Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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29.08.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > August > 28.08.17-03.09.17


ARTISCHOCKE

Artischocken sind ein wohlschmeckendes Edelgemüse, doch die Meisten kennen nur die eingedosten Böden als Belag für Pizza. Das Essen der frischen Knospen-Köpfe ist hingegen ein vergnügliches, kulinarisches Abenteuer. Außerdem sind Artischocken auch Heilpflanzen, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei  Diabetes können sie unterstützend helfen.
Die Artischocke ist eine distelartige, kräftige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler. Die Sortengruppe der Artischocken wird wegen ihrer essbaren knospigen Blütenstände angebaut und als Blütengemüse verzehrt. Ebenfalls zu Cynara cardunculus zählt das Blattgemüse Cardy. Die Artischocke wurde zur  Arzneipflanze des Jahres 2003 gekürt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gallenprobleme
Heilwirkung:
antiphlogistisch, antioxidativ, appetitanregend, blutzuckersenkend, choleretisch, cholesterinsenkend (Triglyceride, LDL-Cholesterin), entzündungshemmend, gallefördernd, krampflösend, leberregenerierend, leberschützend (antihepatotoxisch/hepatoprotektiv), leberstärkend, spasmolytisch,
verdauungsfördernd
Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Blähungen, Cholesterinablagerungen werden gelöst, Diabetes, Fettverdauung wird verbessert, Gallenschwäche,  Gallensteine, Hypercholesterinämie (Zu hoher Cholesterinspiegel), Übelkeit, Leberschwäche, Leberzellen wachsen besser
wissenschaftlicher Name:
Cynara scolymus L.
Pflanzenfamilie:
Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Artichoke
falsche Schreibweisen:
Artischoke
Verwendete Pflanzenteile:
Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrock-nete Blätter, Pflanzensaft, Wurzel
Inhaltsstoffe:
Bitterstoff, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin, Scolymosid
Gegenanzeigen:
Nicht bei Artischocken-Allergie, Allergien gegen Korbblütler; Wenn die Gefahr eines Verschlusses der Gallenwege besteht
Wechselwirkungen:
Keine bekannt
Nebenwirkungen:
Keine bekannt
Tages-Dosis:
6 Gramm (getrocknete Blätter)
Sammelzeit:
Spätsommer, Herbst

Anwendung
Gute Erfahrungen hat man mit der Artischocke rund um die Verdauung gemacht. Die Artischocken-Blätter oder den Extrakt gibt es als Fertigprodukt zu kaufen, meistens in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln. Es gibt auch Brausetabletten, die aber meist noch mit Vitaminen angereichert sind.
Artischocken-Tee
Man nimmt 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser. Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit Honig süßen. Zur Steigerung des Appetits eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken. Für die gute Verdauung direkt nach der Mahlzeit eine Tasse trinken.
Artischocken-Saft
Den Saft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft. Von dem Saft trinkt man etwa 25ml. Hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das Wohlbefinden.
Artischocken-Gemüse
Die üblichen Rezepte kochen die fleischigen Teile der Artischockenblüte in heißem Salzwasser mit etwas Zitrone für etwa 30-40 Minuten. Bei dieser Zubereitung gehen fast alle wertvollen Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung ist weniger die einer Heilpflanze, dafür eine Gaumenfreude.
Heilpflanze
Artischocken wird eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Aufgrund unterschiedlicher Wirkmechanismen (vermehrte Ausscheidung von Cholesterin, erhöhter Cholesterinverbrauch zur Gallensäuresynthese als auch Hemmung der Neubildung von Cholesterin in den Leberzellen) soll tatsächlich durch den Verzehr von Artischocken eine Senkung des Gesamtcholesterins um bis zu 12 Prozent möglich sein. Insofern kommt der Artischocke eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung bei Arteriosklerose zu. Der enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre Blätter in Säften, Tees, Trockenextrakten und Tinkturen verwendet. Ihre medizinische und diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an Polyphenolen sowie insbesondere speziellen  Flavonoiden und  Chinasäurederivaten zurückgeführt. Vor allem Frischpflanzenextrakte aus Artischockenblättern werden erfolgreich in der Therapie der Dyspepsie und Hypercholesterinämie eingesetzt. Die Bildung des protektiven Radikalfängers Stickstoffmonoxid wird signifikant erhöht Dadurch können auch Zucker- und Fettstoffwechsel verbessert werden. Auch kardiovaskuläre Erkrankungen und das metabolische Syndrom können positiv beeinflusst werden. Frischpflanzenextrakte aus Artischocke entfalten im menschlichen Organismus eine stoffwechselstimulierende Wirkung, die mit einer antioxidativen Protektion durch vermehrte Bildung des endogenen Radikalfängers Stickstoffmonoxid verbunden ist. Stickstoffmonoxid stimuliert die Aktivität und Bildung von Mitochondrien. Dies führt zu einer Verbesserung der Allgemeingesundheit, der Lebensqualität und des Wohlbefindens durch signifikant erhöhte Stoffwechseleffizienz.
Nebenwirkungen
Menschen mit Reizdarm, die diätetisch behandelt werden, sollten Artischocken zumindest zu Beginn meiden ebenso wie Erbsen, Bohnen, Zwiebeln, Lauch, Kohlsorten und Pilze. Diese Nahrungsmittel enthalten fermentierbare, schlecht resorbierbare Kohlehydrate, die Blähungen verursachen können.

Homöopathie
Die Artischocke wird auch homöopathisch eingesetzt, meistens als Urtinktur, Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli. Die Wirkung ist in dieser niedrigen Potenzierung die gleiche wir bei der Heilpflanze. Siehe auch der Hinweis zu Niedrigpotenzen - Hochpotenzen.

Geschichte
Die Artischocke hat sich vor etwa 2000 Jahren aus den arabischen Ländern in den Mittelmeerraum verbreitet, man dachte in einigen Regionen, dass die Artischocke tödlich sei und war lange Zeit eher eine Zierpflanze. Mittlerweile wird die Artischocke überall da angebaut, wo es das Klima zulässt.

Pflanzenbeschreibung
Die Artischocke ähnelt in allen Teilen ihren wilden Vorfahren, Cynara cardunculus. Sie ist  ausdauernder: Nachdem sich im Herbst des ersten Vegetationsjahres eine grundständige Blattrosette gebildet hat, werden etwa fünf Jahre lang 0,5 bis zu 2 Meter hohe Stängel mit Blütenständen gebildet. Die zwei- bis dreifach fiederschnittigen, dornigen Laubblätter sind bis zu 80 cm lang und 40cm breit; die Unterseite ist graufilzig behaart. Die  körbchenförmigen Blüten-stände sind der Teil der Pflanze, der geerntet wird. Im Vergleich zu wild wachsenden Formen sind die Blütenstände größer. Durch eine frühere Blütezeit sind mehrere Ernten im Jahr möglich. Der Blütenstandsboden ist stark fleischig. Die unten fleischigen  Hüllblätter sind bei kultivierten Formen kaum dornig. Werden die Blütenstände nicht geerntet, zeigen sich die violetten Röhrenblüten. Es werden 2 bis 8 Millimeter lange Achänen mit einem  Pappus aus 2 bis 3,5  Zentimeter langen, federigen Borsten gebildet.
Artischocken sind ursprünglich im Mittelmeergebiet, Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten heimisch. Die Wildform war ursprünglich kleiner als die heutige Artischocke. Erst durch Züchtung entstand die Artischocke mit ihren enorm großen Blütenständen, deren Knospen zum Essen geeignet sind. Die Artischocke gehört botanisch zu den Disteln, und wird bis zu 2 Meter groß. Die großen Knospen werden als Gemüse gekocht und gegessen. Die violetten Blüten sind etwa 10 cm groß. Die Artischocke wird im warmen sonnigen Klima etwa 5 Jahre alt.

Anbau
Die Artischocken brauchen einen windgeschützten, sonnigen und sehr warmen Platz. Der Boden muss tiefgründig und locker sein. Die Artischocke zieht man ab Februar in Töpfen vor, am besten 4 Samen in einen Topf und man behält die kräftigste Pflanze. Zum Keimen braucht der Samen etwa 25°C. Sobald die Fröste vorbei sind, wird im Abstand von 1 Meter ins Freiland gepflanzt. Die Artischocke mag Kompost, Wasser und ausreichend Dünger. Erst im nächsten Jahr sollte man mit der Ernte anfangen, dafür aber etwa 4 Jahre lang. Mit viel Glück kann man an einem guten Standort schon im ersten Jahr eine kleine Menge ernten. Mittlerweile bieten Baumärkte im Frühjahr preiswerte Pflanzen an. Im Winter muss man die zurückgeschnittenen Pflanzen etwa 30cm mit Laub o.ä. abdecken.




HEUBLUME


Heublumen, auch Grasblüten genannt, sind ein  Detritus-Gemisch von  Blütenteilen,  Samen, kleineren Blatt- und Stängelstücken verschiedener Wiesenpflanzen. Sie bestehen vornehmlich aus den Gräsern Quecke,  Trespe, Wiesen-Lolch, Wiesen-Schwingel, Wiesen-Lieschgras, Wiesen-Fuchsschwanz, Ruchgras und  Knäuelgras. Das geerntete Heu wird lediglich durch mehrfaches Sieben von groben Stängelteilen, Sand, Staub und Erde befreit. Auf dem Land gelten als Heublumen alle Pflanzenteile, die auf der Tenne von der Heugabel nicht erfasst werden. Nicht selten liegt eine dicke Heublumenschicht auf dem Tennenboden. Neben den im Pflanzenreich überall vorkommenden Stoffen können in unterschiedlichen Mengen Flavonoide, Gerbstoffe,  ätherisches Öl, Cumarine und  Furanocumarine nachgewiesen werden.

Steckbrief
Heilwirkung:
Erkältungen, Grippe, Muskelkrämpfe, Rheuma, Wechseljahresbeschwerden, beruhigend, schmerzlindernd
wissenschaftlicher Name:
Poaceae
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Sammelzeit:
Sommer

Verwendung
Die Volksmedizin gebraucht Heublumen für Umschläge, Auflagen und Bäder zur Schmerzlinderung, Beruhigung und Entspannung bei verkrampfter Muskulatur und zur Durchblutungssteigerung. Heublumenbäder, -wickel und –umschläge gelten in der Volksmedizin als abwehrkräftestärkend und werden bei Erkältungskrankheiten und Fieber sowie bei Rheuma mit Erfolg gebraucht. Auch bei  Wechseljahresbeschwerden, vegetativer Dystonie, Hautleiden, Nieren- und Blasenleiden finden Heublumen äußerlich Anwendung. Schon Sebastian Kneipp war von der positiven Wirkung der Heublumen überzeugt - die evidenzbasierte Medizin hingegen spricht den Heublumen lediglich Wirksamkeit als lokales Wärmetherapeutikum bei rheumatischen Erkrankungen zu. Heublumen sollen nicht bei offenen Verletzungen, akuten Entzündungen und akuten rheumatischen Schüben eingesetzt werden. Nebenwirkungen oder al-lergische Reaktionen sind nur in sehr seltenen Fällen zu befürchten. Bei der Anwendung von Heublumen als Bad oder Auflage ist detailliertes Wissen über die genaue Zubereitung erforderlich, ansonsten sind Misserfolge nicht auszuschließen. Heublumen findet man häufig auch in Heilkräutermischungen und -säckchen. Hier dienen sie vornehmlich als Träger für das in der Mischung enthaltene ätherische Öl.



BACHBLÜTEN
Alles Neue entmutigen mich (19 Larch)
-
Diese Menschen lassen sich von allem Neuen sehr schnell entmutigen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen diese Entmutigungen ausmerzen


BACHBLÜTEN
Nach längerem Krankenlager: man glaubt, dass man noch nicht wieder genug Kraft hat, um arbeiten zu können, obwohl es objektiv nicht stimmt (17 Hornbeam)
-
Diese Menschen glauben nach langer Krankheit, dass sie noch nicht arbeitsfähig und noch nicht genügend
 Kraft hätten, obwohl es nicht stimmt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen, diesen Glauben allmählich ablegen


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