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27.04.2020

tägliche News > April > 27.04.20 - 03.05.20
Ma-Huang tt
 
Meerträubel ist eine giftige, scharfe und bittere Heilpflanze aus der Familie der Meerträubelgewächse. Das Aussehen ist etwa eine Mischung aus Schachtelhalm und Ginster. Es gibt mehrere Ephedra-Arten, die wichtigsten: Ephedra distachya/ vulgaris (Europäisches und amerikanisches Meerträubel), geringe Konzentration an Wirkstoffen. Auf dieser Seite hier geht es vorwiegend um diese milderen Arten. Ephedra sinica (Ma-Huang, Chinesisches Meerträubel), hohe Konzentration an Wirkstoffen.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Bronchospasmolytikum, Husten
 
Heilwirkung: anregend, antitussiv, antiviral, appetithemmend, blutdrucksteigernd bronchienerweiternd, gefäßverengend, harntreibend, hustenlindernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, wärmend, zentral stimulierend
 
Anwendungsbereiche: Pflanzenheilkunde: Asthma, Atemwegserkrankungen,
Bronchospasmus, Heuschnupfen, Katarrh, Krampf der Bronchialmuskulatur, TCM: Erkältungskrankheiten, Leistungssteigerung, Homöopathie: Kropf, Morbus Basedow, Schilddrüsenerkrankungen, Schilddrüsenvergrößerung, Schilddrüsenverhärtung, Struma
 
wissenschaftlicher Name: Ephedra
 
Pflanzenfamilie: Meerträubelgewächse = Ephedraceae
 
englischer Name: Chinese Ephedra, Joint Pine
 
volkstümlicher Name: Meerträubel, Meerträubchen, Mormonentee
 
Verwendete Pflanzenteile: junge Rutenzweige (Ephedrae herba)
 
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Alkaloide, Catechine, Flavonoide, L-Ephedrin, Methylephedrin, Norephedrin, Phenolcarbonsäuren, Pseudoephedrin
 
Sammelzeit: Das ganze Jahr, vorzugsweise Herbst
 
Nebenwirkungen: Abhängigkeit, Bewegungsdrang, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit
 
Kontraindikation: Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Kreislaufprobleme, Leistungssport, Schlaflosigkeit ...
 
Wechselwirkungen: Herzglykoside und vielen anderen Medikamenten ...

 
 
Anwendung
 
Wird in Form von Pulver, Absude, Tinkturen, Flüssigextrakte eingesetzt. Der Handel unterliegt in vielen Ländern gesetzlichen Auflagen.
 
Tee
 
1 Teelöffel Kraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Maximal 2 Tassen pro Tag und maximal 3 Tage hintereinander. Hilft bei Atemwegserkrankungen.
 
Räucherpulver
 
Wird in der TCM gegen sehr viele Krankheiten eingesetzt.
 
Fertigpräparate
 
Die Arznei ist verschreibungspflichtig. Meist in Kombination mit Thymian, Sonnentau, Efeu oder Schlüsselblume (Primel) bei Asthma bronchiale und Husten.
 
Homöopathie
 
Meist als Ephedra distachya Dil. D3 in Kombination mit anderen Mitteln eingesetzt.
 

Pflanzenbeschreibung
 
Meerträubel-Arten sind verholzende Pflanzen: meist Rutensträucher, manchmal Kletterpflanzen. Die gegenständig oder zu dritt quirlig angeordneten Blättersind schuppenartig reduziert. Die Photosynthese übernehmen die verzweigten, grünlichen Zweige. Die Blüten sind immer eingeschlechtig. Meist sind die Arten zweihäusig, selten die Blüten einhäusig getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an den Knoten. In den männlichen Zapfen stehen die häutigen Hochblätter in zwei bis acht Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die weiblichen Zapfen stehen sich gegenständig gegenüber oder zu dritt bis viert in Wirteln in den Knoten. In den weiblichen Zapfen stehen die sich überlappenden Hochblätter in zwei bis zehn Wirteln paarweise oder zu dritt zusammen. Die Hochblätter werden bei Samenreife meist fleischig und rot (selten bleiben sie häutig und werden bräunlich). Die weiblichen Blüten besitzen ein Paar verwachsener, ledriger Schuppen. Die Meerträubel werden zu den Nacktsamern gerechnet; ihre Samenanlagen sind also nicht von Fruchtblättern geschützt. Je Zapfen werden ein bis drei gelbe bis dunkelbraune Samen gebildet.
 
Die Meerträubelgewächse sind an vielen Orten der Welt heimisch. Sie sind gut an Hitze und Trockenheit angepasst und winterhart. Die mehrjährige Pflanze wird von 30 bis 60 cm selten bis zu 100 cm hoch. Hat schachtelhalmartige, rutenartige Stiele und gegenständige Schuppenblätter, aber meist blattlos. Die unscheinbaren Blüten erscheinen zwischen März und Mai. Aus den Blüten entwickeln sich fleischige rote Zapfenbeeren.

 
 
Anbautipps
 
Im Herbst aussäen. Pflanze im Frühling oder Herbst teilen. Sonniger Standort, der Boden trocken, keine Staunässe.
 
 

Sammeltipps
 
Stengel (junge Rutenzweige) können jederzeit geerntet werden, meistens aber im Herbst, da dann der Wirkstoffgehalt am größten ist. An einem luftigen schattigen Ort trocknen.

Neem
 
Der Neembaum ist ein großer Baum, der in Indien überall an den Straßen wächst. Er beinhaltet eine einzigartige Kombination von Inhaltstoffen, die bei Insekten und Krankheitserreger wirken. So schützt sich der Baum selbst und stellt den Menschen ein Mittel zur Verfügung, sich auch zu schützen. Die Neempflanze, in Deutschland auch "Niem" genannt, ist hierzulande vor allem als Bestandteil von Kosmetika bekannt. Auch in der Schädlingsbekämpfung im Garten wird Neem immer beliebter, weil es eine natürliche Möglichkeit ist, die Pflanzen von Schädlingen frei zu halten. Dass Neem aber auch als Heilpflanze verwendet werden kann, ist weniger bekannt. Dabei kann man ihn als nützlichen Allrounder für vielerlei Gesundheitsprobleme einsetzen.

 
 
Steckbrief
 
Haupt-Anwendungen: Hautpilze
 
Heilwirkung: antibakteriell, antiviral, virostatisch, pilzhemmend, fungizid, insektizid, spermizid, empfängniverhütend (möglicherweise)
 
Anwendungsbereiche: Hautentzündungen, Wunden, Furunkel, Ekzeme, Geschwüre, Hämorrhoiden, Fußpilz, Juckreiz, Nesselsucht, Kopfschuppen, Kopfläuse, Krätze, Warzen, Scheidenentzündung, Husten, Bronchitis, Blasenentzündung, Bluthochdruck, Durchfall, Darmentzündungen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Neuralgien, Leberschwäche, Rheuma
 
wissenschaftlicher Name: Azadirachta indica
 
Pflanzenfamilie: Mahagonigewächse = Meliaceae
 
englischer Name: Neem
 
volkstümlicher Name: Niem, Niembaum, Neembaum
 
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Samen, Rinde
 
Inhaltsstoffe: Azadirachtin, Meliantriol, Salanin, Nimbin, Nimbidin, Gerbsäure, Phosphor, Harz, Hyperosid, Linolsäure, Quercetin, Myristizinsäure, Rutin, Schwefel, ätherische Öle

 
 
Anwendung
 
Vom Niembaum sind verschiedene Teile erhältlich: Blätter, Samen, Öl (aus den Samen)
 
Das Niembaumöl und die Samen sollte man nur äußerlich anwenden. Für die innerliche Anwendung sind sie zu stark. Die Blätter kann man auch innerlich einnehmen. Pflanzenteile des Niembaums und daraus hergestellte Produkte wirken antibakteriell und antiviral und können als Insektizid, Fungizid, Spermizid, Dünger und Futtermittel eingesetzt werden. Sie werden daher sowohl in der Medizin als auch in Landwirtschaft und Gartenbau genutzt.
 
Nutzung in der Medizin
 
Von indischen Ärzten werden Niem-Produkte seit 2000 Jahren gegen Anämie, Bluthochdruck, Hepatitis, Geschwüre, Lepra, Nesselsucht, Schilddrüsenerkrankungen und Verdauungsstörungen und in der Medizin des Ayurveda eingesetzt. Niem wird als Mittel gegen Kopfläuse und in der Zahn- und Mundhygiene genutzt und soll bei Diabetes mellitus und Krebs helfen sowie den Cholesterinspiegelreduzieren. Ebenso werden Niemprodukte in Indien seit Jahrhunderten als Spermizid und zur Abtreibung genutzt. Indische Forscher haben diese Wirkung bestätigt. Das Öl des Niembaums wird zudem bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben eingesetzt. Der Niembaumsamenöl-Extrakt macht die Nahrungsgrundlage der Milben (Hautschuppen) ungenießbar und stoppt gleichzeitig das Wachstum der Larven.
 
Niembaumöl
 
Das Niembaumöl wird für vielerlei kosmetische Produkte verwendet, z.B. Neem-Shampoo, Cremes, Körperlotionen. Diese Produkte kann man bei Hautproblemen, leichten Pilzerkrankungen und Juckreiz verwenden. Auch bei rheumatischen oder neuralgischen Schmerzen kann eine Einreibung mit Neem helfen. Bei Husten und anderen entzündlichen Erkrankungen des Atemapparates kann man einige Tropfen Niembaumöl in heißes Wasser tropfen und inhalieren. Auch eine Abkochung aus den Samen kann man zum Inhalieren verwenden. Kleinere Haut-bereiche kann man direkt mit dem Niembaumöl einreiben. Für größere Bereiche verdünnt man das Niembaumöl besser mit einem guten Pflanzenöl, z.B. Mandelöl oder Olivenöl.
 
Samen
 
Einen Kaltauszug aus den Samen kann man als Pflanzenschutzmittel verwenden. Dazu setzt man die geschroteten Samen über Nacht mit reichlich Wasser an. Von Schädlingen befallene Pflanzen kann man damit einsprühen. Tinkturen aus den Samen kann man zur Abwehr von Insekten einsetzen. Wenn man kein Niembaumöl zur Verfügung hat, kann man auch eine Samentinktur für die äußerliche Anwendung auf der Haut einsetzen. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass Tinkturen die Haut austrocknen.
 
Blätter
 
Die Blätter kann man sowohl äußerlich als auch innerlich einnehmen. Zur inneren Anwendung kann man einen Tee aus den Blättern kochen. Man kann die Blätter jedoch auch kauen, selbst getrocknete Blätter sind dazu geeignet. Wenn man frische Neemblätter zur Verfügung hat, kann man diese auspressen und als Saft einnehmen. Dieser Saft hilft beispielsweise bei Bluthochdruck, Darmerkrankungen, Blasenentzündungen und Leberschwäche. Selbst eine empfängnisverhütende Wirkung wird den Blättern des Neems nachgesagt. Dazu muss man als Frau täglich einige Neemblätter kauen. Die Neemblätter bewirken, dass sich befruchtete Eier nicht einnisten können. Alternativ kann man auch 1ml Niemöl mit einer Creme vermischen und vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide einführen. Das Niemöl tötet die Spermien ab. Über die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit als Empfängnisverhütungs-Mittel liegen mir jedoch keine Zahlen vor. Man sollte sich also nicht auf die Wirkung zur Empfängnisverhütung verlassen.

 
 
Pflanzenbeschreibung
 
Der Niembaum wächst in Indien und anderen warmen Ländern an Straßen, wird aber teilweise auch extra kultiviert. Trockenheit und Hitze sind dem Neembaum lieber als Kälte und Feuchtigkeit. Der Baum wird bis zu 30 Meter hoch. Seine länglichen Blätter haben vorne eine dünne Spitze. Wenn der Baum drei Jahre alt ist, fängt er an, Blüten zu tragen. Die Blüten sind weiß, klein und duften jasminähnlich. Aus den Blüten entstehen essbare Früchte. Die Früchte sind gelblich und eiförmig. Der Niem ist ein schnellwachsender, (meist) immergrüner Baum, der durchschnittlich Wuchshöhen von 15 bis 20 Metern – unter günstigen Bedingungen bis zu 40 Meter – erreicht. Er kann bis zu 200 Jahre alt werden. Unter ungünstigen Bedingungen verliert der Baum seine Blätter, um sich vor Austrocknung zu schützen. Die Äste sind weitverzweigt, die Baumkrone ist rund bis oval mit dichtem Blattwuchs. Bei freistehenden Bäumen kann der Durchmesser der Krone durchaus seiner Höhe entsprechen. Der Stamm ist im Allgemeinen relativ kurz und selten höher als dreieinhalb Meter. An der ersten Verzweigung ist die Rinde hart und zwischen weißlich-grau bis rötlichbraun gefärbt. Die äußeren Holzschichten sind hell, die inneren rötlich. Wenn die inneren Holzschichten mit Luft in Berührung kommen, färben sie sich rötlichbraun. Das Wurzelsystem besteht aus einer starken Hauptwurzel, die doppelt so tief in das Erdreich reichen kann wie der Baum hoch ist, sowie einem verzweigten Wurzelsystem. Die unpaarig gefiederten Laubblätter sind insgesamt 20 bis 40 Zentimeter lang und bestehen aus 31 mittel- bis dunkel-grünen Teilblättern, die jeweils drei bis acht Zentimeter lang sind. Der Blattstiel ist relativ kurz, junge Blätter haben oft eine rötliche bis purpur-ne Färbung. Der Niembaum ist einhäusig, jeder Baum entwickelt also sowohl männliche als auch weibliche Blüten. 150 bis 250 Blüten befinden sich an einer, bis zu 25 Zentimeter langen, Rispe, die bis zu dreimal verästelt ist. Die weißen und wohlriechenden Blüten sind fünf bis sechs Millimeter lang und haben einen Durchmesser von acht bis elf Millimeter.
 
Früchte
 
Bereits nach vier Jahren trägt ein Niembaum erstmals Früchte. Nach zehn Jahren liefert er 40 bis 50 Kilogramm Früchte und erreicht damit seinen vollen Fruchtertrag. Die unbehaarte Frucht ist eine olivenähnliche Steinfrucht, die oval bis kugelförmig sein kann. Wenn sie reif ist, ist sie 1,4 bis 2,8 Zentimeter lang und 1 bis 1,5 Zentimeter im Durchmesser. Die Fruchthaut ist dünn, das Fruchtfleisch gelblichweiß und bitter-süß im Geschmack. Die Frucht enthält einen, in seltenen Fällen auch mehrere Samen. Werden die Früchte von Tieren gefressen, scheiden sie die unverdaulichen Kerne meist wieder aus. Die Samen überstehen den Verdauungstrakt der Tiere problemlos und keimen nach dem Ausscheiden.

Bachblüten
 
Ich bin frustriert (38 Willow)
 
-        - Diese Menschen sind deren öfteren frustriert      
 
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte können sie das gereizte allmählich hinter sich lassen   
Bachblüten
 
Ich muss ständig in Gesellschaft sein (1 Agrimony)
 
-        - Diese Menschen können nicht alleine sein. Sie müssen ständig in Gesellschaft sein      
 
-        - Mit der dementsprechenden Bachblüte wird es ihnen zu eigen werden, auch ohne jeglicher Gesellschaft zu sein       
Inhaltsstoffe im Getreide  
 
Getreide weist ein sehr ausgewogenes Verhältnis an Kohlenhydraten, Eiweißen, Fetten (darunter auch die essentielle Linolsäure), Mineralstoffen und Vitaminen, vor allen der B-Gruppen, auf. Der Gehalt an Mehrfachzuckern bewirken eine lang anhaltende Energieversorgung.
 
Die Schale, die den klein und den Mehlkörper schützt, liefert Ballaststoffe und enthält auch Enzyme und Öle.
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