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Doldiger Milchstern t
Der Dolden-Milchstern, auch Doldiger Milchstern oder auch Stern von Bethlehem genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Milchsterne innerhalb der Familie der Spargelgewächse. Er gehört zu einer als Ornithogalum umbellatum-Aggregat bezeichneten, sehr vielgestaltigen und bislang auch in Mitteleuropa nicht völlig geklärten Artengruppe.
Der doldige Milchstern kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde wahrscheinlich wegen sei-nes hübschen Aussehens in Mitteleuropa eingeführt wo er aus den Gärten entkam und sich wild verbreitete. In der Naturheilkunde wird der Milchstern kaum eingesetzt, weil er leicht giftig ist. Jedoch wird er in der Homöopathie und als Bachblüte benutzt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Nur äußerlich, weil giftig! Haarwuchs fördernd, Haar kräftigend
wissenschaftlicher Name: Ornithogalum umbellatum
Pflanzenfamilie: Liliengewächse = Liliaceae
englischer Name: Star of Bethlehem
volkstümlicher Name: Stern von Bethlehem
Verwendete Pflanzenteile: Zwiebeln
Inhaltsstoffe: Saponine, Cardenolide, Glykoside, Convallatoxin, Convallosid, Schleim
Sammelzeit: Frühherbst
Homöopathie: Manche Krebsformen
Bachblüte: Infos über die Bachblüte Star of Bethlehem
 
Anwendung
In der Pflanzenheilkunde wird der doldige Milchstern kaum angewandt, weil seine Glykoside giftig sind. Vor allem Tiere und Kinder können sehr unter Vergiftungserscheinungen beim Verzehr von Milchstern-Zwiebeln leiden. Prinzipiell dürfte die Wirkung der Milchstern-Zwiebel mit der Wirkung von Maiglöckchen vergleichbar sein, deren Glykoside herzwirksam sein sollen. Aber auch das Maiglöckchen wird kaum bei Herzbeschwer-den angewandt, wohl weil die Glykoside des Fingerhuts wirksamer sind. In antiken Schriften wird zwar davon berichtet, dass die Zwiebeln des Milchsterns mit Genuss verspeist wurden, aber möglicherweise beziehen sich diese Angaben auf weniger giftige Sorten. Die äußerliche Anwendung des Milchsterns ist jedoch nicht so riskant, daher kann man es durchaus wagen, den in Wasser gelösten Saft der Zwiebel zur Stärkung der Haare einzusetzen. In der Homöopathie wird eine potenzierte Zubereitung des Milchsterns gegen manche Krebsarten eingesetzt. Dieser Einsatzzweck sollte jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Als Bachblüte ist der Milchstern unter dem Namen "Star of Bethlehem" sehr beliebt und soll bei der Bewältigung von alten Traumas helfen.
 
Pflanzenbeschreibung
Der doldige Milchstern ist eine Zwiebelpflanze, die im westlichen Mittelmeerraum heimisch ist. In Mitteleuropa wurde sie in Gärten angebaut und ist teilweise verwildert. Die Pflanze wird etwa 30 cm hoch. Ihre Blätter ha-ben linzealische Form und sind weiß gestreift. Im April blühen die Blüten in einer doldigen Traube. Die sternartige Form hat der Pflanze den Namen Milchstern gegeben.
Der Dolden-Milchstern im engeren Sinne wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 30 cm. Diese Geophyten bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus, die von vier bis fünf relativ großen, spitzen, schon im ersten Jahr austreibenden und Laubblätter tragenden Brutzwiebeln umgeben sind. Die vorjährigen Zwiebelblätter sind miteinander verwachsen. Die im Februar erscheinenden meist vier bis sechs (selten bis zu neun) grundständigen Laubblätter sind 2 bis 6 Millimeter breit, einfach parallelnervig und besitzen einen weißen Mittelstreif. Während die Blätter vor der Blütezeit meist kräftig grün gefärbt sind und aufrecht stehen, werden sie zur Blüte länger und weicher, so dass sie beginnen herabzuhängen. Nach der Blütezeit vergilben die Blätter bald und sterben ab.
Fünf bis zwölf Blüten sind in einer kurzen Schirmtraube zusammengefasst. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestalteten Blütenhüllblätter (Tepalen) sind weiß, unterseits grünlich oder mit grünem Mittelstreif, sind 15 bis 22 Millimeter (selten bis 30 mm) und 4 bis 8 Millimeter breit. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden, von denen die äußeren eine Länge von 5 bis 7 mm und die inneren eine Länge von 6 bis 8 mm aufwei-sen. Die einfachen bis zu 3 mm breiten Staubfäden sind abgeflacht. Drei Fruchtblätter sind zu einem 5 bis 6 mm langen Fruchtknoten verwachsen, der sechs deutliche, abgerundete Längsleisten aufweist und an der Spitze gelb ist. Der Griffel ist 3 bis 4 mm lang. Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die unteren Fruchtstiele sind auch zuletzt aufrecht-abstehend und nicht zurückgeschlagen. Die dreifächerige, geflügelte, fleischige Kapselfrucht ist gestutzt und enthält viele Samen.

Eibe ttt
Die Eiben bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse. Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet; in Europa ist die Europäische Eibe als einzige Art heimisch.
Eiben sind immergrüne Nadelbäume, die sehr langsam wachsen und über 2000 Jahre alt werden können. Da Eiben Schatten bevorzugen, sah man in ihnen eine Verbindung zum Jenseits und der Unterwelt. Im Herbst leuchten die roten Früchte von weitem, der süße Fruchtfleisch-Samenmantel ist der einzige Teil der Pflanze, der ungiftig ist. Wegen der starken Giftwirkung wird die Eibe heute in der Pflanzen-heilkunde nicht mehr eingesetzt, in der Behandlung von Krebs werden die Wirk-stoffe mit Erfolg in der Schulmedizin eingesetzt.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Krebs
Heilwirkung: Volksheilkunde: abführend, herzstärkend, menstruationsfördernd, wurmtreibend, Pflanzenheilkunde: krebshemmend, zellteilungshemmend
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Abführmittel, Blasenleiden, Husten, Insektenbekämpfungsmittel, Katarrh, Krätze, Skorbut, Würmer, Pflanzenheilkunde: Krebs, Mammakarzinom, Ovarialkarzinom, Homöopathie: Gicht, Hautausschläge, Herzkrankheiten, Leberkrankheiten, Rheuma
wissenschaftlicher Name: Taxus baccata L.
Pflanzenfamilie: Eibengewächse = Taxaceae
englischer Name: Common Yew, Yew
volkstümlicher Name: Bogenbaum, Eibe, Eibenbaum, Eife, Europäische Eibe, Ibenbaum, Ifenbaum, Iwenbaum, Kandelbaum, Roteibe, Taxe, Taxbaum, Taxen, Ybe, Ypenbaum
Verwendete Pflanzenteile: Alle Teile der Pflanze
Inhaltsstoffe: Baccatin III, Betulosid, Biflavonoide, Diterpene, Ginkgetin, Paclitaxel, Phenole, Taxacine, Taxin A, Taxin B, Taxication, Vitamin C
Sammelzeit: Früchte: ab September, Nadeln: Winter
 
Anwendung
Es gibt zahlreiche Kreuzungen. Die bekannteste Kreuzung ist die Hybrid-Eibe, eine 1900 in Massachusetts entstandene Kreuzung aus Taxus baccata und Taxus cus-pidata. Ihre breit säulenförmig wachsende Zuchtform ‘Hicksii’ wird relativ häufig in Parks und Gärten gepflanzt.
Bis auf den roten fleischigen Samenmantel sind alle Teile der Eibe sehr giftig. Kochen oder Trocknen zerstören nicht die Giftstoffe. Der Giftgehalt ist im Winter am größten.
Tinktur
Eine Tinktur aus den Nadeln hilft äußerlich gegen Hautparasiten.
Früchte
Der rote Samenmantel der reifen Früchte ist ungiftig, süß und roh essbar, auf keinen Fall darf man die sehr giftigen Samen verschlucken oder zerkauen. Hilft bei Skorbut. Kinder sollten die Früchte nicht essen, da oft die giftigen Samen verschluckt werden.
Innerlich
Die Eiben eignen sich nicht für die Selbstbehandlung (außer Homöopathie). Die Fertigmittel werden unter ärztlicher Aufsicht zur Tumorbehandlung eingesetzt.
Räuchermittel (Mittelalter)
Einatmen des Rauches von brennenden Eibenholz soll Schnupfen, Husten und Lungenerkrankungen lindern. Vorsicht, der Holzstaub kann zu Atemproblemen und Hautreizungen führen.
Homöopathie
Das Mittel wird aus frischen Eibenzweigen hergestellt und vor allem bei Hautkrankheiten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.
 
Magie und Mythologie
In vielen Kulturen ist die Eibe ein heiliger Baum. In der Magie werden Zauberstäbe aus Eibenholz hergestellt. Die Eibe wird in Zaubern zum Erwecken von TotenGeistern eingesetzt. Die Eibe vertreibt aber auch böse Geister.
 
Geschichtliches
Seit der Antike wird die Eibe für Morde eingesetzt. Das Holz ist wegen seiner Eigenschaften sehr beliebt und wurde für Bögen, Armbrüste, Pfeile und Lanzen genutzt. Ganze Landstriche wurden aus diesen Gründen eibenfrei. In der französichen Gartenkunst war die Eibe sehr beliebt, da sie sehr gut in Form geschnitten werden kann. Wegen der ungiftigen Alternativen wird die Eibe in der Pflanzenheilkunde nicht mehr eingesetzt. Die Inhaltsstoffe und die abgewandelten synthetischen Stoffe werden aber erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. In Deutschland wegen des starken Rückganges mittlerweile geschützt. Die Eibe war 1994 der Baum des Jahres.
 
Pflanzenbeschreibung
Die zweihäusige Eibe ist in den frostärmeren Teilen von Europa, Nordafrika und Westasien heimisch. Sie wächst bevorzugt auf feuchten, nährstoff- und kalkreichen Böden. Junge Pflanzen wachsen vorzugsweise im Schatten. Der langsamwüchsige mehrjährige Strauch/Baum wird zwischen 2 und 20 Meter hoch. Der dicke Stamm hat eine rotbraune Rinde. Die Blätter sind immergrüne Nadeln. Die Blüten erscheinen zwischen April und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich ab August ein bis zwei grün-braune Samen in einem roten Fruchtkörper mit einer fleischigen Hülle. Der Samen wird durch Vögel verbreitet. Alle Teile der Pflanze sind giftig, nur der fleischige Mantel der Frucht ist ungiftig.
Eibenarten sind immergrüne Sträucher oder kleine bis mittelgroße Bäume. Junge Zweige besitzen anfangs eine grüne bis gelblich-grüne Rinde; an ihrem unteren Bereich kann man einige Knospenschuppen beobachten. Später wird die Rinde rötlich-braun, an älteren Ästen entwickelt sich eine schuppige, rötlich-braune Borke. Die Nadeln sind spiralig am Zweig angeordnet, sind aber gescheitelt, so dass sie zweireihig angeordnet zu sein scheinen. Die linealischen, biegsamen Nadeln kön-nen gerade oder gebogen sein, vorne enden sie mit einer kleinen aufgesetzten, aber nicht stechenden Spitze. Auf der Oberseite der Nadeln tritt die Mittelader hervor, auf der Unterseite befinden sich zwei helle Streifen mit den Stomata.
Eiben-Arten sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig: Männliche und weib-liche Blüten stehen auf separaten Pflanzenexemplaren, gelegentlich sind sie einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen sind kugelig, gelblich mit vier bis 16 Sporophyllen, die jeweils zwei bis neun Sporangien besitzen. Die Samen reifen im Jahr der Befruchtung. Weibliche Pflanzen tragen im Herbst rote „Früchte“, die in der Mitte einen einzelnen Samen enthalten. Das den Samen umgebende rote, fleischige Gewebe, der Samenmantel entwickelt sich nicht aus der Samenschale, sondern aus dem Stielbereich der Samenanlage. Der becherförmige Arillus weist je nach Art unterschiedliche Rottöne auf. Man spricht in diesem Fall nicht von einer Frucht (im botanischen Sinne), sondern von einem Samenmantel, da es Früchte per definitionem nur bei Bedecktsamigen Pflanzen geben kann.
 
Anbautipps
Den Samen in Töpfen aussäen, leicht mit Erde bedecken, die Erde feucht halten. Die Eibe verträgt keinen starken Frost, erfrorene Teile werden durch neue Triebe ersetzt. Der Boden sollte Wasser speichern können, nährstoffreich und kalkhaltig sein. Nicht für Kinder oder Weidetiere zugänglich anpflanzen. Junge Eiben brauchen Schatten, mit zunehmenden Alter verträgt die Eibe mehr Sonne. Eiben haben empfindliche Wurzeln und vertragen ein Umpflanzen nur schlecht.
 
Sammeltipps
Die Eibe ist geschützt und darf nicht in der Natur gesammelt werden.

Bachblüte
Ich kann keine Kritik vertragen (Larch)
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Bachblüte
Man hat Angst davor, allein zu sein, ist trotzdem in Gesellschaft schüchtern und nervös (Mimulus)
- Diese Menschen haben Angst davor, alleine zu sein, sind jedoch in Gesellschaft schüchtern und nervös
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Angst überwinden
Gemüse und Obst – nimm 5 am Tag (Regel 3)
Genießen sie 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart oder auch 1 Portion als Saft – idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit auch als Zwischenmahlzeit. Damit werden sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffe (z.B. Carotinoide, Flavonoide) versorgt.
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