Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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30.03.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > März > 27.03.17-02-04-17


Wildes Stiefmütterchen
    
Das Wilde Stiefmütterchen
, im Volksmund auch Ackerveilchen, Muttergottesschuh, Mädchenaugen, Schöngesicht oder Liebesgesichtli, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Veilchengewächse. Das Stiefmütterchen kennt fast jeder aus unseren Gärten und Blumenbeeten selbst neben Straßen. Es ist eine sehr beliebte Zierpflanze, um dem frühen Frühling und dem Herbst etwas bunte Blüten-Farbe zu verleihen. Dass es auch wilde Stiefmütterchen gibt, weiß kaum jemand, denn diese sind nicht so häufig, wie ihre gezüchteten Vettern. Die wilde Form des Stiefmütterchens ist sogar eine vielfältige Heilpflanze, die dank ihrer milden Eigenschaften vor allem den Kindern gute Dienste erweisen kann. Das Stiefmütterchen hilft gegen Husten, Probleme der Harnorgane, ein empfindliches Nervensystem und kann auch viele Hautbeschwerden lindern.

Steckbrief

Heilwirkung:
antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweißtreibend, Husten, Asthma, Bronchitis, Keuchhusten, Herzbeschwerden, Arteriosklerose, Verstopfung, Durchfall, Darmkolik, Blasenentzündung, Bettnässen, Blasengries, Nierenschwäche, Stoffwechsel anregend, Gelenkentzündungen, Rheuma, Gicht, Nervosität, Nervenentzündungen, Schlaflosigkeit,
Fieberkrämpfe, Müdigkeit, Hautleiden, Ekzeme, Psoriasis, Herpes, Säuglingsekzeme, Milchschorf, Eitergrind, Akne, Unreine Haut, Hautausschläge
wissenschaftlicher Name:
Viola tricolor
Pflanzenfamilie:
Veilchengewächse = Violaceae
englischer Name:
Heartsease
volkstümliche Namen:
Ackerveilchen, Dreifaltigkeitsblume, Jelängerjelieber, Kathrinchen, Samtblümlein, Samtveigerl, Siebenfarbenblume, Stiefkinder, Tag- und Nachtblümlein, Unnütze  Sorge
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Anthocyanin, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Gaultherin, Methylsalicylat, Myrosin, Odoratin, Salicin, Salizylsäure, Saponine, Schleim, Violaxanthin, Violanin, Violaquercitrin, ätherisches Öl
Sammelzeit:
Kraut: März bis August, Wurzel: August und September

Anwendung

Das Wilde Stiefmütterchen enthält in etwa 10% Schleimstoffe bestehend aus Glucose, Galactose, Arabinose und Rhamnose, sowie Gerbstoffe, Salicylsäure und deren Derivate, wie Salicylsäuremethylester. Daneben enthält sie die Droge Phenolcarbonsäuren, wie Kaffee- und Cumarsäure, sowie Flavonoide wie  Quercetin, Luteolin und Rutin. Aus der Droge wurden bisher verschiedene Carotinoide: Violaxanthin, Antheraxanthin, Lutein, Zeaxanthin und Beta-Carotin. Auch konnten Anthocynidine und Cumarine, wie das Umbelliferon, nachgewiesen werden. Das Wilde Stiefmütterchen enthält entgegen früheren Literaturangaben keine Saponine, sondern hämolytisch aktive Peptide. Als pharmazeutische Drogen dienen die getrockneten oberirdischen Teile der blühenden Pflanze. Stiefmütterchenkraut mit Blüten verwendet man innerlich und äußerlich bei leichten, seborrhoischen Hauterkrankungen mit Schuppenbildung, Juckreiz, Milchschorf der Kinder, auch Akne. Auf welchen Inhaltsstoffen die Wirkung beruhen könnte, ist bisher nicht bekannt; in der Volksmedizin gilt die Droge allgemein als „blutreinigend“ oder „stoffwechselanregend“. Auch bei rheumatischen Beschwerden, Katarrhen der Atemwege und fieberhafte Erkältungskrankheiten wird die Droge traditionell genutzt. Entzündungshemmende und schleimlösende sowie den Hustenreiz lindernde Wirkungen erscheinen von den Inhaltsstoffen (Salicylsäurederivate, Schleimstoffe) her plausibel. Die antimikrobielle Wirkung konnte für verschiedene Extrakte nachgewiesen werden. Für den wässrigen Extrakt aus Stiefmütterchenkraut konnte in vitro (d. h. außerhalb eines lebenden Organismus) eine immunsuppressive Wirkung festgestellt werden, welche die Frage nach dem möglichen Einsatz bei Erkrankungen, die mit einem überreaktiven Immunsystem einhergehen, stellen lässt. Hierzu gibt es bis dato aber keine weitere Forschung. Für die Tinktur aus Viola tricoloris wurde eine schwach diuretische Wirkung beobachtet. Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes veröffentlichte im März 1986 eine (Positiv-)Monographie über Violae tricoloris herba, Stiefmütterchenkraut. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur kam in seiner Beurteilung zur dem Ergebnis, dass es keine Wirksamkeitsnachweise gebe, die einen allgemeinen medizinischen Gebrauch von Stiefmütterchenkraut mit Blüten stützten. Als Zier- und Heilpflanze wird das Wilde Stiefmütterchen seit dem Mittelalter kultiviert und in Großbritannien seit 1810 gezüchtet. Vom wilden Stiefmütterchen wird in der Kräuterheilkunde meistens das Kraut verwendet. Das Garten-Stiefmütterchen hat anscheinend keine deutliche Heilwirkung. In erster Linie wird das Stiefmütterchenkraut zur Anregung des Stoffwechsels verwendet. Doch mit seinen vielfältigen Fähigkeiten kann man es auch für vielerlei Beschwerden einsetzen.
Innerlich als Tee

Aus dem Stiefmütterchen-Kraut kann man einen Tee wahlweise als Kaltauszug oder als Aufguss zubereiten. Auch als Bestandteil von Teemischungen eignet sich das Stiefmütterchen. Der Haupt-Einsatzzweck des Stiefmütterchens ist seine blutreinigende und Stoffwechsel fördernde Wirkung. Man kann es also im Rahmen einer Frühjahrskur zur Stärkung des Stoffwechsels und für die allgemeine Gesundheit einsetzen. Auch Rheuma und Gicht können durch regelmäßigen Stiefmütterchen-Tee gelindert werden. Das Stiefmütterchen wirkt auch leicht harntreibend und antibakteriell, was es zu einem Mittel bei Beschwerden des Harnapparates macht. Dank seiner schleim- und krampflösenden Eigenschaften zusammen mit der entzündungshemmenden Wirkung ist das Stiefmütterchen auch ein gutes Hustenkraut, das man vom normalen Husten bis hin zu Keuchhusten und Asthma einsetzen kann. Auch Arteriosklerose und leichte Herzbeschwerden werden vom Stiefmütterchen gelindert. Selbst das Nervensystem profitiert vom Stiefmütterchen und daher kann man es gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und auch zur Verringerung der Neigung zu Fieberkrämpfen bei Kindern einsetzen. Überhaupt ist das Stiefmütterchen eine gute Kinder-Heilpflanze, denn es ist milde und lindert viele Beschwerden der Kinder.
Äußerlich als Tee

Stiefmütterchentee kann man auch äußerlich für Waschungen und Umschläge verwenden. Er kann ein breites Spektrum von Hautproblemen lindern, beispielsweise Ekzeme, Schuppenflechte oder Herpes. Auch gegen Hautprobleme im Säuglingsalter kann man Stiefmütterchen versuchen. Die Volksheilkunde empfiehlt es gegen Milchschorf und Windeldermatitis.
Äußerlich als Pulver

Das trockene Pulver des Krautes empfiehlt die Volksheilkunde zum Streuen in Wunden. Zusammen mit Honig kann man aus dem Pulver eine Art Salbe zur Behandlung von alten Wunden machen.

Pflanzenbeschreibung

Vegetative Merkmale

Das Wilde Stiefmütterchen ist eine einjährige bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimetern erreicht. Diese Halbrosettenpflanze bildet keine unterirdischen Ausläufer. Die Stängel sind aufsteigend bis aufrecht und meist verzweigt. Die unteren Blätter sind herzförmig bis eiförmig, stumpf und gekerbt. Die Nebenblätter sind tief fingerförmig gelappt. Der Endabschnitt ist größer als die anderen. Er ist lanzettlich und ganzrandig oder gekerbt.
Generative Merkmale

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Beim Wilden Stiefmütterchen sind gewöhnlich die oberen zwei Kornblätter blauviolett, das untere gelb und die beiden seitlichen weiß oder auch blau-violett – also blüht es dreifarbig („tricolor“). Gleichzeitig kann man zum Blütenzentrum hin eine dunkle, strichförmige Aderung sehen, die den Insekten – vor allem Hummeln und Bienen – als Orientierungshilfe bei der Nektarsuche dienen. Allerdings können auch bei dem nahe verwandten Acker-Stiefmütterchen  die oberen Kronblätter violett überlaufen sein. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Blütenökologisch handelt es sich um Lippenblumen mit Streukegel vom Viola-Typ. Das Wilde Stiefmütterchen ist selbststeril und die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Narbengrube ist auch durch eine lippenförmige Klappe gegen hereinfallenden Pollen und damit bei Selbstbestäubung  geschützt. Die Kapselfrüchte sind höchstens so lang wie der Kelch, kahl und aufspringend. Die Samen sind birnenförmig, gelb, mit kleinem Elaiosom. Das wilde Stiefmütterchen ist in Mitteleuropa heimisch. Es wächst im Flachland und auch in gebirgigen Gegenden. Als Zierpflanze ist eine Zuchtform in den meisten Hausgärten anzutreffen. Das Stiefmütterchen ist einjährig und wird etwa zwanzig Zentimeter hoch. Der Stängel ist kantig und hohl. Die Blätter haben lange Stiele und sind ei- oder herzförmig. Sie sind leicht eingekerbt. Die Blüten wachsen an langen Stielen und sind mehrfarbig. Beim Acker-Stiefmütterchen haben die Blüten meistens vorwiegend Gelbtöne, beim Wiesen-Stiefmütterchen, das auch gerne in den Bergen wächst, haben die Blüten auch violette Anteile. Die Blüten sind zur Mitte hin symetrisch, aber oben und unten sehen sehr verschieden aus. Die oberen beiden Blütenblätter sind ein wenig wie zwei große Ohren. Unten wachsen drei Blütenblätter, von denen das mittlere meistens das größe ist. Das wilde Stiefmütterchen hat einen kleinen Bruder, das Acker-Stiefmütterchen, das ähnliche Heilwirkungen hat, jedoch weniger bekannt ist. Eine Pflanzenart, die dem Stiefmütterchen sehr ähnlich ist, ist das Hornveilchen (Viola cornuta). Sie wird als Zierpflanze angepflanzt.




Wolfstrapp  

Wolfstrapp ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Lippenblütengewächse.  

Steckbrief

Heilwirkung:
Herzstörungen, Nervosität
wissenschaftlicher Name:
Lycopus europaeus
Verwendete Pflanzenteile:
Blühendes Kraut
Sammelzeit:
Juli bis September

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blätter

Lycopus-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden lange Rhizome. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die Blattspreiten sind einfach und gezähnt oder fiederspaltig.
Blütenstände und Blüten

Viele Blüten stehen in sitzenden Scheinquirlen zusammen. Die Tragblätter sind laubblattähnlich und werden einfacher und kleiner je weiter oben sie am Stängel stehen. Die ungestielten Blüten stehen über winzigen Deckblättern, wobei die äußeren mindestens gleich lang wie die Kelchblätter sind. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die innen kahlen Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen und enden in vier oder fünf Kelchzähnen, die alle gleich sind oder einer davon ist länger. Der Kelch ist mehr oder weniger radiärsymmetrisch. Die fünf Kronblätter sind glockenförmig verwachsen mit zottig behaartem Schlund. Die zygomorphe Blütenkrone ist zweilippig. Die Oberlippe ist ganzrandig oder ausgerandet. Die Unterlippe ist dreilappig, dabei ist der mittlere Kronlappen länger als die beiden seitlichen. Von den vier Staubblättern sind nur beiden oberen fertil, gerade und ragen aus der Blütenkrone etwas heraus. Die beiden unteren Staubblätter sind rudimentäre und kurze oder fadenförmige, unfruchtbare Staminodien mit keulenförmigem oder kopfigem oberen Ende. Die Staubfäden sind kahl und die Staubbeutel bestehen aus zwei anfangs parallelen Theken, die später auseinanderweichen. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen; er ist durch falsche Scheidewände in vier Kammern gegliedert. Der Griffel überragt die Blütenkrone und endet in zwei Narbenlappen, die abgeflacht sind sowie spitz enden; sie sind gleich oder der untere ist kleiner.
Früchte

Die vierteiligen Klausenfrüchte zerfallen in vier einsamigen Teilfrüchte. Die einzelnen Klausen sind braun, abgeflacht, auf der Oberseite mehr oder weniger gerippt und kahl oder auf der Oberseite drüsig; ihre Basis ist keilförmig, das obere Ende gestutzt und der Rand verdickt.



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