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Nieswurz ttt
Die Pflanzengattung Nieswurz, auch Christrosen, Schneerosen oder Lenzrosen genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die 15 bis 25 Arten sind von Europa über Kleinasien bis Zentralasien und China verbreitet.
Die Nieswurz-Arten sind Pflanzen der mittleren Berghöhen, vor allem in den west-lichen Alpen sind sie heimisch. Mitten im Winter blüht die Christrose (schwarze Nieswurz) mit großen Blüten, die an Anemonen erinnern. Die grüne Nieswurz blüht erst im Frühling. Alle Nieswurzarten sind stark giftig. Früher wurden die Niesreiz auslösenden Wurzeln gegen Geisteskrankheit und Herzschwäche eingesetzt, doch die Giftigkeit verhindert heutzutage ihre Verwendung, außer in homöopathischer Verdünnung. Die grüne Nieswurz ist eine Pflanze der mittleren Berghöhen, vor allem in den westlichen Alpen ist sie heimisch. Die grünen Blüten erscheinen zwischen März und April, also meist deutlich später als die der verwandten Nieswurze. Die ganze Pflanze ist stark giftig. Früher wurden die Niesreiz auslösenden Wurzeln gegen Geisteskrankheit und Herzschwäche eingesetzt, doch die Giftigkeit verhin-dert heutzutage ihre Verwendung, außer in homöopathischer Verdünnung.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur homöopathisch anwenden. Läuse
wissenschaftlicher Name: Helleborus viridis
Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name: Green hellebore
volkstümliche Namen: Bärenfuß, Feuerkraut, Feuerwurz, Läusekraut, Lenzrose, Schelmwurz, Teufelskraut, Wolfszahn, Wrangblume
Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Wurzelstock
Inhaltsstoffe: Digitalis-Glykoside, Helleborein, Helleborin, Saponine, Cyclopamin
 
Anwendung
Unter den Nieswurz-Arten werden insbesondere die Christrose und ihre Sorten als Zierpflanzen verwendet. Als Art, die am besten auch Sonne und Trockenheit toleriert, gilt die Korsische Nieswurz mit ihren becherförmigen grünen Blüten. Mittlerweile wurden auch eine Reihe von Hybriden gezüchtet. Zu diesen gehört bei-spielsweise die Sorte Helleborus ‘Queen of the Night’, eine Kreuzung der Orientali-schen Nieswurz und der Purpur-Nieswurz. Durch die Verwendung als Heilpflanzen wurden zwei Nieswurz-Arten in Mitteleuropa eingebürgert. Sowohl die Christrose als auch die Grüne Nieswurz wurden über Gartenabfälle verschleppt und siedelten sich in der freien Natur an. Die Grüne Nieswurz ist besonders im Alpenvorland in lichten Wäldern und an Weinbergrändern zu finden. Der erste schriftliche Nachweis stammt aus dem Jahre 1798.
Nieswurzen als Gift- und Heilpflanze
Nieswurz-Arten enthalten einige pharmakologisch wichtige und nutzbringende In-haltsstoffe: Saponin und die Glykoside Helleborein und Hellebrin sind in der ganzen Pflanze zu finden. Helleborein hat Digitaliswirkung. Der Geruch der Inhaltsstoffe führt zu einem starken Niesreiz. Die Giftwirkung der Nieswurz-Arten, wozu in Antike und Mittelalter auch die Weiße Nieswurz (helleborus albus) gezählt wurde, war schon im Altertum bekannt. So wird berichtet, dass Solon während des Ersten Heiligen Kriegs im Jahre 600 v. Chr. einen Bach mit zerkleinerten Helleborus-Rhizomen vergiftete und damit die Bewohner von Krissa, die aus dem Bach tranken, durch Durchfall kampfunfähig machte. Auf die gleiche Episode bezieht sich auch Frontinus, der in seinen Stratagema von der Vergiftung der Einwohner von Krissa mit elleboro durch den Tyrannen Kleisthenes von Sikyon berichtet. Der von Plinius zitierte Herophilos von Chalkedon bezeichnete helleborus, vermutlich das Lilienge-wächs Weißer Germer, in einer militärischen Metapher als starken Feldherrn. Nies-wurzen wurden auch in der Vergangenheit häufig als Heilpflanze verwendet, wie man aus den Erwähnungen bei Hippokrates, Hildegard von Bingen und anderen mittelalterlichen Quellen, Paracelsus, Hieronymus Bock, Pietro Andrea Mattioli und Christoph Wilhelm Hufeland schließen kann. Nach Demokrit half die Nieswurz gegen Torheit, die bei seinen Mitbürgern, den Abderiten weit verbreitet war. Als Heilpflanze wurde die Christrose seit dem 16. Jahrhundert in Gärten gezogen. Der dunkelbraune Wurzelstock wurde pulverisiert als Herzmittel und harntreibendes Medikament eingesetzt. Die Kräuterbücher des 16. und 17. Jahrhunderts wiesen auch auf die Giftigkeit der Pflanze hin und warnten vor Überdosierung. In Der Klos-terjäger von Ludwig Ganghofer warnt der Titelheld einen Frater, dem er die Nies-wurz bringen soll: Zwei Tröpflein machen rot, zehn Tropfen machen tot. Die Verwendung als Niespulver verbietet die Bedarfsgegenständeverordnung.
Achtung! Stark giftig. Die Nieswurz wird   nicht medizinisch an-gewendet
Aufgrund der Giftigkeit eignet sich die grüne Nieswurz nicht für die Behandlung mit der frischen Pflanze. Einige andere Nieswurzarten wurden früher gegen Herz-schwäche und Wahnsinn eingesetzt. Die grüne Nieswurz galt jedoch als zu schädlich für die medizinische Anwendung. Sie wurde jedoch als äußerliches Mittel gegen Läuse und andere Insekten verwendet. Daher nannte man sie und ihre Schwester, die stinkende Nieswurz, auch Läusekraut. Obwohl eine homöopa-thische Anwendung der grünen Nieswurz denkbar wäre, wird sie im Allgemeinen nicht homöopathisch angewendet. Stattdessen ist ihre Schwester, die Christrose (schwarze Nieswurz) ein beliebtes homöopathisches Mittel. In der Volksheilkunde wird die grüne Nieswurz hin und wieder gegen Herzschwäche, Verstopfung, Epilepsie und psychische Probleme eingesetzt. Ihre Wirkung ist jedoch noch giftiger als die der schwarzen Nieswurz. Daher ist von der Anwendung der grünen Nieswurz stark abzuraten.
 
Giftwirkung

Bei Vergiftung mit der Nieswurz kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Ohrensausen und Herzklopfen mit verlangsamten Puls. In schweren Fällen kann es zum Delirium bis hin zum Tod kommen. Im Vergiftungsfall sollte man sofort den Notarzt zu Hilfe rufen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte man Erbrechen hervorrufen und Aktivkohle geben. Nach dem Erbrechen kann ein starker Wermut-Tee zusätz-lich helfen.
 
Pflanzenbeschreibung
Verwechslungsmöglichkeit
Hier werden Nieswurze   der Gattung "Helleborus" beschrieben. Es gibt auch den weißen Germer, der auch   "Nieswurz" genannt wird. Der Germer gehört je-doch zu einer ganz   anderen Pflanzenfamilie. Beide Pflanzengattungen sind stark giftig.
Die grüne Nieswurz wächst vorwiegend in bergigen Gegenden. Man findet sie vorwiegend in den westlichen und südlichen Alpen. Dort gedeiht sie vorwiegend in lichten Wäldern der mittleren Höhen. In Gärten wird sie hin und wieder wegen ihrer interessanten grünen Blüten angepflanzt. Sie sind in Deutschland wildwachsend so selten, dass sie unter Naturschutz stehen. Die grüne Nieswurz ist winterhart und mehrjährig. Sie werden bis zu 25cm hoch. Die Blätter der Nieswurz sind groß, ge-stielt und gefingert. Die grüne Nieswurz blüht im Frühjahr mit grünen Blüten. Die Blütenfarbe hat ihr ihren Namen gegeben. Alle Teile der grünen Nieswurz sind stark giftig.
Helleborusarten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die meist Rhizome als Über-dauerungsorgane ausbilden. Die relativ großen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist meist geteilt.
An einem Blütenstand (es ist eine Zyme) befinden sich ein bis viele Blüten. Sie besitzen laubblattförmige Hochblätter. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütenfarben reichen von rot bis violett und weiß bis grün. Die fünf Kelchblätter sind groß und dekorativ in unterschiedlichen Farben und sind meist auch noch während der Fruchtreife vorhanden. Die 5 bis 15 Kronblätter sind klein. In jeder Blüte sind viele (30 bis 60) Staubblätter und zwei bis zehn freie Frucht-blätter vorhanden. Alle Arten sind giftig.

Osterluzei tt
Die Gewöhnliche oder Aufrechte Osterluzei ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Osterluzeigewächse gehört.
Die Osterluzei fällt durch ihre bizarr geformten schwefelgelben Blüten auf. Sie wächst gerne in Weinbergen, dort wo es warm und sonnig ist. Manchmal kann man am Vorhandensein der selten gewordenen Osterluzei sogar ehemalige Weinberge wiedererkennen. Die früher hochgelobte Osterluzei wird heute aufgrund ihrer Giftwirkung kaum noch angewendet. Äußerlich wendet die Volksheilkunde die Osterluzei noch gegen entzündete Wunden an. Auch in homöopathischer Verdünnung wird die Osterluzei gerne verwendet, vor allem in der Frauenheilkunde.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D3! Entzündungshemmend, krampflösend, schweißtreibend, Fieber, Infektionen, Rheuma, Menstruationsfördernd, Geburt beschleunigend, Entzündete Wunden, Ekzeme, Wundliegen, Druckstellen, Juckreiz, Muskelkater, Schlangenbisse
wissenschaftlicher Name: Aristolochia clematitis
Pflanzenfamilie: Osterluzeigewächse = Aristolochiaceae
englischer Name: Birthwort
volkstümlicher Name: Bruchwurz, Donenrwurzel, Fieberwurzel, Fobwurz, Hünschkraut, Löffelkraut, Osterlug, Sarazenenkraut, Wolfsapfel
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Aristolochiasäure, ätherische Öle, Bitterstoffe
Sammelzeit: Frühjahr und Herbst
 
Anwendung
Achtung! Stark giftig. Osterluzei   nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden.
Die Osterluzei wird heutzutage nur noch in homöopathischer Verdünnung ange-wandt, denn sie ist nicht nur giftig, sondern der Wirkstoff Aristolochiasäure gilt auch als krebsfördernd. Die Volksheilkunde wendet die Osterluzei immer noch äußerlich an. Als Umschlag wird die verdünnte Osterluzeitinktur zur Behandlung von entzün-deten Wunden verwendet. Auch gegen Ekzeme, Unterschenkelgeschwüre und Juckreiz wird die verdünnte Tinktur in der Volksheilkunde manchmal verwendet.
 
Geschichtliches
In der Antike galt die Osterluzei als wertvolle Heilpflanze. Sie wurde gegen Schlan-genbisse und zur Erleichterung der Geburt eingesetzt. In einigen katholischen Ge-genden wird die Osterluzei noch heute in den Sträußen zur Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt im August verwendet.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Gewöhnliche Osterluzei ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshö-hen von 30 bis 100 Zentimeter erreicht. Die kriechende Sprossachse bricht leicht. Das Rhizom ist reich verzweigt und im Boden weithin kriechend. Die Pflanze ver-strömt einen merkwürdigen, leicht fruchtigen Geruch. Die Laubblätter sind langge-stielt, tief ausgebuchtet und herzförmig. Die Blütezeit erstreckt sich in Europa von Mai bis Juni. In den Achseln der oberen Blätter stehen zwei bis acht Blüten zu-sammen. Die eigenartige Blütenform ist besonders auffallend. Die gestielten, zygomorphen, zwittrigen Blütensind gelb. Sie sind oben tütenförmig, gehen in eine innen mit nach unten stehenden Haaren bedeckte Blütenröhre über, die sich dann unten zu einem Blütenkessel bauchig erweitert. Die Blüten sind eine Falle für besuch-ende Insekten, die durch die Behaarung der Blütenröhre gefangen gehalten werden. Nachdem die Blüte bestäubt wurde, erschlaffen diese Haare und die wiederum mit Blütenstaub beladenen Insekten können wieder entweichen. Die vielsamige Kapselfrucht ist anfangs grün, später schwarz mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Zentimetern.
Die Osterluzei ist ursprünglich im Mittelmeerraum heimisch, wurde aber nach Mitteleuropa eingeführt. Als Standort liebt die Osterluzei vor allem Weinberge, aber auch andere sonnige Hänge. Sie ist in Deutschland so selten, dass sie un-ter Naturschutz steht. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Ihre herzförmigen Blätter sind hellgrün. Die gelben Blüten der Osterluzei sehen ungewöhnlich aus. Hinter einem rundlichen Knubbel befindet sich eine nach oben gebogene Röhre. Die Spitze der Blütenblätter erinnert an Tüten. Diese Blütenform dient dazu, Insekten so lange gefangen zu halten, bis sie die Blüte bestäubt haben.

Bachblüten
Eltern ermahnen ihre Kinder ständig zur Vorsicht (Red Chestnut)
- Diese Menschen (Eltern) ermahnen ihre Kinder ständig zur Vorsicht
- Mit der dementsprechenden Bachblüte ermahnen die Eltern ihre Kinder kaum mehr
 

Bachblüten
Starkes Perfektionsstreben (Rock Water)
- Diese Menschen haben ein sehr starkes Perfektionsstreben
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das Perfektionsstreben herunterschrauben
Disaccharide
Laktose (Glucose + Galaktose)
-     Milchzucker
-     Ist Bestandteil der Milch. Einziges Nahrungskohlenhydrate für den Säugling
-     Fördert die Calciumaufnahme
-     Ein angeborener oder erworbener Mangel an LAKTASE – den Enzym das im Dünndarm die Laktose in Glucose und Galaktose aufspaltet, führt Milchzuckerunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz. Symptome sind Durchfälle, Bauchschmerzen und Krämpfe.
WICHTIG: auch Disaccharide sind „einfache“ Kohlenhydrate. Erst ab den Polysaccharide spricht man von „komplexen“ Kohlenhydraten.
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