Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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28.07.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juli > 23.07.18-29.07.18


ERDRAUCH

Früher war der Erdrauch, der auf Äckern und an Wegen als Unkraut wächst, eine wichtige und geehrte Heilpflanze. Das zeigt auch das "officinalis" in seinem wissenschaftlichen Namen "Fumaria officinalis". Heutzutage wird er jedoch kaum noch verwendet, weil der Hauptwirkstoff, das Alkaloid Fumarin, im Ruf steht, leicht giftig zu sein. Diesen Ruf teilt das Fumarin jedoch mit zahlreichen anderen Pflanzenwirkstoffen, denn alles was wirken soll, ist naturgemäß in höherer Dosierung giftig, wie schon Paracelsus wusste. Der Erdrauch hat eine ausgeprägte Wirkung auf die Funktion der Gallenblase. Die Wirkung ist regulierend, das heißt, eine zu starke Gallensekretion durch die Leber wird abgemildert, eine zu schwache Gallenfunktion wird verstärkt. Auch der Abfluss des Gallensaftes in den Darm wird durch den Erdrauch erleichtert.
Der Erdrauch ist die namensgebende Pflanzengattung der Unterfamilie der Erdrauchgewächse aus der Familie der  Mohngewächse.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Gallenschwäche
Heilwirkung:
blutreinigend, harntreibend, krampflösend, schweißtreibend
Anwendungsbereiche:
Verstopfung, Würmer, Hämorrhoiden, Leberschwäche, Gallenkoliken, Migräne, Depressionen Hypochondrie, Hautprobleme, Hautentzündungen, Ekzeme
wissenschaftlicher Name:
Fumaria officinalis
Pflanzenfamilie:
Mohngewächse = Papaveraceae
englischer Name:
 Fumitory
volkstümliche Namen:
Echter Erdrauch, Gemeiner Erdrauch, Gewöhnlicher Erdrauch
Inhaltsstoffe:
Alkaloide, Flavonoide, Fumarin, Protopin, Fumarsäure, Gerbsäure, Schleim
Sammelzeit:
Mai bis Oktober

Anwendung
Schon in der Antike galt der Erdrauch als wichtige Heilpflanze gegen Lebererkrankungen. Doch heutzutage wird der Erdrauch kaum noch in der Pflanzenheilkunde eingesetzt. Die häufigste Art, Erdrauch anzuwenden ist der Tee. Da die Inhaltsstoffe des Erdrauchs nicht völlig unproblematisch sind, sollte man den Erdrauch am besten in Mischtees anwenden, damit man nicht so große Mengen des Erdrauchs zu sich nimmt. Ein Tee aus „Erdrauchkraut" gilt als pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes.
Geschichtliches zur Heilkunde
Bereits vor Christi Geburt wurde der „Erdrauch" von arabischen Ärzten als Heilmittel geschätzt. Der griechische Arzt  Pedanios Dioscurides des ersten Christlichen Jahrhunderts schreibt über die Wirkung des Erdrauchs: «Der Saft ist beißend, er schärft das Gesicht und reizt zu Tränen.» Daraus soll sich der Name Fumus (zu deutsch "Rauch") und der lateinische Name fumaria ableiten. Eine andere Herleitung des Namens bezieht sich auf die graugrüne rauchähnliche Färbung der Blätter. Verbreitet durch die Medizinschule von Salerno gelangt der Erdrauch als Heilpflanze in die mittelalterliche Klosterheilkunde. Dort wurde er vor allem gegen Hautkrankheiten eingesetzt, aber auch als Stärkungsmittel und gegen Verstopfung angewendet. Neben der Verwendung als Heilmittel kommt der „Erdrauch" bereits bei den Kelten und  Germanen als Räuchermittel zum Einsatz, worauf sein lateinischer Name Fumaria (Rauch) und sein deutscher Name hindeuten. Im Mittelalter soll er für  exorzistische Riten genutzt worden sein. Man glaubte damals, dass die Pflanze Dämpfen entsprungen sei, die aus der Erde aufsteigen. Auch hieraus soll sich der Name deutsche Name Erdrauch ableiten. Daneben stand er auch in dem Ruf, von Hexen als Zaubermittel benutzt zu werden, mit dem sie sich unsichtbar machen konnten. Als Heilmittel geriet der „Erdrauch" lange Zeit in Vergessenheit, bis er in neuerer Zeit von der Wissenschaft wiederentdeckt wurde. Wie andere Pflanzenarten aus der Familie der Mohngewächse enthält er viele  Alkaloide sowie  Flavonoide,  Fumarsäure und  Cholin.
Tee
Für einen Erdrauchtee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Erdrauch mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich. Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Erdrauchtee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Erdrauchwirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.
Innerlich
Erdrauch kann man innerlich, als Tee oder Tinktur gegen Gallenschwäche und Leberprobleme einsetzen. Außerdem hilft Erdrauch gegen Verstopfung und andere Probleme des Verdauungsapparates. Hinzu kommt die Anwendung gegen Migräne, Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Erdrauch-Tee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Ekzeme lindern. Erdrauch hilft äußerlich eingesetzt auch gegen andere Hautentzündungen.

Pflanzenbeschreibung
Der gewöhnliche Erdrauch ist in Europa und Asien heimisch. Er wächst bevorzugt an nährstoffreichen, bearbeiteten Stellen. Daher ist er vor allem an Ackerrändern, in Gärten und in Weinbergen anzutreffen. Die einjährige Pflanze wird bis zu fünfzig Zentimeter groß. Die gefiederten Blätter hat sehr feine Einzelblättchen, sodass die gesamte Pflanze von fern rauchartig wirkt, was dem Erdrauch wohl den Namen eingebracht hat. Zwischen Mai und Oktober blüht der Erdrauch mit roten Blüten. Die Blüten wachsen in aufrechten Trauben. Die Einzelblüten sind asymetrisch und erinnern an Lippenblüten.
Vegetative Merkmale
Es handelt sich um meist ein-, selten mehrjährige krautige Pflanzen, die aufrecht, liegend oder kletternd wachsen können. Die Fumarioideae weisen keinen Milchsaft auf. Die ungestielten Laubblätter sind zusammengesetzt.
Generative Merkmale
Die traubigen Blütenstände sind
kurz. An den zygomorphen Blüten sind seitlich zwei kleine, bald abfallende (hinfällige)  Kelchblätter vorhanden. Die Krone wird aus vier verschieden gestalteten Kronblättern in zwei Kreisen gebildet. Bei den Fumariaarten ist das obere äußere  Kronblatt nach hinten sackförmig verlängert, so dass sich ein sackförmiger Sporn bildet. Die Blüten sind meist rötlich bis purpurfarben. Ein gutes Merkmal zur Unterscheidung vom Corydalisist, dass die Blütenspitze immer etwas dunkler gefärbt ist. Es sind meist nur zwei Staubblätter vorhanden. Im Gegensatz zum Corydalis (mit zweifächeriger Schote) sind die Früchte des Erdrauchs einsamige kugelige Nüsse. Wie bei den Arten der verwandten Gattung Corydalis tragen die Samen ein Elaiosom und werden von Ameisen verbreitet.




GURKE

Gurken kann man nicht nur als Salat essen, sondern auch als Gemüse und in der Suppe. Sogar einen Saft kann man aus den Gurken machen. Beim Genuss der Gurken tut man zudem etwas für seine Gesundheit, sowohl für den Harnapparat, die Verdauungsorgane, den Stoffwechsel, bei Diabetes und gegen Wechseljahresbeschwerden. Äußerlich angewandt hilft die Gurke für Hautkrankheiten aller Art.
Die Gurke, auch als Kukumer und Gartengurke bezeichnet, ist eine  Art der  Gattung  Gurken aus der Familie der  Kürbisgewächse. Sie gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Gemüsearten. Mit der unterschiedlichen Nut-zung zusammenhängend, werden im Wesentlichen zwei Sortengruppen unterschieden: die Salatgurke (oder Schlangengurke) und die  Einlege- oder Gewürzgurke.

Steckbrief
Heilwirkung:
Akne, Augen stärkend, Blasensteine, Blutzucker senkend, Brandwunden, Dekubitus,  Diabetes, Hautentzündungen, Nierensteine, Verstopfung,  Wechseljahre, blutreinigend, entgiftend, entschlackend, harntreibend
wissenschaftlicher Name:
Cucumis sativa
Pflanzenfamilie:
Kürbisgewächse = Cucurbitaceae
englischer Name:
Cucumber
volkstümliche Namen:
Gorke, Gümmerle, Joreke, Jurche, Murgen, Krazewez, Urmurke
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Samen
Inhaltsstoffe: Vitamin A, B1 und C, Nährsalze, insulinartige Stoffe
Sammelzeit:
Juli bis September

Anwendung
In erster Linie wird die Gurke gegessen. Am bekanntesten ist die Gurke im Salat, aber auch als Gemüse oder in Suppen schmecken Gurken ganz hervorragend. Das bevorzugte Gewürz für Gurken ist der Dill. Auch für Säfte eignet sich die Gurke hervorragend, denn sie enthält sehr viel Wasser. Mit einem Entsafter kann man geschälte Gurken sehr einfach in Saft verwandeln. Besonders lecker schmeckt der Gurkensaft mit einem Schuss Zitronensaft und einen Eiswürfel. Gegessen oder getrunken wirkt die Gurke wasserausleitend und hilft Nieren- und Herzkranken. Die Gurke wirkt entschlackend und ist förderlich für Darm, Nieren, Lungen und die Haut. Auch für Diabetiker ist die Gurke hilfreich, denn sie senkt den Blutzuckerspiegel. Sogar gegen  Wechseljahresbeschwerden hilft die Gurke. Auch äußerlich kann man die Gurke vielfältig einsetzen. Sehr bekannt sind Gurkenscheiben als Gurkenmaske zur Erfrischung der Gesichtshaut. Der Gurkensaft hilft bei fast allen Hauterkrankungen. Einfach auftragen, wenn möglich einmassieren und antrocknen lassen. Wirkt gegen Brandwunden, Sonnenbrand, Pickel, Flechten, Dekubitus, Geschwüre und schlecht heilende Wunden.
Verwendung
Die Salatgurken werden vorwiegend frisch als Salat verzehrt. Sie stammen überwiegend aus  Treibhäusern. Einlege- und Schälgurken sind kleiner als die Salatgurken und kommen überwiegend aus dem Freilandanbau. Ihr Länge-zu-Breite-Verhältnis ist meist etwa 3:1. Sie werden durch  Milchsäuregärung als  Salzgurken oder mit einem  Essigsud eingekocht und als  Gewürzgurken oder Saure Gurke bezeichnet. Ausgewachsene Schälgurken können ebenfalls roh gegessen werden, oder sie werden zu Senf- oder Honiggurken verarbeitet oder als Schmorgurke zubereitet. In Ost- und Südasien werden Gurken gern als Gemüsebeilage gekocht, so werden z. B. in Indien Gurken in Currys und Chutneys verwendet. In Asien werden auch die Samen gegessen und aus den Samen wird ein Öl gewonnen, das ebenfalls in der Küche Verwendung findet. In Südostasien werden auch die jungen Blätter und Sprosse als Gemüse gekocht und gegessen.

Pflanzenbeschreibung
Die Gurke wächst in Gärten und auf Feldern. Wild kommt sie in Mitteleuropa praktisch nicht vor. Im Frühling kann man sie im Haus vorziehen. Sobald Mitte Mai die Frostgefahr gebannt ist, werden die Gurken in warmen Gegenden ins Freiland gepflanzt. In kühleren Gegenden werden die Gurken im Gewächshaus angebaut. Der Stängel der Gurkenpflanze ist rauh und sucht durch korkenzieherartige Ranken nach Halt. Auch die herzförmigen Blätter sind rauh, fast stachelig behaart und werden bei ausgewachsenen Gurkenpflanzen über 30cm groß. Im Laufe des Sommers wird die Gurkenpflanze zwei bis drei Meter hoch bzw. lang. Ab Juni blühen kleine gelbe Blüten. An den weiblichen Blüten kann man bereits kleine Gurkenansätze erkennen. Die männlichen Blüten sitzen auf dünnen Stängeln. Innerhalb von knapp zwei Wochen reifen die befruchteten Blüten zu Gurken heran. Wenn man sie an der Pflanze hängen lässt, werden sie immer dicker und grösser und irgendwann werden sie sogar gelb, ihrer eigentlichen Reifephase. Gegessen werden sie Gurken jedoch meistens in ihrer grünen Wachstumsphase. Die Gurke ist eine einjährige Pflanze, die niederliegend und kletternd wächst und dabei ein bis vier Meter lang werden kann. Manche Zuchtsorten wachsen wesentlich gedrungener und kompakter. Die ganze Pflanze ist borstig-steif behaart. Die Blätter sind gestielt und ebenfalls rau behaart. Die Blattspreite ist dabei 7 bis 18 Zentimeter lang und gleichmäßig breit. Der Blattgrund ist herz-förmig, die Spreite fünfeckig mit spitzen Enden, leicht handförmig gelappt mit drei bis fünf Lappen. Der Blatt-rand ist fein gezähnt. In jeder Blattachsel entspringt eine unverzweigte  Ranke.
Blüten
Die Art ist ursprünglich getrenntgeschlechtig einhäusig, dies gilt für die Wildformen und viele Kultursorten. Es wurden jedoch andromonözische und  gynodiözische Sorten gezüchtet. Letztere bilden nur rein weibliche Pflanzen, die die Früchte ohne Bestäubung ansetzen und die dementsprechend hohen Ertrag liefern. Zur Herstellung von Saatgut und zur Züchtung wird die Bildung von männlichen Blüten durch Behandlung mit  Silber-Ionen angeregt. Die  Blütenstiele sind rund und mit etwa zwei Millimeter langen Haaren besetzt. Die  Kelchzipfel sind schmal-lanzettlich, gleich lang oder länger als die becherförmige Kelchröhre. Die  Krone hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern und ist goldgelb. Der Fruchtknoten ist dicht mit Stachelborsten besetzt, die auf Knötchen sitzen. Die männlichen Blüten stehen zu mehreren in den Blattachseln, wobei jeweils immer nur eine in Blüte ist. Typischerweise sind von den jeweils fünf  Staubblättern je zwei verwachsen, und eines steht frei. Dadurch sind die männlichen Blüten zygomorph. Die weiblichen Blüten stehen einzeln, meist verstreut an einzelnen  Knoten, bei den gynodiözischen Sorten an jedem Knoten. Blütezeit ist in Mitteleuropa Juni bis August. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen,  Grabwespen).
Früchte
Die  Frucht ist eine  Panzerbeere. Bei der Gurke wird die äußere grüne Fruchthülle durch ein derbes  cuticula überzogenes Gewebe des Blütenbodens gebildet, das sogenannte Rezeptakulum. Sie wird 10 bis 60 Zentimeter lang. Die Form ist walzlich bis schmal-eiförmig, unterschiedlich stark gekrümmt, stielrund bis undeutlich drei- bis sechskantig. Die Oberfläche ist höckrig-warzig bis glatt. Die unreifen Früchte sind zur Zeit der Ernte grün, bei einigen wenigen Sorten auch gelb oder weiß. Das Fruchtfleisch ist meist weiß, bei einigen Sorten auch orangefarben. Zur Reife sind die Früchte je nach Sorte grün bis gelb und nicht genetzt oder orange bis braun und genetzt. In der Regel hat die Frucht drei Fruchtfächer, die jeweils zweiteilig sind und viele kleine, weiße, flache  Samen tragen. Lediglich die Sorte 'Lemon' hat fünf Fruchtfächer. Sie zeichnet sich auch durch ihre gelbe Farbe aus und dadurch, dass sie die einzige  andromonözische Gurkensorte ist.



BACHBLÜTEN
Ich bin sehr besitzergreifend (Chicory)
-
Diese Menschen können sehr besitzergreifend sein
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie es lindern


BACHBLÜTEN
Ich in meinen Gedanken bin ich verloren (Clematis)
-
Diese Menschen sind die meiste Zeit in ihre Gedanken verloren
- Mit der dementsprechenden Bachblüten können sie ihre Gedanken wieder Sammeln


ERNÄHRUNG
Einteilung der Vitamine
Vitamine unterteilt man nach ihrer Löslichkeit
Fettlösliche Vitamine: A, D, E, K. nur mit Fett lösbar
Wasserlösliche Vitamine: C, B 1, B 2, B 6, B 12, Biotin, Niacin, Folsäure, Panthothensäure, H. Leich auslaugbar.


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