Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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28.03.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > März > 25.03.19-31.03.19


CASCARA

Rhamnus purshiana ist eine  Sanddornart, die im westlichen  Nordamerika vom südlichen  British Columbiabis nach Zentral kalifornien und östlich bis nach  Nordamerika heimisch ist nordwestliches  Montana. Die getrocknete Rinde der Cascara wird seit Jahrhunderten als Abführmittel verwendet, zuerst von amerikanischen Ureinwohnern im pazifischen Nordwesten und dann von europäischen / US Kolonisatoren. Die Chemikalien in erster Linie verantwortlich für die abführende Wirkung sind die Hydroxyanthracen  Glykoside (insbesondere cascarosides A, B, C und D) und  Emodin. Diese wirken als stimulierende Abführmittel, wobei die Hydroanthracenglycoside die Peristaltik stimulieren und Emodin die glatten Muskelzellen im  Dickdarm erregt .

Steckbrief
Heilwirkung:
Verstopfung
wissenschaftlicher Name: Rhamnus purshiana
Verwendete Pflanzenteile: Rinde
Sammelzeit: April bis August, dann ein Jahr lagern

Anwendung
Abführmittel
Historisch gesehen wurde Cascara in der traditionellen Medizin als Abführmittel verwendet, und im späten 20. Jahrhundert genehmigte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ihre Verwendung für diesen Zweck. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zog die FDA jedoch ihre Zulassung zurück und verwies auf das Fehlen von Beweisen für Wirksamkeit und Sicherheit. Cascara bleibt in den Vereinigten Staaten als ungeregeltes  Nahrungsergänzungsmittel verfügbar.
Historischer Hintergrund
Die getrocknete, gereifte Rinde von R. purshiana wird seit vielen Jahren kontinuierlich von pazifischen nordwestlichen Ureinwohnern und Einwanderungs-Euroamerikanern als abführendes Naturheilmittel verwendet, als eines von mehreren  anthrachinonhaltigen pflanzlichen Arzneimitteln einschließlich des Blattes und der Früchte von  Sennes, der Latex von Aloe Vera und die Wurzel der  Rhabarberpflanze. Kommerziell wird es "Cascara Sagrada" ("heilige Rinde" auf Spanisch) genannt, während es traditionell als "Chittem Rinde" oder "Chitticum Rinde" bekannt ist. Spanische Eroberer, die im 17. Jahrhundert den pazifischen Nordwesten erkundeten, trafen auf viele Eingeborene, die die Rinde von R. purshiana als Abführmittel verwendeten. Sie gaben ihm den Namen "heilige Rinde" (cácara sagrada) zu Ehren seiner Wirksamkeit. Bis 1877 produzierte das US-amerikanische Pharmaunternehmen Parke-Davis Cascara-Präparate, und bald darauf wurden Cascara-Produkte in Übersee nach Europa exportiert. Die Explosion der Cascara-Industrie verursachte während der 1900er Jahre infolge der Überfischung großen Schaden für die einheimischen Cascara-Populationen. Im Jahr 1999 machte cascara mehr als 20% des nationalen Abführmittelmarktes in den USA mit einem geschätzten Wert von 400 Millionen US-Dollar aus. Die Rinde selbst hatte einen Wert von ungefähr 100 Millionen Dollar. Cascara wurde in mehr Medikamentenpräparaten als jedes andere Naturprodukt in Nordamerika gefunden, und es wird angenommen, dass Cascara das am häufigsten verwendete  kathartische Mittel der Welt ist.  
Andere Anwendungen
Die Früchte können auch gekocht oder roh gegessen werden, haben aber eine abführende Wirkung. Die Lebensmittelindustrie verwendet Cascara manchmal als Geschmacksstoff für Liköre, Softdrinks, Eiscreme und Backwaren. Cascara Honig ist lecker, aber leicht abführend. Das Holz wird von Einheimischen für Pfosten, Brennholz und Dreharbeiten verwendet. Es wird auch als Zierpflanze angepflanzt, um Nahrung und Lebensraum für Wildtiere zu bieten oder Bodenerosion zu verhindern. Aufgrund seines bitteren Geschmacks kann Cascara verwendet werden, um Nägelkauen zu stoppen, indem es auf die Fingernägel aufgetragen wird.

Pflanzenbeschreibung
Cascara ist ein großer Strauch oder kleiner Baum von 4,5-10 m Höhe mit einem Stamm von 20-50 cm Durchmesser. Die äußere Rinde ist bräunlich bis silbergrau mit leichten Flecken (oft zum Teil aus  Flechten) und die innere Oberfläche der Rinde ist glatt und gelblich (mit zunehmendem Alter und / oder Sonneneinstrahlung dunkelbraun). Cascara Rinde hat einen intensiv bitteren Ge-schmack. Die Blätter sind einfach, abfallend, abwechselnd, gruppiert nahe den Enden von Zweigen. Sie sind oval, 5-15cm lang und 2-5cm breit, mit einem 0,6-2cm großen Blattstiel, oben glänzend und grün, unten ein mattes, blasseres Grün;  und haben kleine Zähne an den Rändern und parallele Venen. Die Blüten sind winzig, 4-5mm im Durchmesser, mit fünf grünlich gelben Blütenblättern, die eine Becherform bilden. Die Blüten blühen in doldenförmigen Büscheln an den Enden markanter Stiele, die an den Blattachseln befestigt sind. Die Blütezeit ist kurz, von früh bis Mitte Frühling und verschwindet im Frühsommer. Die Frucht ist eine  Steinfrucht von 6-10 mm Durchmesser, anfangs hellrot, schnell dunkelviolett oder schwarz reifend, mit einem gelben Fruchtfleisch und zwei oder drei harten, glatten, olivgrünen oder schwarzen  Samen .




DRACHENBLUTBAUM

Daemonorops ist eine in Asien heimische, artenreiche, häufig kletternde  Palmengattung. Etliche Arten liefern Rattan, einige ein  Drachenblut genanntes Harz.

Steckbrief
Heilwirkung:
Durchfall, Mundschleimhautentzündung
wissenschaftlicher Name:
Daemonorops draco
Verwendete Pflanzenteile:
Harz aus den Früchten

Anwendung
Die Stämme vieler Arten werden als  Rattan lokal genutzt und im Handel vertrieben. Die Sprossspitzen etlicher Arten werden als Nahrung verwendet. Vor allem in der Vergangenheit wurde das rote Harz der Früchte einiger Arten, vor allem von Daemonorops draco, Daemonorops rubra und nahe verwandter Arten als  Drachenblut für medizinische Zwecke und zum Färben verwendet. Der Handel damit umfasste Borneo, Sumatra, die Malaiische Halbinsel und China.

Pflanzenbeschreibung
Die Vertreter sind einzel- oder mehrstämmige, bewehrte Palmen. Der Stamm ist fehlend, aufrecht oder die Palmen sind hoch kletternd. Sie sind vorwiegend mehrmals blühend, selten  hapaxanth und stets  diözisch. Der Stamm besitzt kurze oder lange Internodien und ist im unteren Bereich aus achselständigen oder gegenüber den Blättern stehenden Knospen verzweigt.
Blätter
Die  Blätter sind gefiedert, sehr selten zweiteilig und besitzen gewöhnlich eine endständige Ranke. Diese fehlt nur bei einigen stammlosen Arten sowie jungen Exemplaren. Bei stammlosen Arten ist die  Blattscheide gespalten, bei den anderen Arten ist die nach außen weisende Seite dicht mit Stacheln bewehrt. Eine  Ochreawird selten gebildet. Der Blattstiel ist meist gut entwickelt. Er ist wie Rhachis und Ranke bewehrt. Die Fiederblättchen sind einfach gefaltet, ganzrandig und linealisch bis breit-lanzettlich.
Blütenstände
Die Blütenstände stehen axillär, sind aber mit dem Internodium und der Blattscheide des folgenden Blattes verwachsen. Sehr selten werden mehrere Blütenstände gleichzeitig in den Achseln der distalsten Blätter gebildet, der Stamm ist dann hapaxanth. Der Blütenstand besteht aus zwei oder drei Ordnungen von Achsen, männliche und weibliche Blütenstände ähneln einander, die männlichen sind aber einmal öfter verzweigt. Der Blütenstandsstiel ist vorhanden oder fehlt, manchmal ist er sehr lang, aufrecht oder hängend und ist verschieden bewehrt. Das Vorblatt ist auffällig, zweikielig, verholzt, ledrig, häutig oder papieren. Es ist verschieden stark bewehrt, am Beginn röhrig, später zerrissen. Hochblätter am Blütenstandsstiel fehlen meist. Die Hochblätter an der Blütenstandsachse stehen annähernd zweizeilig, ähneln dem Vorblatt, zerreißen ebenfalls in ganzer Länge. Ihre Spitzen bleiben manchmal innerhalb der Spitze des Vorblattes und bilden einen Schnabel, derart die Blüten zur Blüte einschließend. Die Spitzen können auch frei sein. Die Hochblätter mit Ausnahme des Vorblattes fallen üblicherweise zur Blüte ab, derart die Blüten freigebend, sehr selten bleiben sie erhalten. Das Vorblatt ist manchmal leer, manchmal trägt es einen Seitenzweig erster Ordnung. Die Seitenachse erster Ordnung sind meist dicht flockig behaart und tragen sehr kleine, distich stehende Hochblätter. Jedes dieser Hochblätter trägt eine Achse zweiter Ordnung. Diese tragen in weiblichen Blütenständen Blütendyaden, in männlichen tragen sie weitere Seitenachsen. Die weiblichen Blütenstände ähneln den männlichen, haben aber robustere Rachillae. Die weiblichen Blüten stehen in Dyaden mit einer sterilen männlichen Blüte. Das Vorblatt der Dyade ist meist auffällig kanntig und stielartig. Das Vorblatt der weiblichen Blüte ist unauffällig oder becherförmig. Die sterile männliche Blüte ähnelt der fertilen, hat aber leere Antheren, und fällt früh ab.
Blüten
Die männlichen Blüten tragen ein kurzes, röhriges, zweikieliges  Vorblatt, das manchmal stielartig ausgebildet ist, häufig aber sehr unauffällig ist. Der Kelch ist becherförmig und flach dreilappig. Die Krone ragt über den Kelch, ist meist doppelt so lang wie dieser und ist fast bis zur Basis in drei schmale, dreieckige Blütenblätter zerteilt. Die sechs Staubblätter stehen an der Mündung der Kronröhre. Sie sind meist gleichartig. Die Staubfäden sind schlank bis eher breit, fleischig. Die Antheren sind schmal bis breit und stehen intrors. Der  Pollen ist ellipsoidisch und bisymmetrisch. Ihre längste Achse misst 16 bis 55 Mikrometer. Die weiblichen Blüten sind nur etwas größer als die männlichen. Der Kelch ist becherförmig und flach dreilappig. Die Krone ist etwa doppelt so lang wie der Kelch und etwa bis zur Hälfte in drei dreieckig Lappen geteilt. Die sechs  Staminodien stehen an der Mündung der Kronröhre und haben leere Antheren. Das Gynoeceum ist unvollständig dreifächrig mit drei Samenanlagen. Es ist fleischig, die Oberfläche schuppig, die Samenanlagen stehen basal und sind anatrop.
Früchte und Samen
Die Früchte sind verschieden geformt: rundlich, verkehrt birnenförmig oder zylindrisch. Das  Exokarp ist mit senkrechten Reihen rückwärts gerichteter, manchmal harziger Schuppen besetzt. Das Mesokarp ist dünn, das  Endokarp ist nicht ausgebildet. Pro Frucht reift meist nur ein Samen aus. Er ist eckig oder rundlich und mit einer dicken, süß oder sauer und bitter schmeckenden Sarcotesta versehen. Das  Endosperm ist tief gefurcht. Der Embryo steht basal.



BACHBLÜTEN
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ERNÄHRUNG
Therapie bei Osteoporose
3 Säulen der Therapie
- Kalzium-Vitamin D- reiche Ernährung
- Viel Bewegung, Sonnenlicht
- Medikamentöse Behandlung durch einen Arzt


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