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30,08,2020

tägliche News > August > 24.08.20 - 30.08.20
Sandelholz
Das Rote Sandelholz ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Es kommt endemisch in Indien vor und unterliegt dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Das Holz ist von dunkelroter Färbung und wird unter anderem für Möbel und Schnitzereien oder in Räucherwerk verwendet. Mit dem Sandelholzbaum ist diese Art nicht verwandt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: als Schmuckdroge, blutreinigend, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Pterocarpus santalinus
Verwendete Pflanzenteile: Kernholz
 
Verwendung
Holz
Das Kernholz von Pterocarpus santalinus wird vor allem wegen seiner dunkelroten Farbe und der hohen Dichte geschätzt. Es werden unter anderem Möbel und Musikinstrumente daraus gebaut, zum Beispiel die japanische Shamisen, aber auch Ziergegenstände und Skulpturen. International wird das Holz unter den Namen „red sandalwood“, „red saunders“ oder „red sanderswood“ gehandelt.
Medizin
In Indien werden das Kernholz bzw. Auszüge daraus zur Behandlung von Diabetes eingesetzt. Weiterhin soll es entzündungshemmend und bei Hautkrankheiten wirken. Teilweise wird auch die Rinde für medizinische Zwecke verwendet. In Räucherwerk spielt das Rote Sandelholz ebenfalls eine Rolle, meist ist es in Form von Holzbruchstücken enthalten.
Farbstoff
Früher dienten Extrakte des Holzes zum Färben von Textilien, die Art zählt zu den sogenannten unlöslichen Rothölzern. Mit der Verwendung von synthetischen Färbemitteln verlor diese Färbemethode allerdings an Bedeutung. Hauptfarbstoff im Roten Sandelholz ist das Santalin. Ein Vorteil der Färbung mit Santalin ist, dass keine Beize nötig ist, um die Farbe im Stoff zu fixieren, sondern lediglich eine anschließende Behandlung mit einer sauren Lösung. Aktuell wird der Farbstoff zum Beispiel zum Färben von Getränken in der Lebensmittelindustrie verwendet.
 
Beschreibung
Das Rote Sandelholz wächst als laubabwerfender Baum mit Wuchshöhen um die 10m. Die Netzborke ist bräunlich-schwarz und tief gefurcht. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit meist drei Blättchen. Deren Form ist oval bis rund mit glattem Rand. Die gelben zwittrigen Schmetterlingsblüten sind circa 16 mm groß und leicht duftend. Die Früchte sind geflügelt und inklusive dem Flügel im Durchmesser 3–8cm groß. Jede Frucht enthält einen, selten zwei Samen, die bohnenförmig und rötlich-braun gefärbt sind. Das Holz ist im frischen Zustand leuchtend rot und dunkelt zu rotbraun bis fast schwarz nach. Die Rohdichte reicht von 580 bis 730 kg/m³. Die Gefäße sind zerstreutporig angeordnet und die Holzstrahlen einreihig. Im Querschnitt ist außerdem Axialparenchym erkennbar, das in Bändern und paratracheal (um die Gefäße herum) vorliegt.

Tollkirsche tt
Die Tollkirschen sind eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse. Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die Schwarze Tollkirsche, deren Früchte giftig sind. Die Tollkirsche ist die klassische Gift- und Hexenpflanze Mitteleuropas. Ihre verführerischen, schwarz glänzenden Beeren verlocken Kinder und Erwachsene zum Naschen, aber schon wenige Früchte können einen Menschen töten. Das Gift der Tollkirsche wurde früher zu rituellen Zwecken als Rauschmittel eingesetzt, denn es erzeugt Halluzinationen, hat allerdings auch erhebliche Nebenwirkungen, wie Herzrasen und Mundtrockenheit. Aufgrund der starken Giftwirkung kann man die Tollkirsche nicht als Heilkraut verwenden. Nur in homöopathischer Verdünnung ist sie für die Naturheilkunde nutzbar.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D3!, krampflösend, Asthma, Krampfhusten, Fieber, Darmkrämpfe, Magenkrämpfe, Neuralgien
wissenschaftlicher Name: Atropa belladonna
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Belladonna
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Früchte, Wurzel
Inhaltsstoffe: Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin (alles Alkaloide)
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Tollkirsche nur in   verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
In homöopathischer Verdünnung ab D3 kann Belladonna bei Fieber helfen, vor allem wenn das Gesicht glüht und man rote Backen hat. Sie erleichtert die Atmung bei Asthma und krampfartigem Husten. Auch bei anderen Krämpfen und Neuralgien kann Belladonna helfen. Das reine Atropin Atropin, das in der Tollkirsche enthalten ist, wird in der Notfallmedizin gegen Chemiewaffen eingesetzt, doch das ist kein Einsatzgebiet für den Hausgebrauch. Die Vergiftungserscheinungen durch den Genuss von Tollkirschen-Früchten, Blüten oder Blättern sind zuerst Mundtrockenheit und Herzrasen, bedingt durch die Lähmung des Parasympathikus, der entspannende Teil des vegetativen Nervensystems. Hinzu kommt Unruhe, Schlaflosigkeit und Schluckbeschwerden. Später kommt es zu Halluzinationen, die der Vergiftete für real hält. Anschließend kann es zu tiefem Schlaf kommen, der in Bewusstlosigkeit und möglicherweise Tod münden kann.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Tollkirsche ist eine mehrjährige Pflanze, die in Mitteleuropa heimisch ist. Sie treibt mit einem kräftigen Stängel aus, der sich immer weiter sparrig verzweigt. Die Blätter sind eiförmig. Je ein kleines Blatt steht einem größeren Blatt gegenüber. Im Sommer erscheinen die bräunlichen Blüten, die unter den Blättern hängen. Die Blüten entwickeln sich zu schwarzen, glänzenden Früchten, die viele Samen enthalten. Die Früchte schmecken süß und bitter und enthalten, wie auch alle anderen Pflanzenteile, viele giftige Alkaloide.
Die Arten der Gattung Atropa sind ausdauernde, krautige, aufrecht wachsende Pflanzen, die zwischen 0,3 und 1,5 (selten 2) m hoch werden. Sie können seitliche Rhizome ausbilden, sind kahl oder dicht bis spärlich drüsig behaart. Die Trichome treten in drei verschiedenen Typen auf: langstielig und mit einzelligen Köpfen, langstielig und mit vielzelligen Köpfen, sowie ein Trichomtyp, bei dem die öligen Sekrete zunächst durch die Cuticula nach außen gegeben werden, anschließend die Kopfzellen abgestoßen und sofort durch neue ersetzt werden. Im unteren Bereich der Pflanze stehen Laubblätter einzeln, weiter oben in Paaren aus unterschiedlich geformten Blättern. Die Blattspreite ist eiförmig, länglich-eiförmig oder elliptisch, die Spitze ist spitz zulaufend oder zugespitzt, die Basis ist keilförmig und läuft an den kurzen Blattstielen hinab. Die Größe der Blattspreiten kann 8 bis 15 (22) × 3 bis 8 (11) cm betragen.
Die je nach Art hängenden oder aufrecht stehenden Blüten stehen meist einzeln, nur selten zu zweit oder zu dritt in den Achseln der Sprossachse. Die Blütenstiele sind (15) 20 bis 25 (35) mm lang. Der glockenförmige Kelch hat eine Länge von (10) 12 bis 17 (21) mm, die kurze Kelchröhre ist weniger als halb so lang wie die fünf ungleich- oder gleichgestaltigen Kronzipfel. Diese sind dreieckig oder eiförmigdreieckig, leicht abstehend, spitz zulaufend oder zugespitzt. Die Krone ist gelb oder blass-violett und wird zur Mitte hin blassgrün, sie hat eine Länge von (19) 24 bis 30 (35) mm. Der Kronsaum ist kurz und breit, die fünf Kronzipfel sind breiter als lang, gerundet, schwach ungleich und nach außen gebogen. Die geschlechtlichen Blütenteile stehen leicht oder sehr deutlich über die Krone hinaus. Die Staubfäden sind deutlich länger als die Staubbeutel und nur am unteren Ansatzpunkt behaart. Die Staubbeutel haben eine Größe von (1,6) 2,6 bis 2,8 (3,2) mm. Der Griffel ist etwas gebogen, die Narbe ist köpfchenförmig und unregelmäßig zweigelappt, feucht und papillös. Blütezeit: Juni bis August
Die Früchte sind eingedrückt-kugelige, meist schwarze, selten auch gelbe Beeren mit einem Durchmesser von 10 bis 18 (20) mm. Sie stehen an einem vergrößerten Kelch, dessen Zipfel deutlich abstehen und enthalten viele Samen, in Atropa baetica zwischen 25 und 50, in Atropa belladonna bis zu 160. Die Samen sind nierenförmig, die Oberfläche ist kleingrubig, die Größe variiert je nach Art, zwischen 1,7 und 2 × 1,2 und 1,5 mm bei Atropa belladonna und 2,2 bis 2,6 mm bei Atropa baetica.

Bachblüten
Ich bin ein unbeständiger Mensch (Scleranthus)
- Diese Menschen sind sehr unbeständig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden sie beständiger
Bachblüten
Ich bin mit anderen streng (Vervain)
- Diese Menschen sind mit sich selbst sehr streng
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das strenge überwinden
Schad- und Zusatzstoffe
Bei der Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung können Schadstoffe und Zusatzstoffe in der Nahrung gelangen.
-     Durch Industrie und Verkehr
-     Durch Lebensmittelindustrie
-     Bei der Lebensmittelverarbeitung und -lagerung
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