Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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28.09.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > September > 25.09.17-01.10.17


BUCHWEIZEN  

Der Buchweizen ist eine Knöterichpflanze, die im Laufe der Jahrhunderte ihren Weg von der Mongolei zu uns gefunden hat. Der Name kommt von der Bucheckern-Form der Samen und von der Nutzung dieser Samen als Getreide, auch wenn der Buchweizen keine Ähnlichkeit mit Getreide oder Gräsern hat. In der Volksheilkunde eher zur Stärkung durch den Buchweizensamenbrei genutzt. Der Tee aus dem Kraut wurde meist nur als sanftes Schlafmittel genutzt. Der wichtigste Inhaltsstoff ist aber das Rutin, das die Mikrozirkulation in den Blutgefäßen verbessert und die Gefäßwände positiv verändert. Entdeckt wurde diese Buchweizen-Eigenschaft erst in den 1970ern. Damit ist der Buchweizen eine der neusten Heilpflanzen und war Arzneipflanze des Jahres 1999 um die Bekanntheit zu fördern. Eine Kur mit Buchweizentee ist wunderbar geeignet um Durchblutungsstörungen und Krampfadern zu verhindern, wichtig für Menschen, die viel stehen müssen.
Der Echte Buchweizen, auch Gemeiner Buchweizen, ist eine Pflanzen art aus der Gattung  Buchweizen in der  Familie der Knöterichgewächse. Manchmal wird er auch in die Gattung Polygonum eingeordnet. Buchweizen ist ein Pseudogetreide. In manchen Gegenden wird Buchweizen auch als Heiden, Heidenkorn, Heidegraupen, Blende, Brein, schwarzes Welschkorn, Gricken oder türkischer Weizen (bei Th. Storm) bezeichnet, was auf die Annahme hindeutet, Buchweizen sei über die  Türkei nach Europa gelangt. In den romanischen Sprachen wird der Buchweizen als „ sarazenisches Korn" bezeichnet,  sorbisch,  tschechisch und  slowakisch: Pohanka (deutsch: „Heidenkorn"),  französisch: Sarrasin. Der Echte Buchweizen wurde zur  Arzneipflanze des Jahres 1999 gewählt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
CVI (chronisch venöse Insuffizienz), Venenschwäche, Zöliakie (Diät-Nahrung)
Heilwirkung:
Pflanzenheilkunde: antihämorrhagisch, antioxidativ, blutzuckersenkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, gefäßstärkend, gefäßverbessernd, ödemprotektiv, schleimlösend, Volksheilkunde: stärkend
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Arterioskleroseprophylaxe, Durchblutungsstörungen, Kapillarbrüchigkeit, Krampfadern, Ödeme, Radikalenfänger, Venenschwäche, Zellschutz, Volksheilkunde: Bluthochdruck, Erfrierungen, Stärkung, Schlafmittel, Homöopathie: Ekzem, Hauterkrankungen, Juckreiz,  Kopf-schmerzen, Lebererkrankungen, Lichtempfindlichkeit, Pruritus, Wasserablagerungen, TCM: Durchfall mit Schleim, Entzündungen, Gesichtsröte, Hautunreinheiten, Unruhe
wissenschaftlicher Name:
Fagopyrum esculentum Moench
Pflanzenfamilie:
Knöterichgewächse = Polygonaceae
englischer Name:
Buckwheat
volkstümlicher Name:
Blenden, Bokert, Brein, Buchweizen, Echter Buchweizen, Gricken, Heidenkorn, Heiden, Heidensterz, Heidekorn, Tater, Sarazenenkorn, Schwarz-Plent, Schwarzes Welschkorn, Schwarzpolenta, Türkischer Weizen
Verwendete Pflanzenteile:
blühendes Kraut, Samen
Inhaltsstoffe:
Eiweiß, Fagopyrin, Flavonoidglykoside, Fett, Gerbstoffe, Hyperosid, Kaffeesäuren, Minerale, Naphthodianthron, Phenolcarbonsäuren, Quercitrin, Rutin, Salicylsäure, Tryptophan, Vitamine
Sammelzeit:
Kraut: Juni-August, Samen: September-November
Nebenwirkungen:
selten Kopfschmerzen
Kontraindikation:
nicht bekannt

Anwendung
Das Fagopyrin hat eine ähnliche Wirkung wie das Hypericin des Johanniskrautes, Wirkstoffe die die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern. Zum Glück kommt Fagopyrin nicht in den Samen vor und auch nicht im normalen Teeaufguss. Es gibt in der Apotheke Fertigarzneimittel mit garantiertem Rutingehalt.
Tee
1 Esslöffel Buchweizenkraut auf 250ml Wasser. Das Kraut mit dem kochenden Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Eine 4-8 wöchige Kur mit 2-3 Tassen täglich getrunken, stärkt Venen und Kapillargefäße, fördert die Durchblutung und hilft gegen  Krampfadern. Die ersten positiven Wirkungen sind nach den ersten 2 Wochen zu bemerken.
Homöopathie
Wird aus dem frischen Kraut gewonnen und meist in D4 - D6 eingesetzt. Fagopyrum (HAB) Hilft gegen Haut- und Leberkrankheiten.
TCM
Buchweizenbrei stärkt und hilft bei schleimigen Durchfall, unreine Haut, Unruhe, ...

Geschichtliches
Der Buchweizen ist eine uralte Kulturpflanze aus Zentralasien. Mit den Mongolen gelangte der Buchweizen im 14. Jahrhundert nach Europa, soll aber schon mit den Kreuzzügen nach Europa gekommen sein. Beim Torfabbau und nach Brandrodungen wurde gerne als erste Pflanze der Buchweizen angebaut, da er mit nährstoffarmen Böden gut klar kommt und diese verbessert. Brei-Gerichte aus den Samen war ein Arme-Leute-Essen, zum Backen eignete sich das Mehl kaum. Erst seit den 1970er eine Arzneipflanze, wegen des hohen Rutingehaltes. Oft in Gründüngungsmischungen und Bienenweidenmischungen enthalten.

Pflanzenbeschreibung
Der Buchweizen ist in Zentralasien (Mongolei) heimisch. Der Buchweizen hat sich über große Teile von Europa verbreitet und wird in vielen Teilen der Welt in kleinem Umfang angebaut. Er wächst auf Äckern, Wegrändern und bevorzugt kalkarme Böden. Die einjährige Pflanze wird zwischen 15 und 70 Zentimeter hoch. Die Blätter haben eine spitze Herzform. In Bodennähe sind die Blätter gestielt und oben direkt am Stängel. Der Stängel ist zunächst grün und färbt sich später rot. Bei dem falschen Buchweizen, bzw. Tataren-Buchweizen bleiben die Stängel grün. Die weiß-rosa Blüten erscheinen in Scheintrauben zwischen Juni und Oktober und sind etwa 3-5 mm groß. Aus den Buchweizen-Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die dreikantigen Nussfrüchte. Die braun-grauen Samen ähneln den Bucheckern und sind 4-6 mm lang.
Vegetative Merkmale
Der Echte Buchweizen ist eine einjährige  krautige Pflanze, die als Wildpflanze Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern  erreicht, unter günstigen Bedingungen (Ackeranbau) auch bis zu 1,2 Meter. Der aufrechte  Stängel ist wenig verzweigt und bei der Fruchtreife meistens rot überlaufen. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die unteren Laubblätter sind deutlich gestielt, die oberen sitzen fast dem Stängel an. Typisch für die Knöterichgewächse ist die kurze, tütenartige Hülle, die an der Ansatzstelle des Blattstiels den Stängel umhüllt. Die  Blattspreite ist dreieckig spießförmig, herz- bis pfeilförmig, mit einer Länge bis zu 8 Zentimetern meistens etwas länger oder gleich lang als breit und stets zugespitzt.
Generative Merkmale
In den Blätterachseln entspringen die Blütenstandsschäfte, über denen die kurzen, traubigen bis schirmrispigen Blütenstände stehen. Die zwittrigen Blüten sind nur etwa 3 Millimeter lang. Die Blütenhülle besteht aus meist fünf, selten auch nur vier 3 bis 4 mm langen, weißen, rosafarbenen bis rötlichen  Blütenhüllblättern. Als Frucht wird pro Blüte ein dreikantiges  Nüsschen gebildet. Die Nüsschen sind 4 bis 6 Millimeter lang und etwa 3 Millimeter dick mit ganzrandigen, scharfen, ungezähnten Kanten und glatten Flächen. Die Frucht ist unge-flügelt und besitzt eine derbe Schale, die etwa 30 % des Gewichts ausmacht und vor der Nutzung als Nahrungsmittel entfernt werden muss. Die Tausendkornmasse beträgt bei Feldanbau etwa 16 g.

Anbautipps
Buchweizen ist pflegeleicht. Ende April bis Mai an einen sonnigen Standort aussäen. Mag eher sandige, saure kalkarme Böden. Bei großer Trockenheit gießen. Wächst nicht im Schatten. Verträgt keinen Frost.

Sammeltipps
In der freien Natur wird man nur selten über ausgewilderte Exemplare stolpern, daher die Pflanze anbauen und ernten. Das ganze oberirdische Kraut zu Beginn der Blütezeit ernten, an schattigem und luftigem Ort trocknen. Der höchste Rutingehalt ist in den Blättern. Es kann allergische Hautreaktionen bei Berührung mit frischen Pflanzenteilen geben. Bei dem Einatmen von Staub getrockneter Pflanzen kann es zu Asthmaanfällen und Nasenschleimhautentzündung kommen. Die Samen sind etwas schwierig zu ernten, da immer nur ein paar Samen reif werden. Entweder vor Ort vorsichtig aus der Pflanze schütteln oder aus der geernteten Pflanze klopfen. Das getrocknete Kraut und die Samen dunkel lagern.




SUMPF-BLUTAUGE  

Das Sumpf-Blutauge ist ein Bewohner feuchter Gebiete des Nordens und von Höhenlagen. Besonders in Mooren es zu finden. Da aber die Moore immer mehr verschwinden, verschwindet auch immer mehr das Sumpf-Blutauge und findet sich mittlerweile auf der roten Liste. Die schön purpur blühende Pflanze hat einen Wurzelstock mit roten Farbstoff, Gerbstoff und Tanninen, was den Einsatz zum Färben, Gerben und gegen Durchfall erklärt.
Das Sumpf-Blutauge ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fingerkräuter in der Familie der  Rosengewächse. Es ist zirkumpolar verbreitet und besiedelt Flach- und Zwischenmoore.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Diarrhöe
Heilwirkung:
adstringierend, blutstillend, entkrampfend, verstopfend, wundheilend
Anwendungsbereiche:
Diarrhöe, Durchfall, Magenkrämpfe, Rheuma, Wunden
wissenschaftlicher Name:
Potentilla palustris Scop., Comarum palustre L., Comarium palustre
Pflanzenfamilie:
 Rosengewächse = Rosaceae
englischer Name:
Cinquefoil, Marsh cinquefoil
volkstümlicher Name:
Blutaugenkraut, Sumpf-Blutauge, Sumpfblutauge
Verwendete Pflanzenteile:
Wurzelstock, Kraut
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Farbstoffe, Gerbstoffe, Isobuttersäure, Isovaleriansäure, Tannine
Sammelzeit:
Wurzelstock: das ganze Jahr, Kraut: im Frühling, (Pflanze ist geschützt!)

Anwendung

Das Rhizom enthält sehr viele Gerbstoffe und einen roten Farbstoff. Dieser wurde früher bei Durchfall verwendet sowie zum  Gerben und Rotfärben eingesetzt.
Tee
1 Esslöffel getrocknetes Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, hilft bei Rheuma.
Abkochung
Die Abkochung der getrockneten Wurzeln hilft bei Durchfall und Magenkrämpfe.

Geschichtliches
Die getrockneten Blätter wurden früher als Tee-Ersatz genutzt. Der Wurzelstock wurde zum Färben (und Blüten) und Gerben genutzt, sowie als Mittel bei Durchfall. Heute wird das Sumpf-Blutauge für keinen dieser Zwecke mehr eingesetzt. In Russland wurde und wird die Pflanze noch heute bei Rheuma ein-gesetzt.

Pflanzenbeschreibung
Das Sumpf-Blutauge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimeter erreicht. Ihr kriechendes, verholztes Rhizom, von dem die blühenden und nichtblühenden Sprossachsen abzweigen, kann 1 Meter lang werden. Die niederliegenden bis aufsteigenden  Stängel sind flaumig bis zottig behaart, beblättert und oben verzweigt. Die Stängelblätter sind fünf- bis siebenteilig gefiedert, die Fiedern sind nahezu fingerartig angeordnet, sägezähnig und bläulichgrün, manchmal rötlich überlaufen. Der Blütenstand wird als locker trugdoldig bezeichnet. Die zwittrigen,  radiärsymmetrischen  Blüten sind meist fünfzählig, selten siebenzählig. Die grünen, schmallanzettlichen Außenkelchblätter sind halb so lang wie die breit-lanzettlichen, zugespitzten Kelchblätter. Die fünf oberseits dunkel-rotbraunen, zusammenneigenden  Kelchblätter sind doppelt so lang wie die Kronblätter, sie vergrößern sich bis zur Fruchtreife. Die fünf purpurfarbenen Kronblätter sind 3 bis 8 Millimeter lang und schmal. Die 20 Staubblätter sind schwarz-purpurfarben. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Juli (August). Zur Fruchtreife ist der Kelch verdickt und der Außenkelch bleibt bestehen. Die zahlreichen 1,5 mm langen Früchtchen sind glatt und glänzend und besitzen eine hakig gekrümmte Spitze.
Das Sumpf-Blutauge ist in höheren oder nördlichen Gebieten heimisch, daher verträgt die Pflanze tiefe Temperaturen. Sie wächst bevorzugt in Sümpfen, Mooren und Gräben. Die mehrjährige Staude wird zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch. Die wechselständigen Blätter haben 5 manchmal 7 Blättchen. Die dunkelroten bis braunen Blüten erscheinen zwischen Mai und August. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 2-3 cm und 5 Kelch-/Kronblätter. Aus den Blüten entwickeln sich vom Spätsommer bis in den Herbst die Samen (Nüßchen) in einem Kelch.

Anbautipps
Das Sumpf-Blutauge mag feuchten, sauren, moorigen oder torfigen Boden. Der Boden muss immer feucht/nass sein, sollte aber keine Staunässe sein. Der Standort Halbschatten oder Sonne. Den Samen im Herbst in Töpfen mit feuchten Torf aussäen und vorziehen. Im ersten Winter noch nicht aussetzen. Im Frühling an den schlammigen oder moorigen Teich o.ä. auspflanzen. Fühlt sich die Pflanze wohl, verbreitet sie sich über die Wurzelausläufer. Die Pflanze gibts mittlerweile auch als Teichpflanze im Fachhandel fertig vorgezogen zu kaufen.

Sammeltipps
Wurzeln, Wurzelstock jederzeit, wird getrocknet. Das Kraut wird am besten vor der Blüte gesammelt und getrocknet. Da das Sumpf-Blutauge geschützt ist, darf sie nicht in der Natur gesammelt werden.


BACHBLÜTEN
Du glaubst, dass Alkohol, Tabletten oder Drogen dein Leben erleichtern (1 Agrimony)
-
Diese Menschen glauben sehr oft, dass nur der Alkohol, diverse Tabletten oder sogar Drogen ihr Leben
 erleichtern bzw. erträglicher machen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte lernen diese Menschen ihren Alltag zu meistern ohne diese Sachen
 zu nehmen, dass ihnen ihr Leben dadurch erleichtern würden


BACHBLÜTEN
Kopf geht vor Herz
-
Diese Menschen gehen mehr mit den Kopf durch die Wand, bevor sie einmal auf ihr Herz hören

- Mit der dementsprechenden Bachblüte nehmen sie ihr Herz mehr wahr und handeln mehr nach ihm und
 lassen den Kopf manchmal außen stehen

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