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Johannisbrotbraum
Der Johannisbrotbaum bzw. in Österreich Bockshörndlbaum, auch Karubenbaum oder Karobbaum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Diese Art kommt im Mittelmeerraum und Vorderasien vor. Der Johannisbrotbaum wächst im Mittelmeerraum und Asien. Er trägt lange, braune Schoten, die süßlich schmecken. Die Schotenfrucht wird auch Carob genannt. Sie wird gerne als Kakao- oder Kaffee-Ersatz verwendet. Die Samen der Schoten können als Verdickungsmittel benutzt werden. Sie haben aber auch Heilwirkungen. Sie können Sodbrennen lindern, Durchfall beheben, aber auch Verstopfung beheben.
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Magenschwäche, Sodbrennen, Verstopfung, adstringierend, erweichend, harntreibend
wissenschaftlicher Name: Ceratonia siliqua
Verwendete Pflanzenteile: Früchte
Nutzung
Nutzung der Frucht (Carob)
Das Fruchtfleisch, das sogenannte „Carob“, ist anfangs weich und aromatisch-süß, wird später hart und ist dann lange haltbar. Das Wort stammt vom Arabischen „Charrūb“. Früher waren auch die Synonyme Bockshorn und Soodbrot verbreitet. Im Monat September ist die Haupterntezeit, in der, wie mancherorts bei der Olivenernte, mit Stöcken gegen die Zweige geschlagen wird, damit die reifen Fruchtbündel mit dunkelroter, fast schwarzer Färbung zu Boden fallen. Das vorzeitige Abschlagen der Früchte ist notwendig, da diese sonst erst überreif vom Baum fallen und durch die oft zwischenzeitlich erfolgte rasche Feuchtigkeitsaufnahme sehr fäulnisanfällig wären. Der Einsatz von Vibrationsmaschinen ist nicht möglich, weil Stamm und Äste dick und damit unflexibel und bruchanfällig sind. Auch beim manuellen Abschlagen muss darauf geachtet werden, die neuen Blütenansätze nicht zu beschädigen. Die Erntekosten machen etwa ein Drittel der gesamten Produktionskosten aus. Der Ertrag liegt im jahrzehntelangen Mittel bei durchschnittlich rund 75kg je Baum. Jedoch sind Ernten von 100 bis 200 oder gar 250kg bei besonders kräftig und isoliert he-rangewachsenen Bäumen keine Seltenheit. Ein Arbeiter kann an einem Tag 250 bis 280kg Früchte ernten. Die nahrhafte Hülsenfrucht wird in ländlichen Gegenden frisch oder getrocknet verzehrt, zu Saft (Kaftan) gepresst, zu Sirup verarbeitet oder zu alkoholischen Getränken vergoren. Auch der Kaftanhonig wird aus dem Johannisbrot gewonnen. Das Fruchtfleisch wird auch zu Carobpulver vermahlen, das Kakaopulver ähnlich, aber nicht so bitter ist. Um hochwertiges Carob zu erhalten, werden wegen des häufig bitteren Geschmacks der Enden nur die Mittelteile der Hülsenfrüchte grob zerkleinert, geröstet und zu Johannisbrotmehl vermahlen. Der Zuckergehalt und das spezielle fruchtig-karamellige Aroma des Pulvers erinnern geschmacklich an Kakao. Im Unterschied zu diesem ist Carobpulver aber sehr fettarm und frei von anregenden Substanzen wie Koffein oder Theobromin. Gut verschlossen ist es über mehrere Jahre haltbar. Der süße Geschmack kommt von den enthaltenen niedermolekularen Kohlenhydraten (Einfach- und Zweifachzucker). Außerdem sind 35 bis 45% hochmolekulare Kohlenhydrate (Stärke und Ballaststoffe), etwa 5% Eiweiß und etwa 3,5% Mineralstoffe sowie etwa 1 % Fett enthalten. Das ballaststoffreiche, fettarme Pulver enthält Vitamin A, B, Calcium und Eisen, wodurch es als diätetisches Lebensmittel und für Kinder geeignet ist. Dies sollte allerdings nicht überbewertet werden, da man normalerweise nur geringe Mengen verzehrt (Gewürz). Das entzuckerte Fruchtmark des Johannisbrotbaums ist reich an unlöslichen Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Sein Verzehr kann bei gesunden Menschen zu einer kurzfristigen Senkung der Blutfettwerte beitragen und gleichzeitig die Fettverbrennung anregen. Carobpulver kann Kakaopulver in allen Funktionen ersetzen. Es eignet sich für Marmorkuchen genauso wie für Mousse, Pudding oder Milchmixgetränke. Hauptsächlich in Bio-Märkten ist ein Nougat-ähnlicher Aufstrich erhältlich, der ca. 20 % Carobpulver enthält. Überwiegend wird Carob heute als Tierfutter verwertet.
Nutzung der Samen (Carubin)
Als Nahrungsmittel und Lebensmittelzusatzstoff
Es besteht aus etwa 30% Schale, etwa 25% Samen und etwa 45% Endosperm. Das Johannisbrotkernmehl ist weiß, manchmal leicht beige und geschmacksneutral. Es ist ein Polysaccharid, das größtenteils aus Galactose (20%) und Mannose (80 %) besteht. Dieser Mehrfachzucker kann vom menschlichen Körper nur teilweise verdaut werden und gilt deshalb als Ballaststoff. Neben dem Polysaccharid sind noch ca. 6% Proteine sowie wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide) und Spuren von Mineralstoffen enthalten. Alles in allem entsprechen die Eigenschaften größtenteils denen des Guarkernmehls, wobei die Viskosität der Lösungen bei gleicher Konzentration etwas geringer ist. Johannisbrotkernmehl kann zwischen dem 80- und 100-fachen seines Eigengewichts an Wasser binden (fünfmal so quellfähig wie Stärke), stabilisiert Emulsionen und unterbindet Kristallbildung. Weiterhin zeigt es Synergien mit Xanthan, Carrageenund Agar. Heute liefern die Kerne ein technisch genutztes Verdickungsmittel, Carubin oder auch Johannisbrotkernmehl, Karuben- oder Carubenmehl. Hierzu werden das Endosperm abgetrennt und die Samen vermahlen. Unter der Nummer E 410 ist es in der EU uneingeschränkt (auch für Bio-Produkte) als Lebensmittelzusatzstoffzugelassen. Es kommt in Süßwaren, Soßen, Suppen, Puddings und Speiseeis vielfach zum Einsatz. Für diätetische Zwecke dient Johannisbrotkernmehl als Backhilfsmittel in glutenfreiem Brot. Akute Ernährungsstörungen, Verdauungsstörungen, Durchfallerkrankungen, Erbrechen, Colitis und Zöliakie sind Anwendungsgebiete für Diätprodukte aus dem Samenmehl. Außerdem sind ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes mellitus und Fettsucht möglicherweise mit Johannisbrotkernmehl zu behandeln. Ein aus dem Kern isolierter Stoff senkt erwiesenermaßen sowohl den Blutzuckerspiegel als auch den Cholesterinspiegel und wirkt gewichtsreduzierend. Johannisbrotkernmehl wirkt bei einer Überdosierung leicht abführend und vergrößert durch sein Quellvermögen den Darminhalt. Es behindert geringfügig die Eiweißverdauung und kann in Einzelfällen Allergien auslösen.
Als Gewichtseinheit
Da die Samenkörner des Johannisbrotbaumes ein konstantes Durchschnittsgewicht von rund 200 Milligramm aufweisen (das Gewicht der einzelnen Samen variiert beim Johannisbrotbaum ebenso stark wie bei vielen anderen Baumarten!), vor allem aber, weil sich bei ihnen auch sehr kleine Gewichtsunterschiede von nur 5 Prozent zwischen einzelnen Samenkörnern mit erstaunlicher Genauigkeit (> 70% Trefferquote) schätzen lassen, wurden sie in der Antike als Wägeeinheit für Diamanten verwendet. Daran erinnert die noch heute gebräuchliche Bezeichnung Karat. Das Karat ist ein Lehnwort nach dem französischen le carat, welches seinen Ursprung im italienischen carato hat. Dieses entstand über das arabische Qīrāt aus dem griechischen kerátion („Hörnchen“, da die Fruchthülse des Johannisbrotbaumes hörnchenförmig ist). Daraus leitet sich auch der wissenschaftliche Name Ceratonia siliqua für den Johannisbrotbaum her. Auch die arabische Gewichtseinheit der Charrūba orientiert sich an dem Samen des Johannisbrotbaums.
Beschreibung
Der Johannisbrotbaum ist ein äußerst hitze- und trockenresistenter, immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 10 bis 20 Metern erreicht. Der Stamm ist kräftig und die Äste sind gespreizt, wodurch er eine ausladende, halbkugelige Krone bekommt. Die braune Borke ist rau und stark gefurcht. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 10 bis 20 Zentimeter lang und in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert. Die paarig gefiederte Blattspreite besitzt zwei bis fünf Paare meist gegenständiger Fiederblättchen. Die ledrigen Fiederblättchen sind 3 bis 7 Zentimeter lang, breit-verkehrt-eiförmig bis elliptisch mit ausgerandetem oberen Ende. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün und kahl. Die Blattunterseite ist rot-braun sowie behaart.
Ungefähr sechs Jahre nach der Keimung blüht ein Exemplar zum ersten Mal. Die Blütezeit reicht von September bis November. Die unscheinbaren Blüten brechen im Herbst meist noch vor Erscheinen der jungen Laubblätter einzeln oder in kurzen trauben- bis kätzchenförmigen Blütenständen aus dem Stamm, Ästen und Zweigen hervor (Kauliflorie). Der Johannisbrotbaum ist meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch); es gibt aber auch Exemplare mit zwittrigen Blüten. Die trauben- bis kätzchenförmigen Blütenstände enthalten entweder eingeschlechtig männliche (gelbliche oder rötliche), weibliche oder zwittrige (grünliche) Blüten. Die ungefähr 6 bis 12 Millimeter großen Blüten sind fünfzählig. Der fünfzähnige Kelch ist diskusförmig und dunkel-pur-purfarben. Kronblätterfehlen. Die männlichen Blüten riechen unangenehm und besitzen fünf bis sieben lange Staubblätter, einen Diskus in dessen Mitte sich ein rudimentärer Griffel befindet. Die weiblichen weisen einen kurzgestielten Fruchtknoten, rudimentäre Staminodien und fünf behaarte Kelchblätter auf; der Stempel ist 6 bis 8,5 Millimeter lang. Die zwittrigen Blüten besitzen sowohl fünf fertile Staubblätter wie einen Griffel. Es ist nur ein Fruchtblatt vorhanden.
Die anfangs grünliche und bei Reife schokoladenbraune, glänzende Hülsenfrucht (Johannisbrotschote, auch Karube genannt) ist 10 bis 30 Zentimeter lang, 1,5 bis 3,5 Zentimeter breit und etwa 1 Zentimeter dick, gerade oder gebogen, mit wulstigem Rand und ledriger Schale. Sie werden knapp ein Jahr nach der Befruchtung reif und können über Monate am Baum hängen bleiben. Jede Hülsenfrucht enthält 10 bis 15 Samen. Die extrem harten, glänzenden Samen sind 8 bis 10 Millimeter lang, 7 bis 8 Millimeter breit und 3 bis 5 Millimeter dick.

Katechu
Die Gerber-Akazie, manchmal auch Katechu-Akazie oder nur Katechu genannt, ist eine in Süd- und Südostasien beheimatete Art der Gattung der Akazien.
Steckbrief
Heilwirkung: Durchfall, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung
wissenschaftlicher Name: Acacia catechu
Verwendete Pflanzenteile: Kernholz
Nutzen
Die Samen enthalten einen wasserlöslichen Schleim mit hohem Proteingehalt, der vom Menschen verzehrt werden kann. Die Blätter gelten als gutes Viehfutter und werden vor allem an Ziegen verfüttert. Das Holz ist ein gutes Brennholz, dass auch geköhlert wird. Auch als Bauholz ist das Holz gut geeignet. Ein aus dem Hartholz gewonnenes tanninhaltiges Harz, das Cutch genannt wird findet in der Gerberei und beim Färben Verwendung. Aus der Rinde kann Gummi arabicum gewonnen werden. Kristallines Cutch, das dann Khersal genannt wird, wird zur medizinischen Behandlung von Halsleiden verwendet.
Beschreibung
Die Gerber-Akazie ist ein laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen zwischen 6 und 10 Meter erreicht. Die Borke ist brüchig und reißt in flächige Streifen auf. Die Zweige besitzen eine flaumig behaarte Rinde und tragen häufig ein paar hakenförmige Dornen unterhalb der Nebenblätter. Beispielsweise im nördlichen Indien fallen die Laubblätter etwa im Februar und ist während der heißen Jahreszeit ohne Laubblätter; gegen Ende April oder im Mai werden neue Laubblätter gebildet. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite geglieder. Die Basis des Blattstiels befinden sich Drüsen. In der doppelt paarig gefiederte Blattspreite sitzen an der zottig behaarten Blattspindel (Rhachis) 10 bis 30 Paaren an Fiedern erster Ordnung mit jeweils 20 bis 50 Fiederblättchen. Die bewimperten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 2 bis 6 Millimeter und einer Breite von 1 bis 1,5 Millimeter linealisch.
In den Blattachseln stehen jeweils eine bis vier 2,5 bis 10 Zentimeter lange ährige Blütenstände. Die zwittrigen Blütensind gelb bis weiß mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist glockenförmig und 1,2 bis 1,5 Zentimeter groß. Die Kelchzähne sind deltoid und behaart. Die spärlich flaumig behaarten Kronblätter sind bei einer Länge von etwa 2,5 Zentimeter lanzettförmig oder verkehrt-lanzettlich. Die Staubblätter sind zahlreich. Der Fruchtknoten misst etwa 1 Millimeter und ist drüsig. Die Fruchtstiele sind 3 bis 7 Millimeter langen. Die braun glänzenden Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 12 bis 15 Zentimeter sowie einer Breite von 1 bis 1,8 Zentimeter riemenförmig und relativ flach. Die Früchte reißen nach der Fruchtreife auf und enthalten drei und zehn Samen. In China reifen die Früchte zwischen September und dem darauf folgenden Januar.

Bachblüten
Düsternis umhüllt aus heiterem Himmel die Persönlichkeit wie eine schwarze Wolke (Mustard)
- Diese Menschen sind von einer Düsternis umhüllt die Persönlichkeit, aus heiterem Himmel, wie eine schwarze Wolke
- Mit der dementsprechenden Bachblüte könne sie die Düsternis abschütteln
Bachblüten
Man ist völlig ausgelaugt und abgerackert, klagt aber nie (Oak)
- Diese Menschen sind völlig ausgelaugt und auch abgerackert, klagen jedoch nie
- Mit der dementsprechenden Bachblüte sind sie nicht mehr ausgelaugt und nicht mehr abgerackert
Schlachtfette
Sorten: es gibt Rindertalg, Rindernierenfett, Schweineschmalz, Flomen- und Griebenschmalz und Gänseschmalz.
Weiter tierische Fette sind z.B. Seetier-Öle (Tran), z.B. aus dem Depotfett von Robben, Fischleberöle (Lebertran) aus dem Lebern von Dorsch, Heilbutt oder Schellfisch.
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