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31.01.2020

tägliche News > Januar > 27.01.20 - 02.02.20
Baldrian
 
Hoch reckt der Baldrian seine schlanken kräftigen Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten sanft im Winde wiegen. Die Blüten duften zart und angenehm. Immer wenn mir ein blühender Baldrian am Wegesrand begegnet, schnuppere ich ein wenig an den Blüten und freue mich. Bei diesen zarten Düften und dem luftigen Erscheinungsbild wundert es nicht, daß Baldrian zart beruhigend aufs Nervensystem und den Körper wirkt.
 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Schlafstörungen
 
Heilwirkung: beruhigend, entspannend, konzentrationsfördernd, krampflösend, schlaffördernd
 
Anwendungsbereiche: Blähungen, Bluthochdruck, Darmkrämpfe, Gallenbeschwerden, Gastritis, Kopfschmerzen, Krämpfe, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Migräne, Nervöse Herzbeschwerden, Nervosität, Neurodermitis, Prüfungsangst, Reizblase, Rückenschmerzen, Schilddrüsenüberfunktion, Schlafstörungen, Unruhe, Verspannungen, Wechseljahresbeschwerden
 
wissenschaftlicher Name: Valeriana officinale
 
Pflanzenfamilie: Baldriangewächse = Valerianaceae
 
englischer Name: Valerian
 
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln (Blüten)
 
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Valerensäure, Baldriansäure, Sesquiterpene, Arnikaflavon, Hydrophile Lignane, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz, Alkaloide
 
Sammelzeit: Wurzel: Oktober, Blüten: Juli / August
 
 
Anwendung
 
Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder - krämpfe) kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuß und Melisse, der in kleinen Schlucken langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte in jedem größeren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen, weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.
 
Baldriantee bevorzugt als Kaltauszug
 
Am besten setzt man den Baldriantee als Kaltauszug an. Dazu übergießt man ein bis zwei Teelöffel Baldrian-Wurzel mit einer Tasse Wasser. Den Tee lässt man etwa zwölf Stunden ziehen. Dann filtert man ab und erwärmt den Tee auf Trinktemperatur. In kleinen Schlucken trinken. Bei Eile oder in Teemischungen kann man die Baldrianwurzel auch als Aufguss zubereiten und den Tee dann 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
 
Baldrianblüten als Tee
 
Wer will, kann auch die Blüten des Baldrians als Tee einsetzen. Die Baldrianblüten sind deutlich milder als die Wurzel und riechen angenehmer. Im Handel sind sie normalerweise nicht erhältlich, man muss sie also selber ernten. Mit den Bal-drianblüten kann man wahlweise einen Kaltauszug oder einen Aufguss zubereiten und als Tee trinken.
 
Baldriantinktur
 
Um eine Baldriantinktur selbst herzustellen, übergießt man Baldrian in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann ab-seihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man abends oder bei Bedarf ein bis zwei Teelöffel ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
 
Baldrianblüten als Schlafkissen
 
Die zarten Baldrianblüten kann man in Form eines Kräuterkissens als Einschlaf-hilfe verwenden. Dazu füllt man getrocknete Baldrianblüten in einen kleinen (selbstgenähten) Kissenbezug aus Stoff. Zur Ergänzung der Wirkung kann man zusätzlich Lavendelblüten, Melisse und Hopfenzapfen in das Kissen füllen. Das Kissen legt man im Bett neben das Kopfkissen, um den sanften Duft einatmen zu können.
 
 
Wirkungsweise
 
Die Wurzel des Baldrians wirkt in erster Linie beruhigend. Die Wirkung des Baldrians ist durch medizinische Studien untermauert. Selbst die Funktion der einzelnen Wirkstoffe wurde untersucht. Die Sesquiterpene im Baldrian verändern die Funktion und die Erregungsübertragung der sogenannten GABA-Rezeptoren in Nervenzellen. Das führt zu einer entspannenden und entkrampfenden Wirkung. Die Valerensäure im Baldrian unterstützt diese Wirkung, indem sie die Stoffwechselaktivität der Nervenzellen verändert. Durch diese entspannende Wirkung kann man den Baldrian nicht nur bei Schlafstörungen und Nervosität einsetzen, son-dern auch bei zahlreichen Gesundheitsbeschwerden, die mit Unruhe und Ver-krampfungen einher gehen. Zahlreiche andere Arten der Gattung Baldrian (Va-leriana) haben eine ähnliche Wirkung wie der heimische echte Baldrian. Eine mexikanische Verwandte des Baldrians, Valeriana edulis, hat eine besonders große Wurzel mit sehr intensiver Wirksamkeit.
 
                        
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Baldrian kommt in nahezu ganz Europa vor. Man findet ihn an den Ufern von Bächen und Gräben, auf feuchten Wiesen und an Waldrändern. Der Baldrian ist eine mehrjährige Staude, sodass die Pflanze im Frühjahr immer wieder neu heranwächst. Im Frühjahr wachsen zuerst die unpaarig gefiederten Blätter aus der Erde und bilden ein luftiges Kissen. Ende April steigen die ersten Stiele aus den Blättern auf und wachsen bis zum Sommer bis zu 2 m hoch. Dann entspringen im Juli oder August aus jedem Stängel mehrere rosa-farbene Trugdolden, die sich luftig über die anderen Pflanzen der Umgebung erheben. Ein zarter angenehmer Duft geht von den Blüten aus. Katzen mögen diesen Duft ganz besonders gern, daher wird der Baldrian auch Katzenkraut genannt. Manche Menschen empfinden den Duft der Baldrianblüten auch als eher unangenehm, vor allem, wenn es regnet. Der Geruch der Wurzeln wird von deutlich mehr Menschen als unangenehm empfunden, vor allem wenn sie nach der Trocknung stark riechen. Ganz anders geht es den Katzen, die den Baldrianduft lieben und ganz verrückt nach ihm sind. Die Wurzeln mit ihren zahlreichen Fasern sind außen braun und innen weißlich. In anderen Gegenden der Welt wachsen andere Baldrianarten, die meist ähnlich wirken wie der heimische Baldrian.
 
 
Anbautipps
 
Früher wurde der Baldrian sehr oft in den typischen Bauerngärten angebaut. Der Grund dafür war nicht nur die Heilwirkung und der zierende Effekt, sondern auch die Fähigkeit des Baldrians, den Boden zu durchlüften und Regenwürmer anzu-ziehen. So fördert der Baldrian im Garten das Wachstum des Gemüses und anderer Pflanzen. Der Boden für den Baldrian sollte ausreichend feucht und tiefgründig sein. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Man kann den Baldrian auch in großen Kübel anbauen, muss sie dann jedoch häufig gießen. In manchen Gartengeschäften und bei Spezialversendern bekommt man Samen oder fertige Pflanzen vom Baldrian. Im zeitigen Frühjahr sät man die Samen unter Glas in Saatkästen oder kleine Töpfchen. Ab Mai kann man sie auch ins Freiland säen, wenn der Boden dort über mehrere Wochen hinweg nicht von anderen Pflanzen überwuchert wird. Wichtig ist es, dass man die Samen nicht mit Erde bedeckt, weil er Baldrian ein Lichtkeimer ist. Der Samen braucht nahezu einen Monat bis er keimt. Daher braucht man eine Menge Geduld. Sobald kleine Pflanzen gewachsen sind, pflanzt man sie im Abstand von 50 cm bis 1 Meter aus. Das Gleiche gilt für fertig gekaufte Pflänzchen. Bis zum späten Sommer entwickeln sich die neuen Baldrianpflanzen zu kräftigen Pflanzen. Doch erst nach zwei bis drei Jahren sind sie voll ausgewachsen. Wenn der Baldrian Ausläufer bildet, kann man diese kleinen Pflanzen im Frühjahr von der Mutterpflanze trennen und im passen-den Abstand auspflanzen.
 
 
Sammeltipps
 
Die Wurzeln des Baldrians werden im Herbst gesammelt, wenn die Blütezeit schon lange vorbei ist. Dann werden die Wurzeln ausgegraben. Am besten lässt man einen Teil der Wurzel zurück, damit der Baldrian mit etwas Glück die Chance hat, neu heran zu wachsen. Die Wurzeln werden abgebürstet und mit kaltem Wasser kurz abgespült. Dann werden sie in kleine Stücke geschnitten und an einem warmen Platz möglichst schnell getrocknet. Wenn man keinen geeigneten warmen Platz hat, kann man sie auch bei niedriger Hitze (50°C) im geöffneten Backofen trocknen. Auch ein Dörrgerät kann hier hilfreiche Dienste leisten. Die Blüten werden im Hochsommer gesammelt, wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen. Dann werden sie an einem schattigen Ort getrocknet. Achtung! Damit keine Katzen die zu trocknenden Baldrianteile verunreinigen, sollte man die Trocknung an einem Platz durchführen, der von Katzen nicht erreicht werden kann.

Cajeput
Melaleuca leucadendra, auch Silberbaum-Myrtenheide, Kajeputbaum, Cajeputbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Melaleuca. Sie ist im nördlichen Australien, in Neuguinea und im östlichen Indonesien heimisch, wird aber selten auch außerhalb dieses Gebietes kultiviert.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Erkältungen, Husten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Melaleuca leucadendra
Pflanzenfamilie: Myrtengewächse = Myrtaceae
Verwendete Pflanzenteile: Ätherisches Öl
 
Anwendung
Man gewinnt aus einer Reihe breitblättriger Melaleuca-Arten, darunter auch die-ser, das Cajeputöl (auch Kajeputöl). Hauptquelle für das Öl ist allerdings eine andere Art, Melaleuca cajuputi subsp. cajuputi Powell, die früher oft nicht von M. leucadendra unterschieden worden ist. Nach dem Gehalt und der chemischen Zusammensetzung des Öls werden drei, Chemotypen genannte, Ökotypen der Art unterschieden.

Pflanzenbeschreibung
Melaleuca leucadendra ist ein immergrüner Baum, der Wuchshöhen von maximal 43 Meter erreicht. Besonders auffallend ist die auch für andere Melaleuca-Arten charakteristische korkige, weißliche Borke (kann auch bräunlichweiß, grau, gelbgrau oder blass braunrosa sein). Sie besteht aus zahlreichen papierdünnen Schichten, von denen sich die äußeren unregelmäßig ablösen. Die Zweige sind jung seidig behaart und später verkahlend. Die wechselständig angeordneten, halbhängenden Laubblätter erreichen 7,5 bis 27 Zentimeter Länge bei einer Breite von 6,5 bis 40 Millimeter, innerhalb der Gattung gehört die Art damit zu den breitblättrigen Arten. Die wechselständigen Blätter sind lang gestielt und beim Austrieb seidig behaart, aber bald verkahlend, ihre Blattspreite ist schmal eiförmig bis schmal elliptisch, oft etwas sichelförmig. Ihre Spitze (Apex) ist spitz, manchmal mit kleiner, abgesetzter Spitze. Die Blätter tragen zahlreiche Öldrüsen, beim Zerreiben riechen sie daher stark aromatisch. Die Blüten stehen meist in Dreiergruppen dicht beieinander an 6 bis 15 cm langen Blütenständen, die am Ende der Zweige (subterminal) oder basaler, in den beblätterten Abschnitten, stehen, sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 35 Millimeter. Die ungestielten, zwittrigen Blüten weisen eine doppelte Blütenhülle (Perianth) auf. Die Kelchblätter sind zu einer kahlen Kelchröhre verwachsen, deren Rand schmal trockenhäutig sein kann, mit 0,8 bis 2 mm langen Kelchzipfeln, die Drüsen und einen bewimperten Rand aufweisen. Die bald abfallenden, ephemeren Kronblätter sind weiß bis cremefarben. Fünf bis zwölf Staubblätter stehen in einem Bündel, sie sind ebenfalls weiß bis grünlichweiß gefärbt. Es werden ungestielte, verholzte, becherförmige bis zylindrische Kapselfrüchte gebildet, die einen Durchmesser von 4 bis 5 mm aufweisen. Sie enthalten winzige Samen.

Bachblüte
Ich muss alles festhalten (16 Honeysuckle)
-        Diese Menschen müssen alles oft krampfhaft festhalten
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte verlieren sie diese Dinge nicht wenn sie endlich loslassen
Bachblüte
Ich habe das Gefühl eines Berges vor mir (17 Hornbeam)
-        Diese Menschen glauben und haben das Gefühl, dass sie vor einem Berg stehen
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das Gefühl des Berges vor einen abschütteln
Getreide, Beilage
Nach dem ein Großteil der Getreideprodukte heute als Weißmehlprodukte angeboten wird, ist besonders wichtig, auf den Kauf vollwertige Getreideprodukte zu achten.
Ernährung, Functional Food
 
Wird auch Nutraceuticals genannt (von nutrition - Ernährung und pharmaceutical = Pharmazeutikum) auf gut deutsch funktionelle Lebensmittel, sind Nahrungsmittel,  die mit zusätzlichen Inhaltsstoffe angereichert wurde, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben sollen.
 Mehr dazu auf meiner Homepage: www.kraft-durch-und-kräuter-und-bachblüten.at
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