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Lauchzwiebel
Die Lauchzwiebel dürfte den meisten aus der Gemüsetheke des lokalen Supermarktes bekannt sein. Lecker sind die röhrenformigen Blätter als Schnittlauchersatz und fein die zarten Zwiebelchen.
Die Lauchzwiebel ist aber nicht nur ein wunderbares Gemüse, gekocht oder im Salat, sie ist auch eine wertvolle Heilpflanze, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.
Die Heilkraft reicht von Krebsvorbeugung, Cholesterinsenkung, über Stärkung von Magen und Darm, hin zu antibakterieller und fiebersenkender Wirkung.
Die Winterzwiebel (Allium fistulosum, Syn.: A. altaicum, A. ceratophyllum, Cepa sissilis, C. ventricosa) ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae). Sie wird auch Frühlings- oder Frühzwiebel, Lauchzwiebel, Jungzwiebel, Frühlingslauch, Zwiebelröhrl, Zwiebelröhrchen, Röhrenlauch, Schluppenzwiebel, Schlottenzwiebel, Schnittzwiebel, Ewige Zwiebel, Winterheckenzwiebel, Winterhecke, Weiße Florentiner, Grober Schnittlauch, Jakobslauch, Johannislauch, Fleischlauch, Hohllauch oder Schnattra genannt. Die grünen Blätter der Winterzwiebel werden Schlottengenannt, manchmal wird auch die ganze Winterzwiebel so bezeichnet.
Als Winterzwiebeln werden auch Herbstaussaaten der Speisezwiebel (Allium cepa) bezeichnet, die eine normale Zwiebelbilden, aber weder schalenfest noch gut lagerbar sind.
 
Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Stärkung der Gesundheit, Verdauung,
Heilwirkung: antibakteriell, antibiotisch, antiseptisch, appetitanregend, cholesterinsenkend, entwurmend, fiebermildernd, fungizid, harntreibend, krebsvorbeugend, magenstärkend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Bienenstiche, Blutarmut, Brustleiden, Darmkolik, Eiterbeulen, Erfrierungen, Fiebermittel, Halsentzündung, Heiserkeit, Insekten, Kopfschmerzen, Krebsvorbeugung, Magen, Verbrennung, Verdauung, Wespenstiche,
Würmer
wissenschaftlicher Name: Allium fistulosum
Pflanzenfamilie: Zwiebelgewächse = Alliaceae
englischer Name: Japanese bunching onion, Spanish Onion, Welsh onion
volkstümlicher Name: Frühlingszwiebel, Jacobslauch, Jungzwiebel, Lauchzwiebel, Schlottenzwiebel, Schnittzwiebel, Winter-Zwiebel
Verwendete Pflanzenteile: röhrige Blätter, Blüten, Zwiebeln
Inhaltsstoffe: Alliin, ätherische Öle, Gerbstoffe, insulinähnliche Stoffe, Mineralien, Schwefelverbindungen, senfölähnliche Glykoside, Vitamine
Sammelzeit: März - November
 
Anwendung
Nahrung
Die Anwendung erfolgt erfreulicherweise in der Nahrung. Die Blätter kann man wie Schnittlauch verwenden. Die weißen feinen Zwiebelchen, wie normale Zwiebeln einsetzen. Die Blüten als essbare Dekoration im Salat.
Umschläge
Zerquetschte Blätter und Zwiebeln können als Breiumschläge gegen Hautkrankheiten, Bienen- und Wespenstichen eingesetzt werden.
Saft
Der Saft soll Insekten vertreiben. Auch der frische Saft hilft bei Bienen- und Wespenstichen.
Küche
Die Verwendung der Winterzwiebel ist der der Speisezwiebel ähnlich, jedoch ist der Geschmack (bis auf die Blätter) weniger stark. Die Blätter hingegen schmecken deutlich stärker als Zwiebeln oder Schnittlauch. Winterzwiebeln werden frisch geschnitten als Gewürz oder gekocht gegessen. Die Blätter können auch als Ersatz für Schnittlauch verwendet werden, etwa in Salaten oder Suppen. Auch die Samen lassen sich in der Küche als Gewürz einsetzen. Sie werden ungefähr im Juli aus den Samenkapseln geerntet. Man sollte sie als ganze Samen kühl und dunkel zum Beispiel in einer Gewürzmühle lagern, da das Aroma sehr flüchtig ist.
Konserven
Silberzwiebeln werden gleichermaßen aus Winterzwiebeln und aus Speisezwiebeln hergestellt.

Geschichtliches
Die Urform dürfte aus Russland oder Nordwestasien stammen, diese Urform wurde über viele Jahrhunderte in die heutige Lauchzwiebel kultiviert, von der es viele Varianten gibt. Von Asien aus eroberte sie die ganze Welt, da sie als besonders schmackhaftes und gesundes Gemüse früh im Jahr geerntet werden kann. Ist der Winter ohne Frost, ist die Ernte das ganze Jahr möglich. Da die Pflanze (besonders die Zwiebel) Proteine enthält, wird sie in China auch "Fleisch des armen Mannes" genannt. Bei einige magischen Ritualen (Dämonen- und Hexenabwehr?) wurde die Lauchzwiebel auch eingesetzt. Im Garten soll die Lauchzwiebel Maulwürfe vertreiben. Heute wird die Lauchzwiebel überall in Europa angebaut und ist zu jeder Jahreszeit im Supermarkt frisch erhältich.
 
Pflanzenbeschreibung
Die Lauchzwiebel ist in Russland heimisch, mittlerweile wird sie überall auf der Welt angebaut. Es gibt verschiedene Sorten der Lauchzwiebel. Sie wächst bevorzugt auf durchlässigen und sonnigen Böden. Die weißen Zwiebeln sind etwa 1-3 cm dick und 2-5 cm lang. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Die Blätter sind innen hohl. Die weißen bis rosa Blüten erscheinen zwischen Juni und September, wenn das Blattgrün nicht geerntet wird. Aus den Lauchzwiebel-Blüten entwickeln sich bis in den Herbst die Samen.  Winterzwiebeln sind ausdauernde krautige Pflanzen und erreichen eine Wuchshöhe von 30 bis 100 Zentimeter. Die Laubblätter sind rund und hohl, der Stängel aufgeblasen und im Querschnitt rund.
Die zwischen Juni und August gebildeten Blüten sind weiß, die Blütenhüllblätter kürzer als die Blütenstiele, die Staubblätterragen weit über die Blütenhülle hinaus, die Staubfäden sind einfach und ungezähnt. Die Einzelblüte ist 1 cm groß.
Die Winterzwiebel blüht im Sommer. Sie bildet leicht Samen. Reifezeit des Samens ist Juli bis August, teilweise September. Die gebildeten Samen sind 1 mm dick, 1 bis 2 mm breit und 2 bis 3 mm lang. Das Tausendkorngewichtbeträgt 2,1 bis 2,4 g.
Die Pflanze ist horstbildend und entwickelt lange zylindrische Zwiebeln. Die Zwiebel ist weiß. Es sind auch rote und andere Färbungen bekannt. Sie bildet keine Zwiebel im Sinne der Speisezwiebel. Die Form ähnelt der von Porree. Zum Herbst hin bilden sich fast gleichzeitig mit der Hauptzwiebel die Nebenzwiebeln aus, die zur vegetativen Vermehrung dienen. Im Herbst zieht die Pflanze vollständig ein. In Asien sind sehr viele Typen in Kultur, die mehr oder weniger horstbildend sind. Es existieren Typen mit weißer und purpurner Haut. Besonders im asiatischen und afrikanischen Raum sind viele Typen bekannt. So ist in Brazzaville und Kinshasa eine horstbildende Winterzwiebel mit sehr feinen Blättern gebräuchlich, die blüht und Samen bildet. Im Gegensatz dazu bildet die Japanische Winterzwiebel keine Samen aus, wenn sie in den Tropen kultiviert wird. Wild kommt die Winterzwiebel in Deutschland nicht vor.

Anbautipps
Am einfachsten ist die Vermehrung über die Teilung des Wurzelstocks/Zwiebelbrut.
Samen im Februar in Töpfchen ausäen, wenn die Pflanze im Laufe des Jahres noch zu klein ist, sollte man die frostfrei überwintern statt auszupflanzen. Die Lauchzwiebel liebt einen sonnigen Standort. Die Lauchzwiebel wächst nicht im Schatten. Der Boden sollte wasserdurchlässig und humusreich sein. Der Boden sollte feucht aber ohne Staunässe sein. Wenn die Lauchzwiebel länger im gleichen Boden ist, sollte vorsichtig gedüngt werden. Möchte man auch im Winter ernten, so pflanzt man die Lauchzwiebel in Töpfe und stellt die an einen sonnigen frostfreien Ort.

Sammeltipps
Es werden die röhrenförmigen Blätter geernten, diese wachsen wie beim Schnittlauch wieder nach. Man kann auch die Zwiebel mit den Blättern ernten. Das Laub der geernteten Lauchzwiebeln verwelkt selbst mit der geernteten Zwiebel sehr schnell, daher schnell aufessen.

Mais
Der Mais ist eine verbreitete Nutzpflanze, die in Mitteleuropa vorwiegend als Futterpflanze verwendet wird. In Italien, den USA und anderen Ländern ist der Mais jedoch auch für Menschen eine wichtige Nahrungspflanze. In Form von Corn Flakes hat der Mais auch hierzulande Einzug in den Lebensmittelge-schäften gefunden. Der Bart der Maispflanze ist jedoch auch eine gute Heil-pflanze, denn er fördert die Ausscheidung, regt den Stoffwechsel an und hilft dadurch beim Abnehmen, wenn man unter zu vielen Pfunden leidet. Auch bei hohen Blutdruck und Verstopfung kann man Maisbart-Tee versuchen.
Mais, in Österreich und Teilen Altbayerns auch Kukuruz (aus dem Slawischen) genannt, ist eine Pflanzenartinnerhalb der Familie der Süßgräser. Das Getreide stammt ursprünglich aus Mexiko und ist eine einhäusig getrenntgeschlechtige Pflanze. Über 60 Prozent davon wird, zu Maissilage verarbeitet, an Nutztiere verfüttert. Dazu kommt der Einsatz von Energiemais als nachwachsender Rohstoff für die Erzeugung von Bioethanol und Biogas. Der Körnermais ist eines der Grundnahrungsmittel der Bevölkerung Afrikas und Lateinamerikas.
Das glutenfreie Getreideist zudem auch für Personen mit Überempfindlichkeit gegen Klebereiweiß (Zöliakie) tauglich. Neben der Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie wird die aus Mais gewonnene Stärke als nachwachsender Rohstoff für die Herstellung von biobasierten Kunststoffen eingesetzt.
 
Steckbrief
Heilwirkung: harntreibend, Verstopfung, Nierensteine, Ödeme, Übergewicht, Bluthochdruck
wissenschaftlicher Name: Zea mays
Verwendete Pflanzenteile: Maisgriffel, Körner
Sammelzeit: Juni bis Oktober
 
Anwendung
Etwa 15% der globalen Maisernte werden als Lebensmittel verwendet. Global werden 63% des verbrauchten Mais an Nutztiere verfüttert, 11% werden verarbeitet, 10% werden andersartig genutzt, 1% als Saatgut. In Entwicklungsländern liegt der Anteil von Lebensmitteln an der Maisnachfrage bei 25%, in Ost- und Südafrika bei 73%, während er in Industrieländern 3% beträgt. In Industrieländern wird 23% des verbrauchten Mais verarbeitet, vor allem zu Bioenergie. Der Rest wird in Form von Körnermais als Lebensmittel verwendet und dazu zum Großteil in der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Die Verarbeitung dieser Körner erfolgt dann entweder in der Trockenmüllerei (Mehle und Grieße) oder in der Nassmüllerei (Stärke) zu Produkten wie Maisstärke und Maismehl bzw. Maisgrieß. Aus diesen Produkten erfolgt die Weiterverarbeitung zu Glukosesirup, Maiskeimöl, Cornflakes, Popcorn, Polenta, Erdnussflips, Tortillas u. v. m. Neben dem in Europa vielfach angebauten gelben Mais gibt es auch rote und blaue Sorten, die interessante Farbeffekte in Nahrungsmitteln geben können.
Nutzung als Heilpflanze
Als Heilmittel dienen die Maisstärke und das raffinierte Maiskeimöl. Im Öl finden sich Glyceride der Linolsäure (40–60%), der Ölsäure (25–35%) und der Palmitinsäure (9–12%), Vitamin E, und Phytosterole. Maisstärke dient als Pudergrundlage mit hohem Wasseraufnahmevermögen und als Hilfsstoff in der pharmazeutischen Technologie, z. B. bei der Tablettenherstellung. Gleichzeitig ist sie auch Ausgangsstoff für weitere Produkte wie Sorbit und Dextrin. Das Maisöl verwendet man in Haut- und Körperpflegemitteln und als Trägerlösung für ölige Injektionen. Mit dem hohen Gehalt an Linolsäure und Vitamin E gilt das Maiskeimöl als wertvolles Speiseöl.
Maiskeimöl
Ein weiteres wichtiges Produkt stellt das aus den Maiskeimlingen gewonnene Maiskeimöl dar, das vor allem als Salatöl verwendet wird.
 
Pflanzenbeschreibung
Der Kulturmais ist durch die lange Züchtungsgeschichte formenreich.
Kulturmais ist eine kräftig gebaute, sommergrüne, einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von einem bis zu drei Metern erreicht. Der runde, nicht oder nur selten verzweigte Halm ist auf ganzer Länge von glatten Blattscheiden bedeckt. Er ist innen markhaltig und kann am Grund einen Durchmesser von fünf Zentimetern aufweisen. Die zahlreichen Knoten stehen insbesondere bodennah in dichter Folge. Aus ihnen entwickeln sich sprossbürtige Wurzeln, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme, vor allem aber auch der Standfestigkeit der Pflanze dienen.
Die Laubblätter sind wechselständig am Halm angeordnet. Das drei bis fünf Millimeter lange Blatthäutchen ist zerschlitzt oder bewimpert. Die einfache, leicht raue, mitunter zerstreut behaarte, dunkelgrüne Blattsprei-te ist bei einer Länge von bis zu einem Meter und einer Breite von vier bis zehn Zentimeter flach und zum Rand hin wellig.
Kulturmais ist einhäusig getrenntgeschlechtig. An der Sprossspitze befinden sich die endständigen männlichen rispigen Blütenstände, die sie sich an den Rispen-ästen aus paarweise angeordneten Ährchen mit jeweils zwei männlichen Blüten zusammensetzen. Ein bis drei weibliche Blütenstände wachsen in Blattachseln am unteren bis mittleren Bereich des Halmes. Diese seitenständigen, kurz gestielten Kolben werden vollständig von Hüllblättern umhüllt und tragen paarweise Ährchen in 8 bis 16 Längszeilen. Dabei enthält jedes Ähr-chen zwei Blüten, von denen aber nur eine voll entwickelt ist. Der Fruchtknoten ist mit drei Millimetern sehr klein, jedoch zur Anthese mit 20 bis 40 Zentimeter langen Griffeln ausgestattet. Später ragen die vertrockneten Griffel als bräunliches Bündel aus der Spitze des Kolbens zwischen den Blattscheiden hervor. Da sich die Deck- und Vorspelzen der weiblichen Blüten nicht weiterentwickeln, können sich die Früchte unbespelzt vorwölben. Der kolbenförmige Fruchtstand enthält zur Reifezeit Maiskörner (Karyopsen), die je nach Sorte weißlich, goldgelb, rot oder auch schwarzviolett sein können, das Tausendkorngewicht beträgt 250 bis 400 Gramm.

Bachblüten
Man wird bewundert, weil man sich nicht unterkriegen lässt (Oak)
- Diese Menschen werden bewundert, da man sich nicht unterkriegen lässt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte werden sie weniger bewundert, da man sich gelegentlich auch mal unterkriegen lassen
Bachblüten
Man fühlt sich für die Fehler anderer verantwortlich (Pine)
- Diese Menschen fühlen sich bei Fehlern anderer gleich verantwortlich
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie diese Gefühl abstellen
Disaccharide
Saccharose (Glucose + Fructose)
-     Aus Zuckerrohr und Zuckerrüben als Haushaltszucker gewonnen
-     Wird in Knollen und Früchten
Maltose (Glucose + Glucose)
-     Malzzucker
-     Entsteht durch enzymatischen Abbau von Stärke
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