Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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28.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 22.05.17-28.05.17


TANNE

Die Tannen bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse. Je nach taxonomischer Auffassung werden heute entweder 40 Arten oder 47 Arten sowie etliche Gruppen hybriden Ursprungs oder Varietäten, die alle in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel und zumeist in Gebirgsregionen vorkommen, unterschieden.
Praktisch alle Tannen können in ihnen zusagenden Lebensräumen zumeist End- oder  Klimaxgesellschaften bilden und sind auch auf guten Standorten konkurrenzstarke  Nadelbäume. Dabei sind Tannen sowohl dominante als auch kodominante Bäume von Nadel- und Mischwäldern montaner Höhenstufen der (kalt-)gemäßigten Breiten und Subtropen sowie auch Charakterarten in Grenzökotonen der alpinen  Baumgrenze subtropischer Hochgebirge.  Mit maximalen Wuchshöhen von 20 bis 90 m und Stammstärken von 1 bis 3 Meter, wobei Weißtannen unter günstigen Bedingungen über 6 m Umfang erreichen können
Liste der dicksten Tannen in Deutschland, sowie einem Lebensalter von 200 bis 800 Jahren gehören Tannen zu den großen Waldbäumen, wenn auch in ihren Lebensräumen teilweise größere Bäume vorkommen (so in den westlichen USA die Douglasie oder Sitka-Fichte). So gehören die Holzerträge pro ha auch zu den absolut höchsten (wie bei der amerikanischen Edel-Tanne) und das relativ leichte Tannenholz aller großwachsenden Arten wird für viele unterschiedliche Anwendungen genutzt. Alle Tannen bilden streng monopodiale Wuchsformen mit durchgehender Hauptachse. Sie haben eine etagenweise Verzweigung mit sehr harmonischen Kronenformen, die sie mit ihren weichen Nadelblättern und dem daraus hergestellten Schmuckreisig auch zum klassischen Weihnachtsbaum macht. Tannen sind nach den Kiefern die am weitesten verbreitete und artenreichste Gattung in der Familie der Kieferngewächse. In  Mitteleuropa ist die  Weißtanne heimisch. In naturnahen Wäldern Mitteleuropas ist die Tanne fast ausschließlich in  Buchenwäldern beigemischt und aufgrund ihrer besonders günstigen Wurzelentwicklung und Schattentoleranz wesentlich für die Stabilisierung und Aufwertung des  Bergmischwaldes.
Die Gemeine Fichte wird zwar auch Rot-Tanne genannt, gehört aber wie auch die  Zimmertanne oder die  Sicheltanne nicht zu den Tannen.

Steckbrief
Heilwirkung:
 Blasenentzündung, Bronchitis, Erkältung, Frühjahrsmüdigkeit, Gelenkentzündung, Grippe, Husten, Muskelrheuma, Sehnenscheidenentzündung, Skorbut, Zahnfleischbluten, blutreinigend, durchblutungsfördernd, harntreibend, schweißtreibend, wurmtreibend
wissenschaftlicher Name:
Abies alba oder Abies pectinata
Verwendete Pflanzenteile:
Knospen
Sammelzeit:
Frühjahr

Nutzung
Medizin
Die hellgrünen Tannenspitzen im Mai –  Maigrün – sind nicht nur essbar, sondern ein altes  Medikament und  Hausmittel gegen Husten. Sie enthalten heilsame  Enzyme. Man konserviert sie als Sirup. Aus den  Monoterpenen der Nadeln gewinnt man von verschiedenen Arten ein bekanntes und angenehm harzig riechendes ätherisches Öl. Dieses wird in Badezusätzen oder zu Saunaaufgüssen verwendet. Tannenwälder ergeben auch in der Imkerei eine wichtige Bie-nentracht. Sortenreiner echter Tannenhonig gehört zu den teuersten Honigen.

Beschreibung
Habitus
Alle Tannen-Arten sind immergrüne  tiefwurzelnde  Bäume mit einem geraden, säulenförmigen Stamm. Die konische Krone wird aus regelmäßigen Etagen von relativ kurzen, horizontalen Ästen gebildet. Wenige Arten bleiben mit einer Wuchshöhe von 20 Metern relativ klein, die meisten Arten sind aber in ihren Lebensraum dominante Waldbäume und gehören dann oft zu den größten Waldbaumarten (die Europäische  Weiß-Tanne gilt als größter Baum des Kontinents). So erreichen die meisten Tannen Wuchshöhen zwischen 40 und 70 Metern, für manche amerikanische Arten sind aber auch Wuchshöhen von 90 Metern verbürgt. Der Stamm der monopodial wachsenden Tannen wird in der Regel 1 bis 2 Meter dick (bis zu 3 Meter bei Abies procera und Abies spectabilis).
Wurzelsystem
Mit wenigen Ausnahmen haben Tannen ein pfahlfömiges Wurzelsystem. Dieses wird unabhängig vom Bodentyp entwickelt. Für die Purpur-Tanne ist dagegen ein flaches Wurzelsystem kennzeichnend. Sie ist daher wenig sturmresistent. Von allen Nadelbaumarten leisten die Tannen auf den waldbaulich schwierigen, sauerstoffarmen Böden (Staunässe, Pseudogley, Ton) den weitaus besten vertikalen Aufschluss.
Borke
Die Borke ist in der Jugend zumeist glatt, oft grau, nur bei Abies squamata auch schon in der Jugend schuppig, zerfällt aber im Alter zumeist in kleine Platten.
Nadeln
Die nadelförmigen Blätter sind flach und leicht biegsam und tragen auf der Unterseite oft zwei helle  Stoma-Bänder. Die Nadeln werden acht bis elf Jahre alt. Mit ihrem verbreiterten Fuß sitzen sie unmittelbar auf den Ästen. Sie unterscheiden sich dadurch z. B. von  Fichten.
Blüten, Zapfen und Samen
Tannen-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), es gibt weibliche und männliche  Zapfen an einer Pflanze. Die Zapfen finden sich nur in den obersten Zweigen am Wipfel und stehen immer aufrecht am Zweig (im Gegensatz zu den hängenden und als Ganzes herabfallenden Fichtenzapfen). Die Achse (Spindel) des Zapfens verbleibt am Baum, während die Schuppen einzeln abfallen. Folglich können auch keine herabgefallenen Tannenzapfen gesammelt werden. Die geflügelten Samen reifen im Zapfen. Keimpflanzen haben vier bis zehn Keimblätter. Die Stellung und Entwicklung der Zapfen ist nicht nur für die Gattungsabgrenzung essentiell, ihre Form ist auch eines der wichtigsten morphologischen Unterscheidungsmerkmale zwischen den einzelnen Arten.
Holz
Tannenholz ist weich, in der Regel geruchslos, cremeweiß bis lohfarben. Kern- und Splintholz sind praktisch nicht unterscheidbar. Die Holzfasern sind gerade, mit einem graduellen Übergang zwischen Früh- und Spätholz. Harzkanäle wer-den in der Regel nicht gebildet.




BÄRWURZ


Die Bärwurz ist die einzige Pflanzen- Art in der monotypischen Gattung Meuminnerhalb der Familie der  Doldenblütler.
Die weiß blühende Bärwurz ist eine alte Heilpflanze, die in Europa auf Mager-wiesen und lichten Laubwäldern von Mittelgebirgen wächst. Die buschige Pflanze riecht kräftig und würzig. Wegen der aromatischen ätherischen Öle, die an  Fenchel und  Liebstöckel erinnern, wird die Bärwurz auch in der Küche verarbeitet. Die Magenschnäpse mit dem Namen Bärwurz werden aus dem ähnlichen Alpen-Mutterwurz hergestellt. Diese Alpen-Pflanze ist etwas kleiner und kräftiger.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Magen, Verdauung
Heilwirkung:
aphrodisierend, appetitfördernd, entblähend, entgiftend, entschlackend, harntreibend, herzstärkend, magenstärkend, menstruationsfördernd, tonisierend, verjüngend, wärmend, windtreibend
Anwendungsbereiche:
Altersschwäche, Appetitlosigkeit, Blähungen, Blasenerkrankungen, Darmkatarrh, Dysmenorrhoe, Gelbsucht, Gicht, Hautausschläge, Herzschwäche, Hysterie, Koliken, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Nierenleiden, Stress, Verdauungsstörungen, Vergiftungen, Weißfluss
wissenschaftlicher Name:
Meum athamanticum Jacq., Athamanta meum, Meum meum, Meum nevadense
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler = Apiaceae
englischer Name:
Baldmoney, Spignel
volkstümlicher Name:
Baerpudel, Bärwurz, Barekümmel, Bärendill, Bärenfenchel, Bärkümmel, Bärmutterkrut, Bärnzotten, Bärwurzel, Berwurtz, Dillblattwurz, Gewöhnliche Bärwurz, Herzwurz, Köppernickel, Mutterwurz, Wilder Fenchel
Verwendete Pflanzenteile:
frische Blätter, Samen, Wurzelstöcke
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Fettes Öl, Gummi, Harz, Ligustilid, Monoterpene, Kaffeesäuren, Phthalide
Sammelzeit:
April bis August

Anwendung
Gemäß  Tabernaemontanus sind die Heilkräfte des Bärwurzes zahlreich:
„Beerwurtzwasser getruncken / eröffnet die verstopffung der Leber / der Nieren / Harngäng / und der Blasen / vertreibet die Geelsucht/ Wassersucht / den schmertzen der Därm und der Mutter / führet auss den Stein / treibet den / vertreibt die Harnwinde / und das tröpfflingen harnen."    
–  New Kreuterbuch 1588
„Tröstlich ist auch, dass dass Rindvieh jsset dz Kraut von der Beerwurtz fast gern / unnd bekommen die Kühe viel Milch davon / darauss treffentliche gute Käss im Schwarzwald unnd andersswo gemacht werden."
In der neuzeitlichen Pflanzenheilkunde wird Bärwurz in der Hildegard-Medizineingesetzt. Der sogenannte Bärwurzbirnenhonig enthält als Kräuterhauptbestandteil getrocknete und gehäckselte Bärwurzel neben anderen Kräutern.
Frische Blätter
Können in der Küche wie Petersilie eingesetzt werden. Regt den Appetit an und fördert die Verdauung. Können als gequetschtes Kraut für Umschlage bei Hautkrankheiten oder Gichtschmerzen eingesetzt werden.
Tee
1TL getrockneter Blätter mit 250ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen, hilft gegen Verdauungsprobleme. 1TL Samen mit 250ml heißem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen, abseihen. Hilft bei Migräne, Appetitmangel, Blasenleiden.
Abkochung
Eine  Abkochung der Wurzeln hilft vor allem bei Verdauungsproblemen.
Tinktur
Um eine Bärwurz- Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Wurzeln der Bärwurz in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein bis drei mal täglich 10-50 Tropfen ein. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.
Äußerlich
Äußerlich kann man Bärwurz-Tee oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man Hautkrankheiten lindern.
Homöopathie
Bei Fieber, Herzschwäche.

Geschichtliches
Bärwurz wurde oft in Klostergärten angebaut, doch welche Bärwurz in den Klostergärten angebaut wurde und dessen Anwendung in Kräuterbüchern zu finden ist schwer zu beurteilen. In der Hexenmedizin ist es eines der Mutterkräuter und wird zur Geburt eingesetzt. In der Küche: Als Gewürz oder Ergänzung zu Gemüse, Salate, Fisch, Suppen, Erbsengerichte, auch als Ersatz für Pastinaken. Im Erzgebirge wird mit Bärwurz die Köppernickel-Suppe gekocht. An Vieh wurde meist die getrocknete Bärwurz verfüttert, da die frische Pflanze vom Weidevieh gemieden wird. Die Bärwurz im Bayerischen Wald ist eine ähnliche Pflanze aus der gleichen Pflanzenfamilie, daraus wird seit Jahrhunderten der Bärwurz-Kräuterschnaps hergestellt.

Pflanzenbeschreibung
Die Bärwurz ist eine 15 bis zu 60 cm hohe und bis zu 30 cm breit werdende, horstbildende,  mehrjährige krautige Pflanze. Ihr Rhizom ist walzlich, lang und dick und trägt oben einen Faserschopf. Die Stängel sind aufrecht bis aufsteigend, kahl, kantig-gerieft und nur oberwärts mit 1 oder 2 Blättern besetzt. Die Laubblätter sind lang gestielt, im Umriss länglich oder eiförmig und zwei- bis vielfach fiederschnittig. Die Abschnitte letzter Ordnung sind haardünn, 4-6mm lang und fast quirlig gebüschelt. Die Dolden sind 6-15-strahlig, ihre Strahlen sind glatt und fast kahl, aber zur Fruchtzeit ungleich verlängert. Die Döldchen sind reichblütig; meist sind nur die Randblüten und die Mittelblüte zwittrig, die restlichen sind männlich. Die Hülle ist fehlend oder 1-8-blättrig, die Hüllchen 3-8-blättrig. Die Blütenblätter sind weiß oder gelblich-weiß. Die Frucht ist nussbraun, 6-10mm lang und bis zu 3-5mm breit, sechskantig. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Bärwurz hat einen starken Geruch, selbst noch getrocknet. Er ähnelt insgesamt dem Fenchel. Im Französischen wird Bärwurz Berg- oder Alpenfenchel genannt.
Die Bärwurz ist in Europa heimisch. Der Wurzelstock ist winterhart. Sie wächst bevorzugt auf Wiesen und in lichten Laubwäldern. Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 15 und 50 Zentimeter hoch. Die Staude wächst buschig. Der Stängel ist hohl. Der Wurzelstock (das dicke Rhizom) hat einen Faserschopf.
Die Blätter sind haarfein gefiedert. Die weißen bis gelblichweißen Blüten erscheinen zwischen Mai und August auf einer 5-15 strahligen Blütendolde. Aus den Bärwurz-Blüten entwickeln sich im Herbst die Samen. Die Samen sind ca. 7mm lang und 3mm dick.

Anbautipps
Üblicherweise wird die Bärwurz durch Wurzelteilung nach der Blüte vermehrt, es reichen schon kleine Wurzelstücke um daraus eine Pflanze zu ziehen. Deutlich schwieriger ist die Anzucht aus Samen. Möglichst im Herbst in Töpfen aussäen oder sehr früh im Frühling im Freien, die Samen sind nicht lange keimfähig. Die Bärwurz mag sandigen, lehmigen, mageren und feuchten Boden, der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein. Man kann die Bärwurz auch in größeren Töpfen aufziehen. Nicht mit Kalk düngen. Da die Pflanze gleichmäßige Bedingungen liebt, z.B. gleiche Bodenfeuchtigkeit, ist sie etwas schwierig zu kultivieren.

Sammeltipps
Die Wurzel (Bärenwurzel, Bärenfenchelwurzel) der Bärwurz sollte nur geerntet werden, wenn man sich mit der Bestimmung der Pflanze auskennt, da es ähnlich aussehende aber giftige Pflanzen gibt. Die frisch zerriebenen Blätter riechen nach Anis. Die Wurzel wird gereinigt, geschnitten und im luftigen Schatten gut getrocknet. In einem geschlossenen Behälter lagern, damit sich die ätherischen Öle nicht verflüchtigen. Die feinen Blätter sollten geerntet werden, wenn diese frisch ausgetrieben sind.



BACHBLÜTEN
Ich bin ein sensibler Mensch (1 Agrimony)
- Diese Menschen sind sehr empfindsam und sehr sensibel
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie sich allmählich abgrenzen und sind nicht mehr so
 empfindsam und sensibel


BACHBLÜTEN
Man weiß nicht mehr, wo man anfangen soll (11 Elm)
- Diese Menschen wissen einfach nicht mehr, wie sie ihre Sachen anfangen sollen

- Mit der dementsprechenden Bachblüte fällt es ihnen leichter, einen Anfang zu finden

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