Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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31.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 28.08.17-03.09.17


EUKALYPTUS

Der kräftig riechende Eukalyptus ist geradezu der Inbegriff der Erkältungsdüfte. Daher ist er auch die bekannteste Heilpflanze Australiens. Dabei stammt der medizinische Eukalyptus-Baum eigentlich von der Insel Tasmanien und ist heutzutage in den meisten warmen Ländern verbreitet. Das ätherische Öl des Eukalyptus findet man in zahlreichen Erkältungsmitteln, seien es Bäder, Inhalationsmittel oder Einreibemittel. Man kann die Eukalyptus-Blätter auch als Tee trinken oder äußerlich anwenden.
Die Eukalypten, auch Blaugummibäume genannt, sind eine artenreiche  Pflanzengattung in der  Familie der  Myrtengewächse. Die über 600 Arten sind in  Australien und  Indonesien heimisch
.

Steckbrief
Heilwirkung:
Achtung! Das ätherische Öl nicht überdosieren! Nicht bei Kindern im Gesicht anwenden!
Haupt-Anwendungen:
Bronchitis, Erkältungen, Husten
Heilwirkung:
anregend, antibakteriell, antiviral, auswurffördernd, blutzuckersenkend, bronchienerweiternd, desinfizierend, desodorierend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erfrischend, fiebersenkend, fungizid, harntreibend, krampflösend, pilzhemmend, regenerierend, schleimbildungshemmend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Akne, Angina, Arthrose, Asthma, Blasenentzündung, Diabetes, Fieber, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Gicht, Grippe, Gürtelrose, Herpes, Insektenstiche, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Migräne, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nervenschmerzen,
Neuralgien, Nierenentzündung, Rheumatismus, Schlecht heilende Wunden, Schnupfen, Seitenstrangangina, Sinusitis, Tuberkulose (unterstützend), Verdauungsschwäche (nicht bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt), Zahnfleischentzündung
Homöopathische Anwendung:
D2 bis D12: Atemwegserkrankungen, Blasenentzündungen, Nierenentzündungen
wissenschaftlicher Name:
Eucalyptus globulus
Pflanzenfamilie:
Myrtengewächse = Myrtaceae
englischer Name:
Eucalyptus
volkstümliche Namen:
Fieberbaum, Fieberheilbaum, Blaugummibaum
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, ätherisches Öl
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: u.a. Cineol, Pinen, Cymen, Limonen, Geraniol; Gerbstoffe, Bitterstoffe, Euglobale, Flavonoide, Harze, Triterpene, Proanthocyanidine, Phenolcarbonsäuren
Sammelzeit:
Sommer bis Herbst

Anwendung
Von den über 600 Eukalyptus-Arten wird hauptsächlich die Art "Eucalyptus globulus" als Heilpflanze eingesetzt. Die Eukalyptus-Art "Eucalyptus citriodora" wird wegen seines frischen, zitronigen Duftes gerne für die Behandlung von Kindern verwendet, weil es milder als der klassische Eukalyputs ist. Meistens wird das ätherische Öl des Eukalyptus für die Behandlung verwendet, vor allem in zahlreichen Fertigpräparaten wie Einreibemittel, Bäderzusätze und dergleichen. Man kann den Eukalyptus aber auch als Tee einsetzen.
Nutzung
Eukalypten dienen sowohl zur Gewinnung stark riechender ätherischer Öle als auch zur Holzgewinnung. Sie sind die Futterpflanzen des Koalas und einiger anderer Beuteltiere, für die meisten anderen Tier- und Pflanzenarten sind sie dagegen giftig und nutzlos. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die  Giftstoffe nicht mehr so konzentriert sind wie in den jungen Trieben und Blättern.
Tee
Als Tee wird der Eukalyptus eher selten eingesetzt. Der Tee hat jedoch gegenüber dem ätherischen Öl mehrere Vorteile. Zum Einen ist er milder als das ätherische Öl und kann daher auch innerlich eingesetzt werden. Außerdem kommt man nur beim Tee in den Genuss der zusätzlichen Wirkstoffe des Eukalyptus, die nicht im ätherischen Öl enthalten sind, beispielsweise Gerbstoffe, Bitterstoffe usw. Für den Eukalyptus-Tee werden die getrockneten, älteren Blätter des Eukalyptus-Baumes verwendet.
Anleitung: Brühen Sie einen Tee auf mit einem Teelöffel Eukalyptus-Blätter pro Tasse. Lassen Sie den Tee 10-15 Minuten ziehen. Filtern Sie den Tee anschließend ab. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken. Bei akuten Erkrankungen sollte man 3 bis 5 Tassen täglich trinken, sofern man den Tee verträgt.
Tee, innerlich
Einen solchen Eukalyptus-Tee kann man natürlich gegen Erkältung trinken, insbesondere, wenn man auch unter Husten leidet. Auch bei Halsschmerzen oder Nebenhöhlenentzündung kann Eukalyptus-Tee helfen. Mit dem Tee kann man auch gurgeln, um Halsschmerzen, Mandelentzündung oder auch Seitenstrangangina zu behandeln. Als Tee kann man die Heilkräfte des Eukalyptus auch für völlig andere Krankheiten nutzen, beispielsweise für Verdauungsschwäche. Auch gegen Blasenentzündung kann man Eukalyptus-Tee trinken, denn der Eukalyptus desinfiziert die Harnwege. Sogar bei Nierenbeckenentzündung kann man daher den Eukalyptus-Tee einsetzen. Weil Eukalyptus leicht blutzuckersenkend wirkt, kann man ihn auch unterstützend bei Diabetes trinken. Bei schweren Diabetes-Fällen kann er natürlich die blutzuckersenkenden Medikamente oder gar Insulin nicht ersetzen. In Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann man aber eventuell die Dosis der Medikamente herabsetzen, natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Tee, äußerlich
Den Eukalyptus-Tee kann man nicht nur trinken, sondern auch äußerlich für Waschungen, Umschläge, Inhalationen oder Bäder einsetzen. Hierbei werden die desinfizierenden, entzündungshemmenden, antibakteriellen und regenerierenden Eigenschaften des Eukalyptus genutzt. Als Umschlag oder Waschung kann man den Eukalyptus für schlecht heilende Wunden, Akne, Geschwüre, Gürtelrose, Gelenkschmerzen und ähnliche Beschwerden anwenden. Bäder kann man für großflächige Hautprobleme durchführen. Auch bei Gelenkerkrankungen, wie beispielsweise Rheuma, können Eukalyptus-Bäder helfen. Ein Vollbad mit Eukalyptus wirkt belebend und anregend. Dafür braucht man natürlich eine größere Menge Eukalyptus-Tee. Etwa ein bis zwei Liter starker Tee reichen aus. Mehr Informationen über die verschiedenen äußerlichen Anwendungen finden Sie weiter unten.
Ätherisches Öl
Meistens wird der Eukalyptus als ätherisches Öl eingesetzt. Das ätherische Eukalyptus-Öl ist ausgesprochen intensiv und die Eukalyptus-Blätter halten sehr viel davon. Aus 100 kg Eukalyptusblättern kann man etwa 2 Liter ätherisches Öl herstellen. Das ätherische Eukalyptus-Öl ist zu intensiv, um es in-nerlich anzuwenden. Aber es gibt zahlreiche Möglichkeiten, es äußerlich zu nutzen.
Das ätherische Öl wird mittels  Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige gewonnen. Allerdings finden sich über 50 Eukalyptusarten, aus denen man ätherisches Öl gewinnt, die sich alle in ihrer chemischen Zusammensetzung und physiologischen Wirkung unterscheiden. Welche Eukalyptusart sich im Fläschchen befindet, darüber gibt der botanische Name Auskunft. Unter dem Namen des bekanntesten Vertreters  Blauer Eukalyptus finden sich auch Vermischungen mit anderen Eukalyptussorten, da nach dem Europäischen  Arzneibuch verschiedene Arten zur Gewinnung des Eukalyptusöles herangezogen werden dürfen. Auch wird  Eukalyptus globulus rektifiziert, das heißt es wird mittels einer Nachdestillation der Anteil der stark reizenden Inhaltsstoffe abgesenkt. Aus diesem Grund sollte der Gehalt des Cineols in Prozent auf dem ätherischen Ölfläschchen stehen. Die unterschiedlichen Eukalyptusarten eignen sich durch ihre Inhaltsstoffe nicht für Kinder unter sechs Jahren oder für die meisten Tiere. In großen Mengen sind sie auch für erwachsene Menschen giftig. Eukalyptusöl findet eine Anwendung in der Bienenpflege als Wirkstoff gegen Milbenbefall.
Inhaltsstoffe verschiedener Eukalyptus-Arten:
Blauer Eukalyptus – je nach Rektifikation zwischen 60 und 85%  Cineol, 25% Monoterpene, Sesquiterpenole, Sesquiterpene, Monoterpenole, Monoterpenketone und Ester.
Zitroneneukalyptus – 70%  Aldehyde, 25% Monoterpene, Sesquiterpene, Phenole und  Ester.
Pfefferminz-Eukalyptus – 80%  Oxide, 10%  Monoterpene, Monoterpenole, Aldehyde und Sesquiterpene.
Inhalation/Dampfbad
Inhalationen mit Eukalyptus eignen sich zur Behandlung von normalen Erkältungen, Nebenhöhlenentzündungen, Husten und Bronchitis. Für die Atemwegsbehandlungen kann man einen Inhalator verwenden, mit Eukalyptus-Öl oder einer Ölmischung aus verschiedenen ätherischen Ölen. Oder man macht ein einfaches Dampfbad. Dazu braucht man, außer Eukalyptus, nur eine hitzefeste Schüssel und ein großes Handtuch.
So funktioniert das Dampfbad:
Legen Sie ein großes Handtuch, eine hitzefeste Schüssel und Eukalyptus-Blätter oder ätherisches Eukalyptus-Öl bereit. Geben Sie eine kleine Handvoll Eukalyptus-Blätter in die Schüssel oder halten Sie das ätherische Öl bereit. Bringen Sie Wasser zum kochen. Stellen Sie die Schüssel auf einen Tisch auf eine hitzefeste Unterlage, z.B. ein Holzbrett. Gießen Sie das kochende Wasser über die Kräuter in die Schüssel. Oder geben Sie 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl in das heiße Wasser. Setzen Sie sich an den Tisch und beugen Sie sich über die Schüssel. Bedecken Sie Kopf und Oberkörper mit dem Handtuch, damit der Dampf sich darunter sammeln kann. Nähern Sie sich dem heißen Wasser so dicht, wie Sie die Temperatur gerade noch aushalten. Atmen Sie ruhig und tief. Der Dampf und die Kräuter-Wirkstoffe dringen in die Atemwege vor und helfen dort gegen Entzündungen und Infektionen. Die Atemwege werden befreit. Auch Entzündungen der Haut, z.B. Akne, werden gelindert.
Ölmischung
Um ätherisches Eukalyptus-Öl direkt auf die Haut aufzutragen, kann man es mit einem guten Pflanzenöl vermischen. Dazu vermischt man 10ml gutes Pflanzenöl mit 10-20 Tropfen ätherischem Eukalyptus-Öl. Mit dieser Mischung kann man die Haut einreiben, wenn man unter Gürtelrose leidet. Das Eukalyptus-Öl wirkt schmerzlindernd und bekämpft die Viren.
Salbe
Zahlreiche verschiedene Eukalyptus-Salben kann man im Handel kaufen. Es gibt stark riechende Fett-Salben zum Einreiben von Brust und Rücken. Es gibt auch mildere Nasensalben, die bei Schnupfen die Atmung erleichtern. Auch viele Rheuma-Salben enthalten Eukalyptus. Man kann eine Eukalyptus-Salbe auch selbst herstellen. Dazu braucht man ätherisches Eukalyptus-Öl, Bienenwachs und ein gutes Pflanzenöl. So stellen Sie eine Eukalyptus-Salbe her:
Zutaten: 30ml gutes Pflanzenöl, 2g Bienenwachs, 20-50 Tr. ätherisches Euka-lyptus-Öl
Anleitung: Stellen Sie die Zutaten bereit. Geben Sie die Zutaten außer dem ätherischen Öl in ein hitzefestes Glas. Stellen das Glas in ein heißes Wasser-bad. Warten Sie bis das Bienenwachs geschmolzen sind. Nehmen Sie das Glas dann aus dem Wasserbad. Dann wird es Zeit für das ätherischen Öl. Tropfen Sie die ätherischen Öle in die Salbe und schwenke sie, damit sich das ätherische Öl damit vermischt. Gießen Sie die Salbe in einen Salbentiegel. Nach ein paar Stunden wird die Salbe fest. Beschriften Sie den Salbentiegel mit In-halt und Datum.
Die Eukalyptus-Salbe kann man benutzen, um damit Brust und Rücken einzureiben, wenn man unter starkem Husten leidet. Sie eignet sich auch für Einreibungen bei Rheuma, Arthrose und Muskelkater. Wenn man die Salbe mild zubereitet, also nur mit etwa 5 Tropfen Eukalyptus-Öl, dann kann man sie auch als Nasensalbe einsetzen. Man sollte aber nur den äußeren Rand der Nase damit einreiben. Dadurch kann die Atmung wieder freier werden. Zusammen mit Melissen-Öl kann man die Eukalyptus-Salbe auch bei Herpes verwenden.
Umschläge
Für einen Umschlag taucht man ein Tuch in starken Eukalyptus-Tee, wringt es aus, legt es auf die zu behandelnde Hautstelle. Man kann auch ein feuchtes Tuch mit wenigen Tropfen Eukalyptus-Öl beträufeln und auf die Haut legen. Der Vorteil eines Eukalyptus-Tees gegenüber dem ätherischen Öl ist, dass der Tee auch noch Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harze usw. enthält, die die heilsame Wirkung unterstützen. Um die Kleidung zu schützen, kann man den feuchten Umschlag mit einem Wolltuch oder einer Plastikfolie bedecken. Lassen Sie den Umschlag mindestens eine Stunde bis 12 Stunden einwirken.
Bäder
Bäder mit Eukalyptus helfen gegen Erkältungen, wirken anregend, lindern Gelenkbeschwerden und wirken gegen großflächige, entzündliche Hautprobleme. Eukalyptus-Bäder kann man mit starkem Eukalyptus-Tee, ätherischem Eukalyptus-Öl oder fertigen Bademischungen zubereiten. Für ein Eukalyptus-Vollbad nimmt man ein bis zwei Liter starken Eukalyptus-Tee, etwa 5-10 Tropfen ätherisches Öl oder die vom Hersteller empfohlene Menge fertige Bademischung. Für Teilbäder braucht man entsprechend weniger Eukalyptus. Ein Vollbad sollte nicht länger als 20 Minuten dauern, weil es sonst den Kreislauf zu sehr belastet. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Eukalyptus zunächst eine kühlende Wirkung hat. Wer vorher schon friert, könnte auf ein Eukalyptusbad schlecht reagieren.
Duftlampe
Eukalyptus-Öl in der Duftlampe kann die Raumluft desinfizieren und erfrischen. Bakterien werden durch Eukalyptus-Öl in der Luft abgetötet. Für die Anwendung in der Duftlampe gibt man 2 bis 3 Tropfen ätherisches Eukalyptus-Öl in eine mit Wasser gefüllte Duftlampe. Dann erhitzt man die Duftlampe und lässt das Eukalyptus-Öl verdampfen. Eukalyptus in der Duftlampe ver-treibt auch Insekten und hilft somit bei der Verhinderung von Mückenstichen.
Haushalt
Wegen der desinfizierenden Wirkung kann man Eukalyptus-Öl auch im Haushalt einsetzen. Man kann eine Emulsion mit Eukalyptus-Öl und Wasser zur Entfernung von Staubmilben aus Textilien verwenden.

Nebenwirkungen - Gegenanzeigen
Weil der Eukalyptus, und insbesondere sein ätherisches Öl, sehr intensiv wirkt, hat er naturgemäß auch einige Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwenden! Die ätherischen Öle des Eukalyptus reizen die zarten Schleimhäute zu stark.
In schlimmen Fällen kann es zum Glottiskrampf mit Erstickungsgefahr kommen!
Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Eukalyptus. Solch eine Allergie kann auch infolge einer intensiven Eukalyptusbehandlung entstehen. Innerlich darf man Eukalyptus nicht anwenden bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen, Gallebeschwerden oder Leber-Erkrankungen. Eukalyptus-Öl ist zudem sehr leicht brennbar, wie alle ätherischen Öle. Auch die Blätter brennen leicht, wegen ihres hohen Gehaltes an ätherischen Ölen.
Nebenwirkungen
Bei der innerlichen Anwendung von Eukalyptus kann es bei hoher Dosierung oder empfindlichen Menschen zu einigen Nebenwirkungen kommen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Äußerlich angewendet kann es bei intensiver Eukalyptus-Anwendung zu Hautreizungen kommen.
Wechselwirkung
Eukalyptus kann die Wirkung von manchen anderen Arzneimitteln abschwächen oder verkürzen, wobei mir nicht bekannt ist, welche Arzneimittel davon betroffen sind. Daher im Zweifelsfall Beipackzettel der verwendeten Medikamente genau lesen. Behandlungen mit klassischer Homöopathie in Hochpotenzen kann durch intensive ätherische Öle gestört werden, z.B. Minze. Diese störende Wirkung kann prinzipiell auch durch Eukalyptuspräparate hervorgerufen werden.

Magische Anwendung
Viele magische Anwendungen des Eukalyptus bedienen sich der Heilwirkung des ätherischen Eukalyptus-Öles und sind somit eher volkstümliche Anwendungen der Heilpflanze als klassische Magie. Man kann sich beispielsweise Heilpuppen herstellen und mit Eukalyptusblättern ausstopfen und mit sich herumtragen, um die Gesundheit zu erhalten. Das ätherische Eukalyptus-Öl in den Blättern kann tatsächlich gegen Erkältungen helfen und wirkt in Form einer Duft-Puppe (ähnlich wie Duftkissen) möglicherweise vorbeugend. Ähn-lich wirken andere volkstümliche Anwendungen des Eukalyptus: Ein Eukalyptuszweig wird über dem Krankenbett aufgehängt. Unters Kopfkissen gelegt, sollen Eukalyptusfrüchte gegen Erkältungen vorbeugen. Aus den grünen, also unreifen, Früchten des Eukalyptus kann man eine Kette auffädeln. Diese Kette kann man gegen Halsschmerzen einsetzen.
Volksglauben in der Heimat des Eukalyptus
Da der Eukalyptus in Australien und Ozeanien heimisch ist, haben sich dort auch die meisten Gebräuche rund um den Eukalyptus entwickelt. Dort glauben viele Menschen, dass Eukalyptus-Zweige vor Blitzschlag schützen können. Auch das Vieh soll durch Eukalyptus von Krankheit und Schadzauber geschützt werden. Wer sich einen Eukalyptuszweig an den Hut steckt, hofft, dass er dadurch Glück hat.

Geschichte
Erst als Australien von den Europäern entdeckt wurde, etwa um 1770, lernte die Welt den Eukalyptusbaum kennen. Weil der schnellwachsende Eukalyptus-baum sehr viel Wasser braucht, wurde er in vielen warmen Ländern bevorzugt in Sumpfgebieten angepflanzt. So wurden zahlreiche Sümpfe trockengelegt. Das hatte zur Folge, dass sich die Malariaübertragende Anopholes-Mücke nicht mehr vermehren konnte. Die Krankheit Malaria wurde zurückgedrängt. Deshalb wird der Eukalyptus auch vielerorts als "Fieberbaum" bezeichnet. Heutzutage findet man den Eukalyptus-Baum in den meisten Ländern, deren Klima warm genug für ihn ist, beispielsweise im Mittelmeerraum, auf kanarischen Inseln, in den Tropen und Subtropen.

Pflanzenbeschreibung
Von der Gattung Eucalyptus gibt es mindestens 600 Arten. Als Heilpflanze wird vor allem die Art Eucalyptus globulus verwendet. Diese Eukalyptus-Art stammt ursprünglich aus Tasmanien und dem südlichen Australien. Heutzu-tage findet man ihn auch in den Mittelmeerländern und vielen anderen subtropischen Gegenden. Der Eukalyptusbaum wird bis zu 70 Meter hoch, in Einzelfällen sogar noch höher. Er hat eine glatte, grauweiße Rinde, die stellenweise abschilfert. Das Holz des Eukalyptusbaums ist ausgesprochen hart. Daher wird es auch gerne für besonders belastete Aufgaben eingesetzt, wie beispielsweise Schiffsmasten, Eisenbahnschwellen, Strommasten. Der Eukalyptusbaum hat zwei verschiedene Arten von Blättern. Junge Blätter sind eiförmig oder breit-lanzettlich und stehen gegenständig an jungen Zweigen. Dabei umfassen sie den Stängel. Die folgenden Blätter sind bläulich, länglich und sichelförmig. Sie stehen wechselständig an den Stängeln und hängen an kurzen Stielen. Diese älteren Blätter sind dick und lederartig und voller ätherischer Öle. Daher werden auch diese älteren Blätter für die Heilanwendung und Gewinnung des ätherischen Öls geerntet. Die Blüten bestehen aus zahlreichen weißlichen Fäden, die kreisförmig bis kugelförmig angeordnet sind. Aus diesen Blüten entwickeln sich kegelförmige Kapseln, die blaugrün sind und von einer silbergrauen Schicht überzogen werden. Diese Kapseln sehen hübsch aus und werden daher gerne für Trockengestecke verwendet.
Habitus
Die meisten Eukalyptusarten sind relativ schnellwüchsige, hohe,  immergrüne  Bäume und  Sträucher. Der  Riesen-Eukalyptus gilt als der  Laubbaum mit der größten Wuchshöhe; ein Exemplar dieser Art wurde mit einer Wuchshöhe von 97 m und einem Stammumfang von bis zu 20 Metern auf  Tasmaniengemes-sen.
Borke und Rinde
Das Erscheinungsbild der Rinde von Eukalyptusbäumen ändert sich im Laufe des Alters. Wie andere Bäume auch setzen Eukalyptusarten jährlich eine neue Schicht  Borke an und erweitern so ihren Stammesumfang. Bei manchen Arten stirbt die äußerste Schicht ab, und löst sich darauf in langen Streifen oder in unterschiedlich großen „Flocken" vom Baum. Bei vielen Arten kann die tote Rinde jedoch einfach am Baum verbleiben. Durch die Witterungseinflüsse bekommt diese Rinde ihr typisches, alterndes Aussehen. Viele andere Arten sind auch als sogenannte half-barks und blackbutts bekannt, was darauf anspielt, dass bei diesen Arten die abgestorbene Borke nur im unteren Bereich des Stammes oder als große, schwarze Ansammlung direkt am Fuß des Baumes behalten wird. Die glatte, obere und jüngere Rinde der half-barksund die Rinde anderer glattrindiger Eukalyptusarten können bemerkenswerte und höchst interessante Farben annehmen.
Blätter
Die Jugendblätter und die Blätter an älteren Bäumen unterscheiden sich bei den meisten Arten deutlich (Heterophyllie). Zum Beispiel sind die Jugendblät-ter gegenständig - die adulten Blätter wechselständig und oft sind die adulten Blätter sichelförmig oder herz-eiförmig. Meist sind die Blätter ledrig. Die  Blattspreite ist oft um 90° gedreht, um weniger Angriffsfläche für die hohe Einstrahlung zu bieten.
Blütenstände, Blüten und Früchte
Die doldigen und oft zusammengesetzten Blütenstände enthalten oft viele Blüten. Die zwittrigen,  radiärsymmetrischen  Blüten sind vierzählig. Während des Knospenstadiums ist die Blüte von einer Kapsel, „Operculum" genannt, umgeben, welche meist aus den weniger auffälligen (meist 2×4)  Blütenhüll-blättern besteht. Statt auffälliger Blütenhüllblätter enthalten die Blüten eine große Anzahl (20 bis 150) an langen  Staubblättern, welche in ihrer Farbe je nach Art weiß, rot, oder gelb sein können. Manchmal ist nur ein Teil der Staubblätter  fertil. Die Blüte ist also nicht mit den Blütenhüllblättern, sondern mit den Staubgefäßen geschmückt, dies kommt bei unterschiedlichen Blütenpflanzentaxa vor. Wenn die Blüte sich öffnet, werden die Staubgefäße erweitert und das Operculum wird abgesprengt. Der Name des Eukalyptus (gr.: gut-versteckt) leitet sich vom Operculum und dessen Funktion ab. Zwei bis sieben  Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen oder unterständigen Fruchtknoten und einem gemeinsamen Stempel verwachsen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Vögel. Die Fruchtstände sehen oft zapfenartig aus. Die holzigen, trockenen Kapselfrüchte, in englischer Sprache auch gumnuts genannt, sind meistens kegelförmig und besitzen an ihren Enden ventilartige Öffnungen, die geöffnet den eigentlichen Samen freigeben.
Zitroneneukalyptus
Eine weitere als Heilpflanze verwendete Art ist der Zitroneneukalyptus. Der Zitroneneukalyptus-Baum wird mit maximal 50 Metern Höhe etwas kleiner als der normale Eukalyptusbaum. Er stammt ursprünglich aus Nord-West-Australien. Sein ätherisches Öl ist sanfter als das normale Eukalyptus-Öl und riecht zitronig. Aufgrund seiner Milde kann man es eher für Kinder einsetzen als das normale Eukalyptus-Öl.
Verwechslungsmöglichkeiten
Wegen der zahlreichen Eukalyptus-Arten gibt es jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten. Außerhalb von Australien ist jedoch vor allem der normale Eukalyptus-Baum verbreitet. Als Zierpflanze in Gärten findet man jedoch auch entferntere Verwandte des Eukalyptus-Baums, beispielsweise Bäume der Gattung Corymbia. Diese Zierbäume haben sehr hübsche rote Blüten, deren Form an die Blüten des Eukalyptus erinnert.

Sammeltipps
In Mitteleuropa wird man kaum wild wachsende Eukalyptusbäume finden. Wer jedoch ein kräftig gedeihendes Exemplar in seinem Wintergarten besitzt, kann die älteren Blätter im Sommer bis Herbst sammeln und trocknen lassen. Auch die Blätter von Eukalyptus-Bäumen im Mittelmeerraum und anderen warmen Ländern werden im Sommer bis Herbst geerntet. Wichtig ist, dass man nicht die stängelumfassenden jüngeren Blätter erntet, denn diese haben noch nicht genug Wirkstoffe angesammelt.




SPARGELSALAT  

Der Spargelsalat ist kein Salat aus Spargel, sondern eine Salatpflanze. Er ist eine alte chinesische Kulturpflanze (wosun). Bei dem Spargelsalat werden weniger die Blätter geerntet, sondern der Stängel. Deshalb wächst der Spargelsalat auch schnell in die Höhe, eine bei Salatpflanzen eher unerwünschte Form des Wachstums. Der Spargelsalat ist eine Züchtung und kommt in der Natur nicht vor. Die Pflanze ist ein praktischer Pflücksalat bei dem am Ende der Stängel die wichtigste Ernte ist, der Geschmack liegt irgendwo zwischen  Spargel, Mangold und  Artischocke. Der Wirkstoffgehalt des Milchsaftes ist niedriger als bei den Wildformen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gemüse
Heilwirkung:
Pflanzenheilkunde: beruhigend, schmerzstillend, Volksheilkunde: beruhigend, erweichend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Beruhigung, Schmerzen, Volksheilkunde: Hyperaktivität, Husten, Keuchhusten, Krämpfe, Parasiten, Rheuma, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Skorbut, Warzen, Homöopathie: Blasenkrämpfe, Nervöse Erregbarkeit
wissenschaftlicher Name:
Lactuca sativa angustana Vilm., Lactuca sativa ssp. Angustana
Pflanzenfamilie:
Korbblütengewächse = Asteraceae
englischer Name:
Celtuce, Chinese lettuce
volkstümlicher Name:
Chinesischer Salat, Chinesischer Stangensalat, Spargelsalat, Spargel-Salat
Verwendete Pflanzenteile:
frische Blätter, Milchsaft, Stängel
Inhaltsstoffe:
Lactucin, Lactucopicrin, Vitamin A, Vitamin C
Sammelzeit:
Mai-August
Nebenwirkungen:
Milchsaft: Herzprobleme, Kontaktallergie, Kopfschmerzen, Schweißausbruch, Schwindel, Unruhe

Anwendung
Auf die innerliche Anwendung des Milchsaftes sollte verzichtet werden, da der Wirkstoffgehalt schwankt und die Dosierung schwierig sind.
Salat
Nur ganz junge Blätter eignen sich für einen Salat. Der Stängel in feine Scheiben geschnitten kann roh einem Salat begeben werden.
Gemüse
Der Stängel wird vor der Blüte geerntet, geschält und kann roh, gedünstet und gekocht gegessen werden. Es bietet sich eine Zubereitung wie Spargel an, daher auch der Name.
Milchsaft
Der Milchsaft zur Zeit der Blüte, wird getrocknet als Beruhigungs- und Schmerzmittel eingesetzt. Den frischen Milchsaft auf Warzen tupfen.
Tinkturen
Tinkturen aus dem getrockneten Saft als Beruhigungs- und Schmerzmittel.
Aufgüsse
Aufgüsse mit verdünntem Pflanzensaft bei Parasiten.

Geschichtliches
Der Spargelsalat eine alte chinesische Kulturpflanze, die aus anderen Salatsorte gezüchtet worden. Ziel war es einen möglichst massereichen Stängel zu erhalten. In England schon länger bekannt, verbreitet sich der Spargelsalat in den Gärten auf der ganzen Welt als Ergänzung zu normalem Salat.

Pflanzenbeschreibung
Der Salatspargel ist eine Züchtung aus Lactuca serriola und kommt nicht in der Natur vor. Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren und sonnigen Böden. Die einjährige Pflanze wird bis zu 1,5 Meter hoch. Der Stängel wird je nach Sorte zwischen 3 und 5 cm dick. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.

Anbautipps
Das Saatgut bekommt man bei Samenhändlern oder im gut sortiertem Gartencenter. Beliebte Sorten sind: Roter Stern (frühe Sorte mit dünnem Stängel), Chinesische Keule (lange dicke Stängel). Der Salatspargel braucht einen sonnigen Standort. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Im Februar im Gewächshaus oder Fensterbank in kleinen Töpfchen aussäen und im April oder Mai ins Freie pflanzen. Die Samen keimen nicht bei zu großer Wärme. Oder direkt im März oder April ins Freie aussäen. Die Pflanze verträgt kei-nen Frost. Bei Trockenheit gießen. Es dauert etwa 3 Monate bis der Spargel-salat geerntet werden kann.

Sammeltipps
Die kleinen frischen Blätter können wie Pflücksalat zu Salat verarbeitet wer-den, ältere sind zu hart und bitter. Die Stängel vor der Blüte ernten, ältere sind hart, bitter und hohl. Am besten schmeckt der Stängel, wenn die Länge etwa 15-25cm und die Dicke etwa 3-4cm betragen. Stängel vor der Verarbeitung entblättern, reinigen und schälen. Der Milchsaft wird in der Blütezeit geerntet, indem die Pflanze immer wieder angeritzt wird und die eingetrocknete Masse abgeschabt wird.



BACHBLÜTEN
Man kämpft tapfer gegen alle Schwierigkeiten, ohne die Hoffnung zu verlieren (22 Oak)
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Diese Menschen kämpfen gegen alle Schwierigkeiten was auftreten, ohne je die Hoffnung zu verlieren
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen auch mal bei Schwierigkeiten die Hoffnung
 einmal verlieren


BACHBLÜTEN
Man erwartet grundsätzlich Fehlschläge (19 Larch)
-
Diese Menschen erwarten von haus aus auf Fehlschläge

- Mit der dementsprechenden Bachblüte fällt die Erwartung allmählich kleiner aus, dass sie Fehlschläge
 erleiden  

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