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29.07.2020

tägliche News > Juli > 27.07.20 - 02.08.20
Zistrose
Die Zistrosen bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Zistrosengewäch-se. Die Familie der Zistrosen, die im Mittelmeer heimisch ist, wurde schon seit Jahrtausenden in der dortigen Volksheilkunde eingesetzt. Selbst die Bibel berichtet unter dem Namen Myrrhe vom Harz der Zistrose. In Mitteleuropa ist die Heilwirkung der Zistrose weitgehend unbekannt, wird in den letzten Jahren aber nach und nach entdeckt und immer beliebter. Das Harz in den Blättern der Zistrose wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und gilt als Radikalenfänger. Das Immunsystem kann möglicherweise gestärkt werden.
 
Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, antioxidativ, pilzhemmend (fungizid), ent-zündungshemmend, schleimlösend, anregend, tonisierend, Immunsystem stärkend, Neutralisiert freie Radikale, Menstruationsfördernd, Husten, Durchfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien, Hautprobleme, Ekzeme, Geschwüre, Dekubitus (Wundliegen), Mundgeruch
wissenschaftlicher Name: Cistus incanus, Cistus creticus, Cistus villosus creticus, Cistus ladanifer
Pflanzenfamilie: Zistrosengewächse = Cistaceae
englischer Name: Rock Rose
volkstümlicher Name: Ladan
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Labdanum (Ladanum), Polyphenole, Harz, ätherische Öle, Borneol, Zineol, Eugenol, Ledol, Limonen, Phenol
Sammelzeit: Mai bis Juni
 
Anwendung
Es gibt einige Zuchtformen für mediterrane Parks und Gärten. Aus den Zweigen und Blättern mancher Arten kann das Harz Labdanum gewonnen werden. Auf einigen griechischen Inseln wurden dazu Ziegen durch Cistusbestände getrieben. Am Ziegenfell blieb das klebrige Sekret hängen. Die abgeschnittenen Haare wurden in siedendes Wasser gebracht. Nach der Abkühlung konnte das Harz abgetrennt werden. Auszüge aus der graubehaarte Zistrose werden gesundheitsbezogen verwendet; in Griechenland wird sie als Kräutertee getrunken. Carl von Linné vertrat die Ansicht, dass es sich bei der biblischen „Rose von Scharon“ um eine Art der Zistrosen handelte.
Innerlich
Die Blätter und Zweige der Zistrose kann man als Tee trinken. Der Tee kann mög-licherweise gegen Infektionskrankheiten, vielleicht auch bei Allergien und Hautproblemen helfen.
Äußerlich
Bei vielerlei Hautprobleme kann man eine Zistrosen-Abkochung auch äußerlich als Waschung, Bad oder Umschlag einsetzen.
Andere Anwendungen
Das Harz der Zistrose namens Ladanum kann man auch zum Räuchern verwen-den. Als Bachblüte "Rock Rose" steht eine Verwandte der Zistrose für die Bewältigung von Panik.
 
Geschichtliches
Im Mittelmeerraum wird die Zistrose schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet. Sie stellt dort auch einen wesentlichen Teil der Vegetation dar, vor allem in Macchia-Gebieten. Beliebt war die Zistrose auch schon im alten Ägypten, wo das Harz zum Räuchern und als Schönheits- und Heilmittel verwendet wurde. Zur Gewinnung des Harzes wurden früher Ziegen zwischen Zistrose-Pflanzen durchgetrieben. An den Haaren des Fells blieb das Harz kleben. Das Fell wurde dann gestutzt und die Haare ausgekocht. Im abgekühlten Wasser fand sich dann das Harz. Wenn das Fell nicht geschnitten werden sollte, wurde das Harz stattdessen herausgekämmt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Zistrosen sind stark verzweigte, buschige Sträucher oder Zwergsträucher mit aromatischem Harz, dem Labdanum. Die gegenständigen Laubblätter sind einfach, sitzend oder gestielt. Nebenblätter fehlen. Der end- oder achselständige Blütenstand ist zymös, trugdoldig oder wickelartig, gelegentlich auch auf eine Blüte reduziert. Die beiden äußeren Kelchblätter sind mindestens ebenso groß wie die drei inneren oder fehlen. Die Kronblätter sind schon in der Knospe geknittert, kurzlebig, weiß, rosa oder purpurn; bei einigen Arten sind sie am Grund gelb oder dunkelrot gefleckt. Die 30 bis 150 Staubblätter sind in mehreren Reihen angeord-net und alle fertil. Meist fünf, selten sechs bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem fünf-, selten sechs- bis zwölffächerigen Fruchtknoten verwachsen. Die verholzten Kapselfrüchte springen fast vollständig entlang der Fächerwände auf. Die zahlreichen Samen sind vieleckig.
Die Zistrose ist im Mittelmeerraum heimisch, vor allem in Griechenland. Die strauchartige Pflanze bevorzugt sandige Plätze bei voller Sonne und braucht nicht viel Nährstoffe. Die Zistrose wird etwa einen Meter hoch.
Die eiförmigen bis lanzettlichen, immergrünen Blätter scheiden an ihren feinen Haaren ein Harz aus. Dieses Harz wird auch Ladanum genannt und entspricht wohl der Myrrhe der Bibel. An heißen Sommertagen wird besonders viel Harz gebildet, sodass man die Pflanze schon beim Vorbeigehen riechen kann. Die Blüten der Cistus incanus sind violett mit einem orangefarbenen Zentrum, andere Cistus-Arten haben weiss-dunktelrote Blüten. Die Blütenblätter sehen etwas zerknautscht aus, wie ungebügelt. Im Mittelmeerraum blüht sie im zeitigen Frühjahr, in mitteleuropäischen Gärten eher ab Ende Mai bis Juni.

Ackerwinde t
Die Acker-Winde ist eine in Europa weit verbreitete Pflanze aus der Familie der Windengewächse. Wie eine wunderschöne Zierpflanze rankt sich die Ackerwinde mit ihren zarten trichterförmigen Blüten an den Stängeln von Maispflanzen und anderen Ackerfrüchten hoch. Das freut das Auge des Laien und ärgert den Bauern. Die Volksheilkunde wendet die Ackerwinde gerne gegen Verstopfung, Gallenschwäche und Blähungen an. Auch übermäßige Menstruationsblutungen werden mit der Ackerwinde behandelt. Äußerlich kann man schlecht heilende Wunden und Geschwüre damit behandeln, was durch die hautreizende Wirkung der Ackerwinde jedoch eine fragwürdige Anwendungsweise ist.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Leicht giftig. Nur niedrig dosiert, in Teemischungen, homöopathisch oder äußerlich anwenden. harntreibend, Fieber, Blähungen, Verstopfung, Gallenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Insektenstiche, Schlecht heilende Wunden, Geschwüre, Offene Beine
wissenschaftlicher Name: Convolvulus arvensis
Pflanzenfamilie: Windengewächse = Convolvulaceae
englischer Name: Field bindweed
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Kraut, Wurzel
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Glykoretine, Glykoside, Harzglykoside, Herzaktivierende Glykoside, Tannin, Alkaloide?
 
Anwendung
Die Acker-Winde enthält in ihren Blättern Herz-Kreislauf-Glykoside und ist deshalb eine altbekannte Heilpflanze. Außerdem enthält die Pflanze psychoaktive Alkaloide, wie sie früher beispielsweise in „Hexensalben“ verwendet wurden. Die Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen für Bienen, Käfer und Schmetterlinge, insbesondere für den Windenschwärmer. Auch vom Vieh werden die Pflanzen als Bestandteil von Heu gerne gefressen. Die beiden heimischen Spiralhornbienen leben oligolektisch von der Acker-Winde.
Die offizielle Phytotherapie benutzt die Ackerwinde nicht, aber in der traditionellen Volksheilkunde wird sie gerne eingesetzt. Die Hauptwirkung der Ackerwinde ist ihre abführende Wirkung. Doch man kann sie auch für andere Aufgaben einsetzen.
Wurzeln
Die Wurzeln und das Harz der Wurzel führen ab und treiben Galle und Harn. Man kann sie auch gegen Fieber einsetzen.
Blätter
Tee aus den Blättern führt auch ab, wenn auch leichter als die Wurzeln. Man nimmt sie auch gegen Blähungen und Bauchschmerzen. Zudem hilft ein Tee der Blätter gegen Menstruationsbeschwerden und zu starke Menstruationsblutungen. Man kann ihn auch zum Auswaschen von Spinnenbissen verwenden.
Blüten
Wie die anderen Pflanzenteile wirken auch die Blüten gegen Verstopfung und Blähungen. Man kann sie ebenso gegen Fieber einsetzen. Äußerlich angewandt kann man schlecht heilende Wunden damit auswaschen. Als Umschlag wird sie auch gegen offene Beine und Geschwüre angewandt. Diese Wirkung soll wohl durch die Durchblutungssteigerung aufgrund der Hautreizung eintreten. Das macht Ackerwinden-Umschläge zu einer heiklen Anwendung, die nicht unbedingt zu empfehlen ist. Von der Anwendung der herzwirksamen Glykoside bei Herzproblemen ist mir bisher nichts bekannt.
Achtung!   Leicht giftig. Ackerwinde nur niedrig dosiert, in Teemischungen,   homöopathisch oder äußerlich anwenden.
    
Pflanzenbeschreibung
Es ist eine windende, mehrjährige, krautige Pflanze. Sie bildet im Boden ein dichtes Netzwerk von knotig verdickten Wurzelsträngen aus, die immer wieder neue Sprossen hervor treiben, selbst wenn man die Pflanze oberflächlich gejätet hat. Die Spitzen der Sprossachsen führen kreisförmige Suchbewegungen von oben gesehen, entgegen dem Uhrzeigersinn durch, um sich an einer geeigneten Unterlage emporwinden zu können. Von der sehr ähnlich aussehenden Echten Zaunwinde unterscheidet sich die Acker-Winde durch die Blüten, die bei der Zaunwinde gut doppelt so groß wie bei der Acker-Winde werden können. Bei der Zaunwinde sind sie durchgehend strahlend weiß, während sie bei der Acker-Winde zartrosa oder bläulich getönt sein können und außen an den Nahtstellen der zusammengewachsenen Blütenblätter dunkle, keilförmig auf dem Blütenrand zulaufende Streifen besitzen. Die Blüte der Zaunwinde hat außen zwei deutlich ausgeprägte grüne Vorblätter, die bei der Acker-Winde fehlen. Die Blütezeit ist zwischen April und Oktober. Auch die Blätter unterscheiden sich bei beiden Arten: Bei der Zaunwinde sind sie eher rundlich, während sie bei der Acker-Winde länglich mit einer Spitze und zwei spitzen Ecken sind. Blütezeit ist von Juni bis September.
Die Ackerwinde ist in allen gemäßigten Zonen der Nord- und Südhalbkugel heimisch. Obwohl sie mit ihren trichterförmigen Blüten wunderschön aussieht, gilt sie als Unkraut, weil sie sich an den Nutzpflanzen hochrankt. Sie wächst bevorzugt auf Feldern, Gemüsebeeten, Wiesen und Brachflächen. Die mehrjährige Pflanze hat ein verzweigtes Wurzelnetz aus dem viele Triebe hervorsprießen. Die Stängel können sich innerhalb von ein bis zwei Stunden um eine andere Pflanze oder Stütze winden. Das tun sie, indem die Zellen auf der einen Seite schneller wachsen als auf der anderen Seite. Die Blätter sind vorne spitz und sehen aus wie Pfeile. Sie wachsen entlang des Stängels. Die Blüten sind trichterförmig und weiß, rosa oder zart-blau. Sie werden etwa zwei Zentimeter groß. Sie blühen morgens bei Sonnenschein auf und verblühen bis mittags.
Die Ackerwinde sieht ähnlich aus wie die Zaunwinde, hat aber deutlich kleinere Blüten.

Bachblüten
Ich bin sehr traurig (Wild Rose)
- Diese Menschen sind sehr traurig
- Mit der dementsprechenden Bachblüte fühlen sich kaum mehr traurig
Bachblüten
Ich bin gegen andere negativ eingestellt (Willow)
- Diese Menschen sind gegen ihre Mitmenschen negativ eingestellt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte sind sie nicht mehr so negativ eingestellt
Alkoholfreie Getränke
-        Mineral-, Quell-, Tafel-, Heilwasser
-        Fruchtsaft, -nektar, -getränke
-        Gemüsegetränke
-        Limonaden und Brausen, Light Getränke, Energy-Drinks u.a.
-        Heißgetränke, Kakao, Kaffee, Tee
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