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Bilsenkraut ttt
Das Bilsenkraut ist eine klassische Nachtschattenpflanze, verwandt mit Tollkirsche und Stechapfel, die früher vielfach für magische Zwecke verwendet wurde, weil ihre Giftwirkung halluzinatorische Effekte beinhaltet. In homöopathischer Verdünnung kann das Bilsenkraut jedoch gegen Asthma, Schmerzen und etliche andere Beschwerden verwendet werden. Früher hat die Volksheilkunde auch ein Öl aus dem Bilsenkraut zubereitet, das als Einreibemittel gegen Schmerzen eingesetzt wurde.
Die Bilsenkräuter bilden eine Gattung krautiger Pflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse. Der Gattung gehören etwa 23 Arten an. Einige Arten, wie das Schwarze Bilsenkraut oder Hyoscyamus muticus, werden aufgrund der enthaltenen, parasympathikolytisch wirkenden Alkaloide seit langer Zeit als Arzneimittel oder als Rauschmittel verwendet.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Achtung! Stark giftig. Nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden. Homöopathisch ab D4!, beruhigend, blutreinigend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, Asthma, Kitzelhusten, Fieber, Magenkrämpfe, Durchfall, Seekrankheit, Rheuma, Krämpfe, Nervosität, Schlaflosigkeit, Schmerzen (Einreibung)
wissenschaftlicher Name: Hyoscyamus niger
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse = Solanaceae
englischer Name: Henbane
volkstümliche Namen: Appolonienkraut, Becherkraut, Hexenkraut, Hühnertot, Rasewurzel, Schlafkraut, Teufelsauge, Zahnwehkraut, Zigeunerkraut
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen
Inhaltsstoffe: Alkaloide, Hyoscyamin, Scopolamin, Atropin, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine
 
Anwendung
Achtung!   Stark giftig. Bilsenkraut nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder   homöopathisch anwenden.
Das Bilsenkraut war früher eine wichtige Heilpflanze, um starke Schmerzen zu lindern und schwere Entzündungen zu bekämpfen. Da das Bilsenkraut stark giftig ist, wird es heutzutage überhaupt nicht mehr als normale Heilpflanze eingesetzt. Nur in homöopathischer Zubereitung ab D3 wird Bilsenkraut noch verwendet. In dieser Form ist Bilsenkraut ungiftig. Als homöopathisches Mittel nimmt man Bilsenkraut gegen Schlafstörungen, Reizhusten, Durchfall und Krämpfe. In niedrigen Potenzen (D3 bis D6) kann man das homöopathische Bilsenkraut folgendermaßen dosieren: 3 mal täglich 5-20 Globuli oder Tropfen.
Heilkundliche Anwendung
Seit dem Altertum wurde das Bilsenkraut medizinisch verwendet, insbesondere zur Schmerzstillung, aber spätestens seit den Hippokratikern auch zur Behandlung von Geschwüren und Geschwülsten sowie weiteren Leiden.
Vor allem das Öl aus den Samen des Bilsenkrauts wurde (neben Opium) als Schmerzmittel eingesetzt. Etwa zur Therapie von Zahnschmerzen und als Bestandteil von Einreibungsmitteln bei Rheuma.
Zur Anwendung gelangte in den europäischen Apotheken sowohl das Schwarze Bilsenkraut als auch das Weiße Bilsenkraut, wobei die Weiße Bilse als weniger gefährlich galt. Bereits in Antike und Mittelalter wurde vom Schwarzen Bilsenkraut abgeraten, so dass für die medizinischen Anwendungen eher Hyoscyamus albus (Weißes Bilsenkraut) bzw. Hyoscyamus muticus (Ägyptisches Bilsenkraut), Hyoscyamus aureus und Hyoscyamus reticulatus (Rotes Bilsenkraut) sowie Hyoscyamus pallidus, als bis in die Frühe Neuzeit übliche Bilsenkraut-Arten angesehen werden können.
Im Mittelalter findet sich die volksmedizinische Verwendung des Bilsenkrautöls als Zusatz zu einem bei schmerzhaften Befall mit dem „Zahnwurm“ eingesetzten Arzneimittel. Bilsenkraut wurde in einem Kommentar von 1874 zum Deutschen Arzneibuch als ein dem Opium ähnlich, aber weniger verstopfend wirkendes Narkotikum beschrieben.
In der Volksheilkunde wurde die narkotisch und halluzinogen wirkende Pflanze als krampflösendes Mittel und als Räuchermittel bei Asthma bronchiale einge-setzt. Die Blätter und auch die leicht dosierbaren Samen des Bilsenkrautes wer-den wegen ihres berauschenden Effekts geraucht. Heute ist der Einsatz als obsolet anzusehen, da der Wirkstoffgehalt stark schwankt und es häufig zu Vergiftungen kam.
Bis ins 17. Jahrhundert wurde auch Bier mit den Samen des Bilsenkrautes versetzt, um seine Wirkung zu verstärken. In einer Trinkszene des deutschen Volksbuchs Der abenteuerliche Simplicissimus von 1668 heißt es „zuletzt dürmelten sie alle herum, als wenn sie Bilsensamen genossen hätten.“
Verschiedentlich wurde angegeben, dass der Name der Stadt Pilsen, aus der das bekannte Pilsner Bier stammt, in Zusammenhang mit dem Anbau des Bilsenkrauts („Pilsenkraut“, von mittelhochdeutsch auch bilse) stehe. Diese (volks-)etymologische Zuordnung ist jedoch umstritten.
In der Homöopathie wird Bilsenkraut zur Herstellung der Urtinktur die ganze Pflanze im blühenden Zustand verwendet.
Extrakte des Bilsenkrauts wurden auch zur Herstellung von Opiumtinktur (Laudanum) verwendet.
 
Inhaltsstoffe und Giftigkeit
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Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber die unterirdischen Pflanzenteile und die Samen.
Hauptwirkstoffe: In den Blättern findet man einen Gesamtalkaloidgehalt von 0,06 bis 0,17%, in den Wurzeln 0,08%, in den Samen 0,05 bis 0,3%. Dazu gehören die Alkaloide: (–)-Hyoscyamin (bei Isolierung entsteht das Racemat Atropin) und (–)-Scopolamin (stellen 40% der Gesamtalkaloide dar) sowie weitere Alkaloide wie Apoatropin, Cuskhygrin und andere.
Mehltaupilze senken den Alkaloidgehalt der Pflanzenteile.
Da die Verwendungsmöglichkeit des Bilsenkrauts als Rauschmittel seit langem bekannt ist und sein Ruf als Hexensalbenzutat (Bilsenkraut bzw. Bilsenkrautöl war angeblich Bestandteil sogenannter „Hexensalben“) es für manche interessant macht, werden immer wieder Selbstversuche mit Extrakten des Bilsenkrauts vorgenommen. Da jedoch einerseits die Grenzwerte von berauschender und toxischer Dosis sehr nahe beieinander liegen und andererseits der Wirkstoffgehalt (bei variabler Wirkstoffzusammensetzung) drastisch schwankt, können sehr schnell schwere Vergiftungen auftreten, die aufgrund der hohen Toxizität der Stoffe auch tödlich enden können. Die tödliche Dosis liegt bei Scopolamin bei 50mg, niedrigere Dosen können jedoch bereits durch Atemlähmung den Tod herbeiführen.
Vergiftungssymptome: Hautrötung, trockener Mund, Unruhe, Schläfrigkeit oder Halluzinationen, Verwirrtheit, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen und komatöse Zustände, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung.
Die Rauschwirkung kann mehrere Tage bis zu einer Woche anhalten. Irreversible Schäden wie Gedächtnisverluste und Verhaltensstörungen können aufgrund der Neurotoxizität der Inhaltsstoffe auftreten.
 
Geschichtliches
Im Mittelalter war das Bilsenkraut eine der wichtigsten Pflanzen der Hexen und Kräuterheilkundigen. Es wurde für Heilzwecke bei schweren Erkrankungen und als magische Pflanze verwendet. Wegen seiner berauschenden Wirkung soll Bilsenkraut sogar dem Bier beigegeben worden sein, um es stärker zu machen. Das Pils und die Stadt Pilsen sollen nach dem Bilsenkraut benannt worden sein.
 
Pflanzenbeschreibung
Das Bilsenkraut ist in Europa, Asien und in Afrika heimisch. Man findet es heutzutage jedoch nur noch selten.
Am liebsten wächst das Bilsenkraut auf Schutthalden, an Mauern oder Unkrautfluren, also dort, wo der Boden gestört wurde. Der Boden sollte bevorzugt nährstoffreich sein. Das Bilsenkraut ist ein- oder zweijährig und wird bis zu 60 cm hoch. Die Blätter sind länglich und eiförmig und haben gezähnte Buchten. Sie sind fein behaart mit wenigen weißen Haaren. Zwischen Juni und Oktober er-scheinen im oberen Bereich der Pflanze die Blüten. Die Blüten sind trichterförmig und weiß mit dunkelroter Maserung. Manchmal fehlt diese Maserung auch, vor allem bei einjährigen Pflanzen. Aus den Blüten entwickeln sich zwischen August und Oktober Kapseln, die zahlreiche kleine Samen enthalten.
Bilsenkräuter sind einjährige, zweijährige oder ausdauernde krautige, aufsteigende oder niederliegende Pflanzen mit einer Höhe von (3 bis) 10 bis 80 (bis 150) cm. Die Wurzel ist bei den kurzlebigen Arten rübenförmig verdickt. Die ausdauernden Arten besitzen ein mehrköpfiges, manchmal verholztes oder fleischiges Rhizom. Meist sind sie mit ein- oder mehrzelligen Flaum- oder Drüsenhaaren bedeckt, aber es existieren auch unbehaarte Vertreter. Die eiförmig-länglichen, elliptischen oder eiförmig-rhombischen Laubblätter sind (0,8 bis) 2 bis 20 (bis 30) cm lang, gezähnt oder gelappt, selten auch zerschlitzt. Gelegentlich bilden sie eine Rosette, für gewöhnlich sind die oberen Blätter stängelständig, sitzend, manchmal stängelumfassend, während die unteren oder teilweise auch alle Blätter an 1,2 bis 5,0 cm langen Blattstielen stehen. Das Schwarze Bilsenkraut ist eine krautige Pflanze und kann – je nach Zeitpunkt der Keimung – ein- oder zweijährig sein. Bei zweijährigen Pflanzen erscheint im ersten Jahr nur eine Blattrosette. Im darauffolgenden Jahr kommt die Pflanze dann zum Blühen und Fruchten. Den einjährigen Pflanzen fehlt oft der purpurne Blütenfarbstoff. Sie erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 60, in Extremfällen bis zu 170 Zentimetern. Die Wurzel ist spindelförmig und nach oben hin rübenförmig, der Stängel ist durch Drüsenhaare klebrig.
Die Rosettenblätter sind gestielt, die Stängelblätter stängelumfassend. Die Blattspreiten sind länglich-eiförmig und grob buchtig gezähnt. Die Blüten sind sitzend oder stehen an kurzen, 5 bis 10 mm langen Blütenstielen, als Ausnahme treten auch bis zu 50 mm lange Blütenstiele auf. Die unteren Blüten stehen einzeln in den Blattachseln, die oberen Blüten bilden einen dichten, beblätterten, trauben- oder ährenähnlichen, zymösen Blütenstand. Der Kelch der fünfzähligen Blüten ist (6 bis) 10 bis 16 (bis 28) mm lang, röhrig-glockenförmig, urnenförmig, verkehrt-kegelförmig oder selten becherförmig, der Rand ist gezähnt oder gelappt. Die Kronröhre der zygomorphen Krone ist ge-nauso lang oder bis zu 2,5 mal länger als der Kelch, die Krone ist 8 bis 15, selten bis 20 mm lang oder aber in Ausnahmefällen bis zu 45, noch seltener bis 50 mm lang. Die Farbe ist goldgelb, gelblich weiß, schmutzig violett oder weißlich, zum Teil durch ein dunkles Netz der Nervatur durchzogen. Die Kronlappen sind ungleichmäßig groß, kurz und abgerundet. Die Fortpflanzungsorgane der Blüte sind hervorstehend oder knapp hervorstehend, die Staubfäden ungleichmäßig, die untere Hälfte ist behaart, normalerweise in der Mitte oder leicht über der Mitte der Kronröhre mit dieser verwachsen. Die 2,9 bis 3,8 mm langen Staubbeutel sind am Rücken befestigt und deutlich kürzer als die Staubfäden. Die mittelgroßen (37 bis 42 µm) oder großen (67,5 bis 73,5 µm) großen Pollenkörner sind fast kugelförmig, dreifaltig und besit-zen ein gerilltes Exine (Pollen-kornwand). Die Nektarien sind nicht oder nur kryptisch vorhanden, der Griffel ist fadenförmig, kahl oder fein behaart, die Narbe ist kopfförmig, feucht und papillös.
Die Blütezeit erstreckt sich im Wesentlichen über die Monate Juni bis Oktober. Die Blüten sind in den Blattachseln angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind radiär-symmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die trichterförmige Blütenkrone ist schmutzig gelblich weiß und violett geadert. Die Frucht ist eine bauchige circa 1,5 Zentimeter lange Deckelkapsel, die vom Kelch umschlossen wird. Der Samen ist graubraun, grubig vertieft und circa 1 mal 1,3 Millimeter groß.
Die Fucht ist eine Pyxidium (Deckelkapsel) genannte Sonderform der Kapselfrucht, die länglich geformt, (5 bis) 9 bis 15 mm lang und vollständig vom sich vergrößernden, dann urnenförmigen bis verkehrt-kegelförmigen und (1 bis) 2 bis 4 cm großen Kelch umschlossen ist. In Ausnahmefällen sind die Kelchzipfel zurückgebogen, so dass die Frucht nicht unbedingt vollständig vom Kelch umschlossen ist. Der Kapseldeckel ist zuge-spitzt, stark konvex, konvex oder flach, die Kapsel enthält zwischen 200 und 500 Samen. Diese sind im Normalfall (0,8 bis) 1,1 bis 1,5 (bis 1,8) mm lang, nur die Art Hyoscyamus turcomanicus hat größere Samen von 2,4 bis 2,9 mm.

Kosobaum
Der Kosobaum oder Kosobaum ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Hagenia innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Heimat liegt in den Gebirgen Ost-, Zentral- und des Südlichen Afrikas (Eritrea, Äthiopien, Sudan, Kenia, Tansania, Uganda, Burundi, Zentralafrikanische Republik, Ruanda, östliches Zaire, Malawi, Sambia), meist in Höhenlagen oberhalb von 2000 Meter.
 
Steckbrief
Heilwirkung: Magenschwäche, Verstopfung, wurmtreibend
wissenschaftlicher Name: Hagenia abyssinica
Verwendete Pflanzenteile: Blüten
 
Anwendung
Auf Grund der vielen rötlichen Blüten wird Hagenia abyssinica als Zierpflanze verwendet. Im Hochland von  Tansania wird Hagenia abyssinica in der Forstwirtschaft in den montanen Wäldern angepflanzt. In Tansania verwendet man Hagenia abyssinica vielseitig, beispielsweise als Feuerholz, die Laubblätter als Tierfutter und Gründünger und die Samen als Speisezusatz oder Gewürz. Im Kilimandscharo-Gebiet wird die Borke verwendet um Textilien gelblich-rot zu färben (Färberpflanze).
Verwendung des Holzes  
Das schön aussehende Holz wird zur Herstellung von Möbeln, Fußböden, Werkzeugen, Zäunen und als Bauholz verwendet. Aus ihm werden Furniere hergestellt. Das Splintholz ist creme-gelb. Das Kernholz ist dunkelrot bis rot-braun, weich und mittelschwer (560 bis 750 kg/m³ bei einer Holzfeuchte von 12 %). Die Fasern sind meist gerade. Das Kosso-Holz ist nicht haltbar und wird von Bohrkäfern und Termiten befallen. Während des Trocknens kann es zu Verformungen kommen. Das Holz ist leicht zu sägen und Nägel halten gut.  
Pharmazeutische Verwendung  
Die frischen Blüten werden wegen der enthaltenen Gerbstoffe als Bandwurmmittel genutzt. Als Droge: Kosoblüten = Flores Koso werden die weiblichen Blütenstände verwendet. Die Wirkung von Hagenia abyssinica als Anthelminthikum wurde in der Heilkunde in Äthiopien und anderen Teilen Afrikas schon sehr lange genutzt. In der äthiopischen Volksheilkunde verabreichte man Extrakte aus getrockneten Blüten zum Trinken einmal alle ein bis drei Monate gegen Bandwürmer, die in Äthiopien durch den Genuss von rohem Fleisch häufige Parasiten waren und noch sind. Das Kosso-Extrakt wird vor dem Frühstück getrunken und etwa 0,5 bis 3 Stunden später beginnt die abführende Wirkung. Der Kopf des Bandwurmes (Scolex) wird selten ausgeschieden und so kann der Bandwurm erneut wachsen, deshalb ist die Wiederholung alle ein bis drei Monate erforderlich. Neben anderen Pflanzenarten wurde Hagenia abyssinica zum wichtigsten Behandlungsmittel gegen Bandwürmern in Äthiopien. Im 19. Jahrhundert wurde die Droge Kosso in Europa weitverbreitet als Anthelminthikum verwendet. Es wurde auch oft in Mixturen zusammen mit Pflanzenteilen anderer Arten als
Medizin verwendet um Syphilis, Skrofulose, Malaria, Fieber und Husten zu behandeln. Die Droge KossoPuder kann leicht durch jeden anderen bräunlichen Puder gestreckt werden, dagegen können intakte Blütenstandsteile leicht erkannt werden und sind so relativ fälschungssicher.
 
Pflanzenbeschreibung
Hagenia abyssinica wächst als schlanker, kleiner bis mittelgroßer Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 20 Meter und Stammdurchmesser von meist 60 bis selten 220 Zentimeter. Er bildet einen kurzen, selten geraden Stamm und dicke Äste. Die Baumkrone ist weit und schirmförmig. Die durch ringförmige lange haltbare Blattnarben gezeichnete Rinde der Zweige ist anfangs dicht mit kurzen, zottigen und langen, weichen silbrigen Haaren bedeckt; oft werden die drüsigen Haare später rötlich-grün oder braun. Die dicke, braune oder rötlich-braune Borke blättert schnell ab. Es sind keine Dornen und keine Brettwurzeln vorhanden.
Die wechselständig und in Büscheln an den Zweigenden gehäuften Laubblätter sind etwa 40 bis 50 cm lang. Der etwa 12 bis 15 cm lange Blattstiel ist mit den zwei bis zu 1,5 cm breiten, dünnen Nebenblättern verwachsen und dadurch geflügelt. Diese unterseits dicht behaarten Blattflügel umgeben mit ihrer Basis den Zweigen scheidenartig. Die unpaarig gefiederte Blattspreite besitzt an der Blattrhachis wechselständig bis fast gegenständig angeordnet drei bis sechs (bis zu acht) Paare fast sitzender Fiederblätter und das Endfiederblatt. Die Fiederblätter sind bei einer Länge von 9 bis 15 cm und einer Breite von 2 bis 5 cm schmal-länglich bis elliptisch mit schiefer, stumpfer Basis und zugespitztem oberen Ende. Der Rand der Fiederblätter ist gezähnt und besitzt lange, seidige Haare, wobei die Blattzähne meist in einer verdickten Drüse enden. Die Oberseite der Fiederblätter ist hell oder leuchtend grün und auf der Blattunterseite befinden sich silbrige Haare. Die Fiederblätter sind fiederadrig und auf der Unterseite sind die Blattadern erhaben und besitzen lange, silbrige Haare. Es können abwechselnd mit den normalen Fiederblättern viel kleinere Fiederblätter vorkommen, die bei einem Durchmesser von bis zu 2,5 cm fast kreisförmig sind.  
Hagenia abyssinica ist polygamo-diözisch. Die endständigen, vielverzweigten, überhängenden, rispigen Blütenstände weisen eine Länge von bis zu 60 Zentimeter und einen Durchmesser von etwa 30 Zentimeter auf und enthalten viele Blüten. Die gelbliche oft leuchtend rot getönte Blütenstandsrhachis ist meist zick-zackförmig und die über laubblattartigen Tragblättern stehenden Verzweigungen sind zottig bis lang seidig behaart sowie klebrig. Die bis zu 3,5 Millimeter langen, dicht behaarten Blütenstiele werden an ihrer Basis von nierenförmigen Deckblättern umfasst. Die weiblichen Blütenstände sind rosarot und die männlichen orangelederfarben bis weiß. Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier-, meist fünfzählig. Der seidig behaarte Blütenbecher (Hypanthium) ist bei einer Länge von 2 bis 3 Millimeter konisch. Nebenkelch und Kelch sind grün oder rötlich getönt und selten vier-, meist fünfzipfelig. Bei den männlichen Blüten sind die Zipfel des Nebenkelches kleiner als die des Kelches. Bei den weiblichen Blüten sind die Zipfel des Nebenkelches größer als die des Kelches und vergrößern sich bis zur Fruchtreife bis auf eine Länge von bis zu 10 Millimeter. Die selten vier, meist fünf Kronblätter sind bis zu 1,5 Millimeter lang. In männlichen Blüten sind 15 bis 20 fertile Staubblätter mit bis zu 3 Millimeter langen Staubfäden vorhanden. In weiblichen Blüten sind rudimentäre Staub-blätter und in den männlichen ein funktional steriles Gynoeceum vorhanden. Frei vom Blütenbecher stehen in den weiblichen Blüten meist zwei Stempel, der Fruchtknoten besitzt am oberen Ende ein Haarbüschel und der fast fadenförmige Griffel endet in einer kopfigen Narbe. Meist nur einer der beiden Fruchtknoten entwickelt sich zu einer Frucht.
Die Frucht ist vom haltbaren Blütenbecher umgeben und der Nebenkelch bildet Flügel. Die relativ kleine, trockene, einsamige, bei einem Durchmesser von bis zu 2,5 mm kugelige bis eiförmige Achäne ist geflügelt und asymmetrisch. Das papierartige und dünne Perikarp ist bleich bis braun. Auf der Frucht befinden sich weiße Haare. Der fast kugelige bis fast eiförmige Same ist nur etwas kleiner als die Frucht. Die Samenschale (Testa) ist meist runzelig, braun und kahl.

Bachblüten
Man braucht seine Mitmenschen (Heather)
- Diese Menschen brauchen immerwährend ihre Mitmenschen
- Mit der dementsprechenden Bachblüte wird das Verlangen nach ihren Mitmenschen gemindert
Bachblüten
Ich bin vorübergehend negativ eingestellt (Holly)
- Diese Menschen sind vorübergehend negativ eingestellt
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das vorübergehende negative Einstellung abnehmen
Nährstoffbedarf und Nährstoffaufnahme der Stillende
Energiebedarf
Stillen verbraucht sehr viel Energie. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der Körper Fett, dass er in der Schwangerschaft als Energiespeicher angelegt hat, beim stillen abbaut, ist während der Stillzeit eine zusätzliche Kalorienzufuhr über den Bedarf vor der Schwangerschaft hinaus erforderlich.
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