Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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28.01.2018

täglichen News > Newsletterarchiv > 2018 > Jänner > 22.01.18-28.01.18

BERGAMOTTE

Der Bergamottbaum ist ein Zitrusbaum, der in subtropischen Gegenden angebaut wird. Das ätherische Öl wird aus der Schale der Bergamottefrucht gewonnen. Es ist Bestandteil zahlreicher Parfüms, hat aber auch vielfältige Heilwirkungen, da es Krankheitserreger abtötet und gleichzeitig entspannend wirkt. Man kann Bergamotteöl in der Duftlampe verdampfen, in Massageöle oder Cremes einarbeiten oder Bädern zugeben.
Als Bergamotte bezeichnet man eine Gruppe aus der Gattung der Zitruspflanzen, die als Hybride aus  Süßer Limette und Bitterorange oder aus Zitronatzitrone und Bitterorange entstanden sein könnten.  Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Frucht wird nicht als Obst verwendet, sondern hauptsächlich wegen der enthaltenen ätherischen Öle angebaut, die in der Bergamotteschale enthalten sind. Das auch als grünes Gold bezeichnete  Bergamottöl spielt vor allem in der Parfümindustrie eine Rolle, wird aber auch zum Parfümieren von Tees (Earl Grey) verwendet.
Neben den Zitrusfrüchten gibt es auch noch eine viel ältere gleichnamige Gruppe von Birnen, nach denen die Zitrusfrüchte wegen ihrer ähnlichen Form benannt wurden.

Steckbrief
Heilwirkung:
Eigenschaften: angstlösend, antiseptisch, antiviral, beruhigend, entspannend, krampflösend, tonisierend, Atemwege: Fieber, Schüttelfrost, Grippe, Hals-Rachen-Entzündungen, Halsschmerzen, Verdauungssystem: Appetitlosigkeit, Blähungen, Darmkolik, Stoffwechsel: Abmagerung, Magersucht, Alterserscheinungen, Erschöpfung (Körperliche), Erschöpfung (Nervliche), Frühjahrsmüdigkeit, Harnorgane: Blasenentzündung, Blasenleiden (Allgemein), Blasenschwäche, Harnentleerung (schmerzhafte), Frauenheilkunde: Menstruationsbeschwerden, Scheidenentzündung, Nervensystem: Nervenschwäche, Nervosität, Schlaflosigkeit, Depressionen, Einschlafstörungen, Bewegungsapparat: Verrenkungen, Verstauchungen, Haut: Eitrige Wunden, Ekzeme, Herpes, Mundbläschen
wissenschaftlicher Name:
Citrus aurantium ssp. bergamia
Pflanzenfamilie:
Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name:
Bitter Orange
Verwendete Pflanzenteile:
Öl
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Linalylacetat, Limonen, Terpineol, Bergapten, Bisabolen, Nerol

Verwendung
Verwendung als Parfümrohstoff
Der Duft von Bergamottöl ist klar, frisch, lebhaft, spritzig und von großer Originalität. Er ist in praktisch allen Parfüms als Kopfnote enthalten und wird vor allem in Eau de Colognes und frischen, zitronigen Eau de Toilettes verwendet. Mit Bergamottöl werden jedoch auch Seifen, Deodorants, Zahnpasten und Duschgels parfümiert. Die Ernte wird fast ausschließlich zur Gewinnung des Bergamottöls verwendet, das über 350 verschiedene Aromen enthält und damit viele andere natürliche Duftstoffe an Komplexität übertrifft. Das erfrischende Aroma belebt Körper und Geist. Gewonnen wird es durch das Auspressen der Schale der Früchte. Früher wurde das Auspressen mit der Hand besorgt, dann mit selbstgezimmerten Pressvorrichtungen aus Holz, heute geschieht es maschinell. Um einen Liter Öl zu gewinnen, müssen 200 Kilogramm Früchte gepresst werden. Laut Gildemeister und Hoffmanns Werk Die etherischen Oele wurde  Bergamottöl in der Zeit zwischen 1672 und 1708 eingeführt. In den Geschäftsbüchern der Eau de Cologne und Parfümeriefabrik Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz in Köln (kurz Farina gegenüber) finden sich Einkäufe von Bergamottöl ab 1714. Es gibt aber Indizien, dass der seit 1706 in Köln lebende Johann Maria Farinabereits zuvor ein auf Bergamottöl basierendes Duftwasser entwickelte. In einem Brief an seinen Bruder aus dem Jahre 1708 beschreibt er ein Parfüm, das den Duft eines italienischen Frühlingsmorgens, den Geruch von Bergnarzissen und den einer Zitrusblüte nach dem Regen einfange.  Kölnisch Wasser, zu dessen wesentlichem Bestandteil Bergamottöl gehört, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem großen kommerziellen Erfolg, das von Köln aus sehr bald in ganz Europa verkauft wurde. Zu seinen Benutzern zählten  Ludwig XV., Napoleon Bonaparte und  Wolfgang Amadeus Mozart.  Voltaire nannte es ein Duftwasser, das den Geist inspiriere und Johann Wolfgang von Goethe bewahrte in Schreibtischnähe mit Eau de Colognegetränkte Taschentücher auf.  Beau Nash und  Beau Brummelmachten es im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert in Großbritannien zum dominierenden Herrenduft. Kölnisch Wasser war verglichen mit Parfüms vergleichsweise preisgünstig. Wohlhabende Personen benutzten es in großen Mengen, aber es war preiswert genug, um auch von Personen der Mittelschicht in Maßen verwendet zu werden. Friseure wie Apotheker hatten es in ihrem Angebot. Es wurde ursprünglich fast nur von Männern getragen, in Großbritannien hatte es sich erst ab 1830 als Duft für beide Geschlechter durchgesetzt. Die Historikerin Ruth Goodman nennt den Duft von Bergamottöl den dominierenden Geruch des Viktorianischen Zeitalters. Reines Bergamottöl konnte vergleichsweise preisgünstig gekauft werden und meist gemeinsam mit Zitronenöl war es selbst in den Haushalten der besser gestellteren Familien der Arbeiterschicht zu finden. Da sich das Öl leicht mit anderen Fetten mischte, war es außerdem einfach in selbstgemachten Kosmetika zu verarbeiten. Erst ab 1880 kam der reine Duft der Bergamotte allmählich aus der Mode, wenn das Öl als Parfümrohstoff auch weiterhin verarbeitet wurde. Im hochpreisigen Segment setzten sich zunehmend komplex kombinierte Parfüms durch, im Massenmarkt wurde  Lavendelöl populär.
Verwendung als Lebensmittel
Bergamotteöl wird zur Aromatisierung von  Earl-Grey-Tee sowie Lady-Grey-Tee verwendet; außerdem ist es in einer besonderen Sorte türkischer Akidebonbons sowie in französischen Bonbons aus  Nancy enthalten; auch wird es für die Aromatisierung von Pfeifen- und Schnupftabaken verwendet. Als Spezialität gilt  Marmelade aus Bergamottefrüchten: sie ist im Geschmack sauer, leicht bitter mit einem unverwechselbaren  Aroma. In Kalabrien werden außerdem Produkte wie in Bergamottesirup eingelegte Feigen und Peperoni hergestellt.
Aus den Produktionsresten der Bergamotteernte werden in der Regel in einem zweiten Verwertungsgang Säfte und Schnäpse hergestellt.
Sonstige Verwendung
Das aus den Schalen der Bergamotte gewonnene ätherische Bergamottöl wird mit einer sehr viel größeren Menge an Olivenöl verdünnt und so als Bräunungsbeschleuniger eingesetzt. Die in der Bergamotte enthaltenen Stoffe Furocumarine wirken in Kombination mit Sonnenlicht jedoch auch toxisch, weshalb von dieser Art der Anwendung abgeraten wird, um Schäden der Haut zu verhindern. Es gibt ein altes Handwerk in  Kalabrien, in dem getrocknete Bergamottefruchtkörper als Beutel für  Schnupftabak verarbeitet werden.
In Kalabrien wurde im 19. Jahrhundert mit Mandelöl verdünntes Bergamottöl auch verwendet, um Krätzezu behandeln. Außerdem hält der Bergamottesaft seit einiger Zeit Einzug in die Haute Cuisine als Aromastoff, vergleichbar mit  Limettensaft.

Beschreibung
Bergamottebaum
Die Bergamottesorten erreichen Wuchshöhen von etwa 4 Metern und besitzen unregelmäßigen Astwuchs, wobei die Äste nur selten von Dornen besetzt sind. Im Unterschied zur Zitrone sind die  Rindeder Zweige und die Laubblätter beim Austrieb nicht rötlich gefärbt. Die immergrünen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Zumeist ist der Blattstiel auffallend geflügelt. Die Blattspreite ist dunkelgrün, länglich und glatt. Die Blütezeit konzentriert sich auf eine bestimmte Periode im Frühjahr, auch fruchtet die Bergamotte nicht über das gesamte Jahr verteilt. Die Blüten sind reinweiß. Die Frucht ist rundlich bis leicht birnenförmig, oft leicht gerippt und am Ende mit einer kleinen Ausstülpung versehen, an der der Griffel häufig bis zur Reifezeit haften bleibt. Sie hat ein Gewicht von 100 bis 200 Gramm und ist bei der Ernte – die erst spät von November bis März stattfindet – zitronengelb. Einige Selektionen erbringen aber auch schwerere Früchte. Die Früchte haben einen Durchmesser von fünf bis sieben Zentimetern. Die äußere Schale ist glatt bis leicht angeraut, sie haftet fest an der Frucht. Das grünliche Fruchtfleisch ist in zahlreiche Segmente unterteilt, es hat einen sehr sauren und leicht bitteren Geschmack. Die Früchte bilden nur wenige, manchmal auch gar keine Samen, welche meist nur einen Embryo mit weißen oder hellgrünen Keimblättern enthalten. Es werden drei Sorten unterschieden: 'Castagnaro', 'Femminello' und 'Fantastico'. Castagnaro ist die älteste Sorte, die zwischen sehr ertragreichen und ertragslosen Jahren alterniert. 'Fantastico' produziert besonders viel ätherisches Öl, jedoch gilt das ätherische Öl von 'Femminello' als das von der höchsten Qualität.



GUAJAK

Guajak bezeichnet eine Gattung der Familie der Jochblattgewächse. Sie enthält sechs bis acht Baumarten aus dem tropischen und subtropischen Amerika. Einige liefern das Guajakharz, auch das sehr schwere Guajakholz wird genutzt.

Steckbrief
Heilwirkung:
Rheuma, Stoffwechsel fördernd, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend
wissenschaftlicher Name:
Guaiacum officinale
Verwendete Pflanzenteile:
Stammholz
 
Verwendung

Das Holz ist sehr schwer (Dichte etwa 1,2g/cm 3), fest, hart, brüchig, spaltet schwer und unregelmäßig, ist dunkelgrünlichbraun, von hellgelblichem Splint umgeben und von diesem scharf abgegrenzt. Das Holz ist  widerspänig und lässt sich deshalb nicht hobeln. An älteren, über 20 cm starken Stämmen ist der Splint so schwach, dass er nicht ins Auge fällt. Im Kern und im Splint finden sich abwechselnd hellere und dunklere Schichten, welche sehr zahlreiche, an Jahresringe erinnernde Kreise bilden. Der Splint ist geschmacklos; das Kernholz schmeckt schwach aromatisch, ein wenig kratzend und entwickelt beim Erwärmen einen schwachen, angenehmen Geruch. Es ist sehr harzreich (25–27 %).
Heilmittel
In der Mayakultur wurden Abkochungen des Holzes zur Therapie der Geschlechtskrankheit Syphiliseingesetzt. Guaiacum officinale und Guaiacum sanctum liefern das Guajakholz (Franzosenholz, Pockholz) sowie das daraus gewonnene Guajakharz. Das Wort Guajak ist westindischen Ursprungs. Der lateinische Name Lignum vitae bezieht sich auf die angeblichen heilenden und lebensverlängernden Eigenschaften dieses im 18. Jahrhundert berühmten Holzes. Die Anwendung des Holzes lernten die Spanier von den Einheimischen  Santo Domingos kennen. Die ersten Aufzeichnungen zur Therapie gegen Syphilis sind im Werk „Summario de la natural y General de las Indias" (1526) von  Gonzalo Fernández de Oviedo y Valdez (1478–1557) zu finden. Die Spanier brachten es 1508 unter dem Namen Palo santo (Lignum vitae, Lignum sanctum) nach Europa, wo es noch 1532 sehr teuer war. In Europa wurde es 1539 laut „Tractado contra el mal serpentino" von Rodrigo Ruiz Diaz de Isla (1462 – ca. 1542) zum ersten mal bei Syphilis angewendet. In  Deutschland trugen  Nicolaus Poll (im Jahre 1517) und Leonhard Schmaus (im Jahre 1518), besonders aber Ulrich von Hutten(im Jahre 1519) mit seinem Werk „De guaiaci medicina et morbo gallico liber unus" zur Verbreitung des heiligen oder indischen Holzes bei. Letzterer will nach langem vergeblichem Gebrauch von Quecksilberseine angebliche Heilung von der Syphilis dem Lebensholz verdankt haben; Paracelsus spricht sich aber vehement gegen diese ungewissen Heilmethoden aus. Holz und Rinde wurden noch im 19. Jahrhundert zerkleinert als Mittel gegen Syphilis (als  Tee), hartnäckige chronische Exantheme, Rheuma und Gicht verwendet. Der deutsche Ausdruck „Pockholz" entstand, weil die Späne des Guajakbaumes Öle enthalten, die man in früheren Zeiten im medizinisch nicht erwiesenen Glauben als Medikament eingesetzt hat, dass Extrakte des Holzes in der Lage seien, die Pockenkrankheit zu heilen.

Heutzutage nutzt die pharmazeutische Industrie Guajakextrakte für die Zubereitung  homöopathischer Präparate.

Beschreibung
Guaiacumarten sind Bäume oder Sträucher mit sehr hartem, harzreichem Holz. Die Laubblätter sind gegenständig, paarig gefiedert mit vier bis 28 Fiederblättchen. Die Blättchen sind ganzrandig, asymmetrisch geformt und von ledriger Konsistenz. Die Nebenblätter sind klein und dreieckig.
Die  Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder sind in zymösen Blütenständen zusammengefasst. Die Blüten sind gestielt, radiärsymmetrisch, ihre Farbe ist blau, violett oder weiß. Es sind vier oder fünf Kelchblätter vorhanden, die nicht miteinander verwachsen sind und früh abfallen. Die vier oder fünf Kronblätter sind ebenfalls nicht miteinander verwachsen, ihre Form ist breit umgekehrt eiförmig. Acht bis zehn Staubblätter mit dünnem Staubfaden und länglichem Staubbeutel sind vorhanden. Der oberständige  Fruchtknoten besteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern. Es entsteht eine ledrige, fast kreiselförmige, zwei- bis fünffächrige Kapselfrucht. Sie enthält in jedem Fach nur einen ovalen Samen.



BACHBLÜTEN
Tadelst den anderen, suchst Fehler, versuchst den anderen durch spitze Bemerkungen zu verletzen (3 Beech)
-
Diese Menschen tadeln jeden, suchen nach deren Fehler, sie versuchen durch spitze Bemerkungen ihre
 Mitmenschen zu verletzen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen dieses Verhalten allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Bei Kritik reagiere ich überempfindlich (4 Centaury)
-
Diese Menschen reagieren sehr überempfindlich, wenn sie Kritik bekommen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können diese Menschen Kritik einstecken und reagieren nicht mehr
 überempfindlich


ERNÄHRUNG
Slow Food
Slow Food ist ein Begriff der von der gleichnamigen Organisation als Ausdruck für genussvolles, bewusstes und regionales Essen geprägt wurde. Es wird als eine Gegenbewegung zum Trend des uniformen und globalisierten Fast Food bezeichnet.


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