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Amerikanischer Schneeball
Der amerikanische Schneeball ist in Nordamerika heimisch und wird in europäischen Gärten und Parks angebaut. Der bis zu acht Meter hohe Strauch blüht im Mai mit schirmartigen, weißen Blüten, die wie Schneebälle aussehen. Im Herbst trägt er glänzend, rote Beere. In erster Linie ist der Schneeball eine Frauenheilpflanze. Er hilft bei Menstruationsschmerzen und Wechseljahresbeschwerden. Auch die Geburt soll der Schneeball erleichtern. In der Schwangerschaft sollte man ihn jedoch nicht anwenden.
Der Amerikanische Schneeball, auch Cranberry-Strauch oder Highbush Cranberry genannt, ist eine Unterart aus der Pflanzengattung Schneeball innerhalb der Familie der Moschuskrautgewächse. Sie ist in Nordamerika weit verbreitet und kann als Wildobst verwendet werden.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Frauenbeschwerden
Heilwirkung: adstringierend, beruhigend, krampflösend (spasmolytisch), schmerz-stillend, Asthma, Arthritis, Bluthochdruck, Nervenschwäche, Menstruationsbe-schwerden, Menstruationsfördernd, Regelschmerzen (Dysmenorrhoe), Wechseljahresbeschwerden, Muskelverspannungen
wissenschaftlicher Name: Viburnum prunifolium
englischer Name: Blackhaw, Nannybush
volkstümliche Namen: Frauenball, Gartenschneeball, Kirschblättriger Schneeball
Verwendete Pflanzenteile: Rinde, Wurzel(-Rinde)
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Arbutin, Beta-Sitosterol, Cumarine, Flavone, Gerbsäure, Harz, Isovalerinsäure, Cumarine (Aeskuletin, Skopoletin), Biflavonoide (Amentoflavone), Triterpene (Oleanolsäure, Ursolsäure und deren Acetate), Salizylsäure, Umbelliferon
Sammelzeit: Das ganze Jahr, Schwerpunkt Frühjahr
Gegenanzeige: Schwangerschaft, Aspirin/Salizylsäure-Allergie
 
Anwendung
Die Früchte werden als „Highbush Cranberry“ bezeichnet, sie ist aber keine Cranberry also Kranbeere, sondern gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie. Aussehen und Geschmack sowie Reifezeit sind ähnlich wie bei der Kranbeere. Die sauren Früchte enthalten viel Vitamin C und können roh oder gekocht gegessen werden. Aus den Früchten kann Marmelade bzw. Konfitüre hergestellt werden. Diese eignet sich wie jene aus den Früchten des Gewöhnlichen Schneeballs als Beilage zu Wildgerichten, eine Alternative zu Preiselbeeren. Im nördlichen Ontario werden die saftigen und säuerlichen, essbaren Früchte meist zur Herstellung von Marmelade verwendet. Die reifen Früchte besitzen einen starken moschusartigen Geruch der während des Kochens erhalten bleibt, aber er ist nicht mehr in der fertigen Marmelade oder dem Gelee vorhanden. In Kanada wird der Amerikanische Schneeball in Gärten wegen der Früchte als Nutzpflanze kultiviert. Kanadier französischer Herkunft nennen die Früchte Pembina, Kanadier ukrainischer und russischer Herkunft Kalyna.
Die Strauchrinde wird als Abkochung oder Tinktur innerlich bei Koliken eingesetzt, die Tinktur wirkt stärker. Aus der Tinktur kann man eine Creme oder Lotion für die äußerliche Anwendung bei Muskelverspannungen und Muskel-krämpfen herstellen. Die Wurzelrinde wird als Abkochung oder Tinktur innerlich bei Frauenbeschwerden eingesetzt. Im dritten Trimester senkt der Amerikanische Schnellball das Risiko für Fehlgeburten und Frühgeburten, da aber einige Wirkstoffe im Verdacht stehen Fehlbildungen zu verursachen, muss vollständig auf dem Einsatz in den ersten beiden Trimestern der Schwangerschaft verzichtet werden. Menschen die allergisch auf Aspirin/Salizylsäure reagieren, müssen den Amerikanischen Schneeball auch meiden.
 
Geschichtliches
Die Indianer Nordamerikas setzen die Rinden traditionell gegen Fehlgeburten, Frühgeburten, Frauenbeschwerden und Krämpfen ein. Der Amerikanische Schneeball wurde nach Europa gebracht und ebenfalls medizinisch genutzt. Nach der Entdeckung von Aspirin und Ibuprofen wurde die Pflanze primär zur Zierde angepflanzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Amerikanische Schnellball ist ein Strauch, der zwischen 2 und 8 Meter groß wird. Seine Heimat ist Nord-Amerika. Da er eine Zierde für Garten und Parks ist, findet man ihn mittlerweile auch in Europa an vielen Orten. Die Blüten sind etwa 9mm groß und zu einer etwa 10cm großen Kugel angeordnet. Im Herbst trägt der Strauch bis in den Winter etwa 1cm große blau-schwarze Früchte mit einem Kern, die bei Vögeln sehr beliebt sind. Nach dem Frost sind die Beeren auch für Menschen essbar.
Der Amerikanische Schneeball wächst als relativ großer, laubabwerfender Strauch und kann Wuchshöhen von bis zu 4 Meter erreichen. Die Rinde der Zweige ist glatt und kahl. Es sind keine Endknospen vorhanden und die zwei Seitenknospen besitzen sich berührende Knospenschuppen. Die grünen, gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert; sie erinnern an Ahornblätter. Der gefurchte, bis zu 12cm lange Blattstiel besitzt zwei längliche Drüsen. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 11 cm mehr oder weniger breit eiförmig im Umriss und dreilappig Die Nervatur ist handförmig. Das endständige Blattpaar besitzt lang zugespitzte Blattlappen, einen keilförmigen bis fast gerundeten Spreitengrund und einen glatten bis leicht stumpf gezähnten Blattrand. Die darunterliegenden Blätter sind breiter, mit gerundetem bis gestutztem Spreitengrund, kürzeren Blattlappen und grobgezähntem Blattrand. Das Herbstlaub ist rot bis purpurfarben. Die Nebenblätter sind dünn.
Die Blütezeit liegt in der Mitte des Sommers. Viele Blüten stehen in endständigen, Bei einem Durchmesser von 4 bis 15 cm relativ großen, trugdoldigen Blütenständen, oben abgeflacht sind, zusammen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind weiß. Die äußeren bis 2,5 cm großen Blüten sind steril; ihre Blütenkrone ist abgeflacht. Die inneren Blüten sind deutlich kleiner und fruchtbar, ihr Blütenkelch ist klein sowie unscheinbar und die Blütenkrone weist einen Durchmesser von bis 5 mm auf. In den fertilen Blüten sind fünf fertile Staubblätter, die mit der Blütenkrone verwachsen sind und diese überragen, und ein unterständiger Fruchtknoten vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten und Vögel. Die bei Reife rötlich-orangefarbene bis rote beerenähnliche Steinfrucht ist bei einer Länge von 6 bis 12 mm ellipsoid bis kugelig enthält nur einen flachen, weißen Samen im Steinkern. Die Früchte reifen in Nordamerika im späten Sommer und sie verbleiben den Winter über auf dem Strauch. Erst ab einem Alter von etwa fünf Jahren tragen aus Samen entstandene Pflanze Früchte.
 
Anbautipps
Der Amerikanische Schneeball wächst in europäischen Gärten ohne Probleme. Er braucht Sonne/Halbschatten und mag leicht feuchten Boden ohne Staunässe, er verträgt eine kurze Trockenzeit.
 
Sammeltipps
Geerntet wird die Rinde Frühling vor der Blüte von 2-3 Jahren alten Seitenzweigen. In diesem Alter ist der Gehalt an gewünschten Wirkstoffen am größten. Über dieses Alter hinaus nimmt der Wirkstoffgehalt ab. Wurzelstücke werden von der Erde befreit. Zur Ernte führt man mit dem Messer an zwei Stellen runde Schnitte durch, dann einen Längsschnitt, dann die Rinde abschälen.
Diese Rinde wird an einem sonnigen, warmen und luftigen Ort gut getrocknet In Papierbeutel oder Glasbehälter aufbewahren und gut lesbar mit dem Datum der Ernte beschriften.

Bachblüten
Ich bin melancholisch (Mustard)
Diese Menschen sind sehr häufig melancholisch
Mit der Bachblüte können sie die Melancholie besiegen
Bachblüten
Ich fühle mich überfordert (Oak)
Diese Menschen fühlen sich sehr häufig überfordert
Hier können sie das Gefühl der Überforderung abstellen
Fette und Öle
Butter, Margarine, Speiseöle, Bratfette, Sahne, Mayonnaise, Nüsse, Ölsaaten
-     Pommes frites, Reibekuchen, usw. können wegen ihres Fettgehaltes zu Beilagen plus Fetten und Ölen gezählt werden. Durchaus berechtigt wäre auch eine Zuordnung zu den fettreichen Knabbereien
-     Nüsse werden zwar botanisch dem Obst zugeordnet, ernährungsphysiologisch steht jedoch der hohe Fettanteil mit überwiegend ungesättigten Fettsäuren im Vordergrund!
Fette und Öle sind in vielen Lebensmitteln enthalten und wir verwenden sie täglich.
Sie sind Geschmacksträger und verfeinern unsere Lebensmittel. Sie sind unentbehrlich für den Körper, liefern aber auch Kalorien und können falsch eingesetzt, zu Krankheiten führen.
Fette und Öle sind neben Eiweiß und Kohlenhydraten wichtige Bestandteile unserer Ernährung
- sie liefern Energie und versorgen den Organismus mit den essentiellen Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure. Diese kann der Körper nicht selbst herstellen und muss sie über Lebensmittel zuführen.
Fett ist auch nötig zur Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Gesunde Ernährung nach Hildegard
Essen und Trinken im Mittelalter
Obst und Gemüse stand auf der Tafel der Reichen an unterster Stelle. Kein Wunder also, dass aufgrund des Ballaststoffmangels vor allem in hoch gestellten Kreisen Verstopfung ein weiterverbreitetes Problem war. Auch Erkrankungen wie Rachitis und Skorbut, die auf Vitaminmangel zurückzuführen sind, kamen in der Oberschicht häufig vor.
Zu den am häufigsten verzehrten heimischen Gemüsesorten zählten Rüben und Kohl, aber auch Lauch, Rettich, Möhren, Zwiebeln, Kürbis, Fenchel und Gurken, die zunächst nur von Mönchen angebaut wurden. Wichtige Proteinlieferanten waren Erbsen, Linsen und dicke Bohnen (Vicia faba). Die uns heute vertrauten weißen und grünen Bohnen kannte man im Mittelalter genauso wenig wie Tomaten, die erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa kamen.
Einheimische Früchte wie Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Birnen, Erdbeeren, Blaubeeren und Stachelbeeren wurden reichlich gesammelt und soweit möglich, durch Trocknen konserviert.

Vollbäder
Auch diese Bäder werden unterschieden in kalte und warme Vollbäder. Jede Art dient sowohl den Gesunden als auch den Kranken.
Viele wagen sich nicht in ein Vollbad und fürchten es. Ich kann es ihnen auch nur missraten: sie haben weder Naturwärme noch Naturkraft, aber ein Fußbad, ein Halbbad, Sitzbad und ein Armbad kann jeder nehmen, wenn er noch so geschwächt ist und dies mach den Körper nach und nach fähig zum Vollbad.
Vollbäder beeinflussen den Körper am stärksten. Deshalb werden heutzutage eher Dreiviertel- oder Zweidrittel-Bäder (der Rücken befindet sich im Wasser, die Herzgegend bleibt frei davon) angewendet, da die Belastung des Kreislaufs geringer ist als beim Vollbad. Sonst gilt dasselbe wie für das Vollbad.

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