Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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28.06.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Juni > 25.06.18-01.07.18


WEINRAUTE


In den Klöstern des Mittelalters durfte die Weinraute nicht fehlen, weil sie als unentbehrliche Heilpflanze galt. Doch inzwischen wird sie fast nur noch von Liebhabern alter Pflanzensorten kultiviert und kommt selten verwildert auf Weinbergen vor. Dabei ist sie eine wertvolle Heilpflanze vor allem gegen Verkrampfungen. Auch in den  Wechseljahren kann sie wertvolle Dienste zur Linderung der typischen Beschwerden leisten.
Die Weinraute ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Rauten innerhalb der  Familie der Rautengewächse. Sie zählt zu den Gewürzpflanzen sowie zu den pflanzlichen Heilmitteln und wird manchmal als Zierpflanze angebaut.

Steckbrief
Heilwirkung:
krampflösend, Durchblutungsfördernd, Blähungen, Verdauungsschwäche, Magenkrämpfe, Reizmagen, Reizdarm, Kreislaufstörungen, Bluthochdruck,  Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Menstruationsfördernd, Wechseljahresbeschwerden, Hitzewallungen, Rheuma, Gicht
wissenschaftlicher Name:
Ruta graveolens
Pflanzenfamilie:
Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name:
Rue
volkstümlicher Name:
Raute
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Rutin, Cumaringlycosid, Glykoside, Gummi, Harz, Stärke, Bitterstoffe, Apfelsäure
Sammelzeit:
Mai und Juni

Anwendung
Die Blätter der Weinraute kann man als Tee trinken, von dem man täglich maximal drei Tassen trinken sollte (nicht mehr). Dieser Tee hilft gegen Verdauungsbeschwerden, die durch Verkrampfungen oder mangelnde Durchblutung hervorgerufen werden. Auch gegen Menstruationsbeschwerden, vor allem bei zu schwacher oder zu später Periode kann die Weinraute helfen. In den Wechseljahren wirkt sie gegen Hitzewallungen und Blutandrang im Kopf.
Weinraute als Duftpflanze
Aufgrund der ätherischen Öle findet die Weinraute in der Parfümindustrie Verwendung. Hält man die Laubblätter gegen das Licht, erkennt man durchscheinende, nadelstichartige „Löcher" (da ist kein Loch, es ist nur durchscheinend) – die mit ätherischem Ölgefüllten Drüsen. Weinraute, in Küche oder Speisekammer aufgehängt, soll  Ameisen fernhalten.
Weinraute als Gewürzpflanze
Die Laubblätter der Weinraute finden in der Herstellung von Grappa und ähnlichen Schnäpsen Verwendung, außerdem ist die Weinraute Hauptbestandteil des sogenannten Vierräuberessigs. Die Blätter der Weinraute kann man als Charaktergewürz der antiken  römischen Küche ansehen. Die Blätter haben einen intensiven Geschmack, weswegen man sparsam damit umgehen muss. Die Würze wird zu verschiedenen Fleischgerichten (Wild,  Hammel), zu Eiern, Fisch und Streichkäse, Salat, Soße, Gebäck und Kräuterbutter empfohlen. In Äthiopien werden auch die Weinrautenfrüchte getrocknet und als Gewürz verwendet. Wegen der  abortiven Wirkung der Weinraute sollten Schwangere das Gewürz meiden.
Weinraute in der Medizin und Volksmedizin
In der heutigen Pflanzenheilkunde außerhalb der Volksheilkunde findet die Weinraute keine Verwendung mehr. Die Pflanze ist phototoxisch, das heißt, sie kann Hautreizungen bei gleichzeitiger Berührung und Sonneneinstrahlung hervorrufen. Sie sollte außerdem nicht von schwangeren Frauen verwendet werden, da sie zu Fehlgeburten führen kann. Die Weinraute war jedoch sowohl im  Altertum als auch im Mittelalter eine hochgeschätzte Heilpflanze, deren Bedeutung in der wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Medizinliteratur mehrfach belegbar ist. Sie sollte bei Augenleiden helfen, ebenso bei Ohrenschmerzen und bei Wurmbefall. Sie stand außerdem in dem Ruf, ein wirksames Gegenmittel gegen Gift zu sein. Ihren Ruf als hervorragendes Heilmittel erlangte die Raute im  17. Jahrhundert zur Zeit der großen  Pestepidemien. Sie war in dem berühmten Essig der vier Räuber enthalten, mit dem sich vier französische Diebe eingerieben hatten, bevor sie in Toulouse die Häuser von Pestkranken ausraubten, ohne sich anzustecken. Dieser Essig enthielt auch  Salbei, Thymian,  Lavendel, Rosmarin und Knoblauch – die Wirkung beruhte daher wohl nicht auf dem starken Rautengeruch, wie man damals annahm, sondern auf der keimtötenden Wirkung der anderen Pflanzenarten. Bekannt ist die Weinraute auch wegen ihrer abortiven Wirkung. In einigen Regionen Frankreichs trägt sie deshalb auch den Namen „herbe à la belle fille" – Kraut der schönen Mädchen. Angeblich mussten im Botanischen Garten von  Paris vor Jahrzehnten die Rautenpflanzen mit einem Gitter umgeben werden, weil junge Frauen die Bestände plünderten.
Achtung! Die Raute sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, da die Gefahr einer Fehlgeburt besteht!

Pflanzenbeschreibung
Die Weinraute wächst verwildert auf Weinbergen, kommt aber nur selten vor. Früher war sie in den Klostergärten sehr verbreitet, weil sie als wichtige Heilpflanze galt. Die mehrjährige Pflanze hat rundliche, kleine Blätter, die oben breiter sind als am Ansatz. Ab Ende Juni blüht sie mit unscheinbaren, gelben Blüten.
Vegetative Merkmale
Die Weinraute ist ein  Halbstrauch mit am Grunde schwach verholzenden unteren  Zweigen, der Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Die fein geteilten Laubblätter fallen durch ihre spatelförmigen Blättchen und ihre blaugrüne Farbe auf, die auf „Bereifung" mit einer Wachsschicht beruht.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August oder November. Der reichblütige, trugdoldige Blütenstand ist ein rispiges  Pleiochasium. Die fast geruchlosen Blüten sind zwittrig. Die seitlichen Blüten sind vierzählig und die endständigen fünfzählig. Die Blütenkrone ist mattgelb bis gelb. Die bei einem Durchmesser von etwa 1 Zentimeter kugelförmigen Kapselfrüchte sind vier- bis fünffächrig.




AKELEI
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Die Akelei ist vielen als verspielte Gartenpflanze bekannt, sie wächst aber auch wild in Waldlichtungen, vor allem in Süddeutschland. Als Heilpflanze ist sie weitgehend unbekannt. Das liegt wohl einerseits daran, dass die Akelei leicht giftig ist, andererseits aber auch daran, dass ihre Heilwirkungen nicht besonders ausgeprägt sind. Man sollte die Akelei jedoch nicht völlig als Heilpflanze vergessen, denn sie stellt eine schöne Ergänzung zu anderen Heilkräutern dar.
Die Gemeine Akelei oder Gewöhnliche Akelei, auch Wald-Akelei genannt, ist eine Pflanzenart aus der  Gattung der Akeleien innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse. Aquilegia vulgarisist eine  Sammelart mitetlichen Varietäten. Zu ihr werden zahlreiche weitere Aquilegien aus der Flora Europas gestellt. Die Gemeine Akelei wurde im  Mittelalter und der frühen Neuzeit in vielfältiger Form in der Medizin verwendet. Aufgrund der ihr zugeschriebenen  Symbolik ist sie außerdem auf zahlreichen mittelalterlichen Tafelgemälden zu finden.

Steckbrief
Heilwirkung:
adstringierend, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend, Appetitlosigkeit, Gicht, Rheuma, Skorbut, Nervenreizung, Hautunreinheiten, Ekzeme, Geschwüre, Fisteln, Parasiten, Läuse
wissenschaftlicher Name:
Aquilegia vulgaris
Pflanzenfamilie:
Hahnenfußgewächse = Ranunculaceae
englischer Name:
Columbine
volkstümliche Namen:
Gewöhnliche Akelei, Gemeine Akelei, Wald-Akelei
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Wurzel, Samen
Inhaltsstoffe:
Blausäure, Blausäureglykosid, Linolsäure, Myristinsäure, Magnoflorin
Sammelzeit:
Juni bis Oktober

Anwendung
Die Akelei ist wahrscheinlich seit dem späten Mittelalter eine Zierpflanze europäischer Gärten. Da  Herbarien erst ab dem 17.Jahrhundert angelegt wurden und erste botanische Bücher erst im 16. Jahrhundert geschrieben wurden, lässt sich ein genaueres Datum nicht bestimmen. Einen der ältesten Hinweise auf eine Verwendung der Akelei als Zierpflanze liefert dagegen die mittelalterliche Kunst. Auf dem um 1410 entstandenen „Paradiesgärtlein" eines unbekannten oberrheinischen Meisters, das sich heute im  Frankfurter Museum  Städel befindet, ist neben zahlreichen anderen Zierpflanzen auch eine Akelei zu erkennen. Auch  Hieronymus Bock berichtet 1539 in seinem „Kreutterbuch" von einer „Agleyblume", die häufig angebaut wird: „Das Agleykraut wachßt gemeinlich in unsern Landen in den Gärten. Man findts aber auch in den Wäldern die inn der höhe ligen."
Leonhard Fuchs berichtete bereits 1543, dass neben Pflanzen mit der üblichen blau gefärbten Blüte auch schon solche mit weißen oder rötlichen bekannt seien. Gefüllte Sorten werden erstmals 1561 beschrieben, und im Hortus Eystettensis wurden 1613 zwölf kultivierte Formen der Gemeinen Akelei genannt. Die pflegeleichte Gemeine Akelei, die allerdings schon um 1900 als altmodische Blume galt, ist heute noch häufig in Gärten zu finden. Sie gedeiht besonders gut an lichten bis halbschattigen Stellen im Garten, die einen  humosen Boden aufweisen, und wird häufig mit  Farnen und  Anemonen kombiniert. Genauso häufig wie die Gemeine Akelei findet man jedoch in europäischen Gärten langspornige Akeleisorten. Diese sind nicht auf die Gemeine Akelei zurückzuführen. Es handelt sich meistens um Hybriden nordamerikanischer Akeleiarten, die nach 1800 zunehmend in Europa eingeführt wurden.
Da die Akelei leicht giftig ist und ihre Heilwirkungen von anderen Pflanzen noch besser übernommen werden können, wird sie kaum in der Heilkunde eingesetzt. Aber sie hat allerlei Fähigkeiten und sollte nicht ganz in Vergessenheit geraten.
Erhitzen oder Trocknen
Das leichte Gift der Akelei verliert sich durch Erhitzen oder Trocknung der Pflanze. Man kann sie also un-besorgt in Teemischungen aus getrockneten Kräutern oder äußerlich verwenden.
Teemischungen
Als Tee getrunken hilft die Akelei bei Verdauungsbeschwerden und wirkt blutreinigend. Sie regt den Stoffwechsel an und hilft dadurch gegen Rheuma und Gicht.
Äußerlich
Als Waschung oder Umschlag äußerlich angewandt hilft die Akelei bei verschiedene Hautprobleme.
Samen gegen Läuse
Die Samen kann man gegen Läuse versuchen, wenn keine anderen Läusemittel verfügbar sind. Getrocknete und zerstampfte Samen kann man bei Hautparasiten anwenden.
Verwendung in der Heilkunst
Akelei wird heute noch in der  Homöopathie verwendet, wo die Pflanze ähnlich wie früher in der Volksmedizin bei Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schwächezuständen und Hautkrankheiten eingesetzt wird. Ansonsten findet die Akelei in der modernen Pflanzenheilkunde keine Verwendung mehr. Heute stehen die  Pharmakologen auf dem Standpunkt, dass die in der Akelei enthaltenen krebserregenden  Glykoside in ihrer chemischen Struktur noch unvollständig bekannt sind. Generell schätzt man die Gemeine Akelei als eine Pflanze ein, die nicht mehr von medizinischem Interesse ist, da für ihre möglichen Einsatz-gebiete andere und wirkungsvollere Wirkstoffe zur Verfügung stehen.

Pflanzenbeschreibung
Die Akelei ist in Mitteleuropa heimisch. In Süddeutschland ist sie sogar recht verbreitet. Sie wächst bevorzugt an freien Stellen im Wald und in lichten Gebüschen. Sie mag sandige Böden, die gut drainiert sind. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einen Meter hoch. Sie treibt im zeitigen Frühjahr aus einem mehrköpfigen Wurzelstock. Ihre Blätter sind dreizählig gezähnt und gefiedert. Ab April bis Juli zeigen sich die violetten oder blauen Blüten, die an fröhliche Elfen erinnern. Die Blüten haben hinten Sporen und die Blüten-blätter sehen aus, wie von einem verspielten Modeschöpfer erdacht. Zwischen Juli und August reifen die Samen, die sich freigiebig im Garten verteilen und im nächsten Jahr oft für viele neue Akeleien sorgt.
Vegetative Merkmale
Die Gemeine Akelei ist eine kurzlebige, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern erreicht, etwa 45cm breit wird und über ein kräftiges Rhizom verfügt. In der Mitte der lockeren Blattrosette wachsen lange, reichverzweigte Stängel, an deren Blütenzweigen die gespornten glockenförmigen Blüten sitzen. Die Laubblätter der Gemeinen Akelei sind doppelt dreizählig, mit rundlichen gelappten an den Lappen gekerbten gestielten Blättchen; oberseits bläulich-grün, unterseits gräulich-grün und behaart. Die grundständigen Blätter sind lang gestielt, die obersten Blättchen am Stängel ungestielt, länglich oval und ganzrandig. Bald nach der Blütezeit zieht sich die Pflanze mit welkenden Blättern und Stängeln auf das Rhizom zurück.
Generative Merkmale
Die nickenden  Blüten erscheinen in der Zeit von Mai bis Juni und haben einen Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern. Sie haben fünf kronblattartige Perigonblätter, die jeweils 1,5 bis 2,5 cm lang und 1,0 bis 1,5 cm breit sind. Die fünf Nektarblätter neigen sich glockenartig und tragen am Grunde Nektardrüsen. Die Blüten sind überwiegend blau gefärbt; gelegentlich treten jedoch auch bei der Wildform weiße, rotviolette oder blaue Blüten mit weißem Rand auf. Die blaue Farbe geht auf das  Anthocyanidin Delphinidin zurück. Aus jedem einzelnen, freien Fruchtblatt bilden sich die für  Hahnenfußgewächse typischen  Balgfrüchte. Während die Blüten nach unten gerichtet waren, stehen die Balgfrüchte aufrecht; sie enthalten die bis zu 2,5 mm langen, schwarz glänzenden Samen. Die als Gartenpflanze kultivierten Sorten der Gemeinen Akelei gibt es neben dem dunklen Blau der Wildform auch mit weißen, rosa, roten und purpurnen Blüten. Strahlend weiße Blüten hat beispielsweise die Sorte 'Nivea'. Daneben gibt es auch Zuchtformen der Gemeinen Akelei, die zweifarbig sind, und solche mit gefüllten Blüten. Zu den von der  Royal Horticultural Society empfohlenen Akelei-Sorten gehört beispielsweise die Zuchtform 'Nora Barlow', die pomponförmige gefüllte und altrosa und weiß gefärbte Blüten hat.



BACHBLÜTEN
Ich bin zu gewissenhaft (Pine)
-
Diese Menschen sind zu gewissenhaft

- Mit der dementsprechenden Bachblüte wird diese Empfindlichkeit überwunden werden

BACHBLÜTEN
Du fühlst dich deinem Partner oder deinem Kind sehr stark verbunden und von ihnen abhängig (Red Cestnut)
-
Diese Menschen fühlen sich sehr stark mit ihrem Partner oder ihrem Kind verbunden und von ihnen
 abhängig
- Mit der dementsprechenden können sie unabhängig werden


ERNÄHRUNG

Hildegard von Bingen
1.  
Natürlich leben – im Einklang mit dem Rhythmus der Natur
2. Eine ausgewogene und maßvolle Ernährung mit gesundheitsfördernde Lebens- und Heilmittel
3.  Regelmäßige Bewegung und ausreichend Ruhe und Erholung  
4.  Eine vernünftiges Gleichgewicht von Wachsein und Schlaf
5.  Ausleitungsverfahren – entschlacken und entgiften auf natürliche Weise
6.  Stärkung seelischer Abwehrkräfte und Förderung von Tugend


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