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DIPTAM
Wenn man dem Diptam das erste Mal in der freien Natur begegnet, sieht man sofort, dass es sich um eine besondere Pflanze handelt, denn die in Trauben stehenden Blüten sehen beeindruckend schön aus. Da der Diptam sehr selten ist, ist die Pflanze geschützt und darf daher nicht gesammelt werden. Früher war der Diptam eine geschätzte Heilpflanze, und wurde vor allem in der Frauenheilkunde gerne verwendet. Selbst als Verhütungsmittel wurde der Diptam früher eingesetzt. Außerdem stärkt er die Funktion der Verdauungsorgane und kann die Nerven stärken.
Achtung! Nicht in der Schwangerschaft anwenden!
Außerdem macht der Diptam lichtempfindlich. Der Diptam, auch Aschwurz oder Brennender Busch genannt, ist die einzige Art der monotypischen Gattung Dictamnus, er gehört zur Familie der Rautengewächse. Diese Pflanzenart steht seit 1936 unter Natur-schutz; sie war schon damals eine Seltenheit in Mitteleuropa.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend, Fieber, Blähungen, Verdauungsfördernd, Menstruationsfördernd, Nervenschwäche
wissenschaftlicher Name: Dictamnus albus
Pflanzenfamilie: Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name: Dittany
volkstümlicher Name: Brennender Busch, Brennkraut, Eschenblättriger Diptam, Escherwurz, Pfefferkraut, Spechtwurzel, Weißer Diptam
Inhaltsstoffe: Alkaloid, ätherisches Öl, Bergapten, Bitterstoffe, Saponine, Flavonglycoside, Xanthotoxin
Sammelzeit: Achtung! Die Pflanze ist geschützt!
 
Verwendung als Heilpflanze
Gartenpflanze
Da der Diptam im Altertum als Heilpflanze angesehen wurde und im blühenden Zu stand dekorativ ist, hat man sehr frühzeitig mit seiner Kultivierung im Garten begonnen. In der Renaissance war er bereits eine verbreitete Gartenpflanze. Heute ist er in Gärten eher selten zu finden, was auf seine spezifischen Standort-ansprüche und seine Giftigkeit zurückzuführen ist.
Heilpflanze
Der Diptam wird heute wegen seiner teilweise giftigen Inhaltsstoffe nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt, zumal sich für die früher geschilderten Wirksamkeiten keine Belege gefunden haben.
 
Beschreibung
Diptam ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit kriechendem, weißlichem Rhizom, die eine Wuchshöhe von 60 bis 120 cm erreicht. Der unverzweigte Stängel ist aufrecht. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit 3 bis 5 Fiederpaaren und besitzen einen zitronenartigen Duft. Die länglich-eiförmigen Fiedern sind bis 8cm lang. Die fünfzähligen, leicht zygomorphen Blüten stehen in Trauben und messen 4 bis 6 cm im Durchmesser. Die rosafarbenen, selten weißlichen Kronblätter besitzen eine dunkle Aderung; das nach unten zeigende Kronblatt ist etwas kleiner als die vier anderen, nach oben und seitwärts gerichteten. Die zehn Staubblätter sind nach oben gekrümmt. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, die Fruchtreife liegt im Hochsommer. Die Frucht ist eine Kapsel. Bei viel warmem Wind trocknen die Früchte ein. Dabei reißen die Fruchtschalen auf, rollen sich ein und schleudern den kugelförmigen, etwa 4 mm kleinen Samen heraus. Da der Diptam meist klonal in Gruppen wächst, kann man das manchmal gemeinsame Knallen der Früchte im Sommer hören. Die Samen können bis etwa fünf Meter weit weggeschleudert werden.

QUECKE
Die Kriech-Quecke, auch Gemeine Quecke, Gewöhnliche Quecke oder einfach Quecke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Quecken innerhalb der Familie der Süßgräser. Der Trivialname Quecke ist aus queck, quick = zählebig entstanden. Dieses Gras ist nahezu weltweit verbreitet und stellt eine Pionierpflanze auf fast allen Böden dar.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Entzündungen, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, harntreibend, Stoffwechselstörungen, Kreislaufstörungen, Nieren stärkend
wissenschaftlicher Name: Triticum repens
Pflanzenfamilie: Süßgräser = Poaceae
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Sammelzeit: Februar bis April, August bis November
 
Nutzung
Anbau in der Landwirtschaft
In Nordeuropa, z. B. in Finnland, wird der Anbau als Futtergras empfohlen, wenn gut gedüngt wird. Auch die Wurzelstöcke und Ausläufer sind für Vieh nährstoffreich und werden verwendet.
Anbau als Gemüse und Arzneipflanze
In den GUS-Staaten existiert schon lange bedeutender Anbau von Quecke. Besonders im ukrainischen Regierungsbezirk Poltawa werden jährlich 33 Dezitonnen Ausläufer geerntet. Die Ernte der Ausläufer erfolgt im Herbst bis Frühjahr, wenn der Boden nicht gefroren ist und die Rhizome noch nicht austreiben. Der höchste Ertrag liegt bei 2,5 kg/m².
Heilkräftige Pflanzenteile
Die Wurzelstöcke, die im Frühjahr (Mitte März bis Ende April) oder im Herbst (Mitte September bis Ende Oktober) ausgegraben werden. Am besten, man geht bei der Frühjahrs- oder Herbstbestellung der Äcker hinter dem Pflug nach, wo beim Umpflügen die ganzen Wurzelstöcke ausgehoben werden. Die Wurzeln werden erst sorgfältig gewaschen und anschließend an der Sonne getrocknet, bis sie ganz dürr und brüchig werden. Nicht ganz durch und durch getrocknete Wurzeln werden sehr leicht schimmelig und dürfen auf keinen Fall verwendet werden.
Heil- und Wirkstoffe
Die Queckenwurzel ist offiziniell und birgt wertvolle Heilkräfte (Radix Graminis). Die verschiedenen Heilwirkungen beruhen einerseits auf dem hohen Gehalt an Kohlenähydraten, einem dem Inulin ähnlichen Kohlenhydrat Triticin, Saponin und Schleimstoffen, andererseits dem nicht minder hohen Gehalt an Kaliumsalzen, Kieselsäure und Eisen. Nicht zuletzt seien ansehnliche Mengen von Vitamin A und B sowie organische Säuren, wie Apfelsäure u.a., als Inhaltsstoffe genannt.
Heilwirkung
Die Queckenwurzel ist ein ganz vorzügliches Blutreinigungsmittel und sollte in dem alljährlich im Frühjahr zu trinkenden BLUTREINIGUNGSTEE nicht fehlen.
Man mische zu gleichen Teilen Queckenwurzel, Gundelrebe, Brennnessel und Holunderblätter. Von dieser Mischung nehme man 1 gehäuften Teelöffel für 1 Tasse im Aufguss. Man trinke täglich 2 bis 3 Tassen schluckweise und süße mit 1 Teelöffel Honig pro Tasse.
Sehr wirkungsvoll ist die Anwendung des frischen Preßsaftes aus der Quecken-wurzel bei allen Krankheitserscheinungen, die auf einen Mangel an Mineralsalzen und Vitaminen beruhen, so bei skrofulösen Erscheinungen, Drüsenschwellungen, bei Rachitis, Bleichsucht, Blutarmut, Störungen im Stoffwechsel, Neigung zu eitrigen Entzündungen und bei trockenen oder nässenden Ekzemen u.a. Weiters verwenden wir die die Queckenwurzel für Tee oder Preßsaft bei allen rheumatischen oder gichtischen Leiden, bei Wassersucht, Blasenleiden, wie Harnblasenkatarrh, Harnveralten bei schwächlichen Kindern oder Greisen, Steinbildung in den Harnorganen, ferner bei Galle-, Leber- und Milzleiden, Gelbsucht und Magen-Darmkatarrh.
Die Queckenwurzel ist durch ihren hohen Kieselsäuregehalt auch ein ausgezeichnetes Lungenmittel. Selbst tuberkulöse Erkrankungen der Lunge werden durch eine längere und regelmäßige Teekur geheilt (Prof. Dr. Eckstein, Dr. Flamm). Queckenwurzel sind ebenso ein Bestandteil verschiedener Frauentees.
Bei Finnen (Akne) trinke man durch längere Zeit einen MIschtee von Queckenwurzeln, Gundelrebe, Alatnwurzel, Holunderblüten und -blätter und Wacholderbeeren, zu gleichen Teilen gemischt. Von der Teemischung nehme man 1 Teelöffel für 1 Tasse im Aufguss, täglich 1-2 Tassen, zuckerlos, schluckweise unter Tags trinken.
Anwendung in der Homöopathie
Aus der frischen Wurzel stellt die Homöopathie eine Essenz her, die bei mangelhaftem und schmerzhaftem Urinieren, bei Harnzwang und Harndrang sowie bei Blasensteinen angewendet wird.
Anwendung in der Volksheilkunde
4 Handvoll zerkleinerte Wurzeln vermenge man mit 2 Liter Weißwein und lasse einmal kurz aufkochen. Nach halbstündigem Ziehenlassen seiht man ab, presst auch die Wurzeln gut aus und füllt den filtrierten Absud in Flaschen. dieses Hausmittel ist zu empfehlen bei Harnbeschwerden, Gelbsucht, Gallen- und Leberbeschwerden, Nierenschmerzen und allen Arten von Steinleiden. Man trinke täglich, jedoch nur im fieberfreien Zustande, 2 bis 3 Stamperl.
Die Volksheilkunde empfiehlt den täglichen Trank von Qeckenwurzeltee mit viel Honigz-satz bei Lungenschwäche und sogar bei Lungentuberkulose.
Man koche einige Handvoll Queckenwurzel, zerstoße sie zu einem Brei und lege diesen bei Gelenkentzündungen möglichst warm und oft auf.
Obgenannter Breiumschlag wirkt schmerzlindernd bei Hämorrhoiden, Geschwülsten und Beulen.
Krankheiten und Schädlinge
Die Quecke ist eine Wirtspflanze für Viren und übertragbare Pilze und ist besonders ein Wirt für den Mutterkorn bildenden Pilz Claviceps purpurea.
 
Verwendung
Küche
In den GUS-Staaten wird die Quecke auch als Nahrungsmittel verwendet. Die Ausläufer werden im Herbst oder Frühjahr geerntet, wenn sie sich noch in Winterruhe befinden und nicht austreiben. Der Geschmack der Pflanze ist erst stärkeartig, dann süßlich. Die Wurzeln kann man, solange das Gras nicht wächst, trocknen und dann zu Mehl zermahlen. Es eignet sich zum Strecken von Getreidemehl. Frisch werden die Ausläufer zum Garnieren von Salaten verwendet oder gekocht zu Suppen gegeben. Des Weiteren wurden die Ausläufer auch zu Sirup verarbeitet oder geröstet als Kaffee-Ersatz und zur Alkoholgewinnung verwendet. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit diesen Wurzeln in Deutschland Bier gebraut.
Inhaltsstoffe
Quecke enthält in 100g 5 bis 6% Eiweiß, 30 bis 40% Zucker und 10% Mehrfach-zucker. Zusätzlich sind 150mg Vitamin C und 6mg Karotin nachweisbar. Als weitere Stoffe sind noch das dem Inulin ähnliche Triticin und Inosit sowie geringe Mengen von Saponinen enthalten.
Medizinische Bedeutung
Die getrockneten Rhizome und Wurzeln werden als Teedroge eingesetzt und kommen als Fertigarzneimittel auf den Markt. Sie werden traditionell als harntreibendes Mittel bei Entzündungen der Harnwege oder zur Vorbeugung bei Nierengrieß verwendet. Als Inhaltsstoffe konnten nachgewiesen werden: Polysaccharide, vor allem Fructan und Tridicin, Zuckeralkohole, Schleimstoffe, Kieselsäure, wenig ätherisches Öl mit dem Polyen Agropyren (6-Phenyl-2,4-hexadien) und p-Hydroxyzimtsäure. Welche Komponenten für die Wirkung der Droge verantwortlich sind, ist unklar. Darüber hinaus wurde Quecke auch zur Blutreinigung und Behandlung von Unterleibsbeschwerden verwendet.
 
Beschreibung
Botanik
Dieses schwer auszurottende, mit dem Weizen verwandte Unkraut ist eine ausdauernde Graspflanze mit unterirdisch kriechenden Ausläufern. Sie wird 30 bis 80cm hoch. Stängel und Blattscheiden sind glatt und kahl. Die Blätter sind sehr lang und sehr schmal, grün bis blau-grün gefärbt, mit kurzen Haaren versehen und fühlen sich rauh an. Die Ähre ist zweizeilig, mit oder ohne Grannen.
Geruch und Geschmack
Die Wurzeln sind ohne besonderen Geruch und von etwas süßlichem, schleimigen Geschmack.
Blütezeit
Juni, Juli
Standort
Ein lästiges Unkraut in ganz Europa, hauptsächlich in Getreideäckern, auf Rainen, an Wegen und in Gärten.  
Die Kriech-Quecke ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120 (150) Zentimeter erreicht, wobei insbesondere sterile Triebe sehr hochwüchsig sind. Die Pflanzen bilden Horste oder, mit Hilfe von kriechenden Ausläufern, große Flecken. Die Halme sind kahl, aufrecht oder unten gebogen und weisen drei bis fünf Knoten auf. Die schlaffen Laubblätter sind grün und dabei abwischbar blau bereift. Ihre einfachen Spreiten sind 6 bis 30 Zentimeter lang, 3 bis 5, selten bis zu 10 Millimeter breit, sind flach gerippt, oberseits rau und haben am Grund bewimperte, stängelumfassende Öhrchen. Das Blatthäutchen ist weniger als 1 Millimeter lang und häutig.
Die schlanken, endständigen ährigen Blütenstände sind etwa 5 bis 20 (30) Zentimeter lang. Ihre 10 bis 20 Millimeter langen Ährchen sitzen locker bis dicht. Diese weisen spitze, lanzettliche Hüllspelzen auf, die fünfnervig sind und länger als das halbe Ährchen. Ihre Deckspelzen sind grannenlos oder kurz begrannt. Insgesamt ist die Kriech-Quecke ein außerordentlich variabel aussehendes Gras. Die Quecke blüht und bildet etwa 50 Samen erst im zweiten Jahr. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis August.

BACHBLÜTE CERATO
Meistens fühle ich mich verunsichert          
Meistens fühlen sie sich immer wieder verunsichert
Mit der Bachblüte können sie das Gefühl der Verunsicherung hinter sich lassen
BACHBLÜTE CHERRY PLUM
Du hast das Gefühl kurz vor einem Nervenzusammenbruch zu stehen
Diese Menschen haben das Gefühl kurz vor einem kompletten Nervenzusammenbruch zu stehen
Mit der Bachblüte können sie diese Gefühl des Nervenzusammenbruchs aufheben
Hildegards Lebens- und Heilmittel
Das heilkundliche Werk Hildegards von Bingen enthält eine Fülle von Informationen über Lebensmittel und ihre richtige Verwendung, obwohl sie nie eine systematische Ernährungslehre oder gar ein Kochbuch geschrieben hat. Nicht immer stimmen ihre Empfehlungen mit den heutigen Erkenntnissen der Schulmedizin und Ernährungswissenschaft überein. Besonders augenfällig tritt dies bei ihrer Einschätzung über die Verwendung von Rohkost in der Küche zutage.
Zur Verwendung von Rohkost in der Küche
Rohe Gemüse und teilweise auch rohes Obst können nach Hildegards Einschätzung „im Magen nicht fertiggekocht werden, weil sie vorher nicht zurechtgemacht waren. So steigen die schlechten Säfte aus den Speisen, die eigentlich auf dem Feuer oder mit irgendeinem Gewürz wie Salz oder Essig hätten zubereitet und neutralisiert werden müssen, zur Milz auf und verwandeln diese möglicherweise in eine schmerzhafte Geschwülst.“ Ein Verzicht auf frische, knackige Salate ist dennoch nicht nötig, denn die Verwendung von Salatdressings, das Beizen, hat nach Hildegard eine vergleichbare „aufschließende“ Wirkung wie das Kochen oder Dünsten. „Wer Salat essen will, soll die Blätter erst mit Dill oder Essig oder Knoblauch abschmecken, sodass der Salat noch kurz vor dem Gegessen werden Zeit hat, sich mit diesen Gewürzen zu durchtränken. Isst man ihn so zubereitet, dann stärkt er das Gehirn und macht eine gute Verdauung.“ Hildegards Warnung, nichts Rohes zu verzehren, muss daher im richtigen Licht betrachtet werden: Bereits die Zugabe von Kräutern kann durchaus ausreichen, um rohes Gemüse und Obst gut verdaulich zu machen.

Der Ohrenguß
Der Ohrenguß wird heutzutage kaum mehr durchgeführt und darf niemals ohne ärztliche Verordnung angewendet werden!
In der modernen Kneippliteratur ist er nur noch selten beschrieben, dennoch soll er hier der Vollständigkeit halber angeführt sein.
Bei Leuten, die nicht mehr gut hören, wird auch häufig mit verschiedenen Anwendungen der Ohrenguß gebraucht.
TECHNIK
Man beugt den Kopf seitlich nach vorne und fährt mit dem Wasserstrahl um das Ohr herum. In das Ohr selber soll kein Wasser kommen.
Wenn man vorsichtig ist, so kann er auch öfter, selbst drei- bis fünfmal in der Woche, mit recht gutem Erfolg gebraucht werden.
WIRKUNG
Dieser Guß hat eine kräftige Wirkung, um Blutstauungen zu heben und andere Anstauungen aufzulösen, er wirkt überhaupt stärkend auf den ganzen Kopf.

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