Kraft durch Kräuter und Bachblüten

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27.05.2017

täglichen News > Newsletterarchiv > 2017 > Mai > 22.05.17-28.05.17


SCHÖLLKRAUT t

Das Schöllkraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung Chelidonium der Familie der Mohngewächse. Bei manchen Autoren ist es die einzige Art mit mehreren Unterarten, andere Autoren bewerten die Unterarten aus Ostasien als zwei bis drei eigene Arten.
Das Schöllkraut liebt die Nähe von Häusern und wächst gerne unauffällig an Mauern. Dort wird es von den meisten für Unkraut gehalten. Nur sein gelber Saft macht es zu einer besonderen Erscheinung; der kommt aber nur beim Abbrechen der Stängel zum Vorschein. Schon von alters her ist es eine beliebte starke Heilpflanze für Leber und Galle. Als Verwandter des Schlafmohns haben die Alkaloide des Schöllkrauts auch beruhigende und krampflösende Wirkung.

Steckbrief
Heilwirkung: antibakteriell, krampflösend, beruhigend, fungizid, hautreizend, schweißtreibend, schmerzstillend, zellwachstumshemmend, Leber,  Galle,  Milzerkrankungen, Rheuma, Gicht, Magenschmerzen,  Verstopfung, Allergien, Nesselsucht, Arteriosklerose, Ödeme, Augenentzündungen, Asthma, Krampfhusten, Menstruationsregelnd, Neuralgien, Akne, Flechten, Grind, Geschwüre, Ekzeme, Krätze, Schuppenflechte, Hühneraugen, Schwielen, Warzen
wissenschaftlicher Name: Chelidonium majus
Pflanzenfamilie: Mohngewächse = Papaveraceae
englischer Name: Celandine
volkstümliche Namen: Aflkraut, Augenkraut, Blutkraut, Bockskraut, Gschwulstkraut, Gilbkraut, Goldkraut, Gottesgabe, Herrgottsblatt, Herrgottsgnade, Himmelsgabe, Krätzenkraut, Marienkraut, Nagelkraut, Schälerkraut, Schälkraut, Schellkraut, Schinnkraut, Schindwurz, Schwalbenkraut, Schwalbenwurz, Teufelsmilchkraut, Trudenmilchkraut, Warzenkraut, Ziegenkraut
falsche Schreibweisen: Schollkraut
Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut, Saft, (Wurzel)
Inhaltsstoffe: mehrere Alkaloide, Coptisin, Chelidonin, Chelidoxanthin, Berberin, Chelerythrin, Sanguinarin, Glaucin, Glaukopikrin, Protopin (Fumarin), Spartein, Chelidonsäure, Chelidoninsäure, Glauciumsäure, Flavone, Bitterstoffe, ätherisches Öl
Sammelzeit: Mai bis Juli

Anwendung
Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden, von denen über 20 isoliert und chemisch identifiziert wurden. Die wichtigsten sind Berberin, Chelerythrin, Chelidonin, Coptisin, Spartein, Chelidoxanthin und Sanguinarin. Die Identifizierung der Alkaloide ist durch Dünnschichtchromatographie oder HPLC möglich. Die Alkaloide sind sowohl in den oberirdischen Teilen der Pflanze als auch in der Wurzel vorhanden. Im Herbst konzentrieren sie sich in der Wurzel, die dann hochgiftig wird. Schöllkrautextrakte wirken in vitro toxisch auf Viren, Bakterien, Pilze und schwach zytotoxisch auf menschliche Zellen, was auf den Gehalt an Chelidonin, Coptisin und Protopin zurückgeführt wird; auch Chelerythrin und Sanguinarin wirken zytotoxisch. In vivo wurde eine schwache Wirkung gegen Influenzaviren festgestellt. In der Volksmedizin wird der Saft der Pflanze äußerlich bei Hautkrankheiten wie Warzen verwendet, entweder nativ oder als Salbe („Glaucionsalbe“, lateinisch auch „Glaucina“). Als Wirkprinzip werden eiweißauflösende (proteolytische) und antivirale Mechanismen diskutiert. Der Saft sowie die Salbe können stark reizend wirken. Wird jedoch der Saft mehrere Tage auf eine Warze aufgetragen, kann diese vollständig ver-schwinden. Die Färbung beginnt nach kurzer Zeit und mehrmaligem Händewaschen zu verblassen. Eine äußere Heilwirkung ist belegt, gilt jedoch nur uneingeschränkt für Alters- und Dellwarzen. Schöllkrautbestandteile sind ferner im umstrittenen Krebsmittel Ukrain enthalten. Das Verschlucken der Pflanzenteile führt in größeren Mengen zu schweren Reizungen des Magen-Darm-Traktes. Entsprechend äußern sich die Symptome in Brennen, Schmerzen, Erbrechen, blutigen Durchfällen und Kreislaufstörungen. In schweren Vergiftungsfällen kann es zum Tod durch Kreislaufversagen kommen. Schöllkraut steht auch im Verdacht, toxische Leberschäden (Hepatitis, Cholestase bis hin zum Leberversagen) hervorzurufen.
Anwendung für Leber und Galle
Das Schöllkraut wird erfolgreich bei Leber- und Galleleiden eingesetzt, vor allem wenn der Gallenfluß durch Stauungen für Krankheit sorgt. In der Praxis eignet es sich zur Behandlung von Gallenblasenentzündung, Leberschwellung, Gelbsucht, Gallengries, Rheuma und Gicht.
Krampflösende Wirkung
Wegen seiner entkrampfenden Wirkung wird es auch gerne bei Menstruationskrämpfen, Magenschmerzen, Asthma, Reiz- und Krampfhusten verwendet. Zu all diesen Zwecken kann es als Tinktur des blühenden Krauts verabreicht werden. Etwas schwächer wirkt das getrocknete Kraut als Tee. Besonders stark wirkt der Presssaft, von dem man jedoch nur geringe Mengen verwenden soll (max. ca. 20 Tropfen)
Äußerliche Wirkung gegen Warzen
Der ätzende gelbe Saft wirkt stark hautreizend und löst, täglich aufgetragen, Warzen, Hühneraugen und Schwielen auf. Hierbei ist es wichtig, dass er täglich auf die Warzen aufgetragen wird und dass die umgebende Haut wegen der Ätzwirkung unbenetzt bleibt.
Anwendung für die Augen
Maria Treben schwört auf die Anwendung des Schöllkrauts zur Stärkung der Augen. Dazu nimmt man ein gewaschenes Schöllkrautblatt mit sauberen, feuchten Händen und zerreibt den Stängel des Blattes zwischen Daumen und Zeigefinger. Die geringe Flüssigkeit streicht man über die Lider und in die Augenwinkel (nicht direkt in die Augen). Die Augen sollen dadurch ihre gute Sehkraft erhalten und schleier- und fleckenlos bleiben. Angeblich sammeln auch Schwalben Blätter vom Schöllkraut und bestreichen damit die Augen ihrer blinden Kinder.
Andere äußerliche Anwendungen
Der verdünnte Saft oder ein Tee des Krautes kann gegen Ekzeme, Geschwüre, Akne und andere Hauterkrankungen verwendet werden.

Zur Giftwirkung
Zunächst muss gesagt werden, dass das Schöllkraut eine stark wirkende Heilpflanze ist, die bei zu hoher Dosierung giftig wirken kann. Besonders die Wurzel enthält einen hohen Anteil der giftig wirkenden Alkaloide. Auch der Saft ist besonders giftig. Vor allem im Oktober ist der Alkaloidgehalt hoch. Im getrockneten Kraut verliert sich die Giftigkeit. Die Giftigkeit des Schöllkrauts ist umstritten. Manche warnen vor jeder innerlichen Anwendung, andere halten sogar den Verzehr großer Mengen des frischen Presssaftes für ungefährlich. Wie üblich ist der Gehalt an Giftstoffen je nach Pflanze, Standort und Zeit unterschiedlich. Außerdem sind Menschen unterschiedlich robust in Bezug auf Gifte. Daher kann auch die Giftwirkung des Schöllkrauts unterschiedlich sein. Äußerlich kann der Saft des Schöllkrauts die Haut reizen oder Allergien auslösen. Die giftige Alkaloid-Wirkung ist bei der äußerlichen Anwendung jedoch nicht gefährlich. Fazit: Wenn die Haut es verträgt, besteht bei der äußerlichen Anwendung des Schöllkrautes keine Gefahr. Als Teil von Teemischungen, die in normalem Masse getrunken werden, ist das getrocknete Kraut auch bei innerlicher Anwendung ungefährlich. In Kleinstmengen ist wohl auch der frische Pflanzensaft unschädlich, aber den Saft sollte man auf keinen Fall hoch dosieren.

Pflanzenbeschreibung
Vegetative Merkmale
Das Schöllkraut ist eine sommergrüne, zwei- bis mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 70 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein ver-zweigtes Rhizom. Ihr Milchsaft ist gelb-orange. Die wechselständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die grün-graue, durch einen dünnen Wachsfilm wasserabstoßend bereifte Blattspreite ist buchtig eingekerbt. Die Blattunterseite ist heller und leicht behaart (Trichome).
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig und etwa zwei Zentimeter groß. Die zwei Kelchblätter fallen früh ab. Seine vier Kronblätter sind gelb. Es sind zwölf bis viele freie Staubblätter vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer zweilappigen Narbe. Die dünne, zweiklappige Kapselfrucht weist eine Länge von etwa fünf Zentimetern auf und enthält wenige bis viele Samen. Die eiförmigen, schwarzen Samen tragen eine hahnenkammförmige Caruncula.
Das Schöllkraut ist eine Verwandte des Schlafmohns, sieht aber ziemlich anders aus. Bevorzugt wächst er an Mauern in der Nähe menschlicher Behausungen. Es wird ca. 40-50 cm hoch. Der runde Stängel verzweigt sich mehrmals, bis er oben in kleinen gelben Blüten endet.
Die weichen hellgrünen Blätter sind leicht behaart und haben die Form von Eichenblättern.
Das besondere an den Blüten ist, dass sie nur vier Blütenblätter haben. Daran kann man sie von vielen anderen gelben Blüten unterscheiden.
Das Schöllkraut blüht von April bis September und bildet immer wieder neue Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Schoten, die die kleinen schwarzen Samen enthalten. Das deutlichste Merkmal zur Erkennung des Schöllkrauts ist der gelbe Saft, der austritt, sobald man den Stängel oder ein Blatt abbricht.
Verbreitung
Das Schöllkraut ist in fast ganz Europa und in gemäßigten Klimazonen Asiens verbreitet. In Nordamerika wurde es eingeschleppt.

Sammeltipps
Man kann das Schöllkraut während der gesamten Blütezeit sammeln, also etwa von April bis September. Für einen Tee trocknet man das Kraut schonend an einem schattigen, luftigen Platz.



ACKER-SENF


Der Acker-Senf, Falscher Hederich oder wilder Senf ist eine Pflanzen art aus der Gattung der  Senfe innerhalb der Familie der  Kreuzblütengewächse. Die Art war schon in der  Bronzezeit ein häufiges „Unkraut".
Der Ackersenf ist eine wildwachsende Form der Senfpflanze und gilt an seinen bevorzugten Wuchsstellen, den Äckern, als lästiges Unkraut. Durch seine rauen Haare unterscheidet er sich von anderen gelb blühenden Pflanzen, die senfähnlich sind. Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz. Aus den zerstampften Samen kann man Breiumschläge machen, die die Haut reizen und die Durchblutung fördern. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auftragen der Senfmasse und bedingt eine fetthaltige Salbe auftragen.
Ackersenf ist auch als Bachblüte Mustard bekannt.

Steckbrief
Heilwirkung:
Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Stoffwechselschwäche, Halsschmerzen, Bronchitis, Rheuma, Schmerzen
wissenschaftlicher Name:
Sinapis arvensis
Pflanzenfamilie:
Kreuzblütler = Brassicaceae
englischer Name:
Field Mustard
volkstümliche Namen:
Wilder Senf
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Inhaltsstoffe:
Öl, Senföl
Sammelzeit:
Mai bis Frühherbst

Anwendung
Die Samen können denen des Weißen Senfs beigemischt werden. Feingehackte Blätter können als  Gewürz dienen. Blütenknospen können wie Brokkoli zubereitet werden. Krautige Teile sind nach längerem Kochen als Gemüse geeignet.
Ackersenf kann man als Gewürz und Wildsalat in der Küche und äußerlich als hautreizendes Pflaster anwenden.
In der Küche
Die jungen Blätter des Ackersenfs kann man als Wildgemüse in Salaten oder Kräuterquarks essen. Da die Blätter scharf sind, eignen sie sich eher als würzender Teil eines Salates als Hauptbestandteil. Die Samen kann man als Sprossen keimen lassen und frisch verzehren. Durch die in ihm enthaltenen Senföle regt der Ackersenf den Stoffwechsel und die Verdauung an.
Äußerlich
Da die Samen des Ackersenfes den kultivierten Senfsamen ähneln, kann man sie auch ähnlich anwenden. Man kann die Samen zerstampfen und als hautreizendes Senfpflaster (Breiumschlag) auflegen. Bevor man den Senfsamen-Brei aufträgt, sollte man die Haut zum Schutz mit einer fetthaltigen Salbe eincremen. Sonst könnte die Reizung der Haut zu Verbrennungen führen. Solche Senfpflaster eignen sich zur Linderung von festsitzenden Beschwerden des Bewegungsapparates, wie beispielsweise rheumatische Schmerzen, Hexenschuss, Verspannungen. Für akute Entzündungen, die sowieso schon viel Hitze produzieren, sind Senfpflaster eher nicht geeignet. Als Faustregel kann man sich merken, dass Senfpflaster für Beschwerden geeignet sind, bei denen Wärme lindernd wirkt.
Bachblüte
Als Bachblüte Mustard steht der Ackersenf für Sinnfindung und hilft gegen Schwermut.

Pflanzenbeschreibung
Der Acker-Senf ist eine einjährige  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60cm erreicht. Der  Stängel ist im unteren Teil abstehend behaart. Die unteren Blätter werden bis zu 20cm lang, sind gestielt und stark gegliedert bis leierförmig gefiedert mit einem großen Endabschnitt. Die zwittrige, radiärsymmetrische  Blüte ist vierzählig. Die vier  Kelchblätter stehen waagerecht ab. Die vier  Kronblätter sind schwefelgelb. Die Blüte besitzt sechs lange Staubblätter, wovon sich zwei außen und vier innen befinden. Die  Schote ist kahl, stielrund und etwas perlschnurartig eingeschnürt mit 8 bis 13 schwarzen Samen in zwei Fächern und drei bis fünf geraden, starken Nerven auf jeder Fruchtklappe. Die Schote läuft in einen 1 bis 1,5cm langen, fast runden, geraden Schnabel aus. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Der Ackersenf ist in Europa heimisch. Er wächst bevorzugt auf Äckern und an Wegrändern. Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die Blätter des Ackersenfs sind gelappt, rauh und haarig. Sie schmecken scharf würzig. Die gelben Blüten erscheinen zwischen Mai und Juli. Sie haben, wie alle Kreuzblütler, vier Blütenblätter. Aus den Ackersenf-Blüten entwickeln sich nach und nach die Samen. Die Samen sitzen in länglichen Schoten.


BACHBLÜTEN
Ich neige zu Neid (38 Willow)
- Diese Menschen neige sehr, dass sie auf andere neidisch sind
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie ihre Neidgefühle allmählich ablegen


BACHBLÜTEN
Starkes Reinigungsbedürfnis bis zum Waschzwang (10 Crab Apple)
- Diese Menschen haben ständig ein starkes Reinigungsbedürfnis, manchmal sogar einen Waschzwang
- Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie dies allmählich ablegen


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