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BASILIKUM
Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma. Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze. Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.
Basilikum ist einer der Favoriten unter den Kräutern, weil es so viele Verwendungsmöglichkeiten gibt. Alles, von der Suppe bis zum Sandwich, kann durch die Zugabe von frischen, scharfen Basilikumblättern einfach besser gemacht werden. Es wurde auch festgestellt, dass es Öle und Flavonoide enthält, die den Körper vor Krankheiten und Infektionen schützen. Sehr kleine Konzentrationen können schädliche Bakterien abtöten, aber dennoch sehr nützlich sein und sogar Atherosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall verhindern.
 
Anwendung
Tee
Eine Tasse nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd. Auch das Nervensystem wird durch Basilikum gestärkt und Migräne gelindert. In der Frauenheilkunde kann Basilikum Periodenkrämpfe lindern und unregelmäßige Menstruationsblutungen regeln. Auch gegen Wechseljahresbeschwerden kann man Basilikum verwenden, denn sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Hormon Östrogen ähnlich und wirkt daher dem Hormonmangel entgegen. Stigmasterol, ein weiterer Inhaltsstoff, fördert den Eisprung, was auch zur Regulierung der Zyklen beiträgt.
Achtung! In der Schwangerschaft sollte man Basilikum nicht in größeren Mengen zu sich nehmen.
Niespulver
Getrocknet und zerstoßen kann man Basilikum als Unterstützung für den Ge-ruchssinn nach chronischem Schnupfen einsetzen.
Zerriebene frische Blätter
Frische Blätter helfen zerrieben gegen Insektenstiche.
Ätherisches Öl
Das ätherische Öl hilft bei Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne. Entweder äußerlich aufgetragen oder in der Duftlampe.
Äußerlich
Äußerlich als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt kann Basilikumtee bei schwer heilende Wunden und Hautabschürfungen helfen.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Basilikum liebt die Wärme und das Sonnenlicht. Darum gedeiht es in Mittelmeerländern besonders gut. Basilikum gehört zu den Lippenblütlern, ist aber in Mitteleuropa nur einjährig. Kälte bekommt ihm gar nicht, es wird dann schnell braun und verfällt. Die Blätter des Basilikums sind spitz-oval, glänzend und grün. Sie duften wunderbar würzig. Beim normalen Basilikum sind die Blätter in der Mitte rundlich nach oben gewölbt. Sie wachsen gegenständig am Stängel. Wenn man die oberen Blattpaare kappt, verdoppeln sich die Triebe und die Pflanze wird üppiger. Ab Juli fängt das Basilikum an zu blühen. Es bildet dann einen verlängerten Stängel, an dem weiße Blüten aufblühen.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, darmreinigend, Darminfektionen, Magenkrämpfe, Verstopfung, Gicht, Blasenentzündung, Nervenschwäche, Schwindelanfälle, Migräne, Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsfördernd, Muttermilch fördernd, Libido steigernd, Hautabschürfungen, Hautrisse, Schlecht heilende Wunden, Insektenstiche
wissenschaftlicher Name: Ocimum basilicum
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Basil
volkstümlicher Name: Basilge, Basilienkraut, Braunsilge, Josefskräutlein, Hirnkraut, Königskraut, Königsbalsam, Krampfkräutel, Nelkenbasilie, Suppenbasil
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blütenspitzen, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol
Sammelzeit: Juni bis August

CURRYSTRAUCH
Der Currystrauch ist ein Halbstrauch und Heckenpflanze aus dem Mittelmeergebiet. Blätter und Blüten haben ein angenehmes Curry-Aroma, das an Salbei erinnert. Die Pflanze wird als Gewürzpflanze eingesetzt, sie eignet sich auch als Heilpflanze, gegen Husten, Hautprobleme. Das wertvolle und teure Öl, das aus den schönen gelben Blüten oder dem blühenden Kraut gewonnen wird, kann gegen Prellungen und kleinere Verletzungen eingesetzt werden.
Der Currystrauch hat einen kleinen Bruder, den Zwerg-Currystrauch, der die gleichen Eigenschaften hat. Der Zwerg-Currystrauch ist etwas kleiner und bitterer.
Das Currykraut, welches auch als Immortelle oder Italienische Strohblume bekannt ist, macht seinem Namen alle Ehre. Der Duft nach Curry ist unverkennbar. Die Blätter der Pflanze können Speisen wie Reis und Fleischgerichte würzen. Doch auch als Heilkraut ist es schon seit langer Zeit bekannt, so dass es auch heute noch in der Naturheilkunde verwendet wird.
 
Anwendung
Der starke Duft der Blüten erinnert an Curry, er ist bei heißem Wetter besonders intensiv. Die jungen Blätter und Sprossachsen eignen sich zum Würzen von Reis, Saucen und Fleischgerichten, sowie Fisch und Füllungen. Zweige werden kurz mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Getrocknete Blütenstände und Triebe werden in der Floristikverwendet. Die Italienische Strohblume ist für Formschnitt und niedrige Hecken geeignet.
Das ätherische Öl wirkt bakterienhemmend, entzündungshemmend und oxidationshemmend. Das Öl kann durch Destillation (Hydrodestillation) gewonnen werden. Die chemische Zusammensetzung ist komplex und enthält verschiedene Carbonsäuren und mindestens 27 Ester.
Öl
Aus dem Currystrauch wird ein ätherisches Öl gewonnen, das Immortellenöl oder auch Strohblumenöl. Es ist eine gelbliche, klare und durchsichtige Flüssigkeit.
Es eignet sich als Einreibe-Mittel gegen blaue Flecken, Blutergüssen, Prellungen und Verstauchungen. Gut bei Wanderungen.
Das Öl darf nur äußerlich eingesetzt werden, innerlich eingesetzt führt es zu Vergiftungserscheinungen.
Das Öl kann mit Soja- oder Sesamöl 1:50 verdünnt werden.
Tee
1 Esslöffel getrockneter Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Mi-nuten ziehen lassen, abseihen. Hilft gegen Husten und wirkt entgiftend.
Den Tee kann man auch zur Hautbehandlung und Bädern nutzen.
Gewürzpflanze
Frische Zweiglein eignen sich als Curry-Ersatz in Reis-, Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten. Zweige mitkochen und später wieder herausnehmen.
Grundsätzlich sollte man das Currykraut nicht verwechseln mit dem Gewürz Curry. Damit hat es nämlich nicht mal entfernt etwas zu tun. Currypulver ist eine Gewürzmischung (u.a. Koriander, Pfeffer, Kardamom, Muskatnuss, Kreuzkümmel) , woraufhin das Currykraut seinen Namen aufgrund des typischen Geruchs nach Curry erhielt. Nichtsdestotrotz ist der Geschmack verhältnismäßig ähnlich, allerdings kommen auch Noten von Salbei hinzu. Insgesamt ist der Geschmack recht intensiv und angenehm bitter.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Currystrauch ist in Mittelmeeraum heimisch. Er wächst bevorzugt an trockenen und sonnigen Plätzen. Der mehrjährige immergrüne Strauch wird zwischen 40 und 100 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser zwischen 50 und 120 Zentimeter.
Der Zwerg-Currystrauch ist zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser zwischen 30 und 60 Zentimeter. Mit der Zeit wird der Stamm holzig. Der Duft des Currystrauchs ist dem Curry ähnlich, besonders stark bei Regen. Der Halbstrauch ist dicht, die Blätter silbergrau, etwas klebrig, länglich und etwa 2-3 cm lang. Die Blätter des Zwerg-Currystrauch sind 1-2 cm lang. Die gelben bis dunkelgelben Blütenköpfchen erscheinen zwischen Juni und August. Aus den Currystrauch-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Husten, Prellungen
Heilwirkung: abschwellend, ausgleichend, entzündungshemmend, fungistatisch, fungizid, hautberuhigend, insektenabwehrend, pilzhemmend, pilztötend, schmerzstillend, wundheilend
Anwendungsbereiche: Äderchen, Blutergüsse, Ekzeme, Gelenkschmerzen, Hautjucken, Hautunreinheiten, Husten, Insekten, Krampfadern, Lymphstau, Pilze, Prellungen, Sportverletzungen, Stress, Verstauchungen, Zerrungen
wissenschaftlicher Name: Helichrysum italicum, Helichrysum angustifolium
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Curry plant
volkstümlicher Name: Currykraut, Currystrauch, Italienische Immortelle, Italienisches Sonnengold, Italienische Strohblume, Sonnengold, Die Unsterbliche
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Kraut, blütenlose Triebe
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Borneol, Beta-Pinen, Italidion, Limonen, Nerol, Nerylacetat
Sammelzeit: Juni bis Oktober
Nebenwirkungen: Magenreizung, Magenschmerzen

BACHBLÜTE WALNUT
Man hat eine Partnerschaft aufgegeben, fühlt sich aber trotz räumlicher Trennung weiterhin im Bann des Partners  
Sie haben eine Partnerschaft aufgegeben und fühlen sich trotz räumlicher Trennung weiterhin im Bann des Partners
Mit der Blüte können sie den Bann entledigen
 

BACHBLÜTE WATER VIOLET
Man handelt manchmal aus stolz                 
Diese Menschen handeln manchmal aus stolz
Mit der Blüte handeln sie nicht oder kaum mehr aus stolz

Hildegard-Heilpraxis von A bis Z
Gallenleiden
Steinbrechsamen
Zutaten: 2g zerstoßene Steinbrechsamen, Wasser
Zubereitung: Täglich ½ Messerspitze Steinbrechsamen in 100ml Wasser (1/2 Glas) nach dem Essen trinken. Mit diesem Mittel lassen sich kleine Gallensteine beseitigen, größere Steine hingegen sollten operativ entfernt werden. Bei Gelbsucht haben sich folgende Mittel bewährt:
Steinbrechensamenwein
Zutaten: 10g Steinbrechsamen, 1l Wein
Zubereitung: Die Steinbrechsamen 1 Stunde im Wein liegen lassen, abseihen und dreimal täglich 1 Likörglas nach dem Essen trinken.
Hildegard: „Wer Gelbsucht hat, zerreibe den Steinbrechsamen in Wein und lasse ihn eine Stunde lang liegen. Er trinke das oft nach dem Essen und die Gelbsucht in ihm wird ausgelöscht, weil diese manchmal durch ein Überfließen der Galle ausgelöst wird und so etwas oft zu Verhärtungen in Form eines Steines führen kann.“
Diese Steinbrechmedikation wirkt bei Gelbsucht, deren Ursache Gallensteine sind, da die Steinbrechsamen auch bei der Beseitigung von Gallensteinen eingesetzt werden.

HEILMITTEL VON A BIS Z (Kneipp)
AGAVE t
Die Agaven sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Agavengewächse innerhalb der Familie der Spargelgewächse. Der botanische Name Agave leitet sich vom griechischen Wort agavos für edel, prachtvoll oder erhaben ab. Agave, häufig Agaue geschrieben, ist der Name einer Tochter von Kadmos und Harmonia aus der griechischen Mythologie, die gelegentlich als namensgebend genannt wird. Agaven werden manchmal als Jahrhundertpflanze bezeichnet, da sie nur einmal blühen und bis zur Ausbildung eines Blütenstands mehrere Jahrzehnte vergehen können. Agaven sind Wüstenpflanzen mit dicken Blättern, die vorwiegend in Mexiko und Mittelamerika, aber auch auf den kanarischen Inseln vorkommen. Aus dem Pflanzensaft der Agave wird in Mexiko Schnaps gebrannt, der bekannte Mezcal. Auch ein diabetiker-geeigneter Zuckerersatz wird aus dem Dicksaft der Agave hergestellt.
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