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28.04.2020

tägliche News > April > 27.04.20 - 03.05.20
Oregano
 
Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich. Kaum jemand weiß, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie außer Gewürz auch eine Heilpflanze ist.

 
 
Steckbrief
 
Heilwirkung: antiseptisch, antiviral, Appetitlosigkeit, Blähungen, Husten, Krampfhusten, Keuchhusten, Menstruationsbeschwerden, Mundentzündungen, Rachenentzündungen, Cellulitis, Ekzeme, Psoriasis, Verdauungsstörungen
 
wissenschaftlicher Name: Origanum vulgare
 
englischer Name: Oregano
 
volkstümliche Namen: Wilder Majoran, Gemeiner Dost, Dosten, Wilder Balsam, Bergminze, Blauer Dunst, Orant
 
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut, Blätter
 
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol
 
Sammelzeit: Juni bis September

 
 
Anwendung
 
Der Dost, häufig auch Oregano genannt, wird in der Heilkunde hauptsächlich als Tee verwendet. Man kann sich jedoch auch eine Tinktur daraus ansetzen und als Hustentropfen oder gegen Menstruationsbeschwerden einsetzen. Äußerlich kann man ihn gegen Wunden einsetzen, hier sind vor allem seine bakterientötenden Eigenschaften hilfreich. Für die äußere Anwendung eignet sich vor allem das ätherische Öl des Oreganos.
 
Achtung! Während der Schwangerschaft sollte der Dost nicht innerlich eingenommen werden.
 
                 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Dost bevorzugt trockene, warme Standorte. Man findet ihn vor allem an sonnigen Kalkhängen, Bergwiesen und Kahlschläge. Er gedeiht in ganz Mittel- und Westeuropa, bis hin nach Osteuropa. Der Dost ist eine mehrjährige Pflanze und wird bis zu 50cm hoch. Wenn es ihm an einer Stelle gefällt, wird er von Jahr zu Jahr dichter, bis er im Frühling schon ein dichtes Polster bildet, das dann im Laufe des Sommers fast zu einem kleinen Busch heranwächst. Sein rötlich überlaufener Stängel wächst aufrecht. Wenn die Pflanze genug Platz hat, bilden sich in den Blattachseln zahlreiche Seitentriebe. Die Blütenstände der rosa- bis weinrotfarbenen Blüten sind doldig und rispenähnlich. Schmetterlinge und andere Insekten sind ganz begeistert von den Blüten des Oreganos und laben sich zahlreich an ihnen. So leistet der Dost einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt.

Parakresse
 
Die Parakresse ist eine schöne Pflanze mit leuchtend gelben Blüten und einem roten Zentrum. Darüber hinaus hat diese Pflanze einen ungewöhnlichen Effekt, wenn man die frischen Blätter oder Blüten kaut. Im Mund fühlt es sich an, als ob man ein Brausepulver gegessen hätte, ein schneller Wechsel zwischen süß, sauer und salzig, der Speichelfluss wird gesteigert und die Zunge und der Mundraum werden leicht betäubt. Nach ein paar Minuten lässt die Wirkung nach. Die Parakresse ist Gemüse und Heilpflanze.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Adstingens, Anästhetikum, Antiphlogistikum
 
Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, betäubend, entzündungshemmend, immunstärkend, speichelflußfördernd
 
Anwendungsbereiche: Volksheilkunde: Abwehrschwäche, Blutparasiten, Borreliose, Candida Albicans, Gicht, Insekten, Malaria, Mundschleimhautentzündung, Pilzinfektionen, Rheuma, Zahnfleischentzündung, Zahnschmerzen
 
wissenschaftlicher Name: Spilanthes oleracea L., Acmella oleracea
 
Pflanzenfamilie: Korbblütengewächse = Asteraceae
 
englischer Name: eyeball plant, paracress, toothache plant
 
volkstümlicher Name: Husarenknopf, Jambú, Parakresse, Parakressenkraut, Parákresse, Prickelknöpfe
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten
 
Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cerotinsäure, Fette, Gerbstoffe, Harze, Phytosterol, Scharfstoffe, Spilanthen, Spilanthol
 
Sammelzeit: Freiland: Juni bis Oktober, Topf: das ganze Jahr
 

Anwendung
 
Gekochte Jambu-Blätter werden im Norden Brasiliens für verschiedene traditionelle Gerichte verwendet, vor allem in Verbindung mit Tucupi, z. B. Pato no Tucupi (Ente und Jambu-Gemüse, gekocht in Tucupi), oder die Suppe Tacacá, eine Brühe aus Tucupi, mit eingesalzenen Garnelen, Jambu und Goma (zu einer geleeartigen Masse verrührte Maniokstärke), beides kulinarische Spezialitäten in der Region Belém. Jambu-Blätter erzeugen ein für den europäischen Gaumen ungewohntes „prickelndes“, leicht betäubendes Gefühl an der Zungenspitze. Jambu-Blättern wird eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben; anti-bakterielle Effekte konnten allerdings nicht nachgewiesen werden. Die Pflanzen werden in der Volksheilkunde gegen Rheuma, Gicht, Zahnfleischentzündungen und Hautpilz eingesetzt. Wenn die Blätter roh zerkaut werden, beginnt es nach wenigen Sekunden auf der Zunge zu prickeln ähnlich der Wirkung von Brausepulver, wobei sich ein aromatischer Kräutergeschmack ausbreitet. Der Geschmack ist ungewohnt, es erinnert an Brausepulver ohne die Süße. Kurz nach dem Kauen von frischen Blättern oder den Blüten hat man ein prickelndes säuerliches Gefühl im Mund, die Speichelproduktion wird stark gesteigert. Für einige Minuten ist der Mundraum leicht betäubt. In einigen Regionen wird dieser Effekt genutzt um ex-trem scharfe Speisen (Chili/Pepperoni) essen zu können. Die Pflanze wird auch in der Homöopathie eingesetzt.
 
Salat
 
Blüten und geschnittene Blätter in normale Salate geben. Stärkt das Immunsystem und hilft bei Entzündungen im Mund und Rachen.
 
Breiumschlag
 
Ein frischer Brei aus den Blättern auf schmerzende Stellen (z.B. bei Rheuma/ Gicht) legen, hilft auch bei Pilzinfektionen.
 
Blätter kauen
 
Frische Blätter oder Blüten kauen, hilft gegen Entzündungen um Mundraum.

 
 
Geschichtliches
 
Die Parakresse ist eine Kulturpflanze, die in Südamerika vermutlich aus Acmella alba (Peru) gezüchtet wurde. Andere sehen die Heimat in Madagaskar. In vielen Gegenden wird noch heute der Salat, scharfe Speisen und Gemüsegerichte mit der Parakresse ergänzt. Wegen des erstaunlichen Effekts beim Genuss der rohen Blätter findet diese Pflanze in den letzten Jahren auch in Europa viele Freunde. Oft als Partyspass in Salaten.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Acmella oleracea ist eine einjährige, krautige Pflanze. Die Laubblätter sind ein-fach und haben einen gekerbten Blattrand. Es werden körbchenförmige Blüten-stände gebildet. Die Früchte sind Achänen. Diese Art ist sehr frostempfindlich. Die Parakresse ist eine Kulturpflanze und in Südamerika heimisch. Sie wächst bevorzugt an sonnigen und warmen Standorten. Die einjährige bis mehrjährige Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Die Blätter sind oval und etwa 5 cm lang. Die rotbraunen Blüten erscheinen zwischen Mai und Oktober. Mit zunehmender Reife werden die Blütenstände länger und gelb, dabei behalten diese noch einige Zeit eine rote Mitte, die zum Schluss verschwindet. Die Blütenstände haben einen Durchmesser von 1 cm und werden bis zu 2-3 cm lang. Aus den Blüten entwickeln sich bis in den Spätherbst die Samen.

 
 
Anbautipps
 
Die eigene Aufzucht aus Samen ist schwierig. Aussaat im Frühling auf nährstoff-reichen Boden, den Boden feucht halten. Die Pflanze verträgt keinen Frost, die Temperatur sollte immer über 10°C liegen. Am besten in Tontöpfen kultivieren, im Sommer auf Balkon oder Terrasse und im Winter ins Zimmer oder Wintergarten, so hält die Pflanze länger. Nur sehr wenig düngen. Die Parakresse ist bei Schnecken und Raupen sehr beliebt.

 
 
Sammeltipps
 
Die Blätter und Blüten können über einen längeren Zeitraum geerntet werden. Man verwendet die frischen Blätter und Blüten. Man kann die Blätter und Blüten auch an einem warmen und luftigen Ort trocknen.

Bachblüten
 
Ich neige zu Panik (2 Aspen)
 
-        Diese Menschen neigen allzu leicht zu Panik         
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Panik ausbremsen           
Bachblüten
 
Ich bin leicht gereizt (3 Beech)
 
-        Diese Menschen sind sehr oft gereizt
 
-        Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das gereizte allmählich ablegen   
Getreideprodukte
 
Zu den verarbeiteten Getreideprodukte zählen Brot, Teigwaren verschiedenste Flocken, Grieß, Thermogetreide, Mehle, Bulgur und Cous Cous sowie Weizengluten (pflanzliche Eiweißquellen). Für das Frühstück oder als Zwischenmahlzeit erfreuen sich Produkte wie Flake (Cornflakes oder Weizenflakes), Chips (aus Mais) oder gepufftes Getreide (Reiswaffeln, Puffreis, Popcorn, Weizenpoppis, gepoppter Amaranth und Buchweizen) großer Beliebtheit.
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