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Drüsiges Springkraut t
Für Kinder ist das Springkraut eine wahre Wonne. Denn wenn man die reifen Schoten mit spitzen Fingerchen berührt, platzen sie auf und schleudern ihre Samen in die Umgebung. Das Aufplatzen kitzelt lustig an den Fingern und man bekommt kaum genug von diesem Vergnügen. Erwachsene freuen sich wohl eher an den wunderschönen Blüten des Springkrautes. Denn das Springkraut wuchert mit seiner Wuchskraft Ufer und Waldränder zu und verdrängt die heimische Flora. Als Heilpflanze wird das Springkraut kaum genutzt. Ob das nur daran liegt, dass es kaum Heilwirkungen hat und in großer Menge Erbrechen auslösen kann, oder ob es einfach noch nicht gründlich genug untersucht wurde, ist nicht ganz klar, denn als Heilpflanze wird kaum über das Springkraut berichtet. Als Bachblüte spielt das Springkraut unter dem Namen Impatiens jedoch eine wichtige Rolle. Es kommt sogar in den Notfalltropfen vor.
Das Drüsige Springkraut, oft Indisches Springkraut, auch Rotes Springkraut oder Himalaya-Balsamine, früher auch Bauernorchidee oder Riesenbalsamine genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Balsaminengewächse. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt auf dem indischen Subkontinent; als Zierpflanze wurde es im 19. Jahrhundert auch in Nordamerika und Europa eingebürgert. In Europa wird das Indische Springkraut vielerorts als inasiver Neophyt bekämpft, ja ganze Pflanzengesellschaften in deren Lebensraum betrachtet wird.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Nicht innerlich anwenden! Brechreiz auslösend, harntreibend, Äußerlich: Hämorrhoiden, Hautirritationen, Wiesendermatitis
wissenschaftlicher Name: Impatiens glandulifera
Pflanzenfamilie: Balsaminengewächse = Balsaminaceae
englischer Name: Impatiens, Himalayan Balsam
volkstümlicher Name: Drüsiges Springkraut, Indisches Springkraut, PolizistenHelm
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Öl, Tannin, Säure
Sammelzeit: April bis Oktober
 
Anwendung
Das Springkraut wird kaum als Heilpflanze eingesetzt, weil seine Heilwirkungen nur schlecht dokumentiert sind und eine Anwendung im Übermaß als leicht giftig zu betrachten ist. In größerer Menge lösen roh gegessene Blätter Brechreiz aus. Gekocht kann man die Blätter jedoch in kleinen Mengen essen. Die frisch gesammelten Blätter kann man auch in Öl oder Schweineschmalz kochen und eine Salbe daraus zubereiten. Solch eine Salbe hilft möglicherweise bei Hämorrhoiden und Hautausschlägen. Sehr gut ist diese Wirkung aber wohl nicht, sonst wäre sie wahrscheinlich bekannter. Die Samen kann man knabbern; sie schmecken leicht nußig, sind aber schwer in größeren Mengen zu ernten.
 
Pflanzenbeschreibung
Ursprünglich war das drüsentragende Springkraut in Indien und im Himalaya beheimatet. Erst 1839 wurde es von dort nach England gebracht und dort in den Gärten als Zierpflanze angebaut. Schon bald entkam es aus den Gärten und hat sich sehr erfolgreich verbreitet. Außer in Britannien ist es inzwischen auch in Mitteleuropa überall an Flussläufen, Gräben und Waldrändern in großen Beständen anzutreffen. Es kommt so häufig vor, dass es andere heimische Pflanzen verdrängt hat. Das Springkraut wird bis zu zwei Meter hoch, meistens ist es jedoch nur einen Meter groß. Sein Stängel ist rötlich überlaufen und hat knubbelige Gelenke. Die Blätter sind länglich eiförmig mit einer Spitze am Ende. Die rosafarbenen Blüten sehen sehr hübsch aus, fast wie Orchideen. Aus den Blüten entwickeln sich Schoten, die die Samen beherbergen. Sobald diese Schoten reif sind, platzen sie bei der leichtesten Berührung auf und schleudern die Samen meterweit in alle Richtungen. Dieses Samenschleudern trägt dazu bei, dass sich das Springkraut so rasant vermehrt. Außerdem hat es der Pflanze den Namen Springkraut gegeben.
Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige krautige Pflanze. Die Pflanze wurzelt recht flach (bis maximal 20 Zentimeter) mit tausenden feinsten Würzelchen. Die dicken, aber hohlen Stängelverzweigen sich oben reichlich. Die vielen ganz überwiegend dreizählig-quirlständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 30 bis 35 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 25 Millimetern sowie einer Breite von 18 bis 65 Millimetern eilanzettlich, scharf gezähnt, aber weich. An Blattstiel und Blattgrund sind unangenehm riechende Drüsen vorhanden.
Der aufrechte, traubige Blütenstand ist raumgreifend üppig verzweigt. Die purpurroten, rosafarbenen oder weißen, stark süßlich duftenden Blüten sind 3 bis 4 Zentimeter lang und hängen locker an einem dünnen Blütenstiel aus der Achsel eines stieldrüsigen Blattes herab. Die Blütezeit reicht ungefähr von Juni bis Oktober. An einer Pflanze sind oft gleichzeitig Knospen, Blüten und reife Kapselfrüchte vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Von den drei Kelchblättern ist das untere kronblattartig und gespornt. Von den fünf Kronblättern ist das obere größer als die übrigen, sie sind paarweise verwachsen. Die Kapselfrüchte sind meist 14 bis 18, selten bis zu 50 Millimeter lang. Die kugeligen Samen haben einen Durchmesser von etwa 3 Millimetern.

Cascara
Rhamnus purshiana ist eine Sanddornart, die im westlichen Nordamerika vom südlichen British Columbia bis nach Zentralkalifornien und östlich bis nach Nordamerika heimisch ist nordwestliches Montana. Die getrocknete Rinde der Cascara wird seit Jahrhunderten als Abführmittel verwendet, zuerst von amerikanischen Ureinwohnern im pazifischen Nordwesten und dann von europäischen / US Kolonisatoren. Die Chemikalien in erster Linie verantwortlich für die abführende Wirkung sind die Hydroxyanthracen Glykoside und Emodin. Diese wirken als stimulierende Abführmittel, wobei die Hydroanthracenglycoside die Peristaltik stimulieren und Emodin die glatten Muskelzellen in Dickdarm erregt .
 
Steckbrief
Heilwirkung: Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Rhamnus purshiana
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Sammelzeit: April bis August, dann ein Jahr lagern
 
Traditionelle Medizin
Abführmittel
Historisch gesehen wurde Cascara in der traditionellen Medizin als Abführmittel verwendet, und im späten 20. Jahrhundert genehmigte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ihre Verwendung für diesen Zweck. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zog die FDA jedoch ihre Zulassung zurück und verwies auf das Fehlen von Beweisen für Wirksamkeit und Sicherheit. Cascara bleibt in den Vereinigten Staaten als ungeregeltes Nahrungsergänzungsmittel verfügbar.
Historischer Hintergrund
Die getrocknete, gereifte Rinde von R. purshiana wird seit vielen Jahren kontinuierlich von pazifischen nordwestlichen Ureinwohnern und Einwanderungseuroamerikanern als abführendes Naturheilmittel verwendet, als eines von mehreren anthrachinonhaltigen pflanzlichen Arzneimitteln einschließlich des Blattes und der Früchte von Sennes, der Latex von Aloe Vera und die Wurzel der Rhabarberpflanze. Kommerziell wird es Cascara Sagrada (heilige Rinde) genannt, während es traditionell als Chittem Rinde oder Chitticum Rinde bekannt ist. Spanische Eroberer, die im 17. Jahrhundert den pazifischen Nordwesten erkundeten, trafen auf viele Eingeborene, die die Rinde von R. purshiana als Abführmittel verwendeten. Sie gaben ihm den Namen heilige Rinde (cácara sagrada) zu Ehren seiner Wirksamkeit. Bis 1877 produzierte das US-amerikanische Pharmaunternehmen Parke-Davis CascaraPräparate, und bald darauf wurden Cascara-Produkte in Übersee nach Europa exportiert. Die Explosion der Cascara-Industrie verursachte während der 1900er Jahre infolge der Überfischung großen Schaden für die einheimischen CascaraPopulationen. Im Jahr 1999 machte cascara mehr als 20% des nationalen Abführmittelmarktes in den USA mit einem geschätzten Wert von 400 Millionen US-Dollar aus. Die Rinde selbst hatte einen Wert von ungefähr 100 Millionen Dollar. Cascara wurde in mehr Medikamentenpräparaten als jedes andere Naturprodukt in Nordamerika gefunden, und es wird angenommen, dass Cascara das am häufigsten verwendete kathartische Mittel der Welt ist.
Andere Anwendungen
Die Früchte können auch gekocht oder roh gegessen werden, haben aber eine abführende Wirkung. Die Lebensmittelindustrie verwendet Cascara manchmal als Geschmacksstoff für Liköre, Softdrinks, Eiscreme und Backwaren. Cascara Honig ist lecker, aber leicht abführend. Das Holz wird von Einheimischen für Pfosten, Brennholz und Dreharbeiten verwendet. Es wird auch als Zierpflanze angepflanzt, um Nahrung und Lebensraum für Wildtiere zu bieten oder Bodenerosion zu verhindern.  Aufgrund seines bitteren Geschmacks kann Cascara verwendet werden, um Nägelkauen zu stoppen, indem es auf die Fingernägel aufgetragen wird.
 
Beschreibung
Cascara ist ein großer Strauch oder kleiner Baum von 4,5-10 m Höhe mit einem Stamm von 20-50 cm Durchmesser. Die äußere Rinde ist bräunlich bis silbergrau mit leichten Flecken (oft zum Teil aus Flechten) und die innere Oberfläche der Rinde ist glatt und gelblich (mit zunehmendem Alter und/oder Sonneneinstrahlung dunkelbraun). Cascara Rinde hat einen intensiv bitteren Geschmack. Die Blätter sind einfach, abfallend , abwechselnd, gruppiert nahe den Enden von Zweigen. Sie sind oval, 5-15cm lang und 2-5cm breit, mit einem 0,6-2cm großen Blattstiel, oben glänzend und grün, unten ein mattes, blasseres Grün;  und haben kleine Zähne an den Rändern und parallele Venen. Die Blüten sind winzig, 4-5mm im Durchmesser, mit fünf grünlich gelben Blütenblättern, die eine Becherform bilden. Die Blüten blühen in doldenförmigen Büscheln an den Enden markanter Stiele, die an den Blattachseln befestigt sind. Die Blütezeit ist kurz, von früh bis Mitte Frühling und verschwindet im Frühsommer.  Die Frucht ist eine Steinfrucht von 6-10 mm Durchmesser, anfangs hellrot, schnell dunkelviolett oder schwarz reifend, mit einem gelben Fruchtfleisch und zwei oder drei harten, glatten, olivgrünen oder schwarzen Samen.

Bachblüten
Man trifft aus Ungeduld Hals-über-Kopf-Entscheidungen (Impatiens)
Diese Menschen haben eine schlechte Angewohnheit, dass sie vor lauter Ungeduld oft Hals-über-Kopf-Entscheidungen treffen
Mit der Blüte können sie diese Angewohnheit ablegen und treffen keine Hals-über-Kopf-Entscheidungen mehr
Bachblüten
Ich finde mich unausstehlich (Larch)
Diese finden sich unausstehlich, egal auf welche Art
Larch hilft ihnen diese Ansichtsweise zu überwinden
Prävalenz von Übergewicht und Adipositas
Übergewicht und Adipositas haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem immer größeren Problem entwickelt, sowohl auf individueller, als auch auf volkswirtschaflicher Ebene. Ein großer Teil der Kosten des Gesundheitswesens wird direkt oder indirekt durch Überernährung verur-sacht.
Fettleibigkeit und Übergewicht nehmen in den OECD-Ländern weiter zu
In den OECD-Ländern leiden immer mehr Menschen unter Übergewicht oder Fettleibigkeit. Im Schnitt sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie jedes sechste Kind davon betroffen. In den vergangenen fünf Jahren hat der Anteil Fettleibiger weiter zugenommen, allerdings hat sich die Dynamik etwas abgeschwächt. Dies geht aus den jüngsten Daten der OECD zu Übergewicht und Fettleibigkeit hervor, die heute veröffentlicht wurden.
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