Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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30.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > August > 30.07.18-05.08.18


ROSSMINZE

Die Rossminze ist eine alte wild wachsende Minz-Sorte, die über 1 Meter groß wird. Man findet sie in Europa an nassen Standorten (Feuchtwiesen, Gräben, Ufern). Ihr Geruch wird von einigen Leuten bei der frischen Rossminze als unangenehm und modrig empfunden. Die Rossminze wird in der Volksheilkunde bei Magen-Darm-Beschwerden und gegen Kopfschmerzen eingesetzt.
Die Rossminze genannt auch Waldminze, eine Art aus der Gattung der Minzen gehört zur Familie der  Lippenblütler.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
Heilwirkung:
kühlend, schmerzlindernd
Anwendungsbereiche:
Insektenstiche, Neuralgien,  Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden
wissenschaftlicher Name:
Mentha incana, Mentha longifolia, Mentha sylvestris
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name:
Horse Mint, Long-leaved Mint
volkstümlicher Name:
Langblättrige Minze, Rossminze, Ross-Minze
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Carvon, Flavonoide, Limonen, Linalool, Mycren, Piperitonoxid, Sabinen
Sammelzeit:
Juni - September

Anwendung
Minzöle dürfen bei Kleinkindern nicht im Bereich der Nase und Mund eingesetzt werden, da u.a. ein Atemstillstand ausgelöst werden kann.
Tee
2 Teelöffel getrockneter Rossminzenblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, abdecken, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hier hilft der Tee bei Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen oben aufgelisteten Problemen.
Frischblattumschlag
Der kühlende und lokal betäubende Brei aus frischen zerquetschten saftigen Rossminzeblättern hilft gegen Insektenstiche.
Öleinreibung
Einreibungen mit dem Öl helfen gegen Neuralgien.

Geschichtliches
Minzen gehören zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen der Menschen. Die Rossminze wird in der asiatischen vor allem in der indischen und asiatischen Küche genutzt. Das Rossminzenöl wird in der Süßwarenindustrie gerne als Ersatz für das Pfefferminzöl genommen.

Pflanzenbeschreibung
Es ist eine schnellwachsende, ausdauernde krautige Pflanze mit kräftigem Geschmack. Die Pflanzen erreichen normalerweise Wuchshöhen von etwa 50 Zentimetern, können aber unter günstigen Umständen deutlich größer werden, bis weit über 1 Meter. Am besten kann man die Rossminze an ihren länglich ovalen und kurz aber zottig behaarten Blättern erkennen. Die Blätter werden zwischen 4 und 9 Zentimeter lang und zwischen 1 und 2 Zentimeter breit. Genau wie der Stängel sind sie kurz und weich, weiß-, grau- oder grünzottig. Am Rande sind die Blätter mit nach vorne gerichteten Zähnen gezähnt. Die Blätter sitzen oder haben nur einen sehr kurzen Blattstiel. Die Blüten sind rosarot, in manchen Fällen auch weißlich oder malvenfarbig. In der Höhe des Blütenstandes verzweigt sich der Stängel rispig. An den Rispenästen sitzen dann die vielblütigen  Scheinquirlen und bilden dichte  Scheinähren. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die Rossminze ist ungiftig und essbar, ihr Geschmack gilt jedoch als unangenehm.
Die Rossminze ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf nassen Böden. Die winterharte und mehrjährige Rossminze wird 40 bis 130 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus. Die graugrünen Blätter sind spitz und gezähnt. Die rosa bis violetten Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Aus den Rossminze-Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen. Vom Aussehen her kann man die Rossminze leicht mit der Grünen Minze (Spearmint - Mentha spicata) verwechseln. Die Spearmint riecht jedoch angenehm minzig, wie das gleichnamige Kaugummi, was bei der eher unangenehm riechenden Rossminze nicht der Fall ist.

Anbautipps
Vermehrung durch Wurzelteilung. Die Rossminze mag feuchte und stickstoffreiche Böden. Der Standort sollte halbschattig oder sonnig sein.

Sammeltipps
Frische Blätter können ständig geerntet werden. Die Stängel mit den Blättern werden kurz vor der Blüte geerntet. Am besten an einem sonnigen Tag am späten Vormittag sammeln. Zum Trocknen: Die Rossminzestängel mit den Blättern kurz vor der Blüte bei gutem sonnigen Wetter ernten. Zügig bei maximal 35°C trocknen, anschließend die getrockneten Blätter von den Stängeln abstreifen. Die Rossminzeblätter in geschlossenen Behältern lagern.





SPITZWEGERICH

Der Spitzwegerich wächst unauffällig an Wegrändern und auf Wiesen. Wer ihn kennt, erkennt ihn schon im zeitigen Frühjahr an seinen langen schmalen Blättern, die wie Lanzen aus dem Boden schießen. Er ist ein wichtiges Hustenmittel und hat außerdem gute Fähigkeiten bei der Wundheilung. Wenn man sich in der freien Natur verletzt hat und hat weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken.
Der Spitzwegerich, auch Spießkraut, Lungenblattl oder Schlangenzunge genannt, ist eine Pflanzenart, die zur  Familie der Wegerichgewächse gehört. Das Wort „Wegerich" entstammt dem Althochdeutschen vonwega = Weg und rih = König.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Husten
Heilwirkung:
antibakteriell, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
 Afterjucken, Appetitlosigkeit, Asthma, Augenentzündungen, Blasenschwäche, Bronchitis, Darmschleimhautentzündung,  Durchfall, Ekzeme, Erkältung, Fettsucht, Furunkel, Hämorrhoiden, Halsentzündung, Halsschmerzen, Hautabschürfungen, Insektenstiche, Katarrhe der oberen Luftwege, Keuchhusten, Leberschwäche, Magenschleimhautentzündung, Ödeme (Wassersucht), Quetschungen,  Soor (Candida), Verstopfung, blutende Wunden, leichte Verbrennungen
wissenschaftlicher Name:
Plantago lanceolata
Pflanzenfamilie:
Wegerichgewächse = Plantaginaceae
englischer Name:
 Ribwort
volkstümliche Namen:
Heilwegerich, Heilblärer, Heufressa, Hundsrippen, Lägenblatt, Lämmerzunge, Lügenblatt, Lungenblattl, Rippenkraut, Rossrippen, Schafzunge, Schlangenzunge, Siebenrippen, Spiesskraut, Spitzfederich, Spitz-Wegeblatt, Wagentranenblatt, Wegbreite, Wegreich, Wegtritt
Falsche Schreibweisen:
Spitzwegerrich, Spitzwegerisch
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzeln, Samen
Inhaltsstoffe:
Schleimstoffe, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym
Sammelzeit:
Blätter: Mai - August, Wurzeln: Ende August bis Oktober

Anwendung
In Mangelzeiten nach den beiden Weltkriegen und während der Weltwirtschaftskrise war Salat aus wildwachsendem Spitzwegerich ein beliebter Ersatz für unerschwingliches oder nicht erhältliches Grünzeug. Ernten und sammeln kann man ihn am besten von Anfang April bis Ende August. Man findet ihn oft in kleinen Wiesen, an Äckern und Feldrändern, an den Wald angrenzenden Wegen und auf sehr kleinen Flächen in Ortschaften. Nach Insektenstichen ist der Spitzwegerich, zerrieben und auf den Stich aufgetragen, kühlend respektive schmerzlindernd. Gleiches gilt für Brennnesselstiche. Der Spitzwegerich hat, wie viele andere Heilpflanzen, ein breites Spektrum von Heilwirkungen. Seine Haupteinsatzgebiete sind jedoch die Atemwege und die Haut.
Tee für die Atmung
Gegen Husten, Asthma und andere Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Spitzwegerichtee trinken. Entweder als reinen Spitzwegerichtee oder in Teemischungen. Die Spitzwegerichblätter lösen den Schleim, wirken gegen Krankheitserreger und lindern Entzündungen. Der Spitzwegerich ist aber nicht nur für die Atmungsorgane hilfreich, sondern fördert auch die Verdauung, regt den Stoffwechsel an und hilft beim Abnehmen.
Blätter gegen kleine Verletzungen unterwegs
Der Spitzwegerich ist die beste Medizin für unterwegs, die gleich am Wegrand wächst, wenn man sich beim Wandern verletzt hat. Einfach ein Spitzwegerichblatt zwischen den Fingern verreiben oder zerkauen, auf die Wunde legen und mit einem zweiten Spitzwegerichblatt fixieren. Blut wird gestoppt und die Wunde desinfiziert, der Heilungsprozess gefördert.
Pflanzensaft gegen Wunden
Wenn man nicht unterwegs ist, kann man aus den Blättern einen Pflanzensaft herstellen, den man auf Wunden träufeln kann. Der Pflanzensaft hilft gegen Abschürfungen, leichte Verbrennungen, kleine offene Wunden, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden.
Pflanzensaft für Verdauung und Stoffwechsel
Den frisch gepressten Pflanzensaft kann man gegen Verdauungsstörungen einnehmen. Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit. Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen.
Samen gegen Soor
Die Samen des Spitzwegerichs kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen. Man kann sie Säuglingen gegen Soor (Candidamykosen) geben.

Pflanzenbeschreibung
Der Spitzwegerich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 50 Zentimetern erreicht. Die reichverzweigte Wurzel kann bis zu 60cm in die Tiefe reichen. Die in einer grundständigen Rosette stehenden Laubblätter sind ungestielt. Die einfache Blattspreite ist spitz, schmal und lanzettlich. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Auf einem langen 5-furchigen Schaft steht ein dichter, walzenförmiger,  ähriger Blütenstand. Die verhältnismäßig kleinen, unscheinbaren Blüten sind zwittrig. Der Spitzwegerich ist in ganz Europa heimisch und kommt auch in Asien und als Zuzögling in Amerika vor. Er wächst gerne auf Wiesen und an Wegrändern, auch im Ödland und an Gräben findet man ihn. Die ausdauernde Wurzel des Spitzwegerichs treibt im Frühling lanzenförmige Blätter aus. Diese Blätter wachsen vom Boden aus direkt nach oben, sie sind schmal und vorne spitz. In den Blättern verlaufen fünf Blattadern. Etwas später, ab Mai, treibt der kantige Stängel aus. Er wächst senkrecht und ohne Verzweigungen nach oben und trägt an der Spitze eine bräunliche Blüte in Ährenform. Aus dieser Blütenähre entwickeln sich später Früchte mit Kapseln, die jeweils zwei Samen enthalten.

Sammeltipp
Die Spitzwegerichblätter sammelt man bei sehr trockener Witterung an Stellen, wo keine verkehrsreichen Straßen in der Nähe sind. Natürlich sollte man, wie bei allen anderen Pflanzen, nur soviel sammeln, dass der Pflanzenbestand nicht darunter leidet. Wichtig ist, dass man die Blätter sehr sorgsam und zügig trocknet. Am besten fädelt man die Blätter auf eine dünne Schnur und lässt sie an luftiger Stelle möglichst schnell trocknen. Wenn die Blätter zu lange zum Trocknen brauchen, neigen sie dazu, schwarze Flecken zu bekommen und sind dann unbrauchbar.



BACHBLÜTEN
Ich bin ein misstrauischer Mensch (12 Gentian)
- Diese Menschen sind und können gegenüber ihren Mitmenschen sehr misstrauisch werden und sein

- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie die misstrauische Art hinter sich lassen

BACHBLÜTEN
Ich bin schwermütig (13 Gorse)
- Diese Menschen können schwermütig sein
- Mit der dementsprechender Bachblüte können Sie das schwermütige abstreifen


ERNÄHRUNG
Funktionen der wichtigsten Mengen- und Spurenelementen
Natrium und Chlorid
Der Körper braucht ca. 70g Natrium. Ca. die Hälfte des Natriums befindet sich im Blut und Gewebsflüssigkeit, also außerhalb der Zelle. Natrium und Chlorid regeln die Wassermenge innerhalb und außerhalb der Zellen, sie erhalten die Gewebespannung. Natrium fördert die Wasseraufnahme und bindet Wasser im Gewebe.
Kalium
Kalium ist der Gegenspieler von Natrium und ebenfalls an der Regulation des Wasserhaushaltes beteiligt. Kalium ist wichtig für Herz und Muskel.
Magnesium
Magnesium ist sehr wesentlich für den Stoffwechsel, denn es ist an der Aktivierung von nahezu 300 Enzymen beteiligt. Es ist wichtig für die Muskelfunktionen und das gute Zusammenspiel von Nerv und Muskel. Außer dem gilt es als „Antistress-Mineralstoff". Ferner dient es als Bausubstanz für Knochen und Zähne.


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