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29.02.2020

tägliche News > Februar > 24.02.20 - 01.03.20
Bärlauch
 
Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in großen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus. Ein Kräuterquark mit reichlich Bärlauch gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilistationskrankheiten. Der Bärlauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Die in Europa und Teilen Asiens vor allem in Wäldern ver-breitete und häufige, früh im Jahr austreibende Pflanzenart ist ein geschätztes Wildgemüse und wird vielfach gesammelt.
 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Arteriosklerose, Frühjahrskur
 
Heilwirkung: adstringierend, anregend, antibiotisch, blutreinigend, Cholesterinspiegel senkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, Galle treibend, harntreibend, hautreizend, schleimlösend, schweißtreibend, Stoff-wechsel anregend, tonisierend
 
Anwendungsbereiche: Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bluthochdruck, Bronchitis, Durchfall, Durchblutungsstörungen, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gedächtnisschwäche, Kalte Hände, Kalte Füße, Kopfschmerzen (häufige), Leistungsschwäche, Rheuma, Schlechte Wundheilung, Verdauungsstörungen, Würmer
 
wissenschaftlicher Name: Allium ursinum
 
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
 
englischer Name: Ramsons
 
volkstümliche Namen: Hexenzwiebel, Hexenzwiefel, Ramsen, Waldknob-lauch, wilder Knofel, Zigeunerlauch
 
falsche Schreibweisen: Baerlauch, Beerlauch, Berlauch
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
 
Inhaltsstoffe: Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker
 
Sammelzeit: April und Mai
 
 
Wirkung
 
Wegen seiner knoblauchähnlichen Substanzen wirkt der Bärlauch ähnlich wie der Knoblauch. Er reinigt die Blutgefäße und wirkt dadurch bei Arteriosklerose. Infolgedessen kann der Bärlauch bei Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugen. Auch bei alltäglichere Folgen der Arteriosklerose kann der Bärlauch hel-fen, sei es der Bluthochdruck, die kalten Füße oder Hände, schlechte Hautheilung durch Mangeldurchblutung, Kopfschmerzneigung, Schwindel, manche Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder Leistungsschwäche. Außerdem wirkt der Bärlauch stärkend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Man kann ihn auch bei Frühjahrsmüdigkeit anwenden. Er soll sogar den Bären nach ihrem Winterschlaf auf die Beine helfen und ihnen neue Kraft geben. Der Bärlauch verleiht also Bärenkräfte.
 
 
Anwendung
 
Der Bärlauch kann nicht getrocknet werden, denn dann gehen seine Wirks-toffe verloren. Daher verwendet man ihn am besten frisch. Man kann die mög-lichst jungen Bärlauchblätter verwenden, aber auch die Knospen schmecken gut. Die Blätter kann man zu zahlreichen Rezepten verarbeiten und die Knos-pen kann man einlegen wie Kapern oder einfach so essen, z.B. im Salat. Als Tee ist der Bärlauch wegen seines zarten Knoblaucharomas nicht so geeig-net, dafür umso mehr für die Frühjahrsküche oder die mittelalterliche Küche.
 
Bärlauchrezepte
 
Besonders lecker schmeckt der Bärlauch im Kräuterquark, denn man zusam-men mit Kartoffeln servieren oder einfach als Brotaufstrich verwenden kann. In schmale Streifen geschnitten schmeckt der Bärlauch auch einfach auf Butterbrot oder als Garnierung von Käsebrot, Tomatenbrot usw. Auch als Bereicherung von Salaten ist er köstlich.
 
Bärlauch in der Küche
 
Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbuttter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Erntezeit für die Blätter ist im März und April. Durch Milchsäuregärung erzeugtes Bär-lauchkimchi kann auch für viele Monate haltbar bleiben. Durch Hitzeeinwir-kung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und kleingeschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen. Nicht so bekannt ist die Verwendung der Knospen zur Herstellung von Bärlauchkapern.
 
Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen
 
Trotz der leichten Identifikation durch den typischen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit dem Mai-glöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei Pflanzen sind äußerst giftig und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen. Der ungiftige Wunder-Lauch mit ähnlichem Geruch wird gelegentlich als Bärlauch bezeichnet.
 
Tinktur
 
Man kann den Bärlauch auch als Tinktur gegen Arteriosklerose und indirekt bei Bluthochdruck anwenden. Um eine Bärlauchtinktur selbst herzustellen, übergießt man Bärlauchblätter in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
 
Andere Bärlauchzubereitungen
 
Wegen der Gesundheitswirkungen des Bärlauchs gibt es einige Präparate, die Bärlauch enthalten. Bei diesen Mitteln wird der Knoblauchgeschmack ver-mieden, denn viele Menschen mögen keinen Knoblauch. Es gibt beispielsweise Bärlauchkapseln, teilweise auch als Frischblattkapseln, die Frischblatt-Granulat enthalten. Die Wirkung der Bärlauchlkapseln entspricht in etwa der Wirkung des frischen Bärlauchs. Sie helfen gegen Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen.
 
Bärlauch haltbar machen
 
Es ist nicht so einfach, den Bärlauch haltbar zu machen. Die frischen Blätter halten sich leider nur ein bis zwei Tage, im Kühlschrank etwas länger. Weil die Bärlauchsaison kurz ist, kommt schnell der Wunsch auf, den Bärlauch haltbar zu machen.
 
Getrockneter Bärlauch
 
Getrocknet ist der Bärlauch ist meistens nicht sehr gut. Wenn man ihn selbst trocknet, wird er normalerweise strohig und schmeckt nicht mehr stark nach Bärlauch. Professionell getrocknet kann der Geschmack bei guten Produkten einigermaßen erhalten bleiben.
 
Bärlauch einfrieren
 
Man kann den Bärlauch relativ gut einfrieren. Tiefgefroren schmeckt der Bär-lauch zwar nicht ganz so gut wie frisch, aber deutlich besser als selbst getrocknet. Zum Einfrieren wäscht man den Bärlauch, trocknet ihn ab und schneidet ihn klein. Dann füllt man ihn in kleine Portionsbeutel oder in eine Eiswürfelform und legt ihn in die Tiefkühltruhe. Bei Bedarf entnimmt man eine Portion und taut sie auf.
 
Bärlauchpesto
 
Bärlauchpesto ist eine klassische Methode, den Bärlauch haltbar zu machen. Dabei wird pürierter Bärlauch mit gerösteten Pinienkernen, Parmesankäse und Olivenöl vermischt. Im Kühlschrank ist solch ein Bärlauchpesto mehrere Wochen haltbar.
 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die sehr schlanke, längliche Zwiebel wird aus den Ansätzen der beiden Laubblätter gebildet und ist 2 bis 4, selten bis 6 Zentimeter lang. Sie ist umgeben von durchsichtigen, weißlichen oder gelblichen Häuten, die sich später bis auf einige Borsten reduzieren. Nebenzwie-beln werden nur vereinzelt gebildet oder sie fehlen ganz. Der aufrechte, kompakte Stängel ist dreikantig bis annähernd rund und nur am Ansatz beblättert. Die meist zwei, selten ein oder drei grundständigen Laubblätter haben einen 5 bis 20 Millimeter langen Stiel und verbreitern sich abrupt in die 2 bis 5 Zentimeter breite flache, elliptisch-lanzettliche Blattspreite. Die Blattoberseite glänzt und ist von dunklerem Grün als die matte Unterseite. Sein Geruch ist typisch lauchartig. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Der Blütenstand wird umschlossen von einer zwei- oder dreiklappigen, zugespitzten eiförmig-läng-lichen Hülle, die ebenso lang oder länger ist wie die Blütenstiele und bald abfällt. Die duftenden, wenigen bis mehr als zwanzig Blüten stehen in einer flachen Scheindolde, Brutzwiebeln fehlen stets. Die geraden Blütenstiele sind bis 2 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und drei-zählig. Das reinweiße Perigon besteht aus sechs linealisch-lanzettlichen, 8 bis 10 Millimeter langen Blütenhüllblättern, die spitz oder abgestumpft sein können und aufrecht abstehen. Die pfriemlichen Staubblätter sind etwa halb so lang wie die Blütenhüllblätter und am Ansatz verwachsen. Der Griffel endet mit einer einfachen Narbe. Die Fruchtstiele sind direkt unter dem Perigon leicht geschwollen, der Fruchtknoten ist tief dreifach gefurcht. Die Kapselfrucht enthält wenige Samen. Der Bärlauch bevorzugt schattige Laubwälder und humusreiche Standorte. Man findet ihn häufig in Auwäldern in der Nähe von Flüssen. Er ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr wieder neu er-scheint. Zuerst wachsen im Frühjahr, etwa ab März, die Blätter des Bärlauchs. Am Anfang sind sie sehr klein. Im Verlauf von einigen Tagen wachsen die Blätter heran und werden im Schnitt 25 cm lang. Sie sind länglich, lanzettlich, weich und ähneln den Blättern des Maiglöckchen. Im Gegensatz zu Maiglöckchen-Blättern duften Bärlauchblätter jedoch eindeutig nach Knoblauch. Dieser Geruch ist wichtig zur Unterscheidung, denn Maiglöckchen sind giftig. Es sind die Blätter, die geerntet werden, am besten vor der Blüte, denn dann sind sie zart und lecker. Im weiteren Verlauf des Frühlings wächst aus der Blattrosette ein oder mehrere Stängel, der die weiße, luftige Bärlauchblüte trägt. Die Bärlauch-Blüten sind reichblütige Scheindolden und die einzelnen Blüten se-hen aus wie kleine Sterne.
 
 
Sammelhinweis
 
Die Erntezeit für den Bärlauch liegt je nach Gegend zwischen Anfang März und Anfang Mai. Da der Bärlauch in den letzten Jahren immer beliebter wird, sollte man beim Sammeln zurückhaltend sein und berücksichtigen, dass sich die Pflanze nur langsam verbreitet. Generell sollte man nur in großen Beständen ernten und auch nur dort, wo es erlaubt ist. Von der einzelnen Blattrosette sollte man mindestens zwei Drittel stehen lassen, damit die Pflanze genug Blattmasse hat, um die Zeit bis zum nächsten Jahr zu überstehen. Dank der großen Beliebtheit kann man den Bärlauch in der Saison auch immer öfter frisch im Handel kaufen, der häufig aus gezieltem Anbau stammt. Bevor man im Wald spärliche Bestände plündert, und dadurch auf Dauer schädigt, ist es möglicherweise besser, sich frischen Bärlauch zu kaufen. Einen Bericht über einen Ausflug zu einer Bärlauch-Stelle findet man hier:
 
Verwechslungsgefahr: Identifizierung des Bärlauchs
 
Ganz wichtig ist auch die Identifizierung des Bärlauchs. Die Blätter riechen eindeutig nach Knoblauch. Ist das bei angetroffenen Blättern nicht der Fall, handelt es sich nicht um Bärlauch. Ähnliche Blätter, die nicht nach Knoblauch duften können das giftige Maiglöckchen oder die ebenso giftige Herbstzeitlose sein. Auch der Aronstab und die vielblütige Weißwurz können gelegentlich mit dem Bärlauch verwechselt werden auch wenn die Verwechslungsgefahr bei diesen beiden nicht so groß ist.
 
Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen
 
Auf den hier gezeigten Bildern sieht man, wie gering die Unterschiede zwischen Bärlauchblättern und Maiglöckchen-Blättern sind. Der Bärlauch wächst einzeln aus dem Boden, bildet aber Gruppen. Beim Maiglöckchen wachsen immer zwei Blätter aus einem Stängel. Wenn man Pech hat, wachsen Bärlauch und Maiglöckchen sogar an der gleichen Stelle. Dann hilft auch der Knoblauch-Duft nicht bei der Unterscheidung, denn alles riecht hier nach Knoblauch. Wie der Bärlauch bildet auch das Maiglöckchen manchmal regelrechte Felder. Wer den Bärlauch nicht gut kennt, kann solch ein Maiglöckchenfeld durchaus für ein Bärlauchfeld halten. Maiglöckchen haben eine ähnliche Giftwirkung wie der Fingerhut; und zwar aufs Herz. Zwar nicht ganz so stark, aber in größeren Mengen durchaus bedrohlich. In der Praxis kommt es aber kaum zu gefährlichen Vergiftungen mit Maiglöckchen-Blättern, weil die Giftigkeit eher gering ist.
 
Verwechslungsgefahr mit Herbstzeitlose
 
Ganz anders sieht das bei der Herbstzeitlosen aus. Die Herbstzeitlose ist stark giftig; es besteht Lebensgefahr! Jedes Jahr kommt es zu etlichen Vergiftungsfällen, weil der Bärlauch mit der Herbstzeitlose verwechselt wird. Zum Teil enden diese Vergiftungen sogar tödlich. Bei der Herbstzeitlosen wa-chsen mehrere Blätter aus einem Stängel. Der Bärlauchkenner wird deutliche Unterschiede in der Blattform sehen, aber für den Neuling sehen die Blätter sehr ähnlich aus. Auch von der Herbstzeitlosen gibt es manchmal regelrechte Felder, die man fälschlicherweise für Bärlauchfelder halten könnte.
 

 
Fuchsbandwurm
 
Beim Thema Ernte stellt sich auch die Frage nach dem Fuchsbandwurm. Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit der Füchse, der durch Fuchskot verbreitet wird. Der Bandwurm befällt unter anderem die Leber und kann tödliche Folgen haben. Inzwischen kann man den Fuchsbandwurm zwar erfolgreich behandeln, aber es ist immer noch eine schwere Erkrankung. Daher beachtet man beim Sammeln des Bärlauchs am besten ein paar Regeln, um keine befal-lenen Blätter zu erwischen. Füchse hinterlassen ihren Kot am liebsten an Stellen, wo sie einen guten Überblick haben. Folgende Stellen sollte man als Bärlauchsammelstellen also meiden: Wegkreuzungen, Kuppen, Baumstümpfe, Felsen. Nach dem Sammeln hilft es, das Sammelgut sehr gründlich einzeln abzuwaschen und anschließend durch Abreiben mit einem sauberen Papier-tuch abzutrocknen.
 
 
Anbautipps
 
Für den Bärlauchanbau im eigenen Garten braucht man eine halbschattige Ecke, am besten unter Laubbäumen. Der Bärlauch mag humusreichen, feuchten Boden, der möglichst kalkhaltig sein sollte. Günstig sind viele vermoderte Blätter, die von den Laubbäumen gefallen sind. Im Zweifelsfall kann man die Blätter auch von woanders holen, wenn es im eigenen Garten keine gibt. Reinen Sandboden mag der Bärlauch nicht. Sehr gut ist es, wenn man viel Platz für den Bärlauch hat, denn wenn er sich wohlfühlt, beginnt er nach ein paar Jahren kräftig zu wuchern. Damit sich der Bärlauch nicht über den ganzen Garten verbreitet, ist eine Rhizomsperre im Boden nützlich, außer man will, dass sich der Bärlauch überall ausbreitet. Wenn sich der Bärlauch erst einmal im Garten heimisch fühlt, ist er sehr pflegeleicht und kann einen über viele Jahre hinweg erfreuen. Der Anbau von Bärlauch im eigenen Garten kann auf drei verschiedenen Arten stattfinden. Man kann die Bärlauch-Pflanzen: Ansäen, als Zwiebel stecken, als Pflanze pflanzen
 
Aussaat
 
Die Aussaat von Bärlauch ist eine enorme Geduldsprobe, denn die Samen brauchen 14 Monate bis 2 Jahre, um zu keimen. Sie sind zudem Kaltkeimer und brauchen mindestens eine Frostperiode um zu keimen. Wenn man sich zur Ansaat von Bärlauch entscheidet, sät man sie am besten direkt vor Ort an, denn die Betreuung von kleinen Anzucht-Töpfen über 2 Jahre ist kaum zu schaffen. Im Freiland sollte die Samen ziemlich reichlich säen, weil sie teilweise von Ameisen verschleppt werden.
 
Bärlauchzwiebeln
 
Relativ einfach ist der Bärlauch-Anbau durch Bärlauchzwiebeln. Bärlauchzwiebeln erhält man in gut sortierten Baumärkten und spezialisierten Online-Shops. Man steckt sie, wie bei anderen Zwiebelpflanzen auch, einfach in die Erde. Die Spitze sollte nach oben zeigen und ein bis zwei Zentimeter von Erde bedeckt werden. Am besten steckt man zwei bis fünf Zwiebeln zusammen in Gruppen. Die einzelnen Gruppen sollten etwa dreißig Zentimeter Abstand haben.
 
Anbau durch fertige Pflanzen
 
Am einfachsten ist der Anbau mithilfe von Fertigpflanzen. Auch diese erhält man in gut sortierten Baumärkten und Online-Shops. Die Pflanzen werden im zeitigen Frühjahr gepflanzt, am besten im März. Man setzt die Pflanzen im Abstand von etwa dreißig Zentimeter zueinander. Sie sollten so tief gepflanzt werden, dass die Zwiebeln etwa ein bis zwei Zentimeter unter der Erdoberfläche stecken. Nach dem Auspflanzen werden die Pflanzen kräftig gegossen. Danach für mindestens eine Woche dafür sorgen, dass die Pflanzen nicht aus-trocknen.
 
Pflege der angewachsenen Bärlauchpflanzen
 
Wenn die Bärlauchpflanzen im Garten angewachsen sind, brauchen sie nicht viel Pflege. Sie sollten jedoch relativ feucht gehalten werden, denn sie mögen es nicht auszutrocknen.

Cascara
 
Rhamnus purshiana ist eine Sanddornart, die im westlichen Nordamerika vom südlichen British Columbia bis nach Zentralkalifornien und östlich bis nach Nordamerika heimisch ist nordwestliches Montana. Die getrocknete Rinde der Cascara wird seit Jahrhunderten als Abführmittel verwendet, zuerst von amerikanischen Ureinwohnern im pazifischen Nordwesten und dann von europäischen / US Kolonisatoren. Die Chemikalien in erster Linie verantwortlich für die abführende Wirkung sind die Hydroxyanthracen Glykoside (ins-besondere cascarosides A, B, C und D ) und Emodin. Diese wirken als stimulierende Abführmittel, wobei die Hydroanthracenglycoside die Peristaltik stimulieren und Emodin die glatten Muskelzellen im Dickdarm erregt .
 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: Verstopfung
 
wissenschaftlicher Name: Rhamnus purshiana
 
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
 
Sammelzeit: April bis August, dann ein Jahr lagern
 
 
Traditionelle Medizin
 
Abführmittel
 
Historisch gesehen wurde Cascara in der traditionellen Medizin als Abführ-mittel verwendet, und im späten 20. Jahrhundert genehmigte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ihre Verwendung für diesen Zweck. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zog die FDA jedoch ihre Zulassung zurück und verwies auf das Fehlen von Beweisen für Wirksamkeit und Sicherheit. Cascara bleibt in den Vereinigten Staaten als ungeregeltes Nahrungsergänzungsmittel verfügbar.
 
Historischer Hintergrund
 
Die getrocknete, gereifte Rinde von R. purshiana wird seit vielen Jahren konti-nuierlich von pazifischen nordwestlichen Ureinwohnern und Einwanderungs-Euroamerikanern als abführendes Naturheilmittel verwendet, als eines von mehreren anthrachinonhaltigen pflanzlichen Arzneimitteln einschließlich des Blattes und der Früchte von Sennes , der Latex von Aloe Vera und die Wurzel der Rhabarberpflanze. Kommerziell wird es "Cascara Sagrada" ("heilige Rinde" auf Spanisch) genannt, während es traditionell als "Chittem Rinde" oder "Chitticum Rinde" bekannt ist. Spanische Eroberer, die im 17. Jahrhundert den pazifischen Nordwesten erkundeten, trafen auf viele Eingeborene, die die Rinde von R. purshiana als Abführmittel verwendeten. Sie gaben ihm den Namen "heilige Rinde" (cácara sagrada) zu Ehren seiner Wirksamkeit. Bis 1877 produzierte das US-amerikanische Pharmaunternehmen Parke-Davis Cascara-Präparate, und bald darauf wurden Cascara-Produkte in Übersee nach Europa exportiert. Die Explosion der Cascara-Industrie verursachte während der 1900er Jahre infolge der Überfischung großen Schaden für die einheimi-schen Cascara-Populationen. Im Jahr 1999 machte Cascara mehr als 20% des nationalen Abführmittelmarktes in den USA mit einem geschätzten Wert von 400 Millionen US-Dollar aus. Die Rinde selbst hatte einen Wert von un-gefähr 100 Millionen Dollar. Cascara wurde in mehr Medikamentenpräparaten als jedes andere Naturprodukt in Nordamerika gefunden, und es wird an-genommen, dass Cascara das am häufigsten verwendete kathartische Mit-tel der Welt ist.
 
Andere Anwendungen
 
Die Früchte können auch gekocht oder roh gegessen werden, haben aber eine abführende Wirkung. Die Lebensmittelindustrie verwendet Cascara manchmal als Geschmacksstoff für Liköre, Softdrinks, Eiscreme und Backwaren. Cascara Honig ist lecker, aber leicht abführend. Das Holz wird von Einheimischen für Pfosten, Brennholz und Dreharbeiten verwendet. Es wird auch als Zierpflanze angepflanzt, um Nahrung und Lebensraum für Wildtiere zu bieten oder Bodenerosion zu verhindern.  Aufgrund seines bitteren Ge-schmacks kann Cascara verwendet werden, um Nägelkauen zu stoppen, indem es auf die Fingernägel aufgetragen wird.
 
 
Beschreibung
 
Cascara ist ein großer Strauch oder kleiner Baum von 4,5-10 m Höhe mit einem Stamm von 20-50 cm Durchmesser. Die äußere Rinde ist bräunlich bis silbergrau mit leichten Flecken (oft zum Teil aus Flechten) und die innere Oberfläche der Rinde ist glatt und gelblich (mit zunehmendem Alter und / oder Sonneneinstrahlung dunkelbraun). Cascara Rinde hat einen intensiv bitteren Geschmack. Die Blätter sind einfach, abfallend , abwechselnd, gruppiert nahe den Enden von Zweigen. Sie sind oval, 5-15cm lang und 2-5cm breit, mit einem 0,6-2cm großen Blattstiel, oben glänzend und grün, unten ein mattes, blasseres Grün; und haben kleine Zähne an den Rändern und parallele Venen. Die Blüten sind winzig, 4-5mm im Durchmesser, mit fünf grünlich gelben Blütenblättern, die eine Becherform bilden. Die Blüten blühen in doldenförmigen Büscheln an den Enden markanter Stiele, die an den Blatt-achseln befestigt sind. Die Blütezeit ist kurz, von früh bis Mitte Frühling und verschwindet im Frühsommer.  Die Frucht ist eine Steinfrucht von 6-10 mm Durchmesser, anfangs hellrot, schnell dunkelviolett oder schwarz reifend, mit einem gelben Fruchtfleisch und zwei oder drei harten, glatten, olivgrünen oder schwarzen Samen.

Bachblüten
 
Ich bin orientierungslos (36 Wild Oat)
 
-        Diese Menschen sind sehr oft orientierungslos
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Orientierungslosigkeit allmählich ablegen
Bachblüten
 
Ich gebe mich selber auf (37 Wild Rose)
 
-        Diese Menschen geben sich selber auf
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte geben sie sich nicht mehr so leicht auf
Mineralstoffe
 Mineralstoffe sind für den menschlichen Körper genauso essentiell wie Vitamine. Sie liefern ebenfalls keine Energie, dienen aber als lebenswichtige Baustoffe und Reglerstoffe im Körper. Anhand ihres Gehalts im Körper werden sie in Mengen- und Spurenelemente unterteilt.
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