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JAKOBS-GREISKRAUT t
Das Jakobs-Greiskraut ist eine schöne gelb blühende aber giftige Pflanze, die mitt-lerweile bei Pferdebesitzern gefürchtet ist. Man findet das Jakobs-Greiskraut an sonnigen Wegrändern und Wiesen in ganz Europa. In einigen Ländern vermehrt sich diese Pflanze so stark, dass sie bekämpft wird. Als Heilpflanze wird sie gegen viele Formen von Schmerzen eingesetzt, selbst zur Krebsbehandlung wird sie zur Zeit überprüft. Leider riskiert man mit der innerlichen Anwendung langfristig Leberschäden. Das Jakobs-Greiskraut, auch Jakob-Greiskraut und Jakobs-Kreuzkraut sowie Jakobskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Senecio innerhalb der Familie der Korbblütler. Der Artname bezieht sich auf den Blühtermin um Jacobi (25. Juli) – eigentlich beginnt die Blühzeit jedoch schon Anfang Juni mit schütteren Blütenständen. Die Blütenstände werden aber tatsächlich erst im Hochsommer voll ausgebildet.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Entzündungen, Gelenkschmerzen
Heilwirkung: entzündungshemmend, gewebestärkend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Amenorrhoe, Arthritis, Bienenstiche, Dysmenorrhoe, Entzündungen, Gicht, Harndrang, Hautkrankheiten, Ischias, Krebs, Neuralgien, Rheuma, Homöopathie: Grauer Star, Bindehautentzündung, Sehschwäche,
wissenschaftlicher Name: Senecio jacobaea L., Jacobaea vulgaris
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name: Cushag, Ragwort
volkstümlicher Name: Großes Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut, Jakobs-Kreuzkraut, Jakobskreuzkraut, Spinnenkraut
Verwendete Pflanzenteile: oberirdisches blühendes Kraut
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Erucifolin, Flavanoide, Germacren D, Jacobin, Pyrrolizidinalkaloide, Sene-cionin
Sammelzeit: Juli-August
Nebenwirkungen: Leberschäden
Kontraindikation: Schwangerschaft, Leberkrankheiten, Leberschäden
 
Anwendung
Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht über einen längeren Zeitraum oder größeren Mengen eingesetzt wer-den, da Leberschäden möglich sind. Auch in den getrockneten Pflanzenteilen bleiben die Gifte erhalten, man sollte auf die innerliche Anwendung aus Sicherheitsgründen verzichten.
Tee
1-2 Teelöffel getrockneten Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. (Vorsicht langfristig Leberschäden möglich.)
Umschlag
Ein Umschlag mit dem Tee oder frischen gequetschten Blättern soll gegen Gelenkschmerzen, Ischias, Neuralgien, Hautentzündungen und Hautkrankheiten helfen.
Saft
Der frische Saft des Jakobs-Greiskrauts auf einen Bienenstich geträufelt lindert Schmerz und Schwellung.
Homöopathie
Das frische Kraut wird zur Herstellung der Urtinktur genutzt. Niedrige Potenzen gegen einige Augenkrank-heiten.
 
Geschichtliches
Der Name kommt von der Blütezeit um Jakobi, allerdings blüht die Pflanze schon früher. In der Antike wurde die Pflanze in Liebestränken genutzt. Im Mittelalter wurde sie gegen Verzauberungen als Amulett umgehängt. Hexen wurde nachgesagt, dass diese Jakobs-Greiskraut-Pflanzen bündelten, um fliegen zu können. Zeitweise wurden Blätter und Blüten für grüne und gelbe Farbstoffe genutzt. In einigen Ländern (Großbritannien) ist das Jakobs-Greiskraut meldepflichtig und sollte entfernt werden. Heute wird die Pflanze in einigen Naturgärten gehalten um als Raupenfutter für bestimmte Schmetterlinge zu dienen. Diese Schmetterlinge werden in einigen Ländern (Neuseeland) zur Bekämpfung des Jakobs-Greiskrauts eingesetzt. Einige Inhaltsstoffe, die das Zellwachstum hemmen, werden zur Krebsbekämpfung untersucht.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Jakobs-Greiskraut ist in Eurasien heimisch. Es wächst bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Hängen und Wiesen. Die zweijährige/mehrjährige Pflanze wird zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die Blätter sind fiederspaltig.
Die gelben Blüten erscheinen zwischen Juni und August.
Die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von 15 - 25 mm.
Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.  Senecio jacobaea ist eine meist zweijährige, manchmal auch länger ausdauerndekrautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. Im ersten Jahr wird eine grundständige Blattrosette aus etwa 20 Zentimeter langen Laubblättern gebildet. Eine oft dunkelrot überlaufene, aufrechte Sprossachse (Stängel) mit Blütenständen entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Bei den leierförmig fiederteiligen Laubblättern sind die unregelmäßigen und stumpf gezähnten Abschnitte zum Ende hin verbreitert; an ihrer Basis weisen sie Öhrchen auf.
Im oberen Pflanzenteil befinden sich in einem weit verzweigten, schirmrispigen Gesamtblütenstand die zahlreichen gelben körbchenförmigen Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von etwa 15 bis 25 Millimetern. Die Blütenkörbchen besitzen eine Hülle aus 13 Hüllblättern sowie anliegenden (oder nur ein bis zwei abstehenden) Außenhüllblättern. Die Spitzen der Hüllblätter sind meistens schwarz gefärbt. Die gelben Zungenblüten sind meist gut ausgebildet, können aber auch fehlen; ihre Anzahl liegt gewöhnlich zwischen 12 und 15 je Blütenkörbchen. Die Achänen sind von einem Pappus gekrönt.
 
Anbautipps
Das Jakobs-Greiskraut sollte nicht für Pferde oder Rinder zugänglich sein. Zwar wird die frische bittere Pflanze nicht gefressen, allerdings die wenig bittere angetrocknete Pflanze. Durchfall und Koliken mit Tod können die Folge sein. Den Samen an Ort und Stelle aussäen, die Aussaat ist jederzeit möglich. Der Standort sollte sonnig und nicht zu feucht sein. Die Pflanze vermehrt sich über den Samen in den Folgejahren von selbst. Die Pflanze braucht keine Pflege.
 
Sammeltipps
Das blühende oberirdische Kraut ernten und gebündelt an einem luftigen und schattigen Ort trocknen. Das getrocknete Kraut in klein Stücke schneiden und in luftigen Behältern (Stoffsäckchen) aufbewahren.

KARTHÄUSER-NELKE
Die Karthäuser-Nelke ist eine leuchtend rot blühende Nelkensorte, die auf Kalkmagerrasen zu finden ist. Die Nelke wurde nach den Karthäuser-Mönchen benannt, die diese Pflanze in ihren Gärten angebaut haben. Von der Karthäuser-Nelke gibt es noch mehrere Unterarten. Die Pflanze sieht nicht nur schön aus, sie duftet gut und enthält schmerzstillende und erweichende Stoffe. Die Karthäuser-Nelke war Blume des Jahres 1989 und ist geschützt. Die Kart(h)äusernelke, in Österreich auch Steinnelke genannt (Stoanagl) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken innerhalb der Familie der Nelkengewächse. Sie zählte offenbar zur Standardausstattung vieler Klostergärten. Möglicherweise führte dies zur Namensgebung. Alle Pflanzenteile enthalten seifige Bestandteile (Saponine), welche die Mönche und Nonnen flüssig bei Muskelschmerzen oder Rheuma auftrugen. Sie ist geschützt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Schmerzen
Heilwirkung: erweichend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche: Hautkrankheiten, Muskelschmerzen, Rheuma, Schlangenbisse, Zahnschmerzen
wissenschaftlicher Name: Dianthus carthusianorum L.
Pflanzenfamilie: Nelkengewächse = Caryophyllaceae
englischer Name: Carthusian Pink, Charterhouse Pink
volkstümlicher Name: Blitzblümchen, Blutnelke, Blutströpfchen, Donnernelke, Echte Stein-Nelke, Kartäuser-Nelke, Karthäusernelke, Stoanagl
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Pflanzensaft
Inhaltsstoffe: Eugenol, Saponine
Sammelzeit: April-September
 
Anwendung
Blüten
Kauen der Blüten bei Zahnschmerzen, zermahlene Blüten bei Schlangenbisse.
Frischsaft
Äußerlich bei Hautkrankheiten, Rheuma und Muskelschmerzen, innerlich bei Pest und Würmer.
 
Geschichtliches
Den Namen hat die Karthäuser-Nelke von den Karthäuser-Mönchen, die diese Pflanze seit dem 16. Jahrhundert in ihren Klostergärten anbauten. In Volksaberglauben, Märchen und Sagen kommen Nelken und besonders die Karthäuser-Nelke öfters vor. Karthäuser-Nelke soll Blitze anziehen bzw. an Standorten wachsen an denen Blitze gerne einschlagen, daher auch der Name Donnernelke. Heute findet sich die Karthäuser-Nelke in vielen Wildblumen- und Bauerngärten als Nektarpflanze für Schmetterlinge.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Karthäuser-Nelke ist in Mitteleuropa heimisch. Sie wächst bevorzugt Waldränder und Kalkmagerrasen. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 50 Zentimeter hoch. Die schmalen Blätter sind lanzettenförmig. Die leuchtend roten bis dunkel-violetten Blüten erscheinen zwischen Mai und September. Die Blüten haben einen Durchmesser von 18-22 mm. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.
Die Kartäusernelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 45 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind am Grund scheidig verwachsen. Die Blattscheide ist mit einer Länge von bis zu 15 Millimetern etwa viermal so lang wie die Blattbreite. Die einfache Blattspreite ist schmal-linealisch.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. 7 bis 15 Blüten befinden sich in einem endständigem, köpfchenförmigen Blütenstand. Die Hochblätter und der Kelch sind braun und lederartig-trockenhäutig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die purpurfarbene Krone besitzt einen Durchmesser von etwa 2 bis 2,5 Zentimetern. Die Kronblätter sind vorne gezähnt.
 
Anbautipps
Aussaat im Juni-Juli ins Freiland, die Pflanze blüht in den Folgejahren. Der Standort sollte sonnig und warm sein. Der Boden sollte kalkhaltig und trocken sein.
 
Sammeltipps
Die Pflanze ist geschützt.

BACHBLÜTE GENTIAN
Ich bin ein unschlüssiger Mensch                         
Diese Menschen sind und können recht unschlüssig sein
Gentian hilft sich wieder schlüssiger zu werden

BACHBLÜTE GORSE
Man gibt innerlich auf und wartet, dass irgendetwas von außen geschieht
Sie geben innerlich auf und warten, dass irgendwer und irgendetwas von außen geschieht
Hier kann diese Bachblüte von nutzen sein und geben innerlich nicht mehr so leicht auf und warten

Typische Hildegard-Gewürze
Quendel – das ist der Feldthymian, ein würziges Kraut, das bei Fleisch-, Gemüse- und Getreidespeisen mitgekocht werden soll. Quendel wirkt blutreinigend und ist ein hervorragendes Mittel bei Hautproblemen: „Der Körper wird von innen heraus geheilt und gereinigt“, sagt Hildegard. Zur Verbesserung der Gedächtnisleistung empfiehlt Hildegard, einen Monat lang täglich 3-5 Quendelkekse zu essen. Die Kekse werden in Reformläden auch fertig angeboten.
Kommentar der Hildegardärztin über heute noch eingesetzte Gewürze
Die Hildegard-Medizin arbeitet mit einer ganzen Reihe herrlicher Gewürze, die absolut therapeutische Wirkung besitzen wie Galgant, der das Herz stärkt, Bertram, der die Verdauung positiv beeinflusst, Quendel, der bei allen Hautkrankheiten hilft, Zimt, der erwärmend wirkt uvm.
Zehn Eßlöffel weißes Mehl werden mit einem Teelöffel Quendelpulver und ein wenig Wasser vermischt. Dieser Teig wird in der Pfanne ausgebacken und in kleine Stücke geschnitten. Vermische Quendelpulver in Wasser mit Feinmehl und mache solcherart Plätzchen, heißt es bei Hildegard.
Zu den Lieblingsgewürzen der Hildegard gehören auch Muskatnuß, Fenchel, Dille und Salbei, ebenso der Mutterkümmel – Ysop und Zimt, außerdem viele der uns heute gebräuchlichen Gewürze wie Petersilie, Schnittlauch oder Liebstöckel. Doch immer gilt: Gewürz ist Heilpflanze, Nahrungsmittel ist Heilmittel und – nimm das, was du gerade brauchst!

Krankheiten der Atmungsorgane
Asthma
Die weiteren Anwendungen waren: Jeden Tag einen Oberguß und Knieguß, jeden Nachmittag ein mehrfach gefaltetes Tuch in heißes Wasser und Essig getaucht auf den Oberleib 2 Stunden lang. So 10 Tage lang und der ganze Organismus war wiederhergestellt.
Ein asthmatischer Krampf kann nur beseitigt werden, indem man die Naturwärme durch künstliche Wärme unterstützt. Er tritt auch meistens nur dann ein, wenn infolge von Anstauungen und Verschleimung die Natur nicht mehr gehörig transpiriert und nicht mehr die gehörige Wärme hat. Ganz besonders muß bei Asthmaleidenden auf Kräftigung und Abhärtung des Unterleibs eingewirkt werden, dies geschieht durch Knie- und Schenkelguß, Halbbad und dann auch durch den Oberguß, aber erst nach und nach, wenn die Anfälle nicht mehr vorhanden sind. Wie durch diese An-wendungen die Natur gekräftigt wird und die faulen und verlegenen Stoffe ausgeleitet werden, so kommt auch der ganze Organismus in einen Zustand, daß er solche Stoffe nicht mehr aufkommen läßt, besonders wenn noch für eine gute Verdauung und entsprechende Kost gesorgt wird.

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