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Spirulina
Spirulina ist eine blau-grüne, spiralförmige Mikroalgenart (Cyanobakterien), die aus alkalischen Warmwasserseen vulkanischen Ursprungs (Sodaseen) stammt. Genutzt wird die Pflanze schon seit Jahrhunderten in Zentralamerika (Azteken) und Afrika (Tschadsee-Völer). Seit den 60ern wird Spirulina in den Industrienationen als Nahrungsergänzung genutzt.
Spirulina ist eine Gattung der Cyanobakterien (früher als „Blaualgen“ bezeichnet). Bis zu 35 Arten werden unterschieden, es ist jedoch unklar, ob nicht diese 35 Arten möglicherweise doch alle derselben Art angehören, da Spirulina ihre Gestalt in Abhängigkeit vom Nährstoffgehalt und pH-Wert des Wassers ändert. Spirulina ist im Handel auch in der Kategorie „Mikroalgen“ als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Schadstoffe zu binden, Schwermetalle auszuleiten (Ausleitung von Amalgam, Cadmium, ...)
Den Körper im Kampf gegen Krebs zu stärken, Stärkung des Immunsystems, die negativen Folgen von Stress zu mildern
wissenschaftlicher Name: Spirulina platensis
Verwendete Pflanzenteile: Die ganze Alge
Inhaltsstoffe: Pflanzeneiweiß (alle 8 essentielle Aminosäuren), Mineralien (Calcium, Magnesium, Silizium, ...), Spurenelemente (Eisen, Chrom, Zink, ...), Vitamine (Vitamin B-Komplex, Vitamin E und D, Folsäure), Provitamin A (Beta Carotin), Vitamin B12 (sinnvoll für Veganer), ungesättigte Fettsäuren (Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren), Polycaccharide, sekundäre Pflanzenstoffe (Chlorophyll, den blauen Farbstoff Phycocyanin)
 
Anwendung
Spirulina wird meistens durch Sprühtrocknung bei ca. 50-55° C getrocknet und in Tablettenform verkauft, da Spirulina nicht gut schmeckt. Durch die Kombination in einem günstigen Verhältnis können die Inhaltsstoffen gut vom Körper aufgenommen werden. Im Gegensatz zu Meeresalgen ist der Jodanteil sehr gering und damit eine Überversorgung durch Jod nicht möglich. Jährlich werden etwa 3000 Tonnen Rohmasse Spirulina platensis aus kommerziellem Anbau als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Spirulina ist in Deutschland wie auch die Süßwasseralge Chlorella in Form von Pulver oder Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und wird in (Bio-)Lebensmitteln als nährstoffreiche Zutat verarbeitet (Nudeln, Fruchtriegel, Getränkepul-ver etc.). Spirulina ist auch Bestandteil vieler Fischfutter und einiger Katzenfuttermittel. Andere Verwendung findet man in der Biotechnologie und in der Biotechnik, wo Spirulina unter anderem als Biokatalysator in Fermentationsprozessen und zur Energiegewinnung verwendet wird.
Nahrungsergänzung
Bei Spirulina-Produkten als Nahrungsergänzungsmittel wird der Eiweißgehalt und Vitamin B12-Gehalt ausgelobt. Die Dosis, die über Nahrungsergänzungsmittel bei Einnahme der höchsten empfohlenen Dosis aufgenommen wird, ist jedoch so gering, dass sich die ergänzende Eiweißzufuhr in der Regel kaum bemerkbar macht. Das manchmal gesondert ausgezeichnete Chlorophyllfindet sich in jedem Lebensmittel mit grünen Pflanzenteilen. Die Auslobung von Vitamin B12 gilt als irreführende Werbung, wenn mit krankheitslindernden Effekten geworben wird. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kam nach Auswertung der vorgelegten Studien von Herstellern zu dem Schluss, dass Spirulina-Kapseln keine Auswirkung auf die Glucose-Konzentration im Blut bei Diabetikern besitzen. Nach der Health-Claims-Verordnung dürfen die Nahrungser-gänzungsmittel diesbezüglich nicht mehr beworben werden.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Bakterium bildet mehrzellige, wendelförmige Mikrofilamente. Die zylindrischen Zellen haben einen Durchmesser von etwa 1 bis 5 μm und eine Länge (Höhe) von etwa 1 bis 3 µm. Sie sind hintereinander ange-ordnet in langen, rechts- oder linkshändig wendelförmigen Filamenten mit einer Länge von 0,5 mm oder mehr und einem Wendeldurchmesser von 5 bis 40 μm. Das Längenwachstum der Filamente ist mit Zellteilung verbunden, ihre Vermehrung erfolgt durch Zerfall der Filamente. Spirulina ist oxygen photosynthe-tisch und enthält nur Chlorophyll a, das auch bei Pflanzen vorkommt. Da Spirulina zu den Prokaryoten gehört, ist das Chlorophyll jedoch nicht wie bei den eukaryoten Pflanzen in organisierten Zellstrukturen, den Chloroplasten, lokalisiert, sondern es befindet sich in Membranen, die über fast die ganze Zelle verteilt sind. Spirulina erhält durch weitere Pigmente, die das Chlorophyll-Grün überlagern, einen grün-bläulichen Farbton. Die Spirulina-Filamente bilden Decken wie andere fädige Cyanobakterien. Infolge der Alkalisierung durch Verbrauch von Kohlenstoffdioxid kann darin Calciumcarbonat abgeschieden werden. Man nimmt an, dass auf diese Weise so genannte Stromatolithen entstehen und auch in früheren geologischen Zeiten entstanden sind. Die ältesten bekannten Stromatolithen kommen in Gesteinsschichten vor, die vor über drei Milliarden Jahren im Präkambrium entstanden sind. Dies lässt vermuten, dass oxygen-photosynthetische, Kohlenstoffdioxid-assimilierende Mikroorganismen, möglicherweise Cyanobakterien, dazu beigetragen haben, die kohlenstoffdioxidreiche Ur-Erdatmosphäre mit Sauerstoff (O2) anzureichern, ihren Kohlenstoffdioxid-Gehalt zu vermindern und ihr so die heutige Zusammensetzung zu verleihen.
Die Mikroalge Spirulina ist blau-grün. Wegen des blauen Farbstoffes wird sie auch Cyanobakterium genannt. Sie ist keine richtige Pflanze. Spirulina stammt ursprünglich aus warmen Vulkanmassen, die Soda enthalten.
Angebaut wird Spirulina in Aquakulturen in warmen Ländern mit sehr viel Sonne, der Anbau ist recht einfach. Die Anbaumethoden reichen von indutriellem Anbau mit synthetischem Dünger, Pestiziden u.a. bis hin zum streng überwachten ökologischem Anbau, entsprechend groß ist die Bandbreite der Produkte.

Rauwolfia ttt
Die Rauwolfia ist eine alte, stark wirkende Heilpflanze, die vor allem gegen Herzbeschwerden eingesetzt wird. Die Pflanze, die aufgrund ihrer gewundenen Wurzel auch Schlangenwurzel genannt wird, ist in Asien heimisch. Dort wird sie auch traditionell häufig angewendet, besonders auch in der Ayurveda-Heilkunde. Da die Rauwolfia giftig ist, sollte sie nur mit ärztlichem Rat angewendet werden.
Die Indische Schlangenwurzel, auch Wahnsinnskraut, Schlangenholz, Indische Schlangenwurz oder Java-Teufelspfeffer genannt, gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Sie ist jedoch nicht identisch mit der als Amerikanische-, Schwarze- oder Wilde Schlangenwurzel bezeichneten Trauben-Silberkerze. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist sie mit der oft auch als Schlangenholz bezeichneten Art Brosimum guianense, einem südamerikanischen Baum.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Bluthochdruck
Heilwirkung: abführend, beruhigend, blutdrucksenkend, gefäßerweiternd, krampflösend, pulssenkend, stimmungsaufhellend
Anwendungsbereiche: Allergien, Angst, Asthma, Depressionen, Ekzeme, Epilepsie, Fieber, Heuschnupfen. Hypochondire, Insektenstiche, Magengeschwür, Nervosität, Niedriger Blutdruck, Ödeme, Schlaflosigkeit, Schlangenbisse, Unruhe, Verstopfung, Wechseljahresbeschwerden, Würmer, Zwölffingerdarmgeschwür
wissenschaftlicher Name: Rauwolfia serpentina
Pflanzenfamilie: Hundsgiftgewächse = Apocynaceae
englischer Name: Indian Snakeroot
volkstümlicher Name: Schlangenwurz, Indische Schlangenwurzel, Java-Teufelspfeffer, Pagal-Ka-Dawa, Schlangenholz, Wahnsinnskraut
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Monoterpen-Indolalkaloide, Papaverin, Reserpin, Rescinnamin, Raupin, Raubasin, Ajmalin, Ajmalicin, Stigmasterol, Thebain, Yohimbim
Sammelzeit: Herbst
 
Anwendung
Die Rauwolfia wird vorwiegend als Fertigpräparat eingesetzt. Sie ist eine so stark wirkende Heilpflanze, dass sie in höheren Dosen giftig ist. Daher darf sie nur verwendet werden, wenn sie vom Arzt verschrieben wird (gilt nicht für die homöopathische Anwendung). Anfangs wird meistens mit kleinen Mengen begonnen, bis man die optimale Dosis gefunden hat. Dann nimmt man Rauwolfia-Präparate als Langszeitanwendung bis zu einem Jahr.
Homöopathie
Homöopathisch wird die Rauwolfia in niedrigen Potenzen (D1 - D4) eingesetzt. Die Hauptanwendungsgebiete sind Bluthochdruck, und Depressionen. In diesen niedrigen Potenzen ist die Rauwolfia verschreibungspflichtig (bis einschließlich D3). In D6 wird die Rauwolfia serpentina zur Behandlung von Nervenproblemen verwendet.
Ayurveda
In der ayurvedischen Heilkunde gilt die Rauwolfia als trocken und erhitzend. Obwohl der Geschmack der Wurzel bitter ist, ist ihre Wirkung auf die Verdauung scharf. Pitta wird besänftigt, Vata und Kapha werden verringert. Wegen der beruhigenden Wirkung wird die Rauwolfia im Ayurveda vorwiegend gegen Krämpfe und nervöse Unruhe eingesetzt.
TCM - Traditionelle chinesische Medizin
In der chinesischen Medizin wird die Rauwolfia bei einer Schwäche von Leber-Yin und Nieren-Yin oder einem überstarken Leber-Yang angewendet. Hauptbeschwerden für ihren Einsatz sind Bluthochdruck mit Kopf-schmerzen und Schwindel.
Gegenanzeigen
Rauwolfia-Präparate dürfen nicht bei jedem Patienten angewendet werden, weil sie bei einigen Krankheiten schaden können. Bei folgenden Erkrankungen oder Situationen darf die Rauwolfia nicht angewendet werden: Arteriosklerose der Hirngefäße Nephrosklerose, entzündliche Arterienerkrankungen, Depressionen, Schwangerschaft, Stillzeit
Nebenwirkungen
Weil die Rauwolfia so stark wirkt, kann es zu Nebenwirkungen kommen. Folgende Nebenwirkungen treten bei manchen Anwendern auf: Kreislaufprobleme, Herzprobleme, Muskelschwäche, Alpträume, Ängste, Depressionen, Parkinson-Symptome
Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, sollte man den Arzt aufsuchen und das Mittel in Absprache mit dem Arzt absetzen.
Medizinische Anwendungen
Die Wurzeln der Pflanze (Rauvolfia radix, auch Rauwolfia radix) werden seit Jahrhunderten in der indischen Medizin verwendet und gelangten Anfang des 18. Jahrhunderts auch nach Europa. Bei den medizinisch wirksamen Bestandteilen handelt es sich um etwa 60 verschiedene Alkaloide, genauer um Monoterpen-Indolalkaloide des Yohimban-, Heteroyohimban-, Sarpagan- und Ajmalantyps. Der Gesamtalkaloidgehalt liegt bei 1–2 %. Die beiden Hauptwirkstoffe sind das Reserpin und das Rescinnamin. Weitere Alkaloide sind beispielsweise: Ajmalin, Deserpidin, Serpentin und Yohimbin. Das Alkaloidgemisch wirkt abführend, beruhigend, blutdrucksenkend, krampflösend und stimmungsaufhellend.
 
Geschichtliches
Schon sehr alte ayurvedische Texte aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. erwähnen die Rauwolfia als Heilpflanze. Sie wurde damals gegen Schlafstörungen und Nervererkrankungen eingesetzt. Auch zur Wundheilung wurde die Rauwolfia äusserlich angewendet. Ihren Namen "Rauwolfia" erhielt die Rauwolfia nach dem Arzt und Botaniker Leonard Rauwolf. Der Name wurde der Pflanze von 1703 Charles Plumier verliehen.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Indische Schlangenwurzel ist ein immergrüner, aufrecht wachsender Strauch, der eine durchschnittliche Wuchshöhen von 50 bis 100 cm erreicht. Die Pflanzen enthalten Milchsaft und haben eine glatte weiße Rinde. Die gestielten Laubblätter sind spitzeiförmig und glänzend. Sie bildet zwischen (Februar) April und Mai (Oktober) viele kleine, zwittrige, radiärsymmetrische Blüten aus. Die Kelchblätter sind rötlich. Die weißen Kronblätter sind zu einer Kronröhre verwachsen. Die Kronzipfel überlappen nach links. Es ist nur ein Staubblattkreis vorhanden; die Staubfäden sind sehr kurz. Der Fruchtknoten ist oberständig. Es werden erbsengroße, erst rote, bei der Reife dann schwarze Steinfrüchte gebildet, die etwa 8 mm groß sind.
Die Rauwolfia ist eine tropische Pflanze, die in Asien heimisch ist. Sie wächst in tropischen Gebieten von Nordost-Indien, Himalayaregion und Bangladesh, Sri Lanka und Indonesien. Bei der Rauwolfia handelt es sich um einen Halbstrauch, der bis zu 90 cm hoch wird. Meist ist die Pflanze aber nur etwa einen halben Meter hoch. Die Rinde des unverzweigten Stammes ist weißlich. Die bis zu 15 cm langen entspringen direkt von oberen Ende dieses Stammes. In der Mitte der Blätter erscheinen die weiß-rosanen Blüten, die in einer Trugdolde stehen. Die einzelnen Blüten haben fünf kleine Blütenblätter. Den Beinamen Schlangenwurzel trägt die Rauwolfia, weil ihre Wurzel schlangenartig gewunden ist.

Bachblüten
Mentale Spannungen durch hohes innere Tempo (Impatiens)
Diese Menschen besitzen eine mentale Spannung durch ihr hohes inneres Tempo
Mit der Impatiens können sie die mentale Spannung und das hohe Tempo herunterfahren
Bachblüten
Ich bin gegen mich selbst negativ eingestellt (Larch)
Diese Menschen sind gegen sich selbst negativ eingestellt
Mit der Blüte können sie diese negative Einstellung herunterschrauben
10 Regeln der DGE
DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)
1. Vielseitig essen
2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln
3. Gemüse und Obst – Nimm 5 am Tag
4. Täglich Milch & -produkte, 1-2x pro Woche Fisch, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen
5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmitteln
6. Zucker und Salz in Maßen
7. Reichlich Flüssigkeit
8. Schmackhaft und schonend zubereiten
9. Sich Zeit nehmen und genießen
10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
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