigen Präparat aber kaum oder gar nicht mehr vorhanden ist.
Wermut in der Küche
Anders als z.B. Basilikum, Petersilie oder Dill ist Wermut kein klassisches Würzkraut, das eine bedeutende Rolle im Küchenalltag spielt. Der würzig-herbe und ausgesprochen bittere Geschmack ist nicht nur streng und eigenwillig, das Aroma passt auch nicht zu vielen Speisen. Vielmehr ist Wermut in der gut bürgerlichen Küche von Bedeutung, die auf deftige Gerichte setzt. Wermut passt gut zu fettreichen Speisen wie Eisbein, Gans oder Kaninchen; wird aber wegen der intensiven Würzkraft trotzdem nur sehr sparsam eingesetzt. Wermut hat ein sehr eigenes Aroma, welches das Würzaroma anderer Kräuter schnell aufheben kann.
Wermut kann sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. Beim Kochen gehen die Aromastoffe nicht verloren. Um eine typische Würzkraft entfalten zu können, genügen oft schon ein bis zwei Messerspitzen des getrockneten Krauts.
Weitaus größerer Beliebtheit erfreut sich Wermut hingegen als Zutat in Kräuterweinen, Noilly Prat oder Absinth. Absinth - auch bekannt als die grüne Fee - besteht neben Wermut aus einer Reihe weiterer Kräuter, darunter Anis, Fenchel, Koriander, Muskat, Ehrenpreis, Zitronenmelisse, Angelika und Ysop. Aufgrund des Thujon-Gehaltes von Wermut war Absinth lange Zeit in vielen Staaten Europas verboten. Der Grund: zu hohe Thujon-Gehalte führen zu Sinnenswahrnehmungsstörungen. Im Jahr 1998 wurde das Absinth-Verbot in vielen Ländern aufgehoben und Absinth darf wieder hergestellt und verkauft werden. Allerdings gelten in der EU Vorgaben, was den Thujon-Gehalt von Absinth betrifft – abhängig vom Alkoholgehalt der Spirituose. Absinth mit weniger als 25 Vol-% Alkohol darf maximal 5 mg Thujon auf 1kg Alkohol aufweisen, dahingegen sind bei Absinthen mit mehr als 25 Vol-% Alkohol bis zu 10 mg/kg erlaubt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Wermut ist eine ausdauernde, meist krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 40 bis 60, gelegentlich bis 150 Zentimetern. Die Pflanze erscheint oberirdisch gräulich-grün und duftet stark aromatisch. Aus einem waagerecht wachsenden Rhizom gehen die aufrechten, dicht beblätterten Sprossen hervor, die am Grund manchmal verholzen und sich im oberen Bereich mehrfach verzweigen. Die Sprossachsen sind leicht gestreift, weisen sehr kleine punktförmige Öldrüsen auf und sind dicht anliegend behaart oder nahezu unbehaart. Die tiefer sitzenden Blätter weisen bis zu 10 Zentimeter lange Blattstiele und eine 8 bis 15 Zentimeter lange und 4 bis 8 Zentimeter breite, in 2 bis 3 Lappen je Seite gespaltene Blattspreite auf. Die oberen Blätter sind kürzer gestielt bis fast sitzend und weisen weniger sowie stärker lanzettlich geformte Lappen auf. Die Blätter im Bereich des Blütenstands sind klein, sitzend und dreilappig oder ungeteilt. Die Blattoberseiten sind dicht behaart. Die Blüten sitzen in kurz gestielten, hängenden Köpfchen, die in bis zu 30 Zentimeter langen, pyramidenförmigen, rispenartigen Gruppen zusammengefasst sind.
Die Hüllblätter sind zwei bis drei mal drei bis fünf Millimeter groß und breit eiförmig. Die Kelchblätter sind außen dicht seidig behaart. Die einzelnen Blüten sind gelb mit ein bis zwei Millimeter langen Kronröhren, die bei den äußeren, 9 bis 20 rein weiblichen Blüten zwei Spitzen und bei den 30 bis 50 zwittrigen Blüten im Inneren des Köpfchens fünf Spitzen aufweisen. Die Früchte sind eiförmige bis zylindrische, etwa einen halben Millimeter lange Achänen.
Der Wermut ist in Südeuropa heimisch. Von Mönchen wurde er im Mittelalter auch nach Mitteleuropa ge-bracht, wo er in den Klostergärten kultiviert wurde. Er wächst bevorzugt auf kargen Böden, sogar Steine schrecken ihn nicht ab. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Die Blätter sind dreifach fiederspaltig. Im unteren Bereich sind sie relativ groß und werden nach oben hin kleiner und einfacher. Sie sind grau, filzig und weich behaart. Die gelben, unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen Juli und Septem-ber.
 
Aussaat, Anbau und Pflege von Wermut im Garten
Wermut lässt sich verhältnismäßig einfach im Garten anbauen und ist relativ pflegeleicht. Am besten ist der Anbau im Kräutergarten oder Hochbeet geeignet. Der Anbau des Krauts auf dem Balkon sollte nur dann erfolgen, wenn eine südliche Ausrichtung besteht.
Standort
Das Wermutkraut mag warme und sonnige Standorte mit durchlässigen, trockenen und leicht kalkhaltigen Böden. Optimal sind leicht sandige oder gar kiesige Böden, die gut belüftet sind und einen raschen Wasserabfluss gewährleisten. Lehmige Böden sollten daher mit einigen Zuschlagstoffen wie Vermiculit, Lavasplitt oder Bimskies optimiert werden.
Aussaat
Die bräunlichen Wermutsamen können zwischen Ende April bis Anfang Juni direkt ins Freiland oder auf dem Balkon ausgesät werden. Da der Korbblütler ein Lichtkeimer ist, werden die Samen nur locker auf die Erde gestreut und leicht in den Boden gedrückt. Nach einer Keimdauer von etwa 10 bis 21 Tagen zeigen sich die ersten Keimblätter. Im Freiland sollte bei der Aussaat mehrerer Wermutpflanzen auf einen Pflanzabstand von mindestens 25 cm geachtet werden.
Bei der Aussaat von Wermut sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Platz zu den Nachbarpflanzen gegeben ist. Wermut bildet ohne Rückschnitt mächtige Sträucher und beeinträchtigt durch Ausscheidungen der Wurzeln (sog. Wurzelexsudate) negativ das Wachstum anderer Pflanzen. Wermutkraut gehört daher nicht in Kräuterspiralen oder in artenreiche Kräutergärten. Das Kraut verträgt sich allerdings mit anderen Pflanzen wie dem Storchenschnabel, Lampenputzergras oder Nelken. Andere Kräuter, die die Gesellschaft von Wermut tolerieren sind andere Artemisien wie Eberraute oder Rautengewächse wie die Weinraute.
Vermehrung
Wermut kann man sowohl über Samen als auch über Stecklinge vermehren. Für die Vermehrung über Stecklinge genügt ein etwa zehn Zentimeter langer Strauchabschnitt von der Spitze der Wermutpflanze. In die Erde gesteckt treiben schon nach kurzer Zeit Wurzeln aus. Daneben vermehrt sich Wermut selbst durch Ausläufer der Wurzel bzw. kann der Verbreitung von Wermut nachgeholfen werden, wenn der Wurzelstock geteilt wird.
Düngen
Für die Düngung des Krauts eignen sich Rinder- oder Pferdedung, die am besten vor der Aussaat untergemischt werden. Bei normaler Gartenerde ohne Düngung genügen meist einige Gaben Kompost oder schwache Gaben handelsüblicher NPK-Dünger. Falls Mist oder Kompost verwendet wird, muss in der Regel nicht mehr gedüngt werden.
Gießen
Wermutkraut benötigt nur wenig Wasser. Es ist nicht erforderlich die Pflanze täglich gießen. Ständiges feucht halten ist genau wie Staunässe schädlich und begünstigt Pflanzenkrankheiten. Auch wenn die Pflanze nicht viel Wasser benötigt, sollte vor allem an warmen und heißen Tagen wenigstens alle zwei bis drei Tage gegossen werden. Kraftlos herabhängende Blätter sind meist ein Zeichen dafür, dass die Pflanze Feuchtigkeit benötigt. In der Regel erholt sich das Kraut jedoch schnell davon.
Krankheiten und Schädlinge
Blattläuse oder andere Fraßschädlinge stellen kein Problem für Wermut dar, denn die ätherischen Öle und vor allem Bitterstoffe sind derart intensiv und abschreckend, dass Wermutpflanzen von Ungeziefer größtenteils verschont bleiben. Es lässt sich mitunter gut beobachten, wie bestimmte Insekten die Pflanze regelrecht meiden. Diese Wirkung machen sich einige im Haushalt zu Gute, in dem Wermut in Form von Sträußchen oder Duftsäckchen zur Vorbeugung und Vetreibung von Motten und Mücken eingesetzt wird. Aus diesem Grund hat sich die Pflanze bei Naturgärtnern in Form von Jauche oder Brühe als natürliche Bekämpfung von Rost und Milben auf anderen Pflanzen bewährt.
Wermutjauche und Wermutbrühe im Garten
Zur Herstellung einer Wermutjauche werden frische Wermutblätter mit einer Gartenschere zerkleinert und in einem Eimer oder einer Tonne mit reichlich Wasser aufgegossen und mit einem Deckel bzw. einer passenden Abdeckung locker verschlossen. Die Wermut-Wasser-Mischung wird etwa 3 Wochen ziehen gelassen. In dieser Zeit entsteht eine unangenehm riechende Jauche, die reif ist, wenn die Gülle nicht mehr schäumt. Zur Verwendung als Ungezieferbekämpfungsmittel wird ein Liter der Wermutgülle mit zehn Litern Wasser gestreckt und anschließend werden die betroffenen Pflanzen damit gegossen.
Überwinterung
Zum Überwintern wird Wermut nur ins Haus geholt, wenn er in Topfkultur gehalten wird. Die Pflanze ist gut winterhart und wird vor dem Frost leicht mit Laub oder Mulch abgedeckt.

Sumpf-Herzblatt
In dunklen sumpfigen Wiesen oder Mooren ist das seltene Sumpf-Herzblatt schon von weitem zu erkennen, da sich an den langen Stengeln leuchtend weiße und große Blüten befinden. Die Pflanze ist zwar in großen Teilen von Europa und Westasien verbreitet, aber mittlerweile sehr selten geworden und geschützt. Den Namen Studentenröschen erhielt die Pflanze, weil Studenten ihrer Liebsten diese Blume brachten. Eingesetzt wurde die Pflanze früher bei Leber- und Galleleiden, später und heute als Beruhigungsmittel und zur Linderung von Krampfanfällen.
Das Sumpf-Herzblatt, auch Studentenröschen genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Herzblatt und in Mitteleuropa der einzige Vertreter der Unterfamilie der Herzblattgewächse. Es ist die am weitesten verbreitete Art der Gattung Parnassia; das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile des nördlichen Eurasiens und Nordamerikas.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Epileptische Anfälle, Nervosität
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, entkrampfend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, wund-heilend
Anwendungsbereiche: Adstringens, Augenkrankheiten, Epilepsie, Epileptische Anfälle, Erregungszustände, Galleleiden, Herzklopfen, Krämpfe, Leberleiden, Mundhöhlenentzündung, Nasenbluten, Nervosität, Tonikum, Unruhe, Verdauungsprobleme, Wunden
wissenschaftlicher Name: Parnassia palustris L.
Pflanzenfamilie: Herzblattgewächse = Parnassiaceae, Steinbrechgewächse = Saxifragaceae
englischer Name: Grass of Parnassus
volkstümlicher Name: Einblatt, Schwanenrose, Studentenröschen, Sumpf-Herzblatt, Sumpfherzblatt, Weis-ses Leberblümchen
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze
Sammelzeit: Sommer, Herbst
Hinweis: Die Pflanze ist geschützt
 
Anwendung
Das Sumpf-Herzblatt findet heute keine Verwendung mehr, wurde früher jedoch unter der Bezeichnung Herba et Flores Hepaticae albae seu Parnassiae offizinell als Mittel gegen Herzklopfen geführt. Weiters wurde versucht, Augenkrankheiten, Leberleiden und Durchfall mit dieser Pflanze zu kurieren. Weitere Verwendung fand das Sumpf-Herzblatt als Diureticum und es wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Russland als Mittel gegen Epilepsie eingeführt. Als volkstümliches Mittel fand die Pflanze in Bier gekocht Verwendung gegen Magenbeschwerden.
Tee
2 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, ein paar Stunden ziehen lassen, aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Beruhigt, beugt Anfällen vor und lindert Krämpfe.
Abkochung
Abkochung des getrockneten Krauts in Bier hilft gegen Magen-Darm-Probleme und stärkt die Verdauung.
Mundspülung
Ein starker Tee hilft als Mundspülung bei Entzündungen im Mundraum.
Wundpuder
Das gepulverte Kraut auf die Wunde gepudert beschleunigt die Wundheilung.
Frischsaft
Der frische Saft hilft gegen Nasenbluten und beschleunigt die Wundheilung.
 
Geschichtliches
Viele Jahrhunderte vor allem als Mittel bei Leber- und Galleleiden eingesetzt, daher auch der Name Leberblümchen. In den letzten Jahrhunderten mehr als Mittel gegen Krämpfe und zur Beruhigung genutzt. Das Sumpf-Herzblatt ist mittlerweile sehr selten geworden, weil viele Feuchtgebiete trockengelegt wurden. Das hat dazu geführt, dass das Sumpf-Herzblatt geschützt ist und nicht mehr gesammelt werden darf.

Pflanzenbeschreibung
Das Sumpf-Herzblatt ist in Mittel-/Nord-Europa und Nordwestasien heimisch. Es wächst bevorzugt in Sumpfwiesen, Mooren, Gräben und Ufern in Höhenlagen bis 2600m. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 30 Zentimeter hoch. Die Blätter sind herzförmig. Die weißen tellerförmigen Blüten erscheinen zwischen Juni und September. Die Blüten haben einen Durchmesser von 15 bis 30 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen in kleinen Kapseln.
Das Sumpf-Herzblatt wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht je nach Standort Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Das Rhizom des Hemikryptophyten ist aufrecht und nicht selten verzweigt, mit rosettiger Beblätterung an der Spitze. Alle Pflanzenteile sind unbehaart. Fast alle, zwei bis zwölf, 3 bis 6 (selten bis 8) cm lang gestielten Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen. Die Blattspreite ist meist mehr oder weniger lang eiförmig mit fast herzförmiger Basis, ganzrandig, 1 bis 4 Zentimeter lang und 1 bis 2,5 Zentimeter breit. Die Blätter sind oft purpurfarben punktiert. Der kantige Stängel besitzt in der unteren Hälfte meist ein sitzendes, tief herzförmiges, stängelumfassendes Blatt, das gelegentlich fehlen kann; selten sind auch zwei Stängelblätter vorhanden.
Die Blüten stehen einzeln. Die zwittrige, fünfzählige, radiärsymmetrische Blüte weist einen Durchmesser von meist 2,2 bis 3 (selten bis 3,5) cm auf. Die fünf freien Kelchblätter sind kürzer as die Kronblätter, intensiv purpur-braun punktiert, elliptisch bis länglich, 5 bis 8 mm und 3 bis 5 mm breit. Die fünf freien, breit eiförmigen bis verkehrt-eiförmigen, zwischen 8 und 15 mm langen und 7 bis 10 (selten bis 13) mm breiten Kronblätter sind weiß und dunkel geadert. Der äußere Staubblattkreis besteht aus fünf fertilen Staubblättern mit kurzen, dicken Staubfäden und eiförmigen, breiten, gelblichen, bis zu 3 mm langen Staubbeuteln. Der innere ist zu Staminodien umgebildet. Diese sind etwa 0,3-mal so lang wie die Kronblätter. Sie sind spatelförmig mit 7 bis meist 9 bis 21 fächerförmig spreizenden, zur Mitte hin län-geren Fransen mit kugeligen, gelblichen, glänzenden, nicht sezernierenden Drüsen auf ihren Spitzen. Der Äquatordurchmesser der Pollenkörner beträgt 18 bis 33 µm. Vier Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, eiförmigen Fruchtknoten verwacsenen. Der sehr kurze Griffel, der an der Frucht einen mehr oder weniger deutlichen Schnabel bildet, endet in einer vierlappigen, kommissuralen Narbe. Selten kommen auch Fruchtknoten mit drei Fruchtblättern und drei Narben vor. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die 5 bis 12 mm langen, fachspaltig sich öffnende, eiförmige Kapselfrüchte enthalten zahlreiche Samen. Die 1,1 bis 1,7 mm langen, braunen Samen besitzen eine feine Netzstruktur, sind länglich und oft auch etwas gekrümmt, mit breitem Flügelrand. Durch den Flügelrand gelten die Samen als Ballonflieger, generell gilt die Pflanze als ein Wind- und Tierstreuer. Da die Samen kein Nährgewebe enthalten, werden die Keimlinge vermutlich durch einen Pilz ernährt. Die Früchte reifen im Oktober. Das Hypokotyl erreicht zusammen mit den nicht einmal halb so langen Kotyledonen eine Länge von etwa 0,25 mm des insgesamt 0,7 mm langen Embryos. Die auffälligen palisadenartigen Epidermiszellen sind etwa doppelt so groß wie die Zellen der darunter gelegenen Schichten. Durch die vielen Ähnlichkeiten mit den Samen des Wald-Geissbartes gilt dies auch als Paradebeispiel der Konvergenz nicht näher verwandten Arten.
 
Anbautipps
Das Sumpf-Herzblatt ist nur schwer anzubauen. Es liebt basischen und feuchten Boden, am besten an einem Teichrand. In Töpfen aussäen und den Boden nass halten, die junge Pflanze ins Freiland setzen.
 
Sammeltipps
Das Sumpf-Herzblatt ist geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden.
Geerntet wird das ganze blühende oberirdische Kraut. Zügig an luftigem und schattigen Ort trocknen.

Bachblüten
Man ist zögernd und passiv durch Mangel an Selbstvertrauen (Larch)
Sie sind zögerlich und sehr passiv, durch einen Mangel ihres Selbstvertrauens
Hier können sie ihr Selbstvertrauen wieder aufbauen und sind deshalb nicht mehr zögerlich oder passiv
Bachblüten
Man flüchtet sich u.U. in eine Krankheit, um Anteilnahme zu erwecken oder Einfluss ausüben (Chicory)
Sie flüchten u.U. in Krankheiten, nur um eine Anteilnahme zu erwecken oder gar Einfluss auszuüben
Mit Chicory flüchten sie sich in keine Krankheit, wollen auch keine Anteilnahme erwecken
Fermentierte Milchprodukte
Sauermilcherzeugnisse inklusive Sauerrahm, Joghurt, Kefir, Buttermilch etc.  sind Milchprodukte, die unter Verwendung spezifischer Mikroorganismen, z.B. Milchsäurebakterien, hergestellt werden. Die Milchsäurebakterien bauen Milchzucker zu Milchsäure ab und sorgen so für das Säuern der Milch. Auch das Milcheiweiß spielt bei der Milchverarbeitung eine große Rolle.
Extrahierte und fermentierte Milchprodukte: Was versteht man darunter?
Zu den sogenannten extrahierten oder fermentierten Milchprodukten zählen verschiedene Milchprodukte wie Butter, Butterschmalz, Halbfettbutter, Käse, Frischkäse, Weichkäse, halbfester Schnittkäse, Schnittkäse, Hartkäse, Milchmischerzeugnisse, Molke, Quark, Sahne und Kaffeesahne. Auch Sauermilch-Produkte, in denen Milchsäure enthalten ist wie Buttermilch, Dickmilch, Joghurt, Kefir, Schmand und Creme fraiche zählen dazu.
Verschiedene Milchprodukte, wie die Milch selbst, aber auch Bestandteile aus der Milch wie das Milcheiweiß, Molkenproteine, Milchfett, Milchzucker und Milchnebenprodukte, zu denen die Molke und die Buttermilch zählen, werden in der Getränkeproduktion, in Bäckereien sowie in der Kosmetikindustrie verwendet. Darüber hinaus dienen Bestandteile der Milch, die aus der Milch extrahiert werden, zur Herstellung von weiteren Produkten wie Milcheis. Milcheis besteht nicht nur aus Milch, sondern auch aus Milch- und Molkepulver sowie aus Milchfett usw.
Bei der Fermentation oder Fermentierung werden organische Stoffe durch Bakterien, Pilze oder Enzyme umgewandelt. Verschiedene Lebensmittel werden durch Milchsäuregärung fermentiert. Hierzu zählen Sauermilchprodukte wie die Sauermilch, der Joghurt, Kefir und die beliebte Buttermilch. Diese Produkte werden durch Impfung von pasteurisierter Milch, die mit Starterkulturen der Milchsäurebakterien angereichert wurde, hergestellt.
Lebensmittel werden fermentiert, um sie haltbar zu machen. Bestimmte Lebensmittel erhalten durch die Fermentation außerdem einen besonderen Geschmack. Beim sogenannten Extrahieren handelt es sich um ein Verfahren, mit dem bestimmte Bestandteile aus einem Lebensmittel herausgezogen werden. Das Extrahieren ist also ein Stofftrennverfahren. So lassen sich durch dieses Verfahren bestimmte Inhaltsstoffe aus der Milch herausziehen wie zum Beispiel das Milcheiweiß, die Molke, aus der später das Molkenpulver gewonnen wird usw. Extrakte aus Lebensmitteln werden mit Hilfe von sogenanntem überkritischem CO2 gewonnen bzw. unerwünschte Stoffe werden dadurch extrahiert.

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