Direkt zum Seiteninhalt

30.04.2020

tägliche News > April > 27.04.20 - 03.05.20
Salbei
 
Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter. Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung. Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann. Viele Arten werden seit dem Altertum als Heilpflanzen genutzt, darunter der für Küche und Medizin wichtige Echte Salbei. Die Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen verwendet.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Halsschmerzen, Schwitzen
 
Heilwirkung: adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend,
harntreibend, krampflösend, tonisierend
 
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Blähungen, Bronchitis, Depressionen,
Diabetes (unterstützend in leichten Fällen), Durchfall, Eitrige Geschwüre, Ekzeme, Erkältungen, Erysipel, Fußschweiß, Gürtelrose, Gallenschwäche, Gedächtnisschwäche, Gesichtsrose, Gicht, Haarausfall, Hauterkrankungen, Heiserkeit, Hemmt die Milchsekretion,  Hitzewallungen, Husten, Insektenstiche, Kehlkopfkatarrh,  Keuchhusten, Leberschwäche, Lungenschwäche, Magenbeschwerden, Mandelentzündungen,  Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Mundschleimhautentzündungen, Nachtschweiß, Nervenschwäche, Rachenentzündungen, Raucherhusten,  Rheuma, Schlecht heilende Wunden, Schmerzhaft geschwollene Brüste, Starkes Schwitzen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Weißfluss, Wunden, Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen
 
wissenschaftlicher Name: Salvia officinalis
 
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
 
englischer Name: Sage
 
volkstümliche Namen: Altweiberschmecken, Edelsalbei, Echter Salbei, Garten-Salbei, Gschmackblatteln, Königssalbei, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut, Sälvel, Salf, Salfat, Salser, Scharleikraut, Selve, Zaffe, Zuffen, Zupfblatteln
 
falsche Schreibweisen: Saibei
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
 
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, d-Kampfer, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Flavonoide, Fumarsäure, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Oleanolsäure, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Terpineol, Thujon, Thymol, Zink, Vitamine
 
Sammelzeit: Mai oder September (vor oder nach der Blüte)

 
 
Anwendung
 
Salviaarten werden vielseitig genutzt. Durch den hohen Anteil ätherischer Öle in diversen Salbeiarten gibt es unterschiedliche Verwendungen. Heilend wirken neben den ätherischen Ölen auch die Gerbstoffe. Der Gattungsname Salvia stammt vom lateinischen Wort salvare für heilen und deutet auf die Heilkraft verschiedener Salbei-Arten oder als Salbei bezeichneter Arten hin. In der traditionellen chinesischen Medizin werden beispielsweise Salvia aerea, Salvia chinensis, Salvia kiangsiensis, Salvia plectranthoides, Salvia trijuga, Salvia umbratica verwendet. Der Echte Salbei war bereits im Altertum bekannt und wurde im Mittelalter von Mönchen über die Alpen gebracht. Dieser wird vielseitig genutzt, einerseits als Küchengewürz und andererseits in der Heilkunde. Die Blätter und Blüten wer-den roh oder gegart gegessen. Die sehr aromatischen Blätter werden zum Wür-zen von gekochten Speisen verwendet. Die Blätter wirken verdauungsfördernd und werden daher bei schweren, fettigen Speisen verwendet. Die Salbeiblätter verleihen herzhaften Gerichten einen wurstähnlichen Geschmack. Die jungen, frischen Laubblätter und Blüten können roh, überbrüht oder eingelegt gegessen werden. Über Salate gestreut ergänzen sie ihn mit Farbe und Duft. Auch alkoholische Zubereitungsformen sind seit dem Mittelalter bekannt. Aus den frischen oder getrockneten Blättern brüht man Kräutertee auf. Aus den oberirdischen Pflanzenteilen wird ein ätherisches Öl, das Salbeiöl, gewonnen. Das Salbeiöl wird beispielsweise verwendet um Eiscreme, Süßigkeiten und Gebäck zu aromatisieren. Wenn man die Blattoberseite über die Zähne und das Zahnfleisch reibt, sind sie optimal gereinigt; wobei die Sorten mit purpurfarbenen Laubblättern bessere Ergebnisse bringen, da diese Blätter zäher sind. Das ätherische Salbeiöl wird auch in der Parfümherstellung verwendet, und in Haarwaschmitteln soll es besonders gut für dunkles Haar sein. Pflanzenteile des Echten Salbeis werden als „Kompostaktivator“, meist gemeinsam mit Pflanzenteilen anderer Pflanzenarten, verwendet, damit die bakterielle Aktivität erhöht wird, um den Kompostiervorgang zu beschleunigen. Es wird behauptet, lebende oder getrocknete Pflanzen würden Insekten vertreiben. Das ist auch der Grund, warum man manchmal Echten Salbei zwischen Kohl und Möhren pflanzt. Früher wurde der Echte Salbei in Räumen verteilt, oder es wurde damit geräuchert, um sie zu desinfizieren. Als Räuchermittel wurden dabei vor allem die getrockneten Salbeiblätter verwendet. Es gibt einige Sorten, auch mit unterschiedlichen Blattfarben, die neben dem Einsatz als Gewürz- und Heilpflanze auch als Zierpflanze verwendet werden. Die Unterarten Lavendelblättriger Salbei und Küchen-Salbei werden etwa gleich vielseitig genutzt.
 
Die bekanntesten Einsatzgebiete des Salbeis beruhen auf seiner schweißhemmenden Wirkung und den Heilkräften bei Halsschmerzen. Doch der Salbei kann viel mehr. Man kann ihn bei fast alle Erkrankungen einsetzen, sagt zumindest der Volksmund.
 
Innerlich als Tee
 
Als Tee kann man den Salbei gegen Halsentzündungen aller Art trinken. Er hilft auch bei Husten, Kehlkopfentzündungen und andere Erkältungserscheinungen. Man kann den Salbeitee auch in Fällen von Keuchhusten und Raucherhusten trinken.
 
Er stärkt die Funktion der Lungen. Sänger und Sprecher können den Salbeitee bei Heiserkeit und Kehlkopfentzündung anwenden.
 
Der Salbeitee hilft auch bei der Verdauung, er stärkt den Magen und regt die Verdauungstätigkeit an. Er fördert den Stoffwechsel und hilft auch dabei Übergewicht abzubauen.
 
Bei zu starkem Schwitzen hemmt Salbeitee die Schweißbildung. Diese Fähigkeit kann man beispielsweise in der Pubertät nutzen, oder auch während der Wechseljahre, wenn man durch die Hormonumstellung zu Hitzewallungen und Schweißattacken neigt. Auch Nachtschweiß kann man mit Salbeitee lindern. Da der Salbei östrogenartige Substanzen enthält, hilft er bei allerlei Wechseljahresbeschwerden und auch Menstruationsbeschwerden in jüngeren Jahren.
 
Bei stillenden Müttern bremst Salbeitee die Milchproduktion, was vor allem in der Abstillphase sehr nützlich sein kann und Milchstau verhindern hilft.
 
Zusammen mit Schafgarbe und Birkenblättern kann man Salbeitee bei Diabetes trinken. Man kann damit zwar keine schweren Fälle heilen, aber man kann die sonstige Behandlung und Diät unterstützen.
 
Äußerlich als Tee
 
Den Salbei kann man äußerlich als Waschung, für Spülungen und für Bäder anwenden. Er hilft in dieser Form gegen schlecht heilende Wunden, Ekzeme und Geschwüre. Die Wirkung von Insektenstichen kann gemildert werden. Auch die Schwitzneigung kann man durch Salbeiwaschungen oder Bäder bremsen, beispielsweise bei Fußschweiß. Spülungen mit Salbeitee helfen bei Weißfluss. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischentzündungen kann man den Mund mit Salbeitee ausspülen.
 
Ätherisches Öl - innerlich
 
Das ätherische Öl des Salbeis kann in niedriger Dosis innerlich eingenommen werden, wenn man über hochqualitatives Salbeiöl verfügt. Es wirkt kräftigend, appetitanregend und krampflösend. Bakterien werden abgetötet und Entzündungen gebremst. Auch als ätherisches Öl hemmt der Salbei die übermäßige Schweißbildung. Bei Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Salbeiöl inhalieren.
 
Ätherisches Öl - äußerlich
 
Äußerlich wirkt das ätherische Salbeiöl bei verdünnter Anwendung wundheilend und adstringierend. Es lindert rheumatische Schmerzen.
 
Achtung! Das ätherische Salbeiöl kann bei entsprechend empfindlichen Menschen epileptische Anfälle auslösen!
 
Andere Anwendungen
 
Gekaute Salbeiblätter helfen gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Wenn keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch Salbeikauen auch die Zähne reinigen.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Salbei kommt ursprünglich aus Gebirgen in Südeuropa. Er gedeiht jedoch auch in warmen Gegenden Mitteleuropas sehr gut. Er ist ein ausdauernder Halbstrauch, dessen untere Stängel verholzen. Die länglichen, schmalen Blätter stehen gegenständig und sind weich und filzig. Im Frühling sind die Blätter grau-grün, im Herbst bis zum Frühjahr sind sie eher silbrig. Ab Mitte Mai oder Juni blüht der Salbei. An den Spitzen der Stängel stehen die hellvioletten Lippenblüten in Quirlen. Meistens gruppieren sich sechs bis zehn Blüten zu einem Quirl. Der Geruch des Salbeis ist herb und kampferartig. Der Geschmack ist leicht bitter, adstringierend und auch kampferartig.

Teebaum
 
Das ätherische Öl vom Teebaum, häufig auch Tea-Tree genannt, ist ein wahrer Tausendsassa unter den ätherischen Ölen. Dank seiner keimtötenden Wirkung und einfacher Anwendung hat sich das Teebaum-Öl, das ursprünglich aus Australien stammt, einen festen Platz in den meisten Hausapotheken gesichert. Der Name Teebaum (Tea Tree) entstand, als Captain Cook bei seiner Erforschung von Australien im 18. Jahrhundert die Blätter des Teebaums als Kraut für seinen Tee benutzte. Der Tee schmeckte erfrischend und würzig. Auch Bier wurde aus den Teebaumblättern gebraut, doch das fand bei der Namensgebung keine Berücksichtigung.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Desinfektions-Mittel
 
Heilwirkung: antibakteriell, antiseptisch, virostatisch, antiviral, pilztötend, antimykotisch, fungizid, parasitizid, desinfizierend, entzündungshemmend, wundheilend immunstimulierend, schmerzlindernd, juckreizlindernd, schleimlösend
 
Anwendungsbereiche: Abwehrschwäche, Halsschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Wunden, Schnittverletzungen, Splitter, Juckreiz, Hautentzündungen, Herpes, Lippenbläschen, Fußpilz, Hautpilze, Muskelkater, Akne,
Pickel, Mitesser, Furunkel, Abszess, Mundschleimhautgeschwür, Zahnfleischentzündung, Mundfäule, Insektenstiche, Leichte Verbrennungen, Brandwunden
 
wissenschaftlicher Name: Melaleuca alternifolia
 
Pflanzenfamilie: Myrtengewächse = Myrtaceae
 
Verwendete Pflanzenteile: Ätherisches Öl, Blätter
 
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Terpine, Cineol

 
 
Anwendung
 
Möglicherweise nutzten die Aborigines traditionell die Blätter kleinblättriger Tee-baumarten wie Melaleuca alternifolia als Wundauflage. Eine kommerzielle Nutzung des Australischen Teebaums für die Ölproduktion begann, nachdem A. R. Penfold in den 1920er Jahren im Rahmen einer größeren Untersuchung der ätherischen Pflanzenöle Australiens medizinische Eigenschaften beschrieb. Anfänglich wurde das Teebaumöl noch aus Wildbeständen gewonnen. Das Pflanzenmaterial wurde von Hand geschnitten und vor Ort in behelfsmäßigen, mobilen, holzbefeuerten Busch-Unterständen destilliert. Auf diese Weise produzierte die Industrie über mehrere Jahrzehnte Teebaumöl. Melaleuca alternifolia ist die wirtschaftlich wichtigste Art unter den Teebaumarten. Für (alter-nativ-)medizinische Zwecke wird Teebaumöl hauptsächlich aus der Teebaumart Melaleuca alternifolia gewonnen. Teebaum wird in erster Linie als ätherisches Öl eingesetzt.
 
Unverdünnt
 
Das unverdünnte Öl kann man tropfenweise gegen Schnitte, leichte Verbrennungen, Herpes, Insektenstiche oder Fußpilz anwenden. Besonders empfindliche Haut kann gereizt auf die unverdünntes Teebaum-Öl reagieren.
 
Verdünnt in Wasser
 
Fünf bis zehn Tropfen Teebaumöl auf ein Glas Wasser eignen sich zum Gurgeln und Mundspülen. Diese Anwendungsform hilft bei Halsschmerzen, Mundgeschwüre, Mundgeruch und Zahnfleischinfektionen.
 
Als Badezusatz
 
Etwa zehn Tropfen Teebaumöl auf eine Wanne voll Badewasser ergibt ein Teebaumbad.
 
Als Kompresse
 
Tauche ein sauberes Stück Stoff oder Watte in heißes Wasser und tropfe etwa fünf Tropfen Teebaumöl darauf. Lege diese Kompresse auf die zu behandelnde Stelle, beispielsweise einen Abszess, einen Splitter, einen Furunkel.
 
Als Dampfbad
 
Fülle eine Schüssel mit heißem (kochendem) Wasser und füge etwa 5 Tropfen Teebaumöl hinzu. Beuge dich über die Schüssel und lege ein großes Handtuch über deinen Kopf und die Schüssel. Atme dann den heißen Teebaum-Dampf ein. Diese Behandlung erleichtert die Atmung, hilft beim Abhusten, bei Schnupfen und Nasennebenhöhlen-Entzündung. Auch bei Hautunreinheiten ist so ein Dampfbad sehr hilfreich.
 
Als Massageöl
 
Mit 100 ml fettem Öl (z.B. Mandelöl) und etwa 50 Tropfen Teebaumöl kann man ein Massageöl mischen. Dieses Öl kann man verwenden, um größere Körperbereiche damit einzureiben. Es hilft bei Juckreiz, entzündete Haut, Muskelschmerzen und Sonnenbrand.
 
In Cremes und Salben
 
Einige Tropfen Teebaumöl kann man in Cremes und Salben einarbeiten. Die Wirkung entspricht der sonstigen Wirkung des Teebaumöls. Als Creme eignet es sich beispielsweise besonders zur unterstützenden Behandlung von Akne.
 
Anwendung der Blätter
 
Falls man die Blätter des Teebaum erhalten kann, kann man aus diesen einen Tee kochen und trinken. Dieser Tee steigert unter anderem das Immunsystem.
 
Zerstoßen kann man die Blätter äußerlich als Brei anwenden.
 

Pflanzenbeschreibung
 
Der Teebaum wächst in sumpfigen Gegenden von Australien. Er ist ein dürrer Baum bzw. Busch aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) von bis zu 7m Höhe. Seine Blätter sind schmalblättrig, weich und hellgrün und seine Rin-de ähnelt Papier. Das ätherische Öl sitzt in drüsenartigen Knoten in den Blättern. Die Blüten des Teebaums sind sehr klein und gelb oder cremefarben.

Bachblüten
 
Ich kann meine Gefühle nicht loslassen (6 Cherry Plum)
 
-        Diese Menschen können ihre Gefühle einfach nicht loslassen   
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das Gefühl des nicht loslassens ablegen           
Bachblüten
 
Man stürzt sich lieber gleich in eine neue Erfahrung anstatt die letzte erst einmal  auf sich wirken zu lassen (7 Chestnut Bud)
 
-        Diese Menschen stürzen sich lieber in neue Erfahrungen, anstatt, das erlebte zu verarbeiten    
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte stürzen sie sich kaum wieder in etwas hinein und lassen es auf sich wirken       
Lagerung von Getreide
 
Papier- und Leinsäcke eignen sich gut für die Aufbewahrung von Getreide. Es soll an einem Kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Vollkommene und teil ausgesiebten mehl sollten ebenfalls kühl und trocken, aber nicht lange Aufbewahrt wer-den, da der Keim ranzig werden könnte.
Zurück zum Seiteninhalt