Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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30.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Juni > 29.05.17-04.06.17


WALDMEISTER

Der Waldmeister, auch Wohlriechendes Labkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Labkräuter. Er gedeiht meist in Laubwäldern in den gemäßigten Breiten Eurasiens. Der bekannteste Inhaltsstoff des Waldmeisters ist das  Cumarin. Waldmeister wird als Heil- und Würzpflanze beispielsweise für die Waldmeisterbowle verwendet.
Der Waldmeister wächst in lichten Laubwäldern und verströmt seinen zarten eigentümlichen Duft. Meistens finden wir ihn in größeren Familien. Er blüht ab Mitte April bis Anfang Mai mit zarten kleinen weißen Blüten. Dann ist die Zeit ihn zu ernten und ihn entweder für Tees zu trocknen oder zu einer Waldmeisterbowle zum Maifest zu verarbeiten. Der Waldmeister enthält Cumarin, das leicht beschwingt und in geringer Dosierung bei Kopfschmerze und Migräne hilft. In höherer Dosierung kann Waldmeister auch Kopfschmerzen verursachen.

Steckbrief
Heilwirkung:
beruhigend, blutreinigend, krampflösend, schweißtreibend, Verdauungsbeschwerden, Blasensteine, Herzschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, nervöse Schlaflosigkeit, nervöse Unruhe, Nervenschmerzen, vermindert die Blutgerinnung, Gefäßstärkend, Venenschwäche, Ödeme, Menstruationsbeschwerden, Furunkel, Ekzeme, Schlecht heilende Wunden
wissenschaftlicher Name:
Asperula odorata (Galium odoratum)
Pflanzenfamilie:
Rötegewächse = Rubiaceae
englischer Name:
Woodruff
volkstümlicher Name:
Gliedkraut, Herzfreund, Leberkraut, Maiblume, Maichrut, Maikraut, Mösch, Teekraut, Waldmutterkraut, Waldtee, Wohlriechendes Labkraut
Verwendete Pflanzenteile:
das blühende Kraut
Inhaltsstoffe:
Cumarin, Asperulosid, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sammelzeit:
Mai - Juni

Anwendung
Waldmeister wird als Würzpflanze, etwa zur Herstellung von Waldmeisterbowle oder für Eiscreme verwendet.  Berliner Weiße wird, neben Himbeersirup auch mit Waldmeistersirup verfeinert. Er wird als Mottenmittel, als Volksarzneipflanze und in der Homöopathie eingesetzt. Waldmeister wirkt gefäßerweiternd, entzündungshemmend und krampflösend. Die Droge, das vor der Blüte gesammelte und getrocknete Kraut, heißt herba Asperulae odoratae oder Galii odoratae herba. Das typische Aroma verdankt der Waldmeister dem  Cumarin. Der künstliche Geschmack nach Waldmeister, der vielen Lebensmitteln beigemengt ist, wird von 6-Methylcumarin erzeugt.
Waldmeister in Tees
Der Haupteinsatzzweck des Waldmeisters ist die Nutzung als Tee oder in Teemischungen gegen Kopfschmerzen und Migräne. Dazu verwendet man das blühende Kraut. Den Waldmeister sollte man jedoch nicht überdosieren, denn sonst kann er Kopfschmerzen auslösen, also genau die Beschwerden, gegen die er eigentlich wirken soll. Da der Waldmeister beruhigend wirkt, kann man ihn auch gegen Schlaflosigkeit und Unruhe verwenden. Die Blutgerinnung wird vom Cumarin vermindert, sodass das Blut besser fließt, aber im Fall von Wunden schlechter gerinnt. Diese Eigenschaft des Waldmeisters muss man berücksichtigen. Man kann Waldmeister-Tee auch zur Stärkung der Blutgefäße, speziell der Venen trinken. Dadurch hilft er, zusammen mit seiner Leber- und Nierenstärkenden Eigenschaft auch gegen geschwollene Füße. Weil der Waldmeister krampflösend wirkt, kann er Periodenkrämpfe lindern.
Duftkissen
Da beim Waldmeister der Duft eine wichtige Wirkung ausübt, kann man ihn auch in Duftkissen einarbeiten. Man kann den Waldmeister beispielsweise mit Steinklee, Salbei, Lavendel und anderen getrockneten Duftkräutern mischen.
So ein Duftkissen eignet sich dazu, mit ins Bett genommen zu werden oder man kann es auch in den Kleiderschrank legen, um Motten fernzuhalten. Waldmeister gehört zu den Kräutern von "Mariae Bettstroh", d.h. er wurde früher Wöchnerinnen und ihrem Baby als Bettunterlage ins Bett gelegt, als Matrazen noch aus Stroh bestanden. Mit seinen beruhigenden und entkram-pfenden Eigenschaften sollte es das Wohlbefinden von Mutter und Kind fördern.
Waldmeister-Bowle
Zum ersten Mai wird gerne Maibowle aus Waldmeister zubereitet. Dafür nimmt man den Waldmeister vor der Blütezeit, denn dann duftet er stärker. Man nimmt eine Hand voll Waldmeister und lässt ihn anwelken. Das angewelkte Waldmeistersträußchen hängt man in einen Liter Wein und lässt ihn zwei Stunden ziehen. Zwei Esslöffel Zucker werden in etwas heißem Wasser angerührt und dann in den angesetzten Wein gegeben. Am Schluss gießt man noch eine Flasche Sekt dazu.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Waldmeister wächst als überwinternd grüne,  ausdauernde  krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 50cm. Dieser  Hemikryptophyt bildet unterirdisch kriechende, dünne, mehr oder weniger lange  Rhizome als Überdauerungsorgane, mit denen sich der Waldmeister auch vegetativ vermehren kann. Ihre aufrechten, unverzweigten, vierkantigen  Stängel sind glatt und kahl, außer an den Knoten (Nodien), die kurz steif behaart sind. Die zu sechst bis acht in Quirlen am Stängel stehenden  Blätter sind sitzend bis zu einem Millimeter lang gestielt. Die einfache, einadrige Blattspreite ist länglich-lanzettlich oder schmal-elliptisch mit einer Länge von meist 15 bis 50 (6 bis 65) mm, einer Breite von meist 4,5 bis 15 (3 bis 17) mm und einem Länge/Breite-Verhältnis von etwa 4:1. Die Spreite verschmälert sich am Grund spitz bis keilförmig, die Spitze ist zugespitzt oder stumpf mit abrupter Stachelspitze. Der flache Blattrand ist rau. Die Blattflächen sind weitgehend kahl; es können vorwärtsgerichtete Mikrohaare auf der Oberseite und an der Mittelrippe der Unterseite vorhanden sein. Die Blätter werden beim Trocknen papierartig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht je nach Standort von April bis Mai oder Juni. Einige bis viele Blüten stehen in einem endständigen,  zymösen Blütenstand zusammen. Es können laubblattähnliche  Tragblätter vorhanden sein. Die Blütenstiele weisen eine Länge von 1 bis 4 Millimeter auf. Die kleinen, zwittrigen Blüten sind  radiärsymmetrisch und vierzählig. Der Kelch ist nur rudimentär ausgebildet. Die vier weißen oder bläulich-weißen, kahlen, 4,5 bis 6,5 mm langen und 3 bis 7 mm breiten  Kronblätter sind auf etwa der Hälfte ihrer Länge mehr oder weniger breit trichterförmig verwachsen. Die Kronlappen sind dreieckig-spatelförmig mit spitzem oberen Ende. Es ist nur ein Kreis aus meist vier fertilen Staubblättern vorhanden, die in der Kronröhre inseriert sind. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, etwa 0,8 mm langen, ellipsoidischen bis verkehrt-eiförmigen, kurz steif behaarten Fruchtknoten verwachsen, der eine  Samenanlage je Fruchtknotenkammer enthält. Die zwei Griffel sind bis oben hin frei mit je einer kopfigen Narbe. Es ist ein  Diskus vorhanden.
Die trockene Spaltfrucht zerfällt in zwei einsamige Teilfrüchte. Die 2 bis 3 mm langen, eiförmigen bis fast kugeligen Teilfrüchte sind mit 1 bis 1,2 mm langen, hakigen Borsten besetzt. Mit den Borsten klammern sich die Teilfrüchte als Klettfrüchte an Fell, Gefieder oder auch Kleidungsstücken fest und können so weit ausgebreitet werden. Die Früchte reifen zwischen Juni und September.
Der Waldmeister kommt auf der ganzen Nordhalbkugel in gemäßigten Breiten vor. Er wächst bevorzugt in Buchenwäldern. Sein ausdauernder, dünner Wurzelstock treibt im Frühjahr mehrere Pflanzen aus. Die Pflanzen werden bis zu 30cm hoch. Sie haben in mehreren Etagen Blätterquirle, die aus zahlreichen länglichen Blättern bestehen. Die Blätter sind am Rand etwas rauh, an der Oberfläche jedoch glatt. Im Mai entfalten sich weiße, kleine, sternförmige Blüten mit je vier Blütenblättern, die in einer Trugdolde am oberen Ende der Pflanze blühen. Aus den Blüten entwickeln sich stachelige Kügelchen mit kurzen Haaren und daraus später kleine Nüsschen, die die Samen tragen. Durch die hakeligen Haare hängen die Samen im Fell von vorbeistreifenden Tieren fest und verbreiten sich so über größere Strecken. Im frischen Zustand duftet der Waldmeister kaum, man muss das gepflückte Kraut erst anwelken lassen, bevor sich der typische Waldmeisterduft entfaltet.




FÄRBERGINSTER


Der Färber-Ginster ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Diese Heil- und  Färberpflanze war besonders in der Vergangenheit als Lieferant eines gelben Farbstoffes bedeutend. Die im Folgenden aufgeführten Charakteristika gelten insbesondere für die weiter verbreitete Unterart Genista tinctoria subsp. tinctoria, den Gewöhnlichen Färber-Ginster.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Ödeme
Heilwirkung:
blutreinigend, harntreibend
Anwendungsbereiche:
Gicht, Harnsteine, Herzbeschwerden, Menstruationsfördernd, Rekonvaleszenz, Rheuma, Verstopfung, Wassersucht
wissenschaftlicher Name:
Genista tinctoria
Pflanzenfamilie:
Hülsenfrüchtler = Fabaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Inhaltsstoffe:
Chinolizidinalkaloide, Cytisin
Sammelzeit:
Mai bis Juli

Nutzung

Bereits die Römer verwendeten den Färber-Ginster zum Färben von Leinen und  Wolle. Eine bedeutende Rolle spielte er auch in England. Als Farbstofflieferant werden Zweige, Blätter und Blüten verwendet. Sie enthalten die gelben Farbstoffe  Genistein und  Luteolin. Die Ernte erfolgt meist vor der Blüte. Die Farbe ist  lichtecht. Die Färbung erfolgt auf vorgebeizter Wolle. Durch Beizen mit  Alaun wird die Wolle zitronengelb, durch Nachbehandlung mit  Eisen(II)-sulfat dunkelbraun, mit  Kupfersulfat olivgrün. Durch eine Überfärbung von Färberwaid stellte man in England das „Kendalgrün" her. Die Malfarbe „Schüttgelb" wurde durch Anrühren mit Alaun und  Schlämmkreide hergestellt.
Verwendung als Heilpflanze
Als Heildroge werden die getrockneten, zur Blütezeit geernteten Zweige verwendet. Als Wirkstoffe werden genannt: Chinolizidinalkaloide wie Cytisin, Methylcytisin, Anagyrin; Flavonoide; Isoflavone wie Genistein;  Gerbstoffe und ätherische Öle in geringen Mengen. Der Färber-Ginster wirkt als Diuretikum und wird daher unterstützend zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine erhöhte Harnmenge erwünscht ist, wie beispielsweise bei Nie-rengrieß oder zur Vorbeugung gegen Harnsteine. Der Gehalt an Genistein, einem  Phytoöstrogen, das an den Östrogen-Rezeptor von Brustkrebszellen bindet hat diese Pflanzenart in neuerer Zeit wieder interessant gemacht: Über eine möglicherweise vorbeugende Wirkung des Isoflavons bei der Entstehung von  Brustkrebs wird diskutiert; ebenso über die potentiell schützende Eigenschaften bei der Entstehung von Osteoporose. In der Homöopathie gehören Kopfschmerzen, Verdauungsschwäche und Hautausschläge zu den Anwendungsgebieten des Färber-Ginster.

Beschreibung
Insgesamt ist diese Art sehr variabel.
Vegetative Merkmale
Der Färber-Ginster wächst als aufrechter oder aufsteigender und buschig verzweigter Halbstrauch, der Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Die kräftige  Pfahlwurzel weist eine Länge von bis zu 1 Meter auf. Die tief gefurchten Zweige besitzen eine grüne, angedrückt behaarte oder kahle Rinde und sind immer dornenlos. Die wechselständigen Laubblätter sind wintergrün. Die einfache und ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von etwa 45 (50) Millimetern und einer Breite von etwa 10 Millimeter lanzettlich bis elliptisch. Die mit kurzen  Nebenblätter sind lineal-pfriemlich.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis August. In endständigen, 3 bis 6 Zentimeter langen,  traubigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter  Blütenhülle. Der Kelch ist kahl bis behaart. Die 8 bis 16 Millimeter lange, gelbe Krone ist kahl.
Die  Hülsenfrüchte sind kahl.  Fruchtreife ist von August bis September.



BACHBLÜTEN
Ich fühle mich wie in einer Starre (3 Beech)
- Diese Menschen haben das Gefühl wie in einer Starre und sind gelähmt etwas zu machen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Starre bzw. Gelähmtheit besiegen


BACHBLÜTEN
Man gibt sich oft nach außen hin stärker, als man ist, ruft deshalb keine unmittelbare Anteilnahme hervor (14 Heather)
- Diese Menschen wirken äußerlich stark und gefasst, als sie wirklich sind und rufen deshalb keine
 unmittelbare Anteilnahme hervor
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Schwachheit, wenn es nötig ist zeigen und man
 nimmt Anteil an ihrem Schicksal


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