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28.05.2020

tägliche News > Mai > 25.05.20 - 31.05.20
Chlorella
 
Chlorella ist eine Gattung von Süßwasseralgen. Sie sind weit verbreitet.

 
 
Steckbrief
 
Name: Chlorella vulgaris
 
Geburtsdatum: vor 2,5 Milliarden Jahren
 
Lebensraum: Süßwasser
 
Farbe: Grün, wegen ihres hohen Chlorophyll-Gehalts
 
Entdeckung: 19. Jahrhundert
 
Entdecker: M.W. Beijerinck, niederländischer Biologe
 
Nährwert: außergewöhnlich reich an Nährstoffen
 
Anwendung: traditionell in Asien als Nahrungsergänzungsmittel wegen ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften
 
Anbaugebiet: Mitten in Europa, Roquette Klötze (Deutschland)

 
 
Anwendung
 
Bei Chlorella erforschte Melvin Calvin die Photosynthese, wofür er 1961 den Nobelpreis erhielt.
 
Chlorella wird für die Herstellung von Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika verwendet. Seit dem Jahr 1999 existiert in Deutschland eine Produktionsanlage für Mikroalgen in Klötze/Altmark. In dieser wird die Alge in einem 500 km langen Glasröhrensystem kultiviert.
 
Chlorella wird in der Alternativmedizin häufig als Mittel zur Schwermetallaus-leitung angewendet, vor allem während und nach Amalgam-Entfernungen.
 
Werbeaussagen mit dem Tenor „volles Nährstoffspektrum an Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß und Fettsäuren“ werden von den Überwachungsbe-hörden in Deutschland als irreführend eingestuft, da Nahrungsergänzungsmittel aus Algen nur wenige Nährstoffe in relevanten Mengen enthalten. Ebenso die Aussagen, dass Chlorophyll für den Menschen ernährungsphysiologisch von Bedeutung sei.
 
Neuere Forschung in Bezug auf den Gehalt von Vitamin B12 in Chlorella-Produkten zeigen, dass es zu einem hohen Gehalt an bioverfügbarem Vitamin B12 in Chlorella-Biomasse kommen kann. Die hauptsächlichen Syntheseprodukte sind die vom menschlichen Körper leicht zu verstoffwechselnden Formen von Vitamin B12 (Hydroxocobalamin, Methylcobalamin und Adenosylcobalamin), dies geschieht allerdings nicht als ein Metabolit der Algenzelle, sondern durch eine bakterielle Begleitflora bei der Kultivierung. Dies kann sowohl in geschlo-senen wie in offenen Produktionssystemen geschehen. Durch spezielle Kultivations-, Analyse- und Trocknungsmethoden können Nahrungsergänzungsmittel aus Chlorella mit sehr hohem Vitamin-B12-Gehalt erzeugt werden. Diese können den Vitamin-B12-Status, insbesondere bei Mangelerscheinungen, bei z. B. vegan oder vegetarisch lebenden Personen erfolgreich und nachhaltig verbessern.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Chlorella-Arten bilden kugelförmige, einzeln vorliegende Zellen und sind durch Chlorophyll a und b grün. Die Zellen sind mit 2 bis 10 µm Durchmesser sehr klein.
 
Die Zellwand dieser Algengattung besteht aus einem mehrschichtigen Cel-lulosegerüst, in das Schichten aus polymeren Kohlenwasserstoffketten eingelagert sind. Die Zellen enthalten einen einzelnen Chloroplasten und verstreut im Zytoplasma liegende Mitochondrien.
 
Die Vermehrung geschieht offenbar ausschließlich ungeschlechtlich, es wurde jedenfalls noch keine Gametenbildung beobachtet. Das Genom ist haploid.

Dornige Hauhechel
Die Dornige Hauhechel, auch Weiberkrieg oder Eindorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hauhecheln, die zu den Schmetterlingsblütlern ge-hört. Auf Grund von Zuordnungsschwierigkeiten wird sie gelegentlich mit der Kriechenden Hauhechel und der Bocks-Hauhechel zur Artengruppe Ononis spinosa agg“ zusammengefasst.
 
Steckbrief
Lateinischer Name: Ononis spinosa
Andere Namen: Weiberkrieg, Eindorn, Stachelkraut
Familie: Schmetterlingsblütler (Fabaceae)
Erntemonate: Jun-Jul, Sep-Nov
Verwendbare Pflanzenteile: Blätter, Triebe, Wurzeln
Blattform: fiederteilig
Blütenfarbe: rosa
Fundorte: Waldlichtungen, Wegränder, Böschungen, Halbtrockenrasen
Giftigkeit: ungiftig
Warnungen: Bei Herzschwäche und Wasseransammlungen sollte Hauhechel nicht verwendet werden.
Besondere Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, Harz, Isoflavonoide, Kaffeesäure, Salicylsäure, Saponine, Triterpene
Eigenschaften: beruhigend, blutdrucksteigernd, blutreinigend, diuretisch, harn-treibend, schmerzlindernd, stoffwechselanregend
Hilft bei: Blasenentz, Blasensteine, Hautprobleme, Nierenentzündungen, Nierensteine
 
Anwendung
Die Pflanze enthält wenig ätherisches Öl sowie die Isoflavone Biochanin A, Formononetin und Genistein. Des Weiteren sind die Gerbstoffe Ononin und das Ter-pen alpha-Onocerin Onocol) Hauptinhaltsstoffe. Als Arzneidroge wird die ganze oder geschnittene, getrocknete Wurzel verwendet. Ihr wird eine schwache harntreibende Wirkung zugeschrieben. In den bislang durchgeführten Versuchen wur-den neben positiven auch negative Resultate erzielt, so dass eine abschließende Beurteilung der diuretischen (harntreibenden) Wirksamkeit derzeit noch nicht möglich ist. Auch die dafür verantwortlichen Pflanzeninhaltsstoffe konnten bis jetzt noch nicht sicher ermittelt werden. Dennoch wird die Droge als mildes wassertreibendes Mittel zur Durchspülungstherapie bei Infektionen der ableitenden Harnwege, bei Nierengrieß und zur Vorbeugung gegen Nierensteine verwendet. Bei Wasseransammlungen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit ist die Anwendung kontraindiziert. Die volksmedizinische Anwendung bei Gicht und Rheuma ist nicht belegt.
 
Geschichtliches
Theophrast erwähnte in seiner Naturgeschichte der Gewächse ein »Ononis«, das nur schwer aus dem Ackerland zu vertilgen sei. Daher sei es den Landleuten verhasst. Dioscurides, Plinius und Galen berichteten weitgehend gleichlautend über eine Pflanze, welche sie »Anonis« oder »Ononis« nannten und die von den Vätern der Botanik als Ononis-Art gedeutet wurde. Sie schrieben der Pflanze folgende Wirkungen zu:
Die Knospen werden im Frühjahr eingesalzen und verzehrt.
Die Wurzelrinde – mit Wein getrunken – treibt den Harn und zertrümmert Harnwegssteine.
Die Wurzelrinde – mit Wein getrunken – reißt Wundschorf ringsum auf.
Die Wurzel – in Essigwasser gekocht – dient als Mundspülwasser bei Zahnschmerz.
Die Wurzel – mit Essighonig eingekocht – dient den Fallsüchtigen.
Im Mittelalter wurde die Pflanze in der Drogenenzyklopädie des Ibn al Baitar (13. Jahrhundert) sowie im Mainzer Hortus sanitatis (15. Jahrhundert) erwähnt.
Im Jahre 1500 nannte Hieronymus Brunschwig in seinem Kleinen Destillierbuch volksmedizinische Anwendungen der von ihm „Heckel krut“ genannten Dornigen Hauhechel. Für ein aus den Blüten gebranntes Destillat nannte er folgende Indikationen:
Rote Flecken und „bleterlin“ unter den Augen.
Verlorene Manneskraft.
Im 16. Jahrhundert übernahmen die Väter der Botanik die Anwendungsem-pfeh-lungen der antiken Autoren. Sie gaben genaue botanische Beschreibungen und deuteten die verschiedenen Namen der Pflanze:
„Heckelkrut“, weil die Dornen an den Flachshechel erinnern.
„Ochsenbrech“, weil die zäh im Boden verankerten Wurzeln den Ochsenpflug aufhalten.
„Stallkraut“, weil ein den Pferden eingegebener Aufguss der Pflanze diese harnen („stallen“) macht.
Der Pariser Apotheker und Arzt Moyse Charas nahm 1676 drei Rezepte in seine Pharmacopoe royale galénique et chymique auf, in denen die Hauhechelwurzel berücksichtigt wurde:
Syrupus Anti-Nephreticus D.D. D’Aquin.
Darin wurde die Hauhechelwurzel (Radix Ononidis) als eine der „fünf aperitiven Wurzeln“ genannt. „Aperitiv“, abgeleitet von lat. „apertus – geöffnet“ bedeutete im Sinne der Humorallehre eine Trennung der „schlechten Säfte“ von den „guten Säften“ mit dem Ziel, die „schlechten Säfte“ auszuscheiden. Dazu bediente man sich zunächst einer Drogenmischung aus fünf Hölzern und/oder Wurzeln. Zeitlich und örtlich bedingt variierte die Zusammensetzung dieser Mischung.
Bei Charas bestand sie aus Wurzeln der Althaea, Wurzeln des Hauchechel, Wurzeln der Fragaria, Wurzeln der Bardana und Wurzeln der Nymphaea.
Aqua Diuretica D.D. D’Aquin. Ein Destillat zur Anregung der Urinausscheidung aus 16 Bestandteilen. Die Hauhechelwurzel war dabei ein Hauptbestandteil.
Aqua Anti-Nephritica correcta D. de Bellegarde. Ebenfalls ein Destillat zur Anre-gung der Urinausscheidung aus „nur“ 12 Bestandteilen. Auch hier war die Hau-hechelwurzel ein Hauptbestandteil.
Charas Pharmacopoe royale wurde bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder neu gedruckt und sie beeinflusste das Verordnungsverhalten der französi-schen Ärzte.
Auch die Edinburgher Pharmakopöe von 1735 berücksichtigte die Hauhechel-wurzel in ihrer Vorschrift für das „Decoctum ad Nephreticos“. Der Edinburgher Kliniker William Cullen bezweifelte 1786 jedoch die der Wurzel zugeschriebene urintreibende Kraft:
„Die Kletten= Gras= und Steinsamen=, Hauhechel= Spargel= und Alantwurzel sind insgesamt Substanzen, welche einigermaßen durch die Nieren abzugehen scheinen; nach häufiger Erfahrung aber kann ich versichern, dass ihre Urin treibenden Kräfte kaum erwähnt zu werden verdienen.“
In der ersten Ausgabe der Preußischen Pharmakopöe von 1799 waren die „fünf aperitiven Wurzeln“ für den Holztee: Guajakholz, Klettenwurzel, Seifen-krautwurzel, Süßholzwurzel und Sassafrasholz. Ab der 6. Ausgabe 1849 wurde die Seifenkrautwurzel durch Hauhechelwurzel ersetzt. Diese Vorschrift wur-de auch in die erste Ausgabe der Deutschen Pharmakopöe von 1872 über-nommen. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Holztee auch als „Blut-reinigungstee“ bezeichnet und insbesondere zur Behandlung von chronischen Hautkrankheiten eingesetzt.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Dornige Hauhechel ist ein 10 bis 80 cm hoher, winterkahler Halbstrauch mit kräftigen, bis 50 cm langen Pfahlwurzeln und liegenden bis aufsteigenden, am Grund holzigen, dornigen Stängeln. Diese sind ab der Mitte meist deutlich zweireihig, selten auch einreihig oder ganz oben allseitig, behaart und von roter Farbe. Die gezähnten Blätter sind dreizählig gefiedert, an der Spitze der Zwei-ge auch einfach. Das mittlere Teilblatt ist mindestens doppelt, oft drei- bis viermal, so lang wie breit. Die ebenfalls gezähnten Nebenblätter sind kürzer als der Blattstiel. Die Sprossdornen stehen oft paarweise. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln, ihre Kronblätter sind rosa gefärbt.
Die Pflanzen blühen von April bis September mit ein bis drei Schmetterlings-blüten, die an Kurztrieben sitzen, welche in den Blattachseln an Stängel- und Zweigenden entspringen. Hierdurch entstehen mäßig dichte Blütentrauben. Die einzelnen Blüten sind zwischen 1 und 2,2 cm lang und von rosaroter oder hellvioletter Farbe. Die Fahne der Blüten ist an der Außenseite leicht drüsig be-haart und streifig dunkel geadert. Der Kelch ist lang und ebenfalls teilweise drüsig behaart.
Nach der Blüte bilden sich aufgeblasene Hülsen, die etwa 1 cm lang und 0,5 cm breit sind, auch diese sind drüsig behaart.
Die Dornige Hauhechel kommt fast in ganz Europa bis etwa 1500 m Höhe vor, fehlt aber im Tiefland und in den höheren Mittelgebirgen. Sie besiedelt häufig trockene Weiden, Wegböschungen, brachliegende Wiesen und Dämme. Sie bevorzugt warme, mäßig trockene oder wechseltrockene, basenreiche, meist kalkhaltige, neutral-milde, humose Lehm- und Tonböden. Sie ist ein Mager-keitszeiger. Sie ist eine Charakterart des Verbands Mesobromion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Molinion oder Violion caninae vor. Ihre dornigen Büschel verdrängen wertvolle Futterpflanzen und können beim Weidevieh Fußgeschwüre verursachen.
Ähnliche Arten
Die Dornige Hauhechel wird gelegentlich mit der Kriechenden Hauhechel und der Acker-Hauhechel zur Artengruppe Ononis spinosa agg. Zusammenge-fasst. Die Zuordnung einzelner Exemplare zu den einzelnen Arten ist zuweilen fast unmöglich, da es Übergangsformen zwischen ihnen gibt.
Die Kriechende Hauhechel wird vor allem durch den dornenlosen Stängel cha-rakterisiert. Andere Merkmale sind die meist einzelnen Blüten in Trauben und das mittlere Teilblatt, das bei dieser Art höchstens doppelt so lang wie breit ist. Die Vorkommen sind mit denen der Dornigen Hauhechel oft identisch oder überlappend.
Die Acker-Hauhechel hat ebenfalls einen dornenlosen Stängel, hier sitzen aber stets zwei bis drei Blüten in den Blattachseln und an den Zweigenden traubig gehäuft. Die Art ist selten und findet sich fast ausschließlich auf Halbtrockenrasen. In Deutschland wächst sie in Mecklenburg-Vorpommern und Branden-burg. In Österreich ist sie in Nieder- und Oberösterreich sowie in der Steiermark zu finden.

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