Direkt zum Seiteninhalt
Pfefferminze
Die Pfefferminze ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Sie ist eine – vermutlich zufällig entstandene – Kreuzung von Mentha aquatica und Mentha spicata, wobei Mentha spicata wiederum eine Kreuzung von Mentha rotundifolia und Mentha longifolia ist. Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze vor allem durch den hohen Menthol- und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack (daher der Name Pfefferminze). Die Pfefferminze wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2004 gekürt.
Die Pfefferminze ist bestimmt jedem als Kräutertee bekannt, den man auch trinkt, wenn man nicht krank ist. Dabei hat die Pfefferminze eigentlich eine ziemlich starke Heilwirkung und ist von daher gar nicht allzu sehr als Haustee geeignet. Wer sie aber gut verträgt, braucht nicht auf seinen regelmäßigen Pfefferminztee zu verzichten. Pfefferminze wächst ziemlich unkompliziert in Hausgärten und kommt Jahr für Jahr wieder, wenn sie erst mal heimisch geworden ist. Andere Minzenarten, wie z.B. die Wasserminze oder Nanaminze haben ähnliche Wirkungen.
Die Pfefferminze ist eine von unzähligen Minzearten. War die Minze ursprünglich noch in mediterranen Gebieten beheimatet, so brachten sie römische Händler im 5. Jahrhundert nach Mittel- und Nordeuropa. Über England gelangte sie dann als Pfefferminze nach Deutschland. Das war allerdings erst im 18. Jahrhundert.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Verdauungsbeschwerden
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, entzündungswidrig,  keimtötend,  galle-treibend,  krampflösend,  schmerzstillend, tonisierend
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Brechreiz, Durchfall,  Erkältung, Gallenbeschwerden, Grippe, Herzschwäche, Hexenschuss, Ischias, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Magenschmerzen, Migräne, Mundgeruch, Nervenschmerzen, Nierenschwäche, Rheuma, Schlaflosigkeit,  Schlecht heilende Wunden, Schmerzhafte Regel,  Schnupfen, Übelkeit,  Verdauungsschwäche, Wechseljahresbeschwerden
wissenschaftlicher Name: Mentha piperita
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Peppermint
volkstümliche Namen: Aderminze, Balsam, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Peperminte, Schmeckerts, Teeminze
falsche Schreibweisen: Pfeferminze
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherische Öle (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Enzyme, Valeriansäure
Sammelzeit: im Frühsommer vor der Blüte
 
Anwendung
Die Blätter enthalten ätherisches Pfefferminzöl und werden gern als teeähnliches Getränk oder Gewürz verwendet. Wichtigster Inhaltsstoff ist das Menthol, das in den älteren Blättern vermehrt zu finden ist. Die erste Jahresernte findet kurz vor der Blüte statt (Blütezeit Juni bis August) und erbringt die höhere Güte; die zweite Ernte im Herbst die geringere. Die Blätter kommen teils frisch, vorwiegend jedoch getrocknet in den Handel (Pfefferminztee). Weiterhin werden große Mengen zur Gewinnung des ätherischen Pfefferminzöls benötigt. Pfefferminzöl findet ausgedehnte Anwendung als Geruchs- und Geschmacksstoff. Da die Pfefferminze erst seit 1696 bekannt ist, fehlt sie in den Kräuterbüchern der Antike und des Mittelalters. Andere Minzen wurden jedoch schon früher verwendet.
Heilpflanze
Die Pfefferminze ist eine der beliebtesten Heilpflanzen, wenngleich die übliche Lebensmittelqualität einen für die arzneiliche Anwendung meist viel zu geringen Wirkstoffgehalt aufweist. Eine befriedigende Wirkung setzt jedoch eine ausreichend hohe Dosierung voraus; daher ist Arzneibuchqualität erforderlich. Wichtigster Wirkstoff ist das ätherische Öl, ferner auch Labiatengerbstoffe, Flavonoide und andere. Pfefferminze wirkt anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, antimikrobiell und antiviral. Daher wird sie bei Gallenbeschwerden und verdorbenem Magen mit Erfolg eingesetzt. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet; hierbei gilt wie für alle starkriechenden ätherischen Öle: Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern. Bei Erkältung steht die subjektiv wahrgenommene Kühlwirkung im Vordergrund, die als erfrischend und angenehm empfunden wird; eine messbare abschwellende Wirkung existiert nicht. Spezielle Zubereitungen, die so präpariert sind, dass sie sich erst im Darm auflösen, werden auch bei Reizdarmsyndrom angewandt. Darüber hinaus besitzen die Wirkstoffe der Pfefferminze auch einen leicht beruhigenden Effekt. Pfefferminze kommt daher auch in Tees zur Nervenberuhigung und Schlafförderung zum Einsatz. Wenig bekannt ist, dass Beschwerden bei Sodbrennen mit starkem Säurerückfluss in die Speiseröhre durch Pfefferminze verstärkt werden können.
Getränk
Nicht alkoholisch
Pfefferminztee ist als Erfrischungsgetränk verbreitet. Dabei werden frische oder getrocknete Blätter der Pflanze mit heißem Wasser übergossen. Der Geschmack wird durch die ätherischen Öle und die schwach adstringierende Geschmackswirkung der Gerbstoffe bestimmt. Auch bei Daueranwendung sind schädliche Effekte nicht zu erwarten. Auch frische Pfefferminze aus dem Hausgarten wird verwendet, die oft jahrelang ohne besondere Pflege, teils verwildert, gedeiht. Hierbei wird häufig nicht zwischen den verschiedenen Minze-Arten unterschieden, die erheblich unterschiedlich schmecken können. In arabischen und nordafrikanischen Ländern ist Pfefferminztee ein Nationalgetränk. Pfefferminztee wird auch in Europa häufig als Genussmittel getrunken.
Alkoholisch
Pfefferminze kann für den kalt zubereiteten Mojito und andere Cocktails verwendet werden. Pfefferminzessenzen werden für die Zubereitung von Pfefferminzlikör benutzt.
Süßigkeiten
Pfefferminze wird auch häufig zur Aromatisierung von Pfefferminzbonbons, Pfefferminzkaugummis oder für Schokoladenfüllungen sowie als Eissorte ver-wendet.
Innerlich als Tee
Die Pfefferminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. So hilft sie innerlich bei MagenDarmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen. Auch als Haustee im Alltag ist sie beliebt, weil sie so erfrischend schmeckt. In arabischen Ländern ist die Minze sogar allgegenwärtiges Nationalgetränk.
Äußerliche Anwendungen
Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguss für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden. Bei Kopfschmerzen kann man Stirnumschläge mit Pfefferminztee machen.
Ätherisches Öl - äußerlich
Als ätherisches Öl kann man die Pfefferminze bei Erkältungen inhalieren oder einreiben. Das ätherische Öl ruft zunächst ein Kältegefühl und anschließend ein Wärmegefühl hervor. Es lindert Schmerzen und löst Krämpfe, außerdem erweitert es die Atemwege. Daher erleichtert es die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Rechtzeitig angewandt kann es Migräneanfälle abschwächen oder verhindern. Auch Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Neuralgien können damit gelöst werden. In die Augen sollte man ätherisches Pfefferminzöl jedoch nicht bringen, da es die Augen zu sehr reizen würde.
Ätherisches Öl - innerlich
Hochwertiges Pfefferminzöl kann man niedrig dosiert und mit Flüssigkeit verdünnt auch innerlich einnehmen. Es fördert dann die Ausschüttung von Gallensaft, stärkt die Verdauungstätigkeit und kann Krämpfe lösen. Allerdings ist innerlich eingenommenes Pfefferminzöl sehr stark und sollte nicht zu oft eingenommen werden.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man die Pfefferminze, wie alle Minzarten, nicht verwenden, denn sie könnte eventuell Fehlgeburten auslösen. Außerdem vertragen manche Menschen keine Pfefferminze. Sie bekommen dadurch Magenschmerzen.   Solche Menschen sollten auf die Anwendung von Pfefferminze verzichten. In   manchen Fällen wird die mildere Wasserminze besser vertragen.
Pfefferminze als Heilkraut
Als Heilkraut genießt die Pfefferminze bei uns ein sehr großes Ansehen. Die in der Pflanze enthaltenden Inhaltsstoffe bzw. ätherischen Öle weise viele medizinisch wertvolle Eigenschaften auf. Der für viele Menschen angenehme Geschmack macht sie daher zu einem sehr beliebten Heilkraut.
In den Kräuterbüchern des Mittelalters wurde die Pfefferminze nicht erwähnt, da sie erst im Verlauf des 17. Jahrhunderts überhaupt bekannt wurde. Geläufig waren vielmehr die zu jener Zeit häufig verwendeten Sorten wilde Minze (hier ist unbekannt, welche Art gemeint ist), Wasserminze (Bachminze) sowie eine als griechische Minze (oder Frauenminze) bezeichnete Art.
Grundsätzlich hatten die Minzen bereits zu jener Zeit eine sehr große Bedeutung und wurden u.a. zur Behandlung von Verdauungsproblemen, Geschlechtskrankheiten (Tripper), Hautgeschwüren, Grind oder Cholera verwendet. Zur Anwendung kamen dabei sowohl Aufgüsse als auch Minze in Essig gelegt oder selbige mit Gerstenmehl vermengt.
Pfefferminztee - Hinweise zur Anwendung
Pfefferminze sowie viele weitere Minzarten gelten als klassische Verdauungskräuter, die v.a. als Kraut in Verdauungstees genutzt werden. Pfefferminztee, der arzneilich genutzt wird, sollte mit qualitativ hochwertigen Minzblättern zubereitet werden. Blätter von schlechter Qualität haben meist nur eine unzureichende Menge an ätherischen Ölen, so dass eine Wirkung ausbleiben oder nur geringfügig Besserung verschaffen kann.
Für die Zubereitung einer Tasse (250 ml) Pfefferminztee können zwei gehäufte Teelöffel getrocknetes Pfefferminzkraut mit entsprechend heißem Wasser übergossen werden. Die Tasse sollte anschließend abgedeckt werden. Der Tee sollte etwa 6 bis 8 Minuten ziehen, so dass die ätherischen Öle gut sichtbar auf der Oberfläche sind.
Nebenwirkungen und Anwendungshinweise
Schwangere sollten nur geringe Mengen Pfefferminztee trinken, da zu viel Tee die Gebärmutter stimulieren kann. In der Stillzeit sollte auf Pfefferminztee verzichtet werden, da die Pflanze die Milchbildung unterbindet. Menschen mit Neigung zu Sodbrennen sollten das Trinken von Minztees ebenfalls unterlassen. Bestenfalls sollte der Konsum mit dem behandelndem Arzt abgeklärt werden.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pfefferminze als Heilkraut mit kühler Temperatur beschrieben, welches vor allem den Organbezug Leber-Galle, Magen und Milz sowie Lunge und Dickdarm aufweist. Unter anderem wird sie bei der Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege sowie bei nervösen Unruhezuständen verwendet. Verwendet werden sowohl Pfeffermintee als auch das ätherische Öl.
Pfefferminze in der Küche
Pfefferminze gilt unter Kennern als hervorragendes Gewürzkraut. Vor allem in der britischen Küche gehört der aromatische Minzegeschmack zu vielen Gerichten. Beispielsweise werden in England zu vielen Fleischgerichten wie Lamm oder Roastbeaf Pfefferminzsaucen serviert. Eine interessante Note verleiht die Pfefferminze auch Reis- und Bulgurgerichten aus der arabischen und indischen Küche.
In der Küche sollten immer nur frische Pfefferminzblätter verwendet werden. Getrocknete und gerebelte Blätter eignen sich nur schlecht zum Verarbeiten und kommen geschmacklich kaum an die frischen heran. Frische Minze gibt es in den meisten Supermärkten ganzjährig zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen.
Die meisten Rezepte mit Pfefferminze sind wohl Süßspeisen, Aufstriche oder Süßigkeiten (u.a. Pfefferminzbonbons, Pfefferminzkaugummis, Pfefferminzschokolade). Marmeladen bzw. Konfitüren oder Chutneys können mit einem feinen Minzaroma eine besondere und erfrischende Note erhalten. Auch für viele Obstsalate in Verbindung mit Zitrusfrüchten passen die Blätter ganz hervorragend. Gute Anregungen für Rezepte mit Pfefferminze gibt es auf den Seiten von Essen und Trinken.
Das Aroma der Pflanze wird auch für viele alkoholische Getränke verwendet. Berühmte Spirituosen sind beispielsweise Pfefferminzliköre oder Wachholderschnaps mit Pfefferminzzusätzen. Ebenso können einige Cocktails, z.B. Mojitos oder Hugo, mit frischen Blättern garniert werden.
Pfefferminze sollte immer nur wenig verwendet werden, da die Blätter ein sehr intensives und dominantes Aroma entfalten.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Pfefferminze ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Die 30-90cm hohe Pfefferminze ist eine frostharte Staude, die flach wurzelt und zahlreiche unter- und oberirdische Ausläufer entwickelt. Die Stiele sind gering bis stark behaart und wenig verzweigt, manchmal rötlich überzogen. Die Laubblätter sind kreuzweise gegenständig angeordnet, länglich-eiförmig bis lanzettlich, am Rand grob gezähnt und häufig mit einer violetten Nervatur versehen. Die ab Juli bis September erscheinenden rosa bis lila blühenden Blüten stehen in endständigen Ähren. Die an der Basis unterbrochenen schwarzen und bläulichlila gefärbten Blüten sind endständig. Die Pfefferminze ist eine Langtagspflanze. Unter Kurztagsbedingungen werden vorwiegend Ausläufer gebildet, unter Langtagsbedingungen über 14 Stunden wächst sie aufrecht und blüht. Im Herbst stirbt das Kraut ab, im Frühjahr treibt die Pflanze erneut aus. Die Blätter riechen eigentümlich, leicht balsamisch und schmecken angenehm würzig, anfangs erwärmend, dann auffallend kühlend.
Die Pfefferminze ist eine Bastardart der Krauseminze, die im 17. Jahrhundert spontan in England entstand. Daher kommt die Pfefferminze in der Natur ursprünglich nicht wild vor. Die Pfefferminze vermehrt sich von selbst durch Wurzelausläufer, aus denen jeweils neue Pfefferminzpflanzen sprießen. Sie wird ca. 30cm hoch und hat kantige Stängel, die sich nach oben hin verzweigen, wenn sie genug Platz haben. Die feingesägten länglichen dunkelgrünen Blätter stehen kreuzgegenständig entlang des Stängels. Wenn man an ihnen reibt, riecht man das typische Pfefferminzaroma. Ab Juni blüht die Pfefferminze in Form von Ähren an den Spitzen der Triebe mit weiß-rosanen kleinen Blüten.

Natternkopf
Der Gewöhnliche Natternkopf oder Blaue Natternkopf ist eine Pflanzenart aus der Gattung Natternköpfe innerhalb der Familie der Raublattgewächse. Im Volksmund wird er Blauer Heinrich, in Österreich auch Himmelbrand, Starrer Hansl oder Stolzer Heinrich genannt.
Der Natternkopf ist in warmen Gegenden Mitteleuropas eine häufige Pflanze und reckt an steinigen Wegrändern seine blauen Blütentrauben in die Höhe. Da der Stängel sehr schnell wächst, ist der Natternkopf nach dem Mähen oft die erste höhere Pflanze, die sich wieder nach oben wagt. Er ist ein Verwandter des Boretsch und des Beinwells und hat auch ähnliche Heilwirkungen. Allerdings wird er in der Pflanzenheilkunde kaum eingesetzt.
Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare mit seinen schönen blauen Blüten zählt zu einem unserer häufigsten Wildkräuter. Die Blätter des Raublattgewächses sind grundsätzlich essbar, werden aber aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide oft gemieden. Als Heilpflanze wird der Natternkopf gelegentlich gegen Hautbeschwerden genutzt. Natternköpfe haben einen hohen ökologischen Nutzen, da die Pflanze eine beliebte Nektarpflanze von Bienen und Hummeln ist.
 
Steckbrief
Heilwirkung: erweichend, harntreibend, lindernd, schweißtreibend, Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Verstauchungen, Quetschungen, Schlangenbisse, Wunden, Hautrötungen, Furunkel, Nagelbettentzündung, eiternde Wunden, Unterschenkelgeschwüre (offene Beine)
wissenschaftlicher Name: Echium vulgare
Pflanzenfamilie: Rauhblattgewächse = Boraginaceae
englischer Name: Viper's bugloss
volkstümlicher Name: Blaue Ochsenzunge, Blauer Natternkopf, Gemeiner Natterkopf, Gemeiner Natternkopf, Gewöhnlicher Natternkopf, Himmelbrand, Natterkopf, Starrer Hansl, Stolzer Heinrich
Verwendete Pflanzenteile: Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Allantoin, Consolidin, Heliosupin
Sammelzeit: Mai bis Oktober
 
Anwendung
Der Gewöhnliche Natternkopf wird als Zierpflanze verwendet, beispielsweise in Wildpflanzengärten. Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine sehr gute Bienenweide. In der Imkerei ist er aufgrund des hohen Zuckergehalts seines Nektars (25%) und seines sehr hohen Zuckerwerts (1,64mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht. Auf einer mit ihm bestandenen Fläche von einem Hektar sind Honigerträge bis zu 429kg pro Blühsaison möglich. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthält Honig aus Natternkopf Pyrrolizidinalkaloide, die von den Bienen über den Pollen in den Honig eingetragen werden. Es rät daher, die Belastung von gemischten Honigen durch die Auswahl von geringer belasteten Rohhonigen zu senken.
Der Natternkopf wird kaum als Heilpflanze verwendet. Von der Schulmedizin wird er fast vollständig ignoriert, aber auch die Volksheilkunde benutzt den Natternkopf kaum noch. Seine Heilwirkungen sind jedoch ähnlich wie die von Boretsch und Beinwell. Sogar eine Heilwirkung bei Schlangenbisse wird dem Natternkopf nachgesagt, aber es ist sehr fraglich, ob diese Wirkung wirklich besteht.
Tee
Aus dem frischen oder getrockneten Kraut kann man einen Tee zubereiten mit zwei Teelöffeln Natternkopfkraut pro Tasse. Mit kochendem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und auf Wunsch mit Honig süßen und in kleinen Schlucken trinken. Den Tee kann man gegen Atemwegserkrankungen und Erkältungen verwenden. Auch bei Kopfschmerzen soll der Tee helfen.
Pflanzenspitzen
Wenn man die blühenden Spitzen der Pflanze sehr fein schneidet, kann man sie als Breiumschlag zur Behandlung von Nagelbettentzündungen und Furunkel verwenden.
Pflanzensaft
Den frisch gepressten Saft der Pflanze kann man auf gerötete und gereizte Haut auftragen. Als Breiumschlag hilft er bei Furunkel und Abszesse.
Wurzeln
Die Wurzeln enthalten Allantoin, wie die Wurzeln des Beinwells. Daher können sie auch ähnlich eingesetzt werden wie Beinwellwurzeln, beispielsweise als Salbe oder Breiumschlag gegen Probleme der Haut und Verletzungen des Bewegungsapparates.
Verwendung als Heilkraut
Der Natternkopf findet für medizinische Anwendungen in Deutschland kaum Beachtung. Heute wird vom Gebrauch der Blätter aufgrund der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide auch abgeraten.
In der Vergangenheit wurde die Pflanze jedoch als Heilkraut verwendet. In einigen Kräuterbüchern (z.B. P.A. Matthioli) wird die Pflanze als Wilde Ochsenzunge beschrieben. Empfohlen wurde der Natternkopf u.a. bei der Wundheilung von Schlangenbissen.
Die Blätter des Natternkopfes enthalten zahlreiche Flavonoide, Schleimstoffe und Gerbstoffe, die verschiedene Wirkungen auf unseren Organismus ausüben können.
Nebenwirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Der Gewöhnliche Natternkopf enthält wie die meisten anderen Arten der Familie der Raublattgewächse Pyrrolidizinalkaloide. Höhere Anteile finden sich vor allem in den Blättern und Stängeln, während die Samen kaum betroffen sind. Da die Alkaloide in größeren Mengen toxisch auf die Leber und Nieren wirken können, sollte die Pflanze nicht eigenständig verwendet werden.
Verwendung als Küchenkraut
Natternkopf ist ein typisches Wildkraut, dessen Pflanzenteile in Maßen dosiert grundsätzlich essbar sind. Genießbar sind vor allem die folgenden Pflanzenteile:
Blätter: Zubereitung als Gemüse oder in Wildkräutersalaten
Samen: sind sehr ölreich und können ebenfalls in Nuss-Bratlingen verarbeitet werden.
Blüten: Als Dekoration in Obstsalaten, Kuchen oder Torten
Die Blätter des Natternkopfs lassen sich als Spinat zubereiten und haben einen gurkenähnlichen Geschmack. Der Gurkengeschmack ist hier jedoch bei weitem nicht so ausgeprägt wie beim Borretsch. Für die Zubereitung werden vor allem die jungen Blätter verwendet. Die Blätter werden in Salzwasser mit anderen Kräutern ziehen gelassen und anschließend klein gehackt sowie gedünstet. Weitere Verwendung finden die jungen Blätter gelegentlich in Wildkräutersalaten.
Ist der Natternkopf giftig?
Leider ist in den letzten Jahren unsachlich berichtet worden, so dass viele Nutz- und Teepflanzen direkt als giftig beschrieben wurden. Dies ist nicht ganz korrekt. Richtig ist, dass die Pflanze und damit auch die Blätter Pyrrolizidinalkaloide enthalten. Größere Mengen sollten daher nicht verzehrt werden, da diese leberschädigend sein können. Ebenso sollten Menschen mit Leberkrankheiten vorsichtshalber den Genuss der Pflanze meiden.
Die jungen Blätter können roh als Wildsalat oder gekocht als Wildgemüse und Spinatersatz gegessen werden. Die Blätter sind zwar etwas haarig, aber wenn man sie fein schneidet, kann man sie durchaus im Salat verwenden. Angeblich soll der Genuss der Blätter die Libido steigern.
Achtung! Den Natternkopf sollte man nicht oft und nicht in großen Mengen essen, weil der enthaltene Stoff Consolidin nicht gut für die Leber sein soll.
 
Geschichtliches
Früher galt der Natternkopf als Mittel gegen Schlangenbisse. Vermutlich rührt diese Anwendung daher, dass die Blüten ein wenig an die Köpfe von Schlangen erinnern. Somit wäre es also eine Anwendung aufgrund der Signaturenlehre. Der Natternkopf wurde früher auch als Aphrodisiakum geschätzt. Außerdem wurde die Wurzel des Natternkopfes zum Färben verwendet. Man kann mit der Wurzel rot färben.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Natternkopf ist in ganz Europa und Westasien heimisch. In Deutschland ist er sehr verbreitet. Bevorzugt wächst der Natternkopf an trockenen, steinigen Stellen, wie Wegrändern, Steinbrüchen, Waldlichtungen und Böschungen. Die zwei- oder mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. An den Stängeln und den Blättern wachsen viele Borsten. Die Blätter sind schmal lanzettlich und werden bis zu zehn Zentimeter lang. Sie wachsen direkt am Stängel und werden zum Stängel hin schmaler. Die Blüten wachsen an der Spitze der Pflanze in einer lockeren Traube. Zuerst sind sie rötlich-rosa und später werden sie blau. Sie sehen ein wenig aus wie der Kopf einer Schlange mit züngelnder Zunge, was der Pflanze wohl den Namen Natternkopf eingebracht hat. Aus den Blüten entwickeln sich Spaltfrüchte, die die Samen enthalten.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 100 Zentimetern. Der Gewöhnliche Natternkopf besitzt steife Borsten an Stängeln und Blättern. Die Borstenhaare sind am Grund knotig verdickt.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Seine Blüten stehen in Thyrsen mit einfachen Wickeln. Die Blütensind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle und im Gegensatz zu den Blüten der meisten anderen Boraginaceen schwach zygomorph. Die Kronblätter sind 15 bis 22 Millimeter lang, zuerst rosafarben bis violett, später färben sie sich blau bis himmelblau. Charakteristisch ist die trichterförmige Kronröhre mit ungleichen Zipfeln. Die Staubblätter sind ungleich lang und ragen aus der Blüte heraus. Der Fruchtknoten ist tief vierspaltig. Der Griffel ist zweispaltig und zwischen den Klausen grundständig. Die Klausenfrüchte (Spaltfrüchte) zerfallen in vier kleine, glatte Teilfrüchte, sogenannte Klausen.

Bachblüten
Man sagt noch auf dem Krankenbett dem Arzt, was er zu tun hat, und hält das Pflegepersonal in Atem (Vine)
Diese Menschen sagen noch auf dem Krankenbett dem Arzt, was er zu tun hat und halten das Pflegepersonal in Trab
Mit der Blüte können sie dies herunterschrauben und sagen dem Arzt nicht was er zu tun hat und das Pflegepersonal halten sie auch nicht mehr in Atem
Bachblüten
Man betont grundsätzlich die negative Seite der Dinge und wirkt darum häufig als Miesmacher oder Spielverderber (Willow)
Sie betonen grundsätzlich nur die negative Seite der Dinge und wirken deshalb sehr häufig als Miesmacher oder gar als Spielverderber
Mit der Bachblüte sehen sie kaum mehr das negative und wirken auch nicht mehr als Miesmacher oder Spielverderber
Rheumatoide Arthritis
Rheumatoide Arthritis ist eine sehr häufig auftretende Autoimmunerkrankung, deren Ursachen noch immer nicht vollends geklärt. Es ist eine besonders schmerzhafte Erkrankung, die besonders in Finger- und Zehengelenken auftritt.
Die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis oder (veraltet) primär chronische Polyarthritis und chronischer Gelenkrheumatismus) ist eine langwierige andauernde rheumatische Erkrankung und die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Abgekürzt wird die Krankheit mit RA (rheumatoide Arthritis), cP (chronische Polyarthritis) bzw. pcP (primär chronische Polyarthritis, veraltet).
Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend, kann aber auch plötzlich eintreten, mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Es können auch andere Gelenke betroffen sein, insbesondere Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke. Typischerweise werden bevorzugt die Handwurzelknochen, die Fingergrundgelenke (Metacarpophalangealgelenke) und die Fingermittelgelenke (proximale Interphalangealgelenke, PIP) befallen. Die Fingerend- und Zehenendgelenke (distale Interphalangealgelenke, DIP) sind im Gegensatz zur Psoriasisarthritis nicht betroffen. Die betroffenen Gelenke schwellen an und sind überwärmt. Eine Rötung der betroffenen Gelenke kann hinzukommen. Eine symmetrische (= beidseits auftretende) Synovitis der stammfernen Gelenke ist typisch, aber nicht zwingend. Morgens sind diese Symptome zumeist am stärksten ausgeprägt; es handelt sich dabei um die symptomatische Morgensteife. Im Krankheitsverlauf werden immer mehr Gelenke befallen.
Meist verläuft die Krankheit schubweise; ein Schub dauert typischerweise zwischen einigen Wochen und Monaten an. Zwischen den einzelnen Schüben lassen die Beschwerden nach. Eine Besserung des Gesundheitszustandes ist nicht zwingend auf die Therapie zurückzuführen.
Sonderformen der rheumatoiden Arthritis sind das Felty-Syndrom (schwere Verlaufsform der RA mit Hepatosplenomegalie und Neutropenie), das Caplan-Syndrom (RA und Silikose), die Aters-RA (LORA – late onset rheumatoid arthritis, Beginn nach dem 60. Lj.) und das RS3PE-Syndrom (vorübergehende seronegative symmetrische Synovitis mit eindrückbarem Ödem).

Zurück zum Seiteninhalt