Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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27.09.2019

täglichen News > Newsletterarchiv > September > 23.09.19-29.09.19


LOBELIE
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Die Lobelie ist eine einjährige Pflanze mit hübschen, zartvioletten Blüten. Weil ihre Blätter von den Ureinwohnern Nordamerikas häufig als Tabakersatz geraucht wurden, nennt man sie auch Indianertabak. Botanisch ist sie mit der normalen Tabakpflanze jedoch nicht verwandt. Geraucht oder als Räucherung hilft die Lobelie gegen Asthma und krampfartigen Husten. Wegen potentiell gefährlicher Nebenwirkungen, und weil sie innerlich angewendet kaum heilkräftig wirkt, wird die Lobelie aber kaum noch als Heilpflanze genutzt.
Die Lobelien sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse. Die etwa 433 Arten sind weltweit meist in tropischen oder subtropischen Gebieten verbreitet. Die Sorten mancher Arten sind Zierpflanzen für Parks und Gärten, manche als einjährige Sommerblumen kultiviert.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen: Achtung! Giftig. Nur homöopathisch oder äußerlich anwenden. Asthma
Heilwirkung: auswurffördernd, harntreibend, krampflösend, nervenberuhigend, schleimlösend
Anwendungsbereiche: Atemnot, Brechmittel, Bronchialasthma, Bronchitis, Gelenkentzündungen, Geschlechtskrankheiten, Geschwüre, Hautentzündungen, Husten, Keuchhusten, Krampfhusten. Muskelschmerzen, Rauchentwöhnung, Rheuma, Tennisellenbogen, Verletzungen, Verbrennungen
wissenschaftlicher Name: Lobelia inflata, Dortmannia inflata
Pflanzenfamilie: Campanulaceae = Glockenblumengewächse
englischer Name: Indian Tobacco
andere Namen: Indianertabak, Lobelienkraut, Aufgeblasene Lobelie
Verwendete Pflanzenteile: Kraut
Inhaltsstoffe: Alkaloide: Lobelin (Piperidin-Alkaloide), Isolobinin

Anwendung
Achtung! Giftig.
Lobelie nur homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Die Lobelie wurde früher als Asthmazigaretten oder Asthmaräucherpulver verwendet. Die Einwohner Nordamerikas kauten den Indianertabak auch als Brechmittel und als Mittel, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Bei innerlicher Einnahme hilft der Indianertabak übrigens nicht gegen Asthma. Darum kann man ihn auch nicht als Hustentee verwenden. Wegen der starken Nebenwirkungen bei höheren Dosierungen wird die Lobelie heutzutage praktisch nicht mehr als Heilpflanze eingesetzt, außer in der Homöopathie. Dabei kann man die getrockneten Blätter durchaus äußerlich gegen Wunden oder Rheuma anwenden. Da man die Lobelie aber kaum im Handel bekommt, ist auch diese Nutzung kaum praktikabel, es sei denn, man baut sich die Lobelie im eigenen Garten an.
Homöopathie
In der Homöopathie wird die Lobelie unter ihrem wissenschaftlichen Namen "Lobelia inflata" in relativ niedrigen Potenzen eingesetzt. Die Anwendungsgebiete entsprechender Anwendung in der Pflanzenheilkunde, also bei Asthma, Bronchitis und Atemproblemen. Außerdem wird Lobelia inflata gegen Übelkeit eingesetzt, was entsprechend der Ähnlichkeitsregel passt, weil hohe Dosen Lobelie beim Gesunden zu Übelkeit führen. Die Sorten mancher Arten sind Zierpflanzen für Parks und Gärten, manche als einjährige Sommerblumen kultiviert. Wenige Arten werden in Paludarien und Aquarien verwendet. Männertreu wird als Beet- und Balkonpflanze verwendet und von ihr werden heilende Wirkungen berichtet. Von Lobelia coronopifolia und Lobelia flaccida wurde eine heilende Wirkung berichtet. Lobelia pinifolia wird als Heilpflanze gegen Hautkrankheiten eingesetzt. Indianertabak wurde geraucht gegen Asthma sowie zur Tabak-Entwöhnung, ist durch den hohen Alkaloidanteil dieser Art bei Überdosierung aber tödlich giftig. Blaue Kardinals-Lobelie wurde früher bei der Heilung von Syphilis eingesetzt.

Wirkung
Das Alkaloid Lobelin in der Lobelie hat eine aktivierende Wirkung auf die Atmung. Die Nerven des Atemsystems werden beruhigt, indem der Vagusnerv entspannt wird, und Krämpfe werden gelindert, sodass wieder leichter geatmet werden kann, was bei Asthma eine deutlich lindernde Wirkung haben kann. In höheren Do-sen wirkt es jedoch lähmend auf das Atmungssystem.
Nebenwirkungen
In höheren Dosen ist die Lobelie giftig. Insbesondere, wenn man sie einnimmt, beispielsweise als Tee, oder kauend, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen kommen. Bei starken Überdosierungen kann es sogar zu Todesfällen durch Atemstillstand kommen.

Magische Anwendung
Die Blätter des Indianertabaks wurden verwendet, um gegen Hexerei zu schützen. Auch als Liebesmittel wurde die Lobelie gern verwendet. Die Lobelie soll auch gegen Sturm wirken. Dazu soll man dem Sturm etwas pulverisierte Lobelie entgegenwerfen. So kann man angeblich verhindern, dass der Sturm näher kommt.

Geschichtliches
In ihrer amerikanischen Heimat wird die Lobelie, entsprechend ihrem Namen, seit Menschengedenken als Tabakersatz geraucht oder zur Rauchentwöhnung gekaut. Auch als Brechmittel und Abführmittel wurde sie von den Ureinwohnern Nordamerikas verwendet. Ihren Namen erhielt die Lobelie im 16. Jahrhundert nach dem englischen Hofbotaniker Matthias von Lobel benannt. Der Namensteil "inflata" kommt von den aufgeblasenen Fruchtkapseln. Amerikanische Pflanzenheilkundler entdeckten die Lobelie als Heilpflanze gegen Asthma und andere Erkrankungen der Atemwege. Äußerlich wurde sie zur Wundheilung und gegen Rheumatismus eingesetzt. Diese Erkenntnisse fanden Einzug in die offizielle amerikanische Heilkunde. Im 18. Jahrhundert wurde die Lobelie dann auch in Europa als Heilpflanze bekannt. In Gärten und Parks wird die Lobelie manchmal zur Zierde angepflanzt.

Pflanzenbeschreibung
Der Indianertabak (Lobelie) wurde von den Ureinwohnern Nordamerikas zwar zum Rauchen verwendet, er hat botanisch aber nichts mit dem normalen Tabak zu tun. Stattdessen gehört er zur Familie der Glockenblumengewächse. Lobelie ist in Nordamerika heimisch. Vor allem findet man sie ursprünglich an der Ostküste der USA und rund um die Großen Seen. Sie wächst bevorzugt in offenen Wäldern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch, meistens bleibt sie jedoch deutlich kleiner (40-60 cm). Die Blätter sitzen wechselständig an kurzen Stielen. Die Blattform ist schmal oval-eiförmig, sie haben einen leicht gezähnten Rand und eine raue Oberfläche. Die hübschen Blüten erscheinen zwischen Juli und August. Sie entspringen den Blattachseln und sind hellrosa bis zartviolett. Sie stehen in einem grünen Blütenbecher. Bei gut gedeihenden Pflanzen wachsen vielblütige Blütenstände aus den Blattachseln. Die einzelnen Blüten sind länglich. Sie haben oben zwei kleine Blütenblätter und einen Knubbel. Unten gibt es drei Blütenblätter. Aus den Lobelie-Blüten entwickeln sich bis August oder September die aufgeblähten Blütenbecher, die die Samen beinhalten. Diese aufgeblähten Blütenbecher haben der Lobelia Inflata den zweiten Namensteil gegeben, denn "inflata" heißt "aufgeblasen".
Erscheinungsbild und Wurzeln
Der Habitus der Lobelia-Arten ist sehr unterschiedlich. Lobelia-Arten sind selten ein-, zwei- bis öfter mehrjährige oder oft ausdauernde krautige Pflanzen, die manchmal an ihrer Basis verholzen, einige Arten wachsen als Sträucher. Einige Arten sind „Schopfbäume“ in Hochgebirgsregionen in Afrika, sie gehören zur Sektion Tupa; bei ihnen verholzt der Stamm. Die Sprossachsen sind selbstständig aufrecht, aufsteigend, liegend bis niederliegend und meist nur wenig verzweigt. Der Durchmesser der zierlichen bis robusten Sproßachsen ist je nach Art sehr unterschiedlich von nicht mehr als 5 Millimetern bis mehrere Dezimetern. Die Wuchshöhe ist je nach Art sehr unterschiedlich von etwa 2 Zentimetern bis zu 9 Metern. Manche Arten bilden Rhizome oder Ausläufer. Es wird oft eine deutliche Hauptwurzel gebildet, die als Pfahlwurzel oder auch knollig sein kann; manchmal sind nur adventive Faserwurzeln ausgebildet. Meist sind die oberirdischen Pflanzenteile kahl, Ausnahme sind beispielsweise die „Schopfbaum“-Arten. Die Pflanzen führen einen giftigen, klaren oder weißen, selten auch anders farbigen Milchsaft.
Blätter
Die meist wechselständig an der Sprossachse in zwei Reihen oder spiralig verteilt angeordneten Laubblätter sind ungestielt oder gestielt. Die Blattspreiten sind einfach. Die Blattränder sind oft unterschiedlich gezähnt, selten glatt oder gelappt. Es liegt meist Fiedernervatur vor. Nebenblätter fehlen.
Blütenstände und Blüten
Die gestielten Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder in endständigen, traubigen, ährigen, doldigen oder zymösen Blütenständen. Es sind meist laubblattähnliche bis reduzierte Trag- oder Deckblättern vorhan-den. Die Blütenstiele besitzen oft ein Paar mehr oder weniger gegenständiger Deckblätter typischer Weise in den unteren zwei Drittel. Die Stellung der Blüte kommt zustande durch Resupination des Hypanthiums. Die Blüten sind meist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Knospendeckung der Kelchblätter ist valvat. Die Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die Kelchröhre ist mit dem Fruchtknoten verwachsen und bildet einen Blütenbecher. Die Blütenkelche sind meist radiärsymmetrisch, selten zygomorph. Die meist fünf, sehr selten nur vier haltbaren Kelchzipfel sind dreieckig und weisen ein glatten oder gesägten Rand auf. Der selten ist in den Kelchbuchten öhrchenartige Anhängsel vorhanden. Die fünf bei einigen Arten mehr oder weniger gleichen bis bei vielen Arten deutlich verschiedenen Blütenkronblätter sind meist auf mindestens der Hälfte ihre Länge röhrig verwachsen. Die Kronröhre ist gerade bis gebogen. Die Blütenkrone ist meist zygomorph, selten fast radiärsymmetrisch. Wenn die Kronblätter verschieden sind, dann ist die Blü-tenkrone, die auf der Oberseite bis fast zur Basis gespaltene Kronröhre endet zweilippig mit ausgebreiteten Kronlappen. Die Oberlippe besteht aus zwei oft schmalen und aufrechten bis zurückgebogenen Kronlappen, die meist deutlich kürzer sind als die der Unterlippe. Die Unterlippe besteht aus drei ausgebreiteten Kronlappen. Die Farben der Kronblätter sind oft unterschiedliche Blau- und Purpurfarben, oft mit Tönungen in malven- oder rosafarben, seltener rosafarben bis rot, orangefarben bis gelb, grün oder weiß; oft besitzen die Kronblätter auch mehrere Farben. Selten ist ein mehr oder weniger langer, schlanker Nektarsporn vorhan-den. Meist sind die Blüten zwittrig; wenn die Blüten eingeschlechtig sind, dann sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden, sie sind mit der Basis der Kron-blätter verwachsen. Die Staubfäden sind auf mindestens der Hälfte ihrer Länge verwachsen; sie können aber bei manchen Arten im Blühverlauf sich auseinander spalten. Die Staubbeutel sind zu einer Röhre verwachsen, die den Griffel umgibt. Die Staubblattröhre ist oft behaart. Die Staubbeutel sind an ihren oberen Ende oft bärtig mit einen Schöpfen aus kurzen, meist fadenförmigen Haaren. Die oberen drei Staubbeutel sind et-was länger und können manchmal unbehaart sein. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen oder halbunterständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Zentralwinkelständig sind viele relativ klei-ne, anatrope, unitegmische, tenuinucellate Samenanlagen vorhanden. Der schlanke, stielrunde Griffel endet in einer zweilappigen Narbe.
Früchte und Samen
Die Früchte sind meist fachspaltige Kapselfrüchte, die sich mit zwei Fruchtklappen öffnen oder seltener fleischige bis trockene Beeren; sie enthalten viele Samen. Die glatten, feingrubigen, gerillten oder warzigen Samen sind längliche oder dreikantig; manchmal sind sie geflügelt. Die Samenschale ist sehr unterschiedlich.

Anbautipps
Die Lobelie kann man sehr gut im Garten anbauen. Man kann sie entweder aus Stecklingen oder Samen ziehen. Die Samen kann man wahlweise in der Frühlingsmitte oder im Herbst in Anzuchttöpfen ansäen. Normalerweise dauert es zwei Wochen, bis die Samen keimen.

Sammeltipps
Sobald die unteren Früchte reif sind, werden die ganzen Pflanzen geerntet. Man kann sie frisch oder getrocknet nutzen. Zum Trocknen hängt man die gesamte Pflanze in lockeren Bündeln kopfüber an einen halbschattigen, trockenen Platz.


MA-HUANG tt

Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtel-halm und Ginster. Das chinesische Meerträubel Ma-Huang ist die stärkste Art der Ephedra-Familie. Die europäischen und amerikanischen Meerträubel-Arten sind deutlich milder in der Wirkung. Die meisten Meerträubel-Arten enthalten Ephedrin oder ephedrinähnliche Verbindungen (Pseudoephedrin), die alle ähnlich wie Adrenalin wirken.
Meerträubel ist die einzige  Gattung der  Pflanzenfamilie der Meerträubelgewächse innerhalb der Ordnung  Gnetales. Diese Gattung besitzt ein  disjunktes Areal mit jeweils einem Teil der 35 bis 70 Arten in der  Alten Welt und der  Neuen Welt.

Steckbrief
Haupt-Anwendungen:
Bronchospasmolytikum, Husten
Heilwirkung:
anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd, bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
Anwendungsbereiche:
Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen, Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung
wissenschaftlicher Name:
Ephedra sinica
Pflanzenfamilie:
Meerträubelgewächse = Ephedraceae
englischer Name:
Chinese Ephedra
volkstümlicher Name:
Meerträubel, Ma-Huang
Verwendete Pflanzenteile:
junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
Sammelzeit: Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
Nebenwirkungen:
Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
Kontraindikation:
Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufprobleme, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
Wechselwirkungen:
Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...

Anwendung
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Handel unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maxi-mal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hintereinander. Hilft bei Atemwegserkrankungen.
Räucherpulver
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
Fertigpräparate
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Sonnentau, Efeu oder Schlüs-selblume (Primel) gegen Asthma bronchiale und Husten.

Geschichtliches
Wird seit etwa 5000 Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zur Leistungssteigerung eingesetzt. In der Volksheilkunde vor allem gegen Asthma und Atemwegserkrankungen. Da die Inhaltstoffe unerlaubte Leistungssteigerung ermöglichen, sind die Meerträubelmittel in vielen Ländern verschreibungspflichtig und sind im Wettkampfsport verboten. Wegen der vielen Nebenwirkungen in der Pflanzenheilkunde fast nicht mehr im Gebrauch. Der Wirkstoff Ephedrin wird heute für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt.

Pflanzenbeschreibung
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Ruten sträucher, manchmal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten  Blättersind schuppenartig reduziert. Die  Photosynthese übernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige. Die  Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zweihäusig, selten die Blüten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen ein-zeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wirteln paar-weise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samenreife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den Nacktsamern gerechnet; ihre Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune  Samen gebildet.
Das chinesische Meerträubel Ma-Huang (Ephedra) ist in Asien heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60 cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich fleischige rote Zapfenbeeren.

Anbautipps
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.

Sammeltipps
Stängel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.



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ERNÄHRUNG
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Der ältere Mensch kann grundsätzlich alles essen, ihm schmeckt und bekommt, auch noch bis ins hohe Alter. Ein paar Grundsätze sollten natürlich trotzdem beachtet werden. „Essen und Trinken" ist nicht nur Aufnahme von Nahrung oder Nährstoffen, sondern heißt auch genießen. Essen und Trinken sind aber auch die Voraussetzung für die eigene Leistungsfähigkeit und halten bekanntlich „Leib uns Seele zusammen".


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