Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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30.05.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > Mai > 27.05.19-02.06.19


AMARANTH

Der Amarant ist eine der ältesten Nutzpflanzen und ist auf der ganzen Welt verbreitet, es gibt etwa 70 Arten. Der Samen einiger Arten sind ein hochwertiges glutenfreies Getreide mit hohem Proteingehalt. Daher gut für Zöliakie- und auch Neurodermitis-Kranke geeignet. Medizinisch genutzt werden aber überwiegend die Blätter. Die Ernährung mit Amarant-Blättern und Samen hält körperlich und geistig jung. Den Amarant gibt es auch als Topfpflanzen für die Fensterbank, die von den Inhaltsstoffen minderwertig sind.
Amarant, auch Fuchsschwanz genannt, manchmal auch Amaranth geschrieben, ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die 60 bis 98  Arten sind fast weltweit verbreitet. Genutzt werden vor allem die feinkörnigen, an Hirse erinnernden Samen des Garten-Fuchsschwanzes, in der  Andenregion bis heute unter dem Namen Kiwicha bekannt. Die  Azteken nannten ihn huautli. Entgegen den „Echten Getreidearten" handelt es sich nicht um  Einkeimblättrige, sondern um  Zweikeimblättrige Pflanzen.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Blutstillung, Durchfall, Jungbrunnen
Heilwirkung:
adstringierend, kühlend
Anwendungsbereiche:
Blutstillung, Durchfall, Fieber, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Mundgeschwüre, Rachengeschwüre, Schlafstörungen
wissenschaftlicher Name:
Amaranthus hypochondriacus
Pflanzenfamilie:
Fuchsschwanzgewächse = Amaranthaceae
englischer Name:
amaranth, foxtail, pigweed
volkstümlicher Name:
Amarant, Fuchsschwanz, Meyer, Wunderkorn
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen
Inhaltsstoffe:
Alpha-Linolensäure, ungesättigte Fettsäuren, Lysin, Mineralien, Proteine
Sammelzeit:
Blätter: Mai – Juli, Samen:September - Oktober

Anwendung
Die Samen des Garten- und Rispen-Fuchsschwanzes werden ähnlich wie Getreide verwendet. Botanisch allerdings ist Amarant ein Pseudogetreide: Es sieht zwar aus wie Getreide, und seine Samen werden auch so verwendet, es gehört aber nicht zu den Süßgräsern. Amarant ist  glutenfrei. Dies macht es zu einem vollwertigen und verträglichen Getreideersatz bei Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie). Zudem ist der hohe Eisengehalt wertvoll bei Eisenmangelanämie und während der Schwangerschaft. Die Blätter aller Amarant-Arten werden außerdem als  Gemüse gegessen und haben einen deutlichen Geruch nach Spinat (wenn man sie zerreibt) und schmecken nach sehr zartem Spinat oder Mangold. Der Eiweißgehalt von Amarant-Blättern übertrifft sogar den von Soja. Auch die jungen Blütenstände sind als Gemüse verwendbar. Die Samen und Blüten schmecken nussig, und zu Keimlingen gezogen sind sie ebenfalls essbar. Die Pfahlwurzel schmeckt süßlich und nach Rote-Beete oder Runkelrübe. Sie ist jedoch meist verholzt und muss zum Beispiel kleingerieben werden, um verwendet werden zu können. Die Nahrungsmittelindustrie verwendet Amarant heute in der Baby- und Kindernahrung, als Zumischung in Brot, Gebäck und Müsli, bei Eierkuchen und Pasta, auch in Wurstwaren sowie im Fast-Food-Bereich bei Riegeln und Snacks. Es gibt auch Versuche zur Herstellung von Getränken auf Basis von Amarant, unter anderem zum  Brauen von  glutenfreiem Bier. Amarant entfaltet beim Kochen seinen typisch nussigen Geruch. Vorbereitend sollte Amarant mit Hilfe eines  Haarsiebs und warmem Wasser ausgewaschen werden. Der Verzehr kann im Müsli, als Grundlage in Salaten, in Gemüsepfannen oder als allgemeine Beilage erfolgen. Amarantmehl eignet sich pur nur begrenzt zum Backen, es sollte im Verhältnis 1:3 oder 1:2 mit glutenhaltigem Mehl vermischt werden, da das Klebereiweiß sonst fehlt. Der Naturkosthandel führt Amarantkörner pur oder als Zutat (auch gepoppt) in Müslimischungen.
Tee
1EL getrockneter Blätter mit 250ml heißem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Gemüse
Die frischen Blätter wie Spinat zubereiten.
Samen
1 Tasse Samen in 2 Tassen Wasser aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Minuten quellen lassen, ggf. noch etwas heißes Wasser beigeben.

Geschichtliches
Amarant wird seit vielen tausend Jahren in Amerika als Heilpflanze und als eine Art Getreide genutzt. In Europa geht die Nutzung bis in die Steinzeit zurück, es wurden aber nur die Blätter für die Ernährung genutzt.
Die Inkas und Azteken ernährten sich überwiegend von Amarant-Samen, der Fleisch fast vollständig ersetzen konnte. Die spanischen Eroberer verboten den Amarant, weil sie die heilige Pflanze der Bevölkerung war. Die Folge war eine große Hungersnot mit über 10 Millionen Toten. Die roten Farbstoffe wurden zum Färben genutzt. In den letzten 30 Jahren wurde der Amarant neu als wertvolles Heil- und Lebensmittel neu entdeckt und wird landwirtschaftlich angebaut. Amarantprodukte gibt es in vielen Bioläden.

Pflanzenbeschreibung
Der Amarant ist in Amerika und Europa heimisch. Er wächst bevorzugt an sonnigen Standorten. Die einjährige Pflanze wird bis zu 200 Zentimeter hoch. Die eiförmigen Blätter sind dunkelgrün bis rotgrün. Der Stängel ist kräftig. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Aus den Amarant-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst etwa 50.000 Samen je Pflanze. Die runden diskusförmingen Samen sind weniger als 1 mm dick.
Vegetative Merkmale
Bei Amaranthusarten handelt es sich meist um einjährige, selten mehrjährige, krautige Pflanzen. Die Stängel sind meist verzweigt. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.
Generative Merkmale
Die Blütenstände sind meist sehr vielblütig. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Die Pflanzen sind entweder einhäusig getrenntgeschlechtig oder zweihäusig getrenntgeschlechtig. Bei den weiblichen Blüten können Blütenhüllblätter fehlen oder es sind ein bis fünf und ein Stempel vorhanden. Bei den männlichen Blüten sind drei bis fünf Blütenhüllblätter und drei bis fünf Staubblätter vorhanden.

Anbautipps
Der Amarant wächst fast von alleine: Samen im Frühling (wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind) auf den feuchten Boden am sonnigen Standort säen und fertig. Man sollte bedenken, dass eine Pflanze zwischen 30.000 und 60.000 Samen produziert, die sich im ganzen Garten verteilen und viele Jahre keimfähig bleiben. Mit nur 100 Gramm Samen kann man ohne weiteres einen ganzen Hektar an Pflanzen anziehen.

Sammeltipps
Blätter für Salat und Gemüse vor der Blüte ernten. Für Tees die Blätter auch vor der Blüte ernten und an luftigem und schattigen Ort trocknen. Samen ernten wenn die Samen reif werden. Am besten die Pflanze abschneiden und über Backpapier aufhängen. Will man Amarant-Samen ohne großen Aufwand in der Küche verarbeiten, sollte man auf die geeignete eher helle Sorte achten, der aber weniger wertvolle Blätter hat. Der schwarze Amarant-Samen ist sehr schwierig in der heimischen Küche zu verarbeiten. Will man Blätter und Samen braucht man zwei verschiedene Sorten.




ERDRAUCH

Früher war der Erdrauch, der auf Äckern und an Wegen als Unkraut wächst, eine wichtige und geehrte Heilpflanze. Das zeigt auch das "officinalis" in seinem wissenschaftlichen Namen "Fumaria officinalis". Heutzutage wird er jedoch kaum noch verwendet, weil der Hauptwirkstoff, das Alkaloid Fumarin, im Ruf steht, leicht giftig zu sein. Diesen Ruf teilt das Fumarin jedoch mit zahlreichen anderen Pflanzenwirkstoffen, denn alles was wirken soll, ist naturgemäß in höherer Dosierung giftig, wie schon Paracelsus wusste. Der Erdrauch hat eine ausgeprägte Wirkung auf die Funktion der Gallenblase. Die Wirkung ist regulierend, das heißt, eine zu starke Gallensekretion durch die Leber wird abgemildert, eine zu schwache Gallenfunktion wird verstärkt. Auch der Abfluss des Gallensaftes in den Darm wird durch den Erdrauch erleichtert.
Der Erdrauch ist die namensgebende Pflanzengattung der Unterfamilie der Erdrauchgewächse aus der  Familie der  Mohngewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gallenschwäche
Heilwirkung:
blutreinigend, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Verstopfung, Würmer, Hämorrhoiden, Leberschwäche, Gallenkoliken, Migräne, Depressionen Hypochondrie, Hautprobleme, Hautentzündungen, Ekzeme
wissenschaftlicher Name:
Fumaria officinalis
Pflanzenfamilie:
Mohngewächse = Papaveraceae
englischer Name:
 Fumitory
volkstümliche Namen:
Echter Erdrauch, Gemeiner Erdrauch, Gewöhnlicher Erdrauch
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Flavonoide, Fumarin, Protopin, Fumarsäure, Gerbsäure, Schleim
Sammelzeit:
Mai bis Oktober

Anwendung
Schon in der Antike galt der Erdrauch als wichtige Heilpflanze gegen Lebererkrankungen. Doch heutzutage wird der Erdrauch kaum noch in der Pflanzenheilkunde eingesetzt. Die häufigste Art, Erdrauch anzuwenden ist der Tee. Da die Inhaltsstoffe des Erdrauchs nicht völlig unproblematisch sind, sollte man den Erdrauch am besten in Mischtees anwenden, damit man nicht so große Mengen des Erdrauchs zu sich nimmt. Ein Tee aus „Erdrauchkraut" gilt als pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes.
Geschichtliches zur Heilkunde
Bereits vor Christi Geburt wurde der „Erdrauch" von arabischen Ärzten als Heilmittel geschätzt. Der griechische Arzt  Pedanios Dioscurides des ersten Christlichen Jahrhunderts schreibt über die Wirkung des Erdrauchs: «Der Saft ist beißend, er schärft das Gesicht und reizt zu Tränen.» Daraus soll sich der Name Fumus (zu deutsch "Rauch") und der lateinische Name fumaria ableiten. Eine andere Herleitung des Namens bezieht sich auf die graugrüne rauchähnliche Färbung der Blätter. Verbreitet durch die  Medizinschule von Salerno gelangt der Erdrauch als Heilpflanze in die mittelalterliche Klosterheilkunde. Dort wurde er vor allem gegen Hautkrankheiten eingesetzt, aber auch als Stärkungsmittel und gegen Verstopfung angewendet. Neben der Verwendung als Heilmittel kommt der „Erdrauch" bereits bei den  Kelten und  Germanen als Räuchermittel zum Einsatz, worauf sein lateinischer Name Fumaria (Rauch) und sein deutscher Name hindeuten. Im Mittelalter soll er für exorzistische Riten genutzt worden sein. Man glaubte damals, dass die Pflanze Dämpfen entsprungen sei, die aus der Erde aufsteigen. Auch hieraus soll sich der Name deutsche Name Erdrauch ableiten. Daneben stand er auch in dem Ruf, von Hexen als Zaubermittel benutzt zu werden, mit dem sie sich unsichtbar machen konnten. Als Heilmittel geriet der „Erdrauch" lange Zeit in Vergessenheit, bis er in neuerer Zeit von der Wissenschaft wiederentdeckt wurde. Wie andere Pflanzenarten aus der Familie der Mohngewächse enthält er viele  Alkaloide sowie  Flavonoide,  Fumarsäure und  Cholin.
Tee
Für einen Erdrauchtee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Erdrauch mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Erdrauch-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Erdrauch-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Innerlich
Erdrauch kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Gallenschwäche und Leberprobleme einsetzen. Außerdem hilft Erdrauch gegen Verstopfung und andere Probleme des Verdauungsapparates. Hinzu kommt die Anwendung gegen Migräne, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Erdrauch-Tee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme lindern. Erdrauch hilft äußerlich eingesetzt auch gegen andere Hautentzündungen.

Pflanzenbeschreibung
Der gewöhnliche Erdrauch ist in Europa und Asien heimisch. Er wächst bevorzugt an nährstoffreichen, bearbeiteten Stellen. Daher ist er vor allem an Ackerrändern, in Gärten und in Weinbergen anzutreffen. Die einjährige Pflanze wird bis zu fünfzig Zentimeter groß. Die gefiederten Blätter hat sehr feine Einzelblättchen, sodass die gesamte Pflanze von fern rauchartig wirkt, was dem Erdrauch wohl den Namen eingebracht hat.
Zwischen Mai und Oktober blüht der Erdrauch mit roten Blüten. Die Blüten wachsen in aufrechten Trauben. Die Einzelblüten sind asymetrisch und erinnern an Lippenblüten.
Vegetative Merkmale
Es handelt sich um meist ein-, selten mehrjährige  krautige Pflanzen, die aufrecht, liegend oder kletternd wachsen können. Die Fumarioideae weisen keinen Milchsaft auf. Die ungestielten Laubblätter sind zusammengesetzt.
Generative Merkmale
Die traubigen Blütenstände sind
kurz. An den  zygomorphen  Blüten sind seitlich zwei kleine, bald abfallende ("hinfällige")  Kelchblätter vorhanden. Die Krone wird aus vier verschieden gestalteten Kronblättern in zwei Kreisen gebildet. Bei den Fumaria-Arten ist das obere äußere  Kronblatt nach hinten sackförmig verlängert, so dass sich ein sackförmiger Sporn bildet. Die Blüten sind meist rötlich bis purpurfarben. Ein gutes Merkmal zur Unterscheidung vom Corydalisist, dass die Blütenspitze immer etwas dunkler gefärbt ist. Es sind meist nur zwei  Staub-blätter vorhanden. Im Gegensatz zum Corydalis (mit zweifächeriger Schote) sind die Früchte des Erdrauchs einsamige kugelige  Nüsse. Wie bei den Arten der verwandten Gattung Corydalis tragen die Samen ein  Elaiosom und werden von Ameisen verbreitet.



BACHBLÜTEN
Unrecht; was dir angetan wurde (38 Willow)
- Diese Menschen finden es für unrecht, was ihnen angetan wurde, egal in welcher Art dies geschah
- Mit der dementsprechender Bachblüte können dieses empfinden überwinden


BACHBLÜTEN
Du hast Angst vor Auseinandersetzungen und Konflikten (1 Agrimony)
- Diese Menschen haben sehr große Angst vor Auseinandersetzungen und auch vor Konflikten
- Mit der dementsprechender Bachblüte können sie diese Angst besiegen


ERNÄHRUNG
Kopfgesteuerter Typ
Sind erstaunlicherweise statistisch gesehen die dickeren Menschen. In dieser Untergruppe lassen sich wieder um sehr rigide und eher flexible Kontrollmechanismen ausmachen. Der rigide Typen haben sehr oft Verbote oder sehr enge Maßstäbe bei der Lebensmittelauswahl gesetzt. Häufig haben diese Menschen schon viele Diäten hinter sich, schränken die Nahrungszufuhr stark ein verzichten auf Süßigkeiten oder ähnliches und konsumieren eine Mengenkalorien reduzierter Lebensmittel.


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